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Archiv Nachrichten

Hier finden Sie ältere Nachrichten, die im laufenden Kalenderjahr auf unserer Startseite standen. Das Datum gibt an, wann die Nachrichten ins Archiv verschoben wurden.

03.08.2017

Wir berichteten: Storchenbabys in Weilheim sind tot
Im Newsletter vom 28. Juni berichteten wir vom Tod der drei Weilheimer Jungstörche. Der Schwarzwälder Bote hat dies aufgegriffen und am 30.06. einen Artikel u.a. in seiner Online-Ausgabe veröffentlicht. Nun erdreistet sich doch tatsächlich jemand und behauptet (natürlich juristisch unverfänglich als Frage formuliert), der NABU sei Windkraftbefürworter auf der Hohwacht und habe deshalb vielleicht etwas mit dem Tod der Störche zu tun. Auch wenn wir auf Entgegnungen in der Regel verzichten, war in dem Fall eine Antwort erforderlich. ▶▶ Schwarzwälder Bote Online

Wiesenorchideen überraschen Bayreuther Forscher
Wiesenorchideen, die im vollen Sonnenlicht durch Photosynthese ausreichend Nährstoffe für sich produzieren könnten, gehen oft zusätzlich eine Symbiose mit Pilzen ein, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Sie erzeugen nur einen Teil des benötigten Kohlenstoffs selbst und beziehen den anderen Teil von Pilzen, mit denen ihre Wurzeln unterirdische Netzwerke bilden. Dies haben Wissenschaftler der Universität Bayreuth zusammen mit Forschungspartnern in Großbritannien jetzt herausgefunden. Im Journal of Ecology stellen sie ihre unerwarteten Erkenntnisse vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678685

Massives Artensterben an Schwedens Küste
Das erste Mal seit den 1930er Jahren wurde eine Bestandsaufnahme der Nordseebewohner unternommen. Die Ergebnisse sind erschreckend. ▶▶ Mehr

Lupinen beim Trinken zugeschaut: 3D-Aufnahmen vom Wassertransport
Wie Lupinen mit ihren Wurzeln Wasser aus dem Boden ziehen, haben Wissenschaftler der Universität Potsdam an der Berliner Neutronenquelle BER II erstmals in 3D fotografiert. Dafür verbesserten sie zusammen mit Kollegen vom Helmholtz-Zentrum Berlin die Zeitauflösung der Neutronentomografie gleich um mehr als das Hundertfache: Alle zehn Sekunden erstellten sie eine detaillierte 3D-Aufnahme. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Wurzeln und Böden und wurden in „Scientific Reports“ veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678725

Aldi und Lidl sollen den Jaguar-Wald nicht zu Holzkohle machen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die tropischen Trockenwälder des Chaco in Paraguay verschwinden in rasendem Tempo – schneller als jedes andere Waldgebiet der Erde. Die Jahrhunderte alten Quebracho-Bäume werden in qualmenden Meilern zu Holzkohle verwandelt, die in Supermärkten in Europa und den USA verkauft wird. Deutschland allein importiert 20.000 Säcke Holzkohle aus Paraguay pro Tag.
Die Abholzungen vernichten einzigartige Urwaldgebiete, die der Lebensraum von Jaguaren, Gürteltieren und vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sind. Auch eines der letzten indigenen Völker, das in Isolation von der industrialisierten Welt lebt, ist bedroht. Ohne den Wald können die Ayoreo nicht überleben." Zur Petition geht's ▶▶ hier.

26.07.2017

NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"
Die NABU-Gruppen Balingen und Haigerloch (wir berichteten) haben in den vergangenen Tagen mehrere Gebäude bzw. Hausbesitzer ausgezeichnet, die sich um den Schutz der Schwalben verdient gemacht haben. Die Aktion wird fortgesetzt.
▶▶ Gruppe Balingen
▶▶ Gruppe Haigerloch

Erneut erfolgreiche Nachtfalter-Leuchtnacht
Auf Einladung des NABU Rosenfeld hat die AG Schmetterlinge an der Fischermühle im Stunzachtal eine weitere Veranstaltung zum Thema "Grillabend mit Mottenschau" durchgeführt. Obwohl es relativ kühl und recht windig war, sind wieder über 70 Arten angeflogen, darunter mit Graphiphora augur erneut eine Art, von der es bei uns seither noch keinen aktuellen Nachweis gab. Mehr beim Naturgucker-Link unter
▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1799698286
Interessieren Sie sich für Neuigkeiten auf den Falterseiten? Dann finden Sie diese immer hier in der rechten Spalte unter "zuletzt bearbeitete Seiten".

Gottesanbeterin bitte melden! Neue Meldeplattform der LUBW
Die Europäische Gottesanbeterin rückt in den Fokus des aktuellen Meldeaufrufes der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Neben Feuersalamander, Laubfrosch, Hirschkäfer und Weinbergschnecke können Bürgerinnen und Bürger das Insekt des Jahres 2017 ab sofort über die neue Meldeplattform der LUBW erfassen. Jede Sichtung hilft, einen fundierten Überblick über die Verbreitung der Art zu erhalten. Sichtungen aus den letzten Jahren sind ebenfalls relevant und sollten gemeldet werden, wenn sie beispielsweise mit Fotos belegt werden können. Anhand der Daten können zum Beispiel die Auswirkungen des Klimawandels beobachtet. Zur Meldeplattform führt ▶▶ http://www.gottesanbeterin-bw.de/

Luchs muss aus Baden-Württemberg zurück nach Rheinland-Pfalz
Weil ein ausgewilderter Luchs den Vorstellungen seiner menschlichen Betreuer/-innen nicht gefolgt und einfach nach Baden-Württemberg eingewandert ist, wurde er wieder eingefangen und zurücktransportiert… ▶▶ Zeitungsbericht

Fledermauszug auf breiter Front
Nutzen (fern-)wandernde Fledermausarten bestimmte Zugrouten oder Rastgebiete und lassen sich diese identifizieren? Bevorzugen sie bestimmte Landschaftsstrukturen wie Flusstäler oder Bergkämme? Kenntnisse darüber sind wichtig, vor allem wenn es um Bau und Genehmigung von Windkraftanlagen geht. Diesen Fragen hat sich daher ein Forschungsprojekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) gewidmet. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news677248

Klimawandel bedroht heimische Bienenarten
Mit dem Klimawandel ändern sich Blütezeiten von Pflanzen und der Zeitpunkt, zu dem Bienen schlüpfen – mit bisweilen fatalen Folgen für die Bienen. Das konnten Ökologen der Uni Würzburg in einer neuen Studie zeigen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677399

Wie man Raupen dazu anstiftet, sich selbst zu fressen
Von wegen hilflos ausgeliefert: Harmlose Pflanzen können hungrige Raupen in den Kannibalismus treiben. Am Ende fressen die Schädlinge sich selbst. ▶▶ Mehr

Gefährliche Gigaliner stoppen! Keine Riesen-Lkw auf unseren Straßen!
Im Alleingang hat Bundesverkehrsminister Dobrindt die 25 Meter langen Gigaliner zugelassen. Meinungsumfragen zeigen, dass drei Viertel aller Deutschen keine Gigaliner wollen. Auf welchen Straßen sie fahren dürfen, entscheiden die Länder. Schon jetzt umfasst das Gigaliner-Netz 11.600 Kilometer, und es werden immer mehr. Der BUND schreibt: "Fordern Sie deshalb Ihren Landesverkehrsminister auf: Streichen Sie die Gigaliner-Strecken!" ▶▶ Mehr

LNV-Info 2/2017: Faktencheck Windenergie - Energiewende ja – aber wie?
Der Klimawandel stellt eine massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar und lässt sich in Form von Dürren, Überschwemmungen, Wetterextremen auch in Baden-Württemberg beobachten. Für einen wirksamen Klimaschutz muss unser Energieversorgungssystem ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen, die Kohlendioxid-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Aber auch die Kernenergie ist keine geeignete Alternativ-Technologie sondern birgt nicht beherrschbare Risiken. ▶▶ weiterlesen

Gewürztraminer: Glyphosat zur Unkrautbekämpfung hat Folgen für den Most
Schlechte Nachrichten für Weinbauern, die Glyphosat verwenden: Das Unkrautvertilgungsmittel kann sich negativ auf die Qualität des Mosts auswirken. Zu diesem Schluss sind Forscher der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen gekommen, die die Vergärung von Gewürztraminer-Trauben studiert haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677106

China soll den Schildschnabel nicht ausrotten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Schildschnabel ist ein besonders prächtiger Vogel. Sein imposantes, massives Horn macht ihn einzigartig. Doch die Jagd nach dem "roten Elfenbein" hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Auf der Roten Liste wird die Art seit 2015 als "critically endangered" geführt. Auf Sumatra, wo der Schildschnabel einst allgegenwärtig war, er sie bereits völlig ausgelöscht, schreiben die Experten.
Ursache für den Niedergang sind die grassierende Jagd und die Zerstörung des Habitats in den Tieflandregenwäldern, etwa für Palmölplantagen. Den Vögeln droht eine doppelte Gefahr: Sie verlieren ihren Kopf an Elfenbeinschnitzer und ihre Heimat für Supermarktprodukte.
Die Jagd in Indonesien und Malaysia und der Schmuggel nach China müssen bekämpft werden, um das Überleben der Art zu sichern. Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift."
▶▶ zur Petition

Naturschützer beklagen Angriffe auf Adlerhorste
In der Uckermark häufen sich die Angriffe aus Adlerhorste. Er wird vermutet, dass die Tiere vertrieben werden sollen, um Windräder in den Gebieten bauen zu können. Deswegen fordern Umweltschützer, den Schutzstatus von verlassenen Nestern zu verlängern.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ https://www.rbb-online.de/

20.07.2017

Erneut erfolgreiche Nachtfalter-Leuchtnacht
Auf Einladung des NABU Rosenfeld hat die AG Schmetterlinge an der Fischermühle im Stunzachtal eine weitere Veranstaltung zum Thema "Grillabend mit Mottenschau" durchgeführt. Obwohl es relativ kühl und recht windig war, sind wieder über 70 Arten angeflogen, darunter mit Graphiphora augur erneut eine Art, von der es bei uns seither noch keinen aktuellen Nachweis gab. Mehr beim Naturgucker-Link unter
▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1799698286
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Luchs muss aus Baden-Württemberg zurück nach Rheinland-Pfalz
Weil ein ausgewilderter Luchs den Vorstellungen seiner menschlichen Betreuer/-innen nicht gefolgt und einfach nach Baden-Württemberg eingewandert ist, wurde er wieder eingefangen und zurücktransportiert… ▶▶ Zeitungsbericht

LNV-Info 2/2017: Faktencheck Windenergie - Energiewende ja – aber wie?
Der Klimawandel stellt eine massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar und lässt sich in Form von Dürren, Überschwemmungen, Wetterextremen auch in Baden-Württemberg beobachten. Für einen wirksamen Klimaschutz muss unser Energieversorgungssystem ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen, die Kohlendioxid-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Aber auch die Kernenergie ist keine geeignete Alternativ-Technologie sondern birgt nicht beherrschbare Risiken. ▶▶ weiterlesen

China soll den Schildschnabel nicht ausrotten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Schildschnabel ist ein besonders prächtiger Vogel. Sein imposantes, massives Horn macht ihn einzigartig. Doch die Jagd nach dem "roten Elfenbein" hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Auf der Roten Liste wird die Art seit 2015 als "critically endangered" geführt. Auf Sumatra, wo der Schildschnabel einst allgegenwärtig war, er sie bereits völlig ausgelöscht, schreiben die Experten.
Ursache für den Niedergang sind die grassierende Jagd und die Zerstörung des Habitats in den Tieflandregenwäldern, etwa für Palmölplantagen. Den Vögeln droht eine doppelte Gefahr: Sie verlieren ihren Kopf an Elfenbeinschnitzer und ihre Heimat für Supermarktprodukte.
Die Jagd in Indonesien und Malaysia und der Schmuggel nach China müssen bekämpft werden, um das Überleben der Art zu sichern. Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift."
▶▶ zur Petition

Naturschützer beklagen Angriffe auf Adlerhorste
In der Uckermark häufen sich die Angriffe aus Adlerhorste. Er wird vermutet, dass die Tiere vertrieben werden sollen, um Windräder in den Gebieten bauen zu können. Deswegen fordern Umweltschützer, den Schutzstatus von verlassenen Nestern zu verlängern.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ https://www.rbb-online.de/

13.07.2017

Weilheimer Jungstörche tot
Alle hatten sich gefreut, als ein Storchenpaar nach über 70 Jahren auf dem Weilheimer Kirchturm wieder ein Nest gebaut hatte. Und das Brüten war erfolgreich, denn drei Jungstörche waren geschlüpft. Doch in der vergangenen Woche muss irgendetwas passiert sein: Plötzlich tauchten die Storchen-Eltern auf der Kirche in Haigerloch-Stetten auf und sogar im Eyachtal bei Bad Imnau wurden sie gesehen. Am vergangenen Mittwoch dann die traurige Nachricht: Die drei Jungen waren tot - überhitzt, verdurstet, was auch immer.
Man kann nur spekulieren, woran es gelegen hat: Vielleicht war es die Unerfahrenheit der im Elsass bzw. am Federsee beringten Störche. Aber man kann sicher sagen, dass die Foto-Drohnen, die immer wieder den Kirchturm hinauf geschickt worden waren oder der Mensch, der die Alt-Störche ständig bei der Nahrungssuche mit dem Auto verfolgte, um vielleicht noch ein besseres Foto zu kriegen, ihren Teil dazu beigetragen haben, dass den Elternvögeln schließlich der Brutpflege-Trieb abhanden kam und sie nicht mehr den schützenden Schatten spenden konnten. Unser Kommentar: In jedem Fall gehören solche Leute angezeigt.

Der Schwarzwald im Klimawandel
Weißtannen und Douglasien könnten langfristig die Fichte ersetzen, weil sie besser an Trockenzeiten angepasst sind. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677434

Naturfilm zeigt die zauberhafte Federseenatur
Am 6. Juli erscheint ein 60-minütiges Filmporträt von Sabine Häring über die Tier- und Pflanzenwelt des größten Moores in Süddeutschland. Entstanden ist eine Liebeserklärung an den Federsee, der während der 150 Drehtage zur zweiten Heimat der Tierfilmerin geworden ist.
▶▶ weitere Informationen

Wolf bei Überlingen beobachtet
Vor zwei Tagen wurde in der Gegend von Überlingen am Bodensee ein Wolf beobachtet. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Umweltministerium mit dem Wolfsmonitoring betraute Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg nach Auswertung eines Fotos, das eine Privatperson nordöstlich von Überlingen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr aufgenommen hat. Der aktuelle Aufenthaltsort des – vermutlich noch jungen – Wolfs ist nicht bekannt. ▶▶ Mehr

Jungvögel nicht mitnehmen
Tschilpen, Piepen und Rufen, wohin man hört: In Nistkästen, Hecken und Gebüschen ziehen derzeit unzählige Vögel ihre Jungen groß. Der NABU bittet, einsam und hilflos wirkende Jungvögel nicht aufzunehmen, sondern sie in der freien Natur zu belassen.
▶▶ http://www.nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/beratung-information/jungvoegel.html

Neue Papageienart entdeckt
Ein Ornithologe entdeckt auf der Halbinsel Yukatan Papageien, die sich von anderen verwandten Papageienarten unterscheiden. Was hat es mit dieser neuen Art auf sich? ▶▶ mehr

Hat Harry Potter Indonesiens Eulen verflucht?
Die Popularität des Zauberlehrlings und seiner Eule Hedwig könnte den Schwarzhandel mit den Tieren massiv befördert haben. Darauf deutet zumindest eine Studie aus Indonesien hin. ▶▶ mehr

Kakadus trommeln perfekten Beat
Wenn Vögel singen, geht es eigentlich immer um das eine. Ist das bei den laut und rhythmisch trommelnden Palmkakadus auch so? ▶▶ mehr

Von polygamen Weibchen und alleinerziehenden Männchen
Von polygamen Weibchen und alleinerziehenden Männchen Verhaltensforschende der Universität Bielefeld untersuchen Regenpfeifer Regenpfeifer-Männchen setzen sich in der Wildnis erfolgreicher durch als die Weibchen: Verhaltensforschende der Universität Bielefeld haben untersucht, wie sich über die Lebens-spanne des Regenpfeifers das Geschlechterverhältnis entwickelt. Welche Folgen der Männerüberschuss für die Aufzucht der Küken hat, stellen sie im Forschungsjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676939

LNV begrüßt mehr Geld für den Naturschutz
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), Dachverband von 33 Naturschutzvereinen im Land, freut sich über die Initiative der grünen Landtagsfraktion, in den kommenden vier Jahren 160 Millionen Euro zusätzlich für den Naturschutz bereit zu stellen. "Auf dieses Signal haben wir gewartet", so LNV Chef Gerhard Bronner. "Wir hoffen, dass der Vorschlag von allen Landtagsfraktionen unterstützt wird." ▶▶ weiterlesen

Kaufen Sie ein Stück Zauberwald! Retten wir den Zwergschnäpper im Stobbertal
(aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbands) In alten Wäldern mit knorrigen Bäumen finden viele Vögel einen Lebensraum. Wie der seltene Zwergschnäpper im Stobbertal. Dort haben wir jetzt die Gelegenheit, zehn Hektar Land zu kaufen. Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. ▶▶ mehr

Solarenergie und Naturschutz
In weiten Teilen Baden-Württembergs können nun auf Acker- und Wiesenflächen Solaranlagen errichtet werden. Um Konflikte zu vermeiden, fordert der BUND einheitliche Vorgaben für die Planungsbehörden. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Artenschwund Top-Thema im Heute-Journal
Aus Anlass des Deutschen Bauerntages 2017 hat das ZDF in seiner Ausgabe vom 28.06. den Artenschwund in der Agrarlandschaft zum Topthema gemacht. Den entsprechenden Videobeitrag finden Sie unter hier: ▶▶ https://www.zdf.de/nachrichten/.

So funktioniert Grünlandbewirtschaftung ohne Artenschwund
Intensive Bewirtschaftung von Grünland ist schlecht für die Artenvielfalt. Doch eine Studie vom Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie der Technischen Universität München (TUM) sorgt für Hoffnung: Werden unterschiedliche Formen von Bewirtschaftungen innerhalb einer Region optimal verteilt, kann dies zu mehr Ertrag führen ohne Insektenarten zu verlieren. Im besten Fall finden sogar mehr Arten den für sie optimalen Lebensraum. Entscheidend ist, dass die Bewirtschaftung auf Landschaftsebene geplant wird. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677187

Gorilla-Wald mit norwegischem Geld abholzen? Nein Danke!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.-V. schreibt: "Die norwegische Regierung prüft, den industriellen Holzeinschlag im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo zu finanzieren. 20 Millionen Hektar Urwald sollen dort an die Holzindustrie vergeben werden. Umgerechnet 16 Millionen Euro will Norwegen für das Projekt beisteuern.
Der Holzeinschlag ist eine der Hauptursachen der globalen Waldvernichtung. Das Geschäft mit Tropenhölzern zerstört die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier – und heizt den Klimawandel an.
Norwegen ist mit der Ausbeutung der Erdöl- und Gasvorkommen im Nordatlantik und der arktischen See zu einem der reichsten Länder der Erde aufgestiegen. Die Verbrennung fossiler Energien verursacht maßgeblich den weltweiten Klimawandel. Während Norwegen jedes Jahr Milliarden Euro von der Erdöl- und Gasindustrie scheffelt, leiden die Länder in den Tropen ganz besonders unter dem hauptsächlich von den Industrienationen verursachten Klimawandel. Bitte unterzeichnen Sie die Petition an die norwegische Regierung." ▶▶ zur Petition

06.07.2017

"Grillabend mit Mottenschau": Plettenberg erweist sich als äußerst interessant
Der NABU Oberes Schlichemtal hatte eingeladen und eine Handvoll Leute waren zum Grillen mit anschließendem Nachtfalter-Leuchten gekommen. In bewährter Manier von Bernhard Schlude, Dirk Mezger und Herbert Fuchs von der AG Schmetterlinge geleitet, hatten die Besucher*innen nahezu alle Hände voll zu tun, um immer wieder neu am "Leuchtturm" aufgetauchte Falter in Gläser zu verfrachten und den Spezialisten zum Bestimmen auf die Tische an der Grillstelle zu bringen. Die "magische Zahl" 100 Arten wurde knapp unterschritten, doch mit sechs "neuen" Arten für die Nachtfalter-Seiten war die "Ausbeute" überaus erfolgreich. Am Ende des Leuchtabends gegen 02:30 Uhr wurden die Falter wieder freigelassen und konnten wieder vom Licht unbehelligt von dannen fliegen. Wer die Artenliste und auch einige Fotos anschauen will:
https://naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=534484672

Neues vom Gleitaar
Nachdem er sich vier Wochen lang im Bereich der Seewiesen bei Hart aufgehalten hatte, wurde der Vogel nun offenbar am 17. Juni zum letzten Mal gesehen. Wir haben ein kleines Update zum Bericht auf unserer Website geschrieben:
http://naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/gleitaar/gleitaar.htm

NABU Haigerloch ehrt Schwalbenfreunde
Mit Ivo Lavetti in Stetten, der Firma Kälte-Henne und Gustav Schmoll in Owingen hat der NABU Haigerloch heute drei Vorbilder in Sachen Mehlschwalben ausgezeichnet. Am prostuhl.com-Firmengebäude von Ivo Lavetti in Stetten sind alljährlich rund 100 Schwalbenpaare in Naturnestern zugange. Damit ist das vermutlich die größte Kolonie im Zollernalbkreis. Eine ähnlich große Zahl von Nestern befindet sich am ehemaligen Betriebsgebäude Edele in der Owinger Römerstaße, das seit Jahren der Firma Kälte-Henne gehört. Die dritte Auszeichnung ging an Gustav Schmoll, der sich im Neubaugebiet als "Schwalben-Botschafter" betätigt hat, so dass dort nun ebenfalls Dutzende Schwalben unterwegs sind. ▶▶ https://www.facebook.com/NABU-Haigerloch
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenfreundliches-haus/

Schwalbenhaus in Zimmern u.d.B. angenommen
Am 24. April hat der NABU den neuen Schwalbenturm in Zimmern u.d.B. offiziell eingeweiht. Wie uns Herr Schneider von der AG Zimmern im NABU Oberes Schlichemtal nun mitteilt, wird er bereits heftig beflogen. Damit hat sich nun bereits beim zweiten der drei bisher erstellten Schwalbenhäuser der Erfolg schon im ersten Jahr eingestellt.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenschutz/

Wie bringen wir unsere Insekten zurück?
In vielen Regionen Europas warnen Wissenschaftler vor einem Rückgang der Insekten. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, die krabbelnde Vielfalt zurückzuholen. Mehr

Schwertwale nutzen Fischtrawler als Fastfood-Kette
Vor der Küste Alaskas wird die Fischerei regional stark erschwert. Ganze Schwertwal-Schulen stibitzen Fische von den Langleinen der Fischer. Mehr

LNV begrüßt Ideen zur künftigen Agrarförderung
Bei seiner Rede beim Landesbauerntag in Fellbach rechnete Minister Peter Hauk mit Kürzungen bei der künftigen Agrarförderung der EU. Umso wichtiger sei es, dafür zu sorgen, dass die Existenz der für Baden-Württemberg typischen mittelgroßen Familienbetriebe gesichert wird. Wichtiger ist den Naturschützern die Umschichtung von Mitteln weg von pauschalen Flächenzahlungen hin zu gezielter Förderung von gesellschaftlichen und Naturschutzleistungen. weiterlesen

EU-Abgeordnete stimmen für Pestizid-Verbot
Die NABU-Protestaktion an die EU-Abgeordneten war erfolgreich: Das Europäische Parlament hat sich mit knapper Mehrheit für ein Pestizidverbot auf Ökologischen Vorrangflächen ausgesprochen. Die Wünsche der Bürger nach einer umfassenden Reform der EU-Agrarpolitik tragen also erste Früchte. ▶▶ Mehr

Elefanten-Haut für China! Perverse Wilderei stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Bilder sind schwer zu ertragen: In Myanmar werden zig Elefanten gewildert und gehäutet. Bullen, Kühe, Kälber – Wilderer töten offenbar jeden Elefanten, den sie kriegen können. Geht es so weiter, sind die 2.000 Tiere im Land bald ausgerottet.
Die meisten Käufer getrockneter Elefantenhaut kommen aus China. Salbe aus der Haut soll gegen Ekzeme, Pickel und Verdauungsprobleme helfen. Begehrt sind zudem Armbänder und sonstiger Schmuck aus Elefantenhaut.
In Myanmar und China ist der Handel mit Elefantenprodukten zwar verboten, die Verbote werden aber oft nicht befolgt. Verstöße werden selten bestraft. Bitte fordern Sie von Myanmars moralischer Autorität Aung San Suu Kyi, sich für den Schutz der Elefanten zu engagieren. Bitte fordern Sie von Chinas Präsident Xi Jinping den Handel mit Elfenbeinprodukten zu beenden."
zur Petition

29.06.2017

Weißstorch in Weilheim brütet erfolgreich
Wie im April in der Zeitung zu lesen war, hat sich auf der Kirche in Hechingen-Weilheim ein Storchenpaar angesiedelt und unter großen Mühen ein Nest in dem seit alters dort vorhandenen "Storchenrad" gebaut. Damit ist der Weißstorch, der zum letzten Mal vor 75 Jahren an genau derselben Stelle gebrütet hat, wieder als Brutvogel in den Zollernalbkreis zurückgekehrt. Nun sitzen drei Jungvögel im Nest und man kann gespannt sein, ob sie auch alle erfolgreich ausfliegen werden. Lesen Sie den Artikel vom 17. April im ▶▶ Schwarzwälder Boten

Windenergieanlagen und Artenschutz
Durch das Artenschutzrecht sind die besonders geschützten und streng geschützten Arten auch außerhalb von Schutzgebieten geschützt. Bei Eingriffen, die die Europäischen Vogelarten (oder z.B. auch Fledermausarten) betreffen, ist deshalb eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) durchzuführen. Wann und in welchem Umfang solche Untersuchungen für künftig vielleicht geplante Anlagen im Bereich des VRG "Hohwacht" durchzuführen sind, hat der NABU Zollernalb auf seiner Internetseite genauer dargestellt. Auch die im Fokus stehenden potenziell betroffenen Vogelarten werden vorgestellt. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wieder mehr Störche auf der Ostalb
Der positive Bestandstrend beim Weißstorch in Baden-Württemberg scheint ungebrochen. Erfreulicherweise werden auch auf der Ostalb wieder mehr Störche festgestellt als in den letzten Jahrzehnten. Helmut Vaas vom NABU Ellwangen wurde von der Schwäbischen Zeitung dazu befragt ▶▶ Zeitungsbericht

Ulmer Doktorand entdeckt für ausgestorben erklärte Froschart in Costa Rica
In Costa Rica ist dem Ulmer Doktoranden Randall Jiménez ein spektakulärer Fund geglückt: Er hat ein Exemplar des für ausgestorben erklärten Rotbauchfrosches (Craugastor escoces) entdeckt. Das Weibchen wird nun an der Universidad de Costa Rica untersucht – mit dem Ziel, die Wiederansiedlung der Froschart zu ermöglichen. Angesichts des weltweiten Amphibiensterbens gibt die Wiederentdeckung Hoffnung: Rund ein Drittel der Arten gelten als vom Aussterben bedroht. Dementsprechend groß waren die Freude und das Medienecho in Mittelamerika.
▶▶ http://idw-online.de/de/news676640

Lichtverschmutzung verwirrt Nachtfalter
Der Flug nachtaktiver Falter wird von den Mondphasen beeinflusst. Bei Vollmond scheinen Nachtfalter weniger anfällig für künstliche Lichtquellen zu sein als bei Neumond. Ob das tatsächlich so ist, untersucht die Biologin Jacqueline Degen im Rahmen eines neuen Forschungsvorhabens am Biozentrum Würzburg. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676674

Domestikation: Wie Katzen die Welt eroberten
Die Domestikation der Falbkatze zur Hauskatze fand sowohl in Ägypten als auch im Nahen Osten statt – und beide Linien haben ihre Spuren im Erbgut der europäischen Hauskatzen hinterlassen, wie eine neue Studie zeigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676721

Rettet den Wald der Wisente - stoppt die Holzfäller im Bialowieza-Urwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Dichte Wälder wie der in Bialowieza haben einst halb Europa überzogen, heute ist er einer der letzten Urwälder Europas. Die Unesco hat Bialowieza, wo 900 Wisente leben, längst zum Welterbe geadelt. Doch Polens nationalkonservative Regierung zerstört dieses Erbe.
Mit großen Maschinen fällen Waldarbeiter sogar 150 Jahre alte Fichten. Selbst die Brutzeit der Vögel ignorieren sie. "Es macht mich sauer, wie einige Vandalen, Barbaren, den Wald zerstören können", sagt der Biologe Tomasz Wesolowski:. "Irgendwann kollabiert der Wald komplett und ist für immer verloren." Bevor das passiert, müssen wir den Frevel am Wald stoppen! Polnische Aktivisten blockieren immer wieder die Maschinen der Holzfäller. Jetzt brauchen sie unsere Unterstützung. Wir müssen politischen Druck machen! In Polen, bei der EU und bei der Unesco. Eine Petition ist dazu unser wirksamstes Mittel. Bitte unterschreiben Sie!"
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1100/bialowieza-urwald-erhalten-holzfaeller-stoppen?mtu=250677604&t=3386

Bundesamt für Naturschutz legt Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor und zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_06_20_bundesamt_fuumlr_n

Wuppertal Institut legt Fahrplan für die Energiewende im Ruhrgebiet vor
Eine weitere Umgestaltung der Energieinfrastrukturen und vor allem eine verstärkte regionale Koordination sind essentiell für eine erfolgreiche Energiewende im Ruhrgebiet. Das Projekt "Energiewende Ruhr" zeigt den Weg zu einer strategischen Weiterentwicklung in der Region auf. Die nötigen Schritte für eine Energiewende müssen nun die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den Ruhrgebietsstädten gehen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676708

BfN-Präsidentin fordert Kehrtwende in der Agrarpolitik
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt heute erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." ▶▶ http://idw-online.de/de/news676689

Wettbewerb: Sechsbeinige Gartenschönheiten gesucht
Um interessante Naturbeobachtungen erleben zu können, muss man gar nicht weit "ins Grüne" gehen. Auch im Garten tummeln sich faszinierende Arten. Wer sich etwas näher mit ihnen beschäftigt, kann nun am "Swarovski Optik Beobachterpreis" von NABU und naturgucker.de teilnehmen. ▶▶ Mehr

Das Passivhaus – Beitrag zur Energiewende
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband macht uns auf einen interessanten Vortrag aufmerksam. Sie schreibt: "Erfahren Sie alles rund um das Thema Passivhaus im Vortrag von Prof. Dr. Feist am Donnerstag, den 22.6.2017, um 18:30 Uhr, im Vortragssaal in der Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, in Tübingen!" Mehr Informationen unter
▶▶ www.umweltzentrum-tuebingen.de/downloads/Flyer%20Passivhaus.pdf

22.06.2017

Waldweide: Licht ist Trumpf im Biotop
16 Rinder weiden seit Kurzem im Waldbiotop Wolfental. Forstdirektor Hermann Schmidt hofft, dass sie genug zu fressen haben und gleichzeitig etwas zum Artenschutz beitragen. Wie das geht, zeigte er unlängst Förstern aus dem Zollernalbkreis.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://www.schwarzwaelder-bote.de

NABU fordert mehr Einsatz gegen den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft
"Geht es mit dem Gifteinsatz in der Landwirtschaft so weiter, ist der stumme Frühling auch bei uns schon bald die bittere Realität", warnt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. "Pestizide zerstören unsere Natur. Sie sind eine der Hauptursachen für den Rückgang der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft." Der von der grünen Bundestagsfraktion veröffentlichte Plan zur Reduktion des Pestizideinsatzes auf deutschen Äckern weise daher in die absolut richtige Richtung und solle von der Bundesregierung schleunigst aufgegriffen werden. Doch nicht nur die Bundesregierung ist aus Sicht der Naturschützerinnen und Naturschützer in der Pflicht: "Auch die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg kann und muss mehr tun", fordert Enssle. ▶▶ Mehr

Schlaue Vögel: Auch Raben sind nachtragend
Kolkraben sind nicht nur im Umgang mit ihren Artgenossen gewitzt: Sie meiden auch Menschen, die sie schon einmal über den Tisch gezogen haben, zeigt eine neue Studie.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Neobiota: Inseln und Küstenregionen am meisten gefährdet
Die Verteilung von Neobiota, nicht-heimischer Arten, auf verschiedene Regionen der Erde ist höchst unterschiedlich. Wo sich die globalen Hotspots für eingebürgerte, nicht heimische Arten befinden, war allerdings bislang unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung des Ökologen Prof. Dr. Mark van Kleunen von der Universität Konstanz legt nun erstmals eine Analyse dieser Hotspots vor: Demnach finden sich die meisten Neobiota auf Inseln und in Küstenregionen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news676167

Die Kultur der Vögel (Buchtipp)
Die Vögel sind in der Kognitionsforschung heute, was gestern die Bonobos waren. Immer neue Untersuchungen beschäftigen sich mit ihren erstaunlichen mentalen Fähigkeiten. Die Biologin und seit ihrer Kinderzeit Vogelbeobachterin Jennifer Ackerman, die für den "Scientific American" und das "New York Times Magazin" schreibt, näherte sich ihnen in "Die Genies der Lüfte. Die erstaunlichen Fähigkeiten der Vögel" auf eine sehr persönliche Weise.
▶▶ https://hpd.de/artikel/kultur-voegel-14524

Darüber freuen wir uns (aus dem aktuellen BUND-Newsletter)
Unsere Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat nähert sich mit großen Schritten der Millionengrenze! Damit haben wir eine reelle Chance, dem meistgespritzten Pestizid der Welt den Garaus zu machen – darüber freuen wir uns wirklich sehr und sagen herzlich "Danke" an alle, die mitgemacht haben. Und auch an diejenigen im Voraus, die jetzt noch schnell unterschreiben!
▶▶ Hier unterschreiben

Rekordbeteiligung bei NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" im Südwesten
Die "Stunde der Gartenvögel" wird immer beliebter, allein in Baden-Württemberg haben über 6.000 Vogelfreund*innen bei der 13. Auflage der NABU-Aktion mitgemacht. "Bei den Ergebnissen gibt es dagegen Licht und Schatten", fasst Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Ornithologie und Vogelschutz beim NABU Baden-Württemberg, zusammen. Zwar sind Mehl- und Rauchschwalbe nach einer kontinuierlichen Abwärtsentwicklung in den vergangenen Jahren erstmals wieder im Aufwind. Dagegen haben andere Arten wie Kohl- und Blaumeise mit teils massiven Bestandsverlusten zu kämpfen. Auch die Mauersegler befinden sich im Südwesten, entgegen dem Bundestrend, ... ▶▶ Mehr

Leitfaden zur Energiewende für Kommunen und Stadtwerke
Der Strategieleitfaden »Akzente setzen durch Energieausgleich: Flexibilisierung der Energieversorgung« informiert kommunale Fachplaner und Fachplanerinnen sowie lokale Energieversorger über die Chancen von Energieausgleich und unterstützt sie bei der Planung von eigenen Konzepten vor Ort mit konkreten Anregungen und Hilfestellungen. Der kostenfrei erhältliche Leitfaden für Kommunen und Stadtwerke fasst zentrale Ergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts »Akzente – Gesellschaftliche Akzeptanz von Energieausgleichsoptionen und ihre Bedeutung bei der Transformation des Energiesystems« zusammen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675577

15.06.2017

2.000 Euro-Spende ermöglicht NABU Horb den Kauf eines "Blütentraums"
Ein botanisches Kleinod konnte unsere NABU-Gruppe Horb vor Kurzem erwerben. Eine außergewöhnlich arten-, blütenreiche Wiese, die über Jahrzehnte extensiv genutzt worden war
(▶▶ Zeitungsbericht). Ermöglicht hat den Kauf die Bäckerei Saur. Diese verkauft seit neuem Papiertragetaschen an die Kunden und spendete den Erlös der NABU-Gruppe für ein Naturschutzprojekt.

Stellungnahme zum Entwurf des Teilregionalplans Windkraft 2017
Die Naturschutzverbände der Kreise Reutlingen und Zollernalb haben ihre Stellungnahme zum Entwurf der Planung des Regionalverbands Neckar-Alb abgegeben. Das Bestreben des Regionalverbands, mit der Ausweisung von Vorranggebieten für Standorte regionalbedeutsamer Windkraftanlagen seinen Beitrag zur Energiewende zu leisten, wird grundsätzlich begrüßt. Sie sind davon überzeugt, dass es möglich ist durch konsequente Beachtung der Vorgaben zum Schutz von Natur und Landschaft zu einer verträglichen Nutzung regenerativer Energien zu kommen. Skeptisch sind die Verbände allerdings hinsichtlich einer Genehmigungsfähigkeit künftiger Anlagen im Bereich des "Hohwacht" zwischen Grosselfingen, Haigerloch und Rangendingen.
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Achtung Ablenkung! Künstliches Licht beeinflusst migrierende Fledermäuse
Migrierende Fledermäuse werden durch künstliches Licht von ihrer nächtlichen Flugroute abgelenkt. Aber nicht, weil sich an der Lichtquelle vermehrt Insekten tummeln – sondern weil das Licht selbst sie anzieht. Dies fand ein Forscherteam um Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin bei einer Studie mit grünem Laser-Licht heraus.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675725

Gelegenheit macht Seitensprünge - Studie zum Brutverhalten von Nachtigallen
Unter dem Nachwuchs von Nachtigallen wird einer Studie zufolge etwa jedes fünfte Küken fremdgezeugt, es stammt also von einem anderen als dem sozialen Vater, der sich an der Jungenaufzucht beteiligt. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Dr. Conny Landgraf von der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erstmals nachwiesen, korrelierte die Wahrscheinlichkeit, ein oder mehrere Fremdküken im Nest zu haben, stark mit der Anzahl direkter Nachbarn.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675787

Ist Naturschutz der Bundeskanzlerin egal?
Vor zehn Jahren wurde die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" vom Kabinett unter Angela Merkel verabschiedet. Seitdem hat sich die biologische Vielfalt aber verschlechtert statt verbessert - auch weil Bundesministerien ständig querschießen. ▶▶ Mehr

Schwalbenfreundliches Haus - heißen Sie unsere Sommerboten willkommen!
Schwalben finden leider immer weniger geeignete Lebensräume und Nistmöglichkeiten. Helfen Sie den beliebten Sommerboten und machen Sie ihr Haus schwalbenfreundlich. Oder haben Sie schon Schwalben an Haus und Hof? Dann bewerben Sie sich um eine NABU-Plakette für Ihr Haus.
▶▶ Mehr ...

08.06.2017

Neuer Vorstand beim NABU Rosenfeld
Eine Veränderung an der Spitze hat sich in der NABU-Gruppe Rosenfeld bei der Mitgliederversammlung vollzogen: Bei der Mitgliederversammlung am 18. Mai wurden Christa Hanser, Beat Dippon und Marie Holler für die nächsten vier Jahre als Sprecher gewählt. Lesen Sie weiter im ▶▶ Zollern-Alb-Kurier.

Lehrbienenstand des Vereins Mellifera an der Fischermühle in neuem Glanz
Der Bienenerlebnisgarten Lagd (alter Name für Bienenstand) freut sich nun auf kleine und große Besucher. Zehn Infotafeln mit großformatigen Fotos informieren über die faszinierende Welt der Bienen und machen Lust auf mehr. Lesen Sie weiter beim ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Der weiße Greif aus den Haigerlocher "Seewiesen"
Am Samstag, 20. Mai 2017, dreht Hans Hermann vom NABU Haigerloch eine seiner "üblichen" Runden und kommt bei der Gelegenheit auch durch die "Seewiesen", eine dieser regelmäßig auftauchenden Geländesenken in der welligen Landschaft der Oberen Gäue zwischen Neckar- und Eyachtal im Zollernalbkreis. "Huch, was ist denn das für ein weißer Turmfalke?" schießt es ihm durch den Kopf, als er den Vogel in einer lang gezogenen Hecke oberhalb des Seggensumpfs sitzen sieht. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

VRG Windkraft "Hohwacht": Planentwurf unvollständig und fehlerhaft?
Auch wenn der NABU Zollernalb die Veröffentlichungen der Bürgerinitiative in der Regel nicht kommentiert, wird am Beispiel des Rotmilans einmalig eine Ausnahme gemacht: Die Bürgerinitiative kritisiert, dass für den Bereich des VRG "Hohwacht" keine Untersuchungen über das Vogel-Vorkommen durchgeführt worden seien. Damit sei die Planung rechtsfehlerhaft. Das ist allerdings so nicht richtig.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Weg für effektiven Herdenschutz frei machen
Landesschafzuchtverband (LSV) und NABU sind angesichts der Äußerungen von Landwirtschaftsminister Hauk zum Herdenschutz besorgt über die Perspektiven der Schäferei.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/april/22357.html

Meeresverschmutzung: Toter Schwertwal war chemische Bombe
Lulu, einer der letzten britischen Schwertwale, starb in Fangleinen. In ihrem Körper schlummerten aber auch Gifte, die sie zum am stärksten kontaminierten Wal der Erde machten.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/toter-schwertwal-war-chemische-bombe/1455243

Geckos kommunizieren überraschend flexibel
Zum ersten Mal wurde bei einem Reptil gezeigt, dass es seine Rufe an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen kann, wie man es von den komplexen Kommunikationssystemen von Vögeln und Säugetieren kennt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen fanden beim Tokeh, einem nachtaktiven Gecko heraus, dass die Rufdauer in einer lauten Umgebung zunimmt. Die Lautstärke der Rufe änderte sich nicht; bei Umgebungslärm produzierten die Tiere jedoch mehr lautere Silbenanteile als in ruhiger Umgebung. Vokale Plastizität ist vermutlich aus der Notwendigkeit heraus entstanden, beim Kommunizieren auch gehört werden zu müssen, und das mehrmals unabhängig voneinander im Tierreich.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675397

"BienABest": Neues Projekt soll Arten und Bestäubungsleistung sichern
Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Das Projekt "BienABest" soll helfen, dem Bienensterben Einhalt zu gebieten und die Bestäubungsleistung nachhaltig zu sichern. Das sechsjährige Projekt, in fachlicher Begleitung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), wird aus Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums gefördert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675363

Die Regeln der Paviane
Konstanzer Biologen ermitteln die Regeln, mit denen Paviane ihre Gruppenbewegung koordinieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675506

Rotmilan-Paar wird von Windbauern vertrieben
Wegen des Verstoßes gegen geltendes Naturschutzrecht hat der NABU gegen einen Betreiber und den Flächenverpächter eines Windenergieparks im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg Anzeige erstattet. NABU-Mitglieder hatten den Betreiber und den Flächenverpächter dabei erwischt, wie sie die Ansiedlung eines Rotmilan-Brutpaars in der Nähe ihrer Windenergieanlagen durch massive Störung zu verhindern versuchten.
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1151

Erkenntnisse zur Entstehung von Artenvielfalt auf Inseln vertieft
In einer neuen Studie, die jetzt in Current Biology veröffentlicht wurde, hinterfragt ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern u.a. aus dem Museum für Naturkunde Berlin, die vor 50 Jahren aufgestellte Theorie zur Inselbiogeographie. Hauptforschungsfrage dabei war, ob die Artenvielfalt auf Inseln über längere Zeiträume konstant bleibt. Mittels DNA-Analyse und Fossildaten von Vögeln auf der Macaronesischen Inselgruppen im Atlantik konnte diese einflussreiche Theorie nun erstmals bestätigt werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674928

Angriff der Bulldozer auf den Schimpansen-Wald stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "In den Wäldern von Bugoma in Uganda leben 500 Schimpansen. Ihr Lebensraum ist in Gefahr: Die Firma Hoima Sugar will den Wald in eine Zuckerrohrplantage umwandeln. Die Einwohner der Region kämpfen für die Natur und gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Bitte unterstützen Sie die Forderung der Umweltschützer: Der Wald muss erhalten werden!" Zur Petition geht's hier: ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1092/

"Wir wollen keine Ananas im Nationalpark!"
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Wo der Naturschützer Odey Oyama steht, sollte dichter Regenwald wachsen. Das Gebiet gehört zum Cross River Nationalpark in Nigeria, einem besonders artenreichen Fleckchen Erde. Der Park schützt den Lebensraum von Stummelaffen, Mandrills und Waldelefanten. Mit einigem Erfolg: Während Nigeria fast seinen gesamten Wald verloren hat, konnte er sich hier halten. Doch die Firma Dangote hat Regenwaldflächen gerodet, um Ananas-Plantagen anzulegen. Odey wirft der Firma vor, gegen nigerianisches Gesetz zu verstoßen. "Die Plantagen müssen raus aus dem Nationalpark!", fordert er. Bitte unterstützen Sie Odey Oyama mit Ihrer Unterschrift."
Zur Petition: ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1095/

01.06.2017

Klimawandel: Eisbären weichen immer öfter auf Vogeleier als Nahrung aus
Wie ein Team des Norwegischen Polarinstituts herausfand, verschmähen Eisbären offenbar zunehmend Meerestiere und weichen auf Vogeleier als Nahrung aus. Die Wissenschaftler zeichneten die Bewegungen von 67 Eisbären und 60 Ringelrobben vor und nach einem unerwarteten Rückgang der Meereisfläche im Jahr 2006 auf, der die Küstenlinie von Spitzbergen veränderte. Grund scheint das Abschmelzen des Nordpols zu sein. Die Veränderung der Küstenlinie macht die Robbenjagd für den Prädator immer schwieriger. Einfacher sind da die Eier der arktischen Weißwangengänse zu erreichen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_16_folgen_des_klimawand

Zusammenhang zwischen dem Aussterberisiko von Amphibien und ihrem Lebensraum hat sich umgedreht
Amphibien sind heute die am stärksten gefährdeten Landwirbeltiere. Der Gefährdungsgrad einer Art ist nicht zufällig, sondern wird unter anderem durch deren morphologische und ökologische Eigenschaften bestimmt. So finden sich besonders viele gefährdete Amphibienarten unter denen, die Fließgewässer benötigen. Forscher vom Museum für Naturkunde Berlin konnten mit Daten fossiler Arten nun zeigen, dass sich dieser Zusammenhang zwischen Lebensraum und Aussterberisiko im Laufe der Erdgeschichte umgedreht hat, die heute gefährdeten Fließgewässerbewohner waren früher die Gewinner. Einer der Gründe könnte der Mensch und sein Einfluss auf Ökosysteme sein. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news674603

Geiersterben kostet Indien Milliarden
Nur etwa vier Prozent der drei ehemals häufigsten Geierarten Indiens haben das große Sterben überlebt. 80 Millionen Geier drehten in den Jahren vor der Massenvergiftung ihre Bahnen über Indien und erbrachten kostenlos wertvolle Leistungen im Gesundheitswesen Indiens. Haben die Menschen daraus gelernt? Sieht nicht so aus... ▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1123

Endlich erklärt: Grasmücken!
Jetzt kommen sie wieder. Die Grasmücken. Sie gelten als schwer zu beobachten und auch als schwer zu unterscheiden. Gerade Einsteiger tun sich oft schwer mit ihnen und verzichten auf den "zweiten Blick". Birdnet.de stellt jetzt ausführlich die fünf Arten vor, die sich in Mitteleuropa regelmäßig beobachten lassen. Und: Auch auf ihre Gesänge wird eingegangen.
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1126

Magazin der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens
WhinCHAT lautet der Name des neuen, digitalen Magazins der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens. Die erste Ausgabe der frei verfügbaren Online-Zeitschrift umfasst rund 100 Seiten und enthält Beiträge aus acht Ländern Europas, die sich schwerpunktmäßig mit Bestandsentwicklungen und Schutzmaßnahmen beschäftigen. Die Beiträge sind teils deutsch-, teils englischsprachig. Weitere Informationen unter ▶▶ https://braunkehlchen.jimdo.com/

NABU-Sommerakademie - Fortbildungsangebot für ehrenamtlich Engagierte
Der NABU Baden-Württemberg bietet am 01. und 02. Juli wieder in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Bad Boll Ehrenamtlichen eine Sommerakademie an. An zwei Tagen werden fünf spannende Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen geboten. Das vorläufige Programm und weitere Infos erhalten Sie ▶▶ hier.

24.05.2017

Der Wanderfalke – knapp dem Aussterben entronnen
Der Wanderfalke ist in den 60er- bis 80er-Jahren knapp dem Aussterben entronnen – auch in Baden-Württemberg. Zwar erholte sich die Population, doch der Großfalke leidet noch immer unter denselben Problemen wie damals. Pestizide, vor allem quecksilber¬haltige und chlorhaltige Kohlenwasserstoffe wie DDT, brachten den Wanderfalken Mitte des vergangenen Jahrhunderts an den Rand des Aussterbens. Als Jäger am Ende der Nahrungskette war der Wanderfalke von der Vergiftung mit Pestiziden besonders betroffen, da er durch seine Beutetiere große Mengen des Giftes aufnahm. Die Schadstoffe sammelten sich im Körper der Tiere an. Weibliche Falken legten in der Folge Eier mit dünnen, brüchigen Eischalen. Viele Eier zerbrachen, der Bruterfolg sank.
Weitere Informationen beim ▶▶ NABU-BW.

Studie zu Blaumeisen: Erst riechen, dann betteln
Blaumeisen können den Geruch anderer Jungtiere wahrnehmen und daraufhin ihr Bettelverhalten anpassen. Das ist das Ergebnis der neuesten Studie von Dr. Barbara Caspers und Dr. Peter Korsten von der Universität Bielefeld, die heute, am 12. Mai, im Journal "Functional Ecology" veröffentlicht wird. Die Verhaltensbiologin Caspers erforscht als Freigeist-Fellow, gefördert von der Volkswagen-Stiftung, in ihrem Projekt "Der Geruch der Verwandtschaft – wie entsteht er, wie riecht er" zurzeit das Geruchsverhalten verschiedener Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674559

Kakadus passen auf ihre Werkzeuge auf
Nur wenige Tierarten so wie Neukaledonische Krähen oder einige Primaten können Werkzeuge benutzen. Noch weniger können sie sich selbst herstellen. Eine Vogelart, der Goffin-Kakadu schafft es dagegen, sich diese beiden Fähigkeiten ohne Erbanlagen selbst beizubringen. Forschende der Vetmeduni Vienna und der Universität Wien zeigten nun, dass die schlaue Papageienart ein weiteres Talent beim Umgang mit Werkzeugen hat. Die Studie wurde im Fachjournal Animal Behaviour veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674684

Wie lange noch? Alarmierender Rückgang bei Vögeln in Deutschland und Europa
Eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag bestätigt Beobachtungen zum Rückgang der Feldvögel - Verlust von Nahrung und Lebensraum
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1146

4 gewinnt: neue Ameisenarten
Senckenberg-Wissenschaftler haben die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameise Tapinoma nigerrimum untersucht, die dort und zunehmend auch nördlich der Alpen als Invasionsameise auftritt. Die großangelegte Studie zeigt, dass es sich dabei nicht um eine sondern vier eigenständige Arten handelt. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu anderen Ameisenarten. Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin "Myrmecological News" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news674184

Sonderausgabe "Natur und Landschaft": Naturschutzarbeit in Deutschland 2016
Einen informativen Überblick über die Naturschutzarbeit in Deutschland bietet die aktuelle Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft", die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) herausgegeben wird. Die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Institutionen in Deutschland präsentieren in diesem Themenheft ihre Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2016: das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, die für Naturschutz zuständigen Landesämter, die Bund/ Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA), die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW), Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz sowie zahlreiche Naturschutzverbände und Stiftungen. Auch der DDA ist wie in jedem Jahr vertreten und berichtet über die Arbeit des Vereins.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_09_sonderausgabe_bdquo

Methanquellen vor Spitzbergen verringern Treibhauseffekt
Große Mengen des Treibhausgases Methan sind in den Meeresböden der Arktis eingeschlossen. Tritt es aus und gelangt bis in die Atmosphäre, verstärkt es dort den Treibhauseffekt, so die gängige Meinung. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt aber herausgefunden, dass Methanquellen am Meeresboden vor Spitzbergen nicht notwendigerweise diesen Effekt haben, sondern der Atmosphäre effektiv sogar Treibhausgase entziehen können. Die Studie erscheint heute in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS).
▶▶ http://idw-online.de/de/news674215

Wann rechnet sich ein E-Auto? Online-Kostenrechner jetzt verfügbar
Die Elektromobilität ist angesichts von Dieselskandal und der Diskussion um Fahrverbote in aller Munde. Dennoch fehlt Verbrauchern bisher die Möglichkeit, konkret und individuell auszurechnen, welche Vorteile ein Elektrofahrzeug im Vergleich zum konventionellen Pkw hinsichtlich Kosten und Umwelt hat. Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut einen Onlinerechner entwickelt, der ab heute allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung steht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674696

Wie stark stören Windenergieanlagen die Lebensräume unserer Vögel?
Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA) auf Vögel wurden in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise untersucht. Großflächige Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen des bereits realisierten Ausbaustands des Windenergiesektors auf windkraftsensitive Arten fehlen jedoch bislang weitgehend. Im Rahmen einer Studie hat sich der DDA nun mit der Überlagerung der Brutzeithabitate ausgewählter Vogelarten mit Risiken, die von der Windkraftnutzung ausgehen, beschäftigt.
Um die von WEA ausgehenden Risiken für Vögel abzuschwächen, wurden in Deutschland durch die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelwarten (LAG VSW) Abstandsempfehlungen definiert. Diese wurden genutzt, um die Überlagerung von Brutzeitlebensräumen mit windkraftinduzierten Risiken als auch die potenziell beeinflussten Populationsanteile windkraftsensibler Arten abzuschätzen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_02_neue_studie_des_dda:

18.05.2017

Verändern Windkraftanlagen das Kleinklima im "Dreiländereck"?
In der Zeitung war der Einwand eines Landwirts zu lesen, wonach Windräder angeblich das Mikroklima verändern und er seine Felder nicht mehr wie bisher bewirtschaften können werde. Es stellt sich zwar erneut die Frage, ob solche Diskussionen schon zum jetzigen Zeitpunkt geführt werden müssen, wo noch kein einziges Windrad geplant ist, aber auch diesem Einwand geht der NABU Zollernalb auf seiner Website nach:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Unsere Meinung: Bebauungsplan "Am Pfaffenberg" in Burladingen-Melchingen
Die "Achillesferse" generell und hier insbesondere im Hinblick auf den besonders umfangreichen Ausgleichsbedarf ist die Kontrolle der Durchführung und der dauerhaften Erhaltung. Die verbindliche Festsetzung einer Überprüfung ist grundsätzlich zu begrüßen. Probleme bestehen allerdings im Detail. ▶▶ Mehr

NABU erstellt weiteres Schwalbenhaus in Zimmern u.d.B.
Auf der Grundlage einer Spende der Volksbank Hohenzollern konnte mithilfe von Spenden und Zuschüssen der Naturschutzbehörden der Bau von "Schwalben-Hotels" und weitere Schwalben-Nisthilfenprojekte möglich werden. Das dritte Projekt wurde nun dieser Tage in Zimmern u.d.B. der Öffentlichkeit vorgestellt.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenschutz/

Finanzierung des Naturschutzes in BW - Engpässe trotz Mittelzuwachs
Seit 5 Jahren erlebt der Landeshaushalt von BW einen früher für undenkbar gehaltenen Zuwachs an Naturschutzmitteln. Bis Ende der Legislaturperiode ist eine Steigerung von früher jährlich 30 Mio. € auf dann 90 Mio. € jährlich vorgesehen. Wie passt das mit Finanzierungslücken etwa bei der Bewilligung von Landschaftspflegemitteln 2016 zusammen? Das LNV-Info 1/2017 erläutert die Hintergründe, schildert überproportionale Einsparungen im Naturschutzhaushalt und zeigt Lösungsmöglichkeiten. ▶▶ weiterlesen

Lebewesen - nicht Pflanze, nicht Tier: Ganz schön schlaue Schleimpilze
Forscher aus Göttingen und den USA finden Grundlage für komplexes Verhalten im Schleimpilz: Trotz fehlendem Nervensystem ermöglicht ein einfaches Feedback dem Schleimpilz den kürzesten Weg durch ein Labyrinth zu finden. Dazu verschickt der Schleimpilz Informationen mit der Strömung in seinem Adernetzwerk und verstärkt diese Strömung dabei.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673948

04.05.2017

Erhöhte Waldbrandgefahr im "Dreiländereck"?
Nachdem kürzlich im Kreis Plön ein Windrad abgebrannt ist, sehen manche schon die Wälder im Dreiländereck in Gefahr. Natürlich können technische Anlagen brennen und das ist nicht das erste Windrad, das brennt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob solche Diskussionen schon zum jetzigen Zeitpunkt geführt werden müssen, wo noch kein Windrad geplant ist. Auch das thematisiert der NABU Zollernalb auf seiner Website:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Elefantenbullen reagieren auf unbekannte Weibchen stärker
Die KognitionsbiologInnen Angela Stöger und Anton Baotic von der Universität Wien erforschen die Kommunikation von Elefanten. Im Speziellen untersuchen sie, wie Elefantenbullen vokalisieren – diese gelten im Gegensatz zu den Weibchen als schweigsame Zuhörer. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Scientific Reports" konnten sie zeigen, dass Elefantenbullen die Laute von unbekannten Weibchen viel attraktiver und anziehender fanden als jene von vertrauten Weibchen: Möglicherweise eine evolutionäre Anpassung, um Inzucht zu vermeiden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673063

Bären: Wenn jeder mit jedem kann
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit Hilfe mehrerer zoologischer Gärten das komplette Erbgut von vier Bärenarten sequenziert. Damit liegen erstmalig die vollständigen Genome aller Bärenarten vor. Die Analyse des Forscherteams zeigt, dass ein Genfluss zwischen den meisten Bärenarten möglich ist. In der nun im Fachjournal "Nature Scientific Reports" erschienenen Studie stellen die Wissenschaftler daher auch das bisherige Artenkonzept für Bären in Frage.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673057

Erstes Wanderfalken-Küken geschlüpft
In diesem Jahr können alle den Wanderfalken in der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg via Internet beim Brüten und der Aufzucht der Jungen zuschauen. Vor wenigen Tagen ist das erste Küken geschlüpft - schauen Sie mal, ob Sie es entdecken können. ▶▶ Zur Webcam

Schutz der Meere: Dringender Appell an die Mitglieder des Bundestags
Der 17. Mai könnte zum Schicksalstag für die Arten in Nord- und Ostsee werden. Fordern Sie die Abgeordneten des Bundestags auf, an diesem Tag für den Schutz unserer Meere zu stimmen! Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

10 Jahre NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm": Baden-Württembergs Gotteshäuser besonders gastfreundlich
Vor zehn Jahren ist die Aktion "Lebensraum Kirchturm" gestartet. Mittlerweile hat der NABU über 1.000 Kirchen ausgezeichnet – dafür, dass sie ihren Turm für Falken, Fledermäuse & Co. öffnen und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für diese bedrohten Arten schaffen. Stolze 212 der besonders gastfreundlichen Kirchen liegen in Baden-Württemberg, das damit bundesweit mit Abstand den ersten Platz belegt. „Wir freuen uns sehr, dass die Kirchen und die NABU-Gruppen im Land sich damit so erfolgreich für Wanderfalken, Große Mausohren und viele andere Arten einsetzen“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
▶▶ http://www.nabu-bw.de/lebensraumkirchturm

LivingLand-Initiative und EU-Konsultation - Umfrage zur EU-Agrarpolitik
Die EU-Agrarpolitik ist reformbedürftig und verhindert weder das Arten- noch das Höfesterben. Große Umweltverbände haben nun die Initiative LivingLand ins Leben gerufen und fordern einen grundlegenden Wandel. LivingLand informiert auch über die aktuelle EU-Konsultation zur EU-Agrarpolitik. Bis zum 2. Mai können EU-Bürger/innen ihr Votum über die Verteilung von aktuell 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben, die bisher zum großen Teil nach dem "Gießkannenprinzip" verteilt werden. Das hat eine verheerende Umweltbilanz. Der LNV unterstützt die Initiative. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.living-land.de/

Bedenkenloses Spiel mit der Sicherheit belgischer Atomreaktoren
Aus dem Newsletter des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV): "Die zwei vorgeschädigten belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind wegen tausender Fehlstellen in ihren Reaktordruckgefäßen zu Beginn des Jahres 2015 gleichzeitig abgeschaltet worden. Doch dann - obwohl die Schäden nicht beseitigt werden konnten - wurden die vorgeschädigten Reaktoren mit Erlaubnis der belgischen Atomaufsicht Ende 2015 wieder in Betrieb genommen. Ein himmelschreiendes Versagen der Verantwortlichen! Selbst ausgewiesene Anhänger der Atomtechnik sind fassungslos!"
Ein von der NRW-Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten enthält nun einige "Ungereimtheiten", weshalb der SFV einen Offenen Brief an den zuständigen Minister geschrieben hat. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

27.04.2017

Modellprojekt "naturverträgliche Felssicherung an Straßen"
Das langjährige Engagement des BUND und anderer Naturschutzverbände für den Schutz der Felsbiotope im Biosphärengebiet trägt erste Früchte. Die BSG-Geschäftsstelle hat das oben genannte Modellprojekt ins Leben gerufen um der Praxis "erst die Räumung/ Sprengung planen, dann unter Zeitdruck versuchen, dem Arten-und Biotopschutz gerecht zu werden" eine bessere Verkehrssicherungsstrategie entgegenzusetzen. Im Projekt sind neben den Naturschutzverbänden auch Straßenbaubehörden vertreten.
▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/verkehrssicherung-versus-felsenschutz/

Wildes Herz: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung
Anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift "PLOS ONE" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news672882

Schwalben leiden unter Insektenmangel und Klimawandel
Was bei den Pflanzen die Apfelblüte, ist bei den Vögel das Erscheinen der Schwalben: Kommen die schnittigen Flieger aus Afrika, hält der Frühling endgültig Einzug. Leider nehmen die Schwalbenbestände von Jahr zu Jahr ab. ▶▶ Mehr

Dringend: Ein Schutzgebiet für Pinguine in Chile
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Die bedrohten Humboldt-Pinguine tauchen in der Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" nach Anchovis und Sardellen. Sie machen den Ozean in Nordchile zu einem faszinierenden Hotspot der Artenvielfalt - gemeinsam mit Walen und Delfinen. Seit Jahrzehnten steht das Überleben dieses Paradieses auf der Kippe. Immer wieder gefährden Industrieprojekte wie Kohlekraftwerke, Bergwerke und Häfen das wertvolle Ökosystem. Eine Katastrophe für die Natur!
Jetzt scheint sich der Wind endlich zu Gunsten der Pinguine gedreht zu haben. Die Regional-Regierung hat sich gegen die umweltzerstörerischen Pläne des Minenunternehmens /Andes Iron/ ausgesprochen. Bitte lassen Sie diesen Traum der Pinguine wahr werden und unterschreiben Sie unsere Petition." Mehr unter ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1085/

Paradiese in Gefahr: Studierende forschen zu Plastikmüll in den Meeren
Selbst ein entlegenes Atoll bleibt von der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll nicht verschont. Master-Studierende und Wissenschaftler der Uni Bayreuth haben auf einer Insel im Indischen Ozean angespültes Treibgut analysiert und Bedenkliches herausgefunden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news672901

20.04.2017

Windenergie: Erbebengefahr im Hohenzollerngraben
"Die Erdbebengefahr im Hohenzollerngraben wird immer größer und in 40 bis 50 Jahren könnte ein großes Beben ein Windrad zum Bersten bringen. Dann läuft das ganze Getriebeöl ins Grundwasser und gefährdet die Trinkwasserversorgung der Starzel-Eyach-Gruppe." - Unter anderen war dieser Einwand eines Mitbürgers in der Zeitung zu lesen. Aber stimmt das auch? Der NABU fühlt einigen der in der Diskussion zu hörenden Argumenten nach und nach auf den Zahn.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Fischadler erhalten Horst am Oberrhein — Filmbeitrag im SWR-Fernsehen
Fischadler bei uns im Südwesten? Das wäre eine Sensation. Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU-Vogelschutzzentrum hat ihnen am Oberrhein einen Brutplatz geschaffen. Damit sollen die ausgerotteten Großvögel aus anderen Regionen angelockt werden. Das SWR hat vor wenigen Tagen in der Sendung „natürlich!“ einen kleinen, feinen Filmbeitrag gesendet.
▶▶ zum Film in der ARD-Mediathek

Was Spinnen alles erbeuten können
Vogelspinnen erbeuten, anders als ihr Name suggeriert, nur selten Vögel oder andere, größere Wirbeltiere. Selbst die mächtige Goliathspinne jagt meistens Insekten und andere Wirbellose. Erstmals wurde jedoch belegt, dass sie Schlangen erbeuten können.
▶▶ www.spektrum.de/news/was-spinnen-alles-erbeuten-koennen/1446329

Frühlingsgefühle bei den Wildkatzen
Der Baldriangeruch ähnelt dem Paarungsduft der Wildkatzen so sehr, dass wir ihnen damit hoffentlich wieder auf die Spur kommen. Derzeit ist der BUND wieder mit Lockstöcken und Wildtierkameras hinter der Wildkatze her, u.a. in der Lüneburger Heide und Südbrandenburg. Um ihre Verbreitung zu bestimmen, nutzen die Expert*innen, darunter viele Ehrenamtliche, die sog. Lockstock-Methode. ▶▶ Mehr zum Thema

"Bienenkonferenz" spart Ursachen des Insektensterbens aus
Der NABU, der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) und die Aurelia-Stiftung fordern von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt mehr Glaubwürdigkeit beim Einsatz für Honigbienen und andere Wildbestäuber. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sendet mit der „Internationalen Bienenkonferenz“, die heute und morgen in Berlin stattfindet, zwar ein richtiges Signal, indem die „Bedeutung der Biene und die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen“ zum Thema gemacht wird. Nicht nachvollziehbar ist, warum die intensive Landwirtschaft, die für den desolaten Zustand von Honigbienen und anderen Insekten maßgeblich verantwortlich ist, weitgehend ausgespart wird.
Mehr unter ▶▶ https://www.nabu.de/presse/pressemitteilungen/

Wenn aus friedlichem Miteinander Konkurrenz wird - Klimawandel
Biologen sind sich einig darüber, dass der Klimawandel nicht nur mehr Hitzewellen und Überflutungen verursacht, sondern auch die biologische Vielfalt verringert. Die spezifischen Prozesse, die letztlich zum Verlust von Arten führen, sind jedoch noch wenig erforscht. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig und der Universität Leipzig haben nun in einem verblüffenden Experiment eine der möglichen Ursachen für den Artenverlust durch Klimawandel gefunden.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news671060

Französisch-Guayana: Keine Goldmine in den Regenwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Es ist ein industrielles Monster, das unberührten Regenwald verschlingt: Die Regierung in Paris ist dabei, eine 190 Quadratkilometer große Gold-Konzession in Französisch-Guayana zu vergeben. Ein 2,5 Kilometern langer Tagebau würde sich dann in Montagne d’Or durch den Amazonas-Regenwald fressen. Die Goldextraktion verschlänge 20 Prozent von Französisch-Guayanas jährlichem Stromverbrauch. Das größte Risiko geht vom Damm aus, der Millionen Tonnen cyanidhaltigen Schlamm aufstauen soll.
Genehmigt Frankreich die geplante Ressourcenausbeutung, würde ein Präzedenzfall für weitere, zerstörerische Großprojekte geschaffen - gegen die Umwelt und gegen die Bevölkerung. Bitte unterstützen sie unsere Petition für den Regenwald und gegen die Goldmine."
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1084/

Die Dämonen eines Gewässers
Der Kivu-See im ruandischen Grenzgebiet verbirgt einen brenzligen Schatz: Gewaltige Mengen von Methan könnten dem Land Energiesicherheit bescheren - oder eine Katastrophe auslösen.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/die-daemonen-eines-gewaessers/1440984

Gemeinsam für einen Wandel in der Agrarpolitik – gemeinsam für LivingLand
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ist gescheitert. Sie verhindert weder Arten- noch Höfesterben. Setzt ein Landwirt sich besonders für Naturschutz, Ernährung oder Gesellschaft ein, wird das aber kaum belohnt. 60 Mrd. € Steuergelder werden derzeit jährlich für Agrarsubventionen in der EU ausgegeben und sollen ab 2021 neu verteilt werden. Landwirte, Verbraucher und Natur haben eine bessere Landwirtschaftspolitik verdient.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_27_gemeinsam_fuumlr_e

13.04.2017

Windenergie-Planung des Regionalverbandes
Natürlich haben Sie's gemerkt: Die Sondermeldung zur Ansteckungsgefahr durch einen kranken Windenergieanlagen-Servicetechniker waren "fake news" und dem Datum vom 1. April geschuldet. Nichtsdestotrotz fallen bei den um ihre Gesundheit besorgten Mitmenschen mitunter Argumente auf fruchtbaren Boden, die fast ebenso weit hergeholt erscheinen mögen. Der NABU bemüht sich im Rahmen seiner Internet-Information zur Windenenergie-Planung des Regionalverbandes darum, einen Teil solcher Argumente zu hinterfragen und soweit möglich auch Antworten darauf zu finden: ▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Einzigartiger Fischfund in Süddeutschland
Höhlen bieten extrem angepassten Tierarten einen speziellen Lebensraum. Hobbyforscher fanden nun Europas einzigen bislang bekannte Höhlenfisch-Art in einem deutschen Karstsystem.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/einzigartiger-fischfund-in-sueddeutschland/1445373

Rotmilan stoppt Windrad - Eilantrag von Naturschützern erfolgreich
Weil es unweit eines Brutwaldes für den geschützten Rotmilan steht, darf ein Windrad bei Braunsbach (Kreis SHA) derzeit nicht betrieben werden. Der Landesnaturschutzverband (LNV) und der Naturschutzbund (NABU) setzten beim Verwaltungsgericht Stuttgart einen Stopp für die kürzlich erst gebaute Anlage durch. Es bestünden "ernstliche Zweifel" an der vom Landratsamt erteilten Baugenehmigung für das Windrad, teilte das Gericht am Mittwoch mit. (Az: 13 K 9193/16) Lesen Sie weiter z.B. in den ▶▶ Stuttgarter Nachrichten.

Ökologische Netzwerke sollen Braunbären helfen
Der Erhalt der Braunbären hängt von Strategien ab, die die Ausbreitung der Tiere und den Austausch zwischen Teilpopulationen ermöglichen, aber auch Konflikte mit Menschen verringern. Daher untersucht ein europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen im Rahmen des Projekts „Bear Connect“, inwieweit ökologische Netzwerke Landschaften funktional miteinander verbinden und Nachhaltigkeit erhalten können. Von den durch die EU bewilligten rund 1,45 Millionen Euro erhält die Universität Göttingen in den kommenden drei Jahren etwa 270.000 Euro. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670838

Elefantendrama nahm glücklichen Ausgang
Eine Elefantenherde bleibt im Schlamm eines Bombentrichters stecken. Doch dann eilen Dorfbewohner und Naturschützer zur Hilfe.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/elefantendrama-nahm-gluecklichen-ausgang/1444967

Rauchschwalben als Brutvögel in Südamerika – Bemerkenswerte Anpassungen
Schwalben sind bis auf die Antarktis auf allen Kontinenten vertreten und stehen weltweit als ausgeprägte Zugvögel für den Wechsel der Jahreszeiten. Die in Nordamerika weit verbreitete Unterart erythrogaster verbringt den Winter vorwiegend im fast 20.000 Kilometer entfernten Argentinien. Vor rund 35 Jahren siedelten sich plötzlich einige dieser Vögel in der Nähe von Buenos Aires an und gründeten rund 7000 Kilometer von den nächsten Vorkommen entfernt eine neue Population. Inzwischen hat diese Gründerpopulation ihr Areal erfolgreich um mehr als 500 Kilometer erweitert. Bruten auf der anderen Halbkugel sind auch von weiteren Schwalbenarten bekannt, wie z.B. der ebenfalls in Nordamerika verbreiteten Fahlstirnschwalbe. Die Rauchschwalbe ist jedoch die bislang einzige dieser Arten, die sich erfolgreich etablieren konnte.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_30_rauchschwalben_als_b

Kaminofen-Prototyp "Pellwood": Schornsteinfegermessung bestätigt niedrigste Emissionswerte
Rund 30 Prozent der energiebedingten schadhaften Emissionen wie Staub, Ruß und Kohlenmonoxid stammen aus zumeist privat betriebenen Kaminöfen. Dies belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die menschliche Gesundheit. Eine neuartige am DBFZ entwickelte Kombination aus Scheitholzkaminofen und Pelletbrenner stößt nahezu keine Luftschadstoffe mehr aus. Dies wurde in einer unabhängigen Messung durch einen Bezirksschornsteinfeger bestätigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670888

Der neue Solarbrief 1/17 ist online
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. teilt mit: "Der neue Solarbrief kann unter
▶▶ http://www.sfv.de/solarbr/2017_1.htm als pdf-Datei kostenfrei abgerufen werden. Themen sind u.a. Behandelt werden u.a. zwei Umfrageergebnisse von Emnid zu den Themen "höchster Vorrang für die Energiewende" und "Regionaler Speicherausbau statt Höchstspannungsleitungen" sowie das Bürokratiemonster EEG."

Neuer Glyphosat-Report: Gekaufte Wissenschaft
Aus dem aktuellen BUND-Newsletter: "Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat haben die wissenschaftlichen Belege für die Gesundheitsgefahren durch das Ackergift seit Jahren vertuscht. Das beleuchtet und belegt die Studie "Gekaufte Wissenschaft", die wir gemeinsam mit der Bürgerinitiative gegen Glyphosat heute veröffentlicht haben."
▶▶ http://newsletter.bund.net/go/4/24H17LTE-24DF6H8U-24G5ZASU-9O8FOG.html

06.04.2017

Der NABU trauert um Richard Schneider
Völlig unerwartet ist Richard Schneider, der stellvertretende Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen, vergangenen Sonntag im Alter von 54 Jahren verstorben. Richard Schneider hat sich mit größter Hingabe für den Naturschutz eingesetzt. Mit seinem freundlichen Wesen, seiner Leidenschaft und seiner immensen Fachkompetenz hat er viele Menschen für seine Herzens­themen begeistert. Er war maßgeblich an Aufbau und Weiterentwicklung des NABU-Vogelschutz­zentrums Mössingen beteiligt. Das bleibt gleichermaßen unvergessen wie sein großes ehren­amtliches Engagement beim NABU Rottenburg, im Kreis Tübingen und weit darüber hinaus. Wir verlieren mit Richard Schneider einen überaus geschätzten Kollegen und lieben Menschen. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 23.03.2017 um 14 Uhr auf dem Klausen-Friedhof, Schadenweilerstraße, Rottenburg am Neckar statt.

Windenergieanlagen im Raum Haigerloch
Der NABU Haigerloch bekennt sich zur naturverträglichen Energiewende und betrachtet die Windenergie als ein bedeutendes Element bei der Energieerzeugung aus erneuerbarer Energiequellen sowie als Beitrag zum Klimaschutz. Das bedeutet aber nicht, dass Windenergie­anlagen überall an jedem Ort befürwortet werden, denn der NABU vertritt als Verein in erster Linie die Interessen von Natur und Umwelt und dieser Satzungszweck hat, trotz aller Differenzen im Detail, Vorrang vor anderen Interessen - mögen diese noch so berechtigt sein.
Nachdem zwar noch keine Anlagenplanungen auf dem Tisch liegen, die zunehmenden Anfragen aus der Bevölkerung jedoch eine Positionierung erforderte, hat sich der NABU Haigerloch anlässlich seiner Mitgliederversammlung ausführlich mit der Thematik befasst. Das dort beschlossene Vorgehen wird jetzt - mit weiteren Informationen - auf einer Internetseite dargestellt.
▶▶ Hier geht's weiter.

Keine Felchenmast am Bodensee
Der NABU und 31 weitere Organisationen und Verbände aus Deutschland, Schweiz und Österreich lehnen eine Felchenmast im Bodensee ab und haben dies gemeinsam in einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Peter Hauk kundgetan.
Weitere Informationen finden Sie hier: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22127.html

Wanderfalkenwebcams
Der schnellste Vogel der Welt war 2017 im Ländle besonders schnell: Im Nistkasten auf dem Turm der Heiliggeistkirche Heidelberg wird bereits gebrütet. Über drei Webcams kann man bei uns den Vögeln live beim Brüten und Aufziehen des Nachwuchses zuschauen, ohne sie zu stören. Rund einen Monat dauert es noch, bis die Jungen schlüpfen. ▶▶ zu den Webcams

Wenn Raben an einem Strang ziehen
Gefiederte Affen – "feathered apes" – nennt Nathan Emery gern die Einsteins unter den Vögeln: die Raben, Saatkrähen, Häher und Elstern, die, so entdeckt man Stück für Stück, alles das können, was man bisher nur Bonobo & Co. zutraute. Mit "Bird Brain", zuerst durch die Princeton University Press veröffentlicht, schrieb er ein packendes und konzises Kompendium der ornithologischen Kognitionsforschung der letzten 25 Jahre.
▶▶ https://hpd.de/artikel/wenn-raben-an-einem-strang-ziehen-14224

Und nochmals Raben: "Junggesellen" leben in dynamischen sozialen Gruppen
Kolkraben haben erstaunliche kognitive Fähigkeiten beim Umgang mit Artgenossen – diese sind durchaus vergleichbar mit vielen Affenarten, bei denen die Entstehung ihrer sozialen Intelligenz mit ihrem Gruppenleben in Zusammenhang gebracht wird. In einer internationalen Zusammenarbeit hat ein Team um den Kognitionsbiologen Thomas Bugnyar von der Universität Wien nun erstmalig das Gruppenleben nicht-brütender Kolkraben genauer untersucht, um die Evolution der Intelligenz von Kolkraben besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670146

Warum stürzen sich junge Trottellummen die Klippen hinunter?
Auf Helgoland lässt sich im Juni in der Abenddämmerung an Deutschlands einzigem Brutplatz der Trottellumme ein beeindruckendes Schauspiel beobachten: Der sogenannte Lummensprung. Die etwa drei Wochen alten und noch flugunfähigen Jungtiere springen dabei von den bis zu 40 Meter hohen Felsvorsprüngen ins Meer bzw. vielfach auf den steinigen Boden vor den Felsen. Dank ihrer dicken Fettschicht überleben die meisten Jungvögel diesen Sturz, einige kommen jedoch auch dabei um. Doch warum gehen die Tiere dieses Risiko ein und verbleiben nicht in der Kolonie, bis sie ausreichend flugfähig sind? ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_29_warum_stuumlrzen_s

Weißstorch: Überwinterung in Europa bringt Vorteile
Umweltveränderungen und die globale Klimaerwärmung stellen die Anpassungsmöglich¬keiten vieler Zugvögel auf die Probe. Für eine Reihe von Vogelarten hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass diese weiter nördlich und damit näher an ihren Brutgebieten überwintern, so auch der Weißstorch. Um mehr über dieses Phänomen herauszufinden, hat ein internationales Wissenschaftler-Team GPS-Daten von insgesamt 54 jungen Weißstörchen derselben Brutpopulation analysiert und deren Überlebenswahrschein¬lichkeit ermittelt sowie das Verhalten während des Winters studiert. Alle sechs besenderten Störche, die ein Winterquartier in Europa wählten, überlebten. Bei den 48 in den traditionellen Gebieten in Afrika überwinternden Vögeln überlebten hingegen lediglich 38 %. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_29_weiszligstorch:_u

Monitoring frühe Falter
Bei naturgucker.de findet in diesem Jahr wieder das Monitoring "Frühe Falter" statt. Es ist bereits die dritte Saison, in der dieses Projekt durchgeführt wird. Das Augenmerk des Monitorings "Frühe Falter" ist auf den Admiral, den Zitronenfalter, den Aurorafalter und den Trauermantel gerichtet und auch wenn ein "Kleiner Fuchs" über den Weg fliegt, sollte er gemeldet werden. Beobachtungen dieser Tiere im März, April und Mai sind für das Monitoring besonders wichtig. Wer sich beteiligen möchte, kann auf ▶▶ http://www.naturgucker.de/nabu_fruehe-falter seine Beobachtungen eingeben. Dort reicht ein Klick auf das grüne Fernglas-Symbol, und schon öffnet sich ein Formular, in dem es Bilder der fünf Schmetterlingsarten gibt.

Die ToxFox-App und die Giftfrage: Scann jetzt. Kauf schlau.
Der BUND hat die ToxFox-App entwickelt, damit Verbraucher*innen Produkte scannen können und direkt eine Info über giftige oder hormonell wirksame Inhaltsstoffe bekommen. Ist das Produkt noch nicht erfasst, kann per "Giftfrage" eine Mail an den Hersteller geschickt werden. Dieser muss innerhalb von 45 Tagen Auskunft über Giftstoffe geben.
▶▶ ToxFox-App für iOS herunterladen
▶▶ ToxFox-App für Android herunterladen

Geld für mehr Radverkehr ist gut angelegt
LNV-Pressemitteilung vom 24.03.2017: "Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) begrüßt nachdrücklich die von Verkehrsminister Winfried Hermann MdL vorgestellten Initiativen zur Förderung des Radverkehrs. Die Landesregierung sei damit auf dem richtigen Weg. Das gegen den Radverkehr gelegentlich vorgebrachte Argument, Baden-Württemberg sei als Mittelgebirgsland nur begrenzt für den Radverkehr geeignet, ist historisch und technisch widerlegt . Bis in die 1950er Jahre war das Fahrrad neben Bus und Bahn das wichtigste Nahverkehrsmittel." ▶▶ http://lnv-bw.de/geld-fuer-mehr-radverkehr-ist-gut-angelegt/

Keine Sackgassen für Erdkröte, Dachs und Hirsch
Der NABU Baden-Württemberg begrüßt das vom Bundesamt für Naturschutz vorgestellte "Bundeskonzept Grüne Infrastruktur". "Die Wiedervernetzung unserer Landschaft ist gesetzlich verankert und muss daher Priorität haben. Es kann nicht nur darum gehen, dass wir Menschen gut von A nach B kommen", betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

NABU und LNV: Gerichtsentscheid mit Signalwirkung
Zur heutigen Verkündung des Verwaltungsgerichts Stuttgarts zur Entscheidung vom 15. März sehen sich die beiden klagenden Naturschutzverbände NABU und LNV bestätigt: "Das Gericht bestätigt unsere Auffassung, dass dieses Windrad von der Genehmigungsbehörde so nicht hätte genehmigt werden dürfen und es einer Umweltverträglichkeitsprüfung bedurft hätte", sagen die beiden Vorsitzenden Johannes Enssle (NABU) und Gerhard Bronner (LNV). Das Gericht hat entschieden, dass die Anlage in Braunsbach derzeit nicht betrieben werden darf. "Dieser Gerichtsentscheid hat Signalwirkung für ähnliche Infrastrukturprojekte im Land." Die Natur- und Umweltschutzverbände fordern, dass bei Infrastrukturprojekten wie Windenergieanlagen grundsätzlich eine Umwelt­verträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden muss, wenn negative Umweltauswirkungen nicht auszuschließen sind. "Wir unterstützen die Energiewende und den Ausbau der Windkraft. Aber die gesetzlichen Naturschutzvorgaben müssen strikt eingehalten werden", stellt Bronner klar.
NABU und LNV hatten bereits vor knapp einem Jahr und damit vor dem Bau der Anlage Wider­spruch eingelegt, auf den die Behörden jedoch nicht reagiert und den Bau zugelassen hatten. "Weil die Mühlen der Verwaltung zu langsam mahlen, muss die nun bereits gebaute Windmühle still stehen. Das ist tragisch. Und es zeigt uns, dass beim Artenschutz sauber gearbeitet werden muss", betont Enssle. Wie es mit der Anlage weitergeht, ist noch unklar.
Hintergrund:
LNV und NABU Baden-Württemberg haben Mitte Dezember einen Eilantrag beim Verwaltungs­gericht Stuttgart eingereicht, um die Genehmigung für die Inbetriebnahme eines bereits errichteten Windrades in Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall auszusetzen. Grund dafür ist, dass die Anlage mitten in den Brutrevieren von vier streng geschützten, windkraftsensiblen Greifvogelarten steht – unter anderem in einem Dichtezentrum des Rotmilans, wo besonders viele dieser Vögel brüten. Weitere Informationen: ▶▶ www.NABU-BW.de/news/2017/januar/21879.html

Mangelhafte Qualität von Artenschutzgutachten?
NABU und BUND wollen die artenschutzrechtlichen Gutachten überprüfen, auf deren Basis die Verwaltungen Ende 2016 weit über 100 Windenergieanlagen in Baden-Württemberg genehmigt haben. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22168.html

Wie retten wir die Sonnenwärme in den Winter?
Nicht nur beim elektrischen Strom, auch bei der Wärmeenergie sind Speicher ein zentrales Problem beim Umstellen auf eine nachhaltige Energieversorgung.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/innovative-waermespeicher/1440940

Holzplantage bedroht tausend Orang-Utans
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Mehr als tausend Orang-Utans leben in Sungai Putris artenreichen Sumpfwäldern auf Borneo. Erst vor zehn Jahren haben Wissenschaftler sie entdeckt und beschrieben. Die Einheimischen wussten natürlich von ihnen. Diese große Population der Menschenaffen ist ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der stark bedrohten Primaten." ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1093/

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat
Der BUND Naturschutz ruft zur Teilnahme an der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat mit einer Online-Aktion unter ▶▶ www.aktion.bund.net/.
Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft. Gemeinsam könnten die VerbraucherInnen jetzt ein starkes Zeichen gegen das meistgespritzte Pestizid der Welt setzen und fordern: "Keine Wiederzulassung für Glyphosat und transparentere Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU!"
Für die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat müssen europaweit in den kommenden Monaten mindestens eine Millionen Unterschriften gesammelt werden.

Winfried Kretschmann will für CETA stimmen?
Ludwig und Nils, beide 15 Jahre alt, schreiben auf change.org: "Wir sind enttäuscht. Der einzige "grüne" Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg wird dem umstrittenen Freihandelsabkommen CETA im Bundesrat voraussichtlich seine Zustimmung geben. Doch grün ist an CETA gar nichts. Das Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU schafft Sonderrechte für Konzerne, öffnet Tür und Tor für Gentechnik und Fracking und verwässert den Umwelt- und Verbraucherschutz.
Wir fordern Winfried Kretschmann dazu auf, CETA im Bundesrat abzulehnen. Bitte helfen Sie und unterschreiben Sie unsere Petition!" ▶▶ zur Petition

30.03.2017

Preis des Zwiefalter Naturfonds für zwei Gruppen im Zollernalbkreis
Die Brauerei Zwiefalter Klosterbräu honoriert den ehrenamtlichen Einsatz für Natur- und Umwelt­schutz im Bereich der Schwäbischen Alb mit jährlich 3.000 Euro. In diesem Jahr prämiert der Zwiefalter Naturfonds sechs Umwelt- und Naturschutzprojekte, darunter zwei aus dem Zollernalbkreis: die Albvereinsgruppe Bisingen für ihren Einsatz bei der Pflege des Naturschutz­gebietes Zollerhalde sowie die Vogelfreunde Hausen für ihr Schwalbenhaus.
Die ▶▶ Hohenzollerische Zeitung berichtete ...

Auch bei Keas ist Lachen ansteckend
Neuseelands Bergpapageien gelten als verspielte Clowns, die Touristen auch Streiche spielen. Eine Studie zeigt: Wenn sie in Spiellaune sind, steckt das Artgenossen an.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/auch-bei-keas-ist-lachen-ansteckend/1442217

Exemplare der Fischart Kessler-Grundel erstmals in der Elbe festgestellt
Ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Thiel vom Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg hat bestätigt, dass erstmals Individuen der Fischart Kessler-Grundel (Ponticola kessleri) in der Elbe erfasst wurden. Es ist die nördlichste Sichtung bisher. Den Nachweis haben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Journals "BioInvasions Records" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news669196

Vogelzug bei Wiesenweihen stark windabhängig
Für den Vogelzug über große Distanzen haben sich unterschiedliche Zugstrategien entwickelt. Werden große Strecken besser möglichst schnell zurückgelegt oder sind häufige Zwischenstationen eine günstigere Vorgehensweise? Um herauszufinden inwiefern sich der Ablauf des Zuges der Wiesenweihe räumlich und saisonal sowie bei besonderen Windbedingungen verändert, haben niederländische Wissenschaftler die GPS-Daten besenderter Wiesenweihen ausgewertet. ▶▶ Mehr

NABU fordert Anstalt des öffentlichen Rechts für Staatswald
Aufgrund der heutigen Entscheidung des OLG Düsseldorf zum Kartellverfahren gegen den Staatsforstbetrieb ForstBW fordert der NABU die grün-schwarze Landesregierung auf, schnell zu handeln und eine Anstalt des öffentlichen Rechts für den Staatswald zu gründen. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22140.html

Zucht oder Raubbau – woher stammen Froschschenkel in den Supermärkten?
Froschschenkel verbinden die meisten mit französischen Feinschmeckerrestaurants oder mit exotischen Urlaubszielen, man findet sie aber auch in Berliner Supermärkten. Der jährliche Verzehr von ca. 500 Millionen Fröschen kann sich dramatisch auswirken. Frösche sind nicht nur wichtige Nahrung für viele Vögel und Säugetiere, sie vertilgen auch Unmengen an Gliedertieren. Dadurch tragen sie maßgeblich zur Kontrolle von Schadinsekten in der Landwirtschaft oder auch von Krankheitsüberträgern bei. Um zu überprüfen ob das Fleisch in Berliner Supermärkten von wildlebenden Fröschen oder von Farmen stammt, hat ein Forscherteam des Museums für Naturkunde Berlin nun eine ungewöhnliche Methode angewandt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news669792

Monitoring-Programme unterschätzen den Einfluss des Menschen
Ob Orchideen oder Säugetiere, Insekten oder Schnecken: Viele Tiere und Pflanzen stehen inzwischen unter ständiger Beobachtung. Akribisch erfassen Wissenschaftler und engagierte Mitbürger ihre Verbreitungsgebiete, zählen ihre Bestände, dokumentieren jede Zu- oder Abnahme. Leider reichen die Daten nicht sehr weit zurück in die Vergangenheit. Deshalb können Ökologen nur schwer beurteilen, wie viel biologische Vielfalt durch die moderne Zivilisation tatsächlich verloren gegangen ist. Wahrscheinlich werde der Einfluss des Menschen auf die Biodiversität stark unterschätzt, warnt ein internationales Forscherteam unter Leitung des UFZ in einer neuen Studie im Fachjournal Scientific Reports. ▶▶ http://idw-online.de/de/news669676

23.03.2017

Zwergschnepfe: Kollision mit Straßenfahrzeug
Eine junge Waldschnepfe wurde Mitte Januar dem Vogelschutzzentrum Mössingen gemeldet. Die Mitarbeiter waren von Anfang an skeptisch… ein Jungvogel zu dieser Jahreszeit? Als dann eine Frau aus Tübingen diesen angeblichen Jungvogel vorbeibrachte, stellte sich schnell heraus, dass es sich keinesfalls um eine Wald- sondern um eine Zwergschnepfe handelte. ▶▶ mehr

Naturtagebuch: Preisträgerin aus dem Landkreis Tübingen
Die Kinder sammeln, zeichnen und pressen Wildblumen, basteln Nistkästen, beobachten die Entwicklung von Entenküken, untersuchen unter dem Mikroskop das Leben in einem Wasser­tropfen oder erleben das Verstreichen der Jahreszeiten am Lieblingssee, in der Kulturlandschaft oder im Wald. Jedes Jahr begleiten für den Wettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg junge Naturforscher*innen im Alter von 8 bis 12 Jahren ein Tier, eine Pflanze oder ein Biotop. Ihre Beobachtungen und Erkenntnisse dokumentieren sie in ihren ▶▶ Naturtagebüchern.

Elefanten - die schlaflosen Riesen
Elefanten sind die neuen Rekordhalter im Wachbleiben - und belegen damit einmal mehr: je größer der Körper, desto geringer das Schlafbedürfnis.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/elefanten-nur-zwei-stunden-pro-nacht/1440498

Der Kahlgesichtige Saki lebt noch
Während der letzten Jahrzehnte tauchten nur wenige Exemplare des rätselhaften Affen auf - alle waren tot. Einer Expedition gelang jetzt der Nachweis lebender Tiere.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/der-kahlgesichtige-saki-lebt-noch/1440464

Lanzettblättrige Glockenblume als eigene und bedrohte Art identifiziert
Senckenberg-Wissenschaftler haben den Artstatus der Lanzettblättrigen Glockenblume untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "AoB Plants" veröffentlichten Studie kommen sie zu dem Schluss, dass es sich bei der Pflanze um eine eigene Art handelt, die zudem bedroht ist. Die Pflanze ist nur in zwei Gebieten Deutschlands – im hessischen Taunus und im Pfälzer Wald – zu finden und könnte in Zukunft von verwandten Arten verdrängt werden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news668704

Einmaliger Anblick: Erstmals True-Wal unter Wasser gefilmt
True-Wale (Mesoplodon mirus) verstehen es normalerweise meisterlich, sich vor den Blicken neugieriger Forscher zu verbergen. Die Meeressäuger aus der Familie der Schnabelwale wagen sich nur selten in Küstennähe und verbringen rund 90 Prozent ihrer Zeit unter Wasser. Sie können in beachtliche Tiefen tauchen und selbst drei Kilometer unter der Wasseroberfläche noch auf Nahrungssuche gehen. Vieles über sie liegt daher bislang noch im Dunkeln.
▶▶ http://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/seltener-true-wal-erstmals-gefilmt/1440660

Stromnetzplanung für die Ostsee fragwürdig
Die Offshore-Windkraft gilt als wichtige regenerative Energiequelle. Doch Bau, Betrieb und Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen gefährden Meeressäuger und Vögel erheblich. Ihr Ausbau in der Ostsee muss daher auf ein Minimum beschränkt werden. ▶▶ mehr

Naturschutz und Tourismus – Ein mögliches Erfolgsmodell auf der Insel Usedom
Naturschutz und Renaturierungsmaßnahmen sind für den Tourismus eine besonders nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit. Der umweltverträgliche Tourismus auf der Insel Usedom könnte ein Erfolgsmodell werden. 2016 waren erstmals über 1 Mio. Besucher zu Gast.
▶▶ http://idw-online.de/de/news668786

Das Comeback der Gartenstadt
Was können Stadtplaner aus der mehr als 100 Jahre alten Idee der Gartenstadt lernen? Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte Forschungsarbeit reflektiert die Entwicklung von Gartenstädten, stellt Fallbeispiele vor und zeigt, wie sich die Gartenstadtidee neu interpretieren lässt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668775

Gemeinsam für den Artenschutz: Vom Feld bis an die Ladentheke
Rund 28.000 Tier- und Pflanzenarten gelten weltweit als gefährdet. Ein Problem, das uns zunehmend auch auf den heimischen Wiesen und Feldern begegnet. Denn wo der Mensch das Land intensiv bearbeitet, bleibt weniger Platz für Ackerwildkräuter, Feldvögel und Insekten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. verbinden im Modellprojekt »Landwirtschaft für Artenvielfalt« jetzt die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte mit dem Naturschutz und erhalten hierbei Unterstützung von einem der größten Lebensmittelhändler Deutschlands. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668924

16.03.2017

Stellungnahme zum BP Martinstraße II und Flächennutzungsplan in Hechingen
"Erneut zeigt sich, dass die auf langfristige Geltung ausgerichteten Flächennutzungs¬planungen mit ihrer Festlegung der zukünftigen (baulichen) Entwicklung häufig nur so lange Beachtung finden, wie nicht dringende Bebauungswünsche an die Kommunen herangetragen werden." Ein solcher Satz könnte sich in vielen Stellungnahmen zu derartigen Vorhaben wieder finden. Die Naturschutzverbände waren im vorgezogenen Verfahren beteiligt worden und der NABU Hechingen hat stellvertretend für sie zur Planung in Hechingen Stellung bezogen. Man darf gespannt sein, in welchem Umfang die Anregungen aufgegriffen werden.
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Wie wichtig ist der ländliche Raum? NABU: Für Naturnahe Landwirtschaft
"Jetzt gilt es Farbe zu bekennen: Steht Grün-Schwarz in Baden-Württemberg für eine nachhaltige Förderung des ländlichen Raums oder für die Verteilung von Steuermillionen nach dem Gießkannenprinzip?", fragt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle mit Blick auf eine Bundesratsinitiative, über die am Montag (20.2.17) in Berlin beraten wird. Demnach sollen bundesweit 15 statt bislang 4,5 Prozent der Mittel aus der ersten in die zweite Säule der Agrarförderung verschoben werden, um bäuerliche Familienbetriebe und die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum zu stärken. Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Antrag eingebracht. ▶▶ Mehr

Im Blickpunkt: Photovoltaik auf Freiflächen
Solarstromproduktion auf Grünland und Ackerflächen? In den vergangen Jahren hatte sich der Gesetzgeber im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch dagegen ausgesprochen. Freiflächenanlagen waren nur in wenigen Fällen erlaubt, beispielsweise auf Konversionsflächen oder auf Seitenrandstraßen entlang von Autobahnen. Doch mit der jüngsten Reform des EEG könnten die engen Vorgaben zur Flächenkulisse bei der Förderung von Solarstrom aufgeweicht werden. Über eine Öffnungsklausel im EEG 2017 werden die Länder ermächtigt, Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten für Freiflächenanlagen zu öffnen. Aus Naturschutzsicht muss man das allerdings kritisch sehen. Der LNV bezieht Position: ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-februar-2017/

Insekten lieben Sturmflächen
Auf Waldflächen, die durch Stürme verwüstet wurden, gibt es rund doppelt so viele Insektenarten wie in unversehrten Wäldern, wie eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL aufzeigt. Denn viele gefährdete Waldinsekten profitieren von den offenen Waldflächen, welche die Stürme hinterlassen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668820

Warum sind Pandas eigentlich schwarz-weiß?
Warum der Große Panda so anders als die meisten seiner Säugetierverwandten gefärbt ist, gibt seit jeher Rätsel auf. Im Gespräch sind neben der Tarnung auch Thermoregulation oder Kommunikation mit Artgenossen. Nun sind Wissenschaftler um Theodore Stankowich von der California State University dieser Frage nachgegangen, indem sie Fellzeichnung von 195 Tierarten, darunter 39 Bären, mit Lebensweise und -raum der Tiere in Beziehung gesetzt haben.
▶▶ www.spektrum.de/news/warum-sind-pandas-eigentlich-schwarz-weiss/1440139

In MV verschwinden immer mehr Greifvogelhorste
Der Ausbau der Windkraft sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für Konflikte. Vielerorts haben sich Bürgerinitiativen gegründet, die nicht wollen, dass in der Nähe ihrer Dörfer und Städte neue Windparks gebaut werden. Die Windräder beeinträchtigen aber auch die Natur. So dürfen in unmittelbarer Nähe zu Horsten streng geschützter Greifvögel eigentlich keine Windkraftanlagen gebaut werden. Es gibt aber offenbar Menschen, die Nester der Vögel zerstören, damit Windräder genehmigt und gebaut werden können. Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://www.ndr.de/

Der junge Bartgeier von Anfang 2017
Eine interessante Geschichte: Durch Zufall entdeckt Dieter Höftmann Mitte Januar in Rheinland-Pfalz nahe der luxemburgischen Grenze einen offensichtlich unberingten jungen Bartgeier, der auf der Leitplanke am Straßenrand sitzt - mitten im Winter. Damit nicht genug: Einen Monat später taucht offenbar derselbe Geier im Kreis Bitburg-Prün und wenige Tage später bei Marburg auf. Die ganze bisher bekannte Geschichte finden Sie ▶▶ hier.

Wir brauchen unser Land – keine Ölpalmen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Regierung der Philippinen will auf den Inseln Palawan und Mindanao den großflächigen Anbau von Ölpalmen vorantreiben und holt vor allem malaysische Investoren ins Land. Doch diese Entwicklung zerstört nicht nur die letzten Urwälder, sondern auch die traditionelle Lebensweise und die Kultur der Ureinwohner – und die Zukunft ihrer Kinder." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Als Shell noch vor dem Klimawandel warnte
1991 war noch keine Lobbyarbeit angesagt: In einem Lehrfilm erklärte der Ölkonzern minutiös die Dramatik des zu erwartenden Klimawandels. Diesen Film haben Journalisten des niederländischen Magazins "De Correspondent" und des britischen "The Guardian" ausfindig gemacht. Darin warnte das Unternehmen vor den dramatischen Auswirkungen des durch steigende CO2-Konzentrationen ausgelösten Klimawandels.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/als-shell-noch-vor-dem-klimawandel-warnte/1440151

Mikroplastik in der Umwelt: Von der Nanoforschung lernen
Plastik und Mikroplastik – also zu kleinen Partikeln zerriebener Kunststoff – sind heute als Abfallprodukte in der Umwelt weit verbreitet. Die Forschung beginnt erst ihren Einfluss auf die Ökosysteme zu verstehen. Umwelt-GeowissenschaftlerInnen um Thilo Hofmann von der Universität Wien haben nun gezeigt, was man aus der Nanoforschung für die Analyse und Expositionsbewertung von Mikroplastik lernen kann und welche Fehler nicht wiederholt werden sollten. Ihre Studie erschien jetzt als Feature in der renommierten Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology". ▶▶ http://idw-online.de/de/news669080

Erfolg! Die BayernLB steigt aus
Linda Neddermann von Campact schreibt: "Das hat gesessen – und wie! Die Bayerische Landesbank steckt kein weiteres Geld in die Fracking-Pipeline in North-Dakota. Den ursprünglichen Kredit müsse die Bank aus vertragsrechtlichen Gründen zwar auszahlen, werde dann aber aus der Finanzierung aussteigen, teilte Vorstandschef Dr. Johannes-Jörg Riegler mit. Das bedeutet: Die Anschlussfinanzierung für die "Trump-Pipeline" fällt weg. Ein toller Erfolg! Leider gibt es einen Wermutstropfen: Der Ausstieg der Bayerischen Landesbank wird den Pipeline-Bau wohl nur erschweren, nicht stoppen …" ▶▶ http://www.br.de/nachrichten/bayernlb-dakota-access-100.html

09.03.2017

Mit den Alb-Guides 2017 unterwegs auf der Zollernalb
Die NABU-Alb-Guides haben ihr neues Programm vorgelegt. Auf 41 individuell gestalteten Touren führen Sie die Alb-Guides in die einzigartige Natur der Zollernalb. Die Touren laden zum Wandern und Entdecken eines der schönsten Fleckchen in Baden-Württemberg ein.
Die Broschüre gibt's kostenlos (gegen Portoersatz) ▶▶ hier

Bürgerentscheid: Dotternhausener akzeptieren Abbaugrenzen nicht
Das aus Sicht des Naturschutzes zunächst positive Ergebnis des Bürgerentscheids in Dotternhausen wird zu Recht nicht als Ohrfeige für den Gemeinderat oder die Firma Holcim aufgefasst. Aus unserer Sicht ist der Wunsch dieser deutlichen Mehrheit als Verpflichtung zu sehen, sich von scheinbar unausweichlichen "Automatismen" zu lösen und im Sinne der Abstimmung einen möglichst großen Teil der Plettenberg-Hochfläche erhalten zu helfen. Die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis sind bereit, an einer Kompromissfindung mitzuarbeiten.
Mehr zum Bürgerentscheid finden Sie unter anderem ▶▶ hier im Zollern-Alb-Kurier aber auch anderswo in der Tagespresse.

Warum sterben Komodowarane nicht am eigenen Speichel?
Komodowarane sind gefürchtete Jäger: Mit ihren Bissen und Bakterien in ihrem Speichel infizieren sie ihre Beute tödlich. Sie selbst bleiben aber gesund. Warum? Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Räuber und Beute – Wissenschaftler untersuchen Interaktionsverhalten von Wolf und Rotwild
Erstmalig gelang es Wildbiologen in Deutschland Rotwild und Wolf im selben Gebiet mit GPS- Halsbandsendern auszustatten. Die Wissenschaftler vom Fachgebiet für Wildbiologie, Wildtiermanagement & Jagdbetriebskunde (FWWJ) der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) können somit das unmittelbare Interaktionsverhalten des Raubtieres und seiner potentiellen Beutetiere untersuchen. Die Wildtiere leben auf der rund 2.600 Hektar großen Naturerbefläche "Glücksburger Heide" im Landkreis Wittenberg.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news668396

NABU und Alnatura verleihen Förderpreis an 18 neue Bio-Bauern
"Gemeinsam Boden gut machen": Um den Wechsel von konventioneller auf biologische Landwirtschaft zu erleichtern, unterstützen der NABU und Alnatura 18 Landwirte mit 430.000 Euro Fördergeld. Neue Bewerbungen sind ab März möglich. ▶▶ Mehr

Keine leichtfertige Bebauung von Ackerflächen!
Wird das Baugesetzbuch wie geplant geändert, könnten künftig Ackerflächen schnell und unkompliziert in Wohnbauland umgewandelt werden. Mögliche negative Umweltauswirkungen müssten dabei nicht geprüft werden. Der NABU lehnt diese Regelung des Gesetzentwurfs vollständig ab. ▶▶ Mehr

Über 1.000 Kirchtürme sind Wohnzimmer für Dohle, Turmfalke und Co
Vor wenigen Tagen wurde die 1.000er Marke geknackt: Inzwischen bieten über 1.000 Kirchen in Deutschland ihre Türme bedrohten Vögeln und Fledermäusen als Unterschlupf an. Seit nunmehr 10 Jahren läuft die NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm". Spitzenreiter bei der "Wohnraum­beschaffung" ist Baden-Württemberg mit über 212 ausgezeichneten Kirchen, gefolgt von Thüringen mit 150 und Niedersachsen mit 140 artgerechten Kirchtürmen. ▶▶ Mehr

Die Eisente – Seevogel des Jahres 2017
Besorgt blicken derzeit die Meeresnaturschützer und Vogelkundler auf eine Entenart, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, aber gerade erst zum Seevogel des Jahres 2017 erklärt wurde - die Eisente. Diese mittelgroße, wunderschön gezeichnete Ente brütet in den arktischen und subarktischen Tundren Skandinaviens und Sibiriens und überwintert in großen Zahlen in der Ostsee. In den deutschen Meeresgebieten, insbesondere in der Pommerschen Bucht, findet sie eines ihrer wichtigsten Überwinterungsgebiete. Durchschnittlich wurden im deutschen Teil der Ostsee große Winterbestände von 350.000 Eisenten ermittelt. Das entspricht mit 22 Prozent einem erheblichen Anteil des westsibirischen-nordeuropäischen Gesamtbestands. ▶▶ Mehr

Mit Strom vorankommen
Verbrennungsmotoren sind im Automobilsektor nicht länger das Maß aller Dinge. Elektrische Antriebe haben begonnen, sich auf dem Markt zu etablieren. Das neue BINE-Themeninfo "Elektromobilität" (I/2017) stellt aktuelle Forschungsergebnisse zu Technik und Wirtschaftlichkeit vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Batterie- und Brennstoffzellentechnik, verwendete Materialien und die Auswirkungen einer wachsenden Elektromobilität für das Stromnetz.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news668259

02.03.2017

BUNDjugend befasst sich mit Energiewende
Mit der dezentralen Energiewende hat sich die BUND-Jugend im Jugendhaus Insel befasst. Lara Herter stellte die Energieversorgung in Deutschlands dar. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Sind Elstern und Katzen die Ursache für den Vogelmangel?
Die vorläufigen Ergebnisse der NABU-Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" zeigen bei verschiedenen Vogelarten einen massiven Bestandsrückgang. Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Ornithologie und Vogelschutz des NABU Baden-Württemberg, plädiert dafür, diese Zahlen differenziert zu betrachten und sich nicht zu vorschnellen Deutungen und Schlussfolgerungen verleiten zu lassen. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/januar/21878.html

NABU legt Programm für Kinder vor
Schneller als das gesamte Programm der NABU-Gruppen im Kreis ist das "Kinder-Programm" bereits online gegangen. Die Rosenfelder "Rosenkäfer" hatten schon im Januar mit "Tierspuren im Schnee" losgelegt. Näheres zu den Veranstaltungen für Kinder finden Sie ▶▶ hier.

gmi4kids: Wiener Pflanzenforscher präsentieren Website für Kids
Nach Botanic Quest, einer informativen Handy-Schnitzeljagd für Schüler durch den Botanischen Garten, präsentiert das Gregor Mendel Institut ein weiteres Online-Angebot für Kinder: Mit gmi4kids.com können Schülerinnen und Schüler das im Biologie-Unterricht erworbene Wissen spielerisch vertiefen. Die Spiele zu den Themen Wurzeln, Blätter und Bestäuben sollen auch die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666366

Zugverhalten junger Kuckucke erstmals im Detail verfolgt
Die Bestände von Zugvogelarten gehen in vielen Teilen der Welt stark zurück. Ein solcher Bestandseinbruch wurde auch beim Kuckuck in Großbritannien registriert. Die Ergebnisse einer 2016 veröffentlichten Telemetriestudie mit adulten Kuckucken ergab, dass die Bestandsrückgänge offenbar mit der gewählten Zugroute zusammenhängen. Die Mortalitätsrate während des Zuges bis zur Überwindung der Sahara war bei den Westziehern signifikant höher als bei nach Südosten über Italien oder den Balkan ziehenden Vögeln. Die Kenntnis der Variabilität im Zugverhalten einzelner Arten ist wichtig, um die Gründe für Populationsrückgänge bei Zugvogelarten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. ▶▶ Mehr

Internationale Studie zum Bestandsrückgang der Tafelente in Europa
Ein internationales Team von 29 Wissenschaftlern hat unter Mitarbeit des DDA im Magazin Wildfowl eine umfassende Studie zur Bestandsentwicklung der Tafelente in Europa und den möglichen Gründen für die in fast allen Ländern beobachteten Rückgänge veröffentlicht. ▶▶ Mehr

Mauersegler bleiben ihren Reisezielen in Afrika treu
Der Biologe Arndt Wellbrock von der Universität Siegen beobachtet seit fast fünf Jahren das Zugverhalten von Mauerseglern. Er hat unter anderem herausgefunden, dass die Vögel immer wieder dieselben Überwinterungsgebiete anfliegen. Seine Erkenntnisse hat er jetzt im "Journal of Avian Biology" einem internationalen Fachpublikum vorgestellt.
Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news668045

Zuhause im Fußabdruck - Mikrohabitate in Elefanten-Spuren untersucht
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmalig die Fußspuren von Elefanten als Lebensraum für aquatische Tiere untersucht. Sie zeigen in ihrer kürzlich im Fachjournal "African Journal of Ecology" veröffentlichten Studie, dass sich in den Spuren der Dickhäuter bis zu 61 verschiedene Tierarten aus 27 Familien befinden. Innerhalb von fünf Tagen besiedelten bereits 410 Organismen die wassergefüllten Fußabdrücke. Die Wissenschaftler legen dar, dass Elefanten so einen bisher unbeachteten Beitrag als "Ökosystem-Ingenieure" leisten. Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news667927

Mehr Schutz für Fledermäuse im Wald beim Bau von Windrädern
In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten; sie alle sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt, viele sind darüber hinaus stark gefährdet. Fast alle Arten sind auf den Wald als Lebensraum angewiesen. Die fortschreitende Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen in Wäldern stellen für Fledermäuse jedoch eine Gefahr dar.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667562

Mehr als ein Viertel der europäischen Heuschrecken sind bedroht
Die Europäische Rote Liste zeigt, dass 25,7 Prozent der Heuschrecken gefährdet sind. Damit sind sie die Insektengruppe mit der höchsten Gefährdung in Europa. Die wichtigsten Gefährdungsursachen sind die Intensivierung der Landwirtschaft, die ansteigende Zahl von Feuern im Mittelmeerraum sowie Urbanisierung und touristische Erschließung von Küsten und Gebirgen. Für einige Arten war jedoch die Datenlage nicht ausreichend, um eine Einstufung in das Gefährdungssystem der IUCN vornehmen zu können. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667312

NABU-Umfrage: Deutsche wollen eine andere Agrarpolitik
Deutschlands Bürger wünschen sich eine neue Förderpolitik für die Landwirtschaft. Dies zeigt eine neue vom NABU beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Demnach unterstützen nur neun Prozent der Befragten das derzeitige System, wonach Landwirte überwiegend pauschal Gelder von der EU erhalten: Je größer ein Betrieb, desto mehr Förderung bekommen sie. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (78 Prozent) hingegen würde eine Politik bevorzugen, die Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt, beispielsweise für den Umweltschutz. ▶▶ Mehr

EU-Kommission holt Agrarpolitik aus der Lobby-Nische
Agrarkommissar Hogan startet EU-weite Bürgerbefragung zu künftiger Ausrichtung Bis Anfang Mai können EU-Bürger ihr Votum zur künftigen Verteilung der aktuell 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben. Für den NABU ist klar, wohin es gehen muss. Er fordert einen grundlegenden Wandel in der Agrar- und Ernährungspolitik.
Weitere Informationen beim ▶▶ https://www.nabu.de/

Mit neuartigem Energiespeicherkonzept aus der Forschung in die Wirtschaft
Ein Wissenschaftlerteam vom Oldenburger Energieforschungszentrum NEXT ENERGY hat ein besonders kostengünstiges Energiespeicherkonzept auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie entwickelt, das sich speziell für die Anwendung im gewerblichen Bereich sowie für landwirtschaftliche Betriebe eignet. Es zeichnet sich durch besonders hohe Sicherheit und Langlebigkeit aus. Aus dem EXIST-Forschungstransfer "ResiFlow" heraus wird mit Unterstützung von Investoren die Serienfertigung angestrebt. Einen Prototyp, der das generelle Konzept demonstriert, präsentiert das Team vom 14. bis zum 16. März 2017 in Düsseldorf auf der Messe Energy Storage Europe. Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news668227

Kein illegales Holz in die EU
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Liberia beherbergt einen einmaligen Naturschatz: vom Aussterben bedrohte Westafrikanische Schimpansen. In dem kleinen Land wächst mehr als ein Drittel des Upper Guinean Rainforest. Der Artenreichtum ist überwältigend. Doch die Bevölkerung ist bitterarm. Um die Armut zu bekämpfen, setzt die Regierung auf den Holzexport. Dadurch droht jedoch die ungezügelte Plünderung der Regenwälder. Laut einer neuen Studie sind alle großen Holzkonzessionen Liberias illegal. Derzeit verhandelt die EU mit Liberia über ein Holzhandelsabkommen. Damit würde Europa Holz ohne weitere Prüfung importieren, wenn Liberia die Legalität garantiert. Dass dies funktioniert, ist zweifelhaft. Vielmehr ist zu befürchten, dass illegale Konzessionen auf dem Papier für legal erklärt werden. Bitte fordern Sie von der EU, kein Holz von Liberias illegalen Konzessionen zu importiert." Zur Petition geht's ▶▶ hier.

Gericht bremst Elbvertiefung aus
Es gibt weiterhin kein grünes Licht für die geplante Elbvertiefung. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Leipzig hat verkündet, dass der vorliegende Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung rechtswidrig ist und nicht vollzogen werden kann. Das Gericht folgt damit überwiegend einer vom WWF unterstützen Klage der Umweltverbände BUND und NABU. "Den Behörden ist es erneut nicht gelungen, eine rechtskonforme Planung für die geplante Elbvertiefung vorzulegen – und dies nach zehn Jahren Verfahrensdauer. Die Planungsbehörden wären gut beraten, das Umweltrecht endlich ernst zu nehmen", kommentieren die Verbände.
Weitere Informationen gibt's z.B. beim ▶▶ NABU Hamburg

Der lange Arm der Agrarlobby – Hendricks stampft "Neue Bauernregeln" ein
Der NABU bedauert das abrupte Ende der viel beachteten Informationskampagne "Neue Bauernregeln" des Bundesumweltministeriums. Die Bauernregeln von Ministerin Hendricks waren auf massive Proteste gestoßen, vor allem aus Reihen des Bauernverbandes. Auch Agrarminister Schmidt hatte einen Stopp der Kampagne gefordert.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2017/02/21991.html

23.02.2017

Wasservogel-Exkursion des NABU an den Bodensee
Bei sonnigen Himmel, aber noch kalten Frühtemperaturen machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Umso erfreuter waren wir, dass sich an diesem Tag ein Wetterwechsel ankündigte und später am Tag neben dem sonnigen Wetter auch noch angenehme Temperaturen herrschten ...
Auf der Seite des NABU-Kreisverbands wurde jetzt ein Exkursionsbericht veröffentlicht:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/bilder-berichte/bodensee-29-01-2017/

Aufbruch von Zugvögeln nach einem Zwischenstopp ist hormongesteuert
Bei ihren langen Reisen pausieren Zugvögel. Der Zweck, Rast und Fressen, ist schlüssig. Bislang war jedoch unklar, welche Körpersignale den Weiterflug auslösen. Ein Team um Forschende der Vetmeduni Vienna identifizierte nun erstmals ein Hormon, den bekannten Appetitregler Ghrelin, als Signalgeber für das Vogelhirn. Bei "vollgefressenen" Gartengrasmücken, einer Singvogelart, war das Hormon in hoher Konzentration nachweisbar. Zusätzlich verabreicht, steigerte es den höchst aktiven Zustand der Zugunruhe und zügelte den Appetit, Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal PNAS, bestätigen die hormonelle Steuerung von Zugvögeln und könnten auch menschliche Essstörungen erklären. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667542

Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf
Der NABU ruft ab sofort dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungs-Webseiten Ornitho.de oder NABU-naturgucker.de zu melden. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren. Mehr beim ▶▶ https://www.nabu.de/

16.02.2017

Die ersten Veranstaltungsprogramme sind fertig
Die Naturschutzverbände im Kreis basteln fleißig an ihren Veranstaltungsprogrammen und sobald wir von der Veröffentlichung Kenntnis erhalten, werden wir sie hier verlinken. Die meisten sind zwar noch in der Endredaktion, doch einzelne sind schon im Internet zugänglich:
▶▶ AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis
▶▶ Bund Naturschutz Alb-Neckar, Albstadt (BNAN)
▶▶ BUND Zollernalb
▶▶ IGNUK
▶▶ NABU Zollernalb (bis einschließlich März)
▶▶ Sonnenenergie Zollernalb

Vorträge der Naturschutztage 2017 jetzt im Internet abrufbar
Wer an den Naturschutztagen am Bodensee teilgenommen hat möchte sich vielleicht die Folien des ein oder anderen Vortrags nochmal genauer ansehen. Aber auch wer nicht teilnehmen konnte wird in der Fülle der Themen sicherlich Interessantes finden (Windkraft und Artenschutz, Vogelschlag an Glasflächen, Verantwortungsarten, Arktis, Regenwälder, Nachhaltige Wirtschaft…). Wie in den Vorjahren haben einige Vortragende ihre Präsentationen oder ihr Vortragsskript zur Verfügung gestellt.
Zu den Dateien, die jetzt zum Download stehen, gelangen Sie, indem Sie ▶▶ hier klicken.

Insektensterben: Offener Brief an MP Kretschmann, Minister Untersteller und Hauk
Kurz vor Weihnachten wurde vom Freiburger Entomologischen Arbeitskreis ein offener Brief zum Thema Insektensterben an Ministerpräsident Kretschmann und die Minister Untersteller und Hauk verschickt.
Dieser Brief wird von vielen Naturschutzorganisationen und auch der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis unterstützt. In der ▶▶ Badischen Zeitung ist ein lesenswerter Artikel dazu erschienen und der BUND Südlicher Oberrhein hat das Ganze gut aufbereitet:
▶▶ http://www.bund-rvso.de/insektensterben-offener-brief.html

Vogel entpuppt sich als Frosch
Meldung von der ▶▶ Naturgucker-Facebook-Seite: "Dass sich Kaulquappen in Frösche verwandeln, haben wir (hoffentlich) bereits in der Schule gelernt. In Indien hat sich kürzlich aber ein Vogel in einen Frosch verwandelt – irgendwie zumindest. An der Westküste des Subkontinents kann man viele Tierstimmen hören und eine davon hatte man bislang einem dort lebenden Eisvogel, dem Braunliest (Halcyon smyrnensis), zugeschrieben. Doch dann sah der einheimische Förster C. R. Naik bei einer seiner Erkundungsrunden einen Frosch, der diese Rufe von sich gab. Zum Glück war er geistesgegenwärtig und fertigte mit seinem Handy eine Tonaufnahme an."
Mehr dazu unter ▶▶ http://www.birdlife.org/asia/news/frog-mistaken-for-bird (Englisch).

Petition "Rettet die Schwarzstörche im Eiterbachtal!"
Ein furchtbarer Neujahrsbeginn für die letzten Schwarzstörche im Odenwald! Wie wenig inzwischen der Schutz streng geschützter Tierarten bei der Genehmigung von Windkraftanlagen in Hessen zählt, wurde am letzten Werktag des Jahres 2016 deutlich: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat am 30.12.2016 den Bau von Windkraftanlagen inmitten eines der entlegensten Waldgebiete des Naturparks Odenwald genehmigt - obwohl im Projektgebiet Schwarzstörche brüten und leben.
Natürlich sind vom Bau der Windkraftanlagen nicht nur Schwarzstörche betroffen: Während die Gutachter der Darmstädter Entega im Projektgebiet kaum eine relevante Tierart zu finden vermochten legte der NABU eine Liste vor die sich wie das "Who is Who" der bedrohten Arten: Uhu, Mopsfledermaus, Wespenbussard, Habicht, Rotmilan, Schwarzmilan u.v.m. sind von dem Vorhaben bedroht. Vor der Genehmigung wurden dem Regierungspräsidium Darmstadt über 50 betroffene Horste von gefährdeten Arten gemeldet.
Weitere Details zur Petition finden Sie ▶▶ hier.

Johannes Enssle im Gespräch über den Vogel des Jahres
Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017. NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle spricht im Interview darüber, warum der Waldkauz wichtig für die Natur ist, seine eigenen Erlebnisse mit dem Tier und was jeder Einzelne für seinen Schutz tun kann. ▶▶ Mehr

Wildtiere im Zirkus verbieten
Über Change.org erreicht uns die folgende Petition von Holger Friedrich: "Strahlende Kinderaugen - mit genau dieser Argumentation versuchen Zirkusbetriebe Erwachsene emotional zu erreichen. Und tatsächlich ist es so, dass Kinder die Auftritte von Wildtieren meist mit großer Spannung verfolgen. Das Leben der Tiere hinter den Kulissen, die Dressurmethoden, meist winzige Gehege/ Käfige und die nie enden wollenden Transporte von einem Veranstaltungsort zum anderen, entzieht sich ihrer Kenntnis. Zirkus JA, Wildtiere NEIN. Auch Clowns und Akrobaten lassen Kinderaugen strahlen."
Aus diesem Grund ist nun ein Wildtierverbot in der Diskussion. Gegen ein drohendes Wildtierverbot im Zirkus regt sich jedoch massiver Widerstand." Weitere Informationen gibt's bei ▶▶ change.org.

Sat1 Sendung "Norberts Zoo" stoppen!
Eine weitere Petition, diesmal von Ruth Stolzewski, erreicht uns: "Am 01.02. startete Sat1 eine vierteilige Dokusoap mit dem Titel "Norberts Zoo" über die "größte Zoohandlung der Welt" Zoo Zajac in Duisburg. "Zoo Zajac" steht schon seit Jahren in der Kritik von Tierfreunden. In dieser Zoohandlung werden nicht nur exotische Tiere mit hohen Ansprüchen an ihre Haltung - wie z.B. Faultiere und Affen - verkauft, sondern auch Hundewelpen. Tiere sind keine Ware! Exotische Tiere haben in deutschen Wohnzimmern nichts verloren!"
Aus diesem Grund soll nun erreicht werden, dass die Sendung abgesetzt wird. Weitere Informationen erhalten Sie bei ▶▶ change.org.

Sie kämpfen für uns alle! Bitte unterschreibt: Holzfäller raus aus dem Wald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Im Norden Malaysias lebt das friedfertige Volk der Temiar im Einklang mit der Natur. Doch jetzt ist ein Kampf ums Land entbrannt. Holzfäller dringen immer tiefer in den Wald vor. Sie ignorieren, dass die Temiar dort seit vielen Generationen siedeln. Die Temiar wehren sich jetzt und bewachen ihr Land. Dazu haben sie mehrere Barrikaden errichtet. Sie haben Schlagbäume aufgestellt, Hütten gebaut, Plakate aufgehängt. Hunderte Männer, Frauen und Kinder protestieren gemeinsam und lassen nur Einheimische passieren." Weitere Infos und eine Petition finden Sie ▶▶ hier.

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat gestartet
Nehle Hoffer vom BUND schreibt: "Glyphosat ist der Hauptwirkstoff im Monsanto-Produkt "Roundup". Es wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und ist laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Es ist einer der Hauptverursacher des Artensterbens in unserer Agrarlandschaft, nimmt Wildbienen, Insekten und Vögeln die Nahrungsrundlage.
Doch die Chemieindustrie, allen voran Monsanto, lobbyiert massiv und setzt alles daran, Glyphosat auf dem Markt zu behalten. Spätestens Ende 2017 steht dieses Thema wieder auf der Tagesordnung in Berlin und Brüssel. Im vergangenen Jahr konnten wir durch unseren Protest die geplante Wiederzulassung für weitere 15 Jahre vorerst verhindern.
Für die EBI gegen Glyphosat wollen wir mindestens eine Million Unterschriften sammeln. Wir haben uns dafür mit mehr als 20 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus Europa zusammengeschlossen und fordern: Stoppt Glyphosat!"
Hier geht's weiter: ▶▶ http://newsletter.bund.net/

Landwirtschaft der Zukunft
Die Landwirtschaft in Deutschland ernährt uns alle. Doch die heutige Art, die Äcker zu bestellen und Tiere zu halten, hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt. Wie kann es anders gehen? Mit einer Landwirtschaft der Zukunft! Das Umweltbundesamt hat zu diesem Thema einen sehenswerten Kurzfilm veröffentlicht.
▶▶ https://www.facebook.com/umweltbundesamt.de/videos/1551086394904894/

Die BayernLB hilft Trump - stoppen wir das!
Campact schreibt: "US-Präsident Trump macht Schluss mit dem Klimaschutz und hebt den Baustopp für eine riesige Öl-Pipeline auf, die Barack Obama nach massiven Protesten der Umweltbewegung gerade erst gestoppt hatte. Doch wir können ihn ausbremsen: Die Bayerische Landesbank gehört zu den größten Finanziers des Projekts. Sie muss jetzt den Geldhahn abdrehen! Unterzeichnen Sie unseren Appell!"
Hier geht's weiter: ▶▶ https://www.campact.de/

09.02.2017

Zwergschwäne offenbar mit mäßigem Bruterfolg 2016
Die Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan am ersten Dezember-Wochenende ergab unter 2.998 nach Alter differenzierten Individuen einen Jungvogelanteil von 10,5 % in Deutschland. Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser in Nordwesteuropa unter 10 % lag und damit eher gering ausfiel. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den weiter westlich gelegenen Ländern. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_02_01_zwergschwaumlne_of

Tier des Jahres 2017: die Haselmaus
Sie ist klein. Ausgesprochen klein. Und lebt am Rand der Gesellschaft – genauer: am Waldrand. Schon ihr Name ist eine reine Angabe. Tier des Jahres ist sie trotzdem geworden, die Haselmaus.
▶▶ https://idw-online.de/de/news665417

Gottesanbeterin ist "Insekt des Jahres"
Seit 1999 küren Forscher das "Insekt des Jahres". Diesmal fiel die Wahl auf die Gottesanbeterin – eine Gewinnerin des Klimawandels. Sie wird in der Artenschutzverordnung als 'besonders geschützte Art' geführt und wird in der 'Roten Liste der Geradflügler Deutschlands' in die Gruppe 3 ('gefährdet') eingruppiert. Mehr Infos unter ▶▶ http://www.insektenbox.de/sonsti/gemgot.htm

Schmetterling des Jahres 2017: Goldene Acht
Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen haben die "Goldene Acht" (Colias hyale) zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt, um auf den Rückgang des Falters aufmerksam zu machen. Seine Raupen ernähren sich von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen oder Weiden. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft schwindet der Lebensraum der Goldenen Acht zusehends.
▶▶ http://www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de/

Reptil des Jahres 2017: Die Blindschleiche
Die beinlosen Echsen, die trotz Namen und Aussehen weder blind noch Schlangen sind, zählen zu den häufigsten Kriechtieren unserer Heimat und sind in weiten Teilen Mitteleuropas fast flächendeckend verbreitet. Die verbliebenen Lebensräume unserer Kulturlandschaft besiedelt die Blindschleiche in relativ gesunden Beständen – so scheint es zumindest, denn unter allen einheimischen Reptilien ist sie tatsächlich die Art, deren Biologie am wenigsten erforscht ist.
▶▶ http://www.feldherpetologie.de/lurch-reptil-des-jahres/

Alte Wälder nehmen bei Klimaschwankungen stabiler Kohlendioxid auf
Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO₂) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO₂ umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO₂ aufzunehmen. Die Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news667054

Pflanzen riechen anders, wenn sie von exotischen Tieren gefressen werden
Wenn sie von Insekten befallen sind, verströmen viele Pflanzen Gerüche um die Feinde der Pflanzenfresser anzulocken. Eine neue Studie, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift New Phytologist veröffentlicht wurde, enthüllt, dass sich die Zusammensetzung dieser Gerüche je nach Art des Pflanzenfressers ändert. Zur Überraschung der beteiligten Forscher können einheimische Pflanzen sogar erkennen, wenn nicht-einheimische Insekten sich an ihnen gütlich tun. In diesem Fall sondern sie eine ganz spezifische Duftnote ab. ▶▶ http://idw-online.de/de/news667226

02.02.2017

Bayerns Ortolane sollen nicht auf Tellern landen!
Der LBV begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, Frankreich wegen der unzureichenden Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien zu verklagen. Seit vielen Jahren tolerieren die Behörden dort den illegalen Fang des Ortolans.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=952

Jahresvogel: Waldkauz heult schon im Januar
Noch ist es still im Winterwald. Ab und zu perlt ein Rotkehlchen oder ein Zaunkönig singt. Nur nachts wird es richtig laut: Die Balz der Waldkäuze ist jetzt im vollen Gange!
▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=60

Flächenverbrauch: Eindämmen statt anheizen
NABU und BUND in Baden-Württemberg appellieren an die Landesregierung, den Flächenverbrauch bis 2020 auf maximal drei Hektar pro Tag einzudämmen. Ziel müsse sein, bis 2025 die Netto-Null zu erreichen. Aktuellen Bestrebungen, im Baurecht naturschutzrechtliche Auflagen zu schwächen, um Freiflächen schneller bebauen zu können, erteilten sie im Rahmen einer Pressekonferenz bei den "Naturschutztagen am Bodensee" in Radolfzell eine klare Absage. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/21788.html

Im Blickpunkt: Schutz des Landschaftsbildes (aus dem aktuellen LNV-Infobrief)
Luxus oder Notwendigkeit? In Planungsverfahren müssen vielerlei Belange berücksichtigt, dutzende Interessensträger angehört werden. Es gibt „harte“ Ausschluss- und „weiche“ Abwägungs-Kriterien, die Machbarkeit und Ort eines Projektes bestimmen können. Naturschutzbelange waren lange Zeit überwiegend weiche Kriterien. Das hat sich erst durch die EU-Naturschutzrichtlinien geändert: nach EU-Recht geschützte Arten und Lebensräume werden heute sehr ernst genommen. Auf der Stecke bleibt häufig der Belang des "Landschaftsbildes". Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-dezember-2016/

Grüne Dächer binden Feinstaub, produzieren Frischluft und sind schön anzusehen
Eignet sich das eigene Haus für eine Dachbegrünung? Was bringt es für das städtische Klima? Das erste intelligente Gründachkataster Deutschlands betrachtet nicht nur die allgemeine Eignung eines Dachs für die Bepflanzung, sondern macht auch Angaben zur Feinstaubabsorption, CO2-Bindung und Frischluftproduktion. Es gibt zudem Pflanzempfehlungen für den jeweiligen Standort in Abhängigkeit von Dachneigung, Besonnung und Substrathöhe. Auch Vorlieben zu den Pflanzen wie die Farbe können berücksichtigt werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666646

Kann das "Greening" grüner werden?
"Greening" nennt sich ein Instrument, mit dem die EU den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftler des UFZ, der Universität Göttingen und weiterer Forschungsinstitute haben nun untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Sie kommen dabei zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt, für die Landwirte sind sie zum Teil schlecht umsetzbar und die Steuerzahler kosten sie trotzdem viel Geld. Es gibt aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666133

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
Rote Listen von Tier- und Pflanzenarten haben sich im Naturschutz sehr bewährt. Wie es um die Gefährdung ganzer Lebensräume durch den Menschen bestellt ist, stand bislang jedoch viel weniger im Fokus der Wissenschaft. Ein internationales ForscherInnenteam unter Beteiligung von Franz Essl und David Paternoster vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien veröffentlicht nun erstmals eine Europäische Rote Liste, in der die Gefährdungs­situation von 490 Lebensräumen in 35 Ländern Europas bewertet wurde. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Mehr als ein Drittel aller Lebensräume in Europa sind gefährdet.
▶▶ http://idw-online.de/de/news666365

Beleuchten – aber richtig: Forscher veröffentlichen Empfehlungen für die Außenbeleuchtung
Lichterketten, Straßenlaternen und Werbedisplays: Gerade im Dezember erhellen wir die dunkle Jahreszeit mit Außenbeleuchtung. Dass diese uns nicht nur in eine weihnachtliche Stimmung versetzt, sondern auch negative Folgen für Mensch und Natur haben kann, ist bereits länger bekannt. Ein internationales Forscherteam, das vier Jahre lang im Rahmen des europäischen "Verlust der Nacht"-Netzwerks zusammengearbeitet hat, hat nun praktische Leitlinien für die Außenbeleuchtung veröffentlicht. Sie sollen dazu beitragen, Licht in unseren Städten künftig nachhaltiger einzusetzen – zum Wohle von Mensch und Umwelt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665320

26.01.2017

Landratsamt schützt letztes Vorkommen der Augenwurz auf dem Lochen
Dieser Tage wurde wieder über die aus Naturschutzgründen verordnete Teil-Sperrung des Aussichtspunkts am Lochenfelsen berichtet. Für nähere Informationen weisen wir auf die Veröffentlichungen in der örtlichen Presse hin:
▶▶ Hohenzollerische Zeitung
▶▶ Schwarzwälder Bote

Aus dem NABU-Vogelschutzzentrum: Schlechte Zeiten für Greifvögel
Greifvögel haben es schwer – nicht zuletzt, weil wir Menschen es den imposanten Flugkünstlern schwer machen. Das bestätigen jetzt aktuelle Zahlen aus dem NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen.
Auch 2016 waren wieder Mäusebussarde, Sperber und Rotmilane unter den gefiederten Patienten, die Daniel Schmidt-Rothmund und sein Team aufgenommen haben. Insgesamt wurden 2016 rund 170 Greifvögel und Falken eingeliefert.
Darunter waren 28, die verletzt an Straßenrändern gefunden wurden, also sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Autos kollidiert waren. Zwei sind vermutlich von Zügen erfasst worden, einer sogar von einem Segelflugzeug. Fünf Greifvogelpatienten sind sicher oder höchstwahrscheinlich gegen Glasflächen geflogen, weitere sind gegen Stromleitungen geprallt oder haben sich in Maschendrahtzäunen verfangen. Ein Mäusebussard wurde durch einen gezielten Schuss tödlich verletzt. Weitere Infos unter ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21713.html

Billionen Insekten migrieren jährlich über unseren Köpfen
Eine gewaltige Zahl diverser Insekten verlagert offenbar saisonbedingt ihren Lebensmittelpunkt von Nord nach Süd und umgekehrt. Das zeigen Radarmessungen über ein Jahrzehnt. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.spektrum.de/

Acht europäische Länder im Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer
In acht europäischen Ländern wurde der für viele Laubbäume gefährliche Asiatische Laubholzbockkäfer bisher nachgewiesen. Erstmals in Europa gelang es nun in der Stadt Winterthur (Schweiz), einen so großen Käferbefall bereits nach vier Jahren zu tilgen, andernorts dauerte dies bisher mehr als zehn Jahre. Das Erfolgsrezept: konsequente Käferbekämpfung, gut koordinierte Kontrollmaßnahmen und aktive Information an die Bevölkerung, wie eine ALB-Spezialistin der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in der Fachzeitschrift 'Wald und Holz' schreibt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665923

Speed Dating: Graubruststrandläufer balzen auf tausenden von Kilometern
Nach einer Reise um den halben Globus aus den Überwinterungsgebieten fliegen männliche Graubruststrandläufer oft noch viele tausend Kilometer weiter durch das Brutgebiet in der Arktis. Bart Kempenaers und Mihai Valcu vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zufolge besuchen sie innerhalb von vier Wochen bis zu 24 Nistplatzorte, um dort vermutlich Weibchen zu umwerben und ihre Chancen zu erhöhen, sich fortzupflanzen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665944

Schreiadlerhorst gerettet: NABU-Stiftung kauft Wald bei Templin
In den weiten und dünn besiedelten Landschaften Nordostdeutschlands gibt es sie noch - die kleinen scheuen und vom Aussterben bedrohten Schreiadler. Denn hier finden sie geeignete Nahrungsgebiete und Brutplätze, wo sie vom Menschen ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Im November konnte die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe einen der letzten 22 Schreiadlerhorste Brandenburgs sichern, indem sie ein 1,86 Hektar großes Waldstück bei Templin erwarb. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://naturerbe.nabu.de/news/2016/3/21684.html

Bildschirmhintergründe - kostenlos zum Download
Aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbandes: "Verschönern Sie sich die Arbeit am Computer mit faszinierenden Vogelbildern und richten Sie sich Ihr Hintergrundbild neu ein. Es gibt sieben Wintervogelmotive in verschiedensten Auflösungen zur Auswahl. Viel Freude mit den schönen Motiven!" ▶▶ mehr

"Für 3.500 Dollar pro Hektar inklusive Rodung hätten wir Wald kaufen können"
Bisher wurde in der globalen Klimadiskussion hauptsächlich auf die Abholzung von tropischen Feuchtwäldern geschaut. Dass die Vernichtung von tropischen Trockenwäldern ebenso klimawirksam ist, ist bisher nur wenig bekannt. Am Beispiel des südamerikanischen Gran Chaco zeigt Matthias Baumann, Post Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wie die Abholzung des Waldes und der Ersatz durch Weide- und Sojaflächen die CO2-Emmissionen beeinflussen. Seine Studie "Carbon Emissions from Agricultural Expansion and Intensification in the Chaco" (2016) wurde im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. Im Interview mit der HU-Pressestelle erläutert Matthias Baumann die Ergebnisse.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665957

22.12.2016

Stellungnahme zu Bebauungsplan Längefeld-Nord II, Straßberg
"Nach dem gesunden Menschenverstand zu urteilen, trifft der Eingriff einen bereits vorbelasteten und beunruhigten Bereich durch landwirtschaftliche, gewerbliche und Erholungsnutzung hauptsächlich durch Hundebesitzer. Die wenigen vorhandenen Heckenstrukturen werden kaum berührt und verlieren ihre ohnehin spärliche naturschutzfachliche Funktion."
Die Naturschutzverbände waren aufgerufen, zur Planung Längefeld-Nord II des Zweckverband IIG Interkommunales Gewerbegebiet Vogelherd/ Längefeld Stellung zu beziehen. Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Ablehnung von Windenergieanlagen auf dem Hohfleck
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband berichtet: "Ein schwerer Schlag auf regionaler Ebene für die Energiewende war die Ablehnung der Windenergieanlagen (WEA)auf dem Hohfleck. Das Landratsamt Reutlingen hat sie aus Denkmalschutzgründen abgelehnt, da das Schloss Lichtenstein in seiner historischen Konzeption von den circa 3 km entfernten WEA beeinträchtigt werden würde – ob hier der Druck der Bürgerinitiative auch die Entscheidung beeinflusst hat, bleibt Vermutung. Möglicherweise hätte mehr Bürgerbeteiligung vom Betreiber Sowitec zu mehr Akzeptanz der Anlagen geführt. Die Firma will die Entscheidung anfechten und lässt sich dabei auf die Argumentation der Denkmalbehörde ein: Der denkmalschützerische Wert liege in der eindrucksvollen Sichtbeziehung vom Tal auf die Burg. Dieser würde durch WEA nicht beeinträchtigt." Weitere Infos zu diesem Thema gibt es auf
▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/windkraftanlagen-auf-dem-hohfleck/

Schlacke-Skandal bei der Deponie "Saurer Spitz II" in Reutlingen
Und noch eine weitere Information von Barbara Lupp: "Nachdem auf dem neuen städtischen Deponiegelände illegal 25.000 Tonnen Elektroofenschlacke ausgebracht wurde, ging es in den letzten Wochen darum, ob und wie das Malheur möglichst kostengünstig behoben werden könnte. Zwar war der Betriebsausschuss des Technischen Betriebsrates Reutlingen - auch Dank kritischer Anfrage des BUND an die im Ausschuss tätigen Gemeinderatsmitglieder - fraktionsübergreifend für den Abtransport der Schlacke. Dennoch prüft die Stadt weiterhin die Option, ob die Schlacke nicht auch als vor Wasser geschützte Trag- und Ausgleichsschicht vor Ort "entsorgt" werden kann."
Weitere Infos unter ▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/saurer-spitz-erddeponie/

Balinger Stadtkirche als "Leuchtturm"?
Im Luther-Jubiläumsjahr 2017 sollte es etwas Besonderes sein: Seit dem 3. Advent kann man an der Balinger Stadtkirche ein Lichtspiel der besonderen Art bewundern: Farbige LEDs beleuchten die Turmstube und Lauflichter in unterschiedlichen Farben umrunden den Turm alle 15 Minuten bis zu vier Mal. ▶▶ Artikel in der Online-Ausgabe des SchwaBo
Schon aufgrund der Vorab-Mitteilungen in der Presse wurde aus der Bevölkerung die Sorge an uns herangetragen, dass hierdurch wohl ein immenser Einfluss auf die dort brütenden Vögel (u.a. die größte Kolonie der im Bestand gefährdeten Dohlen im Zollernalbkreis) ausgeübt werde und im kommenden Jahr vielleicht auch deren Bruterfolg gefährdet sein könne.
Der Einfluss von Beleuchtungsanlagen auf vielerlei Lebewesen ist hinreichend bekannt - schon mehrfach haben wir über diese Problematik berichtet. Auch die allenthalben beklagte "Lichtverschmutzung" soll in diesem Zusammenhang genannt werden. Aus diesem Grund sind wir gespannt zu erfahren, wie sich diese "Jubiläumsgabe" im Detail darstellt und ob z.B. deren Auswirkungen vor der Entscheidung sorgfältig untersucht wurden. Wir werden weiter berichten.

Ski- und Bikepark Burladingen
Die Natur- und Umweltschutzverbände hatten die Planunterlagen im Zusammenhang mit dem Ski- und Bikepark Burladingen erhalten und am 13.12. wurde hierzu ausführlich Stellung bezogen. Zusammenfassend konnte festgehalten werden:
"Aus Sicht der Natur- und Umweltschutzverbände ist das Vorhaben im Gesamt¬zusammenhang nicht ausreichend begründet und die zu erwartenden Eingriffe durch das Vorhaben stehen damit u.E. nicht im Einklang mit der Regionalplanung. Solange nach wie vor der Eindruck nicht entkräftet werden kann, es solle gewissermaßen vor allem aus Rücksicht auf die wirtschaftlichen Interessen des privaten Skilift- und "Lifthäusle"-Betreibers eine ganz erhebliche Intensivierung und Vergrößerung des bisherigen Betriebs entgegen den (auf der Grundlage regionalplanerischer Untersuchungen erfolgten) Festsetzungen eines "besonderen Freiraumschutzes" für dieses Gebiet ein Einzelvorhaben durchgesetzt werden, wird eine Zustimmung der Verbände nicht zu erreichen sein. Erst nach Durchführung der aus unserer Sicht erforderlichen Verfahren beim Regionalverband und der Vorlage einer Gesamtschau der Eingriffe und Auswirkungen mit den zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen können diese Bedenken ggf. zerstreut werden."
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Übrigens: Wenn Sie die seitherige Geschichte um den Ski- und Bikepark lesen wollen, werden Sie hier fündig: Ein "Lehrstück" in Sachen Salamitaktik

Schule wird nachhaltig - Faltblatt zu außerschulischem Lernen
Im Rahmen des LNV-Projektes "Schule wird nachhaltig" wurde ein Faltblatt mit dem Titel "Außerschulisches Lernen in der Praxis – wie funktioniert das?" erarbeitet. Es soll Schulen Tipps geben wie außerschulische Lernorte in den Unterricht integriert werden können. Das Faltblatt sollte über die Schulverwaltung an die Schulen weitergegeben werden. Den LNV würde interessieren, ob es überall angekommen ist und würde sich über eine Rückmeldung per Mail freuen: Betreff "Außerschulisches Lernen" an info@lnv-bw.de. Das Merkblatt gibt's auch zum ▶▶ Download.

NABU Baden-Württemberg: "Natur nah dran" bei der Umsetzung
In den "Natur nah dran"-Kommunen 2016 wurden die Umgestaltungsmaßnahmen inzwischen zum größten Teil umgesetzt. Für die Projektkommunen fanden im Oktober Workshops in Hemsbach und Ludwigsburg statt. Dabei konnten die städtischen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Aktive praktische Erfahrung mit Wildpflanzen und der Anlage naturnaher Flächen sammeln und dies anschließend in ihrer Stadt oder Gemeinde umsetzen. Video-Impressionen auf der Website des NABU-BW verschaffen einen Eindruck davon. ▶▶ Video

NABU kritisiert vorgezogene Rodungen - Landkreis missachtet Naturschutzrecht
Der NABU Baden-Württemberg kritisiert den Landkreis Calw scharf für sein Vorgehen bei der Hermann-Hesse-Bahn. "Der Landkreis hat mit der Motorsäge unverfroren Fakten geschaffen und bereits jetzt der Natur beträchtlichen Schaden zugefügt. Es ist absolut inakzeptabel, dass der Landkreis vorprescht, obwohl der Planfeststellungsbeschluss nicht rechtskräftig ist und obwohl das Verwaltungsgericht Karlsruhe mitgeteilt hat, dass die Rodungen zu unterlassen sind. Damit zeigt der Vorhabenträger einmal mehr, dass er mit dem Kopf durch die Wand will, anstatt gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen", sagt Johannes Enssle, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/umwelt-und-leben/verkehr/21150.html

Zugvögel und Windenergie: Weltweit erste kombinierte Studie zu Schlagopfern und Vogelzugintensität
Kollisionen von Vögeln mit Windenergieanlagen (WEA) gehören zu den größten Kritikpunkten bezüglich der Nutzung von Windenergie. Um die Auswirkungen von WEA auf Zugvögel zu beurteilen, müssen sowohl die Anzahl der insgesamt an einer WEA vorbeiziehenden Vögel als auch die Anzahl der dabei verunglückenden Vögel (Schlagopfer) bekannt sein. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat im Auftrag des Bundesamts für Energie die international erste Studie erstellt, die diese Fragestellung beantwortet. Dazu wurde in einem Untersuchungsgebiet in der Nordwest-Schweiz parallel zur systematischen Suche nach Schlagopfern auch die Intensität des Vogelzugs mittels eines kalibrierten Radargeräts gemessen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_12_20_zugvoumlgel_und_wi

EU-Naturschutzrichtlinien werden beibehalten
Riesige Erleichterung beim NABU Baden-Württemberg: Die EU-Kommission hat heute entschieden, die beiden EU-Naturschutzrichtlinien beizubehalten. "Die EU-Naturschutzrichtlinien sind das Rückgrat des europäischen Naturschutzschutzes und der wichtigste Stützpfeiler des Naturschutzes in Baden-Württemberg. Es ist absolut richtig, dass die Kommission diesen Pfeiler nun verstärkt, anstatt ihn einzureißen", sagt Johannes Enssle, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21638.html

Windenergie-Forschung auf der Schwäbischen Alb
Der Ausbau der Windenergie als erneuerbare, klimafreundliche Energiequelle schreitet rund um den Globus voran. Zunehmend werden auch bergige Gebiete erschlossen, in denen es aufgrund der Geländestruktur zu unregelmäßigen Windströmungen und Luftverwirbelungen kommt. Wie man auch an solchen Standorten Windkraftanlagen optimal betreiben kann, untersuchen nun sechs Partner des süddeutschen Windenergie-Forschungsclusters WindForS. Dazu wollen die Partner ein Forschungs-Testfeld mit zwei Anlagen und vier meteorologischen Messmasten auf der Schwäbischen Alb errichten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news665457

Die Bäume weinen! Holzfäller sofort stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: „Rot gefärbt - als würden sie bluten - liegen die Stämme gefällter Palisanderbäume am Straßenrand. "Die Holzfäller arbeiten in atemberaubendem Tempo", sagt die Ökologin Hazel Chapman: "Wenn wir nicht schnell handeln, sind die Wälder verloren."
In Nigerias Bundesstaat Taraba schlagen Holzfäller Palisander, um die Stämme nach China zu verkaufen. Es herrscht eine Stimmung wie während eines Goldrauschs.
Nigerianische Umweltschützer sehen in einem sofortigen Export-Verbot für Palisander die einzige Chance für den Wald. Bitte unterstützen Sie ihre Forderung an Umweltministerin Amina J. Mohammed mit Ihrer Unterschrift. ▶▶ Zur Petition

Artenschutz durch Habitatmanagement – Der Mythos von der unberührten Natur
Die engagierte Brandrede von Professor Werner Kunz auf dem Westdeutschen Entomologentag im November 2016 ist vielen Mitgliedern noch in bester Erinnerung: Die Erhaltung einer störungsfreien, unberührten Natur ist in Mitteleuropa in vielen Fällen nicht dazu geeignet, gefährdete oder aussterbende Arten zu retten. Offenländer sind die Biotope, an denen es heute mangelt. Wälder haben wir genug!
▶▶ Mehr

Europäische Kommission will Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien kippen
Die EU-Kommission will den Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien für Deutschland und alle EU-Vorreiterländer aufheben, sobald diese mehr als 15% der jährlich erzeugten elektrischen Energie aus Erneuerbaren Quellen gewinnen. Das bedeutet, dass in Deutschland (mit 20% Solar- und Windstrom) in Zukunft Solar- und Windstrom nicht nur aus technischen, sondern auch aus finanziellen Gründen abgeregelt werden darf, um Strom aus klimabelastender Braunkohle- oder Kernkraftwerken zu Dumpingpreisen im Netz zu verteilen. Bei ▶▶ https://ec.europa.eu/ können Europas Bürger den Originaltext lesen. Mit einem Wortschwall wird hier überdeckt, dass es sich faktisch um ein Zurückdrängen der Erneuerbaren Energien handelt. Die Kommission erwartet, dass das EU-Parlament zustimmt.
Der Solarenergie-Förderverein erklärt zu diesem Vorhaben: "Der Strommarkt ist ein preisgesteuertes Verteilsystem. Wenn dieses Verteilsystem ökologische Funktionen übernehmen soll, müssen auch die ökologischen Kosten, d.h. die volkswirtschaftlichen "externen Kosten" berücksichtigt werden. Dazu ist es notwendig, die externen Kosten durch eine Internalisierungssteuer (CO2- und Brennelemente-Steuer) einzupreisen. Das ist bisher nicht geschehen. Solange die externen Kosten nicht eingepreist worden sind, stellt der Kommissionsvorschlag eine Verletzung des Pariser Klimaabkommens dar, weil seine Befolgung dem Klimawandel Vorschub leistet."

22.12.2016

BUNDJugend: "Der Umwelt eine Stimme geben!"
Kürzlich hat sich die Jugend des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND)-Kreisverbandes Zollernalb in Balingen getroffen. In einer offenen Diskussion haben sich die Mitglieder mit der Frage, inwiefern Umwelt- und Naturschutz heute noch relevant ist, beschäftigt. Lesen Sie mehr auf der
▶▶ Facebook-Seite der BUNDJugend.

Plettenberg und kein Ende? Landratsamt setzt das Verfahren aus
Es geht um den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg: Die Änderung der Grenzen des Landschafts­schutzgebiets Großer Heuberg liegt vorläufig auf Eis. Das Landratsamt wird das vom Regional­verband Neckar-Alb eingeleitete Verfahren zur Änderung des Landschaftsschutzgebiets "Großer Heuberg" bis zu einer Entscheidung über die Grenze des künftigen Gesteinsabbaus durch die Gemeinde Dotternhausen vorläufig aussetzen. Diese Entscheidung gab die Kreisbehörde bekannt. ▶▶ Artikel im http://www.zak.de/

Hierzu der Kommentar:
Die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis haben schon lange deutlich Stellung bezogen und sind der Auffassung, der Abbau gehöre beendet und der Plettenberg in seiner Gänze unter Naturschutz gestellt. Ob das eine realistische Forderung ist, bleibt dahingestellt. Ebenfalls unbeantwortet bleibt seither die Frage, ob Holcim tatsächlich, wie verschiedentlich behauptet, schon längst weit über die bestehenden Genehmigungen hinaus Gestein abgebaut hat. Klar erscheint jedoch, dass Holcim ohne Ausweitung des Steinbruchs den Standort etwa 2030 dicht machen würde - mit Abbau­erweiterung erst im Jahr 2055. Ist es wirklich sehr ketzerisch zu fragen, ob wegen dieser wenigen Jahre Unterschied tatsächlich der Rest der Plettenberg-Hochfläche unwiederbringlich geopfert werden muss?

Ortolan-Fang: EU-Kommission verklagt Frankreich vor dem EuGH
Die Europäische Kommission verklagt Frankreich vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil es die anhaltenden Verstöße gegen die EU-Rechtsvorschriften über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten nicht unterbindet. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie eingehalten werden, auch in Bezug auf das absichtliche Töten oder Fangen. Die Vogelschutzrichtlinie untersagt Tätigkeiten, durch die Vögel unmittelbar bedroht sind, beispielsweise das absichtliche Töten oder Fangen, die Zerstörung von Nestern und das Entnehmen von Eiern sowie damit zusammenhängende Tätigkeiten, z.B. den Handel mit lebenden oder toten Vögeln, wobei das besondere Augenmerk dem Schutz der Lebensräume von gefährdeten Arten und Zugvogelarten gilt.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_12_13_ortolan-fang:_eu-kom

Rückgang großer fruchtfressender Vögel bedroht Tropenwälder
Eine neue Studie belegt die Bedeutung großer fruchtfressender Vögel für die Verjüngung tropischer Wälder. Pflanzenarten mit großen Samen entwickeln zwar häufiger Keimlinge als Pflanzenarten mit kleinen Samen. Sie sind aber in ihrem Bestand gefährdet, da die Verbreitung großer Samen von großen Vögeln abhängt. Der Rückgang großer fruchtfressender Vögel aufgrund von Bejagung und anderen menschlichen Eingriffen ist daher eine ernste Bedrohung für Tropenwälder, konstatieren Senckenberg-Wissenschaftler in der kürzlich im Fachjournal "Oikos" erschienenen Studie.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664737

Intensivierte Landwirtschaft führt überall zu gleichen Arten
Als hätten wir's nicht schon lange gewusst: Wo Menschen Grünlandflächen intensiver bewirtschaften, nimmt nicht nur die Artenvielfalt ab. Auch die Landschaft wird eintöniger und schließlich bleiben überall die gleichen Arten übrig. Die Folge: Die Natur kann die Bodenbildung für die Nahrungsproduktion oder die Schädlingsbekämpfung nicht mehr erbringen. In einem Verbund von über 300 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen wurde nun erstmals untersucht, welche Konsequenzen intensivere Landnutzung über viele Artengruppen hinweg auf Landschaftsebene hat.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665016

"Dufte" Gene: Fledermausweibchen erschnuppern passenden Partner
Bei der Großen Sackflügelfledermaus herrscht "Damenwahl". Die Weibchen der neotropischen Fledermausart Saccopteryx bilineata suchen sich genau das Männchen als Paarungspartner aus, dessen Eigengeruch auf den größten genetischen Unterschied schließen lässt. Besonders treffsicher sind Weibchen, die über mehr Duftrezeptorvarianten der sogenannten TAAR-Gruppe verfügen. Diese Erkenntnis veröffentlichten die Wissenschaftler aus Ulm, Berlin und Jena kürzlich in der Online-Fachzeitschrift "Scientific Reports" der Nature Publishing Group.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665004

250.000 Stunden im Einsatz für die Natur - NABU-Landeschef dankt Aktiven
Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts (5.12.) hebt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle die tragende Rolle der ehrenamtlich Aktiven für den Natur- und Umweltschutz in Baden-Württemberg hervor. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21606.html

SFV: Solarbrief 4/16 im Internet
Der neue Solarbrief des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) werden Diskussions­beiträge zur Umsetzung der Energiewende von Wolf von Fabeck zusammengestellt. Die Sabotage der Energiewende wird analysiert und nötige Gegenmaßnahmen erläutert. So werden z.B. Grundgesetzänderungen vorgeschlagen, die Einführung der CO2-Steuer und der Brennelemente­steuer gefordert sowie die Speicherförderung und das Divestment erörtert. Auch die Rolle der Biomasse ist Thema des Solarbriefs 4/16. Online kann er bereits unter ▶▶ http://www.sfv.de/solarbr/4_16.htm betrachtet und gelesen werden. Viele der Beiträge sind dort auch als HTML-Fassung verlinkt.

Stoppt das Abschlachten der Flughunde!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Auf Mauritius lässt die Regierung bis Weihnachten 10.000 Flughunde umbringen. Angeblich fressen die Tiere den Obstbauern die Ernte weg. Bereits im vergangenen Jahr hat es eine Massentötung gegeben. Dabei wurden nicht wie angekündigt 20.000 Tiere erlegt, sondern 31.000.
Der Abschuss könnte zum Aussterben der Spezies auf Mauritius führen. Derzeit gelten die Flughunde laut Roter Liste als "gefährdet", bald könnten sie akut "vom Aussterben bedroht" sein. Bitte fordern Sie, die Tötung der Fledertiere sofort zu stoppen." ▶▶ zur Petition

15.12.2016

Mauersegler am Haigerlocher Rathaus
Im Mai berichteten wir vom Pech der Mauersegler am Haigerlocher Rathaus, weil deren Brutstätten im Zug von Sanierungsmaßnahmen verschlossen wurden - zunächst ohne rechtzeitig Ersatz zur Verfügung zu stellen. Jetzt wurden speziell dafür angefertigte Nisthilfen am Rathaus befestigt und wir konnten ein Update veröffentlichen:
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/vogelschutz/haigerloch2016.htm
Auch der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Rätsel-Adventskalender Schmetterlinge 2016
Nachdem auf den Schmetterlingsseiten des Naturschutzbüros schon 2012 ein "Rätsel"-Adventskalender erschienen und 2015 neu aufgelegt worden war, der Bestimmungsübungen zu ein paar einheimischen Nachtfalterarten enthielt, ist nun ein neuer Kalender erschienen, der auf den Seiten der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis veröffentlicht wurde.
In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Bläulingen, Schecken- und Perlmuttfaltern - allesamt Arten, bei denen wenig Geübte immer wieder Bestimmungsschwierigkeiten haben. Wenn der "Falter des Tages" nicht auf Anhieb richtig erkannt wird, gelangt man zu einer Hilfeseite mit weiteren Bestimmungshinweisen und Tipps - und der Möglichkeit, das Rätsel auflösen zu lassen. Aber wie beim echten Adventskalender kann man erst am 1. Dezember beginnen. Dafür gibt's eine "Zugabe" für den 25. Dezember.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/schmetterlinge/advent2016.htm

Die "Klimatische Schuld" der Tagfalter
Die Zusammensetzung dieser Artengemeinschaft ist ein guter Indikator, das Fortschreiten des Klimawandels zu bestimmen. Mehr unter ▶▶ http://www.eskp.de/klimatische-schuld-tagfalter/

Auf der Roten Liste: Regenwürmer und Co
Senckenberg-Wissenschaftler haben maßgeblich an der Erweiterung der "Roten Liste" Deutschlands mitgearbeitet. Erstmals wurden in der bundesweiten Liste Bodenlebewesen, wie Regenwürmer, Hundert- und Doppelfüßer aufgenommen. Um die Grundlage für die Erweiterung zu schaffen, führten die Wissenschaftler eine umfassende Bestandsaufnahme der Bodentiere durch. Die "Rote Liste" dient zur Gefährdungsabschätzung und letztlich zum Erhalt von Tiergruppen – derzeit gelten beispielsweise zwei Regenwurmarten in Deutschland als bestandsgefährdet. Etwa 20 Prozent der Doppelfüßer und drei Arten der Hundertfüßer werden als extrem selten angesehen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664352

Neue Arten in der Nordsee-Kita
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben die Veränderung der Faunenzusammensetzung im Jadebusen von 1972 bis 2014 untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "Estuarine, Coastal and Shelf Science" erschienenen Studie zeigen sie, dass der Klimawandel die Lebensgemeinschaft dort nachhaltig verändert hat. Im Jadebusen, der als Teil des Wattenmeeres als Kinderstube für kommerziell genutzte Fischarten gilt, wandern kälteliebende Arten ab und neue Arten nehmen ihre Plätze ein. Insgesamt hat sich die Artenanzahl in der Meeresbucht erhöht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664530

Bedrohte Artenvielfalt kennt keine politischen Grenzen
Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in einem Kooperationsprojekt gemeinsam fast 80% der mitteleuropäischen Heuschrecken (Orthoptera) genetisch registriert und stellen deren Gencodes in einer frei zugänglichen Online-Bibliothek zur Verfügung. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher Anfang dieser Woche.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664644

Auswirkungen der Landnutzung auf das Klima
Ob ein natürlicher Wald existiert oder ein Reisfeld angelegt wurde, ist für das Klima sehr entscheidend. Mehr unter ▶▶ http://www.eskp.de/klimawandel-aenderung-landnutzung/

"Before the Flood" - ein Film zum Klimawandel von und mit Leonardo di Caprio
(aus dem sfv-Newsletter) Ein großartiger Film mit Symbolik und Emotionen und mit furchtbaren Fakten. Der Film wendet sich an Politiker und Bewohner der USA und fordert sie zum nationalen Engagement gegen weitere Klimagasemissionen auf. Man kann ihn aber - völlig berechtigt - auch auf Deutschlands unrühmliche Rolle beim Ausbremsen der Energiewende anwenden.
▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=dvlMdEtotEk

p>08.12.2016

Landschaftspflegetag von NABU und Landschaftserhaltungsverband
Der NABU-Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald und der Landschaftserhaltungsverband im Kreis Freudenstadt haben zum wiederholten Mal einen Landschaftspflegetag organisiert. Dieses Mal wurden Gehölze an einem Hang reduziert, um artenreichen Halbtrockenrasen im FFH-Gebiet Horber Neckarhänge auszudehnen. Auch der OB von Horb hat mitgeholfen. ▶▶ Mehr

Apfelbäume fürs Hessental
Zwei achte Klassen der Schillerschule Onstmettingen und die NABU–Gruppe Albstadt pflanzten gemeinsam neun Obstbäume auf der Streuobstwiese im Hessental und begründeten eine Kooperation, von der beide Seiten hoffen, dass sie lange anhalten möge.
Der ▶▶ Zollern-Alb-Kurier berichtete.

TV-Tipp: "Lebensraum Kirchturm" im SWR - SWR-Team dreht in Süßen
Schon über 70 NABU-Gruppen im Land unterstützen die Aktion "Lebensraum Kirchturm" und haben insgesamt über 200 Kirchen dafür ausgezeichnet, dass sie Lebensraum für viele seltene Tiere wie Fledermäuse oder Schleiereulen bieten. Im November hat ein Team des SWR-Fernsehens eine der besonders engagierten Gruppen besucht. Der Beitrag über den "NABU Süßen und Umgebung" läuft am 27. Dezember in der Sendung "natürlich". ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2016/21583.html

Lebensader Oberrhein: Positive Zwischenbilanz für NABU-Projekt
Vielfältige Naturschutzmaßnahmen für den Erhalt der Biodiversität: 30 neue Amphibiengewässer, 13 Sandbiotope, Infos für viele Tausend Interessierte und zukunftsfähige Konzepte für 640 Deich-Kilometer. Für das auf sechs Jahre angelegte länderübergreifende Naturschutzprojekt "Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken" zieht der NABU jetzt eine positive Zwischenbilanz. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21522.html

Seidenschwänze bald in Baden-Württemberg zu sehen
Schwärme von Seidenschwänzen ziehen derzeit vom Norden Deutschlands Richtung Süden. Daniel Schmidt-Rothmund, Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums, geht davon aus, dass die Wintergäste bald auch Baden-Württemberg erreichen.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21543.html

NABU fordert Ursachenforschung zur Verbreitung des Vogelgrippevirus
Die derzeitige Ausbreitung des hochpathogenen H5N8-Virus ist nach Einschätzung des NABU nur mit dem Vogelzug und der Ausbreitung durch Wildvögel nicht schlüssig zu erklären.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21530.html

Meisen am Futterhäuschen – Wie bewegen sich die Vögel innerhalb der Städte?
In der Online-Fachzeitschrift Scientific Reports wurden nun die Ergebnisse einer umfangreichen Studie an Blau- und Kohlmeisen im urbanen Bereich veröffentlicht. Mehr als 450 Vögel wurden dafür in den Jahren 2013 und 2014 mit Transpondern individuell markiert. An insgesamt 51 Futterstellen in einer Reihenhaussiedlung, einem Vorort sowie einem Neubaugebiet rund 60 Kilometer nördlich von London wurden deren Besuche dann durch automatische Erfassungsstationen aufgezeichnet. ▶▶ mehr

Über 1000 Pflanzenwespen-Arten genetisch erfasst
Die Zoologische Staatssammlung München (SNSB-ZSM) und das Senckenberg Deutsche Entomologische Institut (SDEI) haben einen großen gemeinsamen wissenschaftlichen Erfolg zu verzeichnen. Die Wissenschaftler entschlüsselten nun den genetischen Code von über 1000 Pflanzenwespen-Arten (Symphyten) und stellen diesen in einer Online-DNA-Bibliothek frei zur Verfügung. Ihre Ergebnisse stellen sie diese Woche in einer Publikation vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news663831

Wie Vogel-Eltern ihre Pflichten aufteilen
Eltern müssen sich für die Betreuung ihres Nachwuchses abstimmen. Bei Watvögeln führt dies zu einer extremen und unerwarteten Vielfalt darin, wie sich Elternpaare um ihr Nest kümmern. Ein internationales Team unter der Leitung von Max-Planck Wissenschaftlern fand heraus, dass sich einige Paare fast stündlich beim Brüten abwechselten, während bei anderen ein Elternteil bis zu 50 Stunden auf dem Nest sitzen blieb. Die Vielfalt dieser Brutrhythmen entsteht laut der Studie weniger durch das Risiko, zu verhungern, sondern vielmehr durch das Risiko, gefressen zu werden. Überraschenderweise folgt der Rhythmus der Nestfürsorge oft nicht dem 24-Stunden-Tag.
▶▶ http://idw-online.de/de/news663741

Ungewöhnlich niedrige Bestandsdichte des Luchs im Wallis
Eine Erhebung der Universität Bern ergab, dass die Bestandsdichte des Luchses im Kanton Wallis in den vergangenen fünf Wintern außergewöhnlich niedrig war – dies sowohl im Vergleich mit anderen Teilen der Schweizer Alpen als auch mit früheren Erhebungen aus den 1980er Jahren im Kanton Wallis. Weitere Untersuchungen sollen nun die Gründe für diesen Befund aufzeigen. Als wahrscheinlichste Ursache vermuten die Forschenden Wilderei.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664134

Johannes Enssle ist neuer NABU-Landesvorsitzender
Johannes Enssle ist neuer Vorsitzender des NABU-Landesverbandes Baden-Württemberg. Der 34-Jährige wurde am heutigen Samstag (19.11.) im Rahmen der NABU-Landesvertreterversammlung in Stuttgart von den Delegierten der NABU-Gruppen gewählt.
▶▶ http://nabu-bw.de/wir-ueber-uns/neues-vom-nabu/21526.html

Natursport und Naturschutz – ein Konfliktfeld
Natur und Landschaft bieten vielfältige Möglichkeiten für die Ausübung von Sport- und Freizeit­aktivitäten abhängig von den naturräumlichen Gegebenheiten und der vorhandenen Infrastruktur. Häufig sind dabei die aus Naturschutzsicht wertvollen Ökosysteme besonders attraktiv. Die damit einhergehenden Belastungen für Tiere und Pflanzen und deren Lebensräumen können zu Konflikten zwischen Naturschutz- und Sportinteressen führen. Das neue LNV-Info Nr. 9 / 2016 stellt eine Handreichung zur Standortfindung innerhalb des LNV dar.
▶▶ http://lnv-bw.de/natursport-und-naturschutz-ein-konfliktfeld/

Wir brauchen die neue Förderpolitik - NABU-Szenario für Reform der EU-Agrarförderung
Der NABU hat ein neues Modell zur EU-Agrarförderung vorgelegt. Diese liefert eine Alternative zur bisherigen "Gießkannenförderung". "Gerade in Baden-Württemberg würden viele landwirtschaftliche Betriebe von einer Umstellung der Agrarförderung profitieren: weg vom Gießkannenprinzip, hin zur Förderung von Leistungen für Natur und Gesellschaft", sagt Jochen Goedecke, Landwirtschafts­referent des NABU Baden-Württemberg, im Hinblick auf das heute vom NABU-Bundesverband in Berlin vorgelegte neue Modell für die EU-Agrarförderung. Bisher würden diese Leistungen nicht adäquat anerkannt. Weiter geht's beim ▶▶ http://nabu-bw.de/

Schwarzbuch zeigt schädliche Folgen des Biomasse-Anbaus
Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch in Deutschland ist der regionale Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2016/11/21546.html

Stromnetzausbau unter der Lupe
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) erstellt für die bundesweite Stromnetz-Planung einen Bericht über die voraussichtlichen Umweltauswirkungen. Der NABU hat sich zusammen mit anderen vom Stromnetzausbau betroffenen Institutionen und Bürgern zum Entwurf des Untersuchungsrahmens zur Strategischen Umweltprüfung (SUP) zu Wort gemeldet.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2016/11/21567.html

01.12.2016

Erschreckend: Krabbentaucher stark durch Mikroplastik belastet
Die Verschmutzung durch Plastikmüll stellt in allen Ozeanen ein großes Problem dar. Durch nur sehr geringe Besiedlung liegt die Arktis weit von den Hauptquellen des Plastiks entfernt. Dennoch konnten auch in arktischen Meeressäugern bereits Plastikteilchen nachgewiesen werden. Im Rahmen einer Studie untersuchten Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern gemeinsam die Häufigkeit und Zusammensetzung von Mikroplastik in den Zooplankton-Gemeinschaften vor Ost-Grönland. Im selben Untersuchungsgebiet wurde gleichzeitig die Plastik-Belastung von dort brütenden Krabbentauchern ausgewertet, die in Tiefen von 0-50 Metern ihre tierische Nahrung suchen. ▶▶ mehr

Kakadus können Werkzeuge aus verschiedenen Materialen basteln
Die Fähigkeit, sich eigene Werkzeuge herzustellen, kommt bei sehr entfernt verwandten Tierarten vor, ist aber insgesamt sehr selten. Häufig ist unklar, ob Werkzeugherstellung aus Erfindungsgeist entsteht oder angeborener Anpassung an eine Umgebung, die dies erfordert. Forschende der Vetmeduni Vienna und der Universität von Oxford zeigten nun, dass auch Kakadus, die in der Natur keine Werkzeuge nutzen, längliche Hilfsmittel zur Futterbeschaffung herstellen können. Sogar aus Material wie Karton können sie eine längliche Form erzielen. Diese Papageienart scheint im Vorhinein abzuwägen, wie sie das Werkzeug einsetzen will, ohne diese Fertigkeit geerbt oder angelernt zu haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news663215

Schmetterling: Überlebenskampf im Hochgebirge
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Schmetterlingsart Erebia nivalis und deren Überlebensstrategie im Hochgebirge untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass sich die kleinen Mohrenfalter einerseits spezialisiert haben und andererseits auch opportunistisch verhalten, um mit den großen Höhen und Wetterextremen zurecht zu kommen. Hierfür haben die Schmetterlinge besondere Taktiken bei ihrer Fortpflanzung und Ernährung entwickelt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news663641

Fliegenlarven putzen das Nest des Bienenfressers
Ein Vogelnest beherbergt neben einem Vogelpärchen und seinem Nachwuchs auch andere Bewohner wie Insektenlarven. Diese nutzen die guten klimatischen Bedingungen und das reichliche Nahrungsangebot im Nest. Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna konnte nun zeigen, dass Fliegenlarven im Nistplatz des Europäischen Bienenfressers als Putztrupp fungieren und Fäkalien und Futterreste verwerten. Diese "Abfallbeseitigung" begünstigt die Entwicklung der Jungvögel und unterstützt das Nest-Ökosystem. ▶▶ http://idw-online.de/de/news663739

Makatea: Rettet die ökologische Arche Noah im Pazifik
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Das Makatea-Atoll im Südpazifik ist ein einzigartiges Naturparadies. Die Insel beherbergt noch weitgehend unberührte Ökosysteme mit einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Bedrohte Arten wie die Tahiti-Taube finden dort ihren letzten Lebensraum.
Nun will ein australisches Unternehmen auf der winzigen Insel mitten im Pazifik Phosphat abbauen – zur Produktion von Dünger. Bitte unterstützen Sie die Einwohner von Makatea, die Katastrophe abzuwehren." ▶▶ Zur Petition

Stellungnahme des SFV zum Impulspapier des BMWi (Strom 2030)
Sigmar Gabriel, Chef und Spitzenkandidat der SPD ist als Wirtschaftsminister verantwortlich für die Energiewende. Wie er diese Aufgabe wahrgenommen hat, stellt er in einem ▶▶ Impulspapier des BMWi zur öffentlichen Diskussion. Dort heißt es einleitend: "Das Impulspapier identifiziert zwölf robuste, langfristige Trends einer sicheren, kostengünstigen und klimafreundlichen Stromversorgung bis 2050."
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) gibt nun in einer Stellungnahme Hinweise dazu, wo die Selbstdarstellung des BMWi allzu weit von den tatsächlichen Verhältnissen abweicht oder wo die vom BMWi angepriesenen Ziele die Energiewende sogar ausbremsen.
▶▶ Stellungnahme des SFV

24.11.2016

Geflügelpest bei Wildvögeln am Bodensee - H5N8 wieder in Deutschland
Nach zweijähriger Pause tritt seit November 2016 wieder die Vogelgrippe H5N8 in Deutschland auf. Der NABU fordert dringend nach den Quellen der Viren in der Geflügelwirtschaft zu suchen und diese auszuschalten, da sie eine Gefahr für Wildvögel sind.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2016/21485.html

Nicht übertrieben? NABU begründet Klage gegen Hermann-Hesse-Bahn
Der NABU Baden-Württemberg hat die Begründung seiner Klage gegen den ersten Planfest­stellungsbeschluss zur Hermann-Hesse-Bahn vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim fristgerecht eingereicht. Gestützt wird die Klage durch ein neues Gutachten. Dieses stuft den Hirsauer Tunnel bei Calw als "bundesweit bis international bedeutsames Winterquartier" für bedrohte Fledermäuse ein und den Forsttunnel bei Althengstett als "überregional bedeutsam". Beide Tunnel gehören zu den wichtigsten Quartieren des Landes, beide sind durch den Bahnbetrieb gefährdet. ▶▶ Mehr

Kündigt sich ein Einflug von Seidenschwänzen an?
In den meisten Jahren wandern die in der nördlichen Taiga brütenden Seidenschwänze nur kürzere Strecken nach Süden und verbleiben in Nordeuropa und im Ostseeraum. Hin und wieder kommt es zu Einflugjahren, in denen die Vögel auch in großer Zahl bis nach Mitteleuropa gelangen. Sie sind dann häufig auch in der direkten Nähe des Menschen, in Gärten, Parks und Alleen anzutreffen. Die Nahrung der Seidenschwänze besteht hauptsächlich aus Beeren. Auch an Bäumen verbliebenes Obst und Mistelbeeren stehen auf ihrer Speisekarte. In der Nähe ihrer Nahrungsstellen rasten sie gerne auf höheren Bäumen.
In den letzten drei Wintern war das Auftreten durchschnittlich. Derzeit deutet jedoch einiges darauf hin, dass sie in diesem Winter wieder in größerer Anzahl bei uns aufkreuzen: Bei ornitho.de wurden seit Anfang Oktober mehr als zehnmal so viele Seidenschwänze gemeldet wie im Vorjahreszeitraum (Karte). Ähnliche Entwicklungen werden auch in Großbritannien und den Niederlanden beobachtet, und mit täglich mehr als 500 Durchzüglern verzeichnet der bekannte Zugvogel-Hotspot Falsterbo im Süden Schwedens derzeit mehr als doppelt so viele Seidenschwänze wie in durchschnittlichen Jahren. ▶▶ Mehr

Der Saathafer ist Arzneipflanze des Jahres 2017
Der Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg hat den Saathafer zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gekürt. Der Hafer liefert mehrere Heilmittel und bietet viele Einsatzmöglichkeiten in Dermatologie und Ernährung.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662144

Enzian oder Spitzwegerich – wer gewinnt in den Alpen, wenn es wärmer wird?
Typische Alpenblumen drohen mit dem Klimawandel von Konkurrenten aus dem Flachland verdrängt zu werden. Um das Schicksal von Enzian, Edelweiß und Co. abschätzen zu können, haben Forschende der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL nun per Helikopter zehn Tonnen Alpenrasen von 2100 auf 1400 Meter Höhe in ein wärmeres Klima verpflanzt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662568

Hubert Weiger zum Vorsitzenden des BUND wiedergewählt
Vom 4. bis 6. November trafen sich mehr als 250 Delegierte, Vorstandsmitglieder, Gäste und Mitarbeit*innen der Bundesgeschäftsstelle zur diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung in Bonn.
Im Mittelpunkt standen Wahlen zum Bundesvorstand. Hubert Weiger wurde mit großer Mehrheit erneut zum Bundesvorsitzenden für drei Jahre gewählt. Mit der Resolution "Raus aus den fossilen Energien – Klimaschutz verstärken" begrüßten die Delegierten das Inkrafttreten des Pariser Klimaschutzabkommen forderten aber gleichzeitig die Bundesregierung dazu auf, den Kohleausstieg umgehend einleiten und deutlich vor 2030 abschließen.

Power-to-Liquid: Erste Kompaktanlage im Pilotbetrieb
Die bedarfsgerechte Erzeugung flüssiger Kraftstoffe aus regenerativen Energien ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Aus Sonnenenergie und dem Kohlenstoffdioxid der Luft synthetische Kraftstoffe herzustellen, ist das Ziel des nun gestarteten Projektes SOLETAIR, in dem die Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) INERATEC mit finnischen Partnern zusammenarbeitet. Zusammen wird die weltweit erste chemische Pilotanlage in Betrieb genommen, die so kompakt ist, dass sie in einen Schiffscontainer passt. Die mobile Anlage produziert aus regenerativem Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid Benzin, Diesel und Kerosin.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662852

Energiewende: Forscher geben Kommunen Empfehlungen zur Bürgeraktivierung
▶ Forschungsteam veröffentlicht Wegweiser "Der Weg zum Klimabürger" ▶ Acht Strategien für eine kreative Bürgeraktivierung zu Energiewende und Klimaschutz ▶ Nachahmung erwünscht: Erfolgreiche Praxisbeispiele aus zahlreichen Kommunen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news662255

17.11.2016

NABU Albstadt bekommt Projekt-Förderung von den Albstadtwerken
Für drei Naturschutzprojekte bekommt unsere NABU-Gruppe Albstadt finanzielle Unterstützung durch die Albstadtwerke. Gefördert wird Obstbaumschnitt mit 500 Euro, ein Wildbienen-Projekt mit ebenfalls 500 Euro sowie die Verbesserung eines Biotops für den Feuersalamander mit 6.000 Euro. ▶▶ Zeitungsbericht

Neues zur Atlantischen Bergschrecke in RLP
Die Veröffentlichung des Fundes von mindestens zwei Atlantischen Bergschrecken in Limburgerhof, Rheinland-Pfalz, Mitte Oktober auf naturgucker.de hat für einigen Wirbel gesorgt - und für weitere Überraschungen! Auf naturwerke gibt es einen ausführlichen Text hierzu. ▶▶ mehr

10 Monate in der Luft – Das unglaubliche Leben der Mauersegler
Mauersegler fallen zur Brutzeit über unseren Städten mit ihren schrillen Rufen und wendigen Flugmanövern auf. Sie sind mit ihren sichelförmigen Flügeln perfekt an ein Leben in der Luft angepasst. Ihre kurzen Beine und kleinen Füße ermöglichen es den Vögeln hingegen kaum vom flachen Boden aus zu starten, so dass bereits im 18. Jahrhundert italienische Wissenschaftler vermuteten, dass die Vögel auch im Flug schlafen und einen Großteil ihres Lebens in der Luft verbringen.
Genauere Details aus dem Leben der Mauersegler konnten nun durch die Nutzung moderner Geolokatoren erforscht werden. ▶▶ mehr

Gute Sänger tragen große Krawatten
Nicht alle Kohlmeisen singen gleich schön. In einer neuen Studie, die in "Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS" veröffentlicht wurde, zeigt Prof. Heinz Richner vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern, dass bei Kohlmeisen-Männchen, die Tonintervalle besonders exakt singen, das schwarze Federband über der Brust breiter ist als bei ihren weniger begabten Artgenossen. Diese "Krawattengröße" korreliert mit dem sozialen Status, dem Erfolg bei Weibchen, der Nachkommenzahl und der Resistenz gegen Parasiten.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662026

Rostocker Forscher entdeckt neue Krabbe an der Ostseeküste
Wissenschaftler weist erstmals Asiatische Strandkrabbe in MV nach Spektakuläre Funde an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern. Der Meeresbiologe Dr. Wolfgang Wranik von der Universität Rostock, entdeckte bei einem Schnorchelgang im Flachwasser der Wismarbucht eher zufällig neue Einwanderer, also so genannte Aliens. Konkret handelt es sich um die Asiatische Strandkrabbe (Hemigrapsus takanoi) und Vertreter der Kopfschildschnecken.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662187

Der neue ToxFox ist da!
Aus dem BUND-Newsletter: "Würden Sie Kinder mit Gift spielen lassen? Wir auch nicht. Leider weisen Tests immer wieder schädliche Chemikalien in Alltagsprodukten nach - auch in solchen für Kinder. Aber in welchem Planschbecken steckt ein Gift-Cocktail, in welchem nicht? Welche Bastelsachen sind mehr "Auwei" als DIY?
Mit dem ToxFox hat der BUND bereits vor drei Jahren eine App entwickelt, die VerbraucherInnen hilft, Schadstoffe in Kosmetik aufzuspüren und aus dem Einkaufskorb zu verbannen. Nun haben wir die App erweitert - und sie hilft auch in Punkto Spielsachen und Co.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.bund.net/toxfox

Kleines Plus im Naturschutzhaushalt - Grün-Schwarz bleibt weit hinter Zusagen zurück
Der NABU Baden-Württemberg sieht die aktuellen Planungen von Grün-Schwarz zum Naturschutzhaushalt kritisch. Bis 2021 sollte laut Koalitionsvertrag der Naturschutzhaushalt um jährlich sechs Millionen Euro anwachsen. Das wäre auch dringend für die Sicherung der biologischen Vielfalt nötig. Tatsächlich beträgt die Erhöhung für 2017 nach den derzeitigen Planungen nur zwei Millionen Euro - also ein Drittel. ▶▶ Mehr

Geier vor dem Aussterben bewahren
Aus dem NABU-Newsletter: "Weil sie die sterblichen Überreste anderer Tiere in kürzester Zeit beseitigen, hindern sie Krankheitskeime daran, sich zu verbreiten. Sechs der elf in Afrika vorkommenden Geierarten segeln jedoch einer ungewissen Zukunft entgegen. Schuld daran ist der Mensch: Durch Umweltverschmutzung und Wilderei ist eine ganze Vogelfamilie vom Aussterben bedroht. Unterstützen Sie unser Projekt, um die Schutzengel der Savanne zu retten." ▶▶ Mehr

Landraub am Straßenrand - Bedeutung von begrünten Streifen für die Natur
Landwirte erweitern immer mehr die eigene Ackerfläche bis unmittelbar an die Straßen- oder Wegebankette. Dabei wird sich sehr häufig fremdes Eigentum von Kommunen oder dem Land einverleibt. Bunte Wegraine mit Wildstauden findet man auch deshalb immer seltener. ▶▶ mehr

Bahnbrechende Entscheidung: Weltgrößtes Meeresschutzgebiet ausgerufen
Der WWF schreibt: "Es ist eine wirklich bahnbrechende Entscheidung, die vor wenigen Tagen getroffen wurde: 24 Staaten und die EU einigten sich darauf, vor der Antarktis die riesige Fläche von 1,5 Millionen Quadratkilometern Meer unter Schutz zu stellen. Das ist in etwa so groß wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen und damit das größte Meeresschutzgebiet der Erde.
Wir freuen uns, dass sich die jahrelangen Verhandlungen über das Meeresschutzgebiet gelohnt haben." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wer den Acker vor lauter Bäumen nicht sieht
In der Agroforstwirtschaft werden landwirtschaftliche Nutzpflanzen wie Mais zusammen mit Holzpflanzen, etwa Bäume und Sträucher, auf einer Bewirtschaftungsfläche angebaut und genutzt. Diese Form der Landnutzung soll in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Landnutzung in Deutschland leisten. Wie das umgesetzt werden kann, untersucht das Fraunhofer IAO im Verbundprojekt AUFWERTEN. ▶▶ http://idw-online.de/de/news662012

Eil-Appell! Keine Millionen für Atomkonzerne!
Campact schreibt: "Wir sind ja einiges gewohnt von den Atomkonzernen, aber das ist wirklich dreist: In diesem Jahr wollen sie nur einen Bruchteil ihrer Steuern zahlen. Der Trick: Weil die Steuer auf Brennelemente im Dezember ausläuft, verschieben sie den Austausch ihrer Brennstäbe ins nächste Jahr – und drücken sich um über 700 Millionen Euro. Nur so können einige ihrer Risiko-Reaktoren weiterlaufen, die sich schon jetzt kaum noch rechnen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren ▶▶ Eil-Appell!"

Beschleunigung der Energiewende im Wahljahr 2017
Aus dem sfv-Rundschreiben vom 25.10.: "Vier ganze Jahre lang hat die schwarz-rote Bundesregierung die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien hintertrieben und damit im Widerspruch zu ihren eigenen Dekarbonisierungs-Forderungen (von Schloss Elmau und bei der Klimakonferenz in Paris) den Klimawandel grob fahrlässig weiter beschleunigt. Klimaexperten hegen inzwischen Zweifel, ob der endgültige Klimakollaps, das Ende allen menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens überhaupt noch aufzuhalten ist.
Die tonangebenden Politiker beruhigen sich gegenseitig mit weltmännisch psychologisierenden Sprüchen über die "German Angst". Sie haben offenbar noch keinmal den furchtbaren Gedanken zu Ende gedacht, dass die Natur inzwischen an verschiedenen Punkten unserer Erde unter der ständigen Erwärmung zusätzliche Klimagase ausschwitzt, die die Erwärmung weiter beschleunigen. Z.B. steigt inzwischen aus den auftauenden Permafrostsümpfen Sibiriens das seit Tausenden von Jahren fest eingefrorene klimaschädliche Methangas auf. Die Klimagase lassen die Temperaturen ansteigen. Die ansteigenden Temperaturen verursachen zusätzliche Klimagase, die die Temperaturen noch weiter ansteigen lassen. Eine Endlosschleife ("positive Rückkopplung) - Alarmstufe Rot!" Die wichtigsten Beiträge aus dem neuen Solarbrief 4/2016 haben wir deshalb bereits vorab ins Internet gestellt. ▶▶ Hier geht's weiter.

10.11.2016

Aus dem Naturschutzbüro: Website überarbeitet
Um dem gewachsenen Umfang des Internetauftritts und der Themenerweiterung gerecht werden zu können, haben wir die Menüs und deren Anordnung in Kopf der Seite ein wenig angepasst und aktualisiert. Heute wurden nun über 1.000 geänderte Seiten auf den Server hochgeladen und wir hoffen, dass alles ohne "Wackler" funktioniert. Falls doch noch Fehler auftauchen sollten, bitten wir um Ihre Rückmeldung.

Erntefest des NABU Albstadt trotz magerer Apfelernte ein Erfolg
Angenehmes mit Nützlichem verbunden hat unser Ortsverein Albstadt: Er lud zu einem Erntefest auf seine Streuobstwiese ein. Zahlreiche Gäste kamen: Es wurde Stockbrot gebacken, gesungen, gefachsimpelt, geerntet, frischer Apfelsaft gepresst ...
▶▶ Zeitungsbericht

Land erleichtert Drohnenflüge - Allgemeinverfügung der Luftfahrtbehörde
Zum Betrieb sogenannter Drohnen (unbemannte Luftfahrtsysteme nach LuftVO), die nicht zum Sport oder der Freizeitgestaltung betrieben werden, war bislang eine Erlaubnis der zuständigen Luftfahrtbehörde (Regierungspräsidium Stuttgart) notwendig. Dies wurde mit einer Allgemeinverfügung aufgehoben. Künftig ist für Drohnen bis 10 kg Gesamtgewicht nur eine Anzeige (Erklärung zur Nutzung) beim RP Stuttgart notwendig. Für Schutzgebiete nach Naturschutzrecht muss eine Zustimmung der Naturschutzbehörde eingeholt werden. Weitere Informationen finden Sie ▶▶ hier.

Land beruft Lärmschutzbeauftragten
Der Landtagsabgeordnete Thomas Marwein ist zum Beauftragten der Landesregierung für den Lärmschutz berufen worden. Er ist damit Ansprechperson für vom Lärm geplagte Menschen, vernetzt und unterstützt Kommunen bei Lärmschutzmaßnahmen und initiiert Aktivitäten zur Verbesserung des Lärmschutzes. Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere den Verkehrslärm zu verringern. Der Nachfolger von Giesela Splett als Lärmschutzbeauftragter ist lärmschutzpolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE im Landtag.
Weitere Infos beim ▶▶ Verkehrsministerium.

Zurschaustellung von Greifvögeln und Eulen - neue Hinweise
Bei der Genehmigung von Einrichtungen, in denen Greifvögel und/oder Eulen gehalten und zur Schau gestellt werden sollen, sind zahlreiche Vorschriften aus verschiedenen Rechtsgebieten zu beachten, u. a. Naturschutzrecht, Tierschutzrecht, Jagdrecht. Die Landesbeauftrage für Tierschutz hat diese Vorgaben zusammengestellt. So sind die sog. "Mindestanforderungen an die Haltung von Greifvögeln und Eulen" des BMEL von 1995 nicht mehr gültig, weil sie den "hohen Anforderungen" des Bundesnaturschutzgesetzes nicht entsprechen. Lesen Sie die Ausführungen in der Stellungnahme des zuständigen ▶▶ MLR (PDF 26 Seiten).

Erstnachweis der Atlantische Bergschrecke
Mit ihrer braunen bis grauen Färbung ist die Atlantische Bergschrecke eher unscheinbar. Doch ihr Auftreten in Rheinland-Pfalz im Herbst 2016 begeistert Naturkenner und -freunde, denn die Art ist zuvor in Deutschland noch nie nachgewiesen worden. Und der Fund wirft Fragen auf.
▶▶ http://www.naturwerke.net/naturwerke.dll/VdpCeXOXjeAL9tB5ZSDiUq/$/

Massiver Einflug sibirischer Bergbraunellen nach Europa
Die mit unserer heimischen Heckenbraunelle verwandte Bergbraunelle brütet in den Bergwäldern Sibiriens vom Ural bis in den äußersten Nordosten Russlands. In diesem Herbst kommt es aktuell zu einem starken Einflug dieser östlichen Art. Bereits Anfang Oktober gelangen erste Beobachtungen in Finnland und Schweden. Seit dem 9. Oktober werden nun täglich neue Bergbraunellen in Europa entdeckt - insgesamt bereits knapp 150 Vögel! Auch in Deutschland gelang am 12. Oktober der gut belegte Erstnachweis der Bergbraunelle auf der Greifswalder Oie. Am Sonntag (23.10.) wurde nun im Greifswalder Ortsteil Ladebow die erste Bergbraunelle Deutschlands abseits der Greifswalder Oie entdeckt und fotografiert. Leider zog der Vogel kurze Zeit nach der Entdeckung hoch ab und wurde von anderen Beobachtern im Laufe des Tages nicht mehr gefunden. ▶▶ Mehr

Sakerfalken: 64 Jungvögel in Brutsaison 2016 sind neuer Rekord
Mitte der 1970er-Jahre galt der Sakerfalke (Falco cherrug) in Österreich beinahe als ausgestorben. Der mittlerweile starke Aufwind für die positive Bestandsentwicklung, ist auch auf die Montage von Nisthilfen auf Starkstrommasten zurückzuführen. Dies dokumentiert eine seit 2010 von der Vetmeduni Vienna und BirdLife Österreich durchgeführte Brutzeiterhebung des Sakerfalken. Unterstützung findet das Projekt durch die Austrian Power Grid AG, die dieses finanziert und die Montage der Nisthilfen auf ihrem Leitungsnetz ermöglicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news661714

Mahnender Beitrag zur illegalen Vogeljagd (DDA-Mitteilung)
In einem aktuellen Beitrag in der Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR) e.V. befasst sich der renommierte Ornithologe Urs N. Glutz von Blotzheim mit der illegalen Vogeljagd insbesondere rund um das Mittelmeer. Er weist darin auf die "Diskrepanz zwischen Bemühung von Druckerschwärze und effektivem Einsatz gegen einen gesetzeswidrigen, skandalösen und in der derzeitigen Gesamtsituation nicht mehr tolerierbaren Zustand" hin. Den Beitrag aus GNOR-Info Nr. 123 können Sie hier herunterladen: ▶▶ Download
▶▶ Mehr

Blauelstern zeigen menschenähnliche Großzügigkeit
Die Blauelster, eine Vogelart aus Asien, nützt jede Gelegenheit um ihren Artgenossen Futter zur Verfügung zu stellen, auch wenn sie selbst keine Belohnung dafür erhält. KognitionsbiologInnen um Lisa Horn und Jorg Massen von der Universität Wien konnten nun in einem Experiment erstmals bei Vögeln ein solches prosoziales Verhalten nachweisen - eine Verhaltensweise, die nur wenige Tierarten an den Tag legen. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der Fachzeitschrift Biology Letters publiziert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news661247

Schelladler "Tõnn" nach mehreren Jahren wieder online
Bereits mehrfach haben wir in den letzten Jahren an dieser Stelle über den 2008 in Estland als Nestling besenderten Schelladler Tõnn berichtet, der alljährlich zweimal durch Deutschland zog und dabei bis zum Frühjahr 2014 nur ein einziges Mal (im Frühjahr 2013) beobachtet wurde. Alle übrigen Aufenthalte in Deutschland sind lediglich durch die GPS-Ortungen des Satellitensenders belegt. Im Frühjahr 2014 versagte dieser schließlich und seitdem war Tõnn viele Jahre nur im traditionellen Winterquartier in Spanien anhand seines Senders auf dem Rücken individuell erkennbar.
In diesem Jahr gelang den Wissenschaftlern im Brutgebiet in Estland Ende April die Entdeckung eines Adlerpaares, bei dem ein Vogel einen Sender trug. Anfang September konnte dieser Vogel schließlich gefangen werden. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Tõnn handelte ...
▶▶ Mehr

Jäger der Nacht: Der Waldkauz ist "Vogel des Jahres 2017"
Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen. Dabei spielt der Erhalt alter Bäume eine wichtige Rolle. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Ökologische Steuerreform für Klimaschutz und Gerechtigkeit
In Industrieländern könnte eine ökologische Steuerreform die soziale Ungleichheit drastisch senken. Dazu müssten die Einnahmen aus einer Besteuerung von CO2 vollständig dazu benutzt werden, die Einkommensteuer zu senken. Das geht aus einer neuen Studie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) hervor. David Klenert, Gregor Schwerho?, Ottmar Edenhofer und Linus Mattauch haben die Arbeit "Environmental Taxation, Inequality and Engel's Law: The Double Dividend of Redistribution" jetzt im Fachmagazin Environmental and Resource Economics veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news661631

"Die Holzfäller raus aus unserem Wald!"
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Mit einem verzweifelten Hilfsappell wenden sich die indigenen Paiter Surui an die Welt: Bewaffnete illegale Holzfäller, Gold- und Diamantenschürfer dringen scharenweise in ihren Regenwald ein. Sie roden die Bäume und bedrohen das Leben der Familien.
Die brasilianische Regierung reagiert nicht auf die Hilferufe der Indigenen, ihr 250.000 Hektar großes Territorium im Amazonasregenwald vor den Übergriffen und Plünderern zu schützen. Die Ureinwohner bitten daher alle Menschen rund um den Globus, an die verantwortlichen Politiker zu schreiben. Fordern Sie die brasilianische Regierung auf, unverzüglich zu handeln und die Abholzung zu stoppen: ▶▶ zur Petition

Artenschutz am Haus - Positionspapier des BfN erschienen
Gebäude werden in vielfältiger Weise von Tieren und Pflanzen besiedelt. Sowohl das Gebäudeinnere als auch die Außenhülle stellen unterschiedlichste ökologische Lebensraumangebote bereit. Im neuen Positionspapier "Schutz gebäudebewohnender Tierarten vor dem Hintergrund energetischer Gebäudesanierung in Städten und Gemeinden", herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), werden Hintergründe, Argumente und Positionen für einen wirksamen Artenschutz am Haus vorgestellt. Das Positionspapier des BfN finden Sie ▶▶ hier (PDF 40 Seiten).

Artenreiche Nahrungsnetze produzieren effizienter Biomasse
Forscher haben eine Rückkopplung in komplexen Nahrungsnetzen entdeckt. Artenreiche Ökosysteme begünstigen demnach große, schwere Tiere. Obwohl die Menge gefressener Pflanzen dabei zunimmt, bleibt die pflanzliche Biomasse im Vergleich zu artenarmen Ökosystemen ungefähr gleich hoch. Grund ist, dass sich in artenreichen Ökosystemen Pflanzengemeinschaften entwickeln, deren Wachstum energetisch effizienter ist. Allerdings ist das Ausmaß der Biomasseproduktion in artenreichen Ökosystemen stabiler und wird dadurch vorhersagbar. Artensterben führt zu unvorhersehbaren Ausfällen, die der Mensch kompensieren muss.
▶▶ http://idw-online.de/de/news660367

27.10.2016

Exkursion zum Klingnauer Stausee (Bericht)
Am 25. September 2016 ist der NABU zur Beobachtung von Wat- und Wasservögeln zum Klingnauer Stausee "ausgeflogen". Dirk Mezger hat einen lesenswerten Bericht geschrieben:
▶▶ http://www.nabu-zollernalb.de/bilder-berichte/

Handys für die Havel - es wird weiterhin gesammelt
Nachdem sich zwischenzeitlich viele Alt-Geräte angesammelt hatten, gingen am 29.09. weitere drei Pakete mit insgesamt 380 Handys zum Recycling-Partner AfB in Ettlingen. Die Vergütungssätze wurden zwar zwischenzeitlich deutlich reduziert, doch es sind erneut rund 600 EUR, die der NABU für sein Projekt einsetzen kann.
Mehr unter ▶▶ http://naturschutz-zollernalb.de/diverses/handys.htm

"Sender-Geier" jetzt im spanisch-portugiesischen Bergland
Der Anfang August mit einem Sender versehen in Mössingen freigelassene Gänsegeier hält sich zwischenzeitlich im Süden der iberischen Halbinsel auf. Seine aktuellen Flugbewegungen und weitere Infos finden Sie ▶▶ hier

Die Schwärmer: Unterwegs mit Schmetterlingsforschern
Sie verfolgen das Purpurweiden-Jungfernkind, sehnen sich nach dem Fleckenbär und freuen sich über eine Rindeneule: Die Arbeit von Schmetterlingsforschern mag ungewöhnlich erscheinen - doch es gibt wenig, das wichtiger ist. In der Stuttgarter Zeitung ist eine lesenswerte Artikelserie erschienen. ▶▶ zum Artikel

Viel los am Himmel über Baden-Württemberg
Der Vogelzug über Baden-Württemberg ist in vollem Gange: Jedes Jahr verlassen etwa 250 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutschland, um in Südeuropa oder Afrika zu überwintern. Weitere Infos beim ▶▶ http://nabu-bw.de/

Barcoding der deutschen Spinnenfauna - neue Weberknecht-Art in Deutschland
Mit 60% der (echten) Spinnenarten und 70% der Weberknechte ist inzwischen ein umfassender Anteil der deutschen Arachniden-Fauna mit den artspezifischen Barcodes im Rahmen des German Barcode of Life - Projektes (GBOL) in der Referenzdatenbank erfasst. Bei den Untersuchungen wurde eine neue Art für Gesamtdeutschland entdeckt. Weiterhin konnten sieben Erstnachweise für verschiedene Bundesländer erbracht werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news660779

Und noch ein Spinnen-Thema: Immer mehr Mittelmeerspinnen in Deutschland
Die Forscher von der Zoologischen Staatssammlung München leisten erneut einen wertvollen Beitrag zur weltweiten Gen-Bibliothek des Lebens. Sie entschlüsselten nun den genetischen Code der auffälligen Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana), die kürzlich erstmals in München entdeckt wurde. Die Artgenossen des Münchner Neubürgers sind ursprünglich als wärmeliebende Spinnenart in den Wäldern des Mittelmeerraums beheimatet. Erst seit ein paar Jahren werden immer wieder auch Exemplare weiter nördlich gesichtet; seit 2005 gibt es die recht große und auffällige Kräuseljagdspinne auch in Deutschland. ▶▶ http://idw-online.de/de/news660862

Den von der UN verursachten Palmölboom stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Menschen im Amazonasregenwald von Peru erheben schwere Anschuldigungen gegen die Vereinten Nationen. Um den Kokaanbau in Peru einzudämmen, fördert das alternative Entwicklungsprogramm der UN die Produktion von Palmöl, Kakao und Kaffee für den Weltmarkt. Dazu holten die UN Investoren ins Land, die den Amazonasregenwald für Industrie-Plantagen roden.
Auch UN-Mitarbeiter bereichern sich an den Ölpalm- und Kakaoprojekten in Peru. 100 Millionen Dollar haben die UN in das Programm investiert, etwa 10 Millionen davon stammen von der Bundesregierung. Während der Regenwald den Motorsägen und Bulldozern der Plantagenfirmen zum Opfer fällt, kämpfen die Kleinbauern und indigenen Einwohner ums Überleben.
Rettet den Regenwald hat den Journalisten Wilfried Huismann bei der Spurensuche in Peru begleitet. Seine spannende Fernsehreportage „Steuergelder für die Kokain-Mafia?“ können Sie in der ▶▶ Mediathek des WDR sehen.
Bitte unterstützen Sie unsere Petition an die Vereinten Nationen, keine Regenwaldrodungen zu finanzieren, sondern dazu beizutragen, Perus Naturschätze zu erhalten."
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1067/

20.10.2016

Luftreinhalteplan Balingen
Die Natur- und Umweltschutzverbände waren um Stellungnahme zur Planung des Regierungspräsidiums gebeten worden. Nachdem das den sonst üblichen thematischen Rahmen sprengt, gibt es nur eine kurze Meinungsäußerung. Ein Satz hieraus: " Einzig sei die Frage angebracht, ob die Einwohner und Besucher von Balingen evtl. durch eine Grund-Schadstoffbelastung durch die Industrie, speziell durch das Zementwerk Holcim in Dotternhausen, zu diesen Einschränkungen durch einen Luftreinhalteplan gezwungen werden."
Mehr unter ▶▶ 2016-10-12_RP_Luftreinhalteplan-Balingen.pdf

"Der Natur auf der Spur" - Zehnteilige Landesschau-Serie des SWR
Am 27. September ist eine neue 10-teilige Landesschau-Serie des SWR gestartet. Immer dienstags und donnerstags werden die "wildesten" Gegenden Baden-Württembergs vorgestellt. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf bedrohten Tierarten wie Auerhahn, Sumpfschildkröte, Schwarzstorch, Luchs und anderen. Die beiden Wildnis-Experten Sebastian Olschewski (NABU Heidelberg) und Michael Eick (NABU Fellbach) sind bei ihren Expeditionen in den Nationalpark Schwarzwald, ins Donautal, in oberschwäbische Moore und Bannwälder der Natur auf der Spur. - Über ein Jahr wurde für die SWR-Serie gedreht. Der NABU Baden-Württemberg kooperierte dabei eng mit dem SWR. Weitere Infos und Download-Möglichkeiten beim ▶▶ SWR.

Optimierte Pflanze für den Biomasse-Anbau: Silphie statt Mais
Bei der Suche nach Alternativen zum Mais für die Gewinnung von Biomasse hat eine Energiegenossenschaft in Oberschwaben züchterische Erfolge bei der "Durchwachsenen Silphie" erzielt. Die Pflanze könnte nun anscheinend tatsächlich eine Alternative sein, die den Boden schont und als Nektarquelle für Insekten dienen kann. Ein Bericht dazu hat die Schwäbische Zeitung veröffentlicht: ▶▶ http://stories.schwaebische.de/unsere-bauern#61372

Einfluss der Pazifischen Auster auf die Vogelwelt an Muschelbänken
Muschelbänke sind für das Ökosystem Gezeitenzone aufgrund ihrer hohen Diversität und Häufigkeit benthischer Organismen von hoher Bedeutung und stellen für viele Vogelarten eine wichtige Nahrungsquelle dar. Die Pazifische Auster (Crassostrea gigas) wurde in den 1980er Jahren ins Wattenmeer der Nordsee eingeschleppt und dominiert dort heute zahlreiche Miesmuschelbänke. Im niederländischen Wattenmeer sind rund die Hälfte aller Muschelkolonien betroffen. Obwohl die ursprünglich in Ostasien beheimatete Art seit mehr als 20 Jahren das Wattenmeer besiedelt, sind ihre Auswirkungen auf das Ökosystem noch erstaunlich wenig erforscht.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_09_13_einfluss_der_pazifis

Maiszünsler: Das Gehirn, nicht die Nase, sorgt für die richtige Partnerwahl
Wie findet eine männliche "Motte" die richtige Partnerin, wenn zwei ähnliche Weibchen-Stämme mit ihren Pheromonen locken? In vielen Arten sind die Unterschiede in den Insektenantennen, mit denen die Männchen die Lockstoffe riechen, für die Wahl der Partnerin verantwortlich. Beim Maiszünsler scheinen jedoch Veränderungen im Hirn der Männchen die Wahl zwischen den zwei zur Verfügung stehenden Weibchen-Stämmen zu bestimmen. Dies konnte jetzt ein Team von Wissenschaftlern der Universität Amsterdam, der Schwedischen Universität für Agrarwissen­schaften und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie zeigen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news660569

Vogelzug: Amseln schalten schlagartig auf Nachtschwärmer um
Die normalerweise tagaktiven Vögel brauchen für die Änderung ihres Biorhythmus vor dem Abflug in ihre Winterquartiere keine Zeit zur Anpassung. ▶▶ http://idw-online.de/de/news660411

HAW-Newsletter beschäftigt sich mit fledermausfreundlichen Windkraftanlagen
Windräder sind ein Risiko für Fledermäuse. Was sind die Ursachen? Welche Gegenmaßnahmen sind sinnvoll? Wie können erneuerbare Energien umweltfreundlicher gestaltet werden? Diesen Fragen geht das Forschungsprojekt "Flederwind" unter Leitung von Prof. Dr. Carolin Floeter vom Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) nach.
▶▶ http://idw-online.de/de/news660018

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die "Dokumentation Vögel und Windenergienutzung" auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Landesnaturschutzverband will stinkende und lärmende Zweiräder verbannen
Der Landesnaturschutzverband (LNV), Dachverband von 34 Naturschutzverbänden, begrüßt die Initiative des Tübinger OB Palmer, eine Abwrackprämie für Mopeds mit Zweitaktmotor einzuführen. Damit werde eine eklatante Regelungslücke in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

LNV heißt den Luchs willkommen
Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband lehnt eine Rückkehr von Wolf und Luchs ab. Das bedauert der Landesnaturschutzverband (LNV), auch wenn er manche Bedenken der Landwirte nachvollziehen kann. Als EU-Mitgliedsstaat ist Deutschland verpflichtet, eine Rückkehr ursprünglich heimischer Raubtiere zu dulden.
Weitere Infos finden Sie unter ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-heisst-den-luchs-willkommen/

Finanznot bedroht Europas Naturerbe
Der NABU und weitere Umweltverbände sehen Europas Naturerbe durch die bestehende Finanznot bedroht. Sie fordern einen EU-Naturschutzfond. So sollen unter anderem Schutz- und Pflegemaßnahmen der Naturschutzgebiete finanziert werden.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://www2014.nabu.de/news/2016/09/21233.html

Mutige Entscheidungen auf Artenschutzkonferenz machen Hoffnung
Der WWF schreibt: "Die Weltartenschutzkonferenz CITES in Südafrika kam 2016 zu einem schnellen Ende, einen ganzen Tag früher als geplant, obwohl über den Status von über 5000 Arten beraten wurde. Die Ergebnisse machen Hoffnung - die Ziele des Umwelt- und Naturschutz haben sich auf breiter Flur gegen wirtschaftliche Interessen durchgesetzt. Der Bann des Handels mit Elfenbein und Nashorn bleibt bestehen. Außerdem wurden etliche mutige Entscheidungen getroffen, um auch weniger prominente Arten strenger zu schützen."
▶▶ Arnulf Köhnke berichtet von der Konferenz

Herbstlaub wird zu Aktivkohle – Forschungsprojekt
Eine Forschergruppe der Universität Kassel entwickelt ein Verfahren, um aus Biomasse aus Parks oder von Straßenrändern wertvolle Aktivkohle herzustellen. Die Ergebnisse könnten den deutschen Städten immense Kosten sparen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news660540

Ein zweites Leben für ausgediente Solarmodule
Solarstrom per Photovoltaik zu erzeugen, ist im Sinne der Energiewende und des Umweltschutzes. Doch was passiert mit ausgedienten Photovoltaik-Modulen? Lassen sie sich mit einem wirtschaftlichen Verfahren wieder verwendbar machen? Eine technologische Lösung für dieses Problem soll ein Forschungsvorhaben entwickeln, bei dem die TH Mittelhessen mit mehreren Partnern kooperiert. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Harald Weigand vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik der Hochschule. Er arbeitet dabei mit Prof. Dr. Ubbo Ricklefs vom Kompetenzzentrum für Nanotechnik und Photonik zusammen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news660421

Windstrom in bewaldeten Regionen erzeugen
In Deutschland entfällt fast die Hälfte der Flächen, die für Windenergieanlagen (WEA) besonders geeignet sind, auf bewaldete Mittelgebirgsstandorte. Dies trifft besonders auf die südliche Landeshälfte zu. Ein Zubau in diesen Regionen bietet den Vorteil, dass dort der Windstrom in der Nähe von Ballungsräumen und Industrieschwerpunkten erzeugt wird. Das BINE-Projektinfo "Windpotenzial im Mittelgebirge messen" (12/2016) stellt die Langzeitmessungen durch einen 200 m hohen Messmast bei Kassel vor. Die Ergebnisse helfen, meteorologische Modelle zu verbessern, Anlagenkomponenten gezielter auszulegen und das laserbasierte LiDAR-Verfahren weiterzuentwickeln. ▶▶ http://idw-online.de/de/news659905

Natur Nebensache?
Zahlreiche Studien in Nordamerika und Europa belegen eine erschreckende Naturentfremdung der jungen Generation. Prominente Journalisten wie Richard Louv in den USA und George Monbiot in Großbritannien sprechen in diesem Zusammenhang von einer "nature deficit disorder" bzw. einer "second environmental crisis: the removal of children from the natural world".
▶▶ http://idw-online.de/de/news659547

12.10.2016

Aufmerksame Jungs finden einen Windenschwärmer
Was macht man, wenn man ein unbekanntes "Vieh" findet und wissen will, was man da gefunden hat? Klar, man geht zu jemandem hin, von dem man glaubt, dass man dort eine Antwort kriegt. Zwei Stettener Jungs wussten denn auch gleich, was zu tun ist ...
▶▶ http://naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/convolvuli/convolvuli.htm

Fehlermeldung im Webauftritt neu gestaltet
Wenn man auf einer Internetseite eine falsche URL angibt, erhält man in der Regel eine "unpersönliche" Fehlerseite mit der Mitteilung "Error 404 - Seite nicht vorhanden". Wir haben das jetzt anders gelöst, so dass die BesucherInnen unserer Seite gleichzeitig eine Such-Hilfe erhalten. Sie können das einmal ausprobieren, indem Sie diese "ungültige" URL anklicken:
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/start.htm

Großer Erfolg fürs Pangolin
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Wir freuen uns sehr: Die Mitgliedsstaaten der Weltartenschutzkonferenz (CITES) haben Ende September in Johannesburg höchsten Schutz für das Schuppentier beschlossen. Damit wird der kommerzielle Handel mit allen acht Arten vollständig verboten. Weltweiter Protest hat dazu beigetragen – Rettet den Regenwald hat 265.000 Unterschriften gesammelt. ▶▶ https://www.regenwald.org/

06.10.2016

Zweimal Baugebiete, einmal Windenergie: drei neue Stellungnahmen
Zum Ende der Sommerferien haben sich die Natur- und Umweltschutzverbände zu weiteren Planungen geäußert. Zum einen ging es um die Aufstellung zweier Bebauungspläne in Haigerloch: Das Baugebiet "Stieglesfeld II" wird aus dem Flächennutzungsplan entwickelt und war schon vorab von den Verbänden nicht beanstandet worden. Das zweite Baugebiet betrifft die "Eyachaue" im Bereich des ehemaligen Brauereigeländes. Hier soll ein Gesamtkonzept aus Stadtentwicklung, Erholungsvorsorge und ökologischer Verbesserung umgesetzt werden.
Kontrovers diskutiert wird hingegen der Antrag der Bürgerenergiegenossenschaft Winterlingen auf Errichtung von 7 Windenergieanlagen. Neben der irritierenden Weglassung zweier Fledermausarten in der 2. Fassung der "Allgemeinen Vorprüfung" fallen vor allem Abweichungen von den amtlich festgesetzten Vorgaben zu Art und Häufigkeit von Teilen der Untersuchung auf. Nach sorgfältiger Prüfung halten wir die Abweichungen jedoch nicht für abwägungsrelevant, sondern halten den Eingriff durch die vorgeschlagenen Maßnahmen für ausgeglichen.
Alle Stellungnahmen finden Sie ▶▶ hier.

Landschaftspflege braucht mehr Geld (LNV-Pressemitteilung vom 21.9.2016)
Der Landesnaturschutzverband (LNV) nimmt den Landschaftspflegetag in Bad Rippoldsau-Schapbach zum Anlass, um zu betonen, dass eine gepflegte Landschaft nicht zum Nulltarif zu haben ist. "Nicht alle Wacholderheiden und Moore können ehrenamtlich gepflegt werden", so LNV-Vorsitzender Gerhard Bronner. Die Erhaltung und Pflege geschützter Biotope ist aber eine Pflicht, die vom Naturschutzgesetz und der FFH-Richtlinie der EU vorgegeben ist.
▶▶ http://lnv-bw.de/landschaftspflege-braucht-mehr-geld/

Ausländische Pilze breiten sich in der Schweiz aus
In der Schweiz gibt es immer mehr Pilze, die hier ursprünglich nicht vorkamen. Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL haben erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme dieser "neuen Pilze", der sogenannten Neomyceten, erstellt. Unter den gut 300 Arten finden sich viele Parasiten von Garten- und Wildpflanzen, einige genießbare Pilze - und sogar die eine oder andere Kuriosität. ▶▶ http://idw-online.de/de/news659660

Wolf fasst in Deutschland weiter Fuß: Nachweis von 46 Rudeln
Bonn, 23. September 2016: Der Wolf erobert sich seine alte Heimat zurück. Das zeigen die aktuellen Monitoring-Daten, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) heute vorgestellt hat. Mittlerweile sind in Deutschland 46 Rudel, 15 Paare und vier sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Im Vergleich des aktuellen Monitoringjahres 2015/2016 zum vorherigen ist die Zahl der bestätigten Rudel in Deutschland von 31 auf 46 gestiegen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news659663

Agrarlandschaft der hessischen Mittelgebirge verliert viele Arten
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Veränderung der Pflanzenwelt des Vogelsberges von 1945 bis 2012 untersucht. Anhand von Herbarbelegen einer privaten Sammlung und eigenen Aufsammlungen zeigen sie, dass die Pflanzenvielfalt in dem hessischen Mittelgebirge um ein Viertel abgenommen hat. Waren es 1975 noch 683 Arten, konnten 2012 nur noch 497 Arten nachgewiesen werden. Besonders häufig fehlten bedrohte Arten wie beispielsweise Orchideen. Die Forscher führen den Rückgang auf die Veränderung der Landnutzung zurück und vermuten, dass sich ihre Ergebnisse auf weitere Mittelgebirge Europas ausweiten lassen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news659814

Flächenverbrauch muss reduziert werden - LNV Pressemitteilung
LNV fordert die Landesregierung und die Gemeinden auf, die Anstrengungen beim Flächensparen engagiert fortzusetzen und keine Stagnation zuzulassen. Vom Ziel eines maximalen Flächenverbrauchs von 2-3 ha/Tag bis 2020 und langfristig Netto Null ist das Land noch immer weit entfernt, mahnt der LNV. Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts hat Baden-Württemberg im Jahr 2015 täglich mindestens 5,2 ha Fläche überbaut. Das entspricht 7,4 Fußfallfeldern. Lesen Sie hier weiter:
▶▶ http://lnv-bw.de/flaechenverbrauch-muss-reduziert-werden/

Bialowieza in Gefahr!
Die Schweizerische Gesellschaft für Vogelkunde und Vogelschutz schreibt: "Wir möchten Sie bitten, den Aufruf auf ▶▶ http://www.ala-schweiz.ch zum Thema Bialowieza zu beachten. Leider hat die bereits im Februar durchgeführte Online-Petition den neuen Umweltminister von Polen nicht davon abgehalten, grünes Licht für eine Verdreifachung der Menge des in den nächsten zehn Jahren unmittelbar außerhalb des Nationlparks Bialowieza zu schlagenden Holzes zu geben. Eine neue Online-Petition ▶▶ http://kochampuszcze.pl/ilovebialowieza versucht nun, diese unhaltbare Entwicklung zu stoppen. Meines Erachtens verdient diese neue Petition unsere Unterstützung. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung - Gilberto Pasinelli, Präsident Ala". Lesen Sie zum Thema Bialowieza in Gefahr auch folgenden Artikel aus "British Birds":
▶▶ http://britishbirds.co.uk/article/*bialowieza-forest-new-threat/*

Halten Spiralwirbel und Bakterien Methan im Meerwasser zurück?
Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt Meeresforscher ein Gasfeld in der nördlichen Nordsee rund 200 Kilometer von Schottland entfernt. Nach einer Öl-Probebohrung kam es hier zu einem Gas-Blowout. Seitdem steigen große Mengen an klimaschädigendem Methangas vom Meeresboden in die Wassersäule auf. Trotz dieses massiven Eintrags werden jedoch nachweislich nur relativ geringe Mengen bis in die Atmosphäre transportiert. Zwei mögliche Ursachen dafür waren nun Forschungsgegenstand einer zweiwöchigen Expedition des Kieler Forschungsschiffs Poseidon unter Leitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). ▶▶ http://idw-online.de/de/news659481

28.09.2016

Buchsbaumzünsler - auch im Zollernalbkreis?
Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit, bis er auch hier auftaucht, denn ringsum ist er z.T. schon seit Jahren nachgewiesen. Jetzt konnte jedoch zum ersten Mal der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) sicher im Kreisgebiet nachgewiesen werden.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/bbz/perspectalis.htm

Der Lockruf des Kots
Wie auch viele andere Insekten, geben Essigfliegen Lockstoffe ab, um ihre Artgenossen zu einer interessanten Futterquelle rufen. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena konnte in einer neuen Studie zeigen, dass auch der Kot der Essigfliegen Lockstoffe enthält. Mit Fliegenkot bedeckte Früchte sind für andere Fliegen besonders attraktiv. Früchte scheinen besonders leicht verdaulich zu sein, wenn schon viele Artgenossen daran gefressen haben. Die neuen Forschungsergebnisse sind der erste Schritt, die Bedeutung von Kot für die Kommunikation von Essigfliegen zu verstehen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news659087

Künstliches Licht stört die Bestäubung
Bei Nacht stört künstliches Licht die Bestäubung und Samenbildung von Pflanzen. Das zeigen aktuelle Studien von Eva Knop und Leana Zoller von der Universität Bern. Demnach werden Kohldisteln im Lichtkegel einer Lampe seltener von bestäubenden Insekten besucht und bilden 20 Prozent weniger Samen als solche in Dunkelheit. Für ihr Experiment stellten die Ökologinnen Straßenlaternen in den Berner Voralpen auf. Aktuelle Ergebnisse präsentieren die Forscherinnen am 5. September 2016 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie in Marburg.
▶▶ http://idw-online.de/de/news658372

Ältere Schreikraniche initiieren neue Zugrouten
Der weltweite Klima- und Landnutzungswandel führt dazu, dass einzelne Vögel nicht mehr so weit gen Süden ziehen – so auch die beinahe ausgestorbenen Schreikraniche. Die neue, kürzere Reise gen Süden des größten nordamerikanischen Vogels wird von den älteren, erfahreneren Individuen einer Population initiiert, berichtet ein internationales Team, darunter Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt heute im Fachjournal "Nature Communications". ▶▶ http://idw-online.de/de/news658565

Landwirtschaft ökologisch intensivieren
Die gravierenden Veränderungen in den Agrarlandschaften stoppen: Mit diesem Ziel haben sich Wissenschaftler, Landwirte und Vertreter von Behörden zusammengeschlossen. Als möglichen Lösungsansatz sehen sie die ökologische Intensivierung. ▶▶ http://idw-online.de/de/news658769

22.09.2016

08.08.2016: Zwergfledermäusen auf der Spur
Begeistert von der Nachtführung des NABU Rosenfeld zum Thema "Rosenfelder Fledermäuse" waren die Teilnehmer, denn der NABU-Kreisvorsitzende Hans-Martin Weisshap berichtete viel Wissenswertes. Auch an der Iselinschule waren die Teilnehmer diesen faszinierenden Lebewesen auf der Spur. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

24.08.2016: Kleine Geschöpfe – große Flugkünstler
Immer zum Ende der Ferienzeit stehen geradezu winzige Flugkünstler im Rampenlicht. Am morgigen Samstag, 27. August, ist die mittlerweile 20. Europäische Fledermausnacht. Wie immer mit von der Partie ist der NABU Haigerloch. Er bietet für Familien eine Abendführung an: wie immer begleitet vom der ehrenamtliche NABU-Sachverständige für Fledermäuse, Jörg-Andreas Reihle. Auch hier berichtete der ▶▶ Schwarzwälder Bote.

25.08.2016: Viel Schwalben-Nachwuchs in Hausen
Das Schwalbenhaus in Hausen, errichtet 2015 in Kooperation von den Vogelfreunden Hausen und dem NABU-Kreisverband, erfreut sich großer Beliebtheit. 39 Bruten wurden dieses Jahr gezählt. Auch hier berichtete der ▶▶ Schwarzwälder Bote.

Straßenleuchten wirken wie Barrieren in der Nachtlandschaft
Nächtliche Beleuchtung verändert das Verhalten von Tieren. Eine Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt, dass Nachtfalter – umgangssprachlich auch „Motten“ – in einem Radius von etwa 23 Metern von einer Straßenleuchte angelockt werden. Wie viele Tiere angezogen werden, hängt von der Position der Leuchte ab: An der Grenze zu dunkleren Zonen fliegen mehr Nachtfalter zum Licht als im Zentrum eines Areals, in dem viele Lampen stehen. Die angelockten Tiere verlieren wertvolle Zeit und Energie an den Leuchten, so dass die zunehmende Beleuchtung bei Nacht ein Grund für ihren Rückgang sein kann. ▶▶ http://idw-online.de/de/news658660

Erbgutanalyse enthüllt: Es gibt nicht nur eine, sondern vier Giraffenarten
Senckenberg-Wissenschaftler und die Giraffe Conservation Foundation haben die genetischen Verwandtschaftsbeziehungen aller großen wildlebenden Giraffenpopulationen untersucht. Die großangelegte Studie zum Erbgut der Giraffen, die heute im Fachmagazin "Current Biology" erscheint, zeigt, dass es vier eigenständige Giraffenarten gibt. Bisher war man von lediglich einer einzigen Giraffenart ausgegangen. Dem überraschenden Befund liegen genetische Analysen anhand mehrerer kern-kodierter Gene von über 100 Tieren zugrunde. Die neuen Erkenntnisse werden dazu beitragen, Schutzmaßnahmen für die gefährdeten Tiere in Afrika zu verbessern.
▶▶ http://idw-online.de/de/news658482

Kadaver verrotten schneller in naturnahen Wäldern
Tierkadaver verrotten im naturnahen Wald schneller als im stark genutzten Forst. Das zeigte Christian von Hoermann von der Universität Ulm anhand von Ferkelkadavern in 75 deutschen Waldstücken. Hohe Temperaturen, aber auch reichlich Totholz oder ein lockerer Boden beschleunigen die Zersetzung. Diese Faktoren beeinflussen aasfressende Käfer empfindlich. Über aktuelle Ergebnisse und Schlüsse für Forstwirtschaft und Rechtsmedizin spricht der Forscher am 5. September 2016 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie in Marburg.
▶▶ http://idw-online.de/de/news658369

Spannende Erkenntnisse zum Zugverhalten von Schlangenadlern
Vom Großteil der europäischen Schlangenadler ist bekannt, dass sie in einem relativ schmalen Gürtel in der Sahelzone südlich der Sahara überwintern. Italien beheimatet mehrere hundert Brutpaare des Schlangenadlers, dennoch wird die Art auf dem Durchzug an der Straße von Messina, einem Konzentrationspunkt des Vogelzugs über das zentrale Mittelmeer, nur in geringer Zahl festgestellt. Bereits Ende der 1990er Jahre wurde daher die Hypothese aufgestellt, dass auch italienische Schlangenadler Afrika über Frankreich und die Iberische Halbinsel erreichen. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_09_13_spannende_erkenntnis

LNV: Bund soll zweigleisigen Ausbau der Gäubahn bald realisieren
Das Land hatte – im Einklang mit allen im Landtag vertretenen demokratischen Parteien und den politischen Entscheidungsträgern in Kreisen, Städten und Gemeinden – beim Bund eine Höherstufung mehrerer Schienenprojekte im Bundesverkehrswegeplan gefordert. Als besonders vordringlich nannte der LNV die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit der sogenannten Gäubahn zwischen Horb und Tuttlingen.
▶▶ weiterlesen

BUND: Straßenbau verschärft die Klimakrise
Der heute (3.8.) vom Bundeskabinett verabschiedete Bundesverkehrswegeplan erfüllt alle Wünsche der Straßenbau-Lobby. Der Fokus liegt viel zu stark auf dem Straßenbau und vernachlässigt neue Schienenprojekte. 10 Milliarden Euro sollen alleine in Baden-Württemberg in den kommenden 15 Jahren ausgegeben werden. Eine am Klimaschutz orientierte Mobilitätspolitik sieht anders aus.
▶▶ mehr

EU-Naturschutzpolitik kann Rückgang von Feldvogelarten nicht aufhalten
Die verheerenden Konsequenzen der landwirtschaftlichen Intensivierung machen Erfolge der EU-Naturschutzpolitik und von Vertragsnaturschutzprogrammen größtenteils wieder zunichte. So lautet das Fazit einer europaweiten Studie, die ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftlern verschiedener Universitäten und Forschungsinstitute in Zusammenarbeit mit BirdLife und dessen europäischen Partnerverbänden unter Beteiligung des DDA jüngst erarbeitet hat.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_08_22_eu-naturschutzpoliti

Video: Max Uthoff findet als Lobbyist CETA wunderbar wild und gefährlich
Nehle Hoffer vom BUND schreibt: "Mit CETA stehen die Dinge auf dem Spiel, für die die Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa lange kämpfen musste: Unsere gentechnikfreie Landwirtschaft mit strengen Regeln für Pflanzengifte, das Vorsorgeprinzip im Umweltschutz, der Klimaschutz, die Daseinsvorsorge. CETA soll "Hemmnisse" für den Handel abbauen. Das geschieht vor allem im Interesse exportorientierter Großkonzerne und Investoren. Umwelt- und Verbraucherschutz werden dem untergeordnet. Besonders brisant: CETA garantiert Konzernen Sonderklagerechte, ganz ähnlich wie bei TTIP vorgesehen.
Gemeinsam mit foodwatch, Campact, Mehr Demokratie und Greenpeace fordert der BUND, dass die deutsche Bundesregierung in Brüssel gegen CETA stimmt – egal ob vorläufig oder dauerhaft!
Dass die Verhandlungen um das Freihandelsabkommen CETA geradezu absurde Züge annehmen könnten, zeigt dieses Video der Macher von "Die Anstalt". In der Hauptrolle: Max Uthoff als "CETA-Lobbyist". Sehenswert!"
▶▶ http://newsletter.bund.net/go/14/1TNJLHRL-1TMZSIWR-1TMZSJHC-19CRRN9.html

15.09.2016

Gänsegeier in Mössingen freigelassen
Am 11.07.2016 wird bei Aukrug (RD, SH) ein K2-Geier ermattet aufgegriffen, in den Wildpark Eekholt gebracht, wo er wieder zu Kräften kommt und von 4.800 auf 8.000 g Körpergewicht gebracht werden kann. Er wird am 04.08.2016 nahe Mössingen (TÜ, BW) besendert freigelassen. Der Vogel fliegt noch am selben Tag direkt in den Bodenseeraum und verbringt den verregneten Freitag in einem Baum nahe Hemmenhofen auf der Höri. Lesen Sie hier weiter:
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/geier/16_06.htm

Bürgerbeteiligung - Internetangebot der Regierungspräsidien nutzen!
Aus dem LNV-Infobrief vom Juli 2015: "Wussten Sie, dass die vier Regierungspräsidien in BW ein eigenes Portal zur Bürgerbeteiligung betreiben? Informationen zu laufenden Projekten in den Regierungsbezirken und über Beteiligungsmöglichkeiten können abgerufen werden. Verknüpfungen führen zum jeweiligen Regierungspräsidium. Von dort aus ist die themen- oder stadt- bzw. landkreisbezogene Suche nach aktuellen Vorhaben mit Bürgerbeteiligung möglich, z. T. können auch Planunterlagen usw. eingesehen werden. Hilfreich ist der Link zu den "Bekanntmachungen" in der Kopfzeile.
▶▶ Hier weiterlesen

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands veröffentlicht
Zur Dokumentation des Artenrückgangs, als Alarmsignal für den Zustand von Natur und Landschaft insgesamt, sind Rote Listen ein unverzichtbares Instrument: Sie sind in ihrer Aussage leicht verständlich, für jedermann einsehbar und fachlich akzeptiert. Seit nunmehr 45 Jahren gibt es in Deutschland die Rote Liste der Vögel, eine lange Zeitreihe in der kurzen Naturschutzgeschichte unseres Landes und somit eine wirkliche Erfolgsgeschichte aus dem Werkzeugset des Naturschutzes.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_08_25_neue_rote_liste_der_

LED-Straßenbeleuchtung beeinflusst Fledermaus-Aktivität
Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Leuchtdioden (LEDs) hat erheblichen Einfluss auf Fledermäuse, die fliegenden Jäger der Nacht: Die Opportunisten unter den Fledermäusen verlieren Jagdgelegenheiten, lichtempfindliche Fledermausarten profitieren dagegen. Dies zeigt die aktuelle Studie von Christian Voigt und Daniel Lewanzik vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin.
▶▶ http://idw-online.de/de/news658306

Blühende Wiesen zum Wohl des Menschen
Je mehr es wimmelt, kreucht und fleucht, desto besser für den Menschen, der von den vielfältigen, kostenlos erbrachten Dienstleistungen der Natur profitiert. Das ist das Ergebnis einer Studie von über 300 Forschenden unter anderem des Instituts für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums. Ein artenreiches Ökosystem erbringt demnach die umfangreichsten Ökosystemdienstleistungen, berichtet das Team heute im Fachjournal "Nature". Besonders wichtig sei auch die Vielfalt der beim Menschen eher unbeliebter Insekten und die Vielfalt unscheinbarer Bodenorganismen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news657689

Der Traum im Fliegen: Vögel schlafen im Flug deutlich weniger
Erstmals ist es gelungen zu erforschen, dass und wie Vögel im Flug schlafen können. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Niels Rattenborg vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen hat durch Messungen der Gehirnaktivität bei Fregattvögeln herausgefunden, dass diese beim Fliegen mit beiden Gehirnhälften gleichzeitig oder nur mit einer Hälfte schlafen. Obwohl sämtliche Schlafmuster wie auch beim Schlaf an Land auftreten, schlummern die Tiere in der Luft allerdings nur eine dreiviertel Stunde pro Tag. An Land schlafen sie dagegen über zwölf Stunden. Wie die Vögel ihre Leistungsfähigkeit scheinbar problemlos an den Schlafmangel anpassen, bleibt vorerst noch ein Rätsel.
▶▶ http://idw-online.de/de/news657068

08.09.2016

Bericht: Öffentliche Nachtfalter-Leuchtnacht am Schafwasen in Hechingen
Je nach Durchhaltevermögen über 500 Falter von über 100 verschiedenen Arten konnten die rund 20 großen und kleinen BesucherInnen der Leuchtnacht oberhalb des Hechinger Schützenhauses bestaunen. Die ▶▶ Hohenzollerische Zeitung und der ▶▶ Schwarzwälder Bote haben einen Artikel in ihrem Online-Angebot veröffentlicht.

Hohe Auszeichnung für den Bisinger Albverein
Seit Ende vergangener Woche ist es offiziell: Der Schwäbische Heimatbund verleiht den begehrten Kulturlandschaftspreis an die Bisinger Albvereinsgruppe. Lesen Sie ▶▶ hier weiter beim Schwarzwälder Boten.

Experten nehmen Owinger Naturschutzgebiet Bühlen unter der Lupe
Der Ärger ist den Owingern noch in guter Erinnerung: Nach dem letzten größeren Eingriff in das Naturschutzgebiet Bühlen hieß es vielfach, es sei Kahlschlag betrieben worden. Solche "Großputzaktionen" seien aber genau das richtige, um diese einmalige Naturlandschaft zu erhalten, bestätigte am Dienstagabend vor Ort Sylvia Metz, vom Referat Naturschutz und Landschaftspflege am Regierungspräsidium Tübingen.
▶▶ zum Artikel in der Hohenzollerischen Zeitung

Bedrohte Pflanzenarten zurück in der Schwetzinger Hardt
Eine positive Zwischenbilanz lässt sich in der Schwetzinger Hardt ziehen: Im Rahmen des NABU-Projekts "Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken" ist es gelungen, hier wieder wertvolle Sandrasenpflanzen anzusiedeln. Arten wie Dünen-Steinkraut, Silbergras oder Blaugrünes Schillergras, sind in Baden-Württemberg heute stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Jetzt blühen sie in der Hardt wieder und tragen bereits Samen. "Unsere 'Impfaktion' im vergangenen Herbst hat also gute Voraussetzungen für eine weitere positive Entwicklung geschaffen", fasst NABU-Projektleiterin für Baden-Württemberg, Katrin Fritzsch, zusammen. Das "Impfen", also das Ausbringen von Samen aus dem nahe gelegenen Naturschutzgebiet Sandhausen, hatte der NABU-Pflegetrupp übernommen und sich dabei eng mit der Naturschutzverwaltung abgestimmt.
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Zygaena osterodensis: Film vom Schlupf aus dem Kokon
Haben Sie schon einmal gesehen wie ein Widderchen schlüpft? Rolf Prosi hat im Lepiforum den Link zu einem Film mit ca. 9 Minuten Länge veröffentlicht. Tatsächlich hatte der Schlupf ca. 30 Minuten gedauert.
▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=k9LKUPMG4WI

Knutt fliegt nonstop 4000 Kilometer von Kanada bis ins Wattenmeer
Knutts aus zwei verschiedenen Populationen nutzen das Wattenmeer der Nordsee im Verlauf des Jahres. Während die Nominatform auf dem Zug zwischen sibirischem Brutgebiet und den westafrikanischen Winterquartieren im Frühjahr und Herbst bei uns durchzieht, überwintern Knutts der im hocharktischen Kanada und im Norden Grönlands verbreiteten Unterart islandica bei uns.
Im Rahmen eines Projektes des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) offenbarte nun ein mit Satellitensender ausgestatteter Knutt dieser Unterart eine beeindruckende Zugleistung. Der Knutt "Paula" erreichte am 15. Juli die niederländische Insel Terschelling nach einem Nonstop-Flug über 4000 Kilometer aus dem nördlichsten Kanada. Er bestätigt damit bisherige Annahmen, dass Knutts auf ihrem Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet enorme Flugleistungen vollbringen.
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Für Sprünge ans rettende Ufer: Käfer reduziert Oberflächenspannung mit körpereigener Substanz
Ein außergewöhnliches Fluchtverhalten aus dem Reich der Insekten konnte jetzt ein Forscherteam der Universität Regensburg nachweisen. Käfer der Gattung Stenus verfügen über die Fähigkeit, die Oberflächenspannung von Wasser zu beeinflussen. Dafür nutzen sie eine körpereigene Substanz, mit der sie sich ans rettende Ufer katapultieren können. Doch nicht nur das: Die Substanz ist auch grenzflächen-viskoelastisch und verwandelt somit die Wasseroberfläche regelrecht in einen Sumpf.
▶▶ http://idw-online.de/de/news656784

Reise von Bartgeier "Larzac" endet in Schleswig-Holstein
Mitte Juli hatten wir an dieser Stelle über den in einem Wiederansiedlungsprojekt in Südfrankreich besenderten und seit dem 4. Juli nach einem Ausflug bis nach Norddeutschland vermissten Bartgeier "Larzac" berichtet. Nun gibt es leider traurige Gewissheit zum Schicksal des Vogels. Seine Überreste wurden etwa 10 km südlich der Ostseeküste bei Wangels im Landkreis Plön in unmittelbarer Nähe zu einer (allerdings abgeschalteten) Niederspannungsleitung gefunden. Es wird derzeit von einem Leitungsanflug ausgegangen.
▶▶ Mehr über Larzac und andere Bartgeier aus dem Programm

Liberias einzigartige Wälder vor den Holzfällern retten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Liberia beheimatet fast die Hälfte der verbliebenen, unglaublich artenreichen Regenwälder Westafrikas. Bisher darf das Holz von Bäumen, die für Plantagen gefällt werden, nicht verkauft werden. Jetzt beantragt die Palmöl-Firma Golden Veroleum Liberia (GVL) eine Rodungslizenz, die das erlaubt.
Umweltschützer fordern von Liberias Regierung, den Export von Tropenholz aus solchen Konzessionen zu verhindern. Sonst drohe die Zerstörung der Regenwälder.
Am 5. August gehen unsere liberianischen Partner in die Höhle des Löwen und konfrontieren die Manager von GVL mit den Vorwürfen. Bitte unterstützen Sie ihre Botschaft: Hände weg vom Tropenholz!"
▶▶ zur Petition

Online-Portale können Monitoringprogramme ergänzen, aber nicht ersetzen
Das Monitoring, also die zeitliche Verfolgung von Änderungen in den Beständen von Tier- und Pflanzenarten, bildet eine wichtige Grundlage für erfolgreichen Naturschutz. Die regelmäßige, standardisierte Erfassung über große Gebiete ist jedoch teuer und kann nur durch die Einbindung einer großen Zahl freiwilliger Helfer mit speziellen Kenntnissen realisiert werden. Diese Ressourcen sind in vielen Gegenden der Welt nicht vorhanden.
Viele Naturliebhaber melden jedoch unsystematisch erhobene Daten über das Internet oder Smartphone-Apps an Online-Datenbanken wie etwa ornitho.de oder eBird, von Beobachtungen einzelner seltener Arten bis zu kompletten Artenlisten erfolgreicher Exkursionen. Online-Plattformen haben weltweit inzwischen Milliarden von Beobachtungen angesammelt. Solche Daten sind erfolgreich in vielen Bereichen von Wissenschaft und Naturschutz zum Einsatz gekommen, etwa in Auswertungen zur Verschiebung von Ankunftszeiten und Zugrouten bei Zugvögeln. Ob unsystematisch erhobene Daten auch für das zeitliche Monitoring von Vogelpopulationen genutzt werden können, war allerdings bisher unklar.
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EU darf kein Komplize der Wilderer sein
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Savannen und Wälder Afrikas ohne Elefanten – dieses schreckliche Szenario könnte in zehn Jahren Wirklichkeit werden, wenn die Wilderei unvermindert weitergeht. Die Elefanten Afrikas kämpfen ums Überleben. 29 afrikanische Staaten, in denen Elefanten leben, arbeiten deshalb an einem absoluten Handelsverbot für Elfenbein. Nur das kann die Wilderei beenden. Selbst die wichtigsten Importeure USA und China unterstützen es. Doch die EU stellt sich quer!
Umweltschützer weltweit sind entsetzt.
Bitte fordern Sie von der EU, ein totales Handelsverbot mit Elfenbein zu unterstützen. Die EU darf sich nicht zum Komplizen der Wilderer machen." ▶▶ zur Petition

04.08.2016

Mottenschau fasziniert Besucher
Insgesamt 16 Interessierte kamen zur Mottenschau der NABU-Gruppe Rosenfeld. Auf dem Programm standen gemeinsames Grillen und der erste öffentliche Nachtfalter-Leuchtabend in Rosenfeld.
▶▶ https://epaper.zak.de/eweb/zak/2016/07/22/zak/29/1179407/

In Ungarn besenderter Würgfalke in Deutschland unterwegs
Der Würgfalke ist Brutvogel der großen Steppengebiete Osteuropas und Zentralasiens. Die westlichsten Brutvorkommen liegen in Österreich und Ungarn, auch in Deutschland hat die Art aber schon einmal gebrütet. Von 1997 bis 2001 brütete ein Paar im Elbsandsteingebirge in Sachsen. In Europa hat der Würgfalke im 20. Jahrhundert starke Bestandseinbußen erlitten, der Weltbestand dieser global gefährdeten Art ist in den letzten Jahrzehnten ebenfalls stark rückläufig. Erst aufgrund konsequenter Schutzmaßnahmen stiegen die Bestände in einigen Ländern Osteuropas ab den 1980er Jahren wieder an.
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"Mauerblümchen" macht sich breit - Ausbreitung des invasiven Weidenröschens
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Verbreitung der invasiven Pflanze "Kurzfrüchtiges Weidenröschen" in Deutschland untersucht. Der Neophyt stammt ursprünglich aus den Hochgebirgen Nordamerikas und breitet sich seit etwa 15 Jahren massiv im Rhein-Main-Gebiet aus. Genetische Untersuchungen zeigen, dass die Pflanzen in mehreren Schritten nach Deutschland gelangten – vermutlich als "blinde Passagiere" in Militär- und Landwirtschaftsfahrzeugen. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal "Biological Invasions" erschienen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news656630

Zeckenstiche - Wie kann ich mich schützen?
Das aktuelle Wetter lässt die Zecken noch aktiver werden. Der NABU gibt Tipps, wie sich Zeckenstiche vermeiden lassen und was es zu beachten gilt, wenn es doch passiert ist.
▶▶ Mehr

Weniger Bienen und Schmetterlinge - dramatischer Rückgang der Fluginsekten
Manche Zeitgenossen mögen sich darüber freuen: Die Windschutzscheibe bleibt länger sauber, und das hektische Gefuchtel an der sommerlichen Kuchentafel auf der Terrasse könnte demnächst weniger heftig ausfallen. Für die biologische Vielfalt jedoch ist das eine schlechte Nachricht.
▶▶ Mehr

Fledermäusen ein Zuhause geben - ein Quartier für die Nachtschwärmer
Aus dem NABU-Newsletter: Leider verschwinden immer mehr Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse. Daher zeigen wir Ihnen in dieser Video-Anleitung, wie Sie mit wenigen Handgriffen für die Akrobaten der Lüfte ein Zuhause bauen können. Probieren Sie es einfach mal aus! ▶▶ mehr

29.07.2016

Wimsheim erhält Prädikat "NABU-Naturwaldgemeinde"
Zusammen mit sechs weiteren NABU-Naturbetrieben in Baden-Württemberg ist der Gemeindewald ein Modell für naturnahe Waldwirtschaft.
▶▶ http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/wald-wild-jagd/aktuelles/index.html

Große Hufeisennasen nehmen neues Quartier an
Die Überlebenschancen der deutschlandweit letzten Kolonie der Fledermausart "Große Hufeisennase" sind jetzt durch das Restaurieren einer Kirche auf einem US-Truppenübungsplatz in der Oberpfalz verbessert worden. Nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt fachlich und finanziell unterstützte, konnten 13 sichere und vier weitere mögliche Fledermausarten, darunter auch die Große Hufeisennase, innerhalb oder unmittelbar um die Kirche ermittelt werden. In der Projektlaufzeit war die Zahl der nachgewiesenen Fledermäuse in und um Kirche Bergheim stetig angestiegen. Für 2016 liegen jetzt erste Beobachtungen vor. "Fledermäuse haben sehr hohe Ansprüche an ihre Quartiere. Sie gelten als Anzeiger einer lebenswerten und intakten Umwelt. Wenn wir sie schützen, tun wir uns selbst einen Gefallen", so DBU-General­sekretär Dr. Heinrich Bottermann. ▶▶ mehr

Erstnachweis des Maskenwürgers für Deutschland ("Die spinnen, die Ornis")
Am Nachmittag des 13. Juli 2016 machte eine Nachricht unter den Vogelbeobachtern in Deutsch­land schnell die Runde: Auf Helgoland war ein Maskenwürger fotografiert worden. Nie zuvor konnte diese im östlichen Mittelmeerbereich und in Kleinasien verbreitete Vogelart hierzulande beobachtet werden und entsprechend groß war das Interesse. Bereits am nächsten Tag versammelten sich rund 50 extra für den Würger angereiste Beobachter auf der Insel. Der Vogel spielte mit und ließ sich auch am Folgetag beobachten und fotografieren. Wer in der Woche nicht konnte, bekam am Wochenende noch eine Chance. Auch aktuell hält sich der extrem seltene Gast weiter im Mittelland von Deutschlands einziger Hochseeinsel auf.
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Bestandsrückgänge des Kuckucks hängen mit der Wahl der Zugroute zusammen
Weltweit gehen insbesondere die Bestände von Zugvogelarten stark zurück. Auch wenn bei vielen Arten angenommen wird, dass die Gründe für diese Rückgänge zumindest zum Teil auf dem Zugweg oder in den Überwinterungsquartieren zu suchen sind, liegen dazu bislang kaum belastbare Daten vor.
In einer Telemetriestudie wurden an verschiedenen Orten Großbritanniens in den Jahren 2011 bis 2014 insgesamt 42 männliche Kuckucke, was die genaue Verfolgung von insgesamt 56 herbstlichen Zugrouten ermöglichte. Die Forscher stellten dabei fest, dass die Vögel ihr gemeinsames Winterquartier in Zentralafrika über zwei unterschiedliche Routen erreichten. Auf einer West-Route verließ ein Teil der Kuckucke Großbritannien nach Südwesten über die Iberische Halbinsel, während andere eine Ost-Route über Italien oder den Balkan wählten. Die Vögel blieben auch über mehrere Zugperioden stets ihrer individuellen Route treu. Zwischen lokalen Brutbeständen gab es starke Unterschiede in der Wahl der Zugroute, sodass den Wissenschaftlern eine nach Herkunftsgebiet differenzierte Auswertung möglich war.
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Raben lernen am besten von engen sozialen Partnern
Einer der großen Vorteile des Zusammenlebens ist es, neue Informationen von Gruppenmitgliedern zu erhalten. Das können auch neue Verhaltensweisen sein, die sich oftmals auf die gesamte Gruppe ausbreiten. In ihrer aktuellen Studie konnte ein Forschungsteam um Christine Schwab und Thomas Bugnyar vom Department für Kognitionsbiologie der Universität Wien anhand von Raben zeigen, dass soziale Beziehungen zu Artgenossen ausschlaggebend dafür sind, neues Wissen zu erlangen. Die Ergebnisse dazu erscheinen aktuell im Fachjournal "Royal Society Open Science".
▶▶ http://idw-online.de/de/news656148

Flora Afrikas auf einen Klick - Über 5000 Pflanzenarten in Datenbank
Frankfurt, den 19.07.2016. Der Online-Fotoführer "African Plants" wächst kontinuierlich: Kürzlich hat die Senckenberg-Datenbank die 5000er-Marke der illustrierten Pflanzenarten geknackt. Damit bildet die öffentlich zugängliche Fotosammlung etwa 10 Prozent der bekannten Pflanzenarten im kontinentalen Afrika ab. Derzeit werden weitere Fotos aus dem schwer zugänglichen Zentralafrika ergänzt und stehen so Hobbybotanikern, Afrika-Reisenden und Wissenschaftlern gleichermaßen zur Verfügung. ▶▶ http://idw-online.de/de/news656498

Feuer frei auf Steinadler in Norwegen?
In Norwegen droht ein Massenabschuss von Steinadlern. Ein Parlamentsausschuss billigte kürzlich zwei Pilotprojekte für ein „Raubtiermanagement“, nach denen in den Regionen Fosen in Zentral- und Troms in Nordnorwegen erstmals auch Steinadler in größerem Umfang getötet werden dürften. Zur Begründung werden Schäden genannt, die die Adler an freilaufenden Herdentieren wie Schafen und Rentieren anrichten sollen. Der norwegische BirdLife-Partner "Norsk Ornitologisk Forending" (NOF) hat errechnet, dass in den beiden Pilotregionen bis zu 226 Steinadler nach dem "Managementplan" geschossen werden dürften. Vor einer in Kürze erwarteten endgültigen Entscheidung durch die Regierung muss es noch eine öffentliche Anhörung im Parlament geben. Die NOF will die Zeit nutzen, um das Vorhaben durch Informationen und öffentlichen Druck auch aus dem Ausland noch zu stoppen. Unterstützen Sie deshalb die ▶▶ Petition der norwegischen Naturschützer (Registrierung erforderlich).
Übrigens: Der DDA teilt mit: "Jetzt setzt sich auch der schwedische Jagverband für einen Abschuss von Steinadlern ein - zum Schutz für Jagdhunde. Dabei wurden in den vergangenen zwölf Jahren jedoch nach Angaben von BirdLife Schweden pro Jahr nur zwischen null und vier Hunde von Steinadlern getötet oder schwer verletzt. Mehr als 1.000 Jagdhunde werden jedoch jährlich durch andere Ursachen getötet oder schwer verletzt." ▶▶ Mehr

Neuentdeckte europäische Schlange steht vor dem Aussterben
Wissenschaftler haben in den westlichen italienischen Alpen eine bisher unbekannte Vipern-Art entdeckt. Die Schlange, an deren Entdeckung Biologen der Universität Basel beteiligt waren, ist jedoch vom Aussterben bedroht. Die Zeitschrift «Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research» hat die Studie veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news655915

Gefährlicher Flug in den Windpark
Vor allem weibliche Fledermäuse scheinen im Frühsommer regelrecht von Windkraftanlagen angezogen zu werden. Das ist eines der Ergebnisse der Pilotstudie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Die Forscher hatten den nächtlichen Flug des einheimischen Großen Abendseglers via GPS-Tracking beobachtet. Einige Resultate verblüfften selbst die Experten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news655932

Vogelparadies im Peenetal kaufen - 15,3 Hektar für Feldlerche und Co.
Viele Wiesenvögel wie die Feldlerche haben es immer schwerer, einen geeigneten Lebensraum zu finden. Im Peenetal hat der NABU jetzt die Gelegenheit, ein weiteres Stück Natur als Lebensraum zu sichern. Helfen Sie mit, um die 15,3 Hektar Land zu kaufen. ▶▶ Mehr

NABU-Leitfaden zum Schwalbenschutz
Wo fühlt sich die Rauchschwalbe so richtig wohl? Wie kann ich Mehlschwalben ansiedeln? Wie unterscheide ich eigentlich diese Arten? Was tun, wenn Schwalbennester bei einem Renovierungsvorhaben entdeckt werden? Diese und viele andere Fragen werden in einem 2015 erschienenen NABU Leitfaden diskutiert. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit im Projekt "Schwalben willkommen" bezeichnet Diplom Biologin Jutta Over die 74-seitige Broschüre als Ergebnis unzähliger Diskussionen, Beobachtungen und Erfahrungen in ganz Niedersachsen. Doch auch auf andere Bundesländer kann das gut übertragen werden.
Die Broschüre gibt's hier kostenlos: ▶▶ NABU Niedersachsen

Schnittholz: Neue Energie aus dem Obst- und Weinbau
Diese Wertschöpfungskette macht Sinn – das ist das Ergebnis des jetzt auslaufenden europäischen Forschungsprojekts EuroPruning. Während der letzten drei Jahre haben Wissenschaftler gemeinsam mit Praxispartnern erfolgreich neue Geräte und Logistik-Tools entwickelt, um bestehende Hemmnisse für die energetische Nutzung von Schnittholz aus dem Obst- und Weinbau zu überwinden. In drei europäischen Regionen wurden die ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen einer Nutzung von Schnittholz untersucht und dessen Potentiale bilanziert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news656300

Phosphor-Dünger aus Klärschlamm: Pilotanlage erprobt Praxistauglichkeit
Bioökonomie-Projekt der Universität Hohenheim nutzt Abfall aus Kläranlagen als Rohstoff - Gewonnene Klärschlammkohle ersetzt Braun- oder Steinkohle Kommunale Kläranlagen haben jährlich knapp zwei Millionen Tonnen trockenen Klärschlamm zu entsorgen. Er enthält lebens­notwendiges Phosphor, das sich mit dem neuen Verfahren der Hohenheimer Agrartechnologin Prof. Dr. Andrea Kruse schadstofffrei und kostengünstig aus dem Schlamm für Dünger gewinnen lässt. Eine AVA cleanphos-Pilotanlage, die das HTC-Verfahren (hydrothermale Carbonisierung) nun praxisähnlich erprobt, geht dieser Tage bei der AVA Green Chemistry Development GmbH in Karlsruhe in Betrieb. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news655753

21.07.2016

Naturschutzverbände lehnen Änderung des LSG "Großer Heuberg" ab
Die Naturschutzverbände waren aufgerufen, zur geplanten Änderung des LSG "Großer Heuberg" zugunsten des weiteren Abbaus durch die Firma Holcim Stellung zu beziehen. Wie auch schon die geplante Umwidmung des Vorranggebiets Rohstoffsicherung in einer Vorranggebiet Abbau durch den Regionalverband lehnen die Verbände diese Änderung ab. Die Stellungnahme endet so:
"Obwohl bereits bei der Abgrenzung der Naturschutzgebiete auf dem Plettenberg Rücksicht auf die Abbau-Interessen der damaligen Firma Rohrbach Zement genommen worden war und das LSG aus Sicht der Naturschutz-verbände eher eine Art „Feigenblatt“ darstellt (weil aus fachlicher Sicht der gesamte Plettenberg als NSG hätte ausgewiesen werden müssen), sollen nun erneut ausschließlich wirtschaftliche Interessen dazu dienen, dem Plettenberg seinen erwiesenermaßen benötigten Schutz zu nehmen."
Die ganze Stellungnahme finden Sie hier: ▶▶ Download

Libellen im Hinterzartener Moor
In einer Begleituntersuchung zum NABU-Renaturierungsprojekt im Hinterzartener Moor wurde 2015 nach mehr als zwei Jahrzehnten die Libellenfauna erneut erfasst.
▶▶ http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/moore/projekt-moore-mit-stern/20891.html

Dialogforum kümmert sich um Energiewende und Verteilnetze
BUND und NABU werden sich für zwei weitere Jahre als Moderatoren in die mitunter hitzig geführten Diskussionen um den Ausbau der Erneuerbaren Energien einbringen. Das "Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz" der beiden Umweltverbände wird zudem ergänzt um das Thema Ausbau der Stromverteilnetze in Baden-Württemberg im Zuge der Energiewende. Verteilnetze umfassen die Hoch-, Mittel- und Niederspannung. Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert das Projekt seit 2012 und hat es bis August 2018 verlängert. ▶▶ Mehr

Geckos im Ausverkauf - Handel gefährdet Überleben seltener Reptilien-Arten
Reptilien sind äußerst beliebte Haustiere, der Handel boomt. Zwischen 2004 und 2014 hat die EU offiziell fast 21 Millionen lebende Exemplare importiert, mehr als sechs Millionen davon sind auf dem deutschen Markt gelandet. Darunter sind auch viele Vertreter von bedrohten Arten, mit denen sich extrem hohe Gewinne erzielen lassen. Ein internationales Experten-Team um Mark Auliya vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig hat nun die Folgen solcher Geschäfte dokumentiert. Die große Nachfrage auf dem europäischen Markt gefährdet bereits das Überleben etlicher Arten in aller Welt, warnen die Forscher im Fachjournal Biological Conservation.
▶▶ http://idw-online.de/de/news656135

HeidelbergCement raus aus Kendeng!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Kendeng-Karst ist unsere Mutter. Es darf nicht sein, dass ein deutscher Konzern seinen Profit über Mensch und Natur stellt", sagen uns Paini und Gunretno. Sie gehören zu der Gemeinschaft der Samin, die umweltbewusst mit und im Kendeng-Karst auf der indonesischen Insel Java leben und über ihn wachen.
HeidelbergCement will im Kendeng-Karstgebirge Kalkgestein abbauen und eine Zementfabrik errichten. Doch Eingriffe in das sensible Karstgebirge sind eine ökologische und humanitäre Katastrophe. Die Bevölkerung wehrt sich mit aller Kraft. Doch jetzt doch jetzt könnten sie verlieren, wenn wir sie nicht unterstützen."
▶▶ Zur Petition

CETA und TTIP: Jetzt drehen sie durch
Campact schreibt: "EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat offenbar den Brexit-Knall nicht gehört. Statt Europa jetzt demokratischer zu gestalten, will er die Parlamente übergehen – um CETA und TTIP durchzusetzen. Diese Woche verkündete er: Das umstrittene CETA-Handelsabkommen mit Kanada soll durchgepeitscht werden – ohne dass Bundestag und Bundesrat beteiligt werden. Die Blaupause für TTIP, die Sonderklagerechte für Konzerne und niedrigere Umwelt- und Verbraucherstandards bringen würde, könnte dann schon im Winter in Kraft treten! ▶▶ Nein zum CETA-Rechtsbruch - hier unterzeichnen!"

14.07.2016

Jugend forscht mit Wildtierkameras, ob Tiere die A 81 unterqueren können
Eines der ▶▶ NABU-Naturschutzziele 2020 ist die Wiedervernetzung der Landschaft. Denn Wildtiere und -pflanzen müssen wandern, umherstreifen beziehungsweise neue Lebensräume erschließen können. Passend dazu hat unser NABU-Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald ein Projekt mit Schülern durchgeführt. Unter Einsatz von Wildtierkameras wurde erforscht, ob bestehende Durchlässe unter der A 81 von Rehen, Füchsen etc. tatsächlich als Querungshilfe genutzt werden. Und tatsächlich konnten überraschende Fotos ausgewertet werden. ▶▶ Zeitungsartikel

Schüler/innen kartieren Schwalben mit dem Handy
Dass man mit einem Smartphone auch zum Naturschutz beitragen kann, lernen momentan 21 Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse in Renningen. Nachdem die letzte Erfassung des Schwalbenbestandes in Renningen und Malmsheim schon einige Jahre zurückliegt hat die NABU-Gruppe nun eine App entwickelt, mit deren Hilfe die Kinder die alte Kartierung überprüfen und gleich aktualisieren können. Ein schönes Projekt, bei dem die Schüler freiwillig begeistert mitmachen und das sich sicher auch anderenorts umsetzen ließe. ▶▶ Zeitungsartikel

Bisher unbekannte weltweite ökologische Katastrophe aufgedeckt
In der Erdgeschichte kam es mehrmals zu einem Massenaussterben mit entsprechenden Konsequenzen für die Umwelt. Forschende der Universität Zürich haben nun eine weitere Katastrophe vor rund 250 Millionen Jahren entdeckt, die während der Unteren Trias die vorherrschende Vegetation völlig veränderte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news655215

Bestände der Saiga-Antilope erholen sich - Population entwickelt sich positiv
Nach dem dramatischen Massensterben der stark bedrohten Saiga-Antilopen im vergangenen Jahr entwickelt sich die Population positiv. Die Ursache des Massensterbens wird weiterhin erforscht, erste Erkenntnisse deuten auf eine durch Bakterien verursachte Krankheit hin. ▶▶ Mehr

Die Kohlschabe und der Brexit
An Realsatire erinnert eine Mitteilung von Armin Dahl im Lepiforum: "2016 wird ein gutes Kohlschaben-Jahr: letzte Woche zum Beispiel sahen wir auf einer Brachfläche im Ruhrgebiet tausende Tiere von Plutella xylostella auf Blüten und später am Licht. Und auch unsere britischen Nachbarn haben anscheinend einen Schwung der Tiere abbekommen, jedenfalls warnen dort die Experten aktuell vor der "super-pest-moth". ▶▶ https://www.theguardian.com/environment/2016/jun/15/experts-warn-of-explosion-in-numbers-of-super-pest-moth-diamondback
Neu daran war für mich, dass die Raupe von P. xylostella anscheinend gegen eine Menge Pestizide resistent ist, das lässt für die Tierwelt der Äcker etwas Hoffnung aufkommen. Und es wäre nicht Britain, wenn die Zeitungsleute nicht gleich einen herrlich bekloppten Dreh an der Sache gefunden hätten, zusammengefasst: The biggest threat to Britain from the EU is uncontrolled moth migration - nachzulesen im ▶▶ Guardian."
Quelle: ▶▶ http://www.lepiforum.de/2_forum_2013.pl?page=1;md=read;id=28200

ENDLICH: Glyphosat-Entscheidung gefallen!
Am 29.06. schreibt das Gemeinsam-gegen-Glyphosat-Team: "Heute hat die EU-Kommission entschieden: Die ursprünglich geplante Wiederzulassung von Glyphosat für 15 Jahre ohne Auflagen ist geplatzt. Stattdessen gibt es eine Verlängerung der Zulassung um bis zu 18 Monate. Innerhalb dieser Zeit soll die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) die Krebsgefahr von Glyphosat neu bewerten. Auch wenn dies bedeutet, dass Glyphosat noch bis zu anderthalb Jahren weiter verwendet werden darf: Anderthalb statt 15 Jahre sind ein Riesenerfolg. Noch im März rechneten alle damit, dass das Pflanzengift ohne Debatte durch die Gremien gewinkt wird. Nun hat sich das Blatt gewendet: Jeder kennt Glyphosat und wer es einsetzt muss sich rechtfertigen!" ▶▶ http://newsletter.bund.net/go/8/1R4OQ81C-1QHW6PXN-1F1ATW8K-VM71AQ8.html

Russland zieht Nominierung zurück -International bedeutender Naturraum massiv gefährdet
Russland hat die Nominierung zur Erweiterung des Weltnaturerbes Westkaukasus zurückgezogen. Damit bricht das Land nicht nur die Versprechungen, die bereits entstandenen Zerstörungen zu kompensieren, sondern macht zudem den Weg für weitere Bauarbeiten frei. Mehr unter ▶▶ https://www2014.nabu.de/news/2016/06/20931.html

07.07.2016

Was gibt's Neues auf der Website?
- Allein 49 neue Fotos von Nachtfaltern sowie deren Eiern, Raupen und Puppen wurden heute auf die Falter-Seiten hochgeladen. Genauere Informationen erhalten Sie unter http://naturschutzbuero-zollernalb.de/ - dort rechts auf "zuletzt bearbeitete Seiten" klicken.
- Wie im obengenannten Fall werden die Naturschutzverbände immer wieder zu Verfahren gehört. Seit Ende Februar haben wir nun neue 4 Stellungnahmen auf unserer "Meinungs-"Seite veröffentlicht. ▶▶ Mehr

Stärkung der zweiten Säule
Die Ankündigung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Minister Peter Hauk, die heimische, nachhaltige Landwirtschaft gezielt zu unterstützen, versteht der NABU als Bestätigung seiner eigenen Position.
▶▶ http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/landwirtschaft/aktuelles/20888.html

Grünland-Umbruchverbot: Gesetz und Verordnung erlassen
Das Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG) für Baden-Württemberg wurde noch im Dezember 2015 vom Landtag beschlossen, so dass das zunächst bis 31.12.2015 befristete Grünlandumbruchverbot nun dauerhaft gilt (§ 27a LLG). Die zugehörige Dauergrünlandverordnung wurde Mitte Januar erlassen und trat am 20.02.2016 in Kraft. Sie regelt die Ausnahmemöglich­keiten. Zum Gesetzestext geht's hier: ▶▶ http://www.landesrecht-bw.de/

Interessante Ablesung eines "gemanagten" Schreiadlers aus Brandenburg
Eine vielleicht mehr Leute interessierende Meldung von Bernd Meyburg in der Greifvogel-Yahoogroup: "Interessante Ablesung eines gemanagten Adlers nach neun Jahren in Polen. Fundmeldung des Ringes DEH CA....7797 Ref.: WH11491/2016
Der Vogel wurde als "Einzelkind" am 11.07.2007 dem Horst (S_see) in Brandenburg entnommen und in die Uni-Klinik nach Berlin gebracht, weil der Flügel hing. Am 27.07. wurde er in einen anderen Horst in BB (B_heide) zu einem "Abel" (in Gefangenschaft aufgezogenes Zweitjunges) (aus dem L_Hof stammend) dazugesetzt. Die Ablesung jetzt ist ca. 80 km östl. Frankfurt (Oder). Es wäre interessant herauszufinden, ob und wo er genau brütet."

Jetzt im Frühling: Gefiederte Spiegelfechter
Wenn bei Ihnen eine Krähe oder eine Bachstelze andauernd ans Fenster klopft, handelt es sich nicht um einen Vogel, der ins Zimmer will, sondern um einen "Spiegelfechter". Zu diesem eigenartigen Verhalten kommt es aus folgendem Grund: Viele Vogelarten besetzen zur Brutzeit ein Revier. ▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=252

Bundesregierung drängt auf schnelle Entscheidung über die Zukunft der EU-Naturschutzrichtlinien
Die Bundesregierung hat sich erneut für den Erhalt der EU-Naturschutzrichtlinien ausgesprochen. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter drängt zudem auf die Herausgabe der bereits seit Januar vorliegenden Ergebnisse des "Fitness-Checks". ▶▶ Mehr

Globalisierung macht die Wirtschaft verletzbarer durch Klimawandel
Die Anfälligkeit des globalen Wirtschaftsnetzwerkes für Hitzestress hat sich im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Am Beispiel der Leistungsminderung von Arbeitskräften durch Extremtemperaturen zeigt die Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Columbia University erstmalig, wie die immer weiter gewachsene Vernetzung der globalen Lieferbeziehungen Produktionsverluste verstärken kann, weil diese Verluste sich leichter über Ländergrenzen hinweg fortpflanzen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news653828

Weltatlas dokumentiert künstliche Beleuchtung
Ein Atlas der „Lichtverschmutzung“ dokumentiert, wie künstliche Beleuchtung den Nachthimmel weltweit erhellt. Zusammengestellt hat den Atlas ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, darunter Christopher Kyba vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ. Der "New World Atlas of Artificial Night Sky Brightness" erscheint am 10. Juni in der Fachzeitschrift Science Advances. ▶▶ http://idw-online.de/de/news653807

30.06.2016

Flexibilisierung der Kletterregelung: MLR-Entscheidung liegt vor
2012 bis 2015 wurde an fünf Kletterfelsen, die einer Brutzeitsperre bis 31.07 unterlagen, getestet, ob ein Fels nach Beendigung der Vogelbrut (Wanderfalke, Kolkrabe, Dohle) und deren Bestätigung durch die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) bereits früher zum Klettern frei gegeben werden kann? Nach einer Pilotphase entschied das MLR: Von 55 Kletterfelsen wird an 18 das Klettern wegen der Flora abgelehnt. Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://lnv-bw.de/

NatureLeaks: Frans Timmermans in Bedrängnis
Aus dem NABU-Newsletter vom 17.06.: "Die durchgesickerte Evaluierungsstudie bringt die Kommissionsspitze in Bedrängnis. Vizepräsident Frans Timmermans wurde im Europaparlament gestern hart angegangen." ▶▶ https://blogs.nabu.de/naturschaetze-retten/natureleaks-frans-timmermans-in-bedraengnis/

und: NatureLeaks: Fitness-Check-Studie veröffentlicht
"Jean-Claude Juncker verweigert die Herausgabe, doch jetzt ist die Naturschutzstudie öffentlich gemacht. Wir stellen sie online." ▶▶ https://blogs.nabu.de/naturschaetze-retten/natureleaks/

Holzhandel mit Mördermilizen stoppen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "In diesem Jahr wird der Wert der auf Kosten der Natur ausgetragenen Verbrechen mindestens 91 Milliarden Dollar betragen. Zu diesem Schluss kommt der Anfang Juni veröffentlichte Bericht "The Rise of Environmental Crime" des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) und von Interpol (siehe ▶▶ http://unep.org/documents/itw/environmental_crimes.pdf). Ein alarmierender Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014. Damit ist die Umweltkriminalität die Goldader des organisierten Verbrechens. Bitte lest und liked den Bericht in der ▶▶ Welt und bitte unterschreibt unsere Aktion an die EU: Wir fordern, die EU soll Holzhandel mit Mördermilizen in Afrika stoppen."

24.06.2016

Bundesverdienstorden für Jochen Nill vom NABU Mössingen
Jochen Nill setzt sich seit bald 50 Jahren unermüdlich für die Natur ein. Dafür hat Bundespräsident Joachim Gauck ihm jetzt den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
▶▶ http://nabu-bw.de/wir-ueber-uns/auszeichnungen-und-ehrungen/20839.html

Neue Schmetterlings-Inhalte auf der Homepage
Die laufende Nachtfalter-Saison brachte schon interessante neue Ergebnisse, so dass sechs Arten neu beschrieben werden konnten, von denen erstmals authentische Fotos aus dem Zollernalbkreis vorgestellt werden. Darüber hinaus wurden unlängst insgesamt 37 Fotos ergänzt. Neu beschrieben wurden der Pulverspanner, der Kleine Felsen-Bindenspanner, der Einfarbige Waldrebenspanner, der Große Johanniskrautspanner, der Braunwurz-Wald-Mönch und die Hufeisenkleeeule.

Vorbereitungen für neuen Schwalbenturm
Der NABU-Kreisverband plant in diesem Jahr den dritten Schwalbenturm im Zollernalbkreis. In Zimmern unter der Burg hat ein Privatmann sein Grundstück im Ort zur Verfügung gestellt und eine örtliche Arbeitsgemeinschaft im NABU Oberes Schlichemtal ist derzeit mit den Vorbereitungen dafür beschäftigt. Sogar Sachmittel- und Geldspenden wurden bereits angekündigt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter ▶▶ http://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/

Tolle Hefte der NAJU für Kinder- und Jugendgruppen und für die Schule
Das Projekt "Fokus Biologische Vielfalt – von der Naturerfahrung zur politischen Bildung" der NAJU möchte Kinder und Jugendliche für die Bedeutung der biologischen Vielfalt sensibilisieren. Mit Unterrichtsmaterialien soll über direkte Naturerfahrungen eine Bindung an die Natur gefördert werden. Am Beispiel von zehn in Deutschland vorkommenden Arten werden grundlegende Zusammenhänge zum Schutz der biologischen Vielfalt und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung vermittelt. Die Hefte gibt’s als Download und/oder in gedruckter Form. ▶▶ Mehr

Naturtagebuch: Mit Manfred Mistkäfer die Natur entdecken
In jedem Jahr veranstaltet die BUNDjugend den Bundeswettbewerb Naturtagebuch, bei dem Kinder zwischen 8 und 12 Jahren in ganz Deutschland mitmachen können – auf eigene Faust, zusammen mit Freund*innen oder mit der ganzen Schulklasse.
Weitere Informationen unter http://www.bundjugend.de/projekt/naturtagebuch/

Erstmals über 200 Großtrappen im 21. Jahrhundert
Die Balz der Großtrappen ist im Westhavelland ein absoluter Hingucker und unter Vogel­beobachtern sehr begehrt. *In Deutschland kann das imposante Schaupsiel nur in drei kleinen Gebieten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt erleben.* Die gute Nachricht ist aber, die Zahl der Großtrappen hat in den letzten Jahren erfreulich zugenommen und beträgt nun über 200 Vögel. Und da sind die Küken dieser Saison noch nicht mitgezählt...
▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=621

Alpennationalpark: Neun Adlerpaare haben Junge!
Neun Steinadler-Paare brüten in diesem Jahr im Alpennationalpark "Berchtesgaden". Die kalte Witterung im April haben die Adler auf dem Nest offenbar gut überstanden. Jetzt sind die ersten Küken geschlüpft. Im vergangenen Jahr wurde im Alpennationalpark lediglich ein Adlerjunges flügge.
▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=613

Ergebnisse Stunde der Gartenvögel 2016
Auf Platz Eins landet der Haussperling, gefolgt von Kohlmeise, Amsel, Blaumeise und Feldsperling. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in den Top Fünf damit nur eine Verschiebung: Kohlmeise und Amsel haben die Plätze getauscht. Mehr beim ▶▶ http://nabu-bw.de/20837.html

LNV fordert Darstellung der Retentionsausgleichsflächen
LNV-Stellungnahme vom 24.05.2016: Neu eingeführt werden die EU-rechtlichen Vorgaben Umweltbericht und Natura 2000-Verträglichkeitsprüfung. Er beantragt, dass die anerkannten Naturschutzvereinigungen bereits beim Scoping eingebunden werden. Für die sog. „Zusammenfassende Erklärung“ zum Umweltbericht schlägt er vor, Aussagen zum Verschlechterungsverbot nach der Wasserrahmenrichtlinie, zum Lärmschutz, zur Luftreinhaltung und zum Hochwasserschutz zur Pflicht zu machen. Auch sollten Retentionsausgleichsflächen im Regionalplan dargestellt werden müssen.
▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-fordert-darstellung-der-retentionsausgleichsflaechen/

Umweltschutz, Profit und Sicherheit durch Mosaik-Bewirtschaftung
Wie muss eine Landschaft genutzt werden, um sowohl ökologische als auch sozioökonomische Anforderungen zu erfüllen? Diese Frage hat ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) am Beispiel aufgegebener Weideflächen im Regenwald Ecuadors beantwortet. Mithilfe von Simulationen stellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fest, dass der Schlüssel für dieses Multitasking wiederum eine möglichst vielfältige Bewirtschaftung ist. Die Ergebnisse wurden jetzt in "Nature Communications" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news654223

Täuschung des Bundestages (aus dem Newsletter des svf vom 03.06.)
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. schreibt: "Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am 1. Juni vor dem Bundestag eine Rede gehalten, in der er die Vereinbarungen verteidigt, die er am Vortag bei einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder hinsichtlich des weiteren Ausbremsens der Energiewende erzielt hatte. Die auf der Homepage der Bundesregierung veröffentlichte Rede ist bemerkenswert – nicht so sehr für den schnoddrigen Tonfall, den man von Gabriel ja gewohnt ist, sondern für seine Entschlossenheit, die Energiewende zu beenden, koste es, was es wolle.
Gabriel verwendet einen Großteil seiner Rede darauf, Oppositionspolitiker. Einige wenige Tatsachenbehauptungen sind dazwischen geflochten, die wir glücklicherweise selbst überprüfen können. Und das haben wir getan."
Mehr unter: ▶▶ http://naturschutzbuero-zollernalb.de/download/sfv-rundmail_160603.pdf

18.06.2016

Gelungenes Blumenwiesenfest des NABU Albstadt
Mit seinem Blumenwiesenfest hat der NABU Albstadt ganz gewiss neue Freundinnen und Freunde für die heimischen Flora gewinnen können. Viele Sinne wurden bei Jung und Alt angesprochen beim Kennenlernen der Pflanzenvielfalt in Blumenwiesen: Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten… Denn nur wenn die Menschen überhaupt diese Vielfalt kennen, sind sie möglicherweise auch bereit zum Erhalt dieser Arten beizutragen. ▶▶ Zeitungsbericht

Umweltminister künftig auch für Naturschutz zuständig
Am 12.05.2016 hat der Landtag die neue grün-schwarze Landesregierung unter Ministerpräsident Kretschmann bestätigt. Die Naturschutzabteilung (bisher im Ministerium Ländlicher Raum) wird künftig ins Umweltministerium eingegliedert. Die enge, aus Sicht des LNV bewährte, Verbindung von Land- und Forstwirtschaft / Naturschutz / Tourismus in einem Haus wird nicht aufrechterhalten. Für den Tourismus ist ohne fachliche Begründung und wohl aus machtpolitischen Gründen, künftig das Justizministerium zuständig.
▶▶ Landesregierung mit Ressortzuschnitt

Moorschutz: Erste Phase der Renaturierung ist abgeschlossen
In den Bodenmösern im Allgäu ist die erste Phase der Moor-Renaturierungen im Rahmen des Naturschutzprojekts "Moore mit Stern" abgeschlossen. Die Bodenmöser sind eines der wichtigsten Moorgebiete des Landes mit Hoch- und Niedermoorbereichen. Neben einer reich strukturierten Vegetation bergen sie große Vorkommen an Wiesenbrütern, seltenen Insektenarten und Kreuzottern. Viele der Moore in den Bodenmösern sind jedoch entwässert und haben infolge langjähriger Nutzung deutlich an Wert für die Natur verloren. Ziel des Projekts ist es, Nasslebensräume ökologisch aufzuwerten, die darin vorkommenden und daran angepassten Arten zu stabilisieren und zu fördern sowie eine naturnahe Moorentwicklung zu gewährleisten.
▶▶ http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/moore/projekt-moore-mit-stern/20732.html

Zweizellige Sandbiene: neue Wildbienenart im Rheinland entdeckt
Ob sie als Gast nur kurze Zeit bleibt oder in Nordrhein-Westfalen eine weitere Heimat gefunden hat, ist noch ungewiss. Fest steht allerdings, dass die Zweizellige Sandbiene (Andrena lagopus) kürzlich im Rahmen des Projektes "Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt" der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft erstmals in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde.
▶▶ http://idw-online.de/de/news653604

Schüchterne Wildschweine sind manchmal die besseren Mütter
Die Persönlichkeit von Wildschwein-Müttern kann sich auf das Wohlergehen ihrer Jungen auswirken. Das hat ein Team vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna herausgefunden. Die WissenschafterInnen haben untersucht, ob und unter welchen Umständen sich der Charakter auf die Anzahl ihrer großgezogenen Jungen auswirkt. Das Ergebnis: Ist das Nahrungsangebot ausreichend, ziehen scheue Wildschwein-Mütter mehr Frischlinge groß als risikofreudige und aggressive. Wird das Nahrungsangebot, wie zum Beispiel Eicheln, hingegen knapper, dann verschwindet der Vorteil für die scheuen Bachen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Animal Behaviour veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news653628

Naturschutz am Kühlregal
Um dem massiven Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft entgegen zu wirken, braucht es nach Einschätzung des NABU vereinte Anstrengungen von Politik sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern. Nur dann bieten sich in allen landwirtschaftlichen Bereichen realistische Chancen, den galoppierenden Biodiversitätsverlust aufzuhalten. "Das gilt auch für die Milchwirtschaft. Denn sie beeinflusst unsere Natur erheblich – je nach Wirtschaftsweise positiv oder negativ", sagt NABU-Landwirtschaftsreferent Jochen Goedecke.
▶▶ http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/landwirtschaft/aktuelles/20788.html

LNV: Ökologische Standards im Wohnungsbau nicht opfern!
Verbände der Wohnungswirtschaft haben kürzlich zusammen mit dem Städte- und Gemeindetag in Baden-Württemberg Eckpunkte für ein Wohnungsbau-Beschleunigungs¬gesetz vorgelegt. Nach LNV-Meinung gehen manche der Forderungen am zentralen Problem vorbei. Einige zentrale Punkte des Eckpunktepapieres beruhen nach Ansicht des LNV auf Missverständnissen. So wird der zusätzliche Wohnungsbedarf für Flüchtlinge und auf Grund der Bevölkerungsentwicklung bereits mit den gültigen "Hinweise im Plausibilitätsprüfung des Wohnflächenbedarfs" berücksichtigt.
Die Kritik der Gemeinden und Wohnungswirtschaft an der Dauer von Bebauungsplanverfahren ist aus LNV-Sicht nicht gerechtfertigt. Der LNV teilt die Auffassung des Städtetags-Umweltausschusses, der nachdrücklich davor warnt, die ökologischen Standards und Ziele im Artenschutz und im Klimaschutz preiszugeben.
▶▶ http://lnv-bw.de/oekologische-standards-im-wohnungsbau-nicht-opfern/

Glyphosat-Zulassung geplatzt!
Gestern hat sich die EU-Kommission endlich getraut, die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung zur Abstimmung zu stellen. Das Ergebnis war das Gleiche wie bei den zwei Probeabstimmungen zuvor: Keine Mehrheit für Glyphosat!
Das ist eine herbe Niederlage für die EU-Kommission und die Glyphosat-Hersteller. Anfang des Jahres waren unsere Experten und die Chemieindustrie sich sicher, dass die EU-Mitgliedstaaten die Wiederzulassung von Glyphosat für 15 Jahre einfach durchwinken würden.
Wie geht es jetzt weiter? Die Glyphosat-Frage landet nun im Berufungsausschuss und wenn der sich ebenfalls nicht einigt, muss die EU-Kommission im Alleingang entscheiden.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://www.bund.net/index.php?id=23596

Rette Europas Natur
Markus Winkler vom WWF-Team schreibt: "Europas Natur war noch nie so bedroht wie heute. Die EU-Kommission will die Naturschutzgesetze aufweichen, um wirtschaftliche Aktivitäten zu erleichtern! Das müssen wir unbedingt verhindern. Zeig, dass dir unsere Natur wichtig ist. Schicke jetzt deine persönliche Botschaft an Umweltministerin Hendricks. Gemeinsam mit den anderen Umweltministern Europas kann sie die Pläne noch stoppen!" ▶▶ Jetzt Botschaft schicken

10.06.2016

Die besondere Führung: Acker-Wildkräuter im Schutzgebiet
Acker-Wildkräuter haben sich über Jahrhunderte ins Ökosytem eingefügt und bieten einer Menge Tierarten, namentlich Insekten (darunter auch etlichen landwirtschaftlichen Nützlingen), Nahrungs- und Lebensraum. Die drastische Veränderung der Feldbau-Methoden in den letzten Jahrzehnten führte zu einer dramatischen Abnahme der Acker-Wildkrautflora.
Das Regierungspräsidium Tübingen versucht, durch gezielte Förderung von Projektflächen die wenigen Bestände seltener Acker-Wildkräuter zu erhalten. Von den derzeit sieben flächen liegt die größte auf Markung Rangendingen. Die tatkräftige Mithilfe von Landwirten, die wissenschaftlich begleitet spezielle Anbaumethoden praktizieren, konnten an dieser Stelle eine Vielzahl seltenster Arten erhalten werden. Anlässlich einer NABU-Veranstaltung am Sonntag, dem 05. Juni wurde das Gebiet jetzt wieder einmal vorgestellt.
▶▶ Weitere Informationen

Wieder neue Nachrichten auf der Homepage
Das Frühjahr kommt so richtig in die Gänge. Man merkt es daran, dass uns immer wieder Beobachtungsmeldungen erreichen, für die unserer Homepage Platz vorgesehen ist.
▶▶ neue Geier-Beobachtungen in Deutschland
▶▶ Nachweis des Moosgrünen Eulenspinners (Polyploca ridens)
Wer sich für die jeweils neuesten Aktualisierungen der Seite interessiert, klickt hier in der rechten Spalte weiter unten auf ▶▶ "zuletzt bearbeitete Seiten"

Horb: 40 erfolgreiche Jahre Biotoppflege am Kuglerhang
Wenn NABU-Gruppe spezielle Biotope mit Engagement und Ausdauer pflegen, dann kann das zu überraschenden Erfolgen führen. Ein herausragendes Beispiel ist in diesem Zusammenhang die Pflege des Kuglerhangs in Horb. Vor 40 Jahren hat ein junger Lehrer begonnen, dort entdeckten Orchideen wieder Luft und Licht zu verschaffen. Inzwischen konnten rund 250 Pflanzen nachgewiesen werden – darunter 16 Orchideen-Arten! Volkmar Rieber, der inzwischen seinen Unruhestand genießen darf und auch den Vorsitz der NABU-Gruppe in jüngere Hände übergeben konnte, darf sich mit naturinteressierten Menschen aus nah und fern über die Früchte seines Engagements freuen. ▶▶ Zeitungsbericht

Rückkehr von Uhu und Gänsegeier als Thema in SWR-Dokumentation
Andreas Buck, Vorsitzender des NABU Blaubeuren, und Dr. Dieter Haas, aktives NABU-Mitglied aus der NABU-Gruppe Albstadt, waren am Pfingstmontag im Rahmen einer SWR-Dokumentation über die Schwäbische Alb zu sehen. Andreas Buck berichtete über die gelungene Rückkehr des Uhus auf die Alb (ab Min. 37:30), Dieter Haas erläuterte, unter welchen Gesichtspunkten die Rückkehr von Geiern auf die Alb denkbar wäre (ab Min. 1:11:00). Auch über die Urzeitweide wird berichtet, an deren Etablierung der NABU beteiligt war. Wer die Sendung nicht gesehen hat, kann sie in der ▶▶ Mediathek des SWR noch anschauen.

Menschenaffen kommunizieren kooperativ
Menschliche Sprache ist ein kooperatives Zusammenspiel und beinhaltet schnelle Rollenwechsel. Diese Art der kooperativen Kommunikation könnte als Teil genereller kooperativer Fähigkeiten entstanden sein, die für den Menschen einzigartig sind. In einer artübergreifenden Studie an Bonobos und Schimpansen im Freiland haben Forscher der Humboldt Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen jetzt jedoch gezeigt, dass die gestische Kommunikation von Menschenaffen ähnliche kooperative Grundelemente und Rollenwechsel aufweist wie unsere menschliche Sprache. Trotzdem unterscheiden sich Bonobos und Schimpansen gravierend in ihren Kommunikationsstilen voneinander. ▶▶ http://idw-online.de/de/news653038

Tabakschwärmer prüfen Blüten mit zweiter Nase
Mit Riechzellen auf der Spitze des Saugrüssels erkennen die Falter am Duft, ob sich der Blütenbesuch lohnt: Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena zeigen, dass Tabakschwärmer den Duft beim direkten Blütenkontakt mit ihrem Saugrüssel wahrnehmen, auf dem jetzt die dafür erforderlichen Riechzellen nachgewiesen wurden. Nur an duftenden Blüten, verweilen die Motten lange genug, um Nektar zu trinken und mit ausreichend Pollen am Saugrüssel eine andere, ebenfalls duftende Pflanze erfolgreich zu bestäuben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news653141

Lichtabhängiger Magnetkompass der Vögel
Zugvögel, aber auch Hühner, besitzen in ihrem Auge einen lichtabhängigen Kompass. Er gibt ihnen Informationen über die Richtung des Erdmagnetfelds. Wie dieser Kompass auf molekularer Ebene funktioniert, hat die Arbeitsgruppe von Prof. Roswitha Wiltschko zusammen mit französischen Kollegen herausgefunden. Der entscheidende Schritt findet in Dunkelheit statt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news653261

Sundarbans in Gefahr - Stoppt das Kohlekraftwerk Rampal
Reinhardt Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Sundarbans sind ein Reich zwischen Wasser und Land, in dem die ausladendsten Mangrovenwälder der Erde gedeihen. Rund 450 Tiger streifen durch die Inselwelt im Delta von Ganges, Brahmaputra und Meghna. Flussdelfine, Leistenkrokodile und Pythons finden im Unesco-Welterbe ihren Lebensraum. Doch nur 14 Kilometer entfernt soll das Kohlekraftwerk Rampal gebaut werden. Umweltschützer befürchten Schlimmes: Das Ökosystem der Sundarbans könnte aus dem Gleichgewicht geraten und das Überleben ganzer Tierarten gefährden.
Die indische Exim Bank will den Bau mit 1,6 Milliarden Dollar finanzieren. Bitte unterstützen Sie die Menschen der Sundarbans und fordern Sie die Bank auf, keinen Kredit zu gewähren." ▶▶ Zur Petition

Petition: Kein Freikaufen der AKW-Betreiber
Kay Mergenthaler schreibt auf change.org: "Die Regierungskommission hat am 27. April 2016, den Beschluss gefasst, dass die vier AKW-Betreiber E.on, RWE, EnBW und Vattenfall nur eine Rückstellung von 23,4 Mrd. Euro für die Abfallbeseitigung bilden müssen. Der Rest soll vom Bund (also von uns Steuerzahler) aufgebracht werden. Die genauen Kosten sind nicht bekannt, dürften jedoch bei Weitem durch diesen Betrag nicht gedeckt sein. Ich bin dagegen, dass unsere Bundesregierung diesem Votum folgen sollte. Es kann nicht sein, dass die AKW-Betreiber jahrzehntelang Gewinne verbuchen, aber die Kosten auslagern." ▶▶ Hier geht's zur Petition.

03.06.2016

Wie verhalten sich Fische in Fischtreppen?
Die großen Flüsse in Deutschland sollen wieder durchgängig werden, insbesondere für Fische. Ein Schritt dorthin sind Fischaufstiegsanlagen an Querbauwerken wie Wehren und Staustufen. Wie jedoch muss eine solche Anlage konstruiert sein, damit Fische den Einstieg in diese Fischtreppe finden und passieren können? In ethohydraulischen Versuchen werden nun die Bedürfnisse von Fischen erforscht, um diese später beim Bau der Fischaufstiegsanlagen zu berücksichtigen.
Link: http://idw-online.de/de/news651273

NABU freut sich über ersten Wolf
Aus Sicht des NABU Baden-Württemberg ist der aktuelle Nachweis des ersten lebendigen Wolfes im Südwesten seit 150 Jahren sowohl ein Grund zur Freude als auch eine Mahnung. ▶▶ Mehr

Andre Baumann ist Staatssekretär im Umweltministerium
Der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann wechselt als Staatssekretär ins baden-württembergische Umweltministerium. Im Namen des NABU-Landesverbands dankt ihm der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Peter Kleemann für sein außergewöhnliches Engagement für den NABU. ▶▶ Mehr

Menschenaffen als "Lebendiges Welterbe" der UNESCO
Das 1993 initiierte Great Ape Project beinhaltet die Forderung, die Großen Menschenaffen - Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos - aufgrund ihrer großen genetischen Ähnlichkeit mit dem Menschen und ihren ähnlich komplexen kognitiven, affektiven und sozialen Fähigkeiten bestimmte Grundrechte zuzuerkennen, die bislang dem Menschen vorbehalten sind. Auf change.org wurde nun hierzu ein Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition gestartet.
Lesen Sie hier weiter.

vor dem 01.06.2016

Vogelschutz an Gebäuden - ein positiver Bericht
Mitunter passieren seltsame Dinge: Da müssen Schäden repariert werden, ein altes Haus soll einem neuen Platz machen oder es ist einfach die Fassade mal wieder dran. An sich kein Problem, sofern man rechtzeitig daran denkt, dass auch Tiere von den geplanten Maßnahmen betroffen sein könnten. http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/vogelschutz/haigerloch2016.htm

Alb-Guides Zollernalb sind seit 10 Jahren aktiv
Auf 10 Jahre erfolgreiche Umweltbildungsarbeit können die im NABU Albstadt organisierten Alb-Guides Zollernalb inzwischen zurückblicken. Die 22 Männer und Frauen bieten insgesamt etwa 50 geführte, themenbezogene Touren auf der Zollernalb an. Dabei handelt es sich meist um Wanderungen, es sind aber auch Schneeschuhwanderungen, Fahrrad- und Mountainbike-Touren im Angebot. (▶▶ Zeitungsbericht)
Weitere Infos über die Alb-Guides und ihre Touren finden Sie hier:
http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/natur-erleben/nabu-guides/zollernalb.html

Vorankündigung: Ausflug von SEZ und BUND nach Wildpoldsried
Alternative Energien und die bayerischen Alpen stehen im Mittelpunkt einer zweitägigen Exkursion Ende September. Am Samstag zeigt zunächst ein bayerisches Dorf, wie Energiewende geht. Und am Sonntag geht's dann auf die Zugspitze.
Weil rechtzeitig geplant werden muss, ist der Anmeldeschluss schon Mitte Mai. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.
▶▶ Download Update: Bitte Fahrtkostenbeitrag bis 21.05. überweisen!

NABU: Viel zu tun für neue Landesregierung
Im Natur- und Umweltschutz muss sich die neue Landesregierung in den kommenden fünf Jahren einer Reihe großer Herausforderungen stellen: "Es gilt eine Trendwende beim Rückgang der biologischen Vielfalt einzuleiten und die naturverträgliche Landwirtschaft zu stärken. Und das sind nur zwei Bereiche, in denen es viel zu tun gibt", sagt NABU-Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel. "Nachhaltige Entwicklung und Bewahrung der Schöpfung als tragende Säulen des Koalitionsvertrags müssen das konkrete Handeln bestimmen."
▶▶ http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/politik-und-naturschutz/20714.html

Koalitionsvertrag bietet Chancen für Naturschutz
LNV-Pressemitteilung vom 6.5.2016: "Was hat der Naturschutz zu erwarten? Auf den ersten Blick Gutes: der Rollback bleibt aus, die Naturschutzstrategie wird weiter umgesetzt, der Nationalpark bleibt unangetastet. Und das Beste: der Zuwachs des Naturschutz Haushaltes wird fortgeführt, die Mittel sollen bis 2021 auf 90 Mio. Euro steigen. Der Wechsel des Naturschutz vom Ministerium ländlicher Raum (MLR) zum Umweltministerium sowie der Farbwechsel im MLR wirft besorgte Fragen auf. Auch ohne die Naturschutzabteilung hat das MLR entscheidenden Einfluss auf die Biodiversität." Mehr unter http://lnv-bw.de/koalitionsvertrag-bietet-chancen-fuer-naturschutz/

Wichtige Forderungen im Koalitionsvertrag erfüllt
Der NABU-Landesverband begrüßt, dass eine nachhaltige Entwicklung und die Bewahrung der Schöpfung tragende Säulen des Koalitionsvertrags der Grün-Schwarzen Landesregierung sind. Die Verschiebung der Zuständigkeit für den Naturschutz vom Landwirtschafts- ins Umweltministerium sieht der NABU kritisch. http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/politik-und-naturschutz/20655.html

Glyphosat: Dieses Video ist ein Skandal!
Nehle Hoffer vom BUND-Anti-Glyphosat-Team schreibt: "Hunderttausende Menschen in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern protestieren gegen die Wiederzulassung von Glyphosat. Unabhängige WissenschaftlerInnen warnen vor den Gefahren und zeigen echte Alternativen auf. Trotzdem rücken Bundesregierung und EU-Kommission nicht von ihrem Kurs ab: Glyphosat sei sicher. Unbedenklich. Notwendig. In einem kurzen Video zeigen wir Ihnen, wie das sein kann – in drei einfachen Schritten! den Hauptrollen in unserem Video: Dr. Böse, seine Ratte, ein skrupelloser Konzernchef und eine freundliche, deutsche Zulassungsbehörde."
▶▶ http://newsletter.bund.net/go/14/1NXJ0N7V-1NVUERI1-1NVUGHB0-I03KN9.html

Start NAJU-Kindergruppe "Rosenkäfer" in Rosenfeld
Am 28. Mai 2016 startet mit dem Thema "Alle Vögel sind schon da" eine neue NAJU (Naturschutz­jugend)-Kindergruppe im Zollernalbkreis: die "Rosenkäfer". Kinder von 3-7 Jahren sind eingeladen, mit Marie Holler und Christine Koch-Kuhring die schöne Natur in der Pfingsthalde von Rosenfeld zu erkunden. Wir wollen Tiere und Pflanzen kennenlernen, die Jahreszeiten bewusst wahrnehmen, gemeinsam singen, basteln und spielen.
Die Treffen finden einmal monatlich samstags von 15-17 Uhr in der Pfingsthalde Rosenfeld / Generationenpark statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 07428-917817 oder E-Mail. Wir freuen uns auf euch!
Mehr unter http://www.nabu-zollernalb.de/angebote-für-kinder/

Neue äthiopische Giftschlangenart aus Puffottern-Verwandtschaft
Nach 30 Jahren klärte sich jetzt endlich der Status einer neuen, spektakulären Giftschlangenart, die 1986 das erste Mal mit nur einem Exemplar bekannt wurde. Da seinerzeit eine gewisse Unsicherheit herrschte, ob dieses eine Tier tatsächlich zu einer neuen Spezies gehören würde, beschloss man, mit der Beschreibung zu warten, bis ein weiteres Exemplar zur Verfügung stünde. Fast 30 Jahre musste die Wissenschaft warten. Prof. Dr. Wolfgang Böhme, Senior-Herpetologe am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) in Bonn, gab nun in Kooperation mit einem internationalen Wissenschaftlerteam der Art den wissenschaftlichen Namen Bitis harenna. Link: http://idw-online.de/de/news650960

Ursprung der heutigen Dromedare entdeckt
Einhöckrige Dromedare wurden über 3.000 Jahre als Transportmittel genutzt. Bisher war unbekannt, in welcher Region der Mensch Dromedare domestizierte und welches Erbgut sich dabei durchsetzte. Einem Team um Pamela Burger von der Vetmeduni Vienna gelang es nun, diese Wissenslücken zu füllen. Sie konnten den Ursprung des domestizierten Dromedars auf der Südostküste der Arabischen Halbinsel festmachen. Die ForscherInnen bewiesen außerdem, dass das Dromedar im Gegensatz zu vielen andern Haustieren eine hohe genetische Vielfalt behalten hat. Die Studie wurde am 09.05.2016 im Fachjournal PNAS veröffentlicht.
Link: http://idw-online.de/de/news650987

Forscher wollen das Nördliche Breitmaulnashorn retten
Im Dezember 2015 versammelte sich eine internationale Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Wien, um das drohende Aussterben des Nördlichen Breitmaulnashorns zu diskutieren und Möglichkeiten zu erörtern, wie dies verhindert werden kann. Die Ideen und Pläne dieses historischen Treffens erscheinen nun im internationalen Fachmagazin Zoo Biology. Die Veröffentlichung ist Teil der fortlaufenden Bemühungen, auf die Aussterbenskrise aufmerksam zu machen, welche die Nashörner und viele andere Arten bedroht. Ziel ist es, vor allem die Wissenschaftsgemeinschaft zu erreichen und so den Austausch und das Sammeln von Informationen voranzubringen. Link: http://idw-online.de/de/news650748

Blumen für den Stieglitz
Der NABU-Artenschutzreferent Martin Klatt rät, jetzt Wildblumen für den Stieglitz zu säen. Warum? Das erzählt er in unserem monatlichen Interview über den Vogel des Jahres.
Mehr unter http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/aktuelles/20520.html

Naturschutzbüro gratuliert künftigen Abgeordneten
Vor wenigen Tagen haben wir Frau Hoffmeister-Kraut und Herrn Herre zum Gewinn ihres Landtagsmandats gratuliert und die Aufnahme in den Verteiler für diesen Newsletter angekündigt.
Frau Hoffmeister-Kraut hat schon geantwortet. Sie schreibt unter anderem: "Der Umwelt- und Naturschutz ist nach wie vor ein brisantes Thema. Leider gehen manche Menschen achtlos mit unserem Lebensraum um. Durch Eingriffe des Menschen haben Flora und Fauna bedauerlicherweise schon immense Schäden erlitten. Ich bin der Meinung, dass wir unsere Umwelt nicht als selbstverständlich betrachten dürfen, sondern sie bewusst pflegen müssen. Schon allein aufgrund ihrer Einzigartigkeit ist sie besonders schützenswert." Am Ende schreibt sie: "Der Kontakt zu den Menschen meines Wahlkreises deshalb sehr wichtig. Daher bitte ich Sie, mich bei Fragen oder Anliegen jederzeit zu kontaktieren."

Nestgucken für Netzhocker: Die besten Vogel-Webcams auf einen Blick
Faszinierende Einblicke in die Vogelwelt bieten Webcams. In Echtzeit lässt sich live beobachten, wie verschiedene Vogelarten ihr Nest einrichten, die Eier ablegen, brüten und - wenn alles gutgeht - ihre Jungen aufziehen bis sie flügge sind und das Nest verlassen können.
Mehr unter http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelwebcams/index.html

Torffreie Erde selber herstellen - so mischen Sie torffreie Erde für Ihren Garten
Aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbandes: "Gärtnern und dabei das Klima schützen: Das geht ganz einfach mit torffreier Erde. Wir zeigen Ihnen per Video, wie Sie in nur wenigen Schritten Ihre eigene Blumenerde ohne Torf selber herstellen können - und dabei auch noch Geld sparen. Probieren Sie es aus!" Weiter geht's beim NABU.

Vögeln im Garten helfen
Die Brutzeit der heimischen Vögel ist in vollem Gange. Wer die künftigen Vogeleltern und ihren Nachwuchs unterstützen will, kann schon mit kleinen Maßnahmen viel bewegen. Einfach den Garten oder Balkon möglichst naturnah gestalten. Lesen Sie hier weiter ...

TU Berlin: 800 Meter neben dem Windrad ist ok
Das Forschungsprojekt EnergyEFFAIR untersuchte, wo Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbarer Energie gebaut werden sollten, damit die Erzeugung effizient ist und gleichzeitig von der Bevölkerung akzeptiert wird. Link: http://idw-online.de/de/news650265

Deutsche wollen strengere Regeln für die Landwirtschaft
Umfrage belegt auch Wert von Stadtnatur für die Bevölkerung Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich strengere Regeln und Gesetze für die Landwirtschaft. Landwirte sollen mehr Rücksicht auf Natur und Tierwohl nehmen. Den Einsatz von Genpflanzen lehnen die Deutschen klar ab. Das sind einige Ergebnisse der neuen Naturbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und BfN-Präsidentin Beate Jessel heute in Berlin vorgestellt haben.
Link: http://idw-online.de/de/news650331

Dem Orient droht ein Klima-Exodus
Der Klimawandel könnte Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas unbewohnbar machen
Link: http://idw-online.de/de/news650564

Hornauer neuer Naturschutzbeauftragter
Herzlichen Glückwunsch! Mit Wirkung vom 01. April wurde Dr. Wilhelm Hornauer zum Naturschutzbeauftragten des Landkreises Zollernalb bestellt. Wir wünschen Herrn Hornauer viel Erfolg bei seiner Tätigkeit und freuen uns auf fachlicher Ebene auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

NABU Ofterdingen sorgt für neue Nester für Schwalben
Gerade noch rechtzeitig vor der Rückkehr der Schwalben hat der NABU Ofterdingen neue Kunstnester in Bodelshausen anbringen können. Wie überall fehlen den Schwalben auch hier Möglichkeiten, selbst an Baumaterial für ihre Nester zu kommen. ▶▶ Zeitungsbericht

Gefährliche Spiegelfassade in Reutlingen ist noch nicht beschlossene Sache
Wie berichtet ist es geplant, einen Theaterneubau in Reutlingen mit einer Spiegelfassade zu versehen. So eine Fassade würde ein erhebliches Tötungsrisiko für Vögel mit sich bringen, die durch die Spiegelungen das Gebäude nicht richtig erkennen können und dagegen fliegen könnten. Der Protest des NABU und anderer Umweltverbände hat die Diskussion um die Fassadengestaltung belebt – noch ist nichts beschlossen. ▶▶ Zeitungsbericht

Brieftauben oder Wanderfalken schützen?
Die Not der Brieftaubenzüchter ist groß. Fast ein Drittel ihrer Tiere werde von Greifvögeln gefressen. Jetzt fordern sie die Erlaubnis, diese zu jagen. Vogelschützer sind entsetzt.
Sehen Sie den SWR-Filmbeitrag

Ornithologie in Tschernobyl
Im Newsletter der OAB Bodensee wurde auf einen interessanten Filmbeitrag in der WDR-Mediathek aufmerksam gemacht. Er stimmt traurig und hoffnungsvoll zugleich. Es geht in dem Beitrag um die Wiederbesiedlung des Sperrgebietes von Tschernobyl durch Wildtiere. Den Wölfen gilt der Hauptteil der Sendung, aber auch Seeadler, Turmfalke u.a. Vögel werden gezeigt. Zuletzt ein Schwarzstorchhorst auf einem ehemaligen Friedhof. ▶▶ http://www1.wdr.de/mediathek/

Beeindruckende Leistungen: Singvögel fliegen Nonstop über die Sahara
Mehr als zwei Millionen Singvögel passieren auf dem Weg in ihre Winterquartiere jährlich die Sahara. Bislang war man nicht sicher, ob diese Vögel unterwegs zur Rast einfallen oder die Wüste vorwiegend Nonstop überqueren. Zwei Wissenschaftler der niederländischen Universität Groningen sind dieser Frage nun mithilfe einer relativ simplen, aber innovativen Untersuchung nachgegangen.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_04_27_beeindruckende_leist

Steppenweihe "Potku" auf den Spuren von Schelladler "Tönn"
Zwischen 2008 und 2014 sorgte der in Estland besenderte Schelladler "Tönn" jährlich auf beiden Zugperioden für Aufsehen. Stets führte ihn sein Weg auch über Deutschland, dennoch konnte er erst im Frühjahr 2013 bei seinem insgesamt zehnten Besuch hierzulande beobachtet und fotografiert werden. Als ein ähnliches „Phantom“ kann auch die in Finnland besenderte Steppenweihe "Potku" mittlerweile bezeichnet werden. Obwohl sich die Weihe im Herbst 2015 für mehr als eine Woche bei uns aufhielt, belegen bislang nur die GPS-Daten des Senders diesen Nachweis. Auch in der aktuellen Heimzugperiode hat es "Potku" wieder geschafft, Deutschland unbemerkt zu durchqueren.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_04_27_steppenweihe_bdquo

Überraschung im Wald: Bäume tauschen untereinander Kohlenstoff aus
Waldbäume nutzen Kohlenstoff nicht nur für sich – sie tauschen auch große Mengen davon über ihre Wurzeln mit Nachbarbäumen aus. Diese Entdeckung machten Botaniker der Universität Basel, wie sie im Wissenschaftsmagazin «Science» berichten. Der intensive Kohlenstoffhandel von Baum zu Baum – auch zwischen verschiedenen Arten – verläuft über symbiotische Pilzfäden im Boden.
Link: http://idw-online.de/de/news649473

Neu entdeckte Insektenenart nach Forscher der TU Dresden benannt
Außergewöhnliche Ehrung: Eine neu entdeckte Libellenart ist nach dem Zoologen Klaus Reinhardt von der TU Dresden benannt worden. Der russische Insektenforscher Oleg Kosterin und sein japanischer Kollege Naoto Yokoi haben die Libelle in einer abgelegenen Bergregion im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und Laos aufgespürt und ihr den Namen "Asiagomphus reinhardti" gegeben. Link: http://idw-online.de/de/news649345

Nationalpark erhalten – Goldmine stoppen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt:"In Kolumbien wollen zwei Bergbaufirmen aus den USA und Kanada den Goldabbau in einem Nationalpark und Indigenenschutzgebiet im Amazonasregenwald durchsetzen. Da das kolumbianische Verfassungsgericht dort den Goldabbau verboten hat, klagen sie jetzt vor einem Schiedsgericht in den USA.
Mit umgerechnet 14,5 Milliarden Euro als eine Art Schadensersatz wollen die Goldschürfer den kolumbianischen Staat vor einem privaten Konzerngericht in Texas in die Knie zu zwingen. Diese Summe entspricht angeblich dem Wert des Goldvorkommens, das die Firmen abzubauen planten. Möglich machen den Wahnsinn die Freihandelsabkommen, die Kolumbien mit den USA und Kanada geschlossen hat. Sie sehen vor, das ausländische Investoren die Staaten vor Schiedsgerichten verklagen können. Zur Petition geht's hier: https://www.regenwald.org/aktion/1049

Keine Ölförderung im Wattenmeer!
Jörn Feddern von Greepeace e.V. schreibt: "Seit 2009 gehören die Wattenmeer-Gebiete der Nordsee zum Weltnaturerbe der Unesco. Genau dort - mitten im Nationalpark - will der Konzern Dea weitere Ölquellen ausbeuten. Die Anträge für erste Erkundungsbohrungen liegen den zuständigen Ministerien vor. Für das Land Schleswig-Holstein hat es jetzt Umweltminister Robert Habeck in der Hand, die Pläne des Ölkonzerns zu verhindern. Doch Umweltminister Habeck hat sich nur halbherzig gegen die Pläne von Dea ausgesprochen. Schreiben Sie jetzt dem Politiker der Grünen und machen Sie deutlich, dass er das unersetzliche Naturerbe Wattenmeer nicht für den kurzfristigen Profit eines Unternehmens aufs Spiel setzen darf." Protestmail schreiben

Wie viel Lärm machen Windkraftanlagen?
Windenergie soll einen entscheidenden Anteil am erneuerbaren Energiemix der Zukunft haben. Der bundesweite Projektverbund TremAc will deswegen die Planung, Entwicklung und Akzeptanz von Windkraftanlagen verbessern und objektive Kriterien für deren Emissionen entwickeln. Hierfür erforschen die Experten nun das Zusammenwirken akustischer und seismischer Schwingungen von Windkraftanlagen und planen, ein Rechenmodell zu erstellen, das beide Emissionen abbildet. Das BMWi fördert TremAc mit 1,85 Millionen Euro. Link: http://idw-online.de/de/news649351

Holz-Kraft-Anlagen zur Eigenstromversorgung in Serienreife
Neue Holzvergaseranlagen im kleinen Leistungsbereich können mit Reststoffpellets dezentral, wirtschaftlich und effektiv neben Wärme zusätzlich Strom erzeugen. Solche Anlagen sind vor allem für Wohnsiedelungen und Nahwärmenetze in der Forst- und Landwirtschaft und für das Gewerbe ideal. Positive Ergebnisse in diesem Bereich lieferte das von der Firma Spanner Re² GmbH und der RWTH Aachen durchgeführte und vom BMWi geförderte Projekt "Mini-Bio-KWK – Überführung eines Prototyps zur dezentralen Vergasung von Restholzpellets in die Serienreife".
Link: http://idw-online.de/de/news649777

Naturschutzbüro jetzt auch bei Facebook
Damit in der heutigen schnelllebigen Welt interessante Informationen bald weitergegeben werden können und auch solche Menschen erreichen können, die diesen Newsletter nicht abonniert haben oder eher seltener die Zeitung lesen, wollen wir den Versuch einer Vereinsseite bei Facebook wagen. Für uns ist das (noch) Neuland, deshalb sind wir für Anregungen sehr dankbar. https://www.facebook.com/Naturschutzbüro-Zollernalb-878098425634704

LUBW sammelt Daten über Hirschkäfer und Feuersalamander
Gleich zwei Meldeplattformen hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) ins Leben gerufen. Unter http://www.hirschkäfer-bw.de und http://www.feuersalamander-bw.de können Funde direkt in Karten eingetragen und auch Fotobelege hochgeladen werden. Mithilfe dieser Citizen-Science-Projekte erhoffen sich die amtlichen Naturschützer, einen noch besseren Überblick über Vorkommen zu erhalten und daraus vielleicht auch sinnvolle Naturschutzprojekte ableiten zu können. Sicherlich eine gute Sache für alle, die sich seither noch nie an irgendwelchen Kartierungen beteiligt haben.

"Natur nah dran": 10 Kommunen ausgewählt
Für das Kooperationsprojekt "Natur nah dran" des NABU und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) sind nun die ausgewählten Kommunen für 2016 bekannt. Knapp 60 Bewerbungen waren eingegangen, aus denen die Jury – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Städtetages, des Gemeindetages, des MLR und des NABU – folgende zehn Kommunen ausgewählt hat: Abtsgmünd, Bretten, Bühl, Denzlingen, Hemsbach Lörrach, Ludwigsburg, Ravensburg, Wendlingen am Neckar und Zwiefalten. Diese werden bei der naturnahen Umgestaltung von jeweils bis zu fünf Flächen unterstützt. ▶▶ Mehr

Eschentriebsterben – Naturschützer gegen Panikreaktion
Landauf, landab sterben Eschen an dem eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus, auch Falsches Weißes Stengelbecherchen genannt. Ob tatsächlich das europaweite Ende der Esche naht oder dieser schöne Baum noch Überlebenschancen hat, weiß niemand. Eifrig wird jedenfalls allerorts gefällt und gerodet, um das Eschenholz zu ernten, bevor es vom Pilz befallen wird. Besonders ins Auge fallen Rodungen, die der Verkehrssicherheit von Straßen und Wegen dienen. Der Landesnaturschutzverband fordert daher Augenmaß bei der Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht. ▶▶ Mehr

Seeadler in Gefahr: Eine unheimliche Mordserie
Seeadler contra Windenergie-Pläne? Bei Spiegel-TV wurde ein ca. 7 Minuten langer Film veröffentlicht: http://www.spiegel.de/video/video-1665150.html

Der frühe Vogel hat Probleme
Zugvögel reagieren auf den Klimawandel und kehren früher aus ihren Winterquartieren zurück als noch vor wenigen Jahren. Das hat den Vorteil, dass sie eher mit dem Eierlegen beginnen können. Trotzdem profitieren die Tiere davon kaum, zeigt eine vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig kürzlich im Fachjournal "Ecology and Evolution" veröffentlichte Studie.
Link: http://idw-online.de/de/news649353

Wölfe sind wichtig für die Regulierung von Wildtierbeständen
Auch in menschlich dominierten Landschaften spielen große Fleischfresser wie Braunbären oder Wölfe – sogenannte Spitzenprädatoren – eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Wildtierbeständen. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Leuphana Universität Lüneburg, der Humboldt-Universität Berlin sowie der Charles Sturt University und der Deakin University (beide Australien), die kürzlich in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde. Link: http://idw-online.de/de/news649720

Drei neue Affenarten auf Madagaskar entdeckt
Wissenschaftler des Deutschen Primatenzentrums (DPZ), der University of Kentucky, des amerikanischen Duke Lemur Centers und der Université d'Antananarivo auf Madagaskar haben drei neue Arten von Mausmakis beschrieben. Sie leben im Süden und Osten Madagaskars. Damit steigt die Anzahl der bekannten Mausmaki-Arten auf 24. Noch vor 20 Jahren waren nur zwei Arten dieser kleinen, nachtaktiven Primaten bekannt. Neue genetische Methoden sowie Expeditionen in entlegene Gebiete haben die Neubeschreibungen ermöglicht (Molecular Ecology).
Link: http://idw-online.de/de/news649560

Windkraft-Lobbyisten ignorieren den Artenschutz
Ein naturverträglicher Ausbau der Windkraft ist nur möglich, wenn denkbare Konflikte mit dem Vogelschutz bei der Planung von Windenergieanlagen analysiert und berücksichtigt werden. Anlässlich der Veröffentlichung Studie "Windenergie und Rotmilan – ein Scheinproblem" des Schweizer Ingenieurbüros KohleNusbaumer kritisiert der NABU den Versuch von Teilen der Windenergie-Branche, mit unhaltbaren Aussagen den Eindruck zu erwecken, dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert.
Lesen Sie hier weiter: https://www.nabu.de/news/2016/04/20521.html

In eigener Sache: Sonder-Newsletter zum 01. April
Nicht jede/r hat's gemerkt, dass unsere Ankündigung, wonach wir wegen des zu verzeichnenden Fortschritts bei den Naturschutzbemühungen nun das Naturschutzbüro Zollernalb schließen werden. ▶▶ Sondermeldung
Keine Angst: Die Arbeit der Natur- und Umweltschutzverbände wird auch weiterhin dringend benötigt werden, sollen die zweifelsohne erreichten Errungenschaften nicht wieder "den Bach runter" gehen. Von daher werden wir uns auch weiterhin aufmerksam mit allen Planungen beschäftigen, von denen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Und für die Bevölkerung werden wir auch weiterhin mit Rat und Tat in dem Maß zur Verfügung stehen, wie wir das mithilfe unseres Sachverstands tun können.
Bei der Gelegenheit möchten wir uns auch ganz herzlich für die lobenden Worte bedanken, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. Das macht Mut zur Weiterarbeit!

Amphibienwanderung auch im Zollernalbkreis
Auch im Zollernalbkreis hat die Laichwanderung der Amphibien begonnen: An vielen Stellen im Kreis sind Grasfrosch, Erdkröte und auch Molche und Feuersalamander auf dem Weg zu ihren Laichgewässern und müssen hierbei oftmals Straßen überqueren. Leider sind bei weitem nicht alle Stellen gesichert, indem Naturschützer in Kooperation mit der Straßenmeisterei geeignete Sicherungsmaßnahmen getroffen haben, so dass es immer wieder zu vermeidbaren Verlusten kommt. Bitte denken Sie daran, die Geschwindigkeit nach Möglichkeit stark zu reduzieren: Die inneren Organe der Tiere explodieren aufgrund des starken Unterdrucks, den Kfz beim Vorbeifahren mit hoher Geschwindigkeit erzeugen. Nähere Informationen hierzu u.a. beim NABU-BW.de.

BUNDjugend gegründet
Wie bereits berichtet, hat sich am 04.04. auf Initiative einer Gruppe um Sanel Dacic aus Balingen ein Kreisverband der BUNDjugend gegründet. Herzlich willkommen im Kreis der MitstreiterInnnen! ▶▶ Zeitungsmeldung

"Es ist Zeit, die Scheuklappen abzunehmen"
Die Biodiversitätsberatung ist ein Angebot des Landes Baden-Württemberg, das Landwirtsfamilien bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt unterstützt. Insgesamt acht Beratungsunternehmen im Land haben sie im Portfolio, eines davon ist Grünweg Projektmanagement & Beratung in Ansbach. Der NABU hat ihn interviewt. ▶▶ Mehr

Neue Schneckenfresser-Schildkröte in Asien entdeckt!
Wissenschaftler des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) in Bonn und des Museums für Tierkunde, Senckenberg Dresden, haben gemeinsam mit Kollegen aus den USA, Thailand und Kambodscha eine neue Schildkrötenart aus dem Nordosten Thailands entdeckt und jetzt unter dem Namen Malayemys khoratensis in der Fachzeitschrift PLoS One beschrieben. Die neue Art gehört zur Gattung der Schneckenfresser-Schildkröten, die ihren Namen ihrer Vorliebe für Wasserschnecken zu verdanken hat.
Link: http://idw-online.de/de/news648997

Insekten: Genetischer Schalter mit Doppelfunktion trennt Jungen von Mädchen und Königinnen vom Volk
Ameisen verfügen über einen genetischen Superschalter, der sowohl das Geschlecht als auch den späteren Status – Arbeiterin oder Königin – bestimmt. Dies haben jetzt Forscher der Universitäten in Regensburg und Melbourne (Australien) herausgefunden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Entdeckung auch bei anderen sozialen Insekten nachzuweisen ist. Die Ergebnisse sind vor wenigen Tagen in der Fachzeitschrift "PlOS Genetics" erschienen.
Link: http://idw-online.de/de/news649290

NABU fordert nachhaltige Waldpolitik
Zum internationalen Tag des Waldes am 21.03. und mit Blick auf die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen hebt der NABU die positiven Entwicklungen im baden-württembergischen Wald hervor. Mehr unter http://nabu-bw.de/news/20452.html

Atomkraft muss Geschichte werden!
Aus dem BUND-Newsletter: "Fukushima und Tschernobyl dürfen sich nicht wiederholen. Auch hier und heute gilt immer noch: Atomkraft ist hochgefährlich. Auch von den acht deutschen Atomkraftwerken können zerstörerische Gefahren ausgehen. Fordern Sie die Bundesregierung daher jetzt auf: "Atomkraft muss Geschichte werden!"

Die Serengeti darf nicht sterben: Rettet den Mau-Wald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Millionen Gnus, hundertausende Gazellen und riesige Büffelherden zieht es Jahr für Jahr zum Mara-Fluss. Ihr Überleben ist eng mit dem des Flusses verknüpft – nur hier finden sie zur Trockenzeit ausreichend Wasser. Wenn der Fluss austrocknet, dann sterben mit ihm die Tiere, dann werden die großen Tierwanderungen zum Erliegen kommen. Nun plant die kenianische Regierung, den Mau-Wald - das Quellgebiet des Mara-Flusses - zu roden. Bitte unterstützen Sie den Aufruf der kenianischen Umweltschützer, um das tödliche Vorhaben zu stoppen: ▶▶ https://www.regenwald.org/aktion/1050/

Strom bei Sonne und Regen
Solarenergie ist im Aufschwung, viele technische Fortschritte haben Solarzellen in den letzten Jahren bereits sehr effektiv und kostengünstig werden lassen. Ein großer Nachteil besteht jedoch nach wie vor: Bei Regenwetter wird kein Strom produziert. Das muss aber nicht so bleiben: Chinesische Forscher stellen in der Zeitschrift Angewandte Chemie einen neuen Ansatz für eine Allwetter-Solarzelle vor, die nicht nur durch Sonnenlicht, sondern auch durch auftreffende Regentropfen angeregt wird. Mehr unter https://idw-online.de/de/news648955

Infos über Reiher-Kolonie auf Deutsch, Englisch, Französisch und Chinesisch
Das gibt’s wohl nur in Metzingen: Menschen aus nah und fern kommen in die Stadt, um die Outlet-Center zu durchstöbern. Gleichzeitig brüten mitten in der Stadt Graureiher; bis zu 60 Tiere umfasst die Kolonie im Sommer, wenn die Jungen großgezogen werden. Damit die vielen Besucherinnen und Besucherinnen und Besucher aus aller Herren Länder sich über die auffällige Kolonie mitten in der Stadt informieren können, hat die NABU-Gruppe Metzingen nun eine Info-Tafel angebracht. Der besondere Clou daran ist, dass die Infos über einen QR-Code auch auf Englisch, Französisch und Chinesisch abrufbar sind. ▶▶ Zeitungsbericht

Weiterer Sperber mit Schussverletzung
Wieder wurde ein Greifvogel erschossen aufgefunden. Die Finderin aus dem Enzkreis wandte sich an den NABU, der nun Strafanzeige erstattet hat. Lesen Sie hier weiter: http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefahren/vergiftungen/20463.html

Es liegt was in der Luft: Ab April blüht in feuchten Laubwäldern der Bärlauch
Die Blütenmeere des Bärlauch kann man im Auwald gar nicht verfehlen, man muss einfach "immer der Nase nach". An sonnigen Frühjahrstagen verströmt diese Pflanze, die oft in großen Teppichen vorkommt, einen würzigen Geruch nach Knoblauch. Hier geht's weiter: Bärlauch-Infos

Dramatischer Rückgang von Tagfalterarten in Deutschland
In den letzten 200 Jahren ist in Deutschland ein deutlicher Rückgang von Schmetterlingsarten zu verzeichnen – dies belegen Senckenberg-Wissenschaftler in ihrer kürzlich im Fachjournal "Conservation Biology" erschienenen Studie. Waren es im Jahr 1840 noch 117 Arten, flatterten im Jahr 2013 nur noch 71 verschiedene Tagfalter im Untersuchungsgebiet. Als bedrohende Faktoren nennen die Wissenschaftler die Intensivierung der Landschaftsnutzung, den globalen Klimawandel sowie die Belastung durch Stickstoff. Mehr unter http://idw-online.de/de/news648526

Campact: Regierung plant Lizenz zum Bienentöten
Agrarminister Christian Schmidt (CSU) will das Verbot von so genannten Neonikotinoiden aufweichen. Das sind Pestizide mit einer furchtbaren "Nebenwirkung": Sie töten Bienen. Seit 2009 ist das Ackergift daher nicht mehr erlaubt. Schmidt selbst begründete das Verbot im letzten Jahr noch mit der Gefahr eines "millionenfachen Bienentods" – und feierte sich selbst auch noch als Bienenretter. Doch nun will der Minister die Pestizide teilweise wieder erlauben …
Weitere Informationen und eine Möglichkeit zum Unterschreiben bei campact.de.

Stromkunden zahlen für Ökostrom gerne mehr
Stromkunden sind bereit, für Ökostrom von Stadtwerken und Genossenschaften mehr zu zahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung von mehr als 2.000 Verbraucher/innen in Deutschland. An Stadtwerke würden die Befragten für Ökostrom über vier Cent und an Genossenschaften 2,7 Cent pro Kilowattstunde mehr zahlen als an Privatunternehmen. Die Studie führten Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und der Universität Erfurt zusammen mit forsa.omninet durch. Projektleiter war Agrarökonom Prof. Dr. Markus Hanisch von der Humboldt-Universität zu Berlin. Link: http://idw-online.de/de/news648446

NABU-Kreisverband Zollernalb: Website mit neuem Design
Nachdem der NABU-Bundesverband einen Webbaukasten mit neuem Design zur Verfügung gestellt hat, ist auch der NABU Zollernalb auf die "zentrale" Darstellungsform umgestiegen. Damit war gleichzeitig eine kleine "Frischzellenkur" für die Seite verbunden. Aber sehen Sie selbst: http://www.nabu-zollernalb.de/

Briefmarken für Bethel
Nachdem das Naturschutzbüro neben dem Recycling von CDs mit "Handys für die Havel" auch Naturschutzprojekte und mit "Korken für Kork" eine soziale Initiative zur Unterstützung behinderter Menschen unterstützt, wurde mit "Briefmarken für Bethel" nun ein weiteres Sozialprojekt in die Liste der unterstützten Initiativen aufgenommen. Ab sofort können Sie nicht mehr benötigte Briefmarken im Naturschutzbüro abgeben. Bitte schneiden Sie die Marken großzügig aus - das erleichtert den Behinderten das Ablösen.
Weitere Informationen unter http://www.briefmarken-bethel.de/.

Langfristige Veränderungen in der Phänologie britischer Brutvogelarten
Das richtige Timing der Ankunfts- und Abzugszeit stellt für Zugvogelarten einen wichtigen Faktor dar. Wissenschaftler des British Trust for Ornithology (BTO) haben nun Ergebnisse unterschiedlicher Zugvogelerfassungen Großbritanniens miteinander verglichen und im Magazin Ibis veröffentlicht. Alte Daten wurden dabei mit Meldungen aus den Jahren 2002-2011 verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Frühjahrsankunft bei 11 von 14 untersuchten Arten signifikant verfrühte. Bei sechs Arten, darunter Rauch- und Mehlschwalbe sowie Zilpzalp, sogar um mehr als zehn Tage. Durchschnittlich wurde eine Verfrühung der Ankunftszeit um 0,22 Tage pro Jahr ermittelt. Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_03_30_langfristige_veraum

Helgoländer Schwarzbrauenalbatros auf dem Weg "nach Hause"?
Der viel beachtete Besuch eines Schwarzbrauenalbatros auf Helgoland in den Frühjahren 2014 und 2015 könnte sich mit etwas Glück auch in diesem Jahr wiederholen. Albatrosse sind für ihre enorme Ortstreue bekannt, sodass Vogelkundler sich berechtigte Hoffnungen machen, dass der Vogel im Bereich der Helgoländer Seevogelkolonie erneut spektakuläre Beobachtungen und Fotos aus nächster Nähe zulässt. Einen möglichen Hinweis darauf, dass der Vogel aktuell auf dem Weg aus seinem unbekannten Überwinterungsgebiet zurück in die Nordsee ist, könnten zwei Beobachtungen vor der französischen Küste geben. Am 27. März wurde ein entlang der Küste ziehender Schwarzbrauenalbatros fotografiert, der kurze Zeit später rund 90 Kilometer nordwestlich von der Insel Quiberon erneut beobachtet werden konnte.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_03_30_helgolaumlnder_sch

Spezialisierte Schmetterlinge sterben trotz Naturschutz aus
Was haben Zitronenfalter und große Ochsenaugen gemeinsam? Sie zählen unter den Schmetterlingen, der viertgrößten Organismengruppe der Erde, zu den Habitat-Generalisten. Sie sind anspruchslos hinsichtlich Lebensraum, Raupenfutterpflanzen und trotzen der Stickstoffbelastung besser wie sensible Habitat-Spezialisten. Eine Studie der Technischen Universität München über einen Zeitraum von fast 200 Jahren belegt nun erstmals, dass Habitat-Spezialisten selbst in Naturschutzgebieten aussterben. Link: http://idw-online.de/de/news648058

Gras und Blüten von nebenan
Bunte, nicht zu intensiv genutzte Wiesen sehen nicht nur attraktiv aus, sie bieten auch einen wertvollen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Doch vielerorts sind sie selten geworden. Um wieder mehr solcher Gras- und Kräuterwelten zu schaffen, muss man die entsprechenden Pflanzen normalerweise einsäen. Doch mit welchen Samen? Viele Wissenschaftler und Naturschützer plädieren für Saatgut aus der gleichen Region. UFZ-Ökologen haben nun zusammen mit Kollegen der Universitäten Tübingen und Münster sowie der TU München untersucht, wie sinnvoll dieser Ansatz ist. Demnach hat das Regio-Saatgut tatsächlich Vorteile, zeigen zwei Studien in der Fachzeitschrift "Journal of Applied Ecology". Link: http://idw-online.de/de/news648167

Centrum für Naturkunde veranstaltet Foto- und Malwettbewerb zu Wildbienen
Die Bedeutung von Bienen für unsere Umwelt ist kaum zu überschätzen, denn ein Großteil aller Pflanzen ist für die Bildung seiner Früchte auf die Bestäubung durch die kleinen Insekten angewiesen. Allerdings ist dabei nicht nur die Honigbiene (Apis mellifera) im Einsatz, sondern deutschlandweit mehr als 500 weitere Bienenarten, zu denen zum Beispiel auch die Hummeln zählen. Fast die Hälfte dieser Arten steht auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht, etwa durch die Zerstörung ihres Lebensraums durch Menschen und den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Link: http://idw-online.de/de/news648372

Wald in Europa: mehr Arten, mehr Nutzen
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team aus 29 Institutionen in einer großangelegten Studie die Auswirkung von Artenvielfalt auf Ökosystemleistungen von Wäldern in sechs europäischen Ländern untersucht. Das internationale Team zeigt, dass artenreichere Waldstücke mehr und vielfältigere „Dienstleistungen“ erbringen als weniger artenreiche. Die Forschenden warnen vor einem Verlust der Biodiversität in europäischen Wäldern und den damit einhergehenden Einbußen an Leistungen für Mensch und Natur.
Link: http://idw-online.de/de/news648459

Übermut tut Meisen selten gut
Draufgängerische Kohlmeisen haben schlechtere Überlebenschancen bei hoher Populationsdichte. Das haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen und Kollegen der Universität Groningen herausgefunden. Obwohl die Tiere jedoch in der Lage sind, künftige Änderungen der Populationsdichte vorherzusehen, können sie ihre Persönlichkeit kaum ändern, auch wenn dies ihre Überlebenswahrscheinlichkeit verbessern würde: Statt ihr Neugierverhalten zu zügeln, werden die Draufgänger bei zunehmender Populationsdichte sogar noch wagemutiger. Vermutlich aus diesem Grund sorgen schwankende Populationsdichten dafür, dass verschiedene Persönlichkeitstypen nebeneinander existieren. Link: http://idw-online.de/de/news647589

Erstmals alle bayerischen Schmetterlingsarten in detaillierter Checkliste erfasst
Die Zoologische Staatssammlung München (SNSB-ZSM) hat wieder Grund zum Feiern: Diese Woche stellen der Münchner Schmetterlingsforscher Andreas Segerer (SNSB-ZSM) und Fachamateur Alfred Haslberger der Öffentlichkeit ein Jahrhundertwerk vor: In ihrer mehr als zweijährigen Forschungsarbeit recherchierten und erstellten die beiden eine ausführlich kommentierte Checkliste sämtlicher bisher bekannter Schmetterlingsarten (Lepidoptera) des Freistaates Bayern. Die Zoologische Staatssammlung München beherbergt rund 25 Millionen zoologische Objekte und gehört, als Teil der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, weltweit zu den größten naturkundlichen Sammlungen.
Link: http://idw-online.de/de/news647551

Erstmalig Power-to-Gas-Anlage mit biologischer Methanisierung eingeweiht
Im hessischen Allendorf (Eder) wurde auf dem Firmengelände der Viessmann Werke eine Power-to-Gas-Anlage im industriellen Maßstab offiziell. Im Rahmen des BMWi-Förderprojektes "BioPower2Gas" errichtet und erfolgreich getestet, kann die Anlage flexibl fluktuierende Energie aufnehmen und hochqualitatives Biomethan ins Erdgasnetz einspeisen.
Link: http://idw-online.de/de/news647509

Wahnsinn: Regierung will 4 statt 0,5 % Zinsen zahlen
Campact schreibt: "Eine neu zu gründende "Autobahn-AG" soll sich nach den Vorstellungen von Verkehrsminister Dobrindt bei Konzernen Geld leihen. Doch Allianz, Deutsche Bank und Co. wollen dafür statt der üblichen 0,5 Prozent bis zu 4 Prozent Zinsen kassieren. Den dicken Konzernbonus bezahlen wir – über Steuern und Lkw-Maut. Schon in einer Woche entscheiden die Bundesländer über die Autobahn-AG. Baden-Württemberg und NRW wollen private Investoren verhindern. Doch andere SPD-regierte Länder haben mit dem Einstieg in die Privatisierung bislang kein Problem. Wenn wir aber den Bundesrat innerhalb von 8 Tagen auf unsere Seite bringen, können wir das aufhalten. Unterzeichnen Sie jetzt den Appell an die Ministerpräsidenten!"
Hier geht's weiter: https://www.campact.de/autobahn-ag/

Ausgleichsmanagement mit Wirkungskontrolle - vorbildlicher Beschluss
Im März 2015 hat der Kreistag des Kreises Ostholstein fraktionsübergreifend einen wegweisenden Beschluss gefasst, weitgehend unbeachtet durch die Öffentlichkeit: "Ausgleichsmanagement mit Wirkungskontrolle". Dieser einstimmige Beschluss umfasst u.a. den Aufbau eines Ausgleichs­flächenkatasters mit Hilfe elektronischer Datenbanken und des GIS (geographisches Informations­system). Hier sind alle bedeutenden Flächen, auf denen Maßnahmen zur Kompensation von Eingriffen in die Natur und Landschaft, einschließlich der Ökokonten, erfasst und dargestellt. Weitere Informationen beim NABU Schleswig-Holstein.

Klage des Zollernalbkreises gegen das Land Baden-Württemberg
Landrat und Noch-MdL Pauli klagt gegen das Land und spielt diese Klage wenige Tage vor der Landtagswahl an die Medien. http://www.zak.de/artikel/details/306428/
Hintergrund ist die Weigerung des Landes, die Finanzierung für den "anderen Weg" des Landkreises bei der Umsetzung der Natura2000-Aufgaben zu übernehmen. Das Land hatte eine solche Zusage immer an die Gründung eines drittelparitätisch mit Vorstandsmitgliedern aus Vertretern der Land- oder Forstwirtschaft, Naturschutz (sowohl amtliche Vertreter als auch von Verbänden) und Kommunen besetzten Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) gebunden, für den sich auch die Natur- und Umweltschutzverbände stark gemacht hatten.
Kommentar: Dass diese Klage zum jetzigen Zeitpunkt bekannt wird, halten wir für schlechten, weil nur mit Wahlkampfhilfe gegen die amtierende Landesregierung zu erklärenden, Stil. Denn am Ergebnis orientierte Verhandlungen ließen sich ganz bestimmt besser mit der kommenden Landesregierung führen - ganz unabhängig davon, wie diese sich zusammensetzen mag.

NABU fordert Schutz der Natur des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Achern
Die Stadt Achern plant das Gelände für den Bau eines Logistikzentrums zu verwenden. Da der Erhalt des Gebiets für den Natur- und Landschaftsschutz wichtig ist, wendet sich der NABU-Landeschef an den Petitionsausschuss des Bundestags.
Mehr unter http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/flaechenverbrauch/20441.html

Neue Webseite: Feuersalamander – Bitte melden
Aus dem LUBW-Newsletter vom 04.03.: Über die LUBW-Artenmeldeplattform können ab sofort Beobachtungen von Feuersalamandern in Baden-Württemberg gemeldet werden. Der Lurch des Jahres 2016, mit dem wissenschaftlichen Namen Salamandra salamandra, ist durch seine Größe und seine schwarz-gelbe Zeichnung auch für Laien unverkennbar.
Mehr unter http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/254039/

EnBW fördert nun auch Reptilienschutzmaßnahmen
Aus dem LUBW-Newsletter vom 04.03.: Personen oder Organisationen, die sich für die Verbesserung der Lebenssituationen von Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg einsetzen, können sich bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG nun wieder um Fördergelder für ihre Projekte bewerben. Vor fünf Jahren wurde das Programm "Impulse für die Vielfalt" ins Leben gerufen. Unter fachkundiger Anleitung der LUBW wurden bis jetzt bereits 74 Projekte zum Schutz von Amphibien ausgewählt und gefördert. Nun wird auch die Schaffung neuer Lebensräume für Reptilien unterstützt. Bewerbungsschluss ist der 13. Mai 2016.
Weitere Infos bei der https://www.enbw.com/

Tieffrequente Geräusche und Infraschall von Windkraftanlagen …
Aus dem LUBW-Newsletter vom 04.03.: Die LUBW überprüfte in den Jahren 2013 bis 2015 tieffrequente Geräusche inklusive Infraschall im Umfeld moderner Windkraftanlagen. Zusätzlich hat sie umfangreiche Messungen am Straßenverkehr, im Haushalt sowie in städtischer und ländlicher Umgebung vorgenommen. Ziel des umfangreichen Messprojektes war es, eine breite Daten­grundlage zu Infraschall und tieffrequenten Geräuschen aus unterschiedlichen Quellen zu erhalten. Der Bericht steht als Online-Publikation zum Herunterladen bereit:
http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/257896/?highlight=infraschall

Die Odyssee der Zwergschwäne - Winterquartiere weltweit vernetzt
Zwergschwäne brüten weltweit ausschließlich in der russischen Tundra. Witterungsbedingt ist es für sie nicht möglich, sich ganzjährig im Brutgebiet aufzuhalten, sodass die Vögel gezwungen sind, lange Strecken in weit entfernte Überwinterungsgebiete zurückzulegen. Lange waren drei große Überwinterungsgebiete bekannt: eines im Bereich der Nordsee, eines im Südosten Chinas und Japan sowie ein drittes am Südufer des Kaspischen Meeres. Erst seit 1997 hat sich ein viertes Gebiet für überwinternde Zwergschwäne etabliert: Auch im Evros-Delta im Nordosten Griechenlands überwintern mittlerweile mehrere tausend Zwergschwäne. Doch aus welchen Brutgebieten stammen diese Vögel und auf welcher Route wechseln sie zwischen Arktis und Mittelmeer? Es ist außerdem unklar, wie es rund 2000 Kilometer von den nächsten traditionellen Winterquartieren zur Etablierung eines neuen Überwinterungsgebietes kommen konnte.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2016_03_16_die_odyssee_der_zwer

Au Weihe! Dem Roten Milan wird von Windgegnern ein Bärendienst erwiesen
Der Rotmilan (Milvus milvus), auch als Gabelweihe bekannt, ist in Deutschland zum Wappenvogel der Windkraftgegner geworden. Die Hintergründe: Mehr als die Hälfte des weltweiten Bestandes von etwa 25.000 Brutpaaren lebt im Sommer in Deutschland und brütet hier, und der Schutz dieser Art ist eine schwierige Herausforderung. Ein Beitrag von Renate Meinhof in der "Süddeutschen Zeitung" gab kürzlich zu denken. Meinhof berichtet darin von der "Progress"-Studie, die erstmals durch Auswertung von über 1000 Windrädern die Schlagschäden bei verschiedenen Greifvogelarten systematisch erfasst. Das Resümee lautet, "dass der Rotmilan den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland aller Voraussicht nach nicht verkraftet".
Im Newsletter des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV) wird nun auf einen lesens­werten Artikel von Rüdiger Haude aufmerksam gemacht, der sich für die "Entpolitisierung" des Rotmilans einsetzt und stattdessen wirksame Maßnahmen für dessen Schutz einfordert.
Lesen Sie hier weiter: http://www.sfv.de/artikel/au_weihe.htm

Kein Asphalt im Elefantenwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Am Fluss Kinabatangan in Sabah leben noch fast 350 Zwergelefanten. Malaysias Regierung will jetzt durch das Schutzgebiet eine Brücke bauen und eine bestehende Schotterpiste asphaltieren. Dadurch wird der Lebensraum der Tiere zerschnitten. "Diese Straße wäre das Todesurteil für die Elefanten", warnt der Biologe Raymond Alfred vor dem Straßenbauprojekt.
Schon heute ist das Paradies am Kinabatangan bedroht, wo Nashornvögel umherfliegen, Orang-Utans und Nasenaffen zwischen den Bäumen turnen und Elefanten durchs Unterholz stapfen. Holzfäller schlagen illegal Bäume, und von allen Seiten rücken Palmölplantagen näher.
Bitte helfen Sie, Schaden für die Zwergelefanten und die Natur in Sabah abzuwenden, und unterschreiben Sie unsere Petition unter https://www.regenwald.org/aktion/1038/."

Wahl-Check des NABU Zollernalb
Am 13. März 2016 findet die Landtagswahl in Baden-Württemberg statt. Vorab hat der NABU Zollernalb den Parteien auf den Zahn gefühlt. Fünf Fragen haben die Kandidatinnen und Kandidaten von sechs Parteien beantwortet – zum Teil mit überraschendem aber auch durchaus Stirnrunzeln erzeugendem Ergebnis: Gerade die "sichersten" Bewerber von der CDU zeigten nur wenig Lust, sich mit den NABU-Fragen überhaupt auseinanderzusetzen. Das ist aufgrund der seitherigen positiven Erfahrungen mit dem MdL und Landrat Günther-Martin Pauli äußerst bedauerlich.
Lesen Sie weiter beim http://www.nabu-zollernalb.de/aktuelles-wahl-2016/

NABU Zollernalb legt Jahresprogramm vor: am Sonntag Tagfalter-Vortrag
Wie in jedem Jahr beginnt das NABU-Veranstaltungsprogramm 2016 mit dem Monat März. In diesem Jahr macht die traditionelle Veranstaltung des NABU Haigerloch bei Kaffee und Kuchen den Auftakt: Am Sonntag, dem 06.03. gibt's einen Vortrag zum Thema "Tagfalter im Zollernalbkreis". Nähere Informationen dazu finden Sie hier:
http://www.nabu-zollernalb.de/veranstaltungstermine/aktuelle-veranstaltung/

Gigaliner: "Heimlich, still und leise"
"Unsere Befürchtungen werden wahr. Heimlich, still und leise werden immer mehr Straßen­abschnitte für überlange Riesen-Lkw freigegeben. Diese Salamitaktik der grün-roten Landes­regierung ist ein Einknicken vor den Interessen der Speditionslobby und geht zulasten von Verkehrssicherheit, Klimaschutz und nachhaltiger Mobilität", kritisiert Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., den Ende Februar bekannt gewordenen Antrag der Landesregierung auf eine Ausweitung des Streckennetzes für Gigaliner.
Lesen Sie weiter beim http://www.bund-bawue.de/.

Neues zum Sexleben der Graumulle: Bewusst enthaltsam
Sie könnten zwar Nachkommen zeugen, leben aber meistens enthaltsam: Das ist das Schicksal zahlreicher Männchen unter den Ansell-Graumullen (Fukomys anselli). Sie produzieren lebensfähige Spermien, die wahrscheinlich niemals benötigt werden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Kooperation mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Ihre Studie erscheint jetzt in der renommierten Zeitschrift PLOS ONE. Link: http://idw-online.de/de/news647042

Kohlmeisen zwitschern nach sprachähnlichen Regeln
Nicht nur Menschen verbinden Wörter zu Wortgruppen und Sätzen mit spezifischer Bedeutung. Auch Japanische Kohlmeisen kommunizieren nach syntaktischen Regeln, wie Evolutionsbiologen von Tokyo, Uppsala und der Universität Zürich zeigen. Je nachdem, in welcher Reihenfolge die Singvögel ihre Rufe kombinieren, haben diese unterschiedliche Bedeutungen und führen zu entsprechenden Interaktionen. Link: http://idw-online.de/de/news647421

LNV-Info 2/2016: Auswertung der Wahlprogramme zur Landtagswahl
Der LNV hatte den Parteien CDU, Bündnis90/Die Grünen, SPD und FDP im März 2015 die LNV-Anliegen und -Forderungen zugeschickt mit der Bitte und Aufforderung, dass sich diese in den Wahlprogrammen der Parteien wiederfinden mögen. Nun liegt die Auswertung der Wahlprogramme vor: http://lnv-bw.de/auswertung-der-wahlprogramme/

AfD leugnet den Klimawandel, wirbt für Atomkraft und sagt wenig zum Naturschutz
Der NABU Baden-Württemberg wirft der Alternative für Deutschland (AfD) im Bereich Ökologie Versagen vor. Das Wahlprogramm falle im Bereich Umwelt- und Naturschutz deutlich zu mager aus und enthalte eine Vielzahl an haarsträubenden Aussagen.
Mehr unter http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/politik-und-naturschutz/20337.html

26.000 Humboldt-Pinguine retten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Pinguine oder Eisenerz? In Chile entscheidet sich die Zukunft der Humboldtpinguine. Deren Lebensraum wird zerstört, wenn zwei Industriehäfen zur Verladung von Erz gebaut werden. Schon heute stehen die Vögel auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN und gelten als "gefährdet". Der politische Druck gegen die Bauprojekte wächst. Die Pinguinfreunde des Vereins Sphenisco e.V., die chilenischen Umweltschützer des Movimento en Defensa del Medio Ambiente MODEMA - immer mehr Organisationen machen sich für die Tiere stark. Mehr als 107.000 Menschen haben innerhalb weniger Tage eine Petition von "Rettet den Regenwald" unterschrieben. Eine tolle Resonanz, die sich noch steigern lässt. Bitte unterschreiben auch Sie unsere Petition."
Lesen Sie hier weiter: https://www.regenwald.org/aktion/1035/

Die Riesen-Bäume in Nigeria retten
Und eine weitere Mitteilung von Rettet den Regenwald e.V.: "Der Regenwald um den Cross River-Nationalpark in Nigeria gehört zu den artenreichsten Ökosystemen Westafrikas. Er ist Heimat von zahlreichen Vogelarten, Schimpansen, Wildbüffeln und einer der letzten Populationen der Waldelefanten Westafrikas. Seit Generationen leben auch die indigenen Ekuri von und mit diesem Regenwald. Doch der soll nun für immer verschwinden: Der Gouverneur des Bundesstaates Cross River plant eine 260 Kilometer lange sechsspurige Schnellstraße durch dieses einzigartige Naturparadies.
Die Ekuri wollen nicht hinnehmen, dass die Straße ihren gesamten Regenwald, ihre Heimat und ihre Existenz vernichtet. Sie sind entschlossen, ihren Wald durch friedlichen Protest zu schützen und bitten um unsere Unterstützung. Die Zeit drängt, denn die Bulldozer sind bereits angerollt. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an den nigerianischen Präsidenten und den Gouverneur von Cross River."
Mehr unter https://www.regenwald.org/aktion/1045/

Windenergie und Artenschutz: Bewertungshinweise der LUBW
Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat die "Hinweise zur Bewertung und Vermeidung von Beeinträchtigungen von Vogelarten bei Bauleitplanung und Genehmigung für Windenergieanlagen" veröffentlicht. Die Bewertungshinweise zeigen auf, wie windenergiesensible Vogelarten - vor allem der Rotmilan - bei Windenergieplanungen zu berücksichtigen sind. Da das Papier viele Informationen enthält und sehr komplex ist, haben NABU und BUND im Rahmen des "Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz" wichtige Anhaltspunkte des Papiers anschaulich herausgearbeitet, um aufzuzeigen, was die Bewertungshinweise für das Verfassen von Stellungnahmen bedeuten.
▶▶ Download Zusammenfassung

Förderung von Flächenmanagern
In einer Pressemeldung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg wird berichtet, Staatssekretärin Gisela Splett MdL, habe am 22. Februar 2016 den Startschuss für Bewerbungen zum Förderprogramm "Flächen gewinnen durch Innenentwicklung" für das Jahr 2016 gegeben. ▶▶ Zur Pressemeldung
Mit der Förderung von Flächenmanagern wurde eine alte LNV-Forderung aufgegriffen. Der Landesnaturschutzverband fordert alle Kommunen auf, die Möglichkeiten dieses sinnvollen Programmes zu nutzen. Gerade im Zeichen eines zunehmenden Bedarfs an preisgünstigen Wohnungen für Flüchtlinge und andere Gruppen ist es wichtig, die Innenentwicklung voranzutreiben und Leerstände und Baulücken an den Markt zu bringen.
Mehr unter http://lnv-bw.de/foerderung-von-flaechenmanagern/

Nachhaltige Kommunalentwicklung: Oft fehlt ein Gesamtkonzept
Nachhaltigkeit ist bereits in vielen Städten und Gemeinden ein Thema – doch ein Gesamtkonzept dazu eher die Ausnahme. Insbesondere kleinere Gemeinden hätten hier noch Nachholbedarf, meint Prof. Dr. Frank Brettschneider, Kommunikations-Wissenschaftler an der Universität Hohenheim. Auch die Beteiligung der Bürger an solchen Entscheidungsprozessen zur nachhaltigen Kommunal­entwicklung lässt mancherorts noch zu wünschen übrig. Die Wissenschaftler befragten für ihre Studie alle 1.101 Kommunen in Baden-Württemberg.
Link: http://idw-online.de/de/news645894

Schreiadler und Windkraft als Schwerpunktthema in DER FALKE
Deutschlands am stärksten bedrohter Adler, der Schreiadler, gerät durch den Ausbau der Windenergie immer stärker unter Druck. In seiner neuen Ausgabe stellt DER FALKE in einem ausführlichen Dossier die Auswirkungen des Windkraftbooms auf die verbliebenen nur rund 110 Brutpaare in Deutschland dar. Fazit der Autoren: Im Zusammenspiel mit der ungebremst fortgesetzten Intensivlandwirtschaft könnte die Energiewende zu einer Existenzbedrohung für die deutsche Population werden.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_03_01_schreiadler_und_wind

NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf
Einst war der Kiebitz auf Wiesen und Äckern ein häufiger Gast - inzwischen ist er eher auf den Roten Listen bedrohter Arten anzutreffen. Um auf das Schicksal des Watvogels aufmerksam zu machen, ruft der NABU nun dazu auf, Kiebitz-Beobachtungen zu melden.
https://www2014.nabu.de/news/2016/02/20286.html

LNV: Naturschützer fordern effizienteren Düngereinsatz!
Wissenschaftler kritisierten in einem gemeinsamen Offenen Brief Mängel im aktuellen Regierungsentwurf zur Düngeverordnung. Zur Reduktion von Nährstoffeinträgen und zum Erreichen von europäischen Umweltzielen sind weitere Anpassungen notwendig. Der LNV teilt diese Kritik und fordert das MLR auf, die landesrechtlichen Spielräume zu Gunsten eines effizienten Düngereinsatzes auszuschöpfen.
Mehr unter http://lnv-bw.de/naturschuetzer-fordern-effizienteren-duengereinsatz/

NABU empfiehlt Vergrämung - Nahbegegnungen zwischen Mensch und Wolf
Weil sich in ein niedersächsischer Wolf immer wieder - allerdings aggressionslos - Menschen auf kurze Distanz genähert hat, sind die Kriterien für eine Vergrämung mit Gummigeschossen aus NABU-Sicht erfüllt. Der Artenschutz muss jedoch gewährleistet bleiben.
Lesen Sie hier weiter: https://www2014.nabu.de/news/2016/02/20115.html

"Mehr Förderung bedeutet mehr Ökolandbau"
"Dass die Fläche der Bio-Betriebe in Baden-Württemberg im Jahr 2015 einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht hat (+ 5,4 Prozent), ist ein gutes Zeichen und als Erfolg des Aktionsplans 'Bio aus Baden-Württemberg' zu bewerten", sagt Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND, Landesverband Baden-Württemberg e.V.. Besonders habe das neu eingeführte Agrarförder­programm Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) gewirkt.
Lesen Sie weiter beim http://www.bund-bawue.de/.

Stihl-Motorsägen: Beendet die Geschäfte mit den Holzfällern
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Motorsägen-Hersteller Stihl ist in Malaysia in Regenwaldvernichtung verstrickt. Der Vertrieb der Maschinen liegt dort weitgehend in den Händen der KTS-Gruppe. Deren Geflecht umfasst Holz- und Palmölfirmen, denen illegale Rodungen auf dem Land Indigener vorgeworfen werden.
Ein Schauplatz der Regenwaldvernichtung ist der Fluss Sungai Lijan. "Holzfäller haben ohne Erlaubnis Bäume umgesägt", sagt Sandak Mandang. Die Einheimischen haben die Firma Isotimber, die zum KTS-Geflecht gehört, angezeigt.
Auch in den wertvollen Torfwäldern hinterlässt Stihls Partner KTS eine Spur der Verwüstung. Für Palmölplantagen wurden bis zu 14.000 Hektar gerodet, wo seltene Nasenaffen lebten. Hier klagen die Einheimischen ebenfalls.
Stihl muss alles dafür tun, illegale Waldvernichtung zu verhindern, und darf keine Geschäft mit KTS mehr machen."
Zur Petition geht's hier: https://www.regenwald.org/aktion/1037/

Top-Klimawissenschaftler erklären Klimawandel und seine Folgen
Klimawandel, was ist das eigentlich? Ein neues digitales Lernformat bietet die Möglichkeit, das eigene Wissen zum Klimawandel unkompliziert von zuhause zu erweitern. Nach der großen Nachfrage im Wintersemester startet der Massive Open Online Course (MOOC) "Klimawandel und seine Folgen" am 9. Mai wieder neu. Eine Einschreibung ist ab sofort auf der MOOC-Plattform Iversity online möglich unter https://iversity.org/de/courses/klimawandel. Der Kurs mit international renommierten Klimaexperten führender Forschungsinstitute erklärt die Ursachen für die menschgemachte Erderwärmung und die Funktionsweise unseres Klimasystems.
Link: http://idw-online.de/de/news646652

Nicht alle Störche sind echte Frühlingsboten - geändertes Zugverhalten
Die ersten Sichtungen von Störchen wurden dem NABU bereits gemeldet. Doch nicht alle Vögel haben sich auf den langen Weg Richtung Süden gemacht. Die Frühheimkehrer überwinterten vermutlich im milden Elsass und sichern sich nun die besten Brutplätze.
https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/aktuelles/20308.html

Naturschutzstrategie BW – ein Erfolgsmodell
"Naturschutzstrategie Baden-Württemberg – wird alles gut?" lautete die Frage des Landesnatur­schutzverbandes Baden-Württemberg (LNV) am 28.01.2016 für eine Podiumsdiskussion im Museum am Löwentor in Stuttgart. Die Diskutanten waren der für Naturschutz zuständige Minister Alexander Bonde, Gudrun Heute-Bluhm vom Städtetag und Dr. Gerhard Bronner, Vorsitzender des LNV. Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/naturschutzstrategie-bw-ein-erfolgsmodell/

BUNDJugend BW: Mitmachtreffen 2016
Mitteilung vom BUND: "Die Mitmachtreffen der BUNDjugend BW sind ein Forum für Interessierte und Aktive. Hier treffen wir uns, lernen uns kennen, tauschen uns aus. Bei den Mitmachtreffen planen wir gemeinsam Aktionen, basteln an Ideen, schaffen was. Wir bringen uns gegenseitig was bei, werden zusammen schlauer, haben jede Menge Spaß und treffen Freund*innen. Hier kannst du in Verschiedenes reinschnuppern und die BUNDjugend kennenlernen. Egal ob du einfach neugierig auf die BUNDjugend bist oder in einer BUNDjugend-Gruppe, einem Projekt oder anderswo engagiert bist: Herzlich Willkommen!" Termine und Infos auf der Homepage der BUND-jugend.

Europa um eine Schlange reicher - Neue Ringelnatter-Art entdeckt
Wissenschaftler der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden haben mit einem internationalen Team eine neue Schlangenart in Europa entdeckt. Die Forscher konnten in einer heute im Fachjournal "Biological Journal of the Linnean Society" veröffentlichten integrativen Studie zeigen, dass die "Iberische Ringelnatter" keine Unterart der weit verbreiteten eurasiatischen Ringelnatter, sondern eine eigene Art ist. Link: http://idw-online.de/de/news646363

Neues Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll Landesbehörden unterstützen
Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland stellt Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben, die einer bundesweiten Koordination bedürfen. Dies soll ein neues Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes leisten, das die zuständigen Landesbehörden bei offenen Fragen rund um den Wolf berät und bundesweit Daten zur Ausbreitung des Wolfes sammelt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Beate Jessel sicherten sich für den Aufbau des neuen Wolf-Zentrums die Unterstützung der renommiertesten Experten des Landes. Link: http://idw-online.de/de/news645812

LNV-Infobrief Februar 2016 - im Blickpunkt: Flüchtlinge und kein Ende
Das Flüchtlingsthema beherrscht die Medien und die Politik. Die Zuwanderung hat die politische Agenda auf den Kopf gestellt und lässt andere Themen in den Hintergrund treten. Es hängt viel davon ab, wie wir dieses Problem bewältigen und wie gut diejenigen, die dauerhaft hierbleiben, integriert werden. Kein Verständnis verdienen aber interessierte Kreise, die Flüchtlinge instrumentalisieren, um missliebige Umweltvorschriften abzuschaffen. Richtigerweise haben die zuständigen Minister dieses Ansinnen verworfen.
Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-februar-2016/

Wahlprogramm-Check: Wahl ist ökologische Richtungsentscheidung
BUND und NABU werten Wahlprogramme der im Landtag vertretenen Parteien aus und ziehen Bilanz der aktuellen Legislaturperiode. Die Wahlprogramme der Parteien unterscheiden sich stark in ihren Bestrebungen für Umwelt-, Naturschutz und Nachhaltigkeit.
http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/politik-und-naturschutz/20299.html

Der Schutzschild bröckelt
In den letzten 20 Jahren sind viele Schelfeise der Antarktis kleiner geworden oder ganz verschwun­den. Dadurch hat sich die Fließgeschwindigkeit zahlreicher antarktischer Gletscher vervielfacht, was zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt. Dr. Johannes Fürst vom Institut für Geographie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnte mit einem komplexen Rechen­modell erstmals zeigen, wann genau das Schelfeis seine wichtige Stützfunktion verliert. Zusammen mit französischen Antarktis-Experten des Laboratoire de Glaciologie et Géophysique de l'Environne­ment (LGGE) in Grenoble hat Fürst die Ergebnisse seiner Forschung in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. Link: http://idw-online.de/de/news645710

Mini-Modul am Fraunhofer ISE erzielt mit 43,4 Prozent Weltrekordwirkungsgrad
Konzentrierende Photovoltaiksysteme (CPV) erreichen die höchsten Wirkungsgrade für die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie, und die Technologie zeigt noch viel Potenzial. So kann das Fraunhofer ISE nach einem Zell-Weltrekord vor zwei Jahren nun auch auf der Modul­ebene einen Höchstwert verkünden. Ein Mini-Modul auf der Basis von Vierfachsolarzellen erzielte einen bestätigten Weltrekordwirkungsgrad von 43,4 Prozent.
Link: http://idw-online.de/de/news646548

Unterirdische CO2-Speicherung: Risiken für Stoffkreisläufe im Boden
Hohe Konzentration von Kohlendioxidgas in Böden kann die Gemeinschaften von Bodenlebewesen langfristig stark verändern – und damit auch Prozesse im Ökosystem wie den unterirdischen Kohlen­stoffkreislauf und die Kohlenstoffspeicherung. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team. Für ihre Studie hatten die Forschenden Bodenorganismen und Stoffkreisläufe an einer natürlichen Kohlendioxidquelle (Mofette) und in einem Vergleichsboden untersucht. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die Auswirkungen möglicher Lecks bei der Kohlendioxid-Einlagerung im Untergrund, die langfristig das Nahrungsnetz und den Stoffwechsel im Boden verändern könnten.Link: http://idw-online.de/de/news646504

Eine kompakte Biogasanlage für alle Arten von Substraten
Das Start-up Mini-Green Power aus Hyères (Provence-Alpes-Côte-d’Azur) hat eine neuartige Biogasanlage entwickelt, die sich für kleine und ländliche Gemeinden eignet. Das Konzept ist ein Alleskönner, der eine Vielzahl von unterschiedlichen Substraten verwerten kann: Abfälle aus der Agrarindustrie (z.B. Schalen und Kerne), Holz, Stroh, Bioabfälle aus Haushalten etc. Grundsätzlich kann die Anlage alle Arten von Biomasse verwerten, solange sie einen Feuchtigkeitsgrad von unter 60% aufweisen. Link: http://idw-online.de/de/news645588

Sperber im Kreis Karlsruhe angeschossen
Auch im neuen Jahr gab es bereits einen Fall von Greifvogeltötung in Baden-Württemberg. Eine höhere Aufklärungsquote könnte durch ein gezieltes Vorgehen gegen Umweltkriminalität erreicht werden. http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefahren/vergiftungen/20231.html

Menschenaffen zum Welterbe erklären
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Mit Orang-Utans, Schimpansen, Bonobos und Gorillas teilen wir eine Millionen Jahre lange Evolutionsgeschichte. Diese Geschichte könnte schon sehr bald enden: Die Menschenaffen sind durch die fortschreitende Zerstörung ihrer Lebensräume vom Aussterben bedroht.
Um unsere nahen Verwandten zu schützen, unterstützen wir den Aufruf der Organisation /Menschenaffe PGS/ an die UNESCO, die Menschenaffen zum "lebendigen Welterbe" zu erklären und ihnen grundlegende Rechte zuzusprechen. Bitte unterschreiben auch Sie. damit die gemeinsame Geschichte aller Menschenaffen ein gutes Ende nimmt.
Mehr unter https://www.regenwald.org/aktion/1033/

Neue digitale Welten in der Zoologie - Neue Website für das DNA-Barcoding
Forscher der Zoologischen Staatsammlung München aus den Projekten "Barcoding Fauna Bavarica" und "German Barcode of Life" stellten am 15. Februar 2016 ihre neue Website ins Netz. Diese ist unter der URL www.barcoding-zsm.de zu erreichen. Damit wollen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse einem breiten Publikum präsentieren und Einblick in ihre aktuelle Arbeit geben. Die Website bietet in anschaulicher und übersichtlicher Form Informationen über sehr viele Arten im Barcoding sowie über bisher erfolgte praktische Anwendungen und Beispiele.
Link: http://idw-online.de/de/news646043

BUND zum Thema flüchtende Menschen
Seit Januar erreichen die Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender vermehrt Zuschriften von BUND-Mitglieder zum Thema Flüchtlingsströme. In einem Brief an Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter formuliert sie die Position des BUND in Baden-Württemberg.
Lesen Sie weiter beim http://www.bund-bawue.de/

Bodenerosion nimmt dramatisch zu
Die Landdegradierung durch Erosion und Bodenverschlechterung nimmt weltweit dramatische Ausmaße an, der Lebensraum von etwa 3,2 Milliarden Menschen ist davon betroffen. Jeder US-Dollar, der heute in die Erhaltung des Bodens als Lebensgrundlage investiert wird, spart in Zukunft fünf US-Dollar an Folgekosten. Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger UNEP-Exekutivdirektor, Prof. Dr. Joachim von Braun, Direktor am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, und Dr. Stefan Schmitz vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellen neueste Forschungsergebnisse vor. Link: http://idw-online.de/de/news645507

Vorträge und Podiumsdiskussion bei den Naturschutztagen
Erstmals in der Geschichte der Naturschutztage am Bodensee wurden 15 Vorträge auf Video aufgenommen. Auch die Podiumsdiskussion zur Landtagwahl mit den Fraktionsspitzen bei den Naturschutztagen können Sie nun nachträglich anschauen - eine wichtige Information zur Landtagswahl. Hier der entsprechende Link zum YouTube-Kanal der Naturschutztage:
Link zu YouTube
Wie gewohnt, haben einige Vortragende ihre Präsentation oder ihr Vortragsskript zur Verfügung gestellt, darunter auch einige Vortragende aus den Nachmittagsseminaren. Die entsprechenden Dateien finden Sie unter http://www.naturschutztage.de ▶ Nachlese.
Klicken Sie im dort eingestellten Programm auf den Begriff "mehr ..." bei der gewünschten Veranstaltung. Die Dateien - soweit sie vorliegen - sowie oft auch weitere Informationen über die Vortragenden oder die Themen finden Sie am Ende des Textes.

Sozialverhalten von Erlenzeisigen anhand von Beringungsergebnissen erforscht
Das Sozialverhalten von Schwänen, Gänsen und einigen Krähenarten ist bereits relativ gut erforscht. Diese Vögel gehen enge, oft lebenslange Bindungen zueinander ein. Dass jedoch auch bei kleineren Vogelarten abseits der Partnerschaften soziale Bindungen vorkommen, ist weitgehend unbekannt. In der Zeitschrift Bird Study wurden nun Ergebnisse einer Studie präsentiert, die bei Erlenzeisigen eine Tendenz zum Umherwandern in festen Trupps über mehrere Jahre erkennen lassen. Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_02_04_sozialverhalten_von_

Mehr Farbe in Garten und Landschaft
Im neuen "Naturschutz heute" stellen wir den Stieglitz als Vogel des Jahres und die damit verbundene Aktion "Bunte Meter für Deutschland" vor. Auf ausführlichen Gartenseiten geben wir zudem Tipps von der Planung, Gestaltung und Pflege bis zu Naturschutzmaßnahmen. Mehr in Naturschutz heute.

Licht und Schatten beim Waldschutz
Deutschland braucht strengere Waldgesetze, das zeigt der "BUND-Waldreport 2016". 20 Beispiele aus ganz Deutschland verdeutlichen die breite Palette der bisher gängigen Waldbewirtschaftung. Kahlschlag und rücksichtslose Eingriffe, selbst in Schutzgebieten, zeugen von mangelnder guter forstlicher Praxis. Dabei geht es auch anders...
Zum BUND-Waldreport

Verzichten Sie auf Plastik!
Aus dem BUND-Newsletter: "Mit dem Griff zur Gesichtspflege startet für viele Menschen ein normaler Tag im Plastikwahn. Täglich gelangen mehrere tausend Tonnen Plastik weltweit in die Meere – eine gewaltige Belastung für unser gesamtes Ökosystem. Wir haben Tipps und Tricks gesammelt, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann – in der Fastenzeit und darüber hinaus." Lesen Sie weiter beim https://www.bund.net/

Kann Politik auch Ressourcenschonung? Regierung startet erneuten Anlauf
Ein Programm für Ressourceneffizienz erschien vor wenigen Jahren noch als utopisch. Doch nun könnte es Realität werden. Verschiedene Politikinitiativen sollen zu weniger Ressourcenkonsum in Deutschland führen. Ein anderes Wirtschaften und Leben muss her. Weitere Informationen beim https://www2014.nabu.de/

EU-Parlament für Erhalt der europäischen Naturschutzrichtlinien aus
Das Europäische Parlament hat sich für die Beibehaltung der EU-Naturschutzrichtlinien ausgesprochen. Damit lehnt nun auch die direkte Vertretung der Bürger die Änderung des bestehenden Naturschutzrechts ab - ein klares Signal an die EU-Kommission.
Lesen Sie hier weiter: https://www2014.nabu.de/news/2016/02/20157.html

27. Februar 2016: Schulung Brutvogelmonitoring
Im Auftrag der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) betreut unser NABU-Vogelschutzzentrum das Monitoring häufiger Brutvögel. In diesem Projekt arbeiten derzeit landesweit 117 ehrenamtlich tätige Personen, die auf 211 Flächen die Bestände der weit verbreiteten und häufigen Brutvogelarten erfassen. Ziel des Seminars ist es, neuen Interessierten genaue Kenntnisse über die Methode der Freilandarbeiten und deren Auswertung zu vermitteln. ▶▶ Mehr

Kiebitz-Kolonie in Rohrau wiederangesiedelt
Erfreuliche Nachrichten gibt’s aus dem Landkreis Sindelfingen-Böblingen: Dort ist es durch entsprechende Biotopgestaltung gelungen, Kiebitze wieder heimisch zu machen. Beteiligt war auch unsere NABU-Gruppe Gärtringen-Nufringen-Rohrau. Inzwischen gehört das Brutvorkommen mit 5 Paaren zu den größten im Land. Immerhin. Noch vor fünfzig Jahren war der Kiebitz häufig auf Deutschlands Feldern und Wiesen anzutreffen. Heute ist der Wiesenvogel aus vielen Agrarlandschaften verschwunden. Obwohl der Kiebitz unter dem Schutz der FFH- und Vogelschutzrichtlinie steht, ist seine Existenz hierzulande stark bedroht.
▶▶ Mehr zum Vorkommen in Rohrau

Erster Nachweis des Blutspechts in Deutschland
Der Buntspecht ist der mit Abstand häufigste Specht Deutschlands. Sehr ähnlich gefärbt ist der südöstlich verbreitete Blutspecht. Sein Brutgebiet erstreckt sich von Südwest-Russland westwärts über die Ukraine bis nach Tschechien und weiter südlich vom Iran über die Türkei, Griechenland und den Balkan bis nach Österreich. Trotz der relativen Nähe zu den nächsten Brutvorkommen, existierte bislang kein Nachweis eines artreinen Blutspechts aus Deutschland. Im Winter 1996/1997 konnte lediglich ein Hybrid aus Blut- und Buntspecht in Bayern nachgewiesen werden. ▶▶ Mehr

Attraktive neue Fledermausart aus Westafrika
Im westafrikanischen Land Guinea hat jetzt eine Wissenschaftlergruppe um Dr. Jan Decher vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) in Bonn eine attraktive kleine Fledermaus entdeckt. Ihr deutscher Name lautet: Isabellfarbene Weißflügel-Zwergfledermaus. Genetische Untersuchungen, die im Zentrum für Molekulare Biodiversitätsgenetik am ZFMK durchgeführt wurden, unterstützen ihren Status als neue Art. Link: http://idw-online.de/de/news645070

Raben können sich in die Sichtweise ihrer Artgenossen hineinversetzen
Raben stellen sich vor, was andere Raben sehen können: Zu diesem Ergebnis kommen die Kognitionsbiologen Thomas Bugnyar und Stephan Reber von der Universität Wien gemeinsam mit dem Philosophen Cameron Buckner (University of Houston, Texas). Bugnyar und sein Team konnten dies in einem Experiment erstmals belegen und leisten damit einen wichtigen Beitrag in der aktuellen Debatte, ob außer Menschen auch Tiere zu einer so genannten "Theory of Mind" fähig sind. Sie publizieren dazu in der Fachzeitschrift "Nature Communications".
Link: http://idw-online.de/de/news645444

GBOL Phase II – Die Inventur aller Tierarten in Deutschland geht weiter
Im vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn koordinierten Projekt „German barcode of life“ (GBOL) wurden bisher ein Drittel der deutschen Tiere und Pflanzen über ihren Barcode erfasst. In der nun bewilligten zweiten Förderphase wird die Arbeit an der umfassenden DNA-Barcode Referenzdatenbank der deutschen Fauna und Flora mit einem Fokus auf Organismen fortgeführt, deren Erfassung für wirtschaftlich relevante Anwendungen benötigt wird. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 13,800 Arten hinzugefügt werden, sodass am Ende der Laufzeit etwa die Hälfte der Tiere und Pflanzen in der Datenbank verzeichnet sein werden. Link: http://idw-online.de/de/news644331

Konsequent für eine naturverträgliche Energiewende
Rund 50 Windenergiefirmen aus NRW haben ein "Aktionsbündnis Artenschutz durch Erneuerbare - Diffamierung durch den NABU stoppen" gegründet. In einer taz-Anzeige werfen sie dem NABU vor, mit Klagen deutschlandweit die Energiewende zu blockieren.
Lesen Sie hier weiter: https://www.nabu.de/news/2016/01/20086.html

26.000 Humboldt-Pinguine retten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Chile will im Gebiet von Humboldt-Pinguinen zwei Industriehäfen bauen und gefährdet dadurch das Überleben von 13.000 Brutpaaren. Der Bau ist geplant, obwohl der Pazifik rund um die Insel Chañaral einer der "Hotspots der Artenvielfalt" der Welt ist. Acht Walarten und neun Delfinarten suchen in den Gewässern nach Nahrung. Die dort lebenden Humboldt-Pinguine stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutz­union und gelten als "gefährdet". Häfen zur Verladung von Eisenerz könnten die Spezies somit an den Rand des Aussterbens bringen. Bitte helfen Sie mit ihrer Unterschrift den örtlichen Umweltschützern, den Bau zu verhindern." ▶▶ https://www.regenwald.org/

Studie: Die (un-)heimliche Artenerosion
Zur Vorstellung der Studie "Wir sind dann mal weg — Die (un-)heimliche Artenerosion. Eine agroindustrielle Landwirtschaft dezimiert unsere Lebensvielfalt" erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Martin Häusling: „Die von mir in Auftrag gegebene und von dem Journalisten Stephan Börnecke verfasste Bestandsaufnahme belegt eindeutig: Der Versuch, über eine Reform der EU-Agrarpolitik den Verlust der Artenvielfalt in Deutschland und Europa wenigstens nur aufzuhalten, ist komplett gescheitert. Die EU-Agrarpolitik ist nur um ein Quäntchen verändert worden, da unter anderem selbst in den ohnehin viel zu klein bemessenen ökologischen Vorrangflächen sogar Pestizide eingesetzt werden dürfen. So lässt sich Biodiversität nicht bewahren. Daran haben bislang weder die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt noch das 'Greening' im Zuge der neuen EU-Agrarförderung etwas ändern können."
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2016_01_14_studienvorstellung_z

Rotmilan tödlich verletzt – Täter verurteilt
In St. Johann-Bleichstetten (Landkreis Reutlingen) wurde der Täter verurteilt, dessen illegal aufgestellte Greifvogelfalle im Frühsommer einen Rotmilan das Leben gekostet hatte. Im Jahr 2015 liegt das Ländle mit der Zahl von illegal getöteten Greifvögeln leider an zweiter Stelle. Die Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft Umweltkriminalität wäre ein wichtiger Schritt, um mehr Übergriffe aufklären zu können.
http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefahren/vergiftungen/19987.html

Trauer um Klaus Roth-Stielow
Wie wir jetzt erfahren, ist Klaus Roth-Stielow aus Hechingen verstorben. Über lange Jahre war er Rechtsreferent für den BUND in Baden-Württemberg. In unserer Region war er weniger bekannt. Er hat jedoch wesentliche Verfahren angeschoben und begleitet. Hierzu gehören beispielsweise verschiedene Verfahren gegen Stuttgart 21. "Bis zu seinem Tod war Klaus Roth-Stielow ein wichtiger Ratgeber für den BUND und dessen Untergliederungen. Er war ein freundlicher, gradliniger Mitstreiter und stets mutig in der Rechtsfindung zugunsten des Natur- und Umweltschutzes", sagt Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND.

"Fleischatlas Deutschland Regional 2016"
Die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute in Berlin den ersten "Fleischatlas Deutschland Regional 2016" veröffentlicht. Die neueste Ausgabe hat ihren Schwerpunkt auf Deutschland (von Bundesland - bis Landkreisebene!). In der Publikation wird anschaulich analysiert, wo welche Tiere in welcher Dichte aufgezogen bzw. geschlachtet werden, aber auch die Themen Hofgröße, Entlohnung in der Fleischbranche und der Dauerbrenner Glyphosat kommen nicht zu kurz. ▶▶ Download

Veränderungen in der Pflanzenwelt von Baden-Württemberg
Unter der Federführung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart erfassen mehr als 180 Ehrenamtliche zum zweiten Mal alle Pflanzen in Baden-Württemberg. Forscher des Naturkundemuseums können so die Auswirkungen des Klimawandels und des Menschen auf die regionale Pflanzenwelt erforschen. Zahlreiche gefährdete Arten nehmen weiterhin ab. Neue, wärmeliebende Pflanzen breiten sich aus. Link: http://idw-online.de/de/news644445

Schutzstatus, Flurstücksnummer und Gemarkungsnummer einer Fläche?
Anke Trube vom LNV schreibt: "Weil immer wieder folgende Fragen auftauchen … a) Wie finde ich den Schutzstatus einer Fläche heraus? (z.B. bei geplanten Eingriffen)
b) Wie stelle ich die Flurstücksnummer und zugehörige Gemarkung (mit Nummer) einer bestimmten Fläche fest? (z.B. für Wiesenumbrüche oder Altbaumrodungen)
… möchte ich anbei folgende hoffentlich hilfreiche Hinweise geben:
Den Schutzstatus einer Fläche können Sie im Daten- und Kartendienst der LUBW in Erfahrung bringen unter: http://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/pages/map/default/index.xhtml
Dort links oben den Ort eingeben und rechts in der Spalte die gewünschten Schutzgebietstypen ankreuzen. Mit dem Pluszeichen lässt sich der Ausschnitt vergrößern bis zum Luftbild und der Flurstücks-Abgrenzung samt Nummer.
Falls die Liste der Schutzgebietstypen nicht auftritt, versuchen Sie es hier, dann bei "Natur und Landschaft" "Alle Schutzgebiete" anklicken, anschließend den Erdball anklicken; weiter wie oben beschrieben.
Ab einer Vergrößerung von etwa 1:3000 erscheinen die Luftbilder samt Flurstücks-Grenzen, nach zwei weiteren Vergrößerungsschritten auch die Flurstücks-Nummern. Durch Anklicken des "i" für "Information" öffnet sich ein kleines Fenster mit Angabe der Gemarkung und deren Nummer."
Vielen Dank, Frau Trube!

Achtung: Schildkröte! Invasive Rotwangenschmuck-Schildkröte macht sich breit
Wissenschaftler des Senckenberg-Forschungsinstitutes in Dresden haben mit genetischen Methoden herausgefunden, dass sich die in Europa eingeschleppte Rotwangenschmuck-Schildkröte auch außerhalb des Mittelmeerraumes vermehrt. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Schildkröte stellt eine massive Bedrohung für die heimische Schildkrötenfauna dar und sollte laut den Autoren der kürzlich im Fachjournal "Conservation Genetics" veröffentlichten Studie in Europa abgefangen werden. Link: http://idw-online.de/de/news644639

Der Frosch als Akrobat
Weltweit sind über 6.600 Arten von Fröschen bekannt, die meisten von ihnen können hervorragend springen. Ungefähr ein Viertel aller Froscharten lebt in Bäumen und Sträuchern. Wie diese baumlebenden Frösche es aber schaffen, nach einem Sprung auf schmalen Ästen und Zweigen sicher zu landen, blieb bisher weitgehend unbeantwortet. Eine Studentin konnte nun erstmals gemeinsam mit Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel dokumentieren, wie diese Tiere wahrhafte Kunststücke vollbringen, um aus dem Sprung auf schmalen Ästen zu landen. In der aktuellen Ausgabe (23. Januar) des Fachmagazins "Journal of Comparative Physiology A" berichten sie über die Forschungsergebnisse. Link: http://idw-online.de/de/news644978

Erfreuliche Ergebnisse der Schlafplatzzählung der Kornweihen am Federsee
Bei den Kornweihen-Schlafplatzzählungen am 21./22.12. am Federsee wurden, auf 3 Schlafplätze verteilt, insgesamt 13 Männchen und 46 Weibchen erfasst. Damit stellt das vom NABU betreute Federseemoor das wichtigste Winterquartier für die Kornweihe im südlichen Mitteleuropa dar!
[Tipp: Zur Beobachtung dieser seltenen Greifvogelart stellen Sie sich am besten gegen 16.15 Uhr auf den Aussichtsturm des Federseestegs.]
Weitere Infos unter http://www.nabu-federsee.de/

46.600 Stimmen gegen Greifvogelmord
Fast 47.000 Menschen gaben in den letzten Monaten ihre Unterschrift gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nahm diese nun stellvertretend für die Umwelt- und Innenminister der Länder und des Bundes entgegen. Mehr beim NABU unter https://www2014.nabu.de/news/2016/01/20069.html.

Keine Teeplantagen neben dem Gorilla-Nationalpark
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "In Ugandas Bwindi Nationalpark leben 400 der letzten Berggorillas der Erde. Ausgerechnet ein Waldgebiet, das den Park als Puffer dient, soll für Teeplantagen abgeholzt werden. Umweltschützer fürchten, dass die Vernichtung des Kafuga Forest die Gorillas gefährdet. Die Teepflanzer bereiten sich schon darauf vor, im Kafuga Forest Bäume zu fällen.
Bitte fordern Sie den Umweltminister Ugandas und die örtlichen Behörden auf, den Kafuga Forest zu schützen. Das Überleben der Gorillas darf nicht für Teeplantagen aufs Spiel gesetzt werden." Zur Petition geht's hier: https://www.regenwald.org/

Monsanto greift nach dem Leben - jetzt unterzeichnen
Campact schreibt: "Monsanto, Bayer und andere Konzern-Giganten sichern sich Patente auf unsere Lebensmittel. Die Folgen sind gravierend: Sortensterben, Monopole und Verarmung der Bauern trotz steigender Preise. Fordern Sie von Justizminister Maas, diesen Irrweg zu verlassen. Unterzeichnen Sie jetzt gegen Patente auf Leben! ▶▶ Hier geht's weiter.

Kosten der Energiewende aus deutscher und internationaler Perspektive
Die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris leiten eine neue Phase der internationalen Klimapolitik ein. Eine Stromerzeugung ohne klimaschädliche Treibhausgase steht erstmals auf der energie- und klimapolitischen Agenda aller Staaten. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann dabei Vorbild für die Förderung erneuerbarer Energien weltweit sein.
Link: http://idw-online.de/de/news643291

Zwischenbilanz zur Stunde der Wintervögel: Shootingstar Erlenzeisig
In Baden-Württemberg haben bisher (Stand: Montagabend) 5.500 Vogelfreundinnen und -freunde aus rund 3.800 Gärten über 150.000 gezählte Vögel gemeldet. Das ist die positive Zwischenbilanz zur diesjährigen großen NABU-Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel".
Weitere Informationen beim NABU Baden-Württemberg.

Artenreiche Ökosysteme sind produktiver als artenarme - neue Belege publiziert
Artenreiche Ökosysteme sind wesentlich gesünder und produktiver als artenarme. Das hat eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern nun mit einer Analyse der komplexen Daten weltweiter Grasland-Ökosysteme herausgefunden. Die Studie entstand unter Beteiligung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Sie wurde in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht. Es ist die bislang umfassendste Studie, die diesen Effekt in natürlichen Ökosystemen zeigt.
Link: http://idw-online.de/de/news644349

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_12_21_aktualisierte_inform

Die Gemeine Binsenjungfer ist Libelle des Jahres 2016
Der BUND und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) haben die Gemeine Binsenjungfer zur Libelle des Jahres 2016 gekürt. Unmittelbar bedroht ist die Gemeine Binsenjungfer noch nicht, doch sind ihre Bestände vielerorts erkennbar rückläufig.
Mehr unter https://www.nabu.de/news/2015/12/19993.html

"Dino des Jahres" für Philipp zu Guttenberg
Der NABU hat Philipp Freiherr zu Guttenberg mit dem "Dinosaurier des Jahres 2015" ausgezeichnet. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) erhält den Negativpreis für seinen erbitterten Widerstand gegen eine natürliche Waldentwicklung und die Lobbyarbeit gegen das EU-Naturschutzrecht. Philipp zu Guttenberg vertritt und verbreitet eine anachronistische Sicht des Waldes, die sich alleine auf die wirtschaftliche Nutzbarkeit von Holzressourcen beschränkt. Der NABU kritisiert zudem, dass der Chef der Waldeigentümer immer noch die Ziele der bereits 2007 vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt angreift. Lesen Sie hier weiter: https://www.nabu.de/news/2015/12/20002.html

NABU massiv enttäuscht von CDU-Naturschutzprogramm
"Zwischen vielen schwammigen Worthülsen wird im CDU-Naturschutzprogramm nur eines klar: Die CDU will im Naturschutz das Rad zurückdrehen", kritisiert der Vorsitzende des NABU Baden-Württemberg Andre Baumann. >> Mehr

NABU-Landesverband fordert Nachbesserungen im Wahlprogramm der Grünen
Der NABU fordert Bündnis 90/ Die Grünen auf, beim Landesparteitag die Aussagen zum Natur- und Umweltschutz im Wahlprogramm für die Landtagswahl nachzuschärfen. >> Mehr

SPD fehlt im Bereich Ökologie der rote Faden
Enttäuschung beim NABU: Das im Entwurf vorgestellte Regierungsprogramm der SPD Baden-Württemberg weist Lücken im Natur- und Umweltschutz auf.
Mehr unter nabu-bw.de/umwelt-und-leben/politik-und-naturschutz/19965.html

Website aufgefrischt
Seit 11 Jahren ist nun unser Internetauftritt online. Nachdem wir zuletzt vor fünf Jahren zugunsten der Lesbarkeit den Bildhintergrund und die Position auf dem Bildschirm verändert hatten, war es jetzt an der Zeit, auch den "Kopf" zu überarbeiten und das Erscheinungsbild der Seite etwas aufzufrischen. Ansonsten lassen wir vorerst alles beim Alten, so dass Sie auch noch die gewohnte Seitenstruktur vorfinden. Wir hoffen, dass Ihnen diese kleine "Frischzellenkur" gefällt und nach den Änderungen nun keine Fehler übrig geblieben sind. Ansonsten bedanken wir uns schon im Voraus für eine entsprechende Mitteilung.

Naturschutztage 2016: Natura 2000 - Europäischen Naturschutz stärken
Bei den 40. Naturschutztagen am Bodensee wurde in einer Resolution dazu aufgerufen, die beiden europäischen Naturschutzrichtlinien, die Natura 2000 zugrunde liegen, in ihrer derzeitigen Form zu erhalten. Weitere Infos beim NABU Baden-Württemberg.

LNV zum "Bericht zur Lage der Natur"
"Viel versprochen – viel gehalten” – auf diesen Nenner bringt Dr. Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), die Naturschutzbilanz der grün-roten Landesregierung. Alte Forderungen der Naturschutzverbände wie flächendeckende Landschaftserhaltungsverbände (LRV) und neue Großschutzgebiete wurden umgesetzt. Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/lnv-zum-bericht-zur-lage-der-natur/

Löwenzahn schützt sich mit Latex vor Maikäfer-Larven
Der Löwenzahn gilt vielen als ein lästiges Unkraut. Neben Hobby-Gärtnern hat die Pflanze auch in der Natur viele Feinde. Vor diesen schützt sie sich mit einem latexhaltigen Saft. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Universität Bern konnten jetzt nachweisen, dass eine einzige Substanz aus dem bitteren Latexsaft die Wurzeln des Löwenzahns gegen gefräßige Maikäferlarven wirksam schützt. Latex ist demnach für die pflanzliche Verteidigung gegen Bodenschädlinge entscheidend. Link: http://idw-online.de/de/news643922

Fledermäuse passen ihre Echoortungslaute an Lärm an
Fledermäuse orientieren sich im Flug akustisch durch Echoortungslaute und nutzen diese auch meistens zur Nahrungssuche. Wie die Tiere mit Beeinträchtigungen durch Umgebungslärm umgehen, fand nun ein Team von Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie Seewiesen und der Ludwig-Maximilians-Universität München heraus. Sie analysierten tausende von Echoortungsrufen unter verschiedenen, natürlichen Lärmbedingungen und zeigten, dass die Fledermäuse sowohl die Lautstärke ihrer Rufe wie auch deren Dauer an den Lärmpegel anpassen. Obwohl jedes Individuum dabei ein bisschen anders reagierte, verbessern alle Mechanismen die Erkennbarkeit des Signals. Link: http://idw-online.de/de/news643796

Traurige Bilanz des Habichtjahrs: Verfolgung in Baden-Württemberg
Im Jahr 2015 liegt das Ländle mit der Zahl von illegal getöteten Greifvögeln an zweiter Stelle. Die Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft Umweltkriminalität wäre ein wichtiger Schritt, um mehr Übergriffe aufklären zu können. Lesen Sie hier weiter: http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefahren/vergiftungen/20026.html

Zwergdrosselfund sorgt für Aufregung
Keine Frage, dieser Vogelnachweis ist eine Sensation: Zum ersten Mal überhaupt wurde eine Zwergdrossel in Baden-Württemberg nachgewiesen. Sensationell ist aber auch die Zufalls­verkettung, zu dem Nachweis geführt hat:
Anfang November schleppt eine Katze einen halb toten Vogel in ein Haus in Markgröningen und legt ihn "Frauchen" stolz vor die Füße. Diese reagiert beherzt, nimmt das verletzte Tier vorsichtig auf und fährt mit ihm anderthalb Stunden zum NABU-Vogelschutzzentrum nach Mössingen. Dort trifft sie auf eine freiwillige Helferin, die den Vogel, der während der Fahrt gestorben ist, untersucht und sofort bemerkt, dass es sich bei diesem unscheinbaren, kleinen, braunen Vogel um eine besondere Art handelt. Das Team des Vogelschutzzentrums Mössingen bestimmt den Vogel und die Vermutung bestätigt sich: Es handelt sich um eine Zwergdrossel. Die ornithologische Sensation ist perfekt!
nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelschutzzentrum-moessingen/19972.html

Der Lungenenzian und sein Bläuling
In der Beschreibung zum Naturschutzgebiet Warrenberg steht er drin - der Lungenenzian-Ameisen­bläuling (Phengaris/ Maculinea alcon). Seit 2003 konnte er leider nicht mehr nachgewiesen werden, doch einen Bericht ist uns der seltene Falter allemal wert:
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/alcon/alcon.htm

Erneuter Totfund eines Wolfes
Autofahrer haben am 26.11.2015 einen toten Wolf auf der A 8 östlich von Merklingen (Alb-Donau-Kreis) entdeckt. Die Autobahnmeisterei barg den Kadaver und zog zur Erstbegutachtung einen Vertreter der örtlichen Kreisjägervereinigung hinzu. Nach der ersten Begutachtung durch Experten der FVA und des Büros LUPUS (Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland) handelt es sich um einen jungen männlichen Wolf.
Weitere Informationen beim https://mlr.baden-wuerttemberg.de/

Bei großer Artenvielfalt steigern Organismen ihren Einsatz, um an Nährstoffe zu gelangen
Pflanzen und in der Erde lebende Mikroorganismen benötigen den Nährstoff Phosphor, um zu wachsen und zu gedeihen. In vielen Böden ist das Element vorhanden, jedoch häufig in organischen Verbindungen gebunden. Um an den lebenswichtigen Nährstoff zu kommen, scheiden Organismen bestimmte Enzyme, sogenannte Phosphatasen, aus. Mit ihnen lässt sich Phosphat, das Organismen aufnehmen und verstoffwechseln können, aus organischen Verbindungen freisetzen. Bei diesem Prozess reagieren die Organismen offenbar auf die Bedingungen in ihrer Umgebung: Wenn in einer Grünlandmischung viele Pflanzenarten vorhanden sind, scheiden sie pro verfügbarem Substrat mehr Enzyme aus als in Mischungen mit weniger Pflanzenarten.
Mehr unter https://idw-online.de/de/news643042

Mondfische in der Ostsee: Anzeiger für einströmendes Nordseewasser
Ein neuer Salzwasser-Einstrom hat wieder Mondfische aus dem Kattegat in die westliche Ostsee gespült. Das Auftreten der Exoten fällt damit zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres mit einem massiven Einstrom großer Mengen salz- und sauerstoffhaltigen Wassers ins größte Brackwassermeer der Welt zusammen. Link: http://idw-online.de/de/news643190

Italienische setzen sich gegen heimische Mauereidechsen durch
Nicht-heimische Mauereidechsen verbreiten sich zunehmend in Deutschland. Dieses Phänomen ist bekannt und gut dokumentiert. Der Biologe Joscha Beninde von der Universität Trier untersucht in seiner Doktorarbeit die Ursachen. Das Ergebnis: Die Männchen italienischer Mauereidechsen sind durchsetzungsfähiger als die heimischen und verdrängen sie bei der Partnerwahl. Um die heimische Mauereidechse langfristig schützen zu können, plädiert die Trierer Forschergruppe dafür, die Praxis des europaweiten Artenschutzes anzupassen. Link: https://idw-online.de/de/news643142

Mit der Kettensäge gegen den Vogelschutz (Deutsche Wildtier-Stiftung)
Während in Paris der Klimagipfel tagt, laufen in Deutschland die Kettensägen. Um Platz für Windenergieanlagen zu schaffen, werden immer häufiger geschützte Horstbäume illegal gefällt und Vögel getötet. Einen rasanten Anstieg solcher Straftaten belegen Recherchen von Deutscher Wildtier Stiftung, Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und Komitee gegen den Vogelmord. Bisher wurden mindestens 40 Fälle illegaler Verfolgung von Großvögeln im Umfeld von neuen oder geplanten Windparks registriert. Meistens wurden die Nester (Horste) zerstört oder die Bäume samt Horst gefällt. In mindestens einem Fall wurden Jungvögel im Nest erschlagen. Mit Abstand häufigstes Opfer ist der Rotmilan. Aber auch beim extrem seltenen Schreiadler wurden mehrfach Nester zerstört. Link: https://idw-online.de/de/news642631

Zu dieser Meldung ist ein Kommentar erforderlich: Die DWS nennt hier 40 gemeldete Fälle zwischen 2010 und 2015. Unseres Wissens wurde keine einzige Meldung nachgeprüft und etliche gesammelten Fälle stehen im Zusammenhang mit der Kampagne gegen die illegalen Tötungen von Greifvögeln und haben mit Windenergieanlagen nicht das Geringste zu tun. Dass es der DWS in Wirklichkeit um die Verhinderung der Energiewende geht, ist hinlänglich bekannt (siehe hierzu z.B. diesen Artikel). Man muss sich aber fragen, warum sich der NABU und das Komitee hier beteiligen. Ein derartiges Vorgehen ist zutiefst unseriös und schadet eher den Anliegen des Naturschutzes.

Biosphärengebiet Südschwarzwald auch ohne Feldberg auf Erfolgsspur
Die baden-württembergischen Naturschutzverbände BUND, LNV und NABU sehen das entstehende Biosphärengebiet im Südschwarzwald auch ohne die Beteiligung der Gemeinde Feldberg auf der Erfolgsspur. Der Gemeinderat von Feldberg hat am Dienstagabend entschieden, nicht Teil des Biosphärengebiets zu werden. "Wir halten den Rückzieher der Gemeinde Feldberg für kurzsichtig. Trotz der Höhenlage fehlt es Bürgermeister Stefan Wirbser sowie dem Gemeinderat offenbar an Weitblick. Das ändert aber nichts an der Sinnhaftigkeit des Gesamtprojektes. Auch ohne die Flächen von Feldberg gehört die Region zum Tafelsilber unserer Natur", sagen die Vorsitzenden der baden-württembergischen Naturschutzverbände BUND, LNV und NABU.
Weitere Infos beim http://www.bund-bawue.de/

Landtagswahl 2016: BUND und NABU stellen politischen Forderungen vor
Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität. Rund fünf Monate vor dem 13. März 2016 legen BUND und NABU Baden-Württemberg ihre Forderungen zur Landtagswahl vor. Die Umweltverbände mit ihren zusammengenommen über 170.000 Mitgliedern und Fördernden sehen alle Parteien in der Pflicht, sich für ein zukunftsfähiges Baden-Württemberg einzusetzen.
Weitere Infos beim http://www.bund-bawue.de/

Faszination Natur: Ein Birkenspinner entfaltet seine Flügel
Bei einem Lichtfang der AG Schmetterlinge im Frühjahr 2014 waren u.a. zwei befruchtete Weibchen des Birkenspinners (Endromis versicolora) angeflogen, die nach ihrer Umsiedlung in ein Terrarium mit frischen Birkenzweigen sofort mit der Eiablage begannen. Einen Teil der sich daraus entwickelnden Raupen hat Friedemann Treuz aufgezogen und auf diese Weise im Frühjahr 2015 faszinierende Bilder eines Weibchens bei der Entfaltung der Flügel machen können. Jetzt ist hieraus ein kleiner Film entstanden, den er uns gerne zur Verfügung gestellt hat. Den Film und weitere Naturbeobachtungen finden Sie unter
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/natur/beobachtungen.htm.

Artenliste Schmetterlinge neu angelegt
Nicht zuletzt aufgrund des Engagements der AG Schmetterlinge haben unsere Schmetterlings-Seiten in der letzten Zeit erheblichen Zuwachs bekommen: Mit zwischenzeitlich über 600 beschriebenen Arten und mehr als 2.100 Fotos bestand die Gefahr, in der Fülle die Übersicht zu verlieren. Aus diesem Grund wurde nun eine Übersichts-Seite mit einer Artenliste erstellt, von der aus ein Link direkt zu einer bestimmten, gesuchten Schmetterlingsart führt. Noch ist das weitgehend im Versuchsstadium, deshalb sind wir für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar. http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/ubersicht.htm

Verschmelzung der Fischereiverbände - Landesfischereiverband neu aufgestellt
Nach mehrjähriger Vorbereitung sind der Verband für Fischerei und Gewässerschutz (VFG), der Landesfischereiverband Südwürttemberg-Hohenzollern und der Landesfischereiverband Baden (LFV-Baden) im Landesfischereiverband Baden-Württemberg (LFV BW) aufgegangen und damit erloschen. Seit dem 01. Oktober ist diese Verschmelzung beim Amtsgericht eingetragen. Im LFV BW sind damit 810 Fischereivereine mit über 57.000 Angler/-innen direkt organisiert. Beinahe zeitgleich fand der Umzug der Geschäftsstelle statt.
Mehr unter http://www.lfvbw.de/index.php?id=101

Bartgeier-Rundflug durch Süddeutschland 2015
Von Michael Knollseisen erfahren wir, dass "FORTUNA", einer der dieses Jahr im Rahmen des Bartgeier-Projekt des Nationalparks Hohe Tauern in Kals/Dorfertal (Tiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern) ausgewilderten Bartgeier, im August zu einem kleinen Rundflug über Süddeutschland angesetzt hatte. Auf unseren "Geier-Seiten" haben wir einen kleinen Bericht zusammengestellt: http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/geier/15_02.htm

Insekt des Jahres 2016: Der Dunkelbraune Kugelspringer
Müncheberg/Berlin, den 04.12.2015. Heute wurde der Dunkelbraune Kugelspringer aus der Gruppe der Springschwänze in der Bundesgeschäftsstelle des NABU zum Insekt des Jahres 2016 gekürt. Das Kuratorium, zu dem auch Prof. Dr. Thomas Schmitt vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg gehört, prämierte das winzige Insekt, weil es wesentlich zur Bodenfruchtbarkeit und Humusbildung beiträgt und hilft das Schutzgut "Boden" zu erhalten. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm Prof. Dr. Thomas Scholten, Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft. Link: http://idw-online.de/de/news642825

Warum singen manche Vogelarten im Herbst?
Singvögel nutzen ihren Gesang allgemein im Frühjahr zur Partnerfindung und Revierabgrenzung. Von einigen Arten ist jedoch auch eine Gesangsaktivität im Herbst bekannt, deren Gründe oftmals nicht auf der Hand liegen. Im internationalen Wissenschaftsblog SciLogs wurde den Geheimnissen des Herbstgesanges nun anhand von Beispielen amerikanischer Vogelarten auf den Grund gegangen. Demnach können drei verschiedene physiologische Mechanismen für den Herbstgesang von Vogelarten in den gemäßigten Breiten verantwortlich sein.
Der Star ist in der Paläarktis von West- und Nordeuropa bis zum Baikalsee verbreitet, wurde jedoch unter anderem in Nordamerika eingebürgert. Eingebürgerte Vögel zeigen jedoch oft kein oder nur eingeschränktes Wanderverhalten, sodass sich die Feststellungen in Amerika vermutlich nur bedingt mit europäischen Verhältnissen vergleichen lassen.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_11_30_warum_singen_manche_

Naturobjekte des Jahres 2016 - LNV erstellt wieder Übersichtsliste
Ob Feuersalamander, Winterlinde oder Höhlenlangbein - eine Zusammenstellung des LNV gibt wieder einen schnellen Überblick über Naturobjekte des Jahres 2016. Die Liste ist noch nicht vollständig und wir bitten um Hin-weise auf Ergänzungen. Mit dem Feuersalamander wurde dieses Jahr übrigens ein Amphibium gekürt, die früher verbreitet war und heute nur noch selten zu sehen ist. Mehr unter http://lnv-bw.de/natur-objekte-des-jahres-2016/

Förderung der Flurneuordnung - LNV sieht vieles immer noch kritisch
Der LNV lehnt die finanzielle Förderung von Maßnahmen, die nach Fachgesetzen verboten sind, weiterhin ab. Hierzu gehören Entwässerung, Grünlandumbruch, Bodenmelioration, Beseitigung von Landschaftselementen und (Rad-)Wegebau im gesetzlich geschützten Gewässerrandstreifen. Der LNV hält eine gesonderte Ökopunktebewertung für Randlinienverluste durch Schlagvergrößerung speziell für Flurneuordnungsverfahren für notwendig sowie deren vollständigen Ausgleich. Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/kritik-an-foerdertatbestaenden-fuer-flurneuordnungen/

Stoppt Öl-Bohrungen im Yasuní-Nationalpark
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die verheerenden sozialen und ökologischen Folgen durch Erdölbohrungen zeigen sich im ecuadorianischen Amazonasgebiet seit Ende der 60er-Jahre. Nach dem Scheitern der Yasuní-ITT-Initiative wird auch im artenreichen Yasuní Erdöl gefördert. In diesem Nationalpark, der zu einem weltweiten Symbol des Widerstands gegen die Ölgewinnung wurde, soll nun eine weitere Konzession vergeben werden: Im Südwesten des Parks befindet sich der Block 55 oder Campo Armadillo ("Gürteltierland"). Das Konzessionsgebiet ist nicht nur der vermutlich artenreichste Ort unseres Planeten, dort leben auch indigene Völker in freiwilliger Isolation.
Die Umweltgenehmigung für eine Erdölkonzession wird derzeit vom ecuadorianischen Umweltministerium bearbeitet. Zahlreiche Organisationen, die sich schon seit Jahren für den Schutz isolierter Völker einsetzen, haben einen offenen Brief an die ecuadorianische Regierung gezeichnet, um die geplante Konzessionsvergabe im letzten Moment zu verhindern. Bitte unterstützen Sie die Regenwaldkämpfer mit Ihrer Unterschrift."
Hier geht's zur Petition: https://www.regenwald.org/aktion/1026/

Kleinste Plastikteilchen: Rhein gehört zu den am stärksten belasteten Strömen
Im Rhein zwischen Basel und Rotterdam finden sich mit die höchsten Konzentrationen von kleinsten Plastikteilen, die bisher in Meereszuflüssen gemessen wurden – am meisten im Ruhrgebiet mit bis zum Vierfachen des Durchschnitts. Damit gehört der Rhein zu den untersuchten Flüssen, die weltweit am stärksten mit Mikroplastik belastet sind. Dies berichten Forschende der Universität Basel, die erstmals in einem großen Meereszufluss den Plastikanteil im Oberflächenwasser ausgewertet haben. Ihre Studie ist eben in der Zeitschrift «Scientific Reports» erschienen. Link: http://idw-online.de/de/news642970

Auch der Rockefeller Brothers Fund steigt aus den fossilen Brennstoffen aus
Die Rockefellers und andere Großkapitalisten wollen über 2,5 Billionen Dollar aus dem Öl- und Kohlegeschäft abziehen. Stephen Heintz, Präsident des Rockefeller Brothers Fund, erklärt in einem Gespräch mit der Deutschen Welle, warum.
http://www.dw.com/de/%C3%B6l-magnaten-werden-zu-klimarettern/a-18853892

Was in Europa passiert, wenn die globale Temperatur um 2°C ansteigt
Ab sofort reichen wenige Mausklicks, um sich umfassend über die Folgen eines Anstieges der globalen Mitteltemperatur um zwei Grad Celsius für gesamt Europa und einigen sensiblen Regionen zu informieren: GERICS, das Climate Service Center Germany mit Sitz in Hamburg, stellte den interaktiven IMPACT2C Web-Atlas online. Link: http://idw-online.de/de/news642357

Boden nicht mit Füßen treten! - Ergebnisse des LNV-Zukunftsforum Naturschutz
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV), Dachverband von 34 Natur- und Umweltschutzvereinen im Land, nutzte das internationale Jahr des Bodens 2015, um in seinem 16. Zukunftsforum Naturschutz am 21.11.2015 im Stuttgarter Haus der Architekten den Boden genauer unter die Lupe zu nehmen. Welche Bedeutung Boden für das (Über-) Leben nicht nur des Menschen hat, welche Gefährdungen und Schutzmöglichkeiten es gibt, diskutierten Wissenschaftler/innen, Behördenvertreter und Forumsteilnehmer. Es wurde deutlich: Die kostbare Ressource Boden ist weltweit gefährdet und verdient höchsten Schutz.
Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/boden-die-duenne-schicht-von-der-wir-leben/

Neues Infosystem "Brutvögel Baden-Württembergs"
In einem neuen online-Angebot stellt die Ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg (OGBW) nun erstmalig Kenndaten über alle rezenten Brutvögel Baden-Württembergs bereit.
Brutverbreitungskarten zeigen die 2005 bis 2009 für den Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) ermittelten Bestandsgrößenklassen in Baden-Württemberg. Weiterhin dargestellt werden die ADEBAR-Bestandsschätzungen für das gesamte Bundesland sowie die Einstufungen gemäß den aktuellen bundes- und landesweiten Roten Listen.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_11_21_neues_infosystem_bd

Vergiftete Wildgänse in Mecklenburg-Vorpommern: Folgen für Agrarbetrieb
Nach dem Tod von rund 150 Wildgänsen am Salzhaff in Mecklenburg-Vorpommen haben die Behörden ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Landwirtschaftsbetrieb eingeleitet, auf dessen Gelände Mäusegift unsachgemäß ausgelegt worden war. Außerdem muss das Unternehmen mit einem Abzug finanzieller Zuwendungen rechnen, wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) am 19. November im Landtag in Schwerin sagte. In der Nähe der Haffpromenade des Ostseebades Rerik im Landkreis Rostock waren seit Anfang November fast täglich tote Vögel gefunden worden. Quelle: Schweriner Volkszeitung, 20.11.2015

Der Basstölpel — Seevogel des Jahres 2016
Der Basstölpel ist der Seevogel des Jahres 2016. Das teilte am Freitag der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur in Ahrensburg bei Hamburg mit. Der größte Seevogel an der deutschen Küste brütet mit 684 Paaren nur auf Helgoland. Der etwa ein Meter große Fischjäger leidet besonders unter der Vermüllung der Nordsee mit Plastik. Vor allem Reste von Fischernetzen sind eine Gefahr. Außerdem können die Vögel in den Meeres-Windparks in die Rotoren fliegen und bisherige Nahrungsgründe verlieren.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_11_17_der_basstoumllpel_

Wertvolles Geschenk für die Vogelwelt
Sicherer Lebensraum für seltene Arten - das wäre das schönste Geschenk für unsere Vogelwelt. An den Liebenauer Kiesgruben in Niedersachsen leben 150 Vogelarten wie Flussseeschwalbe oder Rotschenkel. Helfen Sie mit, damit wir unser Vorkaufsrecht nutzen können.
https://www2014.nabu.de/spenden-und-mitmachen/spenden/19862.html

Die Tandem-Solarzelle kann‘s einfach besser
Zwei Solarzellen übereinander bringen Vorteile: Ein größerer Anteil des Sonnenlichts kann in Strom umgewandelt werden, weil die Energie in zwei Stufen "geerntet" wird. Empa-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, das solche Tandem-Solarzellen in preisgünstiger Roll-to-Roll-Produktion möglich macht. Das schonende Produktionsverfahren geht bei nur 50 Grad Celsius vonstatten.
Link: http://idw-online.de/de/news641766

Uni Graz: Wie Emissionsrechte gerecht verteilt werden können
Am 30. November 2015, beginnen in Paris beim UN-Klimagipfel die Abschluss-Verhandlungen für ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen. Für die Verteilung der Emissionsrechte sowie deren Kontrolle ist unter anderem zu klären, welchem Staat bestimmte Emissionen überhaupt zuzurechnen sind. Ökonomen des Wegener Center der Karl-Franzens-Universität Graz haben in einer Studie unter der Leitung von Ao.Univ.-Prof. Dr. Karl Steininger verschiedene Möglichkeiten und deren unterschiedliche Auswirkungen analysiert. Die überraschenden Ergebnisse ihrer Arbeit wurden soeben im renommierten Fachjournal Nature Climate Change veröffentlicht. Link: http://idw-online.de/de/news641989

Die Felssprengung im FFH-Gebiet "Uracher Talspinne"
Die Felssprengung im FFH-Gebiet "Uracher Talspinne" hat trotz der kritischen Stellungnahme der Naturschutzverbände "plangemäß" stattgefunden - wir sind gespannt, ob dieses Mal die vom RP Tübingen geforderten Kohärenz-/ Ausgleichsmaßnahmen korrekt umgesetzt werden. Die Pressemitteilung der Naturschutzverbände zu dem Vorgang findet man, eingebettet in den Text der Straßenbaubehörde, unter www.swp.de/metzingen/lokales/ermstal/Naturschuetzer-ueben-Kritik;art5662,3521635.
Mittlerweile steht übrigens fest, dass der Hang, durch den die Wittlinger Steige verläuft, an mehreren Stellen rutscht und dies deshalb nicht die letzte Sperrung des Sträßchens sein wird.

Kreativ-Wettbewerb des BUND Landesverbandes zum Thema Biotopverbund
Aus dem Newsletter des BUND-Regionalverbandes: Laubfrosch, Neuntöter und Schwalbenschwanz verschwinden aus unserem Landschaftsbild. Der Grund: Geeignete, vernetzte Lebensräume für wild lebende Pflanzen und Tiere schrumpfen durch Überbauung und Zersiedelung. Mit dem Wettbewerb möchte der BUND zeigen, wie wichtig verbundene Lebensräume für die Artenvielfalt sind. Gesucht wird ein Bild, das einen Biotopverbund im Offenland veranschaulicht. Hauptgewinn ist eine Übernachtung im Bio-Hotel Rose im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.
Teilnehmen? - Schicken Sie uns Ihren Beitrag als Foto, Zeichnung oder Video an nadja.horic@bund.net. Einsendeschluss ist der 10. Januar 2016

Ein neuer Stern am Himmel über der Alb - UNESCO GeoPark Schwäbische Alb
Der GeoPark Schwäbische Alb, wurde letzte Woche in das neue UNESCO Global Geopark-Programm aufgenommen und trägt jetzt den Namen "UNESCO Globaler GeoPark Schwäbische Alb". Zur Aufgabe des GeoParks gehört der Schutz des geologischen, natürlichen und kulturellen Erbes. Lesen Sie hier weiter: http://www.geopark-alb.de/de/?we_objectID=1246

Flüchtlinge nicht gegen Naturschutz instrumentalisieren
In einer aktuellen Pressemitteilung kritisiert der Landesnaturschutzverband (LNV), dass der Gemeindetag unter Berufung auf die Flüchtlingskrise Naturschutzstandards abbauen möchte. So soll laut Wunsch des Gemeindetages bei Bebauungsplänen die Naturschutzprüfung (korrekt: Strategische Umweltprüfung) entfallen und es ins Ermessen der Gemeinden gestellt werden, ob sie Eingriffe ausgleicht. "Das wäre ein Dammbruch!", so LNV-Vorsitzender Gerhard Bronner.
Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/lnv-kritisiert-gemeindetag/

RSPB veröffentlicht neuen Bericht zu Auswirkungen des Klimawandels
Der neue Bericht "The Nature of Climate Change" der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) zeigt, dass die Tierwelt Europas bereits heute von Klimaveränderungen betroffen ist und sich die Auswirkungen im Laufe dieses Jahrhunderts voraussichtlich noch verstärken werden. Eine Umfrage zeigt, dass sich die Briten mehr Sorgen über negative Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Tierwelt machen, als über alle übrigen Aspekte des Klimawandels.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_11_17_rspb_veroumlffentl

NABU-Projekt "Lebensader Oberrhein": Länderübergreifend für Naturvielfalt
Ob Wiedehopf oder Ziegenmelker, zu viele Tier- und auch Pflanzenarten sind in Deutschland bedroht und müssen geschützt werden. Die NABU-Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben deshalb das Projekt "Lebensader Oberrhein" gestartet.
Weitere Infos beim http://nabu-bw.de/

NABU-Landesvertreterversammlung 2015
Die Delegierten der knapp 250 NABU-Gruppen in Baden-Württemberg haben am Samstag (21.11.) Andre Baumann einstimmig für weitere vier Jahre zum NABU-Landesvorsitzenden gewählt. Baumann tritt damit seine dritte Amtszeit an der Spitze des mit über 85.000 Mitgliedern bundesweit größten NABU-Landesverbandes an.
Mehr unter http://nabu-bw.de/wir-ueber-uns/neues-vom-nabu/lvv/19323.html

NABU und ForstBW starten Baumfällarbeiten in den Bodenmösern
Die ursprünglichen Moorflächen sollen durch die Rodungen und durch die Erhöhung des Wasserstandes wiederhergestellt werden. ForstBW führt als Eigentümer und Projektpartner des NABU die Baumfällarbeiten durch. Lesen Sie hier weiter:
http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/moore/projekt-moore-mit-stern/19880.html

Bundesumweltministerium startet neue "Naturschutz-Offensive 2020"
Mitte Oktober wurde im Rahmen des 7. Nationalen Forums zur biologischen Vielfalt das neue Handlungsprogramm des Bundesumweltministeriums (BMUB) „Naturschutz-Offensive 2020“ vorgestellt. Die Naturschutz-Offensive soll die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 deutlich voranbringen. Das Programm des BMUB macht klar, in welchen Handlungsfeldern die größten Defizite bestehen und bis zum Jahr 2020 verstärkte Anstrengungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt von welchen Akteuren erforderlich sind. Auf der Basis einer Priorisierung der Ziele der Nationalen Strategie werden in zehn Handlungsfeldern insgesamt 40 konkrete Maßnahmen formuliert.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_11_09_bundesumweltminister

Gemeinsames europäisches Naturerbe bewahren
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich für ein Beibehalten und eine bessere Umsetzung der EU-Naturschutzgesetze ausgesprochen. Eine Neuverhandlung würde nicht zuletzt die für die Wirtschaft so wichtige Planungs- und Rechtssicherheit gefährden.
Hier geht's weiter: https://www.nabu.de/news/2015/10/19698.html

Tagfalter-Monitoring Deutschland: MitarbeiterInnen im Zollernalbkreis gesucht
Am letzten Themenabend des "Schmetterlingsjahrs 2015" stellte Antje Trapp-Frank aus Tübingen das Tagfalter-Monitoring Deutschland vor. Seit 2005 sammelt dieses "Citizen Science"-Projekt Daten in erster Linie häufiger Tagfalter-Arten, um auf diese Weise langfristige Trends ermitteln zu können. Kenntnisse kann man sich nach und nach erwerben, deshalb ist dieses Projekt nicht nur etwas für Hobby-Naturforscher, sondern z.B. auch für Jahresarbeiten in weiterführenden Schulen geeignet. Bitte melden Sie sich im Naturschutzbüro. Die AG Schmetterlinge steht zur Unterstützung bereit. "Spielregeln" und weitere Infos unter http://www.tagfalter-monitoring.de/

Felsenschwalbe in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch
Die Felsenschwalbe wurde im Jahr 2007 erstmals als Brutvogel in Baden-Württemberg festgestellt. Davor trat sie in diesem Bundesland nur selten auf, wobei die meisten Beobachtungen auf den Heimzug entfielen. Seit der Entdeckung einer ersten Brut 2007 breitete sich die Felsenschwalbe stetig im südlichen Schwarzwald aus. Maximal wurden jeweils 13 Brutpaare in den Jahren 2014 und 2015 an acht Standorten festgestellt. Die aktuelle Ausbreitungstendenz nach Nord und Nordosten lässt kurz- und langfristig auf weitere Brutpaare im Nordschwarzwald oder sogar der bislang unbesiedelten Schwäbischen Alb hoffen. Die seit vielen Jahren anhaltende Ausbreitungstendenz in der Schweiz und die damit verbundene Brutansiedlung im nahegelegenen Schwarzwald dürfte auf eine Klimaverschiebung und die günstigen Witterungsverhältnisse im Überwinterungsgebiet zurückzuführen sein.
Weitere Infos unter http://www.dda-web.de/#2015_11_16_felsenschwalbe_in_ba

50 Jahre Schutz von Fels und Falken
Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) im NABU Baden-Württemberg wurde 1965 mit dem Ziel gegründet, die einheimischen Wanderfalken vor dem Aussterben zu bewahren. Gleichzeitig sollten auch die Grundlagen für den Wiederaufbau einer stabilen Population erarbeitet werden. 50 Jahre nach Beginn intensiver Schutzbemühungen gibt es in Baden-Württemberg wieder eine stabile Wanderfalkenpopulation in den Felslebensräumen, aber zunehmend auch an sekundären Standorten wie Gebäuden oder Strommasten. Mit einem Festakt im Naturkundemuseum feierte am vergangenen Wochenende die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) im NABU Baden-Württemberg den 50. Jahrestag ihrer Gründung.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_11_16_50_jahre_schutz_von_

Erfolg des NABU Göppingen: Buswartehäuschen werden vogelfreundlich
Dr. Wolfgang Rapp von der Göppinger NABU-Gruppe hat immer wieder auf die Gefährlichkeit von verglasten Wartehäuschen für die Vögel hingewiesen: Durchsichtiges Glas wird oft zu spät von den Vögeln erkannt; tödlich verunglückte Vögel sind die Folge. Nun hat die Stadt Göppingen drei solcher Buswartehäuschen mit einer bedruckten Folie nachgerüstet und weitere Gemeinden im Umfeld folgen diesem guten Beispiel. Ein schöner Erfolg! Weitere Infos im Zeitungsartikel.

Extreme Rarität: Amerikanische Zwergdrossel in Baden-Württemberg
Der Herbst ist eine besonders "seltenheitenträchtige" Zeit. Sprechen schon in den letzten Wochen in Deutschland beobachtete Arten wie Weißkopf-Ruderente, Brillenente, Schelladler, Gerfalke, Bart- und Dunkellaubsänger, Buschspötter, Blauschwanz, Isabellsteinschmätzer oder Waldpieper für sich, werden diese doch von einem eher unscheinbaren Vogel sprichwörtlich in den Schatten gestellt: Zwergdrossel in Markgröningen in Baden-Württemberg! Diese Meldung verbreitete sich am 2.11. wie ein Lauffeuer unter den Vogelbeobachtern. Bei genauerem Hinsehen kam dann schnell die Ernüchterung. Der Vogel war bereits am vergangenen Samstag von einer Katze ins Haus getragen worden und dort verstorben. Er wird nun im NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen aufbewahrt.
▶▶ Mehr

Glamour färbt nicht ab: Farbunterschiede zwischen Geschlechtern bei Vögeln
Forscher erklären das herrliche Gefieder der Männchen vieler Vogelarten mit sexueller Selektion. Manchmal sind jedoch die Weibchen viel bunter gefärbt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen und Kollegen haben sich nun die Gefiederfärbung von fast 6000 Singvogelarten angeschaut und herausgefunden, dass die Selektion die Färbung beider Geschlechter beeinflusst – manchmal sogar in entgegengesetzter Richtung. So führt starker sexueller Selektionsdruck auf Männchen dazu, dass ihre Farbausprägung zunimmt, die ihrer Weibchen aber sehr viel stärker abnimmt. Bunte Weibchen gibt es vor allem bei großen Arten, in den Tropen und bei Arten, die Brutgemeinschaften bilden. Link: http://idw-online.de/de/news640812

Spinnenmännchen sichern Vaterschaft durch Verstümmelung ihrer Partnerinnen
Eine neue Studie von Forscherinnen und Forschern der Universität Greifswald und Białystok (Polen) zeigt, dass Spinnen ihre Vaterschaft sichern, indem die Männchen die äußeren Genitalstrukturen der Weibchen zerstören. So können beispielsweise die verstümmelten Weibchen der Radnetzspinne Larinia jeskovi nicht mehr verpaaren, obwohl sie paarungsbereit sind. Die Untersuchung zeigte, dass sich dieser Mechanismus der Vaterschaftssicherung in einem evolutionären Prozess herausgebildet hat und auch bei weiteren Spinnenarten vorhanden ist. Die Ergebnisse wurden aktuell in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht.
Link: http://idw-online.de/de/news640960

Wildkatze breitet sich in Teilen Deutschlands wieder aus
Die Europäische Wildkatze breitet sich in Teilen West- und Süddeutschlands wieder aus. Gleichzeitig wurden aber in vielen Wäldern, die als Lebensraum geeignet wären, noch keine Wildkatzen nachgewiesen. Das ist ein Ergebnis des Projekts „Wildkatzensprung“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Um die Wiederausbreitung der Wildkatze zu unterstützen, hat der BUND in fünf Bundesländern „grüne Korridore“ zwischen Wildkatzenwäldern gepflanzt. Das Projekt „Wildkatzensprung“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Link: http://idw-online.de/de/news641112

Online-Petition gegen die illegale Vogeljagd in Frankreich
Die Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO), der BirdLife-Partner Frankreichs, hat eine Online-Petition gegen die illegale Vogeljagd gestartet. Der Grund: In unserem südwestlichen Nachbarland werden noch immer hunderttausende Kleinvögel pro Jahr gefangen und getötet: Ortolane, Feldlerchen, Wachteln sowie dutzende weitere Arten. Leider wird das jährliche Massaker in vielen Teilen Frankreichs noch immer toleriert. Die LPO appelliert daher an den Staatspräsidenten François Hollande, dem Treiben sofort ein Ende zu setzen. ▶▶ Mehr

Zahl der deutschen Vogelarten auf der globalen Roten Liste verdoppelt sich
Die alarmierende Zahl ist Ergebnis der von BirdLife International vorgestellten jährlichen Aktualisierung der offiziellen Roten Liste. Neu unter den bedrohten Arten in Deutschland ist auch die Turteltaube - allein ihr Bestand ging um 40 Prozent zurück. ▶▶ Mehr

Regionalplan 2013: Zielabweichungsverfahren u.a. für den Plettenberg
"Zusammenfassend bleibt dem AK Zollernalb die Feststellung, dass der den Plettenberg betreffende Teil des Umweltberichts so starke Mängel mit eindeutig falscher Bewertung der Eingriffe aufweist, dass aufgrund dessen eine abschließende Entscheidung über die Überführung des Vorranggebiets in ein Abbaugebiet nicht möglich erscheint. Ohne eine Bewertung anhand aktualisierter Unterlagen halten wir eine Beschlussfassung des Regionalverbandes zum jetzigen Zeitpunkt auch rechtlich für bedenklich." ▶▶ Die ganze Stellungnahme und dazu noch zwei weitere neue finden Sie hier.

Windbegünstigte Umwege sind für Zugvögel effizienter als kürzeste Strecken
Viele Zugvögel überwinden auf ihrem kräftezehrenden Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet zweimal jährlich Distanzen von mehreren Tausend Kilometern. Aufgrund sehr dynamischer Luftströmungen ist die Wahl des günstigsten Zugwegs dabei nicht leicht. Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell sind nun der Frage nachgegangen, inwiefern Zugvögel ihre Routen den Windverhältnissen anpassen können und ob die Wahl des Zugwegs zur natürlichen Selektion beiträgt.
Anhand weltweiter Wind-Daten aus dem Zeitraum 1990-2010 wurde die jeweils optimale Route zwischen 102 Orten auf der Nordhalbkugel und 65 Orten südlich des Äquators berechnet. Es zeigte sich, dass bei Wahl der idealen Windverhältnisse durchschnittlich 26,5% der gesamten Dauer des Zuges eingespart werden kann. Vögel, die diese günstigen Bedingungen nutzen, treffen somit früher im Brutgebiet ein und haben eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungswahrscheinlichkeit.
▶▶ Mehr

Dänemark statt Niederlande: Kurzschnabelgänse ändern ihre Zugstrategie
Der Südwesten der niederländischen Provinz Friesland gehört traditionell zu den wichtigsten Regionen für Kurzschnabelgänse in Europa. In diesem Jahr konnten bei der Wasservogelzählung der Organisation Sovon Vogelonderzoek Nederland Mitte Oktober jedoch gerade einmal rund 2200 Kurzschnabelgänse gezählt werden — der niedrigste Wert der vergangenen 30 Jahre. Bis vor etwa fünf Jahren waren in der Region schon einzelne Trupps dieser Größenordnung anzutreffen. Der niedrige Wert der aktuellen Zählung passt jedoch zum Trend der letzten Jahre. ▶▶ Mehr

Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016
NABU und LBV haben den Stieglitz zum "Vogel des Jahres 2016" gekürt. Geschätzt gibt es im Ländle über 60.000 Brutpaare, doch die Bestände gehen zurück. Der bunte Singvogel ist Botschafter für mehr Artenvielfalt in Agrarräumen und Siedlungsgebieten.
http://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogel-des-jahres/19637.html

Reptilien als Haustiere: Futterinsekten bringen Allergene in Haushalte
Reptilien werden als Haustiere immer beliebter. In Europa hat sich die Zahl der Haustier-Reptilien wie etwa Echsen, Schildkröten oder Schlangen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Forschende vom Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna, der MedUni Wien und der Universität Wien haben vor kurzem gezeigt, dass Heuschrecken, die als Futter für Reptilien verwendet werden, Allergien auslösen können. In einer Publikation im World Allergy Organization Journal empfehlen die ExpertInnen anhand eines Falles diesen Allergieauslöser zukünftig in Betracht zu ziehen. Link: http://idw-online.de/de/news640522

Flexible Stromproduktion mit Heizkraftwerken möglich
In Deutschland versorgen 300 Holzheizkraftwerke private und gewerbliche Kunden mit Wärme und produzieren gleichzeitig Strom. Etwa ein Drittel davon ließe sich technisch so erweitern, dass sie den Strom flexibel entsprechend dem Bedarf liefern könnten oder auch elektrische Systemdienstleistungen für die Stabilität des Netzes anbieten könnten. Wirtschaftliche Umsetzungsmöglichkeiten und Hemmnisse diskutierten kürzlich in Berlin Anlagenhersteller, Anlagenbetreiber, Stromhändler, Branchenverbände, Vertreter von Ministerien und Wissenschaftler in einem Fachworkshop, den das Fraunhofer IWES in Kassel im Rahmen des vom Bund geförderten Projekts FlexHKW veranstaltete. Link: http://idw-online.de/de/news640488

LEDs wirtschaftlich recyceln
In Fernsehern und Leuchtmitteln sind sie massenhaft verbaut. Auch in Autoscheinwerfern werden LEDs immer häufiger. Noch gibt es kein geeignetes Recyclingverfahren für die Leuchtdioden. Fraunhofer-Forscher haben eine Methode entwickelt, die Komponenten von LED-Leuchtmitteln mechanisch trennt. Link: http://idw-online.de/de/news640660

Unvorstellbar! Ölpalmen vernichten Torfwälder
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Es ist unvorstellbar! Indonesiens Torfwälder brennen, doch die Regierung hat einer Firma (Pt PEAK) erlaubt, einen wertvollen Torfdom zu zerstören. Emissionen aus abgeholzten Torfsumpfwäldern machen mehr als 50% der Treibhausgase Indonesiens aus. Doch statt Waldbränden und giftigem Rauch vorzubeugen und seinen Klima-Verpflichtungen nachzukommen, hat die Regierung weiterhin zerstörerische Plantagen auf Torfböden genehmigt.
Eigentlich sind Torfwälder seit 2011 unter einem Moratorium geschützt. Doch jemand hat willkürlich die Moratoriumkarte geändert, damit Pt PEAK auf einem der großen Torfdome Indonesiens Palmöl produzieren kann. Bitte, unterschreiben Sie unsere Petition an den Präsidenten Joko Widodo und die Forstministerin Siti Nurbaya Bakar. Verlangen Sie, dass die Regierung das System der Konzessionsvergabe schnell ändert, damit Schluss ist mit der Legalisierung von Umweltverbrechen. Fordern Sie die Ministerin auf, Pt PEAK sofort die Genehmigung zu entziehen."
Zur Petition

Seltenes Schauspiel: Kraniche im Ländle
In den letzten Tagen zeigte sich im Ländle ein außergewöhnliches Bild am Himmel: Kranichschwärme auf der Durchreise, etwa am Federsee oder auf der Schwäbischen Alb. Ganz aktuell ist darunter auch eine Beobachtung aus Tieringen: Frau Merz-Silbernagl vom Berghof hat heute einen Trupp von ca. 200 Vögeln beobachtet, der über ihren Hof weg zog und sich in zwei Trupps teilte. Weitere Infos zu den Kranichen beim http://nabu-bw.de/

NABU-Landesverband begrüßt zusätzliche Streuobst-Gelder
Der NABU Baden-Württemberg begrüßt, dass im Entwurf des Nachtragshaushalts zusätzliche Finanzmittel für den Streuobstbau von rund einer Million Euro eingestellt sind. "Pünktlich zur Erntezeit in den Streuobstwiesen verkündet die Landesregierung, dass die Streuobstkultur in Baden-Württemberg weiter gefördert werden soll. Das ist eine gute Entwicklung", sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. Baden-Württemberg habe als das Streuobstwiesenland Nummer Eins weltweit eine große Verantwortung für diese Kulturlandschaft. NABU-Landeschef Baumann bittet die Mitglieder des Landtags, diese zusätzlichen Gelder für den Baumschnitt zu bewilligen. ▶▶ Mehr

Ministerium begrüßt Rechnungshofprüfung naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen für Straßenbauvorhaben
Der Rechnungshof Baden-Württemberg hat sich der Ausgleichsmaßnahmen für Straßenbauvorhaben angenommen und sieht erhebliche Defizite bei Umsetzung und dauerhafter Pflege. "Das Land muss im Rahmen seiner Fachaufsicht sicherstellen, dass die unteren Verwaltungsbehörden Pflege- und Funktionskontrollen für alle Kompensationsmaßnahmen nach Vorgaben des landschaftspflegerischen Ausführungsplans oder des Planfeststellungsbeschlusses systematisch durchführen. Weiter muss das Land überwachen, dass das Ergebnis der Kontrollen dokumentiert wird. Nur dann kann das Land feststellen, ob die Pflege mangelhaft oder nicht sachgerecht erfolgt ist und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen."
Weitere Informationen beim http://www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de/

Einmalige Fotos kopulierender Mauersegler
Regelmäßig wird von Beobachtungen von Mauersegler-Paarungen in der Luft berichtet, fotografische Belege dafür fehlen jedoch weitgehend, so dass nicht einmal ganz geklärt ist, ob es sich bei den akrobatischen Aktionen tatsächlich um Kopulationen handelt. Möglicherweise einmalige, spektakuläre Fotos von Ralph Martin zu diesem Thema werden in einem Beitrag von Anita Schäffer in der November-Ausgabe der Zeitschrift "Der Falke" präsentiert.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_10_26_einmalige_fotos_kopu

Beerenstarke Vogelbeere - Wie Vögel und Bäume zusammenarbeiten
Die Vogelbeere leuchtet heuer ganz besonders im herbstlichen Farbenspiel. Ihre großen Dolden mit korallenfarbenen Früchten zieren Gärten und Waldränder. Doch die Vogelbeere ist nicht nur schön. Sie ist auch ökologisch eine besonders wertvolle Baumart, wie Vogelexperten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) berichten.
Link: http://idw-online.de/de/news640458

Neues ElektroG enttäuscht Umwelt und Verbraucher
Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Doch für das ElektroG trifft dies leider nicht zu. Über drei Jahre hat es gedauert, nun ist es da. Doch wer auf eine verbraucherfreundliche Lösung für die Rückgabe von Elektrogeräten im Handel hoffte, wird enttäuscht.
Lesen Sie hier weiter: https://www.nabu.de/news/2015/10/19705.html

Neue Erkenntnis: EEG-Umlage-System stützt Export von Kohle- und Atomstrom
Aus dem Newsletter des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV):
Die neuerliche Anhebung der EEG-Umlage schädigt den Fortgang der Energiewende, denn sie signalisiert scheinbar Unbezahlbarkeit und verbreitet Apathie. Zu den bereits bekannten Ursachen für den Anstieg der EEG-Umlage (Vorab-Zulassung von Stromgroßhandel und Privilegierung von Stromvielverbrauchern) zeigt sich ein weiterer grundsätzlicher Mangel der EEG-Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV), der dazu führt, dass Graustrom (das derzeitige Gemisch von EE-Strom, Atomstrom und Fossilstrom) im Großhandel unter seinen Gestehungskosten (zumindest was den EE-Stromanteil anbelangt) angeboten wird.
http://www.sfv.de/artikel/dumpingpreise_fuer_atom-_und_fossil-strom-exporte_durch_eeg-umlage.htm

Bundestag: Geheimer Zugang für TTIP-Lobbyisten
Campact schreibt: "Lobbyisten werben für die Interessen ihrer Konzerne und nehmen Einfluss auf die Politik. Doch die Union weigert sich, offen zu sagen, wer sie deshalb besucht. Damit muss Schluss sein. Wir fordern eine Offenlegung aller Lobbyaktivitäten im Bundestag! Unterzeichen Sie für mehr Transparenz im Bundestag." Lesen Sie weiter bei https://www.campact.de/.

Sofort unterschreiben: Flughunde nicht umbringen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Auf der Insel Mauritius droht ein tausendfaches Massaker. Die Regierung will 18.000 Flughunde umbringen. Angeblich fressen sie die Ernte der Obstbauern weg. Die Pläne sind ökologisch und moralisch verwerflich. Es ist längst widerlegt, dass die Tiere die Ernte der Bauern zerstören. Flughunde bestäuben vielmehr Blüten und verteilen Samen über die gesamte Insel. Der Abschuss würde zu einer Zeit erfolgen, wenn Weibchen trächtig sind oder Nachwuchs aufziehen. Große Teile der nächsten Generation würden ausgelöscht. Weil die Zahl der Tiere überschätzt wird, könnte die Tötungsaktion die Spezies an den Rand der Ausrottung bringen. Davor warnt sogar die Weltnaturschutzunion."
Weitere Infos und eine Petition finden Sie bei https://www.regenwald.org/

Schmetterlingsjahr 2015 im Zollernalbkreis
Mit drei ausgezeichneten Vorträgen ist die Veranstaltungsserie zum Schmetterlingsjahr 2015 aus der Kooperation der AG Schmetterlinge mit dem Landratsamt Balingen sowie NABU und BUND zu Ende gegangen. Beim nächsten Falter-Stammtisch am 10. November im "Ochsen" in Engstlatt wird Gelegenheit sein, das Jahr nochmals vorüber ziehen zu lassen und sich Gedanken über Veranstaltungen im kommenden Jahr zu machen. Die inhaltliche Arbeit geht ohnedies weiter:
Auf den Falterseiten des Naturschutzbüro-Webauftritts tut sich ständig etwas - auch für den Landkreis neue Arten konnten wieder beschrieben werden. Details finden Sie hier unter "zuletzt bearbeitete Seiten".

Vergiftete Greifvögel? – Momentan ist das Mäusegift "Ratron" erlaubt
In Baden Württemberg können derzeit auf Antrag auf "Nichtkulturland", also an Äcker angrenzende Randstreifen usw., die Giftlinsen "Ratron" mit dem Wirkstoff Zinkphosphid ausgebracht werden. Pro Mäuseloch sind 5 Giftlinsen erlaubt. ( >> Mehr). Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch beispielsweise Greifvögel über den Umweg vergifteter Mäuse Schaden nehmen, sollte verstärkt auf verdächtige Beobachtungen geachtet und diese ggf. gemeldet werden.

Neues Umweltverwaltungsgesetz
Das neue Umweltverwaltungsgesetz des Landes BW dient nicht der Verwaltung der Umwelt, sondern befasst sich mit der die Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planungsverfahren und dem Zugang zu umweltrelevanten Informationen. Ein kleines aber nicht unwichtiges Detail: Informationen, die eine Behörde mit max. 3 Stunden Aufwand zusammenstellen kann, dürfen nicht mehr in Rechnung gestellt werden.
Mehr in der Drucksache beim http://www.landtag-bw.de/ - dort im § 33 und Anhang 5.

Der Unglückshäher erkennt entfernte Verwandte
Können Tiere entfernt verwandte Artgenossen erkennen? Dem Unglückshäher gelingt dies, wie Evolutionsbiologen der Universität Zürich als Erste belegen. Der zur Familie der Rabenvögel zählende Unglückshäher kann den Verwandtschaftsgrad von unbekannten Individuen sehr genau abschätzen. Dies bringt ihm Vorteile beim Teilen der Nahrung sowie bei der Partnerwahl.
Link: http://idw-online.de/de/news640128

Mosaiklandschaften fördern funktionelle Vielfalt bei Insekten und Spinnen
Wie ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung der Universität Göttingen herausgefunden hat, können kleinräumig strukturierte Lebensräume in der Agrarlandschaft die negativen Effekte intensiven Grünlandmanagements ausgleichen und dazu beitragen, diverse Artengemeinschaften und ihre vielfältigen Ökosystemfunktionen im Grünland zu erhalten und zu fördern.
Link: http://idw-online.de/de/news639874

Klimawandel verändert europäische Vogelwelt
Wissenschaftler des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) haben gemeinsam mit internationalen Kollegen die Veränderungen der europäischen Vogelwelt im Zuge des Klimawandels untersucht. Das Team definiert einige Gewinner, aber auch zahlreiche Arten, die von den Folgen des Klimawandels bedroht sind. Grundlage der Studie waren Beobachtungen von über 50.000 Bürgerwissenschaftlern in einem Zeitraum von 18 Jahren. Die Studie ist kürzlich im renommierten Fachjournal "Global Change Biology" erschienen.
Link: http://idw-online.de/de/news640052

Ökologische Vorrangflächen in der Agrarlandschaft aus Sicht des Vogelschutzes
Die Vögel der Agrarlandschaft gehören deutschland- und europaweit zu den am stärksten im Bestand zurückgehenden Arten. Ursache hierfür ist die zunehmende Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in der Agrarlandschaft. Nach dem Indikatorenbericht „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ (BMUB 2014) liegt der auf der Bestandsentwicklung typischer Agrarvögel beruhende Teilindikator Agrarland nur noch bei 56 % des Zielwertes und weist damit seinen bislang niedrigsten Wert auf.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_10_26_neues_positionspapie

Vorsätzliche Vergiftung von Wanderfalken
In der Schweiz wurden in den letzten Jahren an diversen Orten geschützte Wanderfalken vergiftet. Eine vom SVS koordinierte Arbeitsgruppe und die Polizei sind den mutmaßlichen Tätern auf der Spur – doch zu rechtskräftigen Verurteilungen ist es noch nicht gekommen. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz hat im Heft 15/1 seiner Verbandszeitschrift Ornis einen lesenswerten Artikel dazu veröffentlicht. Eine Online-Veröffentlichung dazu gibt's hier: http://www.birdlife.ch/de/content/vorsaetzliche-vergiftung-von-wanderfalken.

Jakobsgreiskraut - Panikmache auf breiter Front
Jedes Jahr im Juli, wenn seine leuchtend gelben Blüten manche Brachen, Straßenränder und Extensivweiden prägen, ist die Aufregung über seine angebliche Gefährlichkeit groß. Dabei sind gemessen an der seit Jahrzehnten hohen Zahl an Weidetieren, die auf auch mit Jakobskreuzkraut bestandenen Flächen gehalten wurden und werden, selbst die Verdachtsfälle einer Vergiftung mit in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden (PA) verschwindend gering.
Lesen Sie weiter beim NABU Schleswig Holstein.

Iran verbietet Diclofenac - können Geier aufatmen?
Das iranische Umweltministerium hat die Einfuhr, Ausfuhr, Produktion und veterinäre Nutzung von Diclofenac im Iran verboten. Ein CMS (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) Koordinator bezeichnete die Entscheidung als einen wichtigen Schritt zum Schutze von Geiern innerhalb der afrikanisch-eurasischen Region, sowie als Indiz dafür, dass der Schutz ziehender Greifvogelarten im Land ernst genommen werde. Es sei zu hoffen, dass weitere Länder dem Beispiel Irans, aber auch Indiens, Pakistans und Nepals, folgten und Diclofenac verböten.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_10_20_iran_verbietet_diclo

TU Berlin: Artenschutz beginnt mit dem richtigen Standort fürs Windrad
Der Ausbau der Windenergie verfolgt neben der Sicherstellung der Energieversorgung auch das Ziel, das Klima zu schützen. Damit hat die Nutzung dieser Form der regenerativen Energie erhebliche Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt. Doch die Gewinnung von Windenergie kann mit dem Artenschutz kollidieren. In der Studie "Vermeidungsmaßnahmen bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen" zeigen die Autorinnen und Autoren aus der TU Berlin, der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) und der Universität Münster, dass es eine Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten beim Ausbau der Windenergie gibt.
https://idw-online.de/de/news639435

Die Herbstspanner der Gattung Epirrita
Die Arten der Gattung Epirrita bereiten schon seit jeher Schwierigkeiten bei der Bestimmung. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren nur die Arten autumnata und dilutata mit jeweils mehreren Formen bekannt, bevor dann um die Jahrhundertwende die ebenfalls sehr variable christyi als eigene Art von dilutata abgetrennt wurde. Aus dem Zollernalbkreis war gar nichts darüber bekannt - autumnata sollte auf der Schwäbischen Alb möglicherweise gar nicht vorkommen. Doch die Mitarbeiter der AG Schmetterlinge wollten das genauer wissen:
http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/schmetterlinge/epirrita.htm

Bodenmöser Moor-Renaturierung beginnt
Der NABU-Landesverband beginnt in den Bodenmösern im Allgäu damit, die Planungen zur Moor-Renaturierung umzusetzen. Ziel ist es, den wertvollen Lebensraum zu bewahren und das lebenswichtige Wasser im Moor zu halten. Das Naturschutzgebiet „Bodenmöser“ liegt zwischen Argenbühl und Isny im südöstlichen Teil des Landkreises Ravensburg. Großflächige Hoch- und Übergangsmoorstadien sind umgeben von ausgedehnten Niedermoorflächen mit einem kleinräumigen Vegetationsmosaik aus Streu-, Nass- und Feuchtwiesen sowie Wirtschaftsgrünland.
http://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/moore/projekt-moore-mit-stern/19620.html

Essbare Liebesgaben beeinflussen Verhalten von Weibchen nach der Paarung
Mit einem Hochzeitsgeschenk an ihre Partnerinnen ändern männliche Grillen möglicherweise die Fortpflanzungsphysiologie der Weibchen und deren Bereitschaft, sich mit anderen Männchen zu paaren. Dies fanden Wissenschaftler der Universität Exeter, England, und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena heraus (PLOS ONE, Oktober 2015).
Link: http://idw-online.de/de/news638956

Gründe für Rückgänge des Braunkehlchens wohl nicht im Winterquartier suchen
Insbesondere unter den Langstreckenziehern finden sich zahlreiche Sorgenkinder des europäischen Vogelschutzes. Um die Gründe für Bestandsrückgänge von Zugvogelarten zu finden, ist es notwendig nicht nur mögliche Beeinträchtigungen in den Brutgebieten, sondern vor allem auch auf dem Zug und im Überwinterungsgebiet zu erforschen. Zum ersten Mal wurde nun in einer Studie britischer und nigerianischer Wissenschaftler die Überlebensrate von Braunkehlchen einer relativ standorttreuen Überwinterungspopulation anhand individueller Markierung untersucht.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_10_09_gruumlnde_fuumlr

NABU-Landesverband setzt sich für sozial-ökologischen Wohnungsbau ein
Der NABU begrüßt die Initiative von Finanzminister Nils Schmid, den sozialen Wohnungsbau in Baden-Württemberg stärker zu fördern. NABU-Landesvorsitzender Andre Baumann fordert Land, Städte und Gemeinden auf, dabei konsequent auf Innenentwicklung zu setzen und hohe ökologische Standards einzuhalten. "Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum und sozialen Wohnungsbau im Siedlungsbereich, aber nicht auf der grünen Wiese." >> Mehr

EU verfehlt selbst gesteckte Naturschutzziele
Die EU wird ihr Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen, nicht erreichen können. Das offenbart der Zwischenbericht der EU-Kommission. Der NABU fordert nun eine zügigere Umsetzung der Richtlinien und einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. >> Mehr

SWR-Film zur Moor-Renaturierung des NABU
Eines der NABU-Naturschutzziele 2020 ist, dass weitere Moore in Baden-Württemberg renaturiert werden. Nun hat ein Fernsehteam des SWR das Hinterzartener Moor besucht und einen Beitrag für die Sendung "Natürlich" gedreht. Der kurze Film vermittelt einen guten Eindruck, was dort zur Zeit im Rahmen des NABU-Projekts "Moore mit Stern" getan wird, um das Wasser wieder im Moor zu halten. Einen Fernsehbeitrag finden Sie beim http://www.swr.de/

Artenvielfalt stärkt Ökosysteme im Klimawandel
Ökosysteme, die eine große Artenvielfalt aufweisen, sind dadurch besser gegen Dürre und andere extreme Wetterereignisse gewappnet. Sie zeigen gegenüber derartigen Störungen eine höhere Widerstandsfähigkeit. Denn das Wachstum von Pflanzen wird durch extreme Wetterereignisse umso weniger beeinträchtigt, je artenreicher die Gemeinschaften sind, in denen die Pflanzen leben. Zu diesem Ergebnis kommen internationale Forschungsgruppen, die in einem weltweiten Verbund die Daten ihrer Experimente zusammen ausgewertet haben und ihre Forschungsergebnisse jetzt im Wissenschaftsmagazin 'Nature' vorstellen. Link: http://idw-online.de/de/news639516

Bienengifte endgültig verbieten
Reinhard Behrend von Retten den Regenwald e.V. schreibt: "Die Chemieindustrie führt einen Giftkrieg gegen die Natur. Die Stoffgruppe der Neonikotinoide sind die gefährlichsten Pestizide, die der Mensch je geschaffen hat. Mit den Nervengiften werden in der Landwirtschaft nicht nur sogenannte Schädlinge, sondern auch unzählige nützliche Insekten vernichtet. Besonders betroffen sind Bienen und Hummeln.
Bitte fordern Sie Politik und Justiz in Europa auf, die Neonikotinoide und andere Nervengifte in der Landwirtschaft endgültig zu verbieten: >> Petition

Flüchtlinge helfen NABU beim Mosten
Eine tolle Gelegenheit: Durch ihren Einsatz bei der Obsternte und dem anschließenden Mosten bekam am Samstag ein gutes Dutzend Flüchtlinge Einblicke in eine alte schwäbische Tradition. Die Mitglieder vom NABU Hechingen nahmen die jungen Männer mit zur Ernte an der Breite in der Nähe der Tennisanlagen. Den ganzen Samstag über wurde im Klostergarten bei St. Luzen geerntet. Lesen Sie hier weiter: http://www.schwarzwaelder-bote.de/

Week of links 2015, der BUND hat mitgemacht!
Der BUND RV Neckar-Alb bot den Workshop "Entdecke das bunte Grün in deiner Stadt" an. Kern der Veranstaltung war eine Exkursion ins Französische Viertel, wo wir den TeilnehmerInnen anhand von öffentlichen Grünflächen das Thema "Stadtnaturschutz" näherbrachten. Hier geht's zum detaillierten Bericht: http://www.bund-neckar-alb.de/themenprojekte/week-of-links-2015/

Bericht: NABU-Exkursion zum Klingnauer Stausee
Bei sonnigem Spätsommerwetter machten wir uns am 27. September 2015 auf den Weg an den Hochrhein zum Klingnauer Stausee. Wir, das waren sieben NABU Mitglieder aus Haigerloch, Hechingen und Balingen. Kurz nach 10 Uhr starteten wir mit zwei Fahrzeugen am Schafstall in Haigerloch-Stetten. Um etwa 11.40 Uhr erreichten wir schließlich das Exkursionsgebiet, den Klingnauer Stausee im Schweizer Kanton Aargau.
Weiter geht’s hier: http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/meldungen/20151003.htm

Naturschutzverbände: Neue Stellungnahmen
Im Rahmen der Anhörung im Verfahren haben die Natur- und Umweltschutzverbände zwei weitere Stellungnahmen abgegeben: Zum Zielabweichungsverfahren für die geplanten "Vesperhütten" an den Premium-Wanderwegen und zum geplanten Interkommunalen Gewerbegebiet in Winterlingen. http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/Meinung/meinung.htm

10-jähriges TrÜP-Guide-Jubiläum
Am Sonntag, 18. Oktober wird in Münsingen gefeiert: Seit zehn Jahren kann sich die Natur auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Herzen des Biosphärengebiets frei entfalten. Und ebenso lange sind die TrÜP-Guides dort im Einsatz: Mit diesen Gebietskennerinnen und -kennern, die in Kooperation mit dem NABU und dem Bundesforst im Jahre 2005 ausgebildet wurden, können Naturinteressierte auch die normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrten Bereiche entdecken. Wer das am 18. Oktober bei einer der Jubiläums-Wanderungen tut, ist in guter Gesellschaft: Dann nimmt auch die aus dem SWR-Fernsehen bekannte Schauspielerin Ursula Cantieni die Gelegenheit war, diese Natur-Oase kennenzulernen. Mehr beim http://nabu-bw.de/

Naturschutzrechtliches Kompensationsverzeichnis
Die Unteren Naturschutzbehörden sind seit 2011 verpflichtet, naturschutzrechtliche Kompensations­maßnahmen öffentlich einsehbar in einem Verzeichnis zu dokumentieren. Im Frühjahr 2015 wurden die Kompensationsverzeichnisse der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg vom LNV ausgewertet. Grundlage bilden dabei die öffentlich einsehbaren Kompensationsverzeichnisse der einzelnen Land- und Stadtkreise der LUBW . In allen Kreisen sind im Ergebnis nachvollziehbare Angaben zur Kurzbeschreibung vorhanden. Die jeweilige Gesamtzahl an dokumentierten Maßnahmen variiert je nach Kreis allerdings sehr stark. Das gilt auch für Angaben zu Maßgaben der fristgerechten Umsetzung. Der LNV unterbreitet Verbesserungsvorschläge.
Mehr unter http://lnv-bw.de/abschlussbericht-der-kompensationsverzeichnisse/

Kolkraben: Keine Kooperation mit Schummlern
Kolkraben sind durchaus in der Lage, mit anderen Raben zu kooperieren – machen die sogar sehr gerne. Allerdings lehnen sie eine Kooperation mit Artgenossen, die sie bereits beim Schummeln erwischen konnten, ab. Dies zeigt eine Studie von Forschern der Universität Wien.
Lesen Sie hier weiter beim http://www.birdnet-cms.de/

Zwei Neonikotinoide schädigen Bienenköniginnen
Seit einigen Jahren kommt es auf der Nordhalbkugel zu massiven Verlusten von Bienenvölkern. Eine mögliche Ursache dafür sind geschwächte Bienenköniginnen. In einer neuen Studie konnte nun aufgezeigt werden, dass zwei Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide den Bienenköniginnen erheblichen Schaden zufügen – und sie dadurch daran hindern können, ihre zentrale Funktion im Bienenvolk wahrzunehmen. Die Insektizide dürfen in der EU und der Schweiz seit 2013 nur noch beschränkt angewendet werden. Link: http://idw-online.de/de/news639294

Pestizid-Einsatz beeinflusst Bestände von Singvögeln in der Agrarlandschaft
Wer mit offenen Augen und Ohren unsere Landschaft durchwandert, dem fällt immer mehr auf, wie wenig natürliches "Leben" auf vielen Flächen der konventionell-intensiven Landwirtschaft zu finden ist. Offensichtlich wird mittlerweile auf unseren Äckern so intensiv gewirtschaftet und auch mit Pestiziden gespritzt, dass einst typische Tier- und Pflanzenarten der Kulturlandschaft hier heute kaum noch überleben können. Wie aktuelle Untersuchungen von Ornithologen in Schleswig-Holstein etwa auf dem Hof Ritzerau / Hzgt. Lauenburg zeigen, kommen aber auf Flächen des ökologischen Landbaus noch erheblich größere Bestände typischer Vogelarten wie Feldlerche oder Wiesenschafstelze vor. Dies legt nahe, dass insbesondere der unterschiedliche Pestizideinsatz, der im Ökolandbau verboten ist, eine entscheidende Rolle beim Erhalt der Artenvielfalt spielt.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_10_08_einsatz_von_pestizid

BUND befürwortet Änderung der Kommunalverfassung
Mit dem am 14. Oktober vom Landtag beschlossenen Gesetz zur Änderung der Kommunalverfassung werden die Hürden für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide in den Kommunen gesenkt. BUND begrüßt das Mehr an Bürgerbeteiligung und kritisiert die blockierende Haltung der CDU. Lesen Sie weiter beim http://www.bund-bawue.de/

Natur profitiert von mehr Erdkabeln
Der NABU begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts vom 07. Oktober zur Ausweitung der Verlegung von neuen Höchstspannungsleitungen als Erdkabel. Um Proteste von betroffenen Bürgern gegen neue Trassen einzudämmen und somit den Netzausbau zu beschleunigen, wurden weitere Optionen für Erdkabel gefunden. Davon profitiert auch der Naturschutz stark, wenn neue Leitungen nicht als Freileitungen durch wertvolle Landschaften gezogen werden oder Vögel an ihnen kollidieren können. Jedoch gibt es aus NABU-Sicht bei Erdkabeln kein Schwarz-Weiß-Denken, denn sie können am falschen Standort Umweltschäden mit sich bringen, etwa in unzerschnittenen Wäldern oder Gebieten mit hoch anstehendem Grundwasser.
https://www2014.nabu.de/news/2015/10/19639.html

Resolution des NABU-Landesbeirats: Kommunale Umweltbeauftragte stärken!
Der NABU-Landesbeirat hat in seiner Sitzung vom 26. September einstimmig eine Resolution zur Förderung des kommunalen Natur- und Umweltschutzes verabschiedet. Der NABU fordert die 1.101 Städte und Gemeinden des Landes auf, den Natur- und Umweltschutz vor Ort durch kommunale Umweltbeauftragte zu stärken. "Umweltbeauftragte sind oftmals die Motoren des kommunalen Natur- und Umweltschutzes. Naturschutz braucht das Engagement des Landes und das Engagement aller Gemeinden und Städte. Naturschutz spielt sich nicht nur in Stuttgart ab, sondern in jeder einzelnen Gemeinde, von Aalen bis Zaberfeld", sagte der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. "Jede Gemeinde, jede Stadt in Baden-Württemberg braucht eine Umweltbeauftragte oder einen Umweltbeauftragten."
Mehr unter http://nabu-bw.de/umwelt-und-leben/politik-und-naturschutz/19550.html

Es tut sich was beim geplanten Zentrumsneubau des NABU am Bodensee
Vom ersten Entwurf für ein großes neues Besucherzentrum unter dem Arbeitstitel "NABU-Entdeckerland" hat der NABU wegen abzusehenden großen Kostensteigerungen noch vor der Umsetzungsphase Abstand genommen. Derzeit planen wir daher ein NABU-Naturschutzzentrum, das auf die zentralen Aufgaben zugeschnitten ist. Seit Juni 2015 unterstützt der erfahrene Architekt Urban Heydler als angestellter Projektmanager den NABU beim Neubau des NABU-Bodenseezentrums. Weitere Infos und ein Interview mit Urban Heydler gibt’s auf der Homepage des Landesverbandes.
https://nabu-bw.de/wir-ueber-uns/organisation/bodenseezentrum/index.html

Riesengebirge: Deutlicher Einfluss der Klimaerwärmung auf montane Arten
Klimaveränderungen haben eine gravierende Auswirkung auf die Biodiversität weltweit und gerade höhere Lagen sind davon besonders bedroht. Auch wenn Modellierungen bereits künftige Arealveränderungen sowie ein erhöhtes Aussterberisiko von Arten höherer Lagen vorhersagen, sind Studien zu bereits heute erkennbaren Auswirkungen der Klimaerwärmung rar.
Im tschechischen Riesengebirge wurden nun die langfristigen Populationstrends montaner Arten von 1984 bis 2011 ausgewertet, wo es in diesem Zeitraum zu einer deutlichen Erwärmung kam. Es zeigte sich, dass unter den in höheren Lagen verbreiteten Vogelarten deutlich mehr Arten einen negativen Bestandstrend aufwiesen als unter denen in niedrigerer Höhe. Für einige Arten konnte zudem eine Verschiebung des Areals in höhere Lagen festgestellt werden. Unter den im Bestand zurückgehenden Arten fanden sich auffallend viele Langstreckenzieher, während Kurzstreckenzieher und Standvögel allgemein positivere Trends aufwiesen.
http://www.dda-web.de/#2015_10_13_riesengebirge:_deutl

Fraunhofer-Studie: Recycling gewinnt immer
Der internationale Rohstoffbedarf steigt stetig, parallel sinkt die Menge der verfügbaren Primärressourcen. Es ist daher umso wichtiger, die Rohstoffe, die bereits im Umlauf sind, effizient zu nutzen. Klima und Umwelt durch nachhaltiges Wirtschaften mit Ressourcen zu schonen, ist eine globale Herausforderung. Fraunhofer UMSICHT zeigt in einer aktuellen Studie auf, welchen Beitrag die ALBA Group dazu leistet. Der Recycling- und Umweltdienstleister schonte 2014 durch die Kreislaufführung von rund 6 Millionen Tonnen Wertstoffen über 48,3 Millionen Tonnen Primärressourcen. Link: http://idw-online.de/de/news638993

Nasenaffen in letzter Minute den Wald retten!
Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "In Malaysia vernichtet die Firma BLD 14.000 Hektar Torfwald, um Palmöl zu produzieren. "Die Auswirkungen auf die Umwelt von Sarawak sind verheerend", warnt Upreshpal Singh von der Organisation "Friends of the Orangutans". Der Lebensraum von Nasenaffen, Fledermäusen und Vögeln ist bedroht.
Die Umweltschützer fordern von Sarawaks Chief Minister Tan Sri Adenan, die Rodungsarbeiten von BLD sofort zu stoppen. Bitte unterstützen Sie diese Forderung, um den Torfwald Sarawaks zu erhalten." Zur Petition geht's hier weiter: https://www.regenwald.org/aktion/1019/

Monsantos Wunschtraum beenden
Dalia Hashad von Avaaz teilt mit: "Während der Kampf gegen TTIP in vollem Gange ist, haben zwölf Länder gerade einen weiteren geheimen Deal vereinbart, der Unternehmen eine Machtposition über 40 Prozent unserer Weltwirtschaft gibt. Doch nur wenn jedes Land es ratifiziert, kann es zum Gesetz werden. Unter den Republikanern und den Demokraten im US-Kongress bildet sich eine immer größere Front dagegen. Geben wir ihnen also genug Rückenwind, um den Deal zu versenken. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Aktion."
https://secure.avaaz.org/de/tpp_2015_loc/?bkzlAbb&v=66210

Wie Konzerne den Protest in harmlose Bahnen lenken
Längst geht es den mächtigen Industriekonzernen nicht mehr nur darum, hinter verschlossenen Türen die politische Landschaft zu pflegen und in der Öffentlichkeit ihre Gegner als wirklichkeitsferne Spinner zu denunzieren. Heute geht es darum, sich selbst als treibende Kraft des Protestimpulses zu verkleiden. "Greenwashing" ist eine wichtige Strategie dabei – so etwa, wenn der schmutzigste deutsche Energiekonzern, RWE, sich mit seiner "VoRWEggehen"-Kampagne als Avantgarde der Energiewende stilisiert. Eine andere wichtige Taktik besteht darin, sich an bestehende Protestbewegungen, Bürgerinitiativen usw. anzuhängen und sie mit finanzieller Unterstützung für die eigenen Konzerninteressen einzuspannen – oder gar direkt "Bürgerinitiativen" ins Leben zu rufen, die den Anschein der Unabhängigkeit und die damit verknüpfte Glaubwürdigkeit besitzen. Lesen Sie weiter unter http://www.sfv.de/artikel/greenwashing_und_astroturfing_.htm

Skilift und geplanter Bikepark Burladingen - "Lehrstück" in Sachen Salamitaktik
Nachdem die gesamten Vorgänge um die Wiedereröffnung des Burladinger Skilifts und die Errichtung einer Mountainbike-Strecke bzw. eines Bikeparks, ggf. sogar einer Motocross-Anlage den Charakter eines Lehrstücks zum Thema "Wie ich die Öffentlichkeit und die Behörden an der Nase herumführe" haben, haben wir uns entschlossen, hier eine kleine Dokumentation zu erstellen. Erfahrungsgemäß bleiben uns einige Dinge verborgen, so dass diese Zusammenstellung niemals vollständig sein kann. Doch wenigstens ist damit all das grob nachvollziehbar.
Lesen Sie hier weiter: http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/meldungen/2015093001.htm

Aggressiver Amphibienkeim bedroht einheimische Feuersalamander
Amphibien gehören weltweit zur am stärksten bedrohten und am schnellsten schwindenden Wirbeltiergruppe. Neben der Zerstörung ihrer Lebensräume durch den Menschen, ist vor allem eine weltweit auftretende Pilzerkrankung für den dramatischen Rückgang einzelner Arten verantwortlich. Ein internationales Forschungsteam um die Evolutionsbiologen Sebastian Steinfartz und Miguel Vences von der Technischen Universität Braunschweig hat nun erstmals die Amphibien-Chytridpilze Batrachochytrium dendrobatidis (Bd) und Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) in Deutschland nachgewiesen. Link: http://idw-online.de/de/news638871

Zweite Chance: Zugvögel können Navigieren nachträglich lernen
In ihren ersten Lebensmonaten lernen Zugvögel das Navigieren. Dafür prägen sie sich unter anderem die Sternenbilder ein. Doch was ist mit Jungvögeln, die den Himmel gar nicht sehen können, weil sie beispielsweise wegen einer Verletzung in einem geschlossenen Raum gepflegt werden? Haben Sie die Chance verpasst? Bisher ist die Wissenschaft davon ausgegangen. Ein Oldenburger Forscherteam um die Doktoranden Bianca Alert und Andreas Michalik unter Leitung des Biologen Prof. Dr. Henrik Mouritsen hat nun in einer Studie mit Rotkehlchen herausgefunden, dass dies nicht immer der Fall ist. Die Ergebnisse sind online in den "Scientific Reports" der "Nature" Verlagsgruppe veröffentlicht worden. Link: http://idw-online.de/de/news638351

Besenderte Steppenweihe überwindet den Großteil der Sahara
Die Route des im Juni 2015 in Finnland besenderten Steppenweihen-Weibchens "Potku" Zuletzt berichteten wir am 24.09. von der erfolgreichen Überquerung des Mittelmeeres. Damit wurde bereits die Frage beantwortet, ob der Vogel den Winter in Südwesteuropa oder in Afrika verbringen würde. Doch wohin ihn seine Reise genau führen wird, ist noch vollkommen offen.
"Potku" hat in den letzten zwei Wochen ihren südwestlichen Kurs beibehalten. In nur vier Tagen wurde Marokko in seiner längsten Ausdehnung auf rund 1200 Kilometern durchquert. Während die Pyrenäen westlich und unter Vermeidung größerer Gipfel umflogen wurden, verhielt sich das Weibchen im Atlasgebirge ganz anders: Nur wenige Kilometer vom höchsten Gipfel Marokkos entfernt, zog die Weihe in mehr als 3600 Metern Höhe über den Gebirgszug hinweg.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_10_06_besenderte_steppenwe

Mönchsgrasmücken: Winterfütterung beeinflusst evolutionäre Prozesse
Seit den 1950er Jahren wird beobachtet, dass in Süddeutschland und Österreich brütende Mönchsgrasmücken zum Überwintern in nordwestlicher Richtung bis nach Großbritannien ziehen, anstatt den traditionellen Weg südwestwärts bis nach Südspanien einzuschlagen. Es konnte festgestellt werden, dass diese neue Zugstrategie genetisch veranlagt ist und durch Isolierung und bessere Fitness dieser Vögel in den Brutgebieten aufrechterhalten wird. Über die letzten 60 Jahre kam es so zu einem starken Anstieg der in Großbritannien überwinternden Mönchsgrasmücken, sodass die Art dort heute ein regelmäßiger Gast an winterlichen Futterhäuschen ist.
Weitere Infos unter http://www.dda-web.de/#2015_09_25_moumlnchsgrasmuum

Avian Hybrids: Neue Internetseite zu Vogelhybriden
Hybridisierung ist bei Tieren und Pflanzen weit verbreitet und kann eine entscheidende Rolle bei Artbildungsprozessen spielen. Gerade bei Vögeln kommen Hybridisierungen häufig vor. 1992 wurde in der naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift Science publiziert, dass etwa 9% aller Vogelarten mit mindestens einer anderen Art hybridisieren. In einer aktuellen Studie wurde diese Berechnung anhand der Liste der Vögel der Welt des International Ornithological Committee (IOC) sowie der Serge-Dumont-Hybrid-Datenbank aktualisiert. Dabei wurde zwischen in der Natur nachgewiesenen sowie lediglich in Gefangenschaft beobachteten Hybridisierungen unterschieden.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_09_28_avian_hybrids:_neue_

Neuer Kurs "Schutzgebietsbetreuer": Anmeldungen sind schon möglich
Im Frühjahr 2016 wird zum zweiten Mal vom NABU-Landesverband eine Ausbildung für Schutzgebietsbetreuer/innen angeboten. Dabei werden die Teilnehmer/innen beispielsweise in Arten- und Biotopschutz, Umgang mit Gebietsbesuchern und rechtlichen Rahmenbedingungen geschult. Gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und mit Unterstützung des NABU-Bundesverbandes sollen auch kommendes Jahr 25 Schutzgebietsbetreuer in einem 70stündigen Lehrgang geschult werden. Die Ausbildung eignet sich für Ehrenamtliche, die sich weiterbilden und aktiv beim Schutz von wertvollen Flächen engagieren möchten. Spezielle Vorkenntnisse werden nicht verlangt; Interesse an Tiere und Pflanzen und ein offenes, freundliches Wesen sind gute Voraussetzungen für die Tätigkeit als Schutzgebietsbetreuer. Weitere Infos unter http://www.nabu-bw.de/Gebietsbetreuung

Film vom diesjährigen Zeltlager "Aufstand"
Vom diesjährigen "Aufstand" der NAJU, einem Zeltlager auf der Alb, gibt’s ein sehenswertes Filmchen. So können sich alle, die nicht selbst dabei waren, einen Eindruck verschaffen, was denn da so alles gemacht wird und wem man evtl. die Teilnahme im kommenden Jahr vorschlagen könnte.
http://www.naju-bw.de/news/der_aufstand_2015_war_super_toll.php

Windenergie: Bewertung von Maßnahmen zur Minderung des Kollisionsrisikos
Windenergie leistet einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz, doch die Anlagen haben auch negative Auswirkungen auf Fledermäuse und Vögel. Eine effektive Reduzierung der Gefährdung durch Windenergieanlagen ist daher notwendig. Im Rahmen einer Literaturstudie des Norwegischen Instituts für Naturforschung (NINA) wurden nun Ergebnisse bisheriger Untersuchungen zur Minimierung von Schlagopfern an Windenergieanlagen zusammengetragen und in der Fachzeitschrift Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlicht.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_10_06_neue_studie_zur_bewe

Nestlé soll ganz auf Palmöl verzichten
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Jede Minute wird eine Fläche von 35 Fußballfeldern tropischer Regenwälder zerstört, und einer der größten Verursacher ist die Palmölindustrie. Nestlé behauptet zwar, nur nachhaltiges Palmöl zu verwenden, doch die Zertifizierung ist ein Etikettenschwindel. Nestlé ist mitschuldig an der Vernichtung von Regenwald. Fordern Sie den Konzern auf, vollständig auf Palmöl zu verzichten."
Zur Petition geht's hier: https://www.regenwald.org/aktion/557/nestle-soll-ganz-auf-palmoel-verzichten?mtu=110791605&t=1246

Fünf UM-Exkursionen "Naturschutz und Erneuerbare"
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg führt Exkursionen für die lokal arbeitenden Naturschützer in allen Regionen Baden- Württembergs durch. Dabei werden beispielhafte und auch strittige Projekte der Wind- und Wasserkraft sowie der Biomasse besucht und offen darüber diskutiert, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien voran gebracht werden kann, ohne dabei den Naturschutz aus den Augen zu verlieren. Die weiteren Termine sind:
02. Oktober Heilbronn-Franken; 09. Oktober Südlicher Oberrhein; 16. Oktober Nordschwarzwald; 30. Oktober Bodensee-Oberschwaben Zu den kostenlosen Exkursionen des UM sind Sie herzlich eingeladen!       ▶▶ Programme und Anmeldung

Kein Widerspruch: Hochwasserschutz und Ökologie
Angesichts der Einweihung der IRP-Rheingärten bei Neuenburg am 15.9.2015 betont der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann: "Hochwasserschutz und Ökologie müssen heute kein Widerspruch mehr sein. Das sind vielmehr die beiden Seiten derselben Medaille. In den Rheinauen können und müssen Hochwasserschutz und Naturschutz zusammen voran gebracht werden. Davon profitieren Mensch und Natur."
https://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/gewaesser/hochwasserschutz/19507.html

"Kampfansage an den Klimaschutz"
Am 22. September wurde Block 9 des Großkraftwerks Mannheim (GKM) offiziell eröffnet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., bewertet den Betrieb des Kohlekraftwerkes als energiewirtschaftliche Fehlentscheidung und als einen klimapolitischen Irrweg. Statt den Neubau von Kohlekraftwerken zu feiern, fordert der BUND von der Landesregierung einen Plan zum Ausstieg aus der Kohlekraft, ohne den die selbst formulierten Klimaschutzziele nicht zu erreichen sind.
Weitere Infos beim http://www.bund-bawue.de/

Ein Blick auf die letzten echten Wildpferde nach 100 Jahren Gefangenschaft
Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam das komplette Erbgut von elf Przewalski-Pferden sequenziert, einschließlich aller Abstammungslinien. Fünf Pferdeproben stammten von mehr als 100 Jahre alte Museumsexemplaren. Die Genome wurden mit dem Erbgut von 28 Hauspferden verglichen, um ein detailliertes Bild der Vergangenheit und Gegenwart der bedrohten Tiere zu erhalten. Die aktuelle Studie wurde jetzt im (Cell Press-)Fachmagazin "Current Biology" veröffentlicht.
Link: http://idw-online.de/de/news638272

Fast zweihundert Großtrappen in Deutschland
197 Großtrappen leben derzeit wieder in Deutschland. Seit 1997 sind damit die Bestände um fast 400 Prozent gestiegen. Der schwerste flugfähige Vogel der Welt - Hähne können bis zu 20 Kilogramm wiegen - kommt in Deutschland nur noch in drei kleinen Arealen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt vor. Mehr Infos beim http://www.birdnet-cms.de/

Die südlichen Birkhühner stehen vor dem Aussterben
Nur noch ein Viertel der Populationsstärke von 2002 ist im vorigen Jahr von der südlichen Population der Birkhühner in den Karparten im Grenzgebiet von Polen und der Slowakei übrig geblieben. Nach der Aufgabe der holländischen (West-) Population im vorigen Jahr ist dies eine weitere schlechte Nachricht über das schöne Raufußhuhn.
Lesen Sie hier weiter: http://www.birdnet-cms.de/

Mäusegift: Flächendeckende Anwendung gefährlich
Der NABU kritisiert die aktuelle Sondergenehmigung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, die Landwirte befristet berechtigt, insgesamt 700 Tonnen des Mittels "Ratron-Feldmausköder" flächenhaft und offen auszubringen. Mit dem Ausbringen sollen landwirtschaftliche Verluste durch Mäusefraß eingedämmt werden.
Bei der Methode der offenen Ausbringung besteht die Gefahr, dass die Köder mit dem Gift Chlorphacinon auch von anderen Tieren aufgenommen werden. Dies ist angesichts des herbstlichen Vogelzugs bei Großvögeln wie Kranichen, Gänsen oder Schwarzmilanen besonders risikoreich. Indirekt kann es über die Nahrungskette zu tödlichen "Zwangsbehandlungen" kommen.
Lesen Sie hier weiter: https://www.nabu.de/news/2015/09/19474.html

Wer die Natur schädigt, muss ihr dafür etwas zurückgeben
Greift ein Vorhabenträger in die Natur ein, so muss er für deren Schädigung Ausgleich schaffen oder einen gleichwertigen Ersatz vornehmen. Gelegentlich wird das wichtige Instrument des Naturschutzes mit falschen Zahlen und Behauptungen angegriffen. Der NABU informiert - lesen Sie hier weiter: https://nabu-schleswig-holstein.de/

Ist das Wattenmeer das schwächste Glied des Ostatlantischen Zugwegs?
Auf dem Ostatlantischen Zugweg, einer Vogelzuglinie von der Arktis über Europa bis an die Küsten Südafrikas, hat sich das Wattenmeer als eines der schwächsten Glieder herausgestellt. Erfassungen haben ergeben, dass die besonders auf das Wattenmeer angewiesenen Arten zu den Vogelarten zählen, für die Schutzmaßnahmen bislang die geringste Wirkung zeigen. Gerade die im Wattenmeer brütenden Arten sind besonders gefährdet, auch wenn die Bestände einiger Fischfresser in den letzten Jahren wieder positive Trends zeigen.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_09_28_neuer_statusbericht

Ist das Umweltrecht gerecht? Theorie und Praxis
Die Rechtsphilosophie kennt viele Theorien und Konzepte zur Umweltgerechtigkeit, doch finden sie auch Niederschlag in der konkreten Rechtspraxis? Sind Umweltvölker-, Europa- und Verfassungsrecht (höherrangiges Recht) und das nationale Recht der Luftreinhaltung (einfaches Recht) so ausgestaltet, dass Umweltgüter und Umweltlasten gerecht verteilt werden? Diesen Fragen gingen das Öko-Institut und die TU Dresden in einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes nach. Link: http://idw-online.de/de/news637723

Indonesien: "Sie verbrennen die Zukunft unserer Kinder!"
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Ihre Stimme gegen Umweltverbrecher hilft! In Indonesien hat der Oberste Gerichtshof in letzter Instanz das Urteil gegen die Palmölfirma PT. Kallista Alam bestätigt. Wegen illegaler Brandrodung in der Provinz Aceh auf Sumatra muss sie 9,4 Millionen US-Dollar Strafe zahlen sowie 21 Millionen Dollar für die Wiederaufforstung. Mit 50.000 Unterschriften und Spendengeldern hatte sich Rettet den Regenwald an Aktionen gegen PT. Kallista beteiligt.
Jetzt bitten wir erneut um Ihre Unterschrift gegen Feuer legende Palmölkonzerne. Fast unbeachtet von der Weltpresse ereignet sich in Indonesien eine nationale Katastrophe: Auf Borneo und Sumatra brennen die Wälder. Tausende Hektar sind bereits den Flammen zum Opfer gefallen – auch Menschen und unzählige Tiere. Bitte unterstützen Sie Indonesiens Umweltschützer mit Ihrer Unterschrift."
Lesen Sie weiter bei https://www.regenwald.org/

Belgisches Atomkraftwerk stoppen
Wie der WDR berichtet, kam es in den vergangenen Wochen zu mehr als fünf vermeidbaren Zwischenfällen in einem belgischen Atomkraftwerk in der Nähe von Aachen. Trotz dieser Mängel ist das Atomkraftwerk Tihange immer noch in Betrieb, obwohl auch der Betreiber des Atomkraftwerks Sicherheitsmängel einräumt. Eine über change.org eingerichtete Petition richtet sich an die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC damit die Rissereaktoren Tihange und Doel für immer geschlossen bleiben. Unterzeichnen Sie? Weitere Infos bei change.org.

Umfrage des BUND zum Glyphosat-Einsatz auf öffentlichen Flächen
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband teilt mit: "Die Umfrage des BUND RV Neckar-Alb zum Glyphosat-Einsatz auf öffentlichen Flächen läuft noch. Die meisten Kommunen, die uns geantwortet haben, verzichten auf den Einsatz dieses umstrittenen Totalherbizids und versuchen durch geschickte Pflanzung und mechanische Beikrautbekämpfung ihre Grünflächen in Ordnung zu halten - wo sie bzw. die Bevölkerung es für notwendig halten.
Zahlreiche Tipps zur umweltverträglichen Pflege bietet eine BUND-Publikation.

Downhillstrecke in Burladingen vorerst auf Eis
Das Landratsamt Zollernalbkreis hat den Antrag auf naturschutzrechtliche Genehmigung der Downhillstrecke beim Burladinger Skilift abgelehnt. Damit ist es der Argumentation der Naturschutzverbände gefolgt, wonach alle geplanten Eingriffe in den Naturhaushalt vor deren Genehmigung in einem Bebauungsplanverfahren gesammelt dargestellt werden müssten.
So stand es im Schwarzwälder Boten.

Kommunen setzen baurechtliche Ausgleichsmaßnahmen nur unzureichend um
Neue Bebauungspläne greifen in den Naturhaushalt ein, führen zu Lebensraumverlusten und Flächenversiegelung. Deshalb besteht eine gesetzliche Ausgleichspflicht: Mit geeigneten Maßnahmen müssen die Kommunen diese Eingriffe ausgleichen. Immer wieder beanstanden Naturschützer, dass festgesetzte Kompensationsmaßnahmen nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat nun das Ergebnis einer Umfrage bei seinen regionalen Gruppen, den LNV-Arbeitskreisen in einer Pressemitteilung veröffentlicht. In der Südwest Presse ist ein lesenswerter Artikel dazu erschienen.

Dr. Jörg Schmidt wird neuer Regierungspräsident
Der LNV teilt mit: "Neuer Regierungspräsident im Regierungspräsidium Tübingen ist Dr. Jörg Schmidt, bisher MD im Kultusministerium und früher OB in Radolfzell – ein vielversprechender Nachfolger des leider verstorbenen Regierungspräsidenten Hermann Strampfer."
Weitere Infos in einer Mitteilung des Staatsministeriums.

Greifvögel in West- und Zentralafrika von illegalem Handel bedroht
Nachdem vor einiger Zeit bereits über katastrophale Bestandseinbrüche bei den Geiern Afrikas berichtet wurde (siehe Nachricht vom 18.06.2015), offenbart nun eine im Wissenschaftsjournal Oryx veröffentlichte Studie, dass ein bedeutender Teil der auf afrikanischen Märkten für die traditionelle Medizin oder als Wildfleisch angebotenen Greifvögel gefährdete oder sogar stark gefährdete Arten betrifft. Insgesamt entfielen 27 % der mehr als 2.500 im Zeitraum 1990-2013 auf 67 Märkten in 12 west- und zentralafrikanischen Ländern untersuchten Greifvogelkadaver auf solche Arten. Als Hotspots dieses vorwiegend illegalen Handels konnten Nigeria und Benin ermittelt werden.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_08_18_greifvoumlgel_in_w

Windkraft geht doch!
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. freut sich, dass nach den vom Umweltministerium vorgelegten Zahlen auch im Ländle der Ausbau der Windkraft in die Gänge kommt. Der Naturschutzdachverband geht davon aus, dass die hohen Umwelt- und Planungsstandards bei Planung und Bau eingehalten werden. Der positive Trend widerlegt die Skeptiker: Milan, Auerhuhn, Fledermäuse und das Landschaftsbild verhindern bei sorgfältiger Planung nicht den Ausbau der Windkraft.
Lesen Sie hier weiter: http://lnv-bw.de/windkraft-geht-doch/

Warum (noch) FSC-Zertifizierung?
In der Reihe "Lotta will's wissen" fragt Lotta 5 Waldbesitzer, warum sie ihren Wald noch nach dem FSC-Standard zertifiziert haben oder warum sie die Zertifizierung in den letzten Jahren aufgegeben haben. Auf YouTube ist der 28 Minuten lange Film zu sehen.

Glyphosat muss vom Tisch!
Gerald Neubauer von Campact schreibt: "Ein erster Erfolg: Die EU-Kommission hat die Entscheidung über die Neuzulassung von Glyphosat um ein halbes Jahr verschieben müssen. Diese Chance nutzen wir! Helfen Sie mit, dass sich 300.000 Menschen hinter unseren Appell gegen das Monsanto-Gift stellen." Mehr Infos bei www.campact.de.

500 Jahre alter Wald für ein 4-tägiges Event abgeholzt
Dalia Hashad von Avaaz schreibt: "Ein 500 Jahre alter Wald soll für eine olympische Skianlage abgeholzt werden, die nur vier Tage benutzt wird! Dabei hat das Internationale Olympische Komitee die Spiele zu den "Green Olympics" erklärt. Erinnern wir jetzt daran, damit dieser uralte Wald gerettet wird. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Aktion über Facebook und Twitter, per E-Mail … überall". Nähere Infos bei https://avaaz.org/

Nervenzellen von Heuschrecken filtern arteigene Gesänge heraus
Die Schwierigkeit, in lautem Stimmengewirr einem einzelnen Gespräch zu folgen, ist als Cocktail-Party-Problem bekannt. Viele Tiere stehen vor einer ähnlichen Situation. So müssen zum Beispiel Heuschrecken im tropischen Regenwald im Lärm anderer Arten die Gesänge ihrer eigenen Männchen hören. Wie das Nervensystem dieser Insekten das möglich macht, haben Zoologen der Karl-Franzens-Universität Graz an der Laubheuschrecke Mecopoda elongata untersucht und dabei erstmals einen neuronalen Mechanismus entdeckt, durch den die Insekten den arteigenen Gesang aus allen anderen Lauten herausfiltern. Die Arbeit wurde kürzlich in der angesehenen Fachzeitschrift "The Journal of Neuroscience" publiziert.
Link: http://idw-online.de/de/news635939

Nachtfalter: Vielfalt sorgt für Stabilität unter den Tieren in freier Wildbahn
Warum die Populationsgrößen von Pflanzen- und Tierarten mehr oder weniger stark schwanken, ist eine Frage, die die Ökologie schon lange bewegt. Forscher der Linnaeus University in Schweden und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun ein wichtiges Detail zur Beantwortung dieser Frage gefunden. Dazu untersuchten sie über einen Zeitraum von elf Jahren nachtaktive Falter und fanden heraus, dass individuelle Unterschiede der Tiere eine positive und stabilisierende Wirkung auf die Population haben. So verfügen Nachfalterarten mit unterschiedlicher Farbzeichnung in der Regel über größere Populationen, die zudem von Jahr zu Jahr weniger schwanken.
Link: http://idw-online.de/de/news635983

Wildpflanzen erhöhen Ertrag in benachbartem Acker
Landwirte säen einheimische Wildpflanzen in Felder, um die Biodiversität in Kulturlandschaften zu fördern. Dass auch die benachbarten Kulturen und die Landwirte somit wirtschaftlich davon profitieren, zeigt eine aktuelle Studie des Schweizer Agrarökologen Matthias Tschumi. Demnach vermindert die angesäte Blumenmischung den Schädlingsbefall im benachbarten Acker und steigert den Ertrag um bis zu 10%. Am 2. September 2015 stellt er erstmals seine Ergebnisse auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie in Göttingen vor.
Link: http://idw-online.de/de/news636618

Mopsfledermaus sendet leise Echoortungslaute in zwei Richtungen aus
Die Mopsfledermaus stößt zwei verschiedene und sehr leise Echoortungssignale aus, um von hörenden Insekten unentdeckt nach Beute suchen und gleichzeitig sicher durch ihre Umgebung steuern zu können. Forscher vom Institut für Neurobiologie und Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen entdeckten, dass die Mopsfledermaus das eine Signal durch die Nase nach oben aussendet, das andere durch den Mund nach unten.
Link: http://idw-online.de/de/news637239

Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland
Rund 600.000 Einzeldatensätze für 33 heimische sowie 14 eingeschleppte Amphibien- und Reptilienarten, die einen bundesweiten Überblick über deren Verbreitung vermitteln. Das ist das Ergebnis eines Projektes, das die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführt hat. Daraus entstanden ist der erste Online-Atlas der Amphibien und Reptilien, der ab sofort auf der Website http://www.feldherpetologie.de/atlas abrufbar ist.

Zucker für die EU verwüstet unser Land
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt:" Konzerne aus Kambodscha verkaufen für Millionen Euro Zucker nach Europa. Für Plantagen haben 12.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Wälder werden vernichtet. Bitte verlangen Sie von der EU, keinen Zucker von geraubtem Land zu importieren."
Weitere Infos gibt's bei https://www.regenwald.org/

112 Äcker zur Förderung von gefährdeten Ackerwildkräutern
Zum Schutz von Kornblume, Mohn, Kamille und weiteren stark gefährdeten Ackerwildkräutern wurde 2009 das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“ initiiert. Im Rahmen dieses Vorhabens gelang es den Pflanzenökologen Dr. Stefan Meyer und Prof. Dr. Christoph Leuschner von der Universität Göttingen mit ihren Projektpartnern von der Universität Kassel und dem Deutschen Verband für Landespflege, 112 Ackerflächen mit 480 Hektar Flächenumfang in ganz Deutschland langfristig für den Schutz von Ackerwildkräutern zu sichern. Link: http://idw-online.de/de/news635979

Mehr Wohnungen auf möglichst wenig Fläche durch interkommunale Planung
Eine nachhaltige Flächenpolitik ist für viele Kommunen Ziel und Herausforderung zugleich. Wichtige Voraussetzung sind gut begründete, belastbare Prognosen zu Bevölkerungsentwicklung, Wohnungs- und Flächenbedarf. Für die Kommunen der Erlebnisregion Dresden hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) diese Prognosen erstellt. Sie ermöglichen eine am Bedarf orientierte Planung über die Gemeindegrenzen hinweg.
Link: http://idw-online.de/de/news636765

Jung und Alt begeistern sich für Fledermäuse bei der Batnight
Die 19. Internationale Fledermausnacht hat erneut zahlreiche Fledermausfreunde gelockt. Insgesamt wurden in Deutschland rund 200 Veranstaltungen organisiert, um auf die faszinierenden Jäger der Nacht aufmerksam zu machen und Verständnis für ihre bedrohte Lebensweise zu vermitteln. Auch in Haigerloch fand wieder eine Veranstaltung statt - der Schwarzwälder Bote berichtete.

Besenderter Luchs Friedl auf großer Wanderschaft durchs ganze Land
Wie von anderen Wildtieren auch gibt es vom Luchs keine stabile Population mehr in Baden-Württemberg. Vor fünf Monaten war ein zugewanderter Luchs im Mittleren Schwarzwald aufgetaucht. Expertinnen und Experten des Landes hatten das Luchsmännchen mit einem Halsbandsender ausstatten können. Das Tier mit dem wissenschaftlichen Namen B415 hat den Namen Friedl bekommen. Nach längerem Aufenthalt im Schwarzwald hat sich Friedl in den letzten drei Wochen über weite Strecken bewegt, wie die SMS-Nachrichten zeigen, die regelmäßig seinen Aufenthaltsort übermitteln. "Die bisherigen Daten zeigen, dass der Luchs sich vom Mittleren Schwarzwald bis nach Ulm und von dort aus weiter Richtung Stuttgart bewegt hat. Das zeigt uns, wo sich Wildtiere in unserer Landschaft gut bewegen können und wo sie auf Barrieren treffen. Die Daten aus dem Luchsmonitoring leisten einen wertvollen Beitrag, um die Durchlässigkeit der Landschaft für Wildtiere verbessern zu können, beispielsweise durch Grünbrücken über große Straßen. Grünbrücken schützen auch Autofahrer vor gefährlichen Zusammenstößen mit Wildtieren", sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (9. September) in Stuttgart.
Die vollständige Pressemitteilung gibt hier.

Das FÖJ wird 25
Seit 25 Jahren können junge Menschen ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) machen. Auch in vielen Einrichtungen des NABU. Für die meisten FÖJler ist das ein wichtiger und prägender Lebensabschnitt. Dass das Programm sich bewährt hat und noch immer so viel Zuspruch erfährt ist erfreulich. Aufgrund des Jubiläums hat das SWR-Fernsehen in der Landesschau berichtet, und dabei auch im NABU-Vogelschutzzentrum gedreht. Der Beitrag ist noch in der Mediathek abrufbar (ums FÖJ geht es ab Minute 12:25). Hier geht's zur SWR-Mediathek.

Aufgepasst: Rotfußfalken wieder zahlreich unterwegs!
In den letzten beiden Jahren wurden im Herbst ungewöhnlich viele Rotfußfalken in Deutschland beobachtet. Nach dem zahlreichen Auftreten 2013 kam es im Herbst 2014 sogar zu einer der wohl stärksten dokumentierten Invasionen von Rotfußfalken in Deutschland. Mehr als 400 Vögel wurden dabei vor allem im Südosten des Landes beobachtet. Es handelte sich dabei um Randerscheinungen eines gewaltigen Einfluges in das westliche Osteuropa, an dem mehrere Tausend Rotfußfalken beteiligt waren.
Mehr unter http://www.dda-web.de/#2015_08_24_aufgepasst:_rotfusz

Mittelmeer: 25 Millionen illegal getötete Zugvögel pro Jahr
Nach einer neuen Veröffentlichung von BirdLife International werden rund um das Mittelmeer jährlich viele Millionen Zugvögel gefangen oder geschossen. Unter den Staaten mit den höchsten Zahlen getöteter Vögel finden sich nicht nur Länder wie Syrien oder Libyen sondern auch einige europäische Nationen. So liegt Italien in der unrühmlichen Statistik mit rund 5,6 Millionen getöteten Vögeln pro Jahr nur knapp hinter Ägypten. Ebenfalls hohe Zahlen wurden für Griechenland, Frankreich, Kroatien und Albanien ermittelt. Malta rangiert nicht unter den Ländern mit den höchsten Fangzahlen, doch pro km² Fläche werden 343 Vögel getötet. Stellt man die Opferzahlen den Bevölkerungszahlen gegenüber, so liegt Zypern mit 196 pro Einwohner getöteten Vögeln vorne. Mehr unter: http://www.dda-web.de/#2015_08_25_mittelmeer:_25_milli

Gesangslernen im Zeitraffer
Die meisten Singvögel lernen ihren Gesang von ihrem Vater oder anderen Männchen. Wie genau der Lernprozess in einer natürlichen Umgebung abläuft, ist jedoch weitgehend unbekannt. Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen verglichen die Gesänge von Kanarienvögeln, die am Anfang oder am Ende der Brutzeit schlüpfen. Die früh geschlüpften Vögel konnten sich beim Lernen ihres Gesangs an vielen erwachsenen Vorbildern orientieren, die später geschlüpften Kanarien hörten dagegen nur noch wenige oder überhaupt keine Vorbilder. Beide Gruppen sangen bereits im Herbst gleich gut. Offenbar lernen die später geschlüpften Vögel ihren Gesang schneller als die früher geschlüpften Tiere. Link: http://idw-online.de/de/news636458

Schüler spenden 2.020,70 Euro an NABU Haigerloch
Über eine außergewöhnliche Spende darf sich unsere NABU-Gruppe Haigerloch freuen. Im Rahmen eines Schulprojekts hatten Schüler Geld erwirtschaftet, das sie nun zu gleichen Teilen der NABU-Gruppe und einem lokalen Arbeitskreis Asyl zukommen ließen. Mehr im Zeitungsbericht hier: http://www.swp.de/hechingen/

Milch kommt aus dem Supermarkt und Wolle …?
Tierhaltung beeinflusst das Aussehen unserer Kulturlandschaft entscheidend: Ohne die Schafherden auf der Schwäbischen Alb wären die dortigen Magerrasen beispielsweise nicht denkbar. Während früher daher die Verarbeitung der Schafwolle überall gang und gäbe war, kennen wir Wolle heute eher als Produkt in einem Laden. Kinder der NAJU Eutingen im Gäu jedoch können selbst direkt erfahren, wie man frisch geschorener Wolle bearbeiten muss, um sie weiter verarbeiten zu können. Mehr in einem Zeitungsbericht des http://www.schwarzwaelder-bote.de/

Im Zollernalbkreis entdeckt: Enzian-Kapselspanner
Im Grundlagenwerk von EBERT ist unter dem deutschen Namen "Enzian-Kapselspanner" nur die Art Perizoma obsoletata vermerkt. Perizoma juracolaria war lediglich aus Frankreich bekannt. Nachdem diese Art jedoch 2014 für die Schweiz nachgewiesen werden konnte, wurde festgestellt, dass auch die bei uns bekannten Vorkommen des Enzian-Kapselspanners zu dieser wohl neu eingewanderten Art gehören. Damit ist der Fund dieses Falters in Bitz ein echtes "Highlight".
Mehr unter http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/n_geo02.htm

Schmetterlingsjahr 2015 im Zollernalbkreis
Auch der dritte Themenabend im Rahmen des Schmetterlingsjahrs 2015 am vergangenen Dienstag im Landratsamt mit dem Schwerpunkt "Schmetterlinge schützen" war gut besucht: Rund 30 InteressentInnen waren gekommen. Das war gleichzeitig die letzte Veranstaltung vor der Sommerpause. Weiter geht es erst am 12. September mit einer öffentlichen "Mottenschau am Leuchtturm". Weitere Informationen zum Schmetterlingsjahr 2015 im Zollernalbkreis finden Sie unter http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/schmetterlinge/jahr2015.htm.

Auch auf den Falter-Seiten auf unserer Homepage tut sich einiges: In der Folge der Lichtfänge der letzten Zeit konnten besonders auf den Nachtfalter-Seiten etliche Arten neu aufgenommen und darüber hinaus viele Fotos ergänzt werden.
Siehe http://naturschutzbuero-zollernalb.de/falter/nachtfalter.htm

Striktere Vorgaben bei Gewerbeflächen gefordert
Aus einer Pressemitteilung des LNV vom 07.08.: "Der LNV anerkennt die Leistung der Landesregierung bei der Reduktion des Flächenverbrauchs. Noch völlig ungelöst ist aber das Problem der luxurierenden Gewerbeflächen. Sie machen mittlerweile einen viel größeren Teil der neuen Siedlungsfläche aus als die Wohnflächen. Bei Dumpingpreisen von manchmal unter 30 € pro qm Bauland im ländlichen Raum haben Firmen keinerlei Anreiz, sparsam mit Fläche umzugehen. Und so werden großzügig Reserveflächen eingeplant, es wird einstöckig gebaut und es werden große Parkplätze geschaffen."
Mehr unter http://lnv-bw.de/striktere-vorgaben-bei-gewerbeflaechen-gefordert/

Neues baden-württembergisches Naturschutzgesetz in Kraft
Das neue Naturschutzgesetz für Baden-Württemberg ist am 14.07.2015, am Tag nach seiner Verkündung, in Kraft getreten. Es enthält unter anderem erweiterte Anhörungsrechte für die anerkannten Naturschutzvereinigungen.
Im Internet finden Sie die Neufassung unter https://dejure.org/gesetze/NatSchG.
Durch die Verabschiedung des Bundesnaturschutzgesetzes am 29.07.2009 wurden zahlreiche Landesregelungen außer Kraft gesetzt, so dass die Novellierung des NatSchG BW dringend notwendig war, um Unklarheiten zu bereinigen, aber auch um bewährte Landesregelungen zu erhalten und um neue Schwerpunkte zu setzen.

Wetterchaos mit Hitze und Platzregen macht ihr nichts
Was vielen Menschen und ebenso einem Großteil der Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen macht, ist für einen kleinen Froschlurch ein wahrer Segen. Die Gelbbauchunke, mit ihrer namensgebenden gelb-schwarz gefleckten Unterseite, liebt diese abwechslungsreichen Wetterlagen – benötigt sie in ihrem Lebensraum doch eine Dynamik, die sie heutzutage auf natürliche Weise kaum mehr finden kann. Sie sind wahre Überlebenskünstler. Lesen Sie hier weiter: http://idw-online.de/de/news635791

Ein flatterndes Akkordeon
Ihre Ankunft galt als böses Omen: Wegen der totenkopfartigen Zeichnung auf dem Rücken wurde früher der Totenkopffalter (Acherontia atropos) gefürchtet. Dabei ist der große Schmetterling mit den dunklen Vorderflügeln und der beige-gelben Zeichnung in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: Die Tiere wandern alljährlich aus Afrika nach Europa ein und suchen Bienenstöcke auf, aus denen sie mit ihren kurzen Rüsseln Honig stehlen. Werden die Falter gereizt, so geben sie rhythmisch quietschende Geräusche von sich. Mit dieser einmaligen Art der Lauterzeugung haben sich nun Wissenschaftler der Universitäten Jena und Kiel, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und des Universitäts¬klinikums Jena genauer beschäftigt. Link: http://idw-online.de/de/news635682

Neues zum Zugverhalten von Braunkehlchen
Unter den Vogelarten Europas zeigen sich insbesondere bei den südlich der Sahara überwinternden Langstreckenziehern deutliche Bestandsrückgänge, die darauf schließen lassen, dass die Gründe zumindest zum Teil auch in den afrikanischen Überwinterungs-gebieten oder auf dem Zug zu suchen sind. Veränderungen der Nahrungsverfügbarkeit im Winterquartier könnten dabei eine Rolle spielen, doch ist bislang wenig dazu bekannt, wann und wo solche Engpässe auftreten. Im Frühjahr ist eine ausreichende Fitness jedoch für den kräftezehrenden Zug über die Sahara unentbehrlich.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_07_30_neues_zum_zugverhalt

Die Natur dankt! 520.325 Stimmen für die EU-Naturschutzrichtlinien
Es ist geschafft! Mehr als 520.000 Menschen haben seit dem 12. Mai an der Aktion "NatureAlert" teilgenommen. Noch nie zuvor gab es eine so hohe Beteiligung an einer EU-Bürgerbefragung. Über eine halbe Million Menschen haben der EU-Kommission und Kommissionspräsident Juncker damit eine eindeutige Botschaft übermittelt: Die EU-Naturschutzrichtlinien sind die wichtigsten Naturschutzinstrumente, die wir haben, und sie dürfen nicht angetastet werden! Der NABU dankt allen, die teilgenommen und die Aktion unterstützt haben!
Lesen Sie weiter beim https://www.nabu.de/

Kooperation zwischen BUND und Ministerium erfolgreich
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e.V., begrüßt das Engagement des Landes für die Entwicklung des Landeskonzepts zur Wiedervernetzung an Straßen in Baden-Württemberg.
"Das Landeskonzept zur Wiedervernetzung an Straßen in Baden-Württemberg ist ein guter und dringend notwendiger Schritt zum Schutz von Wildkatzen, Luchsen und Co.", sagt Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg.
Lesen Sie hier weiter: http://www.bund-bawue.de/

Tut was, bevor die Fischkatze ausgerottet ist!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Fischkatze ist ein geschmeidiger Jäger und pirscht durch die Mangroven Indiens. Doch ihr Lebensraum wird zusehends zerstört, weil die Feuchtgebiete trockengelegt werden. Außerdem töten Wilderer viele der bedrohten Tiere. Bitte fordern Sie von den Behörden im indischen Bundesstaat Westbengalen, die Katzen und ihren Lebensraum zu schützen."
Weitere Informationen gibt's unter https://www.regenwald.org/aktion/1014.

Stoppt die UNO-Propaganda - Plantagen sind keine Wälder
Und eine weitere Mitteilung von Reinhard Behrend: "Wälder sind voller Leben, Heimat ungezählter Tiere und Pflanzen, Lebensraum von Millionen Menschen - Plantagen sind nichts davon, sondern grüne Wüsten. Trotzdem reden die Vereinten Nationen solche Monokulturen als Wälder schön. Sie öffnen damit der Zerstörung der Natur Tür und Tor.
Regenwälder werden abgeholzt und durch Kautschukplantagen ersetzt? Nach der Definition der UN-Welternährungsorganisation FAO ist das kein Waldverlust. Üppiges Grasland wird zerstört, um industrielle Baummonokulturen anzupflanzen? Die FAO nennt das Aufforstung. Sagen Sie den Vereinten Nationen: Plantagen sind keine Wälder."
Weitere Informationen unter https://www.regenwald.org/aktion/1013.

"Tundra-Studie" zeigt Auswirkungen der Klimaerwärmung in der Arktis
Wesentliche Veränderungen in der Vegetation der Arktis sind nicht nur ein Symptom des Klimawandels, sie beschleunigen sogar die Erderwärmung. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie in einem der wichtigsten Ökosysteme der Erde. Die sogenannte "Tundra-Studie" wurde jetzt in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden helfen, Prognosemodelle zu verbessern, mit denen Veränderungen der Ökosysteme in der Tundra und deren Auswirkungen auf die weltweite Klimaerwärmung vorhergesagt werden können. Link: http://idw-online.de/de/news634315

Studie belegt: EU-Vogelschutzrichtlinie rettet gefährdete Arten
Die Europäische Vogelschutzrichtlinie wird oftmals als eine der fortschrittlichsten und erfolgreichsten Naturschutzgesetze der Welt bezeichnet. Eine neue Studie zeigt nun, dass dies offenbar durchaus begründet ist. In der Studie wurde ermittelt, dass es für das Wohlergehen einer Art ganz entscheidend davon abhängt, ob sie durch die EU-Vogelschutzrichtlinie besonders geschützt wird. Für den Schutz der in Europa am stärksten gefährdeten Brutvogelarten hat die Richtlinie demnach eine entscheidende Bedeutung.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_07_29_studie_belegt:_eu-vo

Katze ist nicht gleich Katze
Der BUND Baden-Württemberg stellt die wilden Brüder und Schwestern der Hauskatze vor. Im Projekt Wildkatzensprung setzt sich der Verband für den Erhalt der Wildkatzen ein. Lesen Sie weiter beim http://www.bund-bawue.de/

Älteste Schildkröte der Welt in Deutschland entdeckt
Ein neues Missing Link klärt den Ursprung der Schildkröten. Der Sensationsfund einer 240 Mio. Jahre alten Ur-Schildkröte in Baden-Württemberg (Vellberg) schließt eine weltweite Fundlücke. Link: http://idw-online.de/de/news633623

Internationaler Aktionsplan zum Schutz des europäischen Schmutzgeiers
Die Bestände des Schmutzgeiers sind in Europa innerhalb der letzten 50 Jahre um mehr als die Hälfte zusammengebrochen. Auf dem Balkan ging die Population in den letzten 30 Jahren sogar um rund 80 % zurück. Internationale Wissenschaftler und Naturschützer haben aus diesem Grund nun einen Artenaktionsplan für den Schmutzgeier erstellt, der dabei helfen soll, die Gefährdungen zu erkennen und die Bestände durch gezielte Schutzmaßnahmen zu stärken.
Weitere Infos unter http://www.dda-web.de/#2015_08_05_internationaler_arte

Sprach-Elemente im Vogelgezwitscher entdeckt
Das Gezwitscher eines Vogels im australischen Outback gleicht der Art und Weise, wie Menschen sinnvolle Wörter bilden. Der äusserst soziale Rotscheitelsäbler kann seine Laute neu ordnen, um eine andere Bedeutung zu vermitteln. Dies geht aus einer Studie von Evolutionsbiologen der Universität Zürich hervor. Link: http://idw-online.de/de/news633837

Pflanzenduftstoff zeigt Ameisennest an
Bisher war es rätselhaft, wie der Schwarzgefleckte Bläuling (Maculinea arion) genau die richtigen Pflanzen für die Eiablage findet. Denn die Raupen dieses Tagfalters fressen nur kurze Zeit Thymian- oder Oreganoblüten. Jetzt fand man heraus: Bei Bedrohung durch Ameisen locken Oregano- und Thymianpflanzen Bläulinge an, deren Raupen dann in die Nester eindringen und dort als Parasiten leben. Lesen Sie weiter bei http://www.wissenschaft-aktuell.de/

Gold für NABU-Film
Der Image-Film des NABU-Landesverbandes ist im Juni bei den "Deauville Green Awards" in der Kategorie "Sustainable Nature & Preservation" mit Gold ausgezeichnet worden! Das Festival "Deauville Green Awards" hat dieses Jahr zum vierten Mal in Deauville (Normandie) stattgefunden. Es ist nach Veranstalterangaben das erste internationale Festival, bei dem sich alles um audiovisuelle Produktionen zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie dreht. Über 300 Filme aus mehr als 30 Ländern wurden zum Wettbewerb eingereicht. Alle ausgezeichneten Filme findet man hier.

Der NABU trauert um Dr. Jochen Hölzinger
Am 9. Juli 2015 verstarb Dr. Jochen Hölzinger, der von 1979 bis 1986 Geschäftsführer des NABU-Landesverbands Baden-Württemberg war. Viele Ehrenamtliche kannten ihn auch als Autor des mehrbändigen Werks "Die Vögel Baden-Württembergs". Lesen Sie hier weiter: https://nabu-bw.de/wir-ueber-uns/neues-vom-nabu/nachrufe/19204.html

Schmetterlingsführung des NABU Hechingen
Die Sommermonate sind die richtige Zeit, um Menschen auf die faszinierende Schönheit von Insekten wie beispielsweise Schmetterlingen aufmerksam zu machen. Die NABU-Gruppe Hechingen unternahm vor einer Woche eine Schmetterlings-Exkursion und konnte einer großen Schar Interessierter die Wunderwelt der Schmetterlinge auf einer blumenreichen Wacholderheide vorstellen. Mehr beim http://www.schwabo.de

Ornithologische Sensation am Ellwanger Kressbachsee
Reinhold Schuster hat als langjähriger Betreiber der Wildvogelpflegestation schon viele Vögel gesehen. Ein Exemplar, wie es jetzt am Kressbachsee entdeckt worden ist, setzte aber selbst den ausgewiesenen Vogelexperten in allergrößtes Erstaunen. "So ein Vogel ist mir in 31 Jahren Wildvogelpflege noch nie untergekommen", musste Schuster einräumen, als ihm jetzt vom Personal des Kressbachfreibads ein geschwächter und nicht mehr flugfähiger Pflegling vorbeigebracht wurde. Vermutlich handelt es sich dabei um einen sogenannten Bulwer-Sturmvogel. Sollte dem so sein, handelt es sich laut Experten um eine "ornithologische Sensation".
Mehr in der http://www.schwaebische.de/
Weil der Vogel ins NABU-Vogelschutzzentrum nach Mössingen gebracht wurde, halten wir das auch hier für berichtenswert.

Stellungnahme zur Downhillstrecke in Burladingen
Die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis halten das Vorgehen der Antragsteller, den Betrieb der gesamten Anlage ohne planerische Entscheidung und ohne erforderliche Genehmigungen (z. B. Parkplatz) bzw. mit Einzelgenehmigungen durchzusetzen, für rechtlich höchst fragwürdig. Lesen Sie die ganze Stellungnahme hier: http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/Meinung/meinung.htm

Seeadler – keine Konkurrenz für die Fischerei
Seeadler stellen keine Konkurrenz für die Fischerei dar. Dies zeigten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) anhand der ersten Freilandstudie über die Nahrungswahl des Seeadlers im Norddeutschen Raum. Die Studie, die im "Journal of Ornithology" veröffentlicht wurde, erlaubt zudem wichtige Einblicke in das Jagdverhalten dieser Tierart und dafür relevante Schutzmaßnahmen. Link: http://idw-online.de/de/news635238

Entdeckung einer neuen Familie der Großschmetterlinge
Ein Schmetterling sucht seine Verwandten: Nach langem Rätseln um einen Nachtfalter haben Wissenschaftler mithilfe der Methoden der integrativen Taxonomie nun die neue Schmetterlings­familie Pseudobistonidae beschrieben. Link: http://idw-online.de/de/news634911

Einwanderer trugen zur invasiven Ausbreitung von Pflanzen in Nordamerika bei
Biologische Merkmale werden bei Studien zur invasiven Ausbreitung von Pflanzen überschätzt. Viel bedeutsamer seien vom Menschen geprägte Faktoren wie die Nutzung als Kulturpflanzen. Das schlussfolgert ein internationales Forscherteam aus einer Studie zu mitteleuropäischen Pflanzen, die wie die Einwanderer aus Europa inzwischen ebenfalls in Nordamerika heimisch geworden sind. Die Etablierung einer neuen Pflanzenart hänge vor allem von der Aufenthaltsdauer im neuen Lebensraum und der Anzahl der Habitate ab, in denen die Art in ihrer alten Heimat vorkomme, schreiben die Forscher im Fachblatt Ecology. Link: http://idw-online.de/de/news634050

NABU: "Kartellamt ist wie die Axt im Walde."
Der NABU kritisiert scharf, dass das Bundeskartellamt die baden-württembergische Forstverwaltung de facto zerschlägt: "Das Kartellamt setzt unsere Wälder mit Holzfabriken gleich und die Forstleute mit Produktionsarbeitern. Es hat ganz offensichtlich nicht verstanden, dass Wälder mehr sind als Produktionsstätten. Wälder machen Baden-Württemberg für uns Menschen lebenswert und für Tiere und Pflanzen überlebenswert. Den Wald alleine privatwirtschaftlichen Interessen preiszugeben, verkennt das völlig. Die Kartellwächter setzen damit auch die Axt an den hohen Bewirtschaftungsstandards an, die wir in unseren Wäldern inzwischen erreicht haben", kritisiert NABU-Landeschef Andre Baumann. "Aber der Wald ist kein Dosenbier und die Forstverwaltung kein Wurstkartell!"
https://nabu-bw.de/natur-und-landschaft/wald-wild-jagd/forstpolitik/16636.html

Petition gegen Bau des AKW Hinkley Point C unterschreiben
Die Bundesregierung wird in einer Petition aufgefordert, gegen eine EU-Genehmigung der aberwitzigen Subvention des geplanten britischen AKW Hinkley Point C zu klagen. Die atomkritischen Regierungen von Österreich und Luxemburg haben bereits beschlossen, dies zu tun. Deutschland wäre ein wichtiger, weil bedeutender Partner.
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_11/_08/Petition_55792.htm

Ein Paradies voller Leben - Naturschatz #10: Die Wacholderheiden
Die Wacholderheiden der Schwäbischen und der Fränkischen Alb gehören zu den ältesten durchgehend existierenden Kulturlandschaften der Menschheit. Für viele Tier- und Pflanzenarten sind sie ein Paradies – und zugleich eines der artenreichsten Ökosysteme Europas. Der NABU stellt den Lebensraum vor: Hier geht's weiter.

Katastrophale Bestandseinbrüche auch bei den Geiern Afrikas
Eine jüngst im Journal Conservation Letters veröffentlichte Studie offenbart, dass die Bestände von acht in Afrika weit verbreiteten Geierarten vor allem aufgrund von Vergiftungen innerhalb der letzten 30 Jahre um bis zu 97 % zurückgegangen sind. Zum ersten Mal wurden im Rahmen der von einem Team internationaler Wissenschaftler unter Leitung des Hawk Conservancy Trust, der Universität St. Andrews und der Universität York durchgeführten Studie kontinentweite Bestandstrends für Afrikas Geier ermittelt. Diese zeigen, dass der Schutz zahlreicher Nationalparke und Reservate offenbar für die Geier wenig wirkungsvoll ist.
Lesen Sie hier weiter: http://www.dda-web.de/#2015_06_18_katastrophale_bestan

Mobilitätsgipfel: Straßenbau verschärft Verkehrsprobleme
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) begrüßt, dass der vom Land einberufene Mobilitätsgipfel für die Region Stuttgart die Weichen in Richtung nachhaltiger und umweltverträgliche Mobilität umstellen möchte. Stuttgart habe aber im Vergleich zu anderen Metropolen wie München, Freiburg und Zürich noch einen besonders weiten Weg vor sich, stellt der Dachverband der baden-württembergischen Natur- und Umweltschutzverbände fest.
Mehr unter http://lnv-bw.de/mobilitaetsgipfel-strassenbau-verschaeft-verkehrsprobleme/

Holzimport: das blutige Geschäft der EU
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Wunderschöner Regenwald bedeckt weite Teile der Zentralafrikanischen Republik. Doch der Wald ist durch Abholzung und Bürgerkrieg bedroht. Holzfirmen bezahlen den Rebellen an Checkpoints illegale Steuern und entrichten Schutzgeld in Millionenhöhe. Deutschland ist besonders stark in den blutigen Holzhandel verstrickt: 32 Prozent der Exporte gehen in die Bundesrepublik. Die Wälder der Zentralafrikanischen Republik liegen im Kongobecken und sind damit Teil eines der größten Regenwaldgebiete der Erde. Sie sind Heimat von Flachlandgorillas und Waldelefanten. Die EU muss jeden Holzhandel mit dem Land sofort beenden." Lesen Sie hier weiter: https://www.regenwald.org/

Vulkanausbrüche bremsen Klimawandel
Obwohl die Konzentrationen an Treibhausgasen in der Atmosphäre kontinuierlich ansteigen, ist die globale mittlere Bodentemperatur seit der Jahrtausendwende weit weniger stark angestiegen als erwartet. Eine Erklärung für diese bisher noch nicht völlig verstandene sogenannte „Pause in der Klimaerwärmung“ liefert jetzt ein internationales Team: Die Sonneneinstrahlung ist in den unteren Schichten der Stratosphäre zwischen 2008 und 2011 durch mehrere Vulkanausbrüche doppelt so stark abgeschwächt worden als bisher angenommen. Link: http://idw-online.de/de/news634384

Aufnahmestopp für Jungvögel im NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen
Der NABU wird überrannt mit aus dem Nest gefallenen Jungvögeln. Darum der dringende Appell: Jungvögel nicht aufsammeln, sondern an Ort und Stelle belassen!
Mehr unter https://nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/aktuelles/19137.html

Living on the edge: Buch über Zugvögel in der Sahelzone kostenlos verfügbar
Viele Vogelarten, die von Sibirien bis Südeuropa brüten, verbindet ihr gemeinsames Winterquartier in der Sahel-Zone. Das Buch "Living on the Edge" stellt die überragende Bedeutung dieses afrikanischen Winterquartiers für paläarktische Zugvögel heraus. Die niederländischen Autoren beschreiben in einzigartiger Weise die Herausforderungen und Gefahren, die die Vögel dort zu bewältigen haben. Die Geographie, Wetterverhältnisse, Landnutzung und Umweltbedingungen der Sahelzone werden in Bezug auf ihre Einflüsse auf überwinternde Zugvogelarten behandelt.
http://www.dda-web.de/index.php?cat=aktuelles&subcat=archiv&subsubcat=2015

Über den Wolken: Neuer Höhenrekord beim Schreiadler
Ein in der Uckermark brütendes Schreiadlerweibchen hat einen neuen Höhen-Rekord für seine Art aufgestellt. Der Vogel „Marta“ ist mit einem GPS-Sender besendert, dessen Daten nun ausgewertet wurden: Beim Flug aus dem afrikanischen Winterquartier zurück nach Brandenburg legte der Vogel am 29. März über Äthiopien eine längere Strecke in Höhen über 4000 Metern zurück und erreichte dabei maximal 4532 Meter über dem Meeresspiegel.
http://www.dda-web.de/index.php?cat=aktuelles&subcat=archiv&subsubcat=2015

 

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