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Archiv Nachrichten

Hier finden Sie ältere Nachrichten, die im laufenden Kalenderjahr auf unserer Startseite standen. Das Datum gibt an, wann die Nachrichten ins Archiv verschoben wurden.

14.12.2017

AG Schmetterlinge im Dienste der Wissenschaft: Fund-Nachweise
Neben der Unterstützung der Naturschutzbehörden hat sich die AG Schmetterlinge auch das Ziel gesetzt, das Wissen über Schmetterlings-Vorkommen landesweit zu unterstützen. Jetzt wurden erstmals Ergebnisse des Jahres 2015 veröffentlicht: Insgesamt 42 Arten konnten neu auf den Schmetterlings-Seiten beschrieben werden. Von 28 Arten fanden sich laut InsectIS bereits einzelne ältere Nachweise aus dem Zollernalbkreis. Doch 14 Arten waren tatsächlich "neu".
Update vom 23.11.: Jetzt sind auch die Ergebnisse der Jahre 2016 und 2017 online. ▶▶ Mehr

Kritik an Rodungen auf dem Plettenberg
Heftiger Protest gegen eine vom Schwäbischen Albverein Dotternhausen auf dem Plettenberg durchgeführte Aktion hatte zu einer Anzeige geführt. "Erst nach Abschluss des gesamten Verfahrens steht fest, ob bei der Rodung gegen naturschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen worden ist", teilte das Landratsamt nach einer Begehung auf dem Plettenberg mit.
Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.
Hierzu ein kurzer Kommentar:
Man kann bei Pflegemaßnahmen immer unterschiedlicher Meinung sein und allen kann man es ohnedies nie recht machen. Doch was man verlangen muss, ist in diesem Fall zweierlei: Erstens eine auf fachlicher Grundlage erstellte Planung und die dazu gehörenden behördlichen Genehmi­gungen und zweitens Fingerspitzengefühl. Zumindest letzteres haben die Verantwortlichen auf jeden Fall deutlich vermissen lassen. Wenn ich nicht möchte, dass ich als Teil einer "Verschwörung" betrachtet werde, dann achte ich peinlich genau darauf, wann und was ich tue und wie ich hierbei die Öffentlichkeit mitnehme.

36 Millionen Euro für den Artenschutz
Baden-Württemberg übernimmt Verantwortung dafür, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Die Landesregierung sieht die Stärkung der biologischen Vielfalt als dringendste Aufgabe der Umwelt-, Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik. Für das heute vom Ministerrat beschlossene Sonder­programm stehen in den kommenden beiden Jahren rund 36 Millionen Euro zur Verfügung. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Sonderprogramm Ökologie ist Meilenstein für den Naturschutz
NABU, BUND und LNV loben Landregierung, fordern aber klare Ziele für die Pestizidreduktion.
▶▶ Mehr

EU-Agrarpolitik versagt bei eigenen Zielen
Der mit rund 60 Milliarden Euro im Jahr größte Posten des EU-Haushalts, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), ist ineffizient und überwiegend umweltschädlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue internationale Studie, die am 21. November 2017 in Brüssel vorgestellt wurde. ▶▶ Mehr

Längere Krummschnäbel wegen eingewanderter Riesenschnecke
In Südamerika beobachten Biologen einen Evolutionsprozess im Zeitraffer: Greifvögel verändern sich rasch, weil ein besonders leckerer Neuankömmling sonst kaum zu fressen ist. ▶▶ Mehr

Mit Rotmilan-Patenschaft den Artenschutz fördern
Gibt es einen persönlicheren Weg als die Faszination für Vögel durch eine Patenschaft zum Ausdruck zu bringen? Im Rahmen des Artenschutzprojektes „Land zum Leben“ werden seit 2014 Rotmilane in Deutschland mithilfe von Satellitensendern erforscht. Dieses Projekt können Sie maßgeblich durch eine Patenschaft unterstützen und bekommen gleichzeitig ganz besondere Einblicke in das Leben der imposanten Greifvögel. ▶▶ http://www.dda-web.de/rotmilanpaten

Maisschädling schlägt Mais mit dessen eigenen Waffen
Der Maiswurzelbohrer ist auch in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Warum Versuche, dem Ernteschädling biologisch mit Hilfe von insektenpathogenen Fadenwürmern zu Leibe zu rücken, bisher fehlschlugen, erklärt eine erstaunliche Verteidigungsstrategie, die jetzt ein Team von Forschern der Universität Bern und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena entschlüsselt hat: Die Larven des Käfers können Abwehrstoffe, die Maispflanzen über ihre Wurzeln abgeben, in ungiftiger Form speichern, um die Gifte bei Bedarf zu aktivieren und zum Schutz vor ihren eigenen Feinden einzusetzen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685381

Neue Zeckenart in Deutschland entdeckt: Überträgt sie Viren?
DZIF-Wissenschaftler in München untersuchen die Ausbreitung der Frühsommer-Meningo­enzephalitis – FSME – in Deutschland und stoßen dabei auf einen neuen möglichen Überträger der gefürchteten Hirnhautentzündung: die Zeckenart namens Ixodes inopinatus.
▶▶ http://idw-online.de/de/news685586

Zugvogel sein lohnt sich
Schätzungen zufolge leben allein in Europa mehr als anderthalb Milliarden Singvögel. Etwa die Hälfte davon bricht im Herbst in nicht einmal einem Dutzend Nächten in Richtung Süden auf. Dort ist es zwar wärmer, und es gibt ausreichend Nahrung. Der Flug dorthin ist jedoch entbehrungsreich und gefährlich. Lohnt sich der Aufwand für Zugvögel also überhaupt?
Mehr unter ▶▶ https://hpd.de/artikel/zugvogel-sein-lohnt-sich-15018

07.12.2017

Neues Hotel für Schwalben in Täbingen eröffnet
Ortschaftsrat, Firmen, Feuerwehr, Vereine und "auswärtige Fremdkräfte" waren aktiv: An mehreren Wochenenden und teilweise auch wochentags haben sich an einem Großprojekt beteiligt: am Bau eines Schwalbenhotels. Ortschaftsrat, Firmen, Feuerwehr, Vereine und "auswärtige Fremdkräfte" waren aktiv: An mehreren Wochenenden und teilweise auch wochentags haben sich an einem Großprojekt beteiligt: am Bau eines Schwalbenhotels. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Südwesten 2017 weniger von Amselsterben betroffen
"Dieses Jahr ist Baden-Württemberg vom Usutu-Virus weitestgehend verschont geblieben, zugleich hat sich das Virus weiter in Deutschland ausgebreitet", sagt NABU-Vogelschutzexperte Stefan Bosch. "Im Südwesten wurden 2017 nur 14 Amseln positiv getestet, bei 128 gemeldeten Verdachtsfällen. Damit liegt Baden-Württemberg an dritter Stelle nach Nordrhein-Westfalen, wo mit 590 Meldungen 40 Prozent aller Verdachtsfälle auftraten." ▶▶ Mehr

Stahlblaue Vogelspinne entdeckt
Der Regenwald Guayanas gehört zu den letzten weißen Flecken der Erde. Eine Expedition entdeckte dort zahlreiche neue Arten. Darunter einen bemerkenswerten Achtbeiner. ▶▶ Mehr

Wüstenameisen lassen sich nicht in die Irre führen
Wüstenameisen der Art Cataglyphis fortis merken sich sichtbare oder riechbare Orientierungspunkte nur dann, wenn diese ausschließlich an ihrem Nesteingang vorkommen. Wie Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie jetzt herausfanden, prägen sich die Tiere Landmarken oder Gerüche nicht als Nesthinweise ein, wenn diese mehrfach im Gelände zu sehen oder zu riechen sind. Ameisen können die Aussagekraft solcher Orientierungshilfen also einordnen und lassen sich von Hinweisen, die nicht eindeutig sind, nicht täuschen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news684842

26 neue Zwergfrösche aus Madagaskar
Madagaskar ist für seine einzigartige Biodiversität bekannt. 319 Arten von Fröschen sind aus dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas offiziell bekannt, also beschrieben und mit einem wissenschaftlichen Namen versehen. Genetische und andere Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass dort mindestens 200 weitere Arten auf ihre wissenschaftliche Bearbeitung warten. Ein internationales Autorenteam hat jetzt 26 neue Arten von Zwergfröschen der Gattung Stumpffia in einer einzigen Arbeit beschrieben (Vertebrate Zoology 67: 271-398), darunter einige der kleinsten Amphibien der Welt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685062

NABU: Land muss ökologische Schulden abbauen
Die Steuerschätzung für die kommenden vier Haushaltsjahre steht an: Angesichts des zu erwartenden Einnahmeplus betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle die Notwendigkeit auch den ökologischen Schuldenberg abzubauen.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/november/23398.html

Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs
Der NABU Brandenburg zeigt sich empört darüber, dass das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg in seiner Pressemeldung zur Großen Anfrage im Landtag "Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg" die intensive Landwirtschaft als Hauptverursacher für den Rückgang der meisten Vogelarten in unserem Bundesland nicht klar benennt. Dabei sind die Arten der Offenlandschaften seit Jahren rückgängig.
▶▶ https://brandenburg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/forschung/23292.html

Fehlen die Rohstoffe für die E-Mobilität?
Scheitert die Elektroauto-Zukunft daran, dass uns die Rohstoffe fehlen? Kaum, meinen Experten - aber ein paar Weichen sollten schon jetzt dringend gestellt werden. ▶▶ Mehr

Über 500 Jahre alt und jetzt gefällt - beendet den Kahlschlag in Kanada
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e. V. schreibt: "Es sind märchenhafte Wälder: der Boden von Moos überzogen. Dicke, knorrige Nadelbäume; 60, 70, ja 80 Meter hoch. Wölfe und Bären, im Dauerregen.
Die Wälder an Kanadas Westküste verschlagen Besuchern den Atem. Wäre da nicht der Lärm der Motorsägen und schweren Maschinen der Waldarbeiter. Auf Vancouver Island arbeiten sie besonders effektiv: 90 Prozent der Urwaldriesen haben sie bereits gefällt. 10.000 Hektar Wald pro Jahr – das ist das zerstörerische Pensum der Lumberjacks.
Der frisch gewählte Premier der Provinz British Columbia, John Horgan, muss handeln. Bitte fordern Sie von ihm, beherzt für die Märchenwälder zu kämpfen." ▶▶ Zur Petition

Töten, um zu forschen?
Biologen und Naturschützer streiten erbittert darüber, ob Wissenschaftler unbedingt Exemplare von Tieren für zoologische Museen sammeln müssen - auch wenn es sich dabei um seltene Arten handelt. ▶▶ http://www.spektrum.de/news/toeten-um-zu-forschen/1337271

Klimaschutz durch Hochmoorschutz – max.moor macht‘s möglich
Trotz Verfassungsauftrag ist heute erst ein kleiner Teil der unter Schutz stehenden Moore renaturiert. Die immer noch zahlreichen trockengelegten Hochmoore in der Schweiz stossen jährlich geschätzte 19‘000 Tonnen CO2 aus. Wären hingegen alle Moore wieder vernässt, wäre dieser CO2-Ausstoss gestoppt. Der an der Eidg. Forschungsanstalt WSL entwickelte Ansatz max.moor ermöglicht, CO2-Emissionen zugunsten von Hochmoorrenaturierungen zu kompensieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685201

30.11.2017

52 Jahre für den schnellsten Vogel der Welt
Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im NABU, BAG Wanderfalkenschutz, kann zusammen mit dem NABU-Landesverband Baden-Württemberg eine Erfolgsmeldung verbuchen: Es ist gelungen, die Ausrottung des Wanderfalken in Deutschland zu verhindern. 1965 gab es nur noch rund 50 Wanderfalken-Revierpaare in Baden-Württemberg. 1975 waren es noch 50 in ganz Deutschland davon 30 Paare in Baden-Württemberg und 13 in Bayern. Im Jahr 2003 waren es stolze 294 Revierpaare in Baden-Württemberg. Nach diesem Allzeithoch nimmt der Bestand kontinuierlich ab. In diesem Jahr wurden 239 Revierpaare beobachtet und registriert. ▶▶ Mehr

Schüler werden zu Forschern
Ein europaweites Citizen-Science-Projekt in der Biologie braucht die Unterstützung von Schulklassen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681593

NaWiT AS: Neues Online-Portal für modernen Sachunterricht
Neues Internetportal (▶▶ http://nawitas.uni-koeln.de) für die Weiterentwicklung des Sachunterrichts mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften und Technik geht heute online – Gezielte Förderung des MINT-Nachwuchses ▶▶ http://idw-online.de/de/news681583

Umweltforschung: Das Schweigen der Hummeln
Getreide, Kartoffeln, Tomaten – viele Nutzpflanzen sind, nicht nur für einen hohen Ertrag, auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Dass Pestizide das Bestäubungsverhalten von Hummeln beeinträchtigen, haben Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der University of Stirling herausgefunden. Ihre Ergebnisse stellen sie in der Fachzeitschrift Scientific Reports vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news684652

BirdLife-Studie offenbart Ausmaß von Vogelverfolgung in Europa
Noch immer werden in Deutschland zwischen 53.000 und 146.000 Vögel jedes Jahr illegal getötet. Im Vergleich zur geschätzten Gesamtzahl von 12 bis 38 Millionen illegal getöteter Vögel pro Jahr in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten, ist die deutsche Zahl zwar gering, verglichen mit den 0,2 bis 1,1 Millionen für Europa ohne den Mittelmeerraum und den Kaukasus jedoch sehr hoch.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Insektensterben in Deutschland bestätigt
Seit dem Sommer 2017 macht der Begriff des "Insektensterbens" die Runde - welches vielfach schlicht bezweifelt wird. Eine neue Studie stellt jedoch drastische Rückgänge fest. ▶▶ Mehr

Entwicklung der Vogelwelt Brandenburgs
Der NABU Brandenburg zeigt sich empört darüber, dass das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg in seiner Pressemeldung zur Großen Anfrage im Landtag "Entwicklung der Vogelwelt in Brandenburg" die intensive Landwirtschaft als Hauptverursacher für den Rückgang der meisten Vogelarten in unserem Bundesland nicht klar benennt. Dabei sind die Arten der Offenlandschaften seit Jahren rückgängig.
▶▶ https://brandenburg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/forschung/23292.html

Großer Fuchs ist Schmetterling des Jahres 2018
Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. den "Großen Fuchs" (Nymphalis polychloros) zum Schmetterling des Jahres 2018 gekürt. Mit der Auszeichnung möchte die Stiftung auf die schlechte Überlebensprognose der Schmetterlingsart aufmerksam machen. ▶▶ Mehr

Dreistachliger Stichling ist Fisch des Jahres 2018
Der Dreistachlige Stichling ist Fisch des Jahres 2018. Gewählt wurde er vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Mit dem Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) fällt die Wahl auf eine besondere Kleinfischart, die vor allem aufgrund ihres charakteristischen Aussehens und einzigartigen Brutverhaltens zu den bekanntesten heimischen Fischarten gehört. ▶▶ Mehr

Abfall sinnvoll vermeiden
Jeder Deutsche verursachte 2015 durchschnittlich 454 Kilogramm Haushaltsabfälle. Damit liegt Deutschland – insbesondere bei Verpackungsabfällen – deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Selbst wenn der Großteil des Abfalls recycelt wird, genügt das allein nicht. Doch wie lässt sich Abfall am besten vermeiden? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts geben vor diesem Hintergrund im neuen "in brief" Empfehlungen für politische Rahmenbedingungen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news685035

Kartenmaterial liefert Argumente zur Rettung der letzten Urwälder Europas
In einer Gemeinschaftsstudie appelliert Forscherteam der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) an lokale Akteure, bedrohte Waldbestände vor illegaler Holzgewinnung zu schützen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news684702

23.11.2017

Streuobst-Aktionstag in Hechingen
Die Pflanzung eines Streuobstbaumes markierte den Auftakt zu einer großen Nachpflanzungs-Aktion im November. Doch dann ging's erst einmal zur Sache, denn die Idylle auf der Fläche beim Weihergelände trügt. Wer den Blick über die Wiese schweifen lässt, erkennt rasch: Viele von ihnen sind in einem schlechten Zustand, manche sogar schon abgestorben.
Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten

DNA-Barcoding: Feldwespen in Europa erstmalig umfassend bearbeitet
Wissenschaftlern der Zoologischen Staatsammlung München (SNSB-ZSM) ist es gelungen, die Feldwespen von Europa und dem Mittelmeerraum vollständig zu revidieren und die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Arten aufzuklären. Dabei setzten sie erstmalig auf die sogenannte integrative Taxonomie, in dem sie die klassischen Methoden der morphologischen Untersuchung mit modernen Methoden des DNA-Barcoding kombinierten. Im Rahmen dieser Untersuchung konnten die Forscher außerdem eine für die Wissenschaft neue Art aus Marokko identifizieren. In dieser bisher gut untersuchten Wespengattung ist dies eine kleine Sensation.
▶▶ http://idw-online.de/de/news684211

Der Wildesel kehrt zurück in die Steppen Kasachstans
Zum ersten Mal in mehr als einem Jahrhundert durchstreifen Kulane - oder Asiatische Wildesel - jetzt die zentralen Steppen von Kasachstan. TierärztInnen der Abteilung für Conservation Medicine der Vetmeduni Vienna leisteten technische Unterstützung bei der Übersiedlung der ersten neun Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news684528

NABU: Hallo Jamaika: Neue Agrarpolitik jetzt!
Insekten und Vögel retten, Landwirtschaft eine Zukunft geben! Setzen Sie sich für eine neue Landwirtschaft ein und schreiben Sie an die Parteispitzen von CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen! Insektensterben, Lebensmittelskandale, Bauernhöfe vor dem Aus – so kann es nicht weitergehen. ▶▶ https://www.nabu.de/landingpages/23338.html

Wir müssen den Lebensraum der Koalas schützen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Australiens Koalas brauchen unsere Hilfe. Ihr Lebensraum wird rasend schnell zerstört. Zugleich gehen die Wälder und Savannen verloren, wo Kasuaren – große, flugunfähige Laufvögel - und fast 100 bedrohte Tierarten leben.
Die Zahl der Koalas ist innerhalb von 5 Jahren von 100.000 auf 40.000 Tiere eingebrochen. Mitschuld daran sind lasche Gesetze: Für Rodungen ist im Bundesstaat Queensland oft keinerlei Genehmigung nötig. Landbesitzer können einfach zur Motorsäge greifen und müssen lediglich die Behörden informieren.
Am 25. November wird in Queensland gewählt. Wenn wir jetzt internationalen Druck aufbauen, können wir - gemeinsam mit australischen Naturschützern - etwas bewegen. Bitte beteiligen Sie sich an der Petition." ▶▶ Petition

Die Wiederbewalder
Vor 20 Jahren begann ein bizarres Experiment - das bald in Vergessenheit geriet. Heute zeigt sich: Es war ein Turbo für die Wiederherstellung eines Ökosystems. Ein Lehrstück? ▶▶ Mehr

Gutes und Neues: Erste Molkerei verbietet Einsatz von Glyphosat!
Die Politik hadert - doch der bayerische Mittelstand handelt: Als erste Molkerei in Deutschland verbietet Berchtesgadener Land seinen Zulieferern den Einsatz von Glyphosat. Derweil schlägt die EU-Kommission eine fünfjährige Verlängerung der Zulassung vor. ▶▶ Mehr

16.11.2017

Dauerbrenner Fels-Verkehrssicherung
Barbara Lup vom BUND Regionalverband schreibt: "Nach einem konstruktiv verlaufenden Ortstermin mit der Straßenbaubehörde des LK Reutlingen an der Sirchinger Steige verfassten die Naturschutzverbände eine Stellungnahme zu den geplanten Maßnahmen. ▶▶ Mehr

Handys für die Havel
Unlängst gingen wieder zwei Kisten mit insgesamt 265 Handys auf die Reise zum Recycler. Auch wenn es zwischenzeitlich "nur" noch EUR 1,60 pro Handy gibt, werden auf diese Weise weitere EUR 424,00 für das Havel-Projekt zur Verfügung gestellt. ▶▶ Mehr

Fledermäuse und Hermann-Hesse-Bahn: Alles lag schon auf dem Tisch
Sind bei der Planung der Hermann-Hesse-Bahn vier wertvolle Jahre ungenützt verstrichen? Ein ehemaliger Mitarbeiter des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe legt diesen Schluss nahe. "Wenn man gewusst hätte, wie viel Zeit – auch hier sind ja erhebliche Kosten angefallen – gewonnen worden wäre, wenn man den Vorschlag damals mutig geprüft hätte, wäre die Maßnahme wohl nicht abgelehnt worden." Lesen Sie weiter im ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Neue Orang-Utan-Art entdeckt
... und wohl schon bald wieder weg: Die auf Sumatra neu identifizierte Art ist kurz vor dem Aussterben. ▶▶ Mehr

Warum Vogel-Singles anderen bei der Brutaufzucht unterstützen
Bei etwa neun Prozent aller Vogelarten erhalten Elterntiere Unterstützung bei der Brutaufzucht durch Artgenossen. Nur in etwa zehn Prozent der Fälle davon sind die Helfer Verwandte. Was bewegt sie dazu, fragt Sjouke Kingma von der Universität Groningen in einem Aufsatz der Zeitschrift "Nature Communications". Er nahm 44 Vogelarten genauer unter die Lupe. ▶▶ Mehr

Fataler Insektenstaubsauger: Uferbeleuchtung
WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben nachgewiesen, dass künstliche Beleuchtung in der Nähe von Gewässern die Zahl und Gemeinschaften von Insekten und Spinnen stark beeinflusst. Wie ein Staubsauger entziehen sie den benachbarten Ökosystemen fliegende Insekten. Profiteure sind räuberische Insekten und Spinnen, für die die vielen desorientierten Wasserinsekten ein Festmahl sind.
▶▶ http://idw-online.de/de/news683646

Zahl der Vogelbrutpaare dramatisch zurückgegangen
Im Vergleich zu 1998 brüteten 2009 12,7 Millionen Vogelpaare weniger in Deutschland. Betroffen sind vor allem "Allerweltsvögel". ▶▶ Mehr

Insekten- und Vogelsterben hängen direkt zusammen
Nach NABU-Einschätzung gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vogelsterben und dem massiven Insektenrückgang. ▶▶ Mehr

Star ist "Vogel des Jahres 2018"
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben den Star (Sturnus vulgaris) zum "Vogel des Jahres 2018" gewählt. Der schillernde Singvogel löst den Waldkauz ab. ▶▶ Mehr

Ein starkes Argument für die Begrenzung des Klimawandels
Im November endet der deutsche Forschungsverbund zur Ozeanversauerung BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) nach acht Jahren intensiver wissenschaftlicher Tätigkeit. Die Experimente und Analysen, die mehr als 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 20 deutschen Forschungsinstitutionen durchgeführt haben, belegen: Ozeanversauerung und -erwärmung, kombiniert mit anderen Umweltfaktoren, beeinträchtigen das Leben im Meer und gefährden für Menschen wichtige Ökosystemleistungen. Eine Broschüre fasst die Hauptergebnisse des Projekts für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit zusammen. BIOACID-Mitglieder besuchen auch die Weltklimakonferenz COP23 in Bonn. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683504

Vollbremsung fürs Klima?
Neue Regierung, neues Glück beim Klimaschutz? Was Deutschlands bisher schlechte Emissions­bilanz in konkreten Zahlen bedeutet, erklärt Klimaforscher Stefan Rahmstorf. ▶▶ Mehr

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für Natur-Langzeitdünger
Geomikrobiologen der Universität Tübingen klären Mechanismus der Nitratspeicherung bei der Kompostierung auf. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683071

09.11.2017

Neues Schwalbenhaus in Schörzingen: Eine neue Heimat für gefährdete Vögel
Am 29. September wurde das vierte Schwalbenhaus-Projekt des NABU Zollernalb in Schörzingen eingeweiht. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Über zwölf Millionen Vogelbrutpaare weniger
Deutschland hat in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren – das entspricht einem Minus von 15 Prozent. Wie eine Auswertung des NABU zeigt, gibt es die stärksten Rückgänge beim Star, dem frisch gekürten Vogel des Jahres 2018. ▶▶ Mehr

Wolf reißt Schafe bei Heilbronn
Gen-Untersuchungen zeigen, dass im Kreis Heilbronn ein Wolf drei Schafe gerissen hat. Das ist der erste nachgewiesene Wolfs-Nutzttierriss in Baden-Württemberg seit über 100 Jahren.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/oktober/23317.html

"Schotten dicht" im Hinterzartener Hochmoor
Vor vier Jahren begann das NABU-Projekt "Moore mit Stern". Mit Unterstützung einer zweckgebundenen Spende der Daimler AG sollen zwei Moore renaturiert werden. Das Teilprojekt in Hinterzarten wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. ▶▶ mehr

Spinnefeind: Angst vor Schlangen und Spinnen ist in uns angelegt
Schlangen und Spinnen - bei vielen Menschen rufen sie Angst und Ekel hervor. Auch in den Industrieländern ist die Furcht vor diesen Tieren weit verbreitet, obwohl dort kaum einer mit ihnen in Kontakt kommt. Bisher war umstritten, ob diese Abneigung angeboren oder erlernt ist. Wissenschaftlerinnen am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und der Uppsala University haben nun herausgefunden, dass sie in uns angelegt ist: Bereits sechs Monate alte Babys reagieren gestresst beim Anblick dieser Tiere – lange bevor sie diese Reaktion gelernt haben könnten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683132

Rasche Umweltveränderungen begünstigen Artensterben
Interaktionen zwischen Arten spielen eine Schlüsselrolle für die Biodiversität. Ein Forscherteam mit UZH-Beteiligung zeigt erstmals, dass die Koevolution von Arten innerhalb komplexer Netzwerke nicht nur direkt durch ihre Partner, sondern auch indirekt durch weitere Arten beeinflusst wird. Dies verlangsamt die Anpassungsfähigkeit artenreicher Ökosysteme an sich verändernde Umweltbedingungen. Die raschen Klimaveränderungen dürften daher das Risiko des Artensterbens erhöhen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683028

Spitzmäuse schrumpfen im Winter und wachsen im Sommer
Bei Waldspitzmäusen schrumpft der Schädel im Winter um bis zu 15 Prozent, um dann im Frühjahr wieder um bis zu neun Prozent zu wachsen. Die Tiere verlieren insgesamt fast ein Fünftel ihres Körpergewichts über den Winter, verdoppeln ihr Gewicht dann aber im Frühjahr wieder. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell und Seewiesen haben herausgefunden, dass nicht nur die Knochen, sondern auch Organe und sogar das Gehirn abgebaut werden. Vermutlich sichert die Schrumpfung den Tieren mit ihrem hohen Stoffwechsel das Überleben in den kargen Wintermonaten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news683186

Ein Requiem für den Schweinswal
Manche behaupten, er wäre eine Erfindung der Umweltschützer: der Vaquita, von dem es nur noch rund 30 Exemplare gibt. Er hat die Forschung vor große Rätsel gestellt. ▶▶ Mehr

Klimawandelbedingtes Aussterben von Arten kann kaum verhindert werden
Tier- und Pflanzenarten versuchen sich durch Änderung ihrer Verbreitungsgebiete dem Klimawandel anzupassen. Intensiv vom Menschen genutzte Landschaften lassen solche Anpassungen aber immer weniger zu. Eine Forschergruppe des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat nun erstmals nachgewiesen, dass Maßnahmen wie die Rückwandlung von Land in naturnahe Lebensräume wichtig sind, ihrer Wirksamkeit aber zumindest in Mitteleuropa klare Grenzen gesetzt sind. Insbesondere das regionale Aussterben eines Teils der untersuchten Arten lässt sich auch mit beträchtlichem Aufwand kaum verhindern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682402

Für Schmetterlingsbeobachter/innen: Admirale melden
Er ist ein Federgewicht und erreicht eine Flügelspannweite von gerademal wenigen Zentimetern. Und trotzdem überquert er Gebirge und Meere, trotzt er Wind und Wetter. Die Rede ist vom Admiral, dem Wanderfalter mit den unverkennbaren, weiß gefleckten und rot gebänderten schwarzen Flügeln. Ein Team der Universität Bern in der Schweiz untersucht die Wanderung des Admirals nun mit Hilfe von Bürgerbeobachtungen und ruft zum Mitmachen auf. Nähere Infos gibt's hier zum ▶▶ Download

Effiziente Forststrukturen zum Aufbau klimastabiler Wälder notwendig
Der sich abzeichnende Klimawandel muss die Waldbehandlung in den nächsten Jahren bestimmen. Der LNV begrüßt daher, dass Forst-Minister Peter Hauk in seiner heutigen Pressemeldung zum Waldzustandsbericht 2017 auf die Entwicklung klimastabiler Mischwälder setzt. ▶▶ Mehr

BUND-Kommentar zum EnBW Planungsstopp Pumpspeicherwerk Atdorf
"Dass die EnBW AG davon abgekommen ist, das Pumpspeicherwerk Atdorf inmitten streng geschützter Natur zu bauen, ist eine gute Nachricht für Mensch, Umwelt und Natur vor Ort. Durch den Bau des PSW Atdorf hätten viele sehr seltene Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum unwiederbringlich verloren", so Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg. ▶▶ Mehr

Windenergie in Baden-Württemberg
Die Arbeitskreise des Landesnaturschutzverbandes hatten im September 2017 eine Email der "Initiative Vernunftkraft BW" mit einem offenen Brief zum LNV-Faktencheck Windenergie und Energiewende (LNV-Info 2/2017) sowie einer entsprechenden Pressemitteilung als Anhang erhalten. Der Landesnaturschutzverband hat nun ebenfalls in Form eines Offenen Briefes eine Klarstellung verfasst. ▶▶ Mehr

Petition: Kein Palmöl in den Tank!
Gero Leson schreibt: "Der Biodiesel in Europa besteht bis zu 25 Prozent aus Palmöl. Unzählige Hektar Regenwald mussten deshalb schon Ölpalm-Plantagen weichen, vor allem in Indonesien und Malaysia. Dies raubt viel zu vielen Tier- und Pflanzenarten die Lebensgrundlage und führt zu massiven Emissionen von Klimagasen. Deshalb starte ich diese Petition, gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe, BOS Deutschland und OroVerde – die Tropenwaldstiftung. Wir fordern die neue Bundesregierung und die Europäische Kommission auf: Schützen Sie die Regenwälder und ihre Bewohner und stoppen Sie endlich die Beimischung von Palmöl in Kraftstoffen!" Zur Petition geht's ▶▶ hier.

Trumps Angriff auf den Naturschutz stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Noch können Meeresschildkröten durch die Korallen im Pazifik gleiten, leuchtend rote Soldatenfische ihre Bahnen ziehen und Riffhaie sich ungestört im Wasser tummeln.
Bisher sind die Tiere und ihr Lebensraum vor menschlichen Eingriffen geschützt. Sie leben in einem Meeresschutzgebiet, das aus Tausenden von Korallenriffen, Atollen und tropischen Inseln besteht. Die Pacific Remote Islands sind ein "Nationales Monument" der USA im Pazifik. Mit fast 1,3 Millionen Quadratkilometern ist es gut dreimal so groß wie die Ostsee.
US-Präsident Trump möchte nun zehn solcher Nationalen Monumente verkleinern und zur Ausbeutung freigeben, damit die Agrar-, Fisch-, Bergbau-, Holz- und Ölindustrie die Naturschätze plündern kann." ▶▶ Hier geht's zur Petition.

Petition "Ban Vet Diclofenac"
Seit langem bekannt ist, dass der Einsatz von Diclofenac die Geier in Asien an den Rand des Aussterbens gebracht hat. Nun hat sich eine Initiative gebildet, die den Einsatz des Stoffes in der Tiermedizin in Europa künftig verbieten will. Es gibt Alternativen – nur der politische Wille fehlt:
▶▶ Bitte unterschreiben (weitere Infos, Seite auf Englisch)

26.10.2017

Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg
Das Umweltministerium und die LUBW haben gemeinsam den ersten Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg vorgestellt. Der Bericht beschreibt die wesentlichen Folgen des Klimawandels sowie die Umsetzung und Wirkung wichtiger Anpassungsmaßnahmen.
▶▶ Download und Bestellmöglichkeit

Australien: Katzen töten eine Million Vögel pro Tag
Katzen besiedeln fast ganz Australien. Das hat Folgen für die einheimische Tierwelt. Eine neue Studie zeigt, wie vielen Vögeln verwilderte Hauskatzen jeden Tag den Garaus machen. ▶▶ Mehr

Menschenaffen wissen, wenn sie etwas nicht wissen
Schimpansen und Orang-Utans suchen nach Informationen, um Wissenslücken zu schließen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news680726

Wie Zugvögel das Längengrad-Problem lösen
Den Längengrad zu bestimmen, war über Jahrhunderte für Seefahrer eine große Herausforderung. Erst im 18. Jahrhundert konnten die Menschen ihre Ost-West-Position durch zwei sehr genaue Uhren, eine auf Ortszeit und eine auf Heimatzeit, ermitteln. Zugvögel finden aber ihren Weg, ohne zwei Uhren zu besitzen. Nun zeigen Prof. Dr. Henrik Mouritsen von der Universität Oldenburg und ein internationales Wissenschaftlerteam im Fachmagazin Current Biology: Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) ermitteln ihre Ost-West-Position, in dem Sie den Winkel wahrnehmen, mit dem der magnetische Nordpol vom geografischen Nordpol abweicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news679887

Der Kakadu hat (k)einen Haken: Schlaue Vögel biegen sich ihre Werkzeuge zurecht
Goffin-Kakadus benötigen in der freien Natur keine Werkzeuge. In Experimenten hat sich jedoch gezeigt, dass diese indonesische Kakadu-Art sehr wohl geschickt genug ist, solche einzusetzen. KognitionsbiologInnen der Universität Wien sowie der Veterinärmedizinischen Universität Wien um Isabelle Laumer und Alice Auersperg haben die Fähigkeit dieser Vögel, Werkzeug zu benutzen, untersucht und nachgewiesen, dass die Tiere verblüffenderweise Hakenwerkzeuge (sowie in einem weiteren Test Stoßwerkzeuge) herstellen, ohne jemals zuvor Haken gesehen oder benutzt zu haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news680451

Glasfassaden – Fallen für Fledermäuse
Eine glatte, senkrechte Fläche wird von Fledermäusen bis kurz vor der Kollision wie ein freier Flugweg wahrgenommen. Die glatte Oberfläche reflektiert die Ultraschalllaute von der sich nähernden Fledermaus weg und ist so für die Tiere unhörbar. In Zeiten von Gebäuden mit Glasfassaden ein fataler Irrtum. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen haben in Experimenten und im Freiland das Flug- und Echoortungsverhalten dreier Fledermausarten untersucht, die versuchten, durch eine glatte senkrechte Fläche zu fliegen. Die Anzahl der Laute und die Zeit, die sie vor der Oberfläche verbrachten, beeinflusste dabei die Wahrscheinlichkeit einer Kollision. ▶▶ http://idw-online.de/de/news680639

NABU-Jahresbericht 2016
2016 war für den NABU ein ereignisreiches Jahr: Die Wahl eines neuen Vorsitzenden, erstmals mehr als 90 000 Mitglieder und ein solider Haushalt sind Thema im Jahresbericht. ▶▶ Mehr

Keine Bebauung auf Kosten von Natur und Umwelt
Durch die Änderung des Baurechts können Städte und Gemeinden Flächen, die ökologisch besonders wertvoll sind, schnell und unkompliziert in Wohnbauland umwandeln - ohne Überprüfung der Umweltauswirkungen. Dies verstößt gegen geltendes EU-Recht. ▶▶ Mehr

Petition: Unsere heimische Natur stirbt - Aufschrei jetzt!
Für eine weitere Petition bittet Valentin Gutekunst um Unterstützung. Er fordert u.a. ein sofortiges und endgültiges Verbot von Pestiziden wie Neonicotinoiden und Glyphosat, eine umfangreiche und dauerhafte staatliche Beobachtung (Monitoring) der biologischen Vielfalt sowie • Anreize für Landwirte, Teile ihres Landes zur Förderung der biologischen Vielfalt zu verwenden. Weitere Forderungen sowie Informationen finden Sie ▶▶ hier.

Preisgünstige Batterien aus Abfall-Graphit
Lithium-Ionen-Akkus sind brennbar, und der Preis für den Rohstoff steigt. Gibt es Alternativen? Ja: Forscher der Empa und der ETH haben vielversprechende Ansätze entdeckt, wie man Batterien aus Abfall-Graphit und Schrott-Metallen herstellen könnte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682596

19.10.2017

Neu entdeckte kolumbianische Schildkröte benötigt Schutz
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit kolumbianischen Kollegen eine neue Schildkröten-Art in Kolumbien entdeckt. Die neue Spezies gehört zur Gattung der auffällig gefärbten Schmuckschildkröten und ist erstaunlicherweise mit Arten verwandt, die in mehreren Tausend Kilometer Entfernung vorkommen. In ihrer heute im Fachjournal "Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research" erschienenen Arbeit plädieren die Wissenschaftler für ein umfassendes Schutzkonzept für die neue Art, da sie besonders durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und die Nutzung als Fastenspeise bedroht ist. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682354

Baumhummer: Comeback der Riesenzigarre
Der Baumhummer gehört zu den schwersten Insekten der Erde - und zu den seltensten. Sein Überleben hing von einem einzigen Busch ab. Nun wurde seine Herkunft eindeutig geklärt.
▶▶ Mehr

Wie starb Celia Lois Hollingworth?
Das Schicksal einer 63-jährigen Engländerin, die am 21. September in Griechenland unweit des für seine reiche Wasservogelwelt bekannten Nationalparks Nestosdelta zu Tode kam, gibt Rätsel auf. Aufgrund von Bisswunden stehen neben verwilderten Hunden auch Wölfe unter Verdacht. Beweise gibt es keine. ▶▶ Mehr

Das NABU-Zugvogelquiz - das NABU-Wissensquiz zum Birdwatch
Vor allem im Frühling und im Herbst können wir den Vogelzug am Himmel beobachten. Aber warum ziehen Vögel zum Überwintern überhaupt in den Süden, welche Arten ziehen nachts, welche im Schwarm oder allein? Testen Sie Ihr Wissen in unserem NABU-Quiz! ▶▶ Mehr

Neonikotinoide: Bitterer Honig für Bienen
Neonikotinoide gelten vielen als Auslöser für den Rückgang der Bienen. Eine Analyse von Honig zeigt: Die Insektizide belasten Bienen weltweit. ▶▶ Mehr

Warum wird uns die Natur immer fremder?
Der Drang der Menschen ins Grüne nimmt ab, das Wissen über Natur ebenso. Sind allein die neuen Medien daran schuld? ▶▶ Mehr

Großer Batteriespeicher im Feldtest
Die kontinuierliche Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten, wird für die Netzbetreiber technisch zunehmend anspruchsvoller. Eine Möglichkeit sind große Batteriespeicher, um zeitweise Schwankungen zwischen Stromangebot und -nachfrage auszugleichen. Das neue BINE-Projektinfo "Modularer Batteriespeicher liefert Regelenergie" (12/2017) stellt den Großspeicher M5Bat in Aachen vor. Dort wird im großtechnischen Maßstab das Zusammenspiel von fünf unterschiedlichen Batteriesystemen auf Basis von Lithium-Ionen oder Blei untersucht. Die Anlage nimmt am regulären Handel im Strommarkt für Systemdienstleistungen teil. Nach einjährigem Betrieb liegen jetzt die ersten Ergebnisse vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news682159

12.10.2017

Neue Stellungnahmen der Naturschutzverbände im Zollernalbkreis
Winterlingen, Ratshausen, Burladingen, Naturpark, Schömberg - in jedem Jahr dasselbe: Ausgerechnet in der Urlaubszeit landen eine ganze Reihe von Verfahren zur Stellungnahme auf unserem Schreibtisch. Dabei sind wir im Gegensatz zu Behörden eben nicht durchgehend besetzt. Glücklicherweise räumen uns die meisten Stellen großzügig Fristverlängerungen ein. Unsere aktuellen Meinungsäußerungen finden Sie ▶▶ hier.

Forderung: Daimler-Werkserweiterung nicht in den Rheinauen
Bei einem Gespräch zu den geplanten Umgehungsstraßen in Rastatt mit dem Oberbürgermeister der Stadt und einem Vertreter der Daimler AG haben die Vorsitzenden der Naturschutzverbände LNV, BUND und NABU klar verdeutlicht, dass sie eine Erweiterung des Werksgeländes nach Süden sowie die geplanten Umgehungsstraßen ablehnen. „Zwar haben wir Verständnis für den Wunsch nach Arbeitsplatz- und Standortsicherung, doch gleichzeitig lehnen wir eine Erweiterung des Werksgeländes mitten in bislang unberührte Natur sowie die geplanten Umgehungsstraßen ab“ so die Verbandsspitzen Brigitte Dahlbender (BUND), Johannes Enssle (NABU) und Gerhard Bronner (LNV). ▶▶ http://lnv-bw.de/daimler-werkserweiterung-nicht-in-den-rheinauen/

Junge Schreiadler brauchen Altvögel, um das Winterquartier zu erreichen
Mit Hilfe von modernen Satellitensendern hat wurden neue Erkenntnisse über das Zugverhalten der Schreiadler herausgefunden. Die Ergebnisse zeigen, dass abziehende Jungvögel, die grundsätzlich ohne ihre Eltern in das Winterquartier aufbrechen, unterwegs auf die Erfahrung von Altvögeln angewiesen sind, um die beste Route über den Bosporus um das Mittelmeer herum zu finden.
▶▶ Mehr

Wildkatzen-Population in Nordhessen erforscht
Seit einigen Jahren streifen wieder Luchse durch die Wälder im Norden Hessens. Diese Wälder sind auch die angestammte Heimat der Europäischen Wildkatze. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Universität Göttingen und des hessischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) soll nun die Wildkatzen-Population in Nordhessen untersucht werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news679092

Blattkäfer: Schon winzige Pestizid-Dosis beeinträchtigt Fortpflanzung
Die Zahl der Insekten in Deutschland geht stark zurück – allein in Nordrhein-Westfalen innerhalb eines Vierteljahrhunderts um drei Viertel. Welche Rolle Pestizide dabei spielen und wie schon geringe Spuren Käfer langfristig schädigen, zeigen Biologinnen und Biologen der Universität Bielefeld in einer neuen Studie. Ein Ergebnis: Blattkäfer legen etwa 35 Prozent weniger Eier, wenn sie mit einem häufig eingesetzten Pyrethroid in Berührung kommen. Auch zeigten die Forschenden, dass weibliche Nachkommen durch das Gift Missbildungen entwickeln.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678837

Erhalt von Flussauen ist Hochwasser- und Artenschutz
Die Verschlammung von Flüssen und Bächen führt zu Problemen für Fische, Muscheln und andere Gewässerlebewesen, weil ihre Lebensräume schwinden. Doch nicht allein intensive Landwirtschaft und Erosion vernichten diese Lebensräume. Eine Studie von Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) widerlegt diese weitverbreitete Ansicht. Um die im Gewässergrund lebenden Arten zu retten – und die Menschen vor drohendem verheerendem Hochwasser zu schützen – brauchen Flüsse wieder mehr Raum, Vielfalt und Freiheit.
▶▶ http://idw-online.de/de/news681810

Pilotprojekt zur CO2-Speicherung erfolgreich beendet
Nach 13 Jahren erfolgreicher Forschungsarbeit geht das Projekt Ketzin jetzt zu Ende. In der Stadt an der Havel hat das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ erforscht, ob sich Kohlenstoffdioxid (CO2) sicher und dauerhaft im Untergrund speichern lässt und wie es sich in der Tiefe verhält. Dazu wurden mehr als 67.000 Tonnen CO2 zwischen 2008 und 2013 über eine Bohrung in einen so genannten Speicherhorizont gepumpt. Dort, in rund 630 Metern Tiefe, befindet sich poröser Sandstein, der von salzhaltigem Grundwasser durchzogen ist – ein "saliner Aquifer".
▶▶ http://idw-online.de/de/news681000

Wenn drei Tonnen Wildschwein verrotten
Welche Folgen hat es für ein Ökosystem, wenn plötzlich tausende Tiere an Ort und Stelle verenden? Unerschütterliche Forscher haben es getestet. Da flossen die Maden in Strömen.
▶▶ Mehr

05.10.2017

Rotmilan als Würstchendieb
Grillen? Nicht immer eine ungefährliche Angelegenheit – zumindest nicht wenn man in Mössingen wohnt. Dort geht nämlich ein gefiederter Gourmet-Dieb um. Präferierte Beute: Bratwürstchen. Warum der dort ansässige Rotmilan so Menschen- und Grillgutfreundlich ist, erklärt Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU Vogelschutzzentrum Mössingen in der SWR Landesschau aktuell Baden-Württemberg. ▶▶ Mehr

Windenergie: Gutachten-Check belegt Mängel
NABU, BUND und LNV haben das Ergebnis ihres Qualitäts-Checks von Windenergie-Gutachten vorgestellt. Dabei hat sich bestätigt, dass die Gutachten teilweise in erheblichem Umfang methodische Mängel aufweisen. ▶▶ Mehr

Frankreich: Fliegt der Ortolan von der Speisekarte?
Der französische Minister für Ökologie, Nicolas Hulot, hat sich verpflichtet, den massenhaften Fang des Ortolans in seinem Land ein Ende zu setzen! Das teilt Birdlife International mit. In Frankreich werden Ortolane entgegen dem EU-Recht massenhaft gefangen, geblendet, gemästet und in Cognac ertränkt. Hauptsächlich dieses grausame Gebaren der Feinschmecker hat seit 1980 die Ortolanzahlen in Europa um 84% reduziert! Weiterlesen im ▶▶ birdnet.de

Fledermäuse wählen optimales Reisewetter
Windstärke, Windgeschwindigkeit und Luftdruck sind für den Großen Abendsegler Zeichen zum Aufbruch in seine Sommergebiete. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681424

Ewig junge Ohren? Schleiereulen werden im Alter nicht schwerhörig
Mit zunehmendem Alter werden alle Menschen irgendwann schwerhörig. Denn die Haarsinneszellen und Nervenverbindungen im Innenohr gehen unwiederbringlich verloren. Von Vögeln hingegen ist bekannt, dass sie die entsprechenden Zellen neu bilden können. Ob dies auch bei alten Tieren der Fall ist, ist bisher jedoch kaum untersucht. Ein Team um die Zoologin Dr. Ulrike Langemann von der Universität Oldenburg zeigt nun, dass Schleiereulen mit zunehmendem Alter nicht schwerhörig werden. Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681419

Wildpilze in Teilen Bayerns nach wie vor belastet
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind einige Wildpilzarten in Teilen Bayerns nach wie vor stark mit radioaktivem Cäsium-137 belastet. Das belegen Messergebnisse, die das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht hat. Mit Hilfe des jährlich aktualisierten Berichts können sich Pilzsammler über die Belastung mit Cäsium-137 informieren. Die zusätzliche Strahlenbelastung durch Wildpilze ist vergleichsweise gering, sofern sie in üblichen Mengen verzehrt werden. Für Wildpilze, die im Lebensmittelhandel angeboten werden, gilt ein Grenzwert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news681743

Die Schmetterlinge fliegen nicht mehr
Vom sommerlichen Brummen und Summen auf den Wiesen ist nur ein schwaches Echo geblieben. Die Insekten sind verstummt. Umso lauter schlägt der Kirchheimer Vogelkundler Wulf Gatter Alarm. Der Wissenschaftler führt an seiner Beobachtungsstation am Randecker Maar nicht nur Buch über die alljährlich nach Süden fliegenden Vögel, sondern dokumentiert auch seit dem Jahr 1972 den herbstlichen Zug der Schmetterlinge und Schwebfliegen. "Was wir hier am Albrand feststellen, ist eine dramatische Entwicklung", sagt er. Noch dramatischer sei allerdings, dass das Sterben offensichtlich niemanden interessiere. Mehr in der ▶▶ Stuttgarter Zeitung

Bauernverband beklagt Umweltauflagen
Der NABU sieht in der vom Deutschen Bauernverband veröffentlichten Studie zu den angeblichen Kosten europäischer Umweltauflagen reine Augenwischerei. Die Agrarlobby versucht damit die milliardenschweren Pauschalsubventionen zu rechtfertigen. ▶▶ Mehr

Bilanz 2017: keine gute Brutsaison für Deutschlands Weißstörche
6.300 Storchenpaare gab es in diesem Jahr in Deutschland. Eigentlich eine stabile Zahl gegenüber 2016. Doch starke Regenfälle und Kälte machten den Störchen zu schaffen: Sie konnten deutlich weniger Junge aufziehen und insgesamt flogen weniger Störche zum Überwintern in den Süden. ▶▶ Mehr

Biomasse - Ein wichtiger Pfeiler in der Energiewende
Biomasse hat in der Schweiz ein großes Potenzial für die zukünftige Wärme-, Strom- und Treibstoffproduktion, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft wird. Denn die aus Holz, Hofdünger und Abfall gewonnene Energie lässt sich speichern und in Zeiten ohne Sonneneinstrahlung oder Wind einsetzen. Forschende der Eidg. Forschungsanstalt WSL haben nun erstmals umfassend abgeschätzt, wie groß das Potenzial für Energie aus Biomasse in der Schweiz ist.
▶▶ http://idw-online.de/de/news680111

Artenvielfalt und Profit in der Landwirtschaft
Agrarökologen der Universität Göttingen haben die traditionell großräumige Landwirtschaft im Osten mit der kleinräumigen Landwirtschaft im Westen Deutschlands sowohl ökologisch als auch ökonomisch verglichen. Dabei konnten sie zeigen, dass kleine Äcker höhere Kosten verursachen, aber die Biodiversität ähnlich stark fördern wie der ökologische Landbau. Dagegen ist die Umstellung zum Öko-Landbau in beiden Landschaftstypen mit einer Verdopplung des Gewinns verbunden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news679708

29.09.2017

NABU-Ausstellung "Nachhaltiger Konsum" in Hechingen
Am letzten Freitag wurde die jährliche Ausstellung des NABU Hechingen im Rathaus eröffnet - gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Philipp Hahn und unter anderen vielen anwesenden Gemeinderäten. Gemeinderätin Almut Petersen von der Bunten Liste hat einen äußerst beeindruckenden Einführungsvortrag gehalten. Weitere Informationen und eine Download-Möglichkeit finden Sie hier:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/nabu-gruppen-im-kreis/nabu-hechingen/aktuelles/

Buchsbaumzünsler endgültig im Zollernalbkreis angekommen?
Im vergangenen Jahr berichteten wir von der Erstbeobachtung des eingeschleppten Zünslers im Landkreis. Jetzt, ein Jahr später, gibt's ein Update mit weiteren Beobachtungen. Mehr darüber im verlinkten Artikel.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/bbz/perspectalis.htm#update

Neues Ranking: Welche eingeschleppten Arten stören uns am meisten?
Durch den Menschen eingeschleppte invasive Arten können in ihrer neuen Heimat große Schäden verursachen. Sie können nicht "nur" zum Aussterben heimischer Arten beitragen und Ökosysteme schädigen, sondern auch die Gesundheit und die Lebensumstände des Menschen direkt beeinträchtigen. Ein internationales Forscherteam hat nun ein Einstufungssystem entwickelt, das aufzeigt, welche eingeschleppten Arten uns das Leben besonders schwer machen und eingedämmt werden sollten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news678981

Lichtverschmutzung bedroht die Bestäubung
Künstliches Licht stört nachtaktive Insekten beim Bestäuben von Pflanzen und reduziert die Anzahl produzierter Samen und Früchte. Dieser Verlust der nächtlichen Bestäubungsleistung kann auch durch tagaktive Bestäuber nicht kompensiert werden. Pflanzen werden dadurch in ihrer Fortpflanzung beeinträchtigt, wie Ökologinnen und Ökologen der Universität Bern erstmals nachweisen konnten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news679024

Klimaerwärmung ist schuld am Rückgang der Braunbären in Europa
Die Klimaerwärmung ist verantwortlich dafür, dass der Bestand der Braunbären in Europa seit dem Ende der letzten Eiszeit dramatisch geschrumpft ist. Steigende Wintertemperaturen während der letzten 12.000 Jahre haben die Fortpflanzungsrate der Braunbären verringert und zu deren Verschwinden beigetragen, berichtet eine internationale Forschergruppe, darunter ein Senckenberg-Wissenschaftler, im Fachblatt „Scientific Reports“. Die Klimaerwärmung hat dem Braunbären zudem indirekt geschadet: größere Flächen wurden für den Ackerbau nutzbar, was den Lebensraum der Tiere zusätzlich verkleinerte. ▶▶ http://idw-online.de/de/news680586

Klimawandel live: Ein wärmeliebender Falter erobert die Nordsee
Als der Karstweißling vor zehn Jahren nördlich der Alpen gefunden wurde, galt dies bereits als kleine Sensation. In nur einem Jahrzehnt hat sich der wärmeliebende Tagfalter bis zur Nordsee verbreitet. Ein spektakuläres Beispiel eines bekannten Phänomens: Der Klimawandel verändert unsere Fauna und Flora. Dass die Schmetterlinge ihr Territorium aber derart explosionsartig erweitert haben, sei einzigartig, sagt der Schmetterlingskenner Hans-Peter Wymann vom Naturhistorischen Museum Bern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news678912

Freizeitaktivitäten im Wald reduzieren Vielfalt und Häufigkeit von Vögeln
Freizeitaktivitäten finden oft draußen in der Natur statt und tangieren die Lebensräume und deren Bewohner. Viele Freizeitaktivitäten benötigen zudem gewisse Infrastrukturen von Wanderwegen bis zu Skiliften, welche teilweise die Habitate der Arten stark verändern. Eine der häufigsten Infrastrukturen sind Wege und Straßen. Durch ihren Bau geht Fläche verloren, und das Habitat wird z.B. über veränderte Lichtverhältnisse oder beeinträchtigten Wasserhaushalt unmittelbar sowie in der nahen Umgebung verändert. Außerdem zerschneiden Wege Lebensräume in kleinere Fragmente mit Folgen für die Tierwelt. ▶▶ Mehr

Der Wald von Bialowieza ist unser Welterbe! Schützen wir ihn!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Rücksichtsloser geht es nicht: Polens Regierung rodet weiter im Wald von Bialowieza – trotz EU-Protest, trotz EuGH-Urteil, trotz Unesco-Warnung. Mehr als hundert Jahre alte Bäume sind dem Irrsinn bereits zum Opfer gefallen. Jetzt reicht's! Die Regierung muss kapieren, dass sie wachsame Bürger aus vielen Ländern gegen sich hat. 130.000 Naturfreunde haben bereits ihre Stimme erhoben und unsere Petition unterzeichnet. Jede zusätzliche Unterschrift hilft, den Wald von Bialowieza zu erhalten." ▶▶ zur Petition

Samsung, raus aus dem Regenwald!
Ein weiteres Schreiben von Reinhard Behrend erreicht uns: "Samsung verdient Geld mit Smartphones – und viele von uns nutzen ein solches. Was kaum jemand weiß: Samsung verdient auch an Regenwaldvernichtung. Der Konzern investiert in Palmöl-Plantagen, für die in Papua Wälder zerstört werden. Seit Juni 2017 ist Samsung in einem Joint Venture mit der Korindo-Gruppe liiert – für Palmöl. Korindo, ein südkoreanisch-indonesisches Unternehmen, holzt seit Jahrzehnten Regenwald in Papua, aber auch auf den Molukken und Borneo ab. Mehr als 50.000 Hektar Primärwald hat Korindo gnadenlos zerstört. Samsung muss auf seine Geschäftspartner einwirken, keinen Regenwald zu vernichten und die Indigenen-Rechte zu achten! Kein Business mit Korindo! ▶▶ zur Petition

Artenvielfalt entschleunigt den Bauern
Wenn man den Einsatz von Landwirten für den Naturschutz honoriert, sind diese offen für Maßnahmen, die ihren Betrieb weniger effizient machen. Brandenburger Wissenschaftler lösen einen scheinbar unüberwindlichen Gegensatz auf, indem sie sich die richtigen Partner suchen.
▶▶ Mehr

Software-Update illegal: Prof. Dr. Martin Führ zum "Diesel-Gipfel"
Auf dem "Diesel-Gipfel" am Mittwoch, 2. August, haben das Bundesumweltministerium und das Bundesverkehrsministerium gemeinsam mit der Automobilindustrie über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen bei Diesel-Pkw gesprochen. Laut Presseberichten war man sich bereits vorher einig: Die Auto-Hersteller sollen per Software-Update nachrüsten. Dies wäre eine "Verabredung zum illegalen Tun", schreibt Prof. Dr. Martin Führ in einer Stellungnahme. Der Umweltrechtler ist Professor am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Darmstadt (h_da). Die Stellungnahme ergänzt Führs Gutachten für den Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Abgas-Skandal.
▶▶ http://idw-online.de/de/news679072

21.09.2017

Gänsegeier "Gypsi" im Donautal ausgewildert
Vor etwas mehr als einem Jahr war ein Gänsegeier in die Rotoren einer thüringischen Windkraftanlage hineingeflogen und danach mit schwer ramponierten Schwungfedern und halbverhungert in die Rennsteig-Falknerei im Thüringer Wald gebracht worden. Dort wurde er unter behördlicher Aufsicht gesund gepflegt. Jetzt erfolgte im Beisein von Dieter Haas von der Geierschutz-Initiative die Freilassung des Geiers in Hausen im Tal.
▶▶ Bericht im Schwarzwälder Boten
▶▶ kurze Sendung im SWR

In eigener Sache: Newsletter-Bestellungen
Aufgrund der Mitteilung eines befreundeten Rechtsanwalts, der uns auf die Anpassungen im Datenschutzrecht aufmerksam gemacht hat, haben wir das Verfahren der Newsletter-Bestellungen neu geregelt: Künftig wird das über einen entsprechenden Button hier oben in der rechten Spalte "automatisch" geführt. Aber auch "normale" Bestellungen per E-Mail sind möglich – in dem Fall wird nur noch eine "Bestätigungs-"-Mail abgefragt.

Schweizer Fischadler aus Sachsen-Anhalt
Wie siedelt man Greifvögel da an, wo sie ausgerottet wurden? Sie kehren eigentlich zum Brüten immer an ihren Geburtsplatz zurück. Fischadler aus Deutschland sollen mit Hilfe von Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen nun Schweizer werden. ▶▶ Mehr

Doch keine Plastik fressenden Raupen
Zu früh gefreut: Ein sensationelles Forschungsergebnis vom April 2017 hat sich als vermutlich voreilig erwiesen. Eine Arbeitsgruppe um Till Opatz von der Universität Mainz versuchte eine Untersuchung eines spanischen Teams zu reproduzieren, nach der die Raupen der Wachsmotte Galleria mellonella Plastiktüten aus Polyethylen verdauen können. Dabei erhärtete die deutsche Arbeitsgruppe bestehende Zweifel an den Daten der Originalpublikation, laut denen der Versuchsaufbau das Abbauprodukt Ethylenglykol freisetzen sollte. ▶▶ Mehr

Serengetis Tierwelt weiß nicht mehr wohin
Die berühmte Tierwanderung in Ostafrika ist in Gefahr. Jedes Jahr folgen rund zwei Millionen Huftiere, weit über die Hälfe davon Gnus, dem Regen von der südlichen Serengeti nordwärts bis in den Massai-Mara-Park. Doch verändertes Wetter, invasive Pflanzen und vor allem der Mensch bringen das Ritual nun aus dem Gleichgewicht. ▶▶ Mehr

Brasilien: 47.000 Quadratkilometer Regenwald extrem bedroht
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "In Brasilien will Präsident Temer riesige Regenwaldgebiete zur Abholzung durch die Agrar- und Bergbauindustrie freigeben. Er opfert artenreiche Schutzgebiete, um sich mit Hilfe der Wirtschaftsvertreter im Amt zu halten und Verfahren wegen massiver Korruption zu entgehen.
Ein Amtsenthebungsverfahren im Parlament Anfang August 2017 soll er abgeschmettert haben, indem er den Abgeordneten Geldgeschenke in Milliardenhöhe versprach. Mit der mächtigen Agrarfraktion und den Abgeordneten der Bergbauindustrie vereinbarte er die Lockerung der Umweltgesetze und Aufhebung der Schutzgebiete.
Nun löst er seine Abmachungen ein, damit Holzfirmen, Bergbaugesellschaften und Agrarunternehmen ungehindert Geschäfte machen können. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition für den Erhalt der brasilianischen Regenwälder."
▶▶ zur Petition

13.09.2017

Windenergieanlagen in Winterlingen
Heftige Kritik von Seiten der Bürgerinitiativen hatten sich die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis eingehandelt, weil sie das Artenschutz-Gutachten zur geplanten Windenergieanlage in Winterlingen zwar als nicht in allen Teilen mit den Vorgaben übereinstimmend bezeichnet hatten, diese Abweichungen jedoch nicht für entscheidungsrelevant hielten. Aus diesem Grund hatten sie das Vorhaben als mit den gesetzlichen Vorschriften übereinstimmend bezeichnet und keine grundsätzlichen Einwände erhoben.
Der Gemeinderat von Bitz hatte daraufhin ein Gegengutachten in Auftrag gegeben, dieses stützt nun jedoch die Sichtweise und findet ebenfalls keine Hinderungsgründe.
▶▶ http://www.zollern-alb-kurier.de/

Dass es auch anders gehen kann, zeigt die Entwicklung bei Kettenacker: Dort hat ein weiterer Rotmilan einen Horst gebaut und damit besteht völlig zurecht keine Möglichkeit mehr auf Genehmigung. ▶▶ http://www.zollern-alb-kurier.de/

Rückblick: Grillabend mit Mottenschau am 28. Juli
Die letzte öffentliche Nachtfalter-Leuchtnacht des Jahres unter Leitung der AG Schmetterlinge fand zwischen Hossingen und Meßstetten statt. Veranstalter war der NABU Albstadt, nachdem der Schwäbische Albverein Hossingen aus unerfindlichen Gründen und kurzfristig nichts mehr damit zu tun haben wollte. Obwohl es recht windig war, wurden insgesamt 240 Falter von 65 Arten registriert. ▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1963630815

Plettenberg - zwischen Rohstoffabbau und Naturschutz
Heftigstes Kopfschütteln haben die Vorgänge der letzten Tage um die Entscheidung über den weiteren Rohstoffabbau auf dem Plettenberg auch unter den Naturschutzverbänden verursacht, so dass man sich veranlasst sah, ein weiteres Mal mit einer Erklärung zur Position an die Öffentlichkeit zu gehen. Jetzt ist der Tagesordnungspunkt überraschend von der Tagesordnung für die heutige Sitzung des Gemeinderats in Dotternhausen verschwunden. Inhaltlich hat sich jedoch nichts geändert.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/Meinung/plettenberg/plettenberg.htm

Gewerbegebiete: Flächensparen durch Mehrfachnutzung
(LNV-Pressemitteilung vom 28.7.2017):
Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert den verschwenderischen Flächenverbrauch in Gewerbegebieten durch ebenerdige Parkplätze und ungenutzte Dachflächen. Parkhäuser statt Großparkplätzen könnten den Flächenverbrauch reduzieren und weitere Gewerbeflächen verfügbar machen. ▶▶ Mehr

Daimler will Werk in Rastatt erweitern - NABU fürchtet um Naturjuwel
Der Rastatter Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 13.7.2017 auf den Wunsch des Automobilkonzerns Daimler nach einer Erweiterung seines Rastatter Werks um ein Zentrum für E-Mobilität reagiert und wird eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen. ▶▶ Mehr

Bartgeier "Durzon" geschwächt aufgegriffen
Der besenderte junge Bartgeier, der sich für einige Tage in Deutschland aufhielt (vgl. DDA-News vom 24.07.2017), wurde inzwischen eingefangen. Naturschützer haben den Vogel am 24. Juli völlig durchnässt in der Nähe seines letzten Schlafplatzes (der zuletzt georteten Position) finden können. Er war flugfähig, doch offenbar so geschwächt, dass er es nicht aus eigener Kraft über die Baumwipfel der Lichtung hinweg schaffte. ▶▶ Mehr

Kappenammer und Brillengrasmücke –neue Brutvogelarten in Deutschland
In der Vogelwelt kommt es laufend zu Veränderungen von Arealen und Beständen. Einige Arten werden immer seltener, andere zeigen – oft dank intensiver Schutzmaßnahmen – positive Trends. Hin und wieder gelingen auch Brutnachweise von Arten, deren Hauptverbreitungsgebiete eigentlich hunderte Kilometer entfernt liegen. Es kann sich dabei um Einzelfälle oder Vorreiter einer Arealausweitung handeln. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und meist kaum zu klären. In Deutschland gelangen 2017 zwei bemerkenswerte Brutnachweise von Arten, die vermutlich kaum jemand als potenzielle neue Brutvogelart auf der Rechnung hatte. ▶▶ Mehr

Nebelwälder: Schreivogelart nach 60 Jahren wiederentdeckt
Ameisenpittas sind notorisch schwierig zu beobachten: Sie verstecken sich in dichtem Unterholz steiler Berghänge. Eine Art entzog sich so jahrzehntelang der Wissenschaft. ▶▶ Mehr

Sommer-Blütenpracht: vom Mohr zur Möhre
Im Hochsommer gehört die Wilde Möhre zu den auffälligsten und häufigsten Blumen am Wegesrand. Bei Insekten ist die Möhre sehr beliebt. Wildbienen, Wanzen, Käfer und Fliegen aller Art besuchen die Blüten und die Raupen des Schwalbenschwanzes fressen sich am Möhrenkraut satt. ▶▶ Mehr

Den Bock nicht zum Gärtner machen!
Pestizide haben im Garten nichts zu suchen. Doch leider werden nach wie vor jährlich tausende von Tonnen davon durch Hobbygärtner verspritzt. Machen Sie mit bei der NABU-Meldeaktion! ▶▶ Mehr

Frösche im Kühlschrank, Schwalben in Schutzhaft
Kuriose Anrufe ist der NABU gewohnt. Doch es werden immer mehr. Und das zeigt, dass das Wissen über die Natur ständig abnimmt. Die Folge ist eine fast schon unglaubliche Vermenschlichung – stets gut gemeint –, die Tiere schlimmstenfalls das Leben kosten kann.
▶▶ Mehr

LNV-Infobrief Juli 2017: Im Blickpunkt: Abbremsen!
Kennen Sie das treffendste Argument der Gegner eines allgemeinen Tempolimits? Bei höheren Geschwindigkeiten sei man kürzere Zeit auf der Autobahn und verbrauche deshalb weniger Sprit. Nun ja, manchmal ist das Diskussionsniveau etwas höher. Interessant ist aber die Frage, inwieweit Geschwindigkeit generell ein Hemmnis für mehr Nachhaltigkeit ist. Beim Auto führt sie höherem Verbrauch, weiteren Fahrtstrecken und Fehlsteuerungen bei der Fahrzeugentwicklung.
▶▶ weiterlesen

Petition für sauberes Wasser aus Kohle-Tagebauen
Aus dem NABU-Newsletter: "Im Namen einer sicheren Energieversorgung fräsen sich Schaufelradbagger zum Schaden für Mensch und Natur durch die Kulturlandschaft der deutschen Braunkohle-Reviere - damit muss endlich Schluss sein. Nehmen Sie an unserer Petition teil!"
▶▶ Mehr

NABU-Stiftung sichert Schreiadlerland in Brandenburg
Im Juli 2017 konnte die NABU-Stiftung 55 Hektar Land im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin kaufen. Damit leistet die Stiftung und ihr EU-Life Projektpartner einen wichtigen Beitrag für den Schutz der letzten Schreiadler in Deutschland. ▶▶ Mehr

Gemeinsam für mehr Wildnis - Wildnis-Wegweiser veröffentlicht
In der NABU-Broschüre "Wir für Wildnis" erhält der Leser viele gute Gründe, warum Wildnisgebiete für die Natur und den Menschen von so großer Bedeutung sind. Herausgeber ist die Initiative "Wildnis in Deutschland", die unter anderem von NABU und NABU-Stiftung getragen wird.
▶▶ Mehr

Unterwegs mit einem Schmetterlingszähler
Wer Schmetterlinge mag und sich für den Naturschutz nützlich machen möchte, kann beim Projekt Tagfalter-Monitoring Schmetterlinge zählen. WDR-Reporter Burkhardt Weiß war dabei. ▶▶ Mehr

Minderung der Feinstaubemissionen bei Verbrennung von Holzpellets um 50%
Die Umwelt dankt: Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) erzielte einen wesentlichen Fortschritt bei Minderung der Feinstaubemissionen einer Verbrennung biogener Festbrennstoffe. Das zeigen die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Projekts zur Herstellung und Verbrennung von Holzpellets.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678612

Gasmotor-Wärmepumpe beheizt Wohnanlage in München
Eine Wohnanlage aus der Nachkriegszeit im Münchner Stadtteil Haidhausen sollte energetisch saniert werden und ein neues, CO2-neutrales Energiekonzept erhalten. Im Zentrum des Heizsystems steht eine Gasmotor-Wärmepumpe, die das Grundwasser als Wärmequelle erschließt. Das neue BINE-Projektinfo "Gasmotor-Wärmepumpe versorgt sanierte Wohnanlage" (09/2017) stellt den Prototypen der Wärmepumpe, das Konzept des Heizsystems, ein Verfahren für den energieeffizienten Legionellenschutz und das Sanierungsprojekt insgesamt vor. Eine für den mitteleuropäischen Markt taugliche, seriengefertigte Gasmotor-Wärmepumpe existierte zum Planungszeitpunkt nicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news678594

Der Alpenplan soll nicht den Partikularinteressen geopfert werden!
Wolfgang Pfäffl hat über Campact eine Initiative gestartet, mit deren Hilfe die geplante Änderung der Zonierung des Alpenplans und damit eine denkbare Skigebietsverbindung Balderschwang – Grasgehren verhindert werden soll. Ein Beispiel für die Konsequenzen: Die geplante Skischaukel am Riedberger Horn verläuft mitten durch eines der größten Vorkommen des Birkhuhns in Bayern. Der Bau von Lift und Piste bedroht diese streng geschützte Vogelart ganz massiv.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Vorsicht, Trinkwasser!
Seit Jahrzehnten gelangen nicht abbaubare Perfluorcarbone in die Umwelt. Es gibt Indizien für mögliche Gesundheitsgefahren, doch das tatsächliche Risiko ist schwer zu beziffern. ▶▶ Mehr

Hendricks: Eine naturverträgliche Energiewende ist möglich
Eine komplett erneuerbare Energieversorgung in Deutschland ist im Einklang mit der Natur möglich. Damit das gelingt, müssen fünf Leitlinien beachtet werden, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks heute in Berlin vorgestellt hat. Zu den zentralen Elementen gehören ambitionierte Effizienzmaßnahmen und ein stärkerer Ausbau gebäudenaher Anlagen wie Solarmodulen auf Dächern und Fassaden oder Wärmepumpen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676980

03.08.2017

Wir berichteten: Storchenbabys in Weilheim sind tot
Im Newsletter vom 28. Juni berichteten wir vom Tod der drei Weilheimer Jungstörche. Der Schwarzwälder Bote hat dies aufgegriffen und am 30.06. einen Artikel u.a. in seiner Online-Ausgabe veröffentlicht. Nun erdreistet sich doch tatsächlich jemand und behauptet (natürlich juristisch unverfänglich als Frage formuliert), der NABU sei Windkraftbefürworter auf der Hohwacht und habe deshalb vielleicht etwas mit dem Tod der Störche zu tun. Auch wenn wir auf Entgegnungen in der Regel verzichten, war in dem Fall eine Antwort erforderlich. ▶▶ Schwarzwälder Bote Online

Wiesenorchideen überraschen Bayreuther Forscher
Wiesenorchideen, die im vollen Sonnenlicht durch Photosynthese ausreichend Nährstoffe für sich produzieren könnten, gehen oft zusätzlich eine Symbiose mit Pilzen ein, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Sie erzeugen nur einen Teil des benötigten Kohlenstoffs selbst und beziehen den anderen Teil von Pilzen, mit denen ihre Wurzeln unterirdische Netzwerke bilden. Dies haben Wissenschaftler der Universität Bayreuth zusammen mit Forschungspartnern in Großbritannien jetzt herausgefunden. Im Journal of Ecology stellen sie ihre unerwarteten Erkenntnisse vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678685

Massives Artensterben an Schwedens Küste
Das erste Mal seit den 1930er Jahren wurde eine Bestandsaufnahme der Nordseebewohner unternommen. Die Ergebnisse sind erschreckend. ▶▶ Mehr

Lupinen beim Trinken zugeschaut: 3D-Aufnahmen vom Wassertransport
Wie Lupinen mit ihren Wurzeln Wasser aus dem Boden ziehen, haben Wissenschaftler der Universität Potsdam an der Berliner Neutronenquelle BER II erstmals in 3D fotografiert. Dafür verbesserten sie zusammen mit Kollegen vom Helmholtz-Zentrum Berlin die Zeitauflösung der Neutronentomografie gleich um mehr als das Hundertfache: Alle zehn Sekunden erstellten sie eine detaillierte 3D-Aufnahme. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Wurzeln und Böden und wurden in „Scientific Reports“ veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news678725

Aldi und Lidl sollen den Jaguar-Wald nicht zu Holzkohle machen
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die tropischen Trockenwälder des Chaco in Paraguay verschwinden in rasendem Tempo – schneller als jedes andere Waldgebiet der Erde. Die Jahrhunderte alten Quebracho-Bäume werden in qualmenden Meilern zu Holzkohle verwandelt, die in Supermärkten in Europa und den USA verkauft wird. Deutschland allein importiert 20.000 Säcke Holzkohle aus Paraguay pro Tag.
Die Abholzungen vernichten einzigartige Urwaldgebiete, die der Lebensraum von Jaguaren, Gürteltieren und vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sind. Auch eines der letzten indigenen Völker, das in Isolation von der industrialisierten Welt lebt, ist bedroht. Ohne den Wald können die Ayoreo nicht überleben." Zur Petition geht's ▶▶ hier.

26.07.2017

NABU-Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"
Die NABU-Gruppen Balingen und Haigerloch (wir berichteten) haben in den vergangenen Tagen mehrere Gebäude bzw. Hausbesitzer ausgezeichnet, die sich um den Schutz der Schwalben verdient gemacht haben. Die Aktion wird fortgesetzt.
▶▶ Gruppe Balingen
▶▶ Gruppe Haigerloch

Erneut erfolgreiche Nachtfalter-Leuchtnacht
Auf Einladung des NABU Rosenfeld hat die AG Schmetterlinge an der Fischermühle im Stunzachtal eine weitere Veranstaltung zum Thema "Grillabend mit Mottenschau" durchgeführt. Obwohl es relativ kühl und recht windig war, sind wieder über 70 Arten angeflogen, darunter mit Graphiphora augur erneut eine Art, von der es bei uns seither noch keinen aktuellen Nachweis gab. Mehr beim Naturgucker-Link unter
▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1799698286
Interessieren Sie sich für Neuigkeiten auf den Falterseiten? Dann finden Sie diese immer hier in der rechten Spalte unter "zuletzt bearbeitete Seiten".

Gottesanbeterin bitte melden! Neue Meldeplattform der LUBW
Die Europäische Gottesanbeterin rückt in den Fokus des aktuellen Meldeaufrufes der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Neben Feuersalamander, Laubfrosch, Hirschkäfer und Weinbergschnecke können Bürgerinnen und Bürger das Insekt des Jahres 2017 ab sofort über die neue Meldeplattform der LUBW erfassen. Jede Sichtung hilft, einen fundierten Überblick über die Verbreitung der Art zu erhalten. Sichtungen aus den letzten Jahren sind ebenfalls relevant und sollten gemeldet werden, wenn sie beispielsweise mit Fotos belegt werden können. Anhand der Daten können zum Beispiel die Auswirkungen des Klimawandels beobachtet. Zur Meldeplattform führt ▶▶ http://www.gottesanbeterin-bw.de/

Luchs muss aus Baden-Württemberg zurück nach Rheinland-Pfalz
Weil ein ausgewilderter Luchs den Vorstellungen seiner menschlichen Betreuer/-innen nicht gefolgt und einfach nach Baden-Württemberg eingewandert ist, wurde er wieder eingefangen und zurücktransportiert… ▶▶ Zeitungsbericht

Fledermauszug auf breiter Front
Nutzen (fern-)wandernde Fledermausarten bestimmte Zugrouten oder Rastgebiete und lassen sich diese identifizieren? Bevorzugen sie bestimmte Landschaftsstrukturen wie Flusstäler oder Bergkämme? Kenntnisse darüber sind wichtig, vor allem wenn es um Bau und Genehmigung von Windkraftanlagen geht. Diesen Fragen hat sich daher ein Forschungsprojekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) gewidmet. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news677248

Klimawandel bedroht heimische Bienenarten
Mit dem Klimawandel ändern sich Blütezeiten von Pflanzen und der Zeitpunkt, zu dem Bienen schlüpfen – mit bisweilen fatalen Folgen für die Bienen. Das konnten Ökologen der Uni Würzburg in einer neuen Studie zeigen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677399

Wie man Raupen dazu anstiftet, sich selbst zu fressen
Von wegen hilflos ausgeliefert: Harmlose Pflanzen können hungrige Raupen in den Kannibalismus treiben. Am Ende fressen die Schädlinge sich selbst. ▶▶ Mehr

Gefährliche Gigaliner stoppen! Keine Riesen-Lkw auf unseren Straßen!
Im Alleingang hat Bundesverkehrsminister Dobrindt die 25 Meter langen Gigaliner zugelassen. Meinungsumfragen zeigen, dass drei Viertel aller Deutschen keine Gigaliner wollen. Auf welchen Straßen sie fahren dürfen, entscheiden die Länder. Schon jetzt umfasst das Gigaliner-Netz 11.600 Kilometer, und es werden immer mehr. Der BUND schreibt: "Fordern Sie deshalb Ihren Landesverkehrsminister auf: Streichen Sie die Gigaliner-Strecken!" ▶▶ Mehr

LNV-Info 2/2017: Faktencheck Windenergie - Energiewende ja – aber wie?
Der Klimawandel stellt eine massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar und lässt sich in Form von Dürren, Überschwemmungen, Wetterextremen auch in Baden-Württemberg beobachten. Für einen wirksamen Klimaschutz muss unser Energieversorgungssystem ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen, die Kohlendioxid-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Aber auch die Kernenergie ist keine geeignete Alternativ-Technologie sondern birgt nicht beherrschbare Risiken. ▶▶ weiterlesen

Gewürztraminer: Glyphosat zur Unkrautbekämpfung hat Folgen für den Most
Schlechte Nachrichten für Weinbauern, die Glyphosat verwenden: Das Unkrautvertilgungsmittel kann sich negativ auf die Qualität des Mosts auswirken. Zu diesem Schluss sind Forscher der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen gekommen, die die Vergärung von Gewürztraminer-Trauben studiert haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677106

China soll den Schildschnabel nicht ausrotten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Schildschnabel ist ein besonders prächtiger Vogel. Sein imposantes, massives Horn macht ihn einzigartig. Doch die Jagd nach dem "roten Elfenbein" hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Auf der Roten Liste wird die Art seit 2015 als "critically endangered" geführt. Auf Sumatra, wo der Schildschnabel einst allgegenwärtig war, er sie bereits völlig ausgelöscht, schreiben die Experten.
Ursache für den Niedergang sind die grassierende Jagd und die Zerstörung des Habitats in den Tieflandregenwäldern, etwa für Palmölplantagen. Den Vögeln droht eine doppelte Gefahr: Sie verlieren ihren Kopf an Elfenbeinschnitzer und ihre Heimat für Supermarktprodukte.
Die Jagd in Indonesien und Malaysia und der Schmuggel nach China müssen bekämpft werden, um das Überleben der Art zu sichern. Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift."
▶▶ zur Petition

Naturschützer beklagen Angriffe auf Adlerhorste
In der Uckermark häufen sich die Angriffe aus Adlerhorste. Er wird vermutet, dass die Tiere vertrieben werden sollen, um Windräder in den Gebieten bauen zu können. Deswegen fordern Umweltschützer, den Schutzstatus von verlassenen Nestern zu verlängern.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ https://www.rbb-online.de/

20.07.2017

Erneut erfolgreiche Nachtfalter-Leuchtnacht
Auf Einladung des NABU Rosenfeld hat die AG Schmetterlinge an der Fischermühle im Stunzachtal eine weitere Veranstaltung zum Thema "Grillabend mit Mottenschau" durchgeführt. Obwohl es relativ kühl und recht windig war, sind wieder über 70 Arten angeflogen, darunter mit Graphiphora augur erneut eine Art, von der es bei uns seither noch keinen aktuellen Nachweis gab. Mehr beim Naturgucker-Link unter
▶▶ http://www.naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=-1799698286
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Luchs muss aus Baden-Württemberg zurück nach Rheinland-Pfalz
Weil ein ausgewilderter Luchs den Vorstellungen seiner menschlichen Betreuer/-innen nicht gefolgt und einfach nach Baden-Württemberg eingewandert ist, wurde er wieder eingefangen und zurücktransportiert… ▶▶ Zeitungsbericht

LNV-Info 2/2017: Faktencheck Windenergie - Energiewende ja – aber wie?
Der Klimawandel stellt eine massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen dar und lässt sich in Form von Dürren, Überschwemmungen, Wetterextremen auch in Baden-Württemberg beobachten. Für einen wirksamen Klimaschutz muss unser Energieversorgungssystem ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen, die Kohlendioxid-Emissionen müssen drastisch reduziert werden. Aber auch die Kernenergie ist keine geeignete Alternativ-Technologie sondern birgt nicht beherrschbare Risiken. ▶▶ weiterlesen

China soll den Schildschnabel nicht ausrotten!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Der Schildschnabel ist ein besonders prächtiger Vogel. Sein imposantes, massives Horn macht ihn einzigartig. Doch die Jagd nach dem "roten Elfenbein" hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Auf der Roten Liste wird die Art seit 2015 als "critically endangered" geführt. Auf Sumatra, wo der Schildschnabel einst allgegenwärtig war, er sie bereits völlig ausgelöscht, schreiben die Experten.
Ursache für den Niedergang sind die grassierende Jagd und die Zerstörung des Habitats in den Tieflandregenwäldern, etwa für Palmölplantagen. Den Vögeln droht eine doppelte Gefahr: Sie verlieren ihren Kopf an Elfenbeinschnitzer und ihre Heimat für Supermarktprodukte.
Die Jagd in Indonesien und Malaysia und der Schmuggel nach China müssen bekämpft werden, um das Überleben der Art zu sichern. Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift."
▶▶ zur Petition

Naturschützer beklagen Angriffe auf Adlerhorste
In der Uckermark häufen sich die Angriffe aus Adlerhorste. Er wird vermutet, dass die Tiere vertrieben werden sollen, um Windräder in den Gebieten bauen zu können. Deswegen fordern Umweltschützer, den Schutzstatus von verlassenen Nestern zu verlängern.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ https://www.rbb-online.de/

13.07.2017

Weilheimer Jungstörche tot
Alle hatten sich gefreut, als ein Storchenpaar nach über 70 Jahren auf dem Weilheimer Kirchturm wieder ein Nest gebaut hatte. Und das Brüten war erfolgreich, denn drei Jungstörche waren geschlüpft. Doch in der vergangenen Woche muss irgendetwas passiert sein: Plötzlich tauchten die Storchen-Eltern auf der Kirche in Haigerloch-Stetten auf und sogar im Eyachtal bei Bad Imnau wurden sie gesehen. Am vergangenen Mittwoch dann die traurige Nachricht: Die drei Jungen waren tot - überhitzt, verdurstet, was auch immer.
Man kann nur spekulieren, woran es gelegen hat: Vielleicht war es die Unerfahrenheit der im Elsass bzw. am Federsee beringten Störche. Aber man kann sicher sagen, dass die Foto-Drohnen, die immer wieder den Kirchturm hinauf geschickt worden waren oder der Mensch, der die Alt-Störche ständig bei der Nahrungssuche mit dem Auto verfolgte, um vielleicht noch ein besseres Foto zu kriegen, ihren Teil dazu beigetragen haben, dass den Elternvögeln schließlich der Brutpflege-Trieb abhanden kam und sie nicht mehr den schützenden Schatten spenden konnten. Unser Kommentar: In jedem Fall gehören solche Leute angezeigt.

Der Schwarzwald im Klimawandel
Weißtannen und Douglasien könnten langfristig die Fichte ersetzen, weil sie besser an Trockenzeiten angepasst sind. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677434

Naturfilm zeigt die zauberhafte Federseenatur
Am 6. Juli erscheint ein 60-minütiges Filmporträt von Sabine Häring über die Tier- und Pflanzenwelt des größten Moores in Süddeutschland. Entstanden ist eine Liebeserklärung an den Federsee, der während der 150 Drehtage zur zweiten Heimat der Tierfilmerin geworden ist.
▶▶ weitere Informationen

Wolf bei Überlingen beobachtet
Vor zwei Tagen wurde in der Gegend von Überlingen am Bodensee ein Wolf beobachtet. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Umweltministerium mit dem Wolfsmonitoring betraute Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg nach Auswertung eines Fotos, das eine Privatperson nordöstlich von Überlingen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr aufgenommen hat. Der aktuelle Aufenthaltsort des – vermutlich noch jungen – Wolfs ist nicht bekannt. ▶▶ Mehr

Jungvögel nicht mitnehmen
Tschilpen, Piepen und Rufen, wohin man hört: In Nistkästen, Hecken und Gebüschen ziehen derzeit unzählige Vögel ihre Jungen groß. Der NABU bittet, einsam und hilflos wirkende Jungvögel nicht aufzunehmen, sondern sie in der freien Natur zu belassen.
▶▶ http://www.nabu-bw.de/tiere-und-pflanzen/voegel/beratung-information/jungvoegel.html

Neue Papageienart entdeckt
Ein Ornithologe entdeckt auf der Halbinsel Yukatan Papageien, die sich von anderen verwandten Papageienarten unterscheiden. Was hat es mit dieser neuen Art auf sich? ▶▶ mehr

Hat Harry Potter Indonesiens Eulen verflucht?
Die Popularität des Zauberlehrlings und seiner Eule Hedwig könnte den Schwarzhandel mit den Tieren massiv befördert haben. Darauf deutet zumindest eine Studie aus Indonesien hin. ▶▶ mehr

Kakadus trommeln perfekten Beat
Wenn Vögel singen, geht es eigentlich immer um das eine. Ist das bei den laut und rhythmisch trommelnden Palmkakadus auch so? ▶▶ mehr

Von polygamen Weibchen und alleinerziehenden Männchen
Von polygamen Weibchen und alleinerziehenden Männchen Verhaltensforschende der Universität Bielefeld untersuchen Regenpfeifer Regenpfeifer-Männchen setzen sich in der Wildnis erfolgreicher durch als die Weibchen: Verhaltensforschende der Universität Bielefeld haben untersucht, wie sich über die Lebens-spanne des Regenpfeifers das Geschlechterverhältnis entwickelt. Welche Folgen der Männerüberschuss für die Aufzucht der Küken hat, stellen sie im Forschungsjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" vor. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676939

LNV begrüßt mehr Geld für den Naturschutz
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), Dachverband von 33 Naturschutzvereinen im Land, freut sich über die Initiative der grünen Landtagsfraktion, in den kommenden vier Jahren 160 Millionen Euro zusätzlich für den Naturschutz bereit zu stellen. "Auf dieses Signal haben wir gewartet", so LNV Chef Gerhard Bronner. "Wir hoffen, dass der Vorschlag von allen Landtagsfraktionen unterstützt wird." ▶▶ weiterlesen

Kaufen Sie ein Stück Zauberwald! Retten wir den Zwergschnäpper im Stobbertal
(aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbands) In alten Wäldern mit knorrigen Bäumen finden viele Vögel einen Lebensraum. Wie der seltene Zwergschnäpper im Stobbertal. Dort haben wir jetzt die Gelegenheit, zehn Hektar Land zu kaufen. Helfen Sie mit und unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. ▶▶ mehr

Solarenergie und Naturschutz
In weiten Teilen Baden-Württembergs können nun auf Acker- und Wiesenflächen Solaranlagen errichtet werden. Um Konflikte zu vermeiden, fordert der BUND einheitliche Vorgaben für die Planungsbehörden. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Artenschwund Top-Thema im Heute-Journal
Aus Anlass des Deutschen Bauerntages 2017 hat das ZDF in seiner Ausgabe vom 28.06. den Artenschwund in der Agrarlandschaft zum Topthema gemacht. Den entsprechenden Videobeitrag finden Sie unter hier: ▶▶ https://www.zdf.de/nachrichten/.

So funktioniert Grünlandbewirtschaftung ohne Artenschwund
Intensive Bewirtschaftung von Grünland ist schlecht für die Artenvielfalt. Doch eine Studie vom Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie der Technischen Universität München (TUM) sorgt für Hoffnung: Werden unterschiedliche Formen von Bewirtschaftungen innerhalb einer Region optimal verteilt, kann dies zu mehr Ertrag führen ohne Insektenarten zu verlieren. Im besten Fall finden sogar mehr Arten den für sie optimalen Lebensraum. Entscheidend ist, dass die Bewirtschaftung auf Landschaftsebene geplant wird. ▶▶ http://idw-online.de/de/news677187

Gorilla-Wald mit norwegischem Geld abholzen? Nein Danke!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.-V. schreibt: "Die norwegische Regierung prüft, den industriellen Holzeinschlag im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo zu finanzieren. 20 Millionen Hektar Urwald sollen dort an die Holzindustrie vergeben werden. Umgerechnet 16 Millionen Euro will Norwegen für das Projekt beisteuern.
Der Holzeinschlag ist eine der Hauptursachen der globalen Waldvernichtung. Das Geschäft mit Tropenhölzern zerstört die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier – und heizt den Klimawandel an.
Norwegen ist mit der Ausbeutung der Erdöl- und Gasvorkommen im Nordatlantik und der arktischen See zu einem der reichsten Länder der Erde aufgestiegen. Die Verbrennung fossiler Energien verursacht maßgeblich den weltweiten Klimawandel. Während Norwegen jedes Jahr Milliarden Euro von der Erdöl- und Gasindustrie scheffelt, leiden die Länder in den Tropen ganz besonders unter dem hauptsächlich von den Industrienationen verursachten Klimawandel. Bitte unterzeichnen Sie die Petition an die norwegische Regierung." ▶▶ zur Petition

06.07.2017

"Grillabend mit Mottenschau": Plettenberg erweist sich als äußerst interessant
Der NABU Oberes Schlichemtal hatte eingeladen und eine Handvoll Leute waren zum Grillen mit anschließendem Nachtfalter-Leuchten gekommen. In bewährter Manier von Bernhard Schlude, Dirk Mezger und Herbert Fuchs von der AG Schmetterlinge geleitet, hatten die Besucher*innen nahezu alle Hände voll zu tun, um immer wieder neu am "Leuchtturm" aufgetauchte Falter in Gläser zu verfrachten und den Spezialisten zum Bestimmen auf die Tische an der Grillstelle zu bringen. Die "magische Zahl" 100 Arten wurde knapp unterschritten, doch mit sechs "neuen" Arten für die Nachtfalter-Seiten war die "Ausbeute" überaus erfolgreich. Am Ende des Leuchtabends gegen 02:30 Uhr wurden die Falter wieder freigelassen und konnten wieder vom Licht unbehelligt von dannen fliegen. Wer die Artenliste und auch einige Fotos anschauen will:
https://naturgucker.de/?verein=zollernalb&gebiet=534484672

Neues vom Gleitaar
Nachdem er sich vier Wochen lang im Bereich der Seewiesen bei Hart aufgehalten hatte, wurde der Vogel nun offenbar am 17. Juni zum letzten Mal gesehen. Wir haben ein kleines Update zum Bericht auf unserer Website geschrieben:
http://naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/gleitaar/gleitaar.htm

NABU Haigerloch ehrt Schwalbenfreunde
Mit Ivo Lavetti in Stetten, der Firma Kälte-Henne und Gustav Schmoll in Owingen hat der NABU Haigerloch heute drei Vorbilder in Sachen Mehlschwalben ausgezeichnet. Am prostuhl.com-Firmengebäude von Ivo Lavetti in Stetten sind alljährlich rund 100 Schwalbenpaare in Naturnestern zugange. Damit ist das vermutlich die größte Kolonie im Zollernalbkreis. Eine ähnlich große Zahl von Nestern befindet sich am ehemaligen Betriebsgebäude Edele in der Owinger Römerstaße, das seit Jahren der Firma Kälte-Henne gehört. Die dritte Auszeichnung ging an Gustav Schmoll, der sich im Neubaugebiet als "Schwalben-Botschafter" betätigt hat, so dass dort nun ebenfalls Dutzende Schwalben unterwegs sind. ▶▶ https://www.facebook.com/NABU-Haigerloch
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenfreundliches-haus/

Schwalbenhaus in Zimmern u.d.B. angenommen
Am 24. April hat der NABU den neuen Schwalbenturm in Zimmern u.d.B. offiziell eingeweiht. Wie uns Herr Schneider von der AG Zimmern im NABU Oberes Schlichemtal nun mitteilt, wird er bereits heftig beflogen. Damit hat sich nun bereits beim zweiten der drei bisher erstellten Schwalbenhäuser der Erfolg schon im ersten Jahr eingestellt.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenschutz/

Wie bringen wir unsere Insekten zurück?
In vielen Regionen Europas warnen Wissenschaftler vor einem Rückgang der Insekten. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, die krabbelnde Vielfalt zurückzuholen. Mehr

Schwertwale nutzen Fischtrawler als Fastfood-Kette
Vor der Küste Alaskas wird die Fischerei regional stark erschwert. Ganze Schwertwal-Schulen stibitzen Fische von den Langleinen der Fischer. Mehr

LNV begrüßt Ideen zur künftigen Agrarförderung
Bei seiner Rede beim Landesbauerntag in Fellbach rechnete Minister Peter Hauk mit Kürzungen bei der künftigen Agrarförderung der EU. Umso wichtiger sei es, dafür zu sorgen, dass die Existenz der für Baden-Württemberg typischen mittelgroßen Familienbetriebe gesichert wird. Wichtiger ist den Naturschützern die Umschichtung von Mitteln weg von pauschalen Flächenzahlungen hin zu gezielter Förderung von gesellschaftlichen und Naturschutzleistungen. weiterlesen

EU-Abgeordnete stimmen für Pestizid-Verbot
Die NABU-Protestaktion an die EU-Abgeordneten war erfolgreich: Das Europäische Parlament hat sich mit knapper Mehrheit für ein Pestizidverbot auf Ökologischen Vorrangflächen ausgesprochen. Die Wünsche der Bürger nach einer umfassenden Reform der EU-Agrarpolitik tragen also erste Früchte. ▶▶ Mehr

Elefanten-Haut für China! Perverse Wilderei stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Bilder sind schwer zu ertragen: In Myanmar werden zig Elefanten gewildert und gehäutet. Bullen, Kühe, Kälber – Wilderer töten offenbar jeden Elefanten, den sie kriegen können. Geht es so weiter, sind die 2.000 Tiere im Land bald ausgerottet.
Die meisten Käufer getrockneter Elefantenhaut kommen aus China. Salbe aus der Haut soll gegen Ekzeme, Pickel und Verdauungsprobleme helfen. Begehrt sind zudem Armbänder und sonstiger Schmuck aus Elefantenhaut.
In Myanmar und China ist der Handel mit Elefantenprodukten zwar verboten, die Verbote werden aber oft nicht befolgt. Verstöße werden selten bestraft. Bitte fordern Sie von Myanmars moralischer Autorität Aung San Suu Kyi, sich für den Schutz der Elefanten zu engagieren. Bitte fordern Sie von Chinas Präsident Xi Jinping den Handel mit Elfenbeinprodukten zu beenden."
zur Petition

29.06.2017

Weißstorch in Weilheim brütet erfolgreich
Wie im April in der Zeitung zu lesen war, hat sich auf der Kirche in Hechingen-Weilheim ein Storchenpaar angesiedelt und unter großen Mühen ein Nest in dem seit alters dort vorhandenen "Storchenrad" gebaut. Damit ist der Weißstorch, der zum letzten Mal vor 75 Jahren an genau derselben Stelle gebrütet hat, wieder als Brutvogel in den Zollernalbkreis zurückgekehrt. Nun sitzen drei Jungvögel im Nest und man kann gespannt sein, ob sie auch alle erfolgreich ausfliegen werden. Lesen Sie den Artikel vom 17. April im ▶▶ Schwarzwälder Boten

Windenergieanlagen und Artenschutz
Durch das Artenschutzrecht sind die besonders geschützten und streng geschützten Arten auch außerhalb von Schutzgebieten geschützt. Bei Eingriffen, die die Europäischen Vogelarten (oder z.B. auch Fledermausarten) betreffen, ist deshalb eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) durchzuführen. Wann und in welchem Umfang solche Untersuchungen für künftig vielleicht geplante Anlagen im Bereich des VRG "Hohwacht" durchzuführen sind, hat der NABU Zollernalb auf seiner Internetseite genauer dargestellt. Auch die im Fokus stehenden potenziell betroffenen Vogelarten werden vorgestellt. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wieder mehr Störche auf der Ostalb
Der positive Bestandstrend beim Weißstorch in Baden-Württemberg scheint ungebrochen. Erfreulicherweise werden auch auf der Ostalb wieder mehr Störche festgestellt als in den letzten Jahrzehnten. Helmut Vaas vom NABU Ellwangen wurde von der Schwäbischen Zeitung dazu befragt ▶▶ Zeitungsbericht

Ulmer Doktorand entdeckt für ausgestorben erklärte Froschart in Costa Rica
In Costa Rica ist dem Ulmer Doktoranden Randall Jiménez ein spektakulärer Fund geglückt: Er hat ein Exemplar des für ausgestorben erklärten Rotbauchfrosches (Craugastor escoces) entdeckt. Das Weibchen wird nun an der Universidad de Costa Rica untersucht – mit dem Ziel, die Wiederansiedlung der Froschart zu ermöglichen. Angesichts des weltweiten Amphibiensterbens gibt die Wiederentdeckung Hoffnung: Rund ein Drittel der Arten gelten als vom Aussterben bedroht. Dementsprechend groß waren die Freude und das Medienecho in Mittelamerika.
▶▶ http://idw-online.de/de/news676640

Lichtverschmutzung verwirrt Nachtfalter
Der Flug nachtaktiver Falter wird von den Mondphasen beeinflusst. Bei Vollmond scheinen Nachtfalter weniger anfällig für künstliche Lichtquellen zu sein als bei Neumond. Ob das tatsächlich so ist, untersucht die Biologin Jacqueline Degen im Rahmen eines neuen Forschungsvorhabens am Biozentrum Würzburg. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676674

Domestikation: Wie Katzen die Welt eroberten
Die Domestikation der Falbkatze zur Hauskatze fand sowohl in Ägypten als auch im Nahen Osten statt – und beide Linien haben ihre Spuren im Erbgut der europäischen Hauskatzen hinterlassen, wie eine neue Studie zeigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676721

Rettet den Wald der Wisente - stoppt die Holzfäller im Bialowieza-Urwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Dichte Wälder wie der in Bialowieza haben einst halb Europa überzogen, heute ist er einer der letzten Urwälder Europas. Die Unesco hat Bialowieza, wo 900 Wisente leben, längst zum Welterbe geadelt. Doch Polens nationalkonservative Regierung zerstört dieses Erbe.
Mit großen Maschinen fällen Waldarbeiter sogar 150 Jahre alte Fichten. Selbst die Brutzeit der Vögel ignorieren sie. "Es macht mich sauer, wie einige Vandalen, Barbaren, den Wald zerstören können", sagt der Biologe Tomasz Wesolowski:. "Irgendwann kollabiert der Wald komplett und ist für immer verloren." Bevor das passiert, müssen wir den Frevel am Wald stoppen! Polnische Aktivisten blockieren immer wieder die Maschinen der Holzfäller. Jetzt brauchen sie unsere Unterstützung. Wir müssen politischen Druck machen! In Polen, bei der EU und bei der Unesco. Eine Petition ist dazu unser wirksamstes Mittel. Bitte unterschreiben Sie!"
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1100/bialowieza-urwald-erhalten-holzfaeller-stoppen?mtu=250677604&t=3386

Bundesamt für Naturschutz legt Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor und zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_06_20_bundesamt_fuumlr_n

Wuppertal Institut legt Fahrplan für die Energiewende im Ruhrgebiet vor
Eine weitere Umgestaltung der Energieinfrastrukturen und vor allem eine verstärkte regionale Koordination sind essentiell für eine erfolgreiche Energiewende im Ruhrgebiet. Das Projekt "Energiewende Ruhr" zeigt den Weg zu einer strategischen Weiterentwicklung in der Region auf. Die nötigen Schritte für eine Energiewende müssen nun die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in den Ruhrgebietsstädten gehen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news676708

BfN-Präsidentin fordert Kehrtwende in der Agrarpolitik
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt heute erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor. Das BfN zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. "Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein", erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik." ▶▶ http://idw-online.de/de/news676689

Wettbewerb: Sechsbeinige Gartenschönheiten gesucht
Um interessante Naturbeobachtungen erleben zu können, muss man gar nicht weit "ins Grüne" gehen. Auch im Garten tummeln sich faszinierende Arten. Wer sich etwas näher mit ihnen beschäftigt, kann nun am "Swarovski Optik Beobachterpreis" von NABU und naturgucker.de teilnehmen. ▶▶ Mehr

Das Passivhaus – Beitrag zur Energiewende
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband macht uns auf einen interessanten Vortrag aufmerksam. Sie schreibt: "Erfahren Sie alles rund um das Thema Passivhaus im Vortrag von Prof. Dr. Feist am Donnerstag, den 22.6.2017, um 18:30 Uhr, im Vortragssaal in der Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9, in Tübingen!" Mehr Informationen unter
▶▶ www.umweltzentrum-tuebingen.de/downloads/Flyer%20Passivhaus.pdf

22.06.2017

Waldweide: Licht ist Trumpf im Biotop
16 Rinder weiden seit Kurzem im Waldbiotop Wolfental. Forstdirektor Hermann Schmidt hofft, dass sie genug zu fressen haben und gleichzeitig etwas zum Artenschutz beitragen. Wie das geht, zeigte er unlängst Förstern aus dem Zollernalbkreis.
Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://www.schwarzwaelder-bote.de

NABU fordert mehr Einsatz gegen den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft
"Geht es mit dem Gifteinsatz in der Landwirtschaft so weiter, ist der stumme Frühling auch bei uns schon bald die bittere Realität", warnt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. "Pestizide zerstören unsere Natur. Sie sind eine der Hauptursachen für den Rückgang der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft." Der von der grünen Bundestagsfraktion veröffentlichte Plan zur Reduktion des Pestizideinsatzes auf deutschen Äckern weise daher in die absolut richtige Richtung und solle von der Bundesregierung schleunigst aufgegriffen werden. Doch nicht nur die Bundesregierung ist aus Sicht der Naturschützerinnen und Naturschützer in der Pflicht: "Auch die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg kann und muss mehr tun", fordert Enssle. ▶▶ Mehr

Schlaue Vögel: Auch Raben sind nachtragend
Kolkraben sind nicht nur im Umgang mit ihren Artgenossen gewitzt: Sie meiden auch Menschen, die sie schon einmal über den Tisch gezogen haben, zeigt eine neue Studie.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Neobiota: Inseln und Küstenregionen am meisten gefährdet
Die Verteilung von Neobiota, nicht-heimischer Arten, auf verschiedene Regionen der Erde ist höchst unterschiedlich. Wo sich die globalen Hotspots für eingebürgerte, nicht heimische Arten befinden, war allerdings bislang unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung des Ökologen Prof. Dr. Mark van Kleunen von der Universität Konstanz legt nun erstmals eine Analyse dieser Hotspots vor: Demnach finden sich die meisten Neobiota auf Inseln und in Küstenregionen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news676167

Die Kultur der Vögel (Buchtipp)
Die Vögel sind in der Kognitionsforschung heute, was gestern die Bonobos waren. Immer neue Untersuchungen beschäftigen sich mit ihren erstaunlichen mentalen Fähigkeiten. Die Biologin und seit ihrer Kinderzeit Vogelbeobachterin Jennifer Ackerman, die für den "Scientific American" und das "New York Times Magazin" schreibt, näherte sich ihnen in "Die Genies der Lüfte. Die erstaunlichen Fähigkeiten der Vögel" auf eine sehr persönliche Weise.
▶▶ https://hpd.de/artikel/kultur-voegel-14524

Darüber freuen wir uns (aus dem aktuellen BUND-Newsletter)
Unsere Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat nähert sich mit großen Schritten der Millionengrenze! Damit haben wir eine reelle Chance, dem meistgespritzten Pestizid der Welt den Garaus zu machen – darüber freuen wir uns wirklich sehr und sagen herzlich "Danke" an alle, die mitgemacht haben. Und auch an diejenigen im Voraus, die jetzt noch schnell unterschreiben!
▶▶ Hier unterschreiben

Rekordbeteiligung bei NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" im Südwesten
Die "Stunde der Gartenvögel" wird immer beliebter, allein in Baden-Württemberg haben über 6.000 Vogelfreund*innen bei der 13. Auflage der NABU-Aktion mitgemacht. "Bei den Ergebnissen gibt es dagegen Licht und Schatten", fasst Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Ornithologie und Vogelschutz beim NABU Baden-Württemberg, zusammen. Zwar sind Mehl- und Rauchschwalbe nach einer kontinuierlichen Abwärtsentwicklung in den vergangenen Jahren erstmals wieder im Aufwind. Dagegen haben andere Arten wie Kohl- und Blaumeise mit teils massiven Bestandsverlusten zu kämpfen. Auch die Mauersegler befinden sich im Südwesten, entgegen dem Bundestrend, ... ▶▶ Mehr

Leitfaden zur Energiewende für Kommunen und Stadtwerke
Der Strategieleitfaden »Akzente setzen durch Energieausgleich: Flexibilisierung der Energieversorgung« informiert kommunale Fachplaner und Fachplanerinnen sowie lokale Energieversorger über die Chancen von Energieausgleich und unterstützt sie bei der Planung von eigenen Konzepten vor Ort mit konkreten Anregungen und Hilfestellungen. Der kostenfrei erhältliche Leitfaden für Kommunen und Stadtwerke fasst zentrale Ergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts »Akzente – Gesellschaftliche Akzeptanz von Energieausgleichsoptionen und ihre Bedeutung bei der Transformation des Energiesystems« zusammen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675577

15.06.2017

2.000 Euro-Spende ermöglicht NABU Horb den Kauf eines "Blütentraums"
Ein botanisches Kleinod konnte unsere NABU-Gruppe Horb vor Kurzem erwerben. Eine außergewöhnlich arten-, blütenreiche Wiese, die über Jahrzehnte extensiv genutzt worden war
(▶▶ Zeitungsbericht). Ermöglicht hat den Kauf die Bäckerei Saur. Diese verkauft seit neuem Papiertragetaschen an die Kunden und spendete den Erlös der NABU-Gruppe für ein Naturschutzprojekt.

Stellungnahme zum Entwurf des Teilregionalplans Windkraft 2017
Die Naturschutzverbände der Kreise Reutlingen und Zollernalb haben ihre Stellungnahme zum Entwurf der Planung des Regionalverbands Neckar-Alb abgegeben. Das Bestreben des Regionalverbands, mit der Ausweisung von Vorranggebieten für Standorte regionalbedeutsamer Windkraftanlagen seinen Beitrag zur Energiewende zu leisten, wird grundsätzlich begrüßt. Sie sind davon überzeugt, dass es möglich ist durch konsequente Beachtung der Vorgaben zum Schutz von Natur und Landschaft zu einer verträglichen Nutzung regenerativer Energien zu kommen. Skeptisch sind die Verbände allerdings hinsichtlich einer Genehmigungsfähigkeit künftiger Anlagen im Bereich des "Hohwacht" zwischen Grosselfingen, Haigerloch und Rangendingen.
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Achtung Ablenkung! Künstliches Licht beeinflusst migrierende Fledermäuse
Migrierende Fledermäuse werden durch künstliches Licht von ihrer nächtlichen Flugroute abgelenkt. Aber nicht, weil sich an der Lichtquelle vermehrt Insekten tummeln – sondern weil das Licht selbst sie anzieht. Dies fand ein Forscherteam um Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin bei einer Studie mit grünem Laser-Licht heraus.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675725

Gelegenheit macht Seitensprünge - Studie zum Brutverhalten von Nachtigallen
Unter dem Nachwuchs von Nachtigallen wird einer Studie zufolge etwa jedes fünfte Küken fremdgezeugt, es stammt also von einem anderen als dem sozialen Vater, der sich an der Jungenaufzucht beteiligt. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Dr. Conny Landgraf von der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erstmals nachwiesen, korrelierte die Wahrscheinlichkeit, ein oder mehrere Fremdküken im Nest zu haben, stark mit der Anzahl direkter Nachbarn.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675787

Ist Naturschutz der Bundeskanzlerin egal?
Vor zehn Jahren wurde die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" vom Kabinett unter Angela Merkel verabschiedet. Seitdem hat sich die biologische Vielfalt aber verschlechtert statt verbessert - auch weil Bundesministerien ständig querschießen. ▶▶ Mehr

Schwalbenfreundliches Haus - heißen Sie unsere Sommerboten willkommen!
Schwalben finden leider immer weniger geeignete Lebensräume und Nistmöglichkeiten. Helfen Sie den beliebten Sommerboten und machen Sie ihr Haus schwalbenfreundlich. Oder haben Sie schon Schwalben an Haus und Hof? Dann bewerben Sie sich um eine NABU-Plakette für Ihr Haus.
▶▶ Mehr ...

08.06.2017

Neuer Vorstand beim NABU Rosenfeld
Eine Veränderung an der Spitze hat sich in der NABU-Gruppe Rosenfeld bei der Mitgliederversammlung vollzogen: Bei der Mitgliederversammlung am 18. Mai wurden Christa Hanser, Beat Dippon und Marie Holler für die nächsten vier Jahre als Sprecher gewählt. Lesen Sie weiter im ▶▶ Zollern-Alb-Kurier.

Lehrbienenstand des Vereins Mellifera an der Fischermühle in neuem Glanz
Der Bienenerlebnisgarten Lagd (alter Name für Bienenstand) freut sich nun auf kleine und große Besucher. Zehn Infotafeln mit großformatigen Fotos informieren über die faszinierende Welt der Bienen und machen Lust auf mehr. Lesen Sie weiter beim ▶▶ Schwarzwälder Boten.

Der weiße Greif aus den Haigerlocher "Seewiesen"
Am Samstag, 20. Mai 2017, dreht Hans Hermann vom NABU Haigerloch eine seiner "üblichen" Runden und kommt bei der Gelegenheit auch durch die "Seewiesen", eine dieser regelmäßig auftauchenden Geländesenken in der welligen Landschaft der Oberen Gäue zwischen Neckar- und Eyachtal im Zollernalbkreis. "Huch, was ist denn das für ein weißer Turmfalke?" schießt es ihm durch den Kopf, als er den Vogel in einer lang gezogenen Hecke oberhalb des Seggensumpfs sitzen sieht. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

VRG Windkraft "Hohwacht": Planentwurf unvollständig und fehlerhaft?
Auch wenn der NABU Zollernalb die Veröffentlichungen der Bürgerinitiative in der Regel nicht kommentiert, wird am Beispiel des Rotmilans einmalig eine Ausnahme gemacht: Die Bürgerinitiative kritisiert, dass für den Bereich des VRG "Hohwacht" keine Untersuchungen über das Vogel-Vorkommen durchgeführt worden seien. Damit sei die Planung rechtsfehlerhaft. Das ist allerdings so nicht richtig.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Weg für effektiven Herdenschutz frei machen
Landesschafzuchtverband (LSV) und NABU sind angesichts der Äußerungen von Landwirtschaftsminister Hauk zum Herdenschutz besorgt über die Perspektiven der Schäferei.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/april/22357.html

Meeresverschmutzung: Toter Schwertwal war chemische Bombe
Lulu, einer der letzten britischen Schwertwale, starb in Fangleinen. In ihrem Körper schlummerten aber auch Gifte, die sie zum am stärksten kontaminierten Wal der Erde machten.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/toter-schwertwal-war-chemische-bombe/1455243

Geckos kommunizieren überraschend flexibel
Zum ersten Mal wurde bei einem Reptil gezeigt, dass es seine Rufe an sich ändernde Umweltbedingungen anpassen kann, wie man es von den komplexen Kommunikationssystemen von Vögeln und Säugetieren kennt. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen fanden beim Tokeh, einem nachtaktiven Gecko heraus, dass die Rufdauer in einer lauten Umgebung zunimmt. Die Lautstärke der Rufe änderte sich nicht; bei Umgebungslärm produzierten die Tiere jedoch mehr lautere Silbenanteile als in ruhiger Umgebung. Vokale Plastizität ist vermutlich aus der Notwendigkeit heraus entstanden, beim Kommunizieren auch gehört werden zu müssen, und das mehrmals unabhängig voneinander im Tierreich.
▶▶ http://idw-online.de/de/news675397

"BienABest": Neues Projekt soll Arten und Bestäubungsleistung sichern
Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Das Projekt "BienABest" soll helfen, dem Bienensterben Einhalt zu gebieten und die Bestäubungsleistung nachhaltig zu sichern. Das sechsjährige Projekt, in fachlicher Begleitung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), wird aus Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums gefördert. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675363

Die Regeln der Paviane
Konstanzer Biologen ermitteln die Regeln, mit denen Paviane ihre Gruppenbewegung koordinieren. ▶▶ http://idw-online.de/de/news675506

Rotmilan-Paar wird von Windbauern vertrieben
Wegen des Verstoßes gegen geltendes Naturschutzrecht hat der NABU gegen einen Betreiber und den Flächenverpächter eines Windenergieparks im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg Anzeige erstattet. NABU-Mitglieder hatten den Betreiber und den Flächenverpächter dabei erwischt, wie sie die Ansiedlung eines Rotmilan-Brutpaars in der Nähe ihrer Windenergieanlagen durch massive Störung zu verhindern versuchten.
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1151

Erkenntnisse zur Entstehung von Artenvielfalt auf Inseln vertieft
In einer neuen Studie, die jetzt in Current Biology veröffentlicht wurde, hinterfragt ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern u.a. aus dem Museum für Naturkunde Berlin, die vor 50 Jahren aufgestellte Theorie zur Inselbiogeographie. Hauptforschungsfrage dabei war, ob die Artenvielfalt auf Inseln über längere Zeiträume konstant bleibt. Mittels DNA-Analyse und Fossildaten von Vögeln auf der Macaronesischen Inselgruppen im Atlantik konnte diese einflussreiche Theorie nun erstmals bestätigt werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674928

Angriff der Bulldozer auf den Schimpansen-Wald stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "In den Wäldern von Bugoma in Uganda leben 500 Schimpansen. Ihr Lebensraum ist in Gefahr: Die Firma Hoima Sugar will den Wald in eine Zuckerrohrplantage umwandeln. Die Einwohner der Region kämpfen für die Natur und gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Bitte unterstützen Sie die Forderung der Umweltschützer: Der Wald muss erhalten werden!" Zur Petition geht's hier: ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1092/

"Wir wollen keine Ananas im Nationalpark!"
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Wo der Naturschützer Odey Oyama steht, sollte dichter Regenwald wachsen. Das Gebiet gehört zum Cross River Nationalpark in Nigeria, einem besonders artenreichen Fleckchen Erde. Der Park schützt den Lebensraum von Stummelaffen, Mandrills und Waldelefanten. Mit einigem Erfolg: Während Nigeria fast seinen gesamten Wald verloren hat, konnte er sich hier halten. Doch die Firma Dangote hat Regenwaldflächen gerodet, um Ananas-Plantagen anzulegen. Odey wirft der Firma vor, gegen nigerianisches Gesetz zu verstoßen. "Die Plantagen müssen raus aus dem Nationalpark!", fordert er. Bitte unterstützen Sie Odey Oyama mit Ihrer Unterschrift."
Zur Petition: ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1095/

01.06.2017

Klimawandel: Eisbären weichen immer öfter auf Vogeleier als Nahrung aus
Wie ein Team des Norwegischen Polarinstituts herausfand, verschmähen Eisbären offenbar zunehmend Meerestiere und weichen auf Vogeleier als Nahrung aus. Die Wissenschaftler zeichneten die Bewegungen von 67 Eisbären und 60 Ringelrobben vor und nach einem unerwarteten Rückgang der Meereisfläche im Jahr 2006 auf, der die Küstenlinie von Spitzbergen veränderte. Grund scheint das Abschmelzen des Nordpols zu sein. Die Veränderung der Küstenlinie macht die Robbenjagd für den Prädator immer schwieriger. Einfacher sind da die Eier der arktischen Weißwangengänse zu erreichen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_16_folgen_des_klimawand

Zusammenhang zwischen dem Aussterberisiko von Amphibien und ihrem Lebensraum hat sich umgedreht
Amphibien sind heute die am stärksten gefährdeten Landwirbeltiere. Der Gefährdungsgrad einer Art ist nicht zufällig, sondern wird unter anderem durch deren morphologische und ökologische Eigenschaften bestimmt. So finden sich besonders viele gefährdete Amphibienarten unter denen, die Fließgewässer benötigen. Forscher vom Museum für Naturkunde Berlin konnten mit Daten fossiler Arten nun zeigen, dass sich dieser Zusammenhang zwischen Lebensraum und Aussterberisiko im Laufe der Erdgeschichte umgedreht hat, die heute gefährdeten Fließgewässerbewohner waren früher die Gewinner. Einer der Gründe könnte der Mensch und sein Einfluss auf Ökosysteme sein. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news674603

Geiersterben kostet Indien Milliarden
Nur etwa vier Prozent der drei ehemals häufigsten Geierarten Indiens haben das große Sterben überlebt. 80 Millionen Geier drehten in den Jahren vor der Massenvergiftung ihre Bahnen über Indien und erbrachten kostenlos wertvolle Leistungen im Gesundheitswesen Indiens. Haben die Menschen daraus gelernt? Sieht nicht so aus... ▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1123

Endlich erklärt: Grasmücken!
Jetzt kommen sie wieder. Die Grasmücken. Sie gelten als schwer zu beobachten und auch als schwer zu unterscheiden. Gerade Einsteiger tun sich oft schwer mit ihnen und verzichten auf den "zweiten Blick". Birdnet.de stellt jetzt ausführlich die fünf Arten vor, die sich in Mitteleuropa regelmäßig beobachten lassen. Und: Auch auf ihre Gesänge wird eingegangen.
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1126

Magazin der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens
WhinCHAT lautet der Name des neuen, digitalen Magazins der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens. Die erste Ausgabe der frei verfügbaren Online-Zeitschrift umfasst rund 100 Seiten und enthält Beiträge aus acht Ländern Europas, die sich schwerpunktmäßig mit Bestandsentwicklungen und Schutzmaßnahmen beschäftigen. Die Beiträge sind teils deutsch-, teils englischsprachig. Weitere Informationen unter ▶▶ https://braunkehlchen.jimdo.com/

NABU-Sommerakademie - Fortbildungsangebot für ehrenamtlich Engagierte
Der NABU Baden-Württemberg bietet am 01. und 02. Juli wieder in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Bad Boll Ehrenamtlichen eine Sommerakademie an. An zwei Tagen werden fünf spannende Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen geboten. Das vorläufige Programm und weitere Infos erhalten Sie ▶▶ hier.

24.05.2017

Der Wanderfalke – knapp dem Aussterben entronnen
Der Wanderfalke ist in den 60er- bis 80er-Jahren knapp dem Aussterben entronnen – auch in Baden-Württemberg. Zwar erholte sich die Population, doch der Großfalke leidet noch immer unter denselben Problemen wie damals. Pestizide, vor allem quecksilber¬haltige und chlorhaltige Kohlenwasserstoffe wie DDT, brachten den Wanderfalken Mitte des vergangenen Jahrhunderts an den Rand des Aussterbens. Als Jäger am Ende der Nahrungskette war der Wanderfalke von der Vergiftung mit Pestiziden besonders betroffen, da er durch seine Beutetiere große Mengen des Giftes aufnahm. Die Schadstoffe sammelten sich im Körper der Tiere an. Weibliche Falken legten in der Folge Eier mit dünnen, brüchigen Eischalen. Viele Eier zerbrachen, der Bruterfolg sank.
Weitere Informationen beim ▶▶ NABU-BW.

Studie zu Blaumeisen: Erst riechen, dann betteln
Blaumeisen können den Geruch anderer Jungtiere wahrnehmen und daraufhin ihr Bettelverhalten anpassen. Das ist das Ergebnis der neuesten Studie von Dr. Barbara Caspers und Dr. Peter Korsten von der Universität Bielefeld, die heute, am 12. Mai, im Journal "Functional Ecology" veröffentlicht wird. Die Verhaltensbiologin Caspers erforscht als Freigeist-Fellow, gefördert von der Volkswagen-Stiftung, in ihrem Projekt "Der Geruch der Verwandtschaft – wie entsteht er, wie riecht er" zurzeit das Geruchsverhalten verschiedener Tiere. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674559

Kakadus passen auf ihre Werkzeuge auf
Nur wenige Tierarten so wie Neukaledonische Krähen oder einige Primaten können Werkzeuge benutzen. Noch weniger können sie sich selbst herstellen. Eine Vogelart, der Goffin-Kakadu schafft es dagegen, sich diese beiden Fähigkeiten ohne Erbanlagen selbst beizubringen. Forschende der Vetmeduni Vienna und der Universität Wien zeigten nun, dass die schlaue Papageienart ein weiteres Talent beim Umgang mit Werkzeugen hat. Die Studie wurde im Fachjournal Animal Behaviour veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674684

Wie lange noch? Alarmierender Rückgang bei Vögeln in Deutschland und Europa
Eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag bestätigt Beobachtungen zum Rückgang der Feldvögel - Verlust von Nahrung und Lebensraum
▶▶ http://www.birdnet-news.de/?PartnerID=2&beitrag=1146

4 gewinnt: neue Ameisenarten
Senckenberg-Wissenschaftler haben die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameise Tapinoma nigerrimum untersucht, die dort und zunehmend auch nördlich der Alpen als Invasionsameise auftritt. Die großangelegte Studie zeigt, dass es sich dabei nicht um eine sondern vier eigenständige Arten handelt. Sie stehen in direkter Konkurrenz zu anderen Ameisenarten. Die Studie wurde kürzlich im Fachmagazin "Myrmecological News" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news674184

Sonderausgabe "Natur und Landschaft": Naturschutzarbeit in Deutschland 2016
Einen informativen Überblick über die Naturschutzarbeit in Deutschland bietet die aktuelle Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft", die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) herausgegeben wird. Die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Institutionen in Deutschland präsentieren in diesem Themenheft ihre Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2016: das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, die für Naturschutz zuständigen Landesämter, die Bund/ Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA), die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW), Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz sowie zahlreiche Naturschutzverbände und Stiftungen. Auch der DDA ist wie in jedem Jahr vertreten und berichtet über die Arbeit des Vereins.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_09_sonderausgabe_bdquo

Methanquellen vor Spitzbergen verringern Treibhauseffekt
Große Mengen des Treibhausgases Methan sind in den Meeresböden der Arktis eingeschlossen. Tritt es aus und gelangt bis in die Atmosphäre, verstärkt es dort den Treibhauseffekt, so die gängige Meinung. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt aber herausgefunden, dass Methanquellen am Meeresboden vor Spitzbergen nicht notwendigerweise diesen Effekt haben, sondern der Atmosphäre effektiv sogar Treibhausgase entziehen können. Die Studie erscheint heute in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS).
▶▶ http://idw-online.de/de/news674215

Wann rechnet sich ein E-Auto? Online-Kostenrechner jetzt verfügbar
Die Elektromobilität ist angesichts von Dieselskandal und der Diskussion um Fahrverbote in aller Munde. Dennoch fehlt Verbrauchern bisher die Möglichkeit, konkret und individuell auszurechnen, welche Vorteile ein Elektrofahrzeug im Vergleich zum konventionellen Pkw hinsichtlich Kosten und Umwelt hat. Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut einen Onlinerechner entwickelt, der ab heute allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung steht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news674696

Wie stark stören Windenergieanlagen die Lebensräume unserer Vögel?
Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA) auf Vögel wurden in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise untersucht. Großflächige Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen des bereits realisierten Ausbaustands des Windenergiesektors auf windkraftsensitive Arten fehlen jedoch bislang weitgehend. Im Rahmen einer Studie hat sich der DDA nun mit der Überlagerung der Brutzeithabitate ausgewählter Vogelarten mit Risiken, die von der Windkraftnutzung ausgehen, beschäftigt.
Um die von WEA ausgehenden Risiken für Vögel abzuschwächen, wurden in Deutschland durch die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelwarten (LAG VSW) Abstandsempfehlungen definiert. Diese wurden genutzt, um die Überlagerung von Brutzeitlebensräumen mit windkraftinduzierten Risiken als auch die potenziell beeinflussten Populationsanteile windkraftsensibler Arten abzuschätzen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_05_02_neue_studie_des_dda:

18.05.2017

Verändern Windkraftanlagen das Kleinklima im "Dreiländereck"?
In der Zeitung war der Einwand eines Landwirts zu lesen, wonach Windräder angeblich das Mikroklima verändern und er seine Felder nicht mehr wie bisher bewirtschaften können werde. Es stellt sich zwar erneut die Frage, ob solche Diskussionen schon zum jetzigen Zeitpunkt geführt werden müssen, wo noch kein einziges Windrad geplant ist, aber auch diesem Einwand geht der NABU Zollernalb auf seiner Website nach:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Unsere Meinung: Bebauungsplan "Am Pfaffenberg" in Burladingen-Melchingen
Die "Achillesferse" generell und hier insbesondere im Hinblick auf den besonders umfangreichen Ausgleichsbedarf ist die Kontrolle der Durchführung und der dauerhaften Erhaltung. Die verbindliche Festsetzung einer Überprüfung ist grundsätzlich zu begrüßen. Probleme bestehen allerdings im Detail. ▶▶ Mehr

NABU erstellt weiteres Schwalbenhaus in Zimmern u.d.B.
Auf der Grundlage einer Spende der Volksbank Hohenzollern konnte mithilfe von Spenden und Zuschüssen der Naturschutzbehörden der Bau von "Schwalben-Hotels" und weitere Schwalben-Nisthilfenprojekte möglich werden. Das dritte Projekt wurde nun dieser Tage in Zimmern u.d.B. der Öffentlichkeit vorgestellt.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/projekte/artenschutz/schwalbenschutz/

Finanzierung des Naturschutzes in BW - Engpässe trotz Mittelzuwachs
Seit 5 Jahren erlebt der Landeshaushalt von BW einen früher für undenkbar gehaltenen Zuwachs an Naturschutzmitteln. Bis Ende der Legislaturperiode ist eine Steigerung von früher jährlich 30 Mio. € auf dann 90 Mio. € jährlich vorgesehen. Wie passt das mit Finanzierungslücken etwa bei der Bewilligung von Landschaftspflegemitteln 2016 zusammen? Das LNV-Info 1/2017 erläutert die Hintergründe, schildert überproportionale Einsparungen im Naturschutzhaushalt und zeigt Lösungsmöglichkeiten. ▶▶ weiterlesen

Lebewesen - nicht Pflanze, nicht Tier: Ganz schön schlaue Schleimpilze
Forscher aus Göttingen und den USA finden Grundlage für komplexes Verhalten im Schleimpilz: Trotz fehlendem Nervensystem ermöglicht ein einfaches Feedback dem Schleimpilz den kürzesten Weg durch ein Labyrinth zu finden. Dazu verschickt der Schleimpilz Informationen mit der Strömung in seinem Adernetzwerk und verstärkt diese Strömung dabei.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673948

04.05.2017

Erhöhte Waldbrandgefahr im "Dreiländereck"?
Nachdem kürzlich im Kreis Plön ein Windrad abgebrannt ist, sehen manche schon die Wälder im Dreiländereck in Gefahr. Natürlich können technische Anlagen brennen und das ist nicht das erste Windrad, das brennt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob solche Diskussionen schon zum jetzigen Zeitpunkt geführt werden müssen, wo noch kein Windrad geplant ist. Auch das thematisiert der NABU Zollernalb auf seiner Website:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Elefantenbullen reagieren auf unbekannte Weibchen stärker
Die KognitionsbiologInnen Angela Stöger und Anton Baotic von der Universität Wien erforschen die Kommunikation von Elefanten. Im Speziellen untersuchen sie, wie Elefantenbullen vokalisieren – diese gelten im Gegensatz zu den Weibchen als schweigsame Zuhörer. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Scientific Reports" konnten sie zeigen, dass Elefantenbullen die Laute von unbekannten Weibchen viel attraktiver und anziehender fanden als jene von vertrauten Weibchen: Möglicherweise eine evolutionäre Anpassung, um Inzucht zu vermeiden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673063

Bären: Wenn jeder mit jedem kann
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit Hilfe mehrerer zoologischer Gärten das komplette Erbgut von vier Bärenarten sequenziert. Damit liegen erstmalig die vollständigen Genome aller Bärenarten vor. Die Analyse des Forscherteams zeigt, dass ein Genfluss zwischen den meisten Bärenarten möglich ist. In der nun im Fachjournal "Nature Scientific Reports" erschienenen Studie stellen die Wissenschaftler daher auch das bisherige Artenkonzept für Bären in Frage.
▶▶ http://idw-online.de/de/news673057

Erstes Wanderfalken-Küken geschlüpft
In diesem Jahr können alle den Wanderfalken in der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg via Internet beim Brüten und der Aufzucht der Jungen zuschauen. Vor wenigen Tagen ist das erste Küken geschlüpft - schauen Sie mal, ob Sie es entdecken können. ▶▶ Zur Webcam

Schutz der Meere: Dringender Appell an die Mitglieder des Bundestags
Der 17. Mai könnte zum Schicksalstag für die Arten in Nord- und Ostsee werden. Fordern Sie die Abgeordneten des Bundestags auf, an diesem Tag für den Schutz unserer Meere zu stimmen! Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

10 Jahre NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm": Baden-Württembergs Gotteshäuser besonders gastfreundlich
Vor zehn Jahren ist die Aktion "Lebensraum Kirchturm" gestartet. Mittlerweile hat der NABU über 1.000 Kirchen ausgezeichnet – dafür, dass sie ihren Turm für Falken, Fledermäuse & Co. öffnen und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für diese bedrohten Arten schaffen. Stolze 212 der besonders gastfreundlichen Kirchen liegen in Baden-Württemberg, das damit bundesweit mit Abstand den ersten Platz belegt. „Wir freuen uns sehr, dass die Kirchen und die NABU-Gruppen im Land sich damit so erfolgreich für Wanderfalken, Große Mausohren und viele andere Arten einsetzen“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
▶▶ http://www.nabu-bw.de/lebensraumkirchturm

LivingLand-Initiative und EU-Konsultation - Umfrage zur EU-Agrarpolitik
Die EU-Agrarpolitik ist reformbedürftig und verhindert weder das Arten- noch das Höfesterben. Große Umweltverbände haben nun die Initiative LivingLand ins Leben gerufen und fordern einen grundlegenden Wandel. LivingLand informiert auch über die aktuelle EU-Konsultation zur EU-Agrarpolitik. Bis zum 2. Mai können EU-Bürger/innen ihr Votum über die Verteilung von aktuell 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben, die bisher zum großen Teil nach dem "Gießkannenprinzip" verteilt werden. Das hat eine verheerende Umweltbilanz. Der LNV unterstützt die Initiative. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.living-land.de/

Bedenkenloses Spiel mit der Sicherheit belgischer Atomreaktoren
Aus dem Newsletter des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV): "Die zwei vorgeschädigten belgischen Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind wegen tausender Fehlstellen in ihren Reaktordruckgefäßen zu Beginn des Jahres 2015 gleichzeitig abgeschaltet worden. Doch dann - obwohl die Schäden nicht beseitigt werden konnten - wurden die vorgeschädigten Reaktoren mit Erlaubnis der belgischen Atomaufsicht Ende 2015 wieder in Betrieb genommen. Ein himmelschreiendes Versagen der Verantwortlichen! Selbst ausgewiesene Anhänger der Atomtechnik sind fassungslos!"
Ein von der NRW-Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten enthält nun einige "Ungereimtheiten", weshalb der SFV einen Offenen Brief an den zuständigen Minister geschrieben hat. Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

27.04.2017

Modellprojekt "naturverträgliche Felssicherung an Straßen"
Das langjährige Engagement des BUND und anderer Naturschutzverbände für den Schutz der Felsbiotope im Biosphärengebiet trägt erste Früchte. Die BSG-Geschäftsstelle hat das oben genannte Modellprojekt ins Leben gerufen um der Praxis "erst die Räumung/ Sprengung planen, dann unter Zeitdruck versuchen, dem Arten-und Biotopschutz gerecht zu werden" eine bessere Verkehrssicherungsstrategie entgegenzusetzen. Im Projekt sind neben den Naturschutzverbänden auch Straßenbaubehörden vertreten.
▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/verkehrssicherung-versus-felsenschutz/

Wildes Herz: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung
Anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift "PLOS ONE" veröffentlicht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news672882

Schwalben leiden unter Insektenmangel und Klimawandel
Was bei den Pflanzen die Apfelblüte, ist bei den Vögel das Erscheinen der Schwalben: Kommen die schnittigen Flieger aus Afrika, hält der Frühling endgültig Einzug. Leider nehmen die Schwalbenbestände von Jahr zu Jahr ab. ▶▶ Mehr

Dringend: Ein Schutzgebiet für Pinguine in Chile
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald schreibt: "Die bedrohten Humboldt-Pinguine tauchen in der Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" nach Anchovis und Sardellen. Sie machen den Ozean in Nordchile zu einem faszinierenden Hotspot der Artenvielfalt - gemeinsam mit Walen und Delfinen. Seit Jahrzehnten steht das Überleben dieses Paradieses auf der Kippe. Immer wieder gefährden Industrieprojekte wie Kohlekraftwerke, Bergwerke und Häfen das wertvolle Ökosystem. Eine Katastrophe für die Natur!
Jetzt scheint sich der Wind endlich zu Gunsten der Pinguine gedreht zu haben. Die Regional-Regierung hat sich gegen die umweltzerstörerischen Pläne des Minenunternehmens /Andes Iron/ ausgesprochen. Bitte lassen Sie diesen Traum der Pinguine wahr werden und unterschreiben Sie unsere Petition." Mehr unter ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1085/

Paradiese in Gefahr: Studierende forschen zu Plastikmüll in den Meeren
Selbst ein entlegenes Atoll bleibt von der Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll nicht verschont. Master-Studierende und Wissenschaftler der Uni Bayreuth haben auf einer Insel im Indischen Ozean angespültes Treibgut analysiert und Bedenkliches herausgefunden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news672901

20.04.2017

Windenergie: Erbebengefahr im Hohenzollerngraben
"Die Erdbebengefahr im Hohenzollerngraben wird immer größer und in 40 bis 50 Jahren könnte ein großes Beben ein Windrad zum Bersten bringen. Dann läuft das ganze Getriebeöl ins Grundwasser und gefährdet die Trinkwasserversorgung der Starzel-Eyach-Gruppe." - Unter anderen war dieser Einwand eines Mitbürgers in der Zeitung zu lesen. Aber stimmt das auch? Der NABU fühlt einigen der in der Diskussion zu hörenden Argumenten nach und nach auf den Zahn.
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Fischadler erhalten Horst am Oberrhein — Filmbeitrag im SWR-Fernsehen
Fischadler bei uns im Südwesten? Das wäre eine Sensation. Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU-Vogelschutzzentrum hat ihnen am Oberrhein einen Brutplatz geschaffen. Damit sollen die ausgerotteten Großvögel aus anderen Regionen angelockt werden. Das SWR hat vor wenigen Tagen in der Sendung „natürlich!“ einen kleinen, feinen Filmbeitrag gesendet.
▶▶ zum Film in der ARD-Mediathek

Was Spinnen alles erbeuten können
Vogelspinnen erbeuten, anders als ihr Name suggeriert, nur selten Vögel oder andere, größere Wirbeltiere. Selbst die mächtige Goliathspinne jagt meistens Insekten und andere Wirbellose. Erstmals wurde jedoch belegt, dass sie Schlangen erbeuten können.
▶▶ www.spektrum.de/news/was-spinnen-alles-erbeuten-koennen/1446329

Frühlingsgefühle bei den Wildkatzen
Der Baldriangeruch ähnelt dem Paarungsduft der Wildkatzen so sehr, dass wir ihnen damit hoffentlich wieder auf die Spur kommen. Derzeit ist der BUND wieder mit Lockstöcken und Wildtierkameras hinter der Wildkatze her, u.a. in der Lüneburger Heide und Südbrandenburg. Um ihre Verbreitung zu bestimmen, nutzen die Expert*innen, darunter viele Ehrenamtliche, die sog. Lockstock-Methode. ▶▶ Mehr zum Thema

"Bienenkonferenz" spart Ursachen des Insektensterbens aus
Der NABU, der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) und die Aurelia-Stiftung fordern von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt mehr Glaubwürdigkeit beim Einsatz für Honigbienen und andere Wildbestäuber. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sendet mit der „Internationalen Bienenkonferenz“, die heute und morgen in Berlin stattfindet, zwar ein richtiges Signal, indem die „Bedeutung der Biene und die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen“ zum Thema gemacht wird. Nicht nachvollziehbar ist, warum die intensive Landwirtschaft, die für den desolaten Zustand von Honigbienen und anderen Insekten maßgeblich verantwortlich ist, weitgehend ausgespart wird.
Mehr unter ▶▶ https://www.nabu.de/presse/pressemitteilungen/

Wenn aus friedlichem Miteinander Konkurrenz wird - Klimawandel
Biologen sind sich einig darüber, dass der Klimawandel nicht nur mehr Hitzewellen und Überflutungen verursacht, sondern auch die biologische Vielfalt verringert. Die spezifischen Prozesse, die letztlich zum Verlust von Arten führen, sind jedoch noch wenig erforscht. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig und der Universität Leipzig haben nun in einem verblüffenden Experiment eine der möglichen Ursachen für den Artenverlust durch Klimawandel gefunden.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news671060

Französisch-Guayana: Keine Goldmine in den Regenwald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Es ist ein industrielles Monster, das unberührten Regenwald verschlingt: Die Regierung in Paris ist dabei, eine 190 Quadratkilometer große Gold-Konzession in Französisch-Guayana zu vergeben. Ein 2,5 Kilometern langer Tagebau würde sich dann in Montagne d’Or durch den Amazonas-Regenwald fressen. Die Goldextraktion verschlänge 20 Prozent von Französisch-Guayanas jährlichem Stromverbrauch. Das größte Risiko geht vom Damm aus, der Millionen Tonnen cyanidhaltigen Schlamm aufstauen soll.
Genehmigt Frankreich die geplante Ressourcenausbeutung, würde ein Präzedenzfall für weitere, zerstörerische Großprojekte geschaffen - gegen die Umwelt und gegen die Bevölkerung. Bitte unterstützen sie unsere Petition für den Regenwald und gegen die Goldmine."
▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1084/

Die Dämonen eines Gewässers
Der Kivu-See im ruandischen Grenzgebiet verbirgt einen brenzligen Schatz: Gewaltige Mengen von Methan könnten dem Land Energiesicherheit bescheren - oder eine Katastrophe auslösen.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/die-daemonen-eines-gewaessers/1440984

Gemeinsam für einen Wandel in der Agrarpolitik – gemeinsam für LivingLand
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ist gescheitert. Sie verhindert weder Arten- noch Höfesterben. Setzt ein Landwirt sich besonders für Naturschutz, Ernährung oder Gesellschaft ein, wird das aber kaum belohnt. 60 Mrd. € Steuergelder werden derzeit jährlich für Agrarsubventionen in der EU ausgegeben und sollen ab 2021 neu verteilt werden. Landwirte, Verbraucher und Natur haben eine bessere Landwirtschaftspolitik verdient.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_27_gemeinsam_fuumlr_e

13.04.2017

Windenergie-Planung des Regionalverbandes
Natürlich haben Sie's gemerkt: Die Sondermeldung zur Ansteckungsgefahr durch einen kranken Windenergieanlagen-Servicetechniker waren "fake news" und dem Datum vom 1. April geschuldet. Nichtsdestotrotz fallen bei den um ihre Gesundheit besorgten Mitmenschen mitunter Argumente auf fruchtbaren Boden, die fast ebenso weit hergeholt erscheinen mögen. Der NABU bemüht sich im Rahmen seiner Internet-Information zur Windenenergie-Planung des Regionalverbandes darum, einen Teil solcher Argumente zu hinterfragen und soweit möglich auch Antworten darauf zu finden: ▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/windenergie-in-haigerloch/argumente-hinterfragt/

Einzigartiger Fischfund in Süddeutschland
Höhlen bieten extrem angepassten Tierarten einen speziellen Lebensraum. Hobbyforscher fanden nun Europas einzigen bislang bekannte Höhlenfisch-Art in einem deutschen Karstsystem.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/einzigartiger-fischfund-in-sueddeutschland/1445373

Rotmilan stoppt Windrad - Eilantrag von Naturschützern erfolgreich
Weil es unweit eines Brutwaldes für den geschützten Rotmilan steht, darf ein Windrad bei Braunsbach (Kreis SHA) derzeit nicht betrieben werden. Der Landesnaturschutzverband (LNV) und der Naturschutzbund (NABU) setzten beim Verwaltungsgericht Stuttgart einen Stopp für die kürzlich erst gebaute Anlage durch. Es bestünden "ernstliche Zweifel" an der vom Landratsamt erteilten Baugenehmigung für das Windrad, teilte das Gericht am Mittwoch mit. (Az: 13 K 9193/16) Lesen Sie weiter z.B. in den ▶▶ Stuttgarter Nachrichten.

Ökologische Netzwerke sollen Braunbären helfen
Der Erhalt der Braunbären hängt von Strategien ab, die die Ausbreitung der Tiere und den Austausch zwischen Teilpopulationen ermöglichen, aber auch Konflikte mit Menschen verringern. Daher untersucht ein europäisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen im Rahmen des Projekts „Bear Connect“, inwieweit ökologische Netzwerke Landschaften funktional miteinander verbinden und Nachhaltigkeit erhalten können. Von den durch die EU bewilligten rund 1,45 Millionen Euro erhält die Universität Göttingen in den kommenden drei Jahren etwa 270.000 Euro. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670838

Elefantendrama nahm glücklichen Ausgang
Eine Elefantenherde bleibt im Schlamm eines Bombentrichters stecken. Doch dann eilen Dorfbewohner und Naturschützer zur Hilfe.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/elefantendrama-nahm-gluecklichen-ausgang/1444967

Rauchschwalben als Brutvögel in Südamerika – Bemerkenswerte Anpassungen
Schwalben sind bis auf die Antarktis auf allen Kontinenten vertreten und stehen weltweit als ausgeprägte Zugvögel für den Wechsel der Jahreszeiten. Die in Nordamerika weit verbreitete Unterart erythrogaster verbringt den Winter vorwiegend im fast 20.000 Kilometer entfernten Argentinien. Vor rund 35 Jahren siedelten sich plötzlich einige dieser Vögel in der Nähe von Buenos Aires an und gründeten rund 7000 Kilometer von den nächsten Vorkommen entfernt eine neue Population. Inzwischen hat diese Gründerpopulation ihr Areal erfolgreich um mehr als 500 Kilometer erweitert. Bruten auf der anderen Halbkugel sind auch von weiteren Schwalbenarten bekannt, wie z.B. der ebenfalls in Nordamerika verbreiteten Fahlstirnschwalbe. Die Rauchschwalbe ist jedoch die bislang einzige dieser Arten, die sich erfolgreich etablieren konnte.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_30_rauchschwalben_als_b

Kaminofen-Prototyp "Pellwood": Schornsteinfegermessung bestätigt niedrigste Emissionswerte
Rund 30 Prozent der energiebedingten schadhaften Emissionen wie Staub, Ruß und Kohlenmonoxid stammen aus zumeist privat betriebenen Kaminöfen. Dies belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die menschliche Gesundheit. Eine neuartige am DBFZ entwickelte Kombination aus Scheitholzkaminofen und Pelletbrenner stößt nahezu keine Luftschadstoffe mehr aus. Dies wurde in einer unabhängigen Messung durch einen Bezirksschornsteinfeger bestätigt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670888

Der neue Solarbrief 1/17 ist online
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. teilt mit: "Der neue Solarbrief kann unter
▶▶ http://www.sfv.de/solarbr/2017_1.htm als pdf-Datei kostenfrei abgerufen werden. Themen sind u.a. Behandelt werden u.a. zwei Umfrageergebnisse von Emnid zu den Themen "höchster Vorrang für die Energiewende" und "Regionaler Speicherausbau statt Höchstspannungsleitungen" sowie das Bürokratiemonster EEG."

Neuer Glyphosat-Report: Gekaufte Wissenschaft
Aus dem aktuellen BUND-Newsletter: "Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat haben die wissenschaftlichen Belege für die Gesundheitsgefahren durch das Ackergift seit Jahren vertuscht. Das beleuchtet und belegt die Studie "Gekaufte Wissenschaft", die wir gemeinsam mit der Bürgerinitiative gegen Glyphosat heute veröffentlicht haben."
▶▶ http://newsletter.bund.net/go/4/24H17LTE-24DF6H8U-24G5ZASU-9O8FOG.html

06.04.2017

Der NABU trauert um Richard Schneider
Völlig unerwartet ist Richard Schneider, der stellvertretende Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen, vergangenen Sonntag im Alter von 54 Jahren verstorben. Richard Schneider hat sich mit größter Hingabe für den Naturschutz eingesetzt. Mit seinem freundlichen Wesen, seiner Leidenschaft und seiner immensen Fachkompetenz hat er viele Menschen für seine Herzens­themen begeistert. Er war maßgeblich an Aufbau und Weiterentwicklung des NABU-Vogelschutz­zentrums Mössingen beteiligt. Das bleibt gleichermaßen unvergessen wie sein großes ehren­amtliches Engagement beim NABU Rottenburg, im Kreis Tübingen und weit darüber hinaus. Wir verlieren mit Richard Schneider einen überaus geschätzten Kollegen und lieben Menschen. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 23.03.2017 um 14 Uhr auf dem Klausen-Friedhof, Schadenweilerstraße, Rottenburg am Neckar statt.

Windenergieanlagen im Raum Haigerloch
Der NABU Haigerloch bekennt sich zur naturverträglichen Energiewende und betrachtet die Windenergie als ein bedeutendes Element bei der Energieerzeugung aus erneuerbarer Energiequellen sowie als Beitrag zum Klimaschutz. Das bedeutet aber nicht, dass Windenergie­anlagen überall an jedem Ort befürwortet werden, denn der NABU vertritt als Verein in erster Linie die Interessen von Natur und Umwelt und dieser Satzungszweck hat, trotz aller Differenzen im Detail, Vorrang vor anderen Interessen - mögen diese noch so berechtigt sein.
Nachdem zwar noch keine Anlagenplanungen auf dem Tisch liegen, die zunehmenden Anfragen aus der Bevölkerung jedoch eine Positionierung erforderte, hat sich der NABU Haigerloch anlässlich seiner Mitgliederversammlung ausführlich mit der Thematik befasst. Das dort beschlossene Vorgehen wird jetzt - mit weiteren Informationen - auf einer Internetseite dargestellt.
▶▶ Hier geht's weiter.

Keine Felchenmast am Bodensee
Der NABU und 31 weitere Organisationen und Verbände aus Deutschland, Schweiz und Österreich lehnen eine Felchenmast im Bodensee ab und haben dies gemeinsam in einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Peter Hauk kundgetan.
Weitere Informationen finden Sie hier: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22127.html

Wanderfalkenwebcams
Der schnellste Vogel der Welt war 2017 im Ländle besonders schnell: Im Nistkasten auf dem Turm der Heiliggeistkirche Heidelberg wird bereits gebrütet. Über drei Webcams kann man bei uns den Vögeln live beim Brüten und Aufziehen des Nachwuchses zuschauen, ohne sie zu stören. Rund einen Monat dauert es noch, bis die Jungen schlüpfen. ▶▶ zu den Webcams

Wenn Raben an einem Strang ziehen
Gefiederte Affen – "feathered apes" – nennt Nathan Emery gern die Einsteins unter den Vögeln: die Raben, Saatkrähen, Häher und Elstern, die, so entdeckt man Stück für Stück, alles das können, was man bisher nur Bonobo & Co. zutraute. Mit "Bird Brain", zuerst durch die Princeton University Press veröffentlicht, schrieb er ein packendes und konzises Kompendium der ornithologischen Kognitionsforschung der letzten 25 Jahre.
▶▶ https://hpd.de/artikel/wenn-raben-an-einem-strang-ziehen-14224

Und nochmals Raben: "Junggesellen" leben in dynamischen sozialen Gruppen
Kolkraben haben erstaunliche kognitive Fähigkeiten beim Umgang mit Artgenossen – diese sind durchaus vergleichbar mit vielen Affenarten, bei denen die Entstehung ihrer sozialen Intelligenz mit ihrem Gruppenleben in Zusammenhang gebracht wird. In einer internationalen Zusammenarbeit hat ein Team um den Kognitionsbiologen Thomas Bugnyar von der Universität Wien nun erstmalig das Gruppenleben nicht-brütender Kolkraben genauer untersucht, um die Evolution der Intelligenz von Kolkraben besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news670146

Warum stürzen sich junge Trottellummen die Klippen hinunter?
Auf Helgoland lässt sich im Juni in der Abenddämmerung an Deutschlands einzigem Brutplatz der Trottellumme ein beeindruckendes Schauspiel beobachten: Der sogenannte Lummensprung. Die etwa drei Wochen alten und noch flugunfähigen Jungtiere springen dabei von den bis zu 40 Meter hohen Felsvorsprüngen ins Meer bzw. vielfach auf den steinigen Boden vor den Felsen. Dank ihrer dicken Fettschicht überleben die meisten Jungvögel diesen Sturz, einige kommen jedoch auch dabei um. Doch warum gehen die Tiere dieses Risiko ein und verbleiben nicht in der Kolonie, bis sie ausreichend flugfähig sind? ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_29_warum_stuumlrzen_s

Weißstorch: Überwinterung in Europa bringt Vorteile
Umweltveränderungen und die globale Klimaerwärmung stellen die Anpassungsmöglich¬keiten vieler Zugvögel auf die Probe. Für eine Reihe von Vogelarten hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass diese weiter nördlich und damit näher an ihren Brutgebieten überwintern, so auch der Weißstorch. Um mehr über dieses Phänomen herauszufinden, hat ein internationales Wissenschaftler-Team GPS-Daten von insgesamt 54 jungen Weißstörchen derselben Brutpopulation analysiert und deren Überlebenswahrschein¬lichkeit ermittelt sowie das Verhalten während des Winters studiert. Alle sechs besenderten Störche, die ein Winterquartier in Europa wählten, überlebten. Bei den 48 in den traditionellen Gebieten in Afrika überwinternden Vögeln überlebten hingegen lediglich 38 %. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_03_29_weiszligstorch:_u

Monitoring frühe Falter
Bei naturgucker.de findet in diesem Jahr wieder das Monitoring "Frühe Falter" statt. Es ist bereits die dritte Saison, in der dieses Projekt durchgeführt wird. Das Augenmerk des Monitorings "Frühe Falter" ist auf den Admiral, den Zitronenfalter, den Aurorafalter und den Trauermantel gerichtet und auch wenn ein "Kleiner Fuchs" über den Weg fliegt, sollte er gemeldet werden. Beobachtungen dieser Tiere im März, April und Mai sind für das Monitoring besonders wichtig. Wer sich beteiligen möchte, kann auf ▶▶ http://www.naturgucker.de/nabu_fruehe-falter seine Beobachtungen eingeben. Dort reicht ein Klick auf das grüne Fernglas-Symbol, und schon öffnet sich ein Formular, in dem es Bilder der fünf Schmetterlingsarten gibt.

Die ToxFox-App und die Giftfrage: Scann jetzt. Kauf schlau.
Der BUND hat die ToxFox-App entwickelt, damit Verbraucher*innen Produkte scannen können und direkt eine Info über giftige oder hormonell wirksame Inhaltsstoffe bekommen. Ist das Produkt noch nicht erfasst, kann per "Giftfrage" eine Mail an den Hersteller geschickt werden. Dieser muss innerhalb von 45 Tagen Auskunft über Giftstoffe geben.
▶▶ ToxFox-App für iOS herunterladen
▶▶ ToxFox-App für Android herunterladen

Geld für mehr Radverkehr ist gut angelegt
LNV-Pressemitteilung vom 24.03.2017: "Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) begrüßt nachdrücklich die von Verkehrsminister Winfried Hermann MdL vorgestellten Initiativen zur Förderung des Radverkehrs. Die Landesregierung sei damit auf dem richtigen Weg. Das gegen den Radverkehr gelegentlich vorgebrachte Argument, Baden-Württemberg sei als Mittelgebirgsland nur begrenzt für den Radverkehr geeignet, ist historisch und technisch widerlegt . Bis in die 1950er Jahre war das Fahrrad neben Bus und Bahn das wichtigste Nahverkehrsmittel." ▶▶ http://lnv-bw.de/geld-fuer-mehr-radverkehr-ist-gut-angelegt/

Keine Sackgassen für Erdkröte, Dachs und Hirsch
Der NABU Baden-Württemberg begrüßt das vom Bundesamt für Naturschutz vorgestellte "Bundeskonzept Grüne Infrastruktur". "Die Wiedervernetzung unserer Landschaft ist gesetzlich verankert und muss daher Priorität haben. Es kann nicht nur darum gehen, dass wir Menschen gut von A nach B kommen", betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.
Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

NABU und LNV: Gerichtsentscheid mit Signalwirkung
Zur heutigen Verkündung des Verwaltungsgerichts Stuttgarts zur Entscheidung vom 15. März sehen sich die beiden klagenden Naturschutzverbände NABU und LNV bestätigt: "Das Gericht bestätigt unsere Auffassung, dass dieses Windrad von der Genehmigungsbehörde so nicht hätte genehmigt werden dürfen und es einer Umweltverträglichkeitsprüfung bedurft hätte", sagen die beiden Vorsitzenden Johannes Enssle (NABU) und Gerhard Bronner (LNV). Das Gericht hat entschieden, dass die Anlage in Braunsbach derzeit nicht betrieben werden darf. "Dieser Gerichtsentscheid hat Signalwirkung für ähnliche Infrastrukturprojekte im Land." Die Natur- und Umweltschutzverbände fordern, dass bei Infrastrukturprojekten wie Windenergieanlagen grundsätzlich eine Umwelt­verträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden muss, wenn negative Umweltauswirkungen nicht auszuschließen sind. "Wir unterstützen die Energiewende und den Ausbau der Windkraft. Aber die gesetzlichen Naturschutzvorgaben müssen strikt eingehalten werden", stellt Bronner klar.
NABU und LNV hatten bereits vor knapp einem Jahr und damit vor dem Bau der Anlage Wider­spruch eingelegt, auf den die Behörden jedoch nicht reagiert und den Bau zugelassen hatten. "Weil die Mühlen der Verwaltung zu langsam mahlen, muss die nun bereits gebaute Windmühle still stehen. Das ist tragisch. Und es zeigt uns, dass beim Artenschutz sauber gearbeitet werden muss", betont Enssle. Wie es mit der Anlage weitergeht, ist noch unklar.
Hintergrund:
LNV und NABU Baden-Württemberg haben Mitte Dezember einen Eilantrag beim Verwaltungs­gericht Stuttgart eingereicht, um die Genehmigung für die Inbetriebnahme eines bereits errichteten Windrades in Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall auszusetzen. Grund dafür ist, dass die Anlage mitten in den Brutrevieren von vier streng geschützten, windkraftsensiblen Greifvogelarten steht – unter anderem in einem Dichtezentrum des Rotmilans, wo besonders viele dieser Vögel brüten. Weitere Informationen: ▶▶ www.NABU-BW.de/news/2017/januar/21879.html

Mangelhafte Qualität von Artenschutzgutachten?
NABU und BUND wollen die artenschutzrechtlichen Gutachten überprüfen, auf deren Basis die Verwaltungen Ende 2016 weit über 100 Windenergieanlagen in Baden-Württemberg genehmigt haben. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22168.html

Wie retten wir die Sonnenwärme in den Winter?
Nicht nur beim elektrischen Strom, auch bei der Wärmeenergie sind Speicher ein zentrales Problem beim Umstellen auf eine nachhaltige Energieversorgung.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/innovative-waermespeicher/1440940

Holzplantage bedroht tausend Orang-Utans
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Mehr als tausend Orang-Utans leben in Sungai Putris artenreichen Sumpfwäldern auf Borneo. Erst vor zehn Jahren haben Wissenschaftler sie entdeckt und beschrieben. Die Einheimischen wussten natürlich von ihnen. Diese große Population der Menschenaffen ist ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der stark bedrohten Primaten." ▶▶ https://www.regenwald.org/petitionen/1093/

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat
Der BUND Naturschutz ruft zur Teilnahme an der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat mit einer Online-Aktion unter ▶▶ www.aktion.bund.net/.
Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft. Gemeinsam könnten die VerbraucherInnen jetzt ein starkes Zeichen gegen das meistgespritzte Pestizid der Welt setzen und fordern: "Keine Wiederzulassung für Glyphosat und transparentere Zulassungsverfahren für Pestizide in der EU!"
Für die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat müssen europaweit in den kommenden Monaten mindestens eine Millionen Unterschriften gesammelt werden.

Winfried Kretschmann will für CETA stimmen?
Ludwig und Nils, beide 15 Jahre alt, schreiben auf change.org: "Wir sind enttäuscht. Der einzige "grüne" Ministerpräsident Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg wird dem umstrittenen Freihandelsabkommen CETA im Bundesrat voraussichtlich seine Zustimmung geben. Doch grün ist an CETA gar nichts. Das Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU schafft Sonderrechte für Konzerne, öffnet Tür und Tor für Gentechnik und Fracking und verwässert den Umwelt- und Verbraucherschutz.
Wir fordern Winfried Kretschmann dazu auf, CETA im Bundesrat abzulehnen. Bitte helfen Sie und unterschreiben Sie unsere Petition!" ▶▶ zur Petition

30.03.2017

Preis des Zwiefalter Naturfonds für zwei Gruppen im Zollernalbkreis
Die Brauerei Zwiefalter Klosterbräu honoriert den ehrenamtlichen Einsatz für Natur- und Umwelt­schutz im Bereich der Schwäbischen Alb mit jährlich 3.000 Euro. In diesem Jahr prämiert der Zwiefalter Naturfonds sechs Umwelt- und Naturschutzprojekte, darunter zwei aus dem Zollernalbkreis: die Albvereinsgruppe Bisingen für ihren Einsatz bei der Pflege des Naturschutz­gebietes Zollerhalde sowie die Vogelfreunde Hausen für ihr Schwalbenhaus.
Die ▶▶ Hohenzollerische Zeitung berichtete ...

Auch bei Keas ist Lachen ansteckend
Neuseelands Bergpapageien gelten als verspielte Clowns, die Touristen auch Streiche spielen. Eine Studie zeigt: Wenn sie in Spiellaune sind, steckt das Artgenossen an.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/auch-bei-keas-ist-lachen-ansteckend/1442217

Exemplare der Fischart Kessler-Grundel erstmals in der Elbe festgestellt
Ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Thiel vom Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg hat bestätigt, dass erstmals Individuen der Fischart Kessler-Grundel (Ponticola kessleri) in der Elbe erfasst wurden. Es ist die nördlichste Sichtung bisher. Den Nachweis haben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Journals "BioInvasions Records" veröffentlicht. ▶▶ http://idw-online.de/de/news669196

Vogelzug bei Wiesenweihen stark windabhängig
Für den Vogelzug über große Distanzen haben sich unterschiedliche Zugstrategien entwickelt. Werden große Strecken besser möglichst schnell zurückgelegt oder sind häufige Zwischenstationen eine günstigere Vorgehensweise? Um herauszufinden inwiefern sich der Ablauf des Zuges der Wiesenweihe räumlich und saisonal sowie bei besonderen Windbedingungen verändert, haben niederländische Wissenschaftler die GPS-Daten besenderter Wiesenweihen ausgewertet. ▶▶ Mehr

NABU fordert Anstalt des öffentlichen Rechts für Staatswald
Aufgrund der heutigen Entscheidung des OLG Düsseldorf zum Kartellverfahren gegen den Staatsforstbetrieb ForstBW fordert der NABU die grün-schwarze Landesregierung auf, schnell zu handeln und eine Anstalt des öffentlichen Rechts für den Staatswald zu gründen. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2017/maerz/22140.html

Zucht oder Raubbau – woher stammen Froschschenkel in den Supermärkten?
Froschschenkel verbinden die meisten mit französischen Feinschmeckerrestaurants oder mit exotischen Urlaubszielen, man findet sie aber auch in Berliner Supermärkten. Der jährliche Verzehr von ca. 500 Millionen Fröschen kann sich dramatisch auswirken. Frösche sind nicht nur wichtige Nahrung für viele Vögel und Säugetiere, sie vertilgen auch Unmengen an Gliedertieren. Dadurch tragen sie maßgeblich zur Kontrolle von Schadinsekten in der Landwirtschaft oder auch von Krankheitsüberträgern bei. Um zu überprüfen ob das Fleisch in Berliner Supermärkten von wildlebenden Fröschen oder von Farmen stammt, hat ein Forscherteam des Museums für Naturkunde Berlin nun eine ungewöhnliche Methode angewandt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news669792

Monitoring-Programme unterschätzen den Einfluss des Menschen
Ob Orchideen oder Säugetiere, Insekten oder Schnecken: Viele Tiere und Pflanzen stehen inzwischen unter ständiger Beobachtung. Akribisch erfassen Wissenschaftler und engagierte Mitbürger ihre Verbreitungsgebiete, zählen ihre Bestände, dokumentieren jede Zu- oder Abnahme. Leider reichen die Daten nicht sehr weit zurück in die Vergangenheit. Deshalb können Ökologen nur schwer beurteilen, wie viel biologische Vielfalt durch die moderne Zivilisation tatsächlich verloren gegangen ist. Wahrscheinlich werde der Einfluss des Menschen auf die Biodiversität stark unterschätzt, warnt ein internationales Forscherteam unter Leitung des UFZ in einer neuen Studie im Fachjournal Scientific Reports. ▶▶ http://idw-online.de/de/news669676

23.03.2017

Zwergschnepfe: Kollision mit Straßenfahrzeug
Eine junge Waldschnepfe wurde Mitte Januar dem Vogelschutzzentrum Mössingen gemeldet. Die Mitarbeiter waren von Anfang an skeptisch… ein Jungvogel zu dieser Jahreszeit? Als dann eine Frau aus Tübingen diesen angeblichen Jungvogel vorbeibrachte, stellte sich schnell heraus, dass es sich keinesfalls um eine Wald- sondern um eine Zwergschnepfe handelte. ▶▶ mehr

Naturtagebuch: Preisträgerin aus dem Landkreis Tübingen
Die Kinder sammeln, zeichnen und pressen Wildblumen, basteln Nistkästen, beobachten die Entwicklung von Entenküken, untersuchen unter dem Mikroskop das Leben in einem Wasser­tropfen oder erleben das Verstreichen der Jahreszeiten am Lieblingssee, in der Kulturlandschaft oder im Wald. Jedes Jahr begleiten für den Wettbewerb der BUNDjugend Baden-Württemberg junge Naturforscher*innen im Alter von 8 bis 12 Jahren ein Tier, eine Pflanze oder ein Biotop. Ihre Beobachtungen und Erkenntnisse dokumentieren sie in ihren ▶▶ Naturtagebüchern.

Elefanten - die schlaflosen Riesen
Elefanten sind die neuen Rekordhalter im Wachbleiben - und belegen damit einmal mehr: je größer der Körper, desto geringer das Schlafbedürfnis.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/elefanten-nur-zwei-stunden-pro-nacht/1440498

Der Kahlgesichtige Saki lebt noch
Während der letzten Jahrzehnte tauchten nur wenige Exemplare des rätselhaften Affen auf - alle waren tot. Einer Expedition gelang jetzt der Nachweis lebender Tiere.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/der-kahlgesichtige-saki-lebt-noch/1440464

Lanzettblättrige Glockenblume als eigene und bedrohte Art identifiziert
Senckenberg-Wissenschaftler haben den Artstatus der Lanzettblättrigen Glockenblume untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "AoB Plants" veröffentlichten Studie kommen sie zu dem Schluss, dass es sich bei der Pflanze um eine eigene Art handelt, die zudem bedroht ist. Die Pflanze ist nur in zwei Gebieten Deutschlands – im hessischen Taunus und im Pfälzer Wald – zu finden und könnte in Zukunft von verwandten Arten verdrängt werden.
▶▶ http://idw-online.de/de/news668704

Einmaliger Anblick: Erstmals True-Wal unter Wasser gefilmt
True-Wale (Mesoplodon mirus) verstehen es normalerweise meisterlich, sich vor den Blicken neugieriger Forscher zu verbergen. Die Meeressäuger aus der Familie der Schnabelwale wagen sich nur selten in Küstennähe und verbringen rund 90 Prozent ihrer Zeit unter Wasser. Sie können in beachtliche Tiefen tauchen und selbst drei Kilometer unter der Wasseroberfläche noch auf Nahrungssuche gehen. Vieles über sie liegt daher bislang noch im Dunkeln.
▶▶ http://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/seltener-true-wal-erstmals-gefilmt/1440660

Stromnetzplanung für die Ostsee fragwürdig
Die Offshore-Windkraft gilt als wichtige regenerative Energiequelle. Doch Bau, Betrieb und Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen gefährden Meeressäuger und Vögel erheblich. Ihr Ausbau in der Ostsee muss daher auf ein Minimum beschränkt werden. ▶▶ mehr

Naturschutz und Tourismus – Ein mögliches Erfolgsmodell auf der Insel Usedom
Naturschutz und Renaturierungsmaßnahmen sind für den Tourismus eine besonders nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit. Der umweltverträgliche Tourismus auf der Insel Usedom könnte ein Erfolgsmodell werden. 2016 waren erstmals über 1 Mio. Besucher zu Gast.
▶▶ http://idw-online.de/de/news668786

Das Comeback der Gartenstadt
Was können Stadtplaner aus der mehr als 100 Jahre alten Idee der Gartenstadt lernen? Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte Forschungsarbeit reflektiert die Entwicklung von Gartenstädten, stellt Fallbeispiele vor und zeigt, wie sich die Gartenstadtidee neu interpretieren lässt. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668775

Gemeinsam für den Artenschutz: Vom Feld bis an die Ladentheke
Rund 28.000 Tier- und Pflanzenarten gelten weltweit als gefährdet. Ein Problem, das uns zunehmend auch auf den heimischen Wiesen und Feldern begegnet. Denn wo der Mensch das Land intensiv bearbeitet, bleibt weniger Platz für Ackerwildkräuter, Feldvögel und Insekten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. verbinden im Modellprojekt »Landwirtschaft für Artenvielfalt« jetzt die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte mit dem Naturschutz und erhalten hierbei Unterstützung von einem der größten Lebensmittelhändler Deutschlands. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668924

16.03.2017

Stellungnahme zum BP Martinstraße II und Flächennutzungsplan in Hechingen
"Erneut zeigt sich, dass die auf langfristige Geltung ausgerichteten Flächennutzungs¬planungen mit ihrer Festlegung der zukünftigen (baulichen) Entwicklung häufig nur so lange Beachtung finden, wie nicht dringende Bebauungswünsche an die Kommunen herangetragen werden." Ein solcher Satz könnte sich in vielen Stellungnahmen zu derartigen Vorhaben wieder finden. Die Naturschutzverbände waren im vorgezogenen Verfahren beteiligt worden und der NABU Hechingen hat stellvertretend für sie zur Planung in Hechingen Stellung bezogen. Man darf gespannt sein, in welchem Umfang die Anregungen aufgegriffen werden.
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Wie wichtig ist der ländliche Raum? NABU: Für Naturnahe Landwirtschaft
"Jetzt gilt es Farbe zu bekennen: Steht Grün-Schwarz in Baden-Württemberg für eine nachhaltige Förderung des ländlichen Raums oder für die Verteilung von Steuermillionen nach dem Gießkannenprinzip?", fragt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle mit Blick auf eine Bundesratsinitiative, über die am Montag (20.2.17) in Berlin beraten wird. Demnach sollen bundesweit 15 statt bislang 4,5 Prozent der Mittel aus der ersten in die zweite Säule der Agrarförderung verschoben werden, um bäuerliche Familienbetriebe und die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum zu stärken. Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben den Antrag eingebracht. ▶▶ Mehr

Im Blickpunkt: Photovoltaik auf Freiflächen
Solarstromproduktion auf Grünland und Ackerflächen? In den vergangen Jahren hatte sich der Gesetzgeber im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch dagegen ausgesprochen. Freiflächenanlagen waren nur in wenigen Fällen erlaubt, beispielsweise auf Konversionsflächen oder auf Seitenrandstraßen entlang von Autobahnen. Doch mit der jüngsten Reform des EEG könnten die engen Vorgaben zur Flächenkulisse bei der Förderung von Solarstrom aufgeweicht werden. Über eine Öffnungsklausel im EEG 2017 werden die Länder ermächtigt, Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten für Freiflächenanlagen zu öffnen. Aus Naturschutzsicht muss man das allerdings kritisch sehen. Der LNV bezieht Position: ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-februar-2017/

Insekten lieben Sturmflächen
Auf Waldflächen, die durch Stürme verwüstet wurden, gibt es rund doppelt so viele Insektenarten wie in unversehrten Wäldern, wie eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL aufzeigt. Denn viele gefährdete Waldinsekten profitieren von den offenen Waldflächen, welche die Stürme hinterlassen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news668820

Warum sind Pandas eigentlich schwarz-weiß?
Warum der Große Panda so anders als die meisten seiner Säugetierverwandten gefärbt ist, gibt seit jeher Rätsel auf. Im Gespräch sind neben der Tarnung auch Thermoregulation oder Kommunikation mit Artgenossen. Nun sind Wissenschaftler um Theodore Stankowich von der California State University dieser Frage nachgegangen, indem sie Fellzeichnung von 195 Tierarten, darunter 39 Bären, mit Lebensweise und -raum der Tiere in Beziehung gesetzt haben.
▶▶ www.spektrum.de/news/warum-sind-pandas-eigentlich-schwarz-weiss/1440139

In MV verschwinden immer mehr Greifvogelhorste
Der Ausbau der Windkraft sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für Konflikte. Vielerorts haben sich Bürgerinitiativen gegründet, die nicht wollen, dass in der Nähe ihrer Dörfer und Städte neue Windparks gebaut werden. Die Windräder beeinträchtigen aber auch die Natur. So dürfen in unmittelbarer Nähe zu Horsten streng geschützter Greifvögel eigentlich keine Windkraftanlagen gebaut werden. Es gibt aber offenbar Menschen, die Nester der Vögel zerstören, damit Windräder genehmigt und gebaut werden können. Lesen Sie weiter beim ▶▶ http://www.ndr.de/

Der junge Bartgeier von Anfang 2017
Eine interessante Geschichte: Durch Zufall entdeckt Dieter Höftmann Mitte Januar in Rheinland-Pfalz nahe der luxemburgischen Grenze einen offensichtlich unberingten jungen Bartgeier, der auf der Leitplanke am Straßenrand sitzt - mitten im Winter. Damit nicht genug: Einen Monat später taucht offenbar derselbe Geier im Kreis Bitburg-Prün und wenige Tage später bei Marburg auf. Die ganze bisher bekannte Geschichte finden Sie ▶▶ hier.

Wir brauchen unser Land – keine Ölpalmen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Die Regierung der Philippinen will auf den Inseln Palawan und Mindanao den großflächigen Anbau von Ölpalmen vorantreiben und holt vor allem malaysische Investoren ins Land. Doch diese Entwicklung zerstört nicht nur die letzten Urwälder, sondern auch die traditionelle Lebensweise und die Kultur der Ureinwohner – und die Zukunft ihrer Kinder." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Als Shell noch vor dem Klimawandel warnte
1991 war noch keine Lobbyarbeit angesagt: In einem Lehrfilm erklärte der Ölkonzern minutiös die Dramatik des zu erwartenden Klimawandels. Diesen Film haben Journalisten des niederländischen Magazins "De Correspondent" und des britischen "The Guardian" ausfindig gemacht. Darin warnte das Unternehmen vor den dramatischen Auswirkungen des durch steigende CO2-Konzentrationen ausgelösten Klimawandels.
▶▶ http://www.spektrum.de/news/als-shell-noch-vor-dem-klimawandel-warnte/1440151

Mikroplastik in der Umwelt: Von der Nanoforschung lernen
Plastik und Mikroplastik – also zu kleinen Partikeln zerriebener Kunststoff – sind heute als Abfallprodukte in der Umwelt weit verbreitet. Die Forschung beginnt erst ihren Einfluss auf die Ökosysteme zu verstehen. Umwelt-GeowissenschaftlerInnen um Thilo Hofmann von der Universität Wien haben nun gezeigt, was man aus der Nanoforschung für die Analyse und Expositionsbewertung von Mikroplastik lernen kann und welche Fehler nicht wiederholt werden sollten. Ihre Studie erschien jetzt als Feature in der renommierten Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology". ▶▶ http://idw-online.de/de/news669080

Erfolg! Die BayernLB steigt aus
Linda Neddermann von Campact schreibt: "Das hat gesessen – und wie! Die Bayerische Landesbank steckt kein weiteres Geld in die Fracking-Pipeline in North-Dakota. Den ursprünglichen Kredit müsse die Bank aus vertragsrechtlichen Gründen zwar auszahlen, werde dann aber aus der Finanzierung aussteigen, teilte Vorstandschef Dr. Johannes-Jörg Riegler mit. Das bedeutet: Die Anschlussfinanzierung für die "Trump-Pipeline" fällt weg. Ein toller Erfolg! Leider gibt es einen Wermutstropfen: Der Ausstieg der Bayerischen Landesbank wird den Pipeline-Bau wohl nur erschweren, nicht stoppen …" ▶▶ http://www.br.de/nachrichten/bayernlb-dakota-access-100.html

09.03.2017

Mit den Alb-Guides 2017 unterwegs auf der Zollernalb
Die NABU-Alb-Guides haben ihr neues Programm vorgelegt. Auf 41 individuell gestalteten Touren führen Sie die Alb-Guides in die einzigartige Natur der Zollernalb. Die Touren laden zum Wandern und Entdecken eines der schönsten Fleckchen in Baden-Württemberg ein.
Die Broschüre gibt's kostenlos (gegen Portoersatz) ▶▶ hier

Bürgerentscheid: Dotternhausener akzeptieren Abbaugrenzen nicht
Das aus Sicht des Naturschutzes zunächst positive Ergebnis des Bürgerentscheids in Dotternhausen wird zu Recht nicht als Ohrfeige für den Gemeinderat oder die Firma Holcim aufgefasst. Aus unserer Sicht ist der Wunsch dieser deutlichen Mehrheit als Verpflichtung zu sehen, sich von scheinbar unausweichlichen "Automatismen" zu lösen und im Sinne der Abstimmung einen möglichst großen Teil der Plettenberg-Hochfläche erhalten zu helfen. Die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis sind bereit, an einer Kompromissfindung mitzuarbeiten.
Mehr zum Bürgerentscheid finden Sie unter anderem ▶▶ hier im Zollern-Alb-Kurier aber auch anderswo in der Tagespresse.

Warum sterben Komodowarane nicht am eigenen Speichel?
Komodowarane sind gefürchtete Jäger: Mit ihren Bissen und Bakterien in ihrem Speichel infizieren sie ihre Beute tödlich. Sie selbst bleiben aber gesund. Warum? Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Räuber und Beute – Wissenschaftler untersuchen Interaktionsverhalten von Wolf und Rotwild
Erstmalig gelang es Wildbiologen in Deutschland Rotwild und Wolf im selben Gebiet mit GPS- Halsbandsendern auszustatten. Die Wissenschaftler vom Fachgebiet für Wildbiologie, Wildtiermanagement & Jagdbetriebskunde (FWWJ) der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) können somit das unmittelbare Interaktionsverhalten des Raubtieres und seiner potentiellen Beutetiere untersuchen. Die Wildtiere leben auf der rund 2.600 Hektar großen Naturerbefläche "Glücksburger Heide" im Landkreis Wittenberg.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news668396

NABU und Alnatura verleihen Förderpreis an 18 neue Bio-Bauern
"Gemeinsam Boden gut machen": Um den Wechsel von konventioneller auf biologische Landwirtschaft zu erleichtern, unterstützen der NABU und Alnatura 18 Landwirte mit 430.000 Euro Fördergeld. Neue Bewerbungen sind ab März möglich. ▶▶ Mehr

Keine leichtfertige Bebauung von Ackerflächen!
Wird das Baugesetzbuch wie geplant geändert, könnten künftig Ackerflächen schnell und unkompliziert in Wohnbauland umgewandelt werden. Mögliche negative Umweltauswirkungen müssten dabei nicht geprüft werden. Der NABU lehnt diese Regelung des Gesetzentwurfs vollständig ab. ▶▶ Mehr

Über 1.000 Kirchtürme sind Wohnzimmer für Dohle, Turmfalke und Co
Vor wenigen Tagen wurde die 1.000er Marke geknackt: Inzwischen bieten über 1.000 Kirchen in Deutschland ihre Türme bedrohten Vögeln und Fledermäusen als Unterschlupf an. Seit nunmehr 10 Jahren läuft die NABU-Aktion "Lebensraum Kirchturm". Spitzenreiter bei der "Wohnraum­beschaffung" ist Baden-Württemberg mit über 212 ausgezeichneten Kirchen, gefolgt von Thüringen mit 150 und Niedersachsen mit 140 artgerechten Kirchtürmen. ▶▶ Mehr

Die Eisente – Seevogel des Jahres 2017
Besorgt blicken derzeit die Meeresnaturschützer und Vogelkundler auf eine Entenart, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, aber gerade erst zum Seevogel des Jahres 2017 erklärt wurde - die Eisente. Diese mittelgroße, wunderschön gezeichnete Ente brütet in den arktischen und subarktischen Tundren Skandinaviens und Sibiriens und überwintert in großen Zahlen in der Ostsee. In den deutschen Meeresgebieten, insbesondere in der Pommerschen Bucht, findet sie eines ihrer wichtigsten Überwinterungsgebiete. Durchschnittlich wurden im deutschen Teil der Ostsee große Winterbestände von 350.000 Eisenten ermittelt. Das entspricht mit 22 Prozent einem erheblichen Anteil des westsibirischen-nordeuropäischen Gesamtbestands. ▶▶ Mehr

Mit Strom vorankommen
Verbrennungsmotoren sind im Automobilsektor nicht länger das Maß aller Dinge. Elektrische Antriebe haben begonnen, sich auf dem Markt zu etablieren. Das neue BINE-Themeninfo "Elektromobilität" (I/2017) stellt aktuelle Forschungsergebnisse zu Technik und Wirtschaftlichkeit vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Batterie- und Brennstoffzellentechnik, verwendete Materialien und die Auswirkungen einer wachsenden Elektromobilität für das Stromnetz.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news668259

02.03.2017

BUNDjugend befasst sich mit Energiewende
Mit der dezentralen Energiewende hat sich die BUND-Jugend im Jugendhaus Insel befasst. Lara Herter stellte die Energieversorgung in Deutschlands dar. Der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Sind Elstern und Katzen die Ursache für den Vogelmangel?
Die vorläufigen Ergebnisse der NABU-Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" zeigen bei verschiedenen Vogelarten einen massiven Bestandsrückgang. Stefan Bosch, Fachbeauftragter für Ornithologie und Vogelschutz des NABU Baden-Württemberg, plädiert dafür, diese Zahlen differenziert zu betrachten und sich nicht zu vorschnellen Deutungen und Schlussfolgerungen verleiten zu lassen. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/januar/21878.html

NABU legt Programm für Kinder vor
Schneller als das gesamte Programm der NABU-Gruppen im Kreis ist das "Kinder-Programm" bereits online gegangen. Die Rosenfelder "Rosenkäfer" hatten schon im Januar mit "Tierspuren im Schnee" losgelegt. Näheres zu den Veranstaltungen für Kinder finden Sie ▶▶ hier.

gmi4kids: Wiener Pflanzenforscher präsentieren Website für Kids
Nach Botanic Quest, einer informativen Handy-Schnitzeljagd für Schüler durch den Botanischen Garten, präsentiert das Gregor Mendel Institut ein weiteres Online-Angebot für Kinder: Mit gmi4kids.com können Schülerinnen und Schüler das im Biologie-Unterricht erworbene Wissen spielerisch vertiefen. Die Spiele zu den Themen Wurzeln, Blätter und Bestäuben sollen auch die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666366

Zugverhalten junger Kuckucke erstmals im Detail verfolgt
Die Bestände von Zugvogelarten gehen in vielen Teilen der Welt stark zurück. Ein solcher Bestandseinbruch wurde auch beim Kuckuck in Großbritannien registriert. Die Ergebnisse einer 2016 veröffentlichten Telemetriestudie mit adulten Kuckucken ergab, dass die Bestandsrückgänge offenbar mit der gewählten Zugroute zusammenhängen. Die Mortalitätsrate während des Zuges bis zur Überwindung der Sahara war bei den Westziehern signifikant höher als bei nach Südosten über Italien oder den Balkan ziehenden Vögeln. Die Kenntnis der Variabilität im Zugverhalten einzelner Arten ist wichtig, um die Gründe für Populationsrückgänge bei Zugvogelarten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. ▶▶ Mehr

Internationale Studie zum Bestandsrückgang der Tafelente in Europa
Ein internationales Team von 29 Wissenschaftlern hat unter Mitarbeit des DDA im Magazin Wildfowl eine umfassende Studie zur Bestandsentwicklung der Tafelente in Europa und den möglichen Gründen für die in fast allen Ländern beobachteten Rückgänge veröffentlicht. ▶▶ Mehr

Mauersegler bleiben ihren Reisezielen in Afrika treu
Der Biologe Arndt Wellbrock von der Universität Siegen beobachtet seit fast fünf Jahren das Zugverhalten von Mauerseglern. Er hat unter anderem herausgefunden, dass die Vögel immer wieder dieselben Überwinterungsgebiete anfliegen. Seine Erkenntnisse hat er jetzt im "Journal of Avian Biology" einem internationalen Fachpublikum vorgestellt.
Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news668045

Zuhause im Fußabdruck - Mikrohabitate in Elefanten-Spuren untersucht
Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmalig die Fußspuren von Elefanten als Lebensraum für aquatische Tiere untersucht. Sie zeigen in ihrer kürzlich im Fachjournal "African Journal of Ecology" veröffentlichten Studie, dass sich in den Spuren der Dickhäuter bis zu 61 verschiedene Tierarten aus 27 Familien befinden. Innerhalb von fünf Tagen besiedelten bereits 410 Organismen die wassergefüllten Fußabdrücke. Die Wissenschaftler legen dar, dass Elefanten so einen bisher unbeachteten Beitrag als "Ökosystem-Ingenieure" leisten. Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news667927

Mehr Schutz für Fledermäuse im Wald beim Bau von Windrädern
In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten; sie alle sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt, viele sind darüber hinaus stark gefährdet. Fast alle Arten sind auf den Wald als Lebensraum angewiesen. Die fortschreitende Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen in Wäldern stellen für Fledermäuse jedoch eine Gefahr dar.
▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667562

Mehr als ein Viertel der europäischen Heuschrecken sind bedroht
Die Europäische Rote Liste zeigt, dass 25,7 Prozent der Heuschrecken gefährdet sind. Damit sind sie die Insektengruppe mit der höchsten Gefährdung in Europa. Die wichtigsten Gefährdungsursachen sind die Intensivierung der Landwirtschaft, die ansteigende Zahl von Feuern im Mittelmeerraum sowie Urbanisierung und touristische Erschließung von Küsten und Gebirgen. Für einige Arten war jedoch die Datenlage nicht ausreichend, um eine Einstufung in das Gefährdungssystem der IUCN vornehmen zu können. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667312

NABU-Umfrage: Deutsche wollen eine andere Agrarpolitik
Deutschlands Bürger wünschen sich eine neue Förderpolitik für die Landwirtschaft. Dies zeigt eine neue vom NABU beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Demnach unterstützen nur neun Prozent der Befragten das derzeitige System, wonach Landwirte überwiegend pauschal Gelder von der EU erhalten: Je größer ein Betrieb, desto mehr Förderung bekommen sie. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (78 Prozent) hingegen würde eine Politik bevorzugen, die Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt, beispielsweise für den Umweltschutz. ▶▶ Mehr

EU-Kommission holt Agrarpolitik aus der Lobby-Nische
Agrarkommissar Hogan startet EU-weite Bürgerbefragung zu künftiger Ausrichtung Bis Anfang Mai können EU-Bürger ihr Votum zur künftigen Verteilung der aktuell 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben. Für den NABU ist klar, wohin es gehen muss. Er fordert einen grundlegenden Wandel in der Agrar- und Ernährungspolitik.
Weitere Informationen beim ▶▶ https://www.nabu.de/

Mit neuartigem Energiespeicherkonzept aus der Forschung in die Wirtschaft
Ein Wissenschaftlerteam vom Oldenburger Energieforschungszentrum NEXT ENERGY hat ein besonders kostengünstiges Energiespeicherkonzept auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie entwickelt, das sich speziell für die Anwendung im gewerblichen Bereich sowie für landwirtschaftliche Betriebe eignet. Es zeichnet sich durch besonders hohe Sicherheit und Langlebigkeit aus. Aus dem EXIST-Forschungstransfer "ResiFlow" heraus wird mit Unterstützung von Investoren die Serienfertigung angestrebt. Einen Prototyp, der das generelle Konzept demonstriert, präsentiert das Team vom 14. bis zum 16. März 2017 in Düsseldorf auf der Messe Energy Storage Europe. Link: ▶▶ http://idw-online.de/de/news668227

Kein illegales Holz in die EU
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Liberia beherbergt einen einmaligen Naturschatz: vom Aussterben bedrohte Westafrikanische Schimpansen. In dem kleinen Land wächst mehr als ein Drittel des Upper Guinean Rainforest. Der Artenreichtum ist überwältigend. Doch die Bevölkerung ist bitterarm. Um die Armut zu bekämpfen, setzt die Regierung auf den Holzexport. Dadurch droht jedoch die ungezügelte Plünderung der Regenwälder. Laut einer neuen Studie sind alle großen Holzkonzessionen Liberias illegal. Derzeit verhandelt die EU mit Liberia über ein Holzhandelsabkommen. Damit würde Europa Holz ohne weitere Prüfung importieren, wenn Liberia die Legalität garantiert. Dass dies funktioniert, ist zweifelhaft. Vielmehr ist zu befürchten, dass illegale Konzessionen auf dem Papier für legal erklärt werden. Bitte fordern Sie von der EU, kein Holz von Liberias illegalen Konzessionen zu importiert." Zur Petition geht's ▶▶ hier.

Gericht bremst Elbvertiefung aus
Es gibt weiterhin kein grünes Licht für die geplante Elbvertiefung. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Leipzig hat verkündet, dass der vorliegende Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung rechtswidrig ist und nicht vollzogen werden kann. Das Gericht folgt damit überwiegend einer vom WWF unterstützen Klage der Umweltverbände BUND und NABU. "Den Behörden ist es erneut nicht gelungen, eine rechtskonforme Planung für die geplante Elbvertiefung vorzulegen – und dies nach zehn Jahren Verfahrensdauer. Die Planungsbehörden wären gut beraten, das Umweltrecht endlich ernst zu nehmen", kommentieren die Verbände.
Weitere Informationen gibt's z.B. beim ▶▶ NABU Hamburg

Der lange Arm der Agrarlobby – Hendricks stampft "Neue Bauernregeln" ein
Der NABU bedauert das abrupte Ende der viel beachteten Informationskampagne "Neue Bauernregeln" des Bundesumweltministeriums. Die Bauernregeln von Ministerin Hendricks waren auf massive Proteste gestoßen, vor allem aus Reihen des Bauernverbandes. Auch Agrarminister Schmidt hatte einen Stopp der Kampagne gefordert.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2017/02/21991.html

23.02.2017

Wasservogel-Exkursion des NABU an den Bodensee
Bei sonnigen Himmel, aber noch kalten Frühtemperaturen machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Umso erfreuter waren wir, dass sich an diesem Tag ein Wetterwechsel ankündigte und später am Tag neben dem sonnigen Wetter auch noch angenehme Temperaturen herrschten ...
Auf der Seite des NABU-Kreisverbands wurde jetzt ein Exkursionsbericht veröffentlicht:
▶▶ https://www.nabu-zollernalb.de/bilder-berichte/bodensee-29-01-2017/

Aufbruch von Zugvögeln nach einem Zwischenstopp ist hormongesteuert
Bei ihren langen Reisen pausieren Zugvögel. Der Zweck, Rast und Fressen, ist schlüssig. Bislang war jedoch unklar, welche Körpersignale den Weiterflug auslösen. Ein Team um Forschende der Vetmeduni Vienna identifizierte nun erstmals ein Hormon, den bekannten Appetitregler Ghrelin, als Signalgeber für das Vogelhirn. Bei "vollgefressenen" Gartengrasmücken, einer Singvogelart, war das Hormon in hoher Konzentration nachweisbar. Zusätzlich verabreicht, steigerte es den höchst aktiven Zustand der Zugunruhe und zügelte den Appetit, Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal PNAS, bestätigen die hormonelle Steuerung von Zugvögeln und könnten auch menschliche Essstörungen erklären. ▶▶ Link: http://idw-online.de/de/news667542

Der NABU ruft zur Meldung von Kiebitzen auf
Der NABU ruft ab sofort dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungs-Webseiten Ornitho.de oder NABU-naturgucker.de zu melden. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren. Mehr beim ▶▶ https://www.nabu.de/

16.02.2017

Die ersten Veranstaltungsprogramme sind fertig
Die Naturschutzverbände im Kreis basteln fleißig an ihren Veranstaltungsprogrammen und sobald wir von der Veröffentlichung Kenntnis erhalten, werden wir sie hier verlinken. Die meisten sind zwar noch in der Endredaktion, doch einzelne sind schon im Internet zugänglich:
▶▶ AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis
▶▶ Bund Naturschutz Alb-Neckar, Albstadt (BNAN)
▶▶ BUND Zollernalb
▶▶ IGNUK
▶▶ NABU Zollernalb (bis einschließlich März)
▶▶ Sonnenenergie Zollernalb

Vorträge der Naturschutztage 2017 jetzt im Internet abrufbar
Wer an den Naturschutztagen am Bodensee teilgenommen hat möchte sich vielleicht die Folien des ein oder anderen Vortrags nochmal genauer ansehen. Aber auch wer nicht teilnehmen konnte wird in der Fülle der Themen sicherlich Interessantes finden (Windkraft und Artenschutz, Vogelschlag an Glasflächen, Verantwortungsarten, Arktis, Regenwälder, Nachhaltige Wirtschaft…). Wie in den Vorjahren haben einige Vortragende ihre Präsentationen oder ihr Vortragsskript zur Verfügung gestellt.
Zu den Dateien, die jetzt zum Download stehen, gelangen Sie, indem Sie ▶▶ hier klicken.

Insektensterben: Offener Brief an MP Kretschmann, Minister Untersteller und Hauk
Kurz vor Weihnachten wurde vom Freiburger Entomologischen Arbeitskreis ein offener Brief zum Thema Insektensterben an Ministerpräsident Kretschmann und die Minister Untersteller und Hauk verschickt.
Dieser Brief wird von vielen Naturschutzorganisationen und auch der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis unterstützt. In der ▶▶ Badischen Zeitung ist ein lesenswerter Artikel dazu erschienen und der BUND Südlicher Oberrhein hat das Ganze gut aufbereitet:
▶▶ http://www.bund-rvso.de/insektensterben-offener-brief.html

Vogel entpuppt sich als Frosch
Meldung von der ▶▶ Naturgucker-Facebook-Seite: "Dass sich Kaulquappen in Frösche verwandeln, haben wir (hoffentlich) bereits in der Schule gelernt. In Indien hat sich kürzlich aber ein Vogel in einen Frosch verwandelt – irgendwie zumindest. An der Westküste des Subkontinents kann man viele Tierstimmen hören und eine davon hatte man bislang einem dort lebenden Eisvogel, dem Braunliest (Halcyon smyrnensis), zugeschrieben. Doch dann sah der einheimische Förster C. R. Naik bei einer seiner Erkundungsrunden einen Frosch, der diese Rufe von sich gab. Zum Glück war er geistesgegenwärtig und fertigte mit seinem Handy eine Tonaufnahme an."
Mehr dazu unter ▶▶ http://www.birdlife.org/asia/news/frog-mistaken-for-bird (Englisch).

Petition "Rettet die Schwarzstörche im Eiterbachtal!"
Ein furchtbarer Neujahrsbeginn für die letzten Schwarzstörche im Odenwald! Wie wenig inzwischen der Schutz streng geschützter Tierarten bei der Genehmigung von Windkraftanlagen in Hessen zählt, wurde am letzten Werktag des Jahres 2016 deutlich: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat am 30.12.2016 den Bau von Windkraftanlagen inmitten eines der entlegensten Waldgebiete des Naturparks Odenwald genehmigt - obwohl im Projektgebiet Schwarzstörche brüten und leben.
Natürlich sind vom Bau der Windkraftanlagen nicht nur Schwarzstörche betroffen: Während die Gutachter der Darmstädter Entega im Projektgebiet kaum eine relevante Tierart zu finden vermochten legte der NABU eine Liste vor die sich wie das "Who is Who" der bedrohten Arten: Uhu, Mopsfledermaus, Wespenbussard, Habicht, Rotmilan, Schwarzmilan u.v.m. sind von dem Vorhaben bedroht. Vor der Genehmigung wurden dem Regierungspräsidium Darmstadt über 50 betroffene Horste von gefährdeten Arten gemeldet.
Weitere Details zur Petition finden Sie ▶▶ hier.

Johannes Enssle im Gespräch über den Vogel des Jahres
Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017. NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle spricht im Interview darüber, warum der Waldkauz wichtig für die Natur ist, seine eigenen Erlebnisse mit dem Tier und was jeder Einzelne für seinen Schutz tun kann. ▶▶ Mehr

Wildtiere im Zirkus verbieten
Über Change.org erreicht uns die folgende Petition von Holger Friedrich: "Strahlende Kinderaugen - mit genau dieser Argumentation versuchen Zirkusbetriebe Erwachsene emotional zu erreichen. Und tatsächlich ist es so, dass Kinder die Auftritte von Wildtieren meist mit großer Spannung verfolgen. Das Leben der Tiere hinter den Kulissen, die Dressurmethoden, meist winzige Gehege/ Käfige und die nie enden wollenden Transporte von einem Veranstaltungsort zum anderen, entzieht sich ihrer Kenntnis. Zirkus JA, Wildtiere NEIN. Auch Clowns und Akrobaten lassen Kinderaugen strahlen."
Aus diesem Grund ist nun ein Wildtierverbot in der Diskussion. Gegen ein drohendes Wildtierverbot im Zirkus regt sich jedoch massiver Widerstand." Weitere Informationen gibt's bei ▶▶ change.org.

Sat1 Sendung "Norberts Zoo" stoppen!
Eine weitere Petition, diesmal von Ruth Stolzewski, erreicht uns: "Am 01.02. startete Sat1 eine vierteilige Dokusoap mit dem Titel "Norberts Zoo" über die "größte Zoohandlung der Welt" Zoo Zajac in Duisburg. "Zoo Zajac" steht schon seit Jahren in der Kritik von Tierfreunden. In dieser Zoohandlung werden nicht nur exotische Tiere mit hohen Ansprüchen an ihre Haltung - wie z.B. Faultiere und Affen - verkauft, sondern auch Hundewelpen. Tiere sind keine Ware! Exotische Tiere haben in deutschen Wohnzimmern nichts verloren!"
Aus diesem Grund soll nun erreicht werden, dass die Sendung abgesetzt wird. Weitere Informationen erhalten Sie bei ▶▶ change.org.

Sie kämpfen für uns alle! Bitte unterschreibt: Holzfäller raus aus dem Wald!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Im Norden Malaysias lebt das friedfertige Volk der Temiar im Einklang mit der Natur. Doch jetzt ist ein Kampf ums Land entbrannt. Holzfäller dringen immer tiefer in den Wald vor. Sie ignorieren, dass die Temiar dort seit vielen Generationen siedeln. Die Temiar wehren sich jetzt und bewachen ihr Land. Dazu haben sie mehrere Barrikaden errichtet. Sie haben Schlagbäume aufgestellt, Hütten gebaut, Plakate aufgehängt. Hunderte Männer, Frauen und Kinder protestieren gemeinsam und lassen nur Einheimische passieren." Weitere Infos und eine Petition finden Sie ▶▶ hier.

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat gestartet
Nehle Hoffer vom BUND schreibt: "Glyphosat ist der Hauptwirkstoff im Monsanto-Produkt "Roundup". Es wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und ist laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Es ist einer der Hauptverursacher des Artensterbens in unserer Agrarlandschaft, nimmt Wildbienen, Insekten und Vögeln die Nahrungsrundlage.
Doch die Chemieindustrie, allen voran Monsanto, lobbyiert massiv und setzt alles daran, Glyphosat auf dem Markt zu behalten. Spätestens Ende 2017 steht dieses Thema wieder auf der Tagesordnung in Berlin und Brüssel. Im vergangenen Jahr konnten wir durch unseren Protest die geplante Wiederzulassung für weitere 15 Jahre vorerst verhindern.
Für die EBI gegen Glyphosat wollen wir mindestens eine Million Unterschriften sammeln. Wir haben uns dafür mit mehr als 20 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus Europa zusammengeschlossen und fordern: Stoppt Glyphosat!"
Hier geht's weiter: ▶▶ http://newsletter.bund.net/

Landwirtschaft der Zukunft
Die Landwirtschaft in Deutschland ernährt uns alle. Doch die heutige Art, die Äcker zu bestellen und Tiere zu halten, hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt. Wie kann es anders gehen? Mit einer Landwirtschaft der Zukunft! Das Umweltbundesamt hat zu diesem Thema einen sehenswerten Kurzfilm veröffentlicht.
▶▶ https://www.facebook.com/umweltbundesamt.de/videos/1551086394904894/

Die BayernLB hilft Trump - stoppen wir das!
Campact schreibt: "US-Präsident Trump macht Schluss mit dem Klimaschutz und hebt den Baustopp für eine riesige Öl-Pipeline auf, die Barack Obama nach massiven Protesten der Umweltbewegung gerade erst gestoppt hatte. Doch wir können ihn ausbremsen: Die Bayerische Landesbank gehört zu den größten Finanziers des Projekts. Sie muss jetzt den Geldhahn abdrehen! Unterzeichnen Sie unseren Appell!"
Hier geht's weiter: ▶▶ https://www.campact.de/

09.02.2017

Zwergschwäne offenbar mit mäßigem Bruterfolg 2016
Die Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan am ersten Dezember-Wochenende ergab unter 2.998 nach Alter differenzierten Individuen einen Jungvogelanteil von 10,5 % in Deutschland. Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser in Nordwesteuropa unter 10 % lag und damit eher gering ausfiel. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den weiter westlich gelegenen Ländern. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.dda-web.de/#2017_02_01_zwergschwaumlne_of

Tier des Jahres 2017: die Haselmaus
Sie ist klein. Ausgesprochen klein. Und lebt am Rand der Gesellschaft – genauer: am Waldrand. Schon ihr Name ist eine reine Angabe. Tier des Jahres ist sie trotzdem geworden, die Haselmaus.
▶▶ https://idw-online.de/de/news665417

Gottesanbeterin ist "Insekt des Jahres"
Seit 1999 küren Forscher das "Insekt des Jahres". Diesmal fiel die Wahl auf die Gottesanbeterin – eine Gewinnerin des Klimawandels. Sie wird in der Artenschutzverordnung als 'besonders geschützte Art' geführt und wird in der 'Roten Liste der Geradflügler Deutschlands' in die Gruppe 3 ('gefährdet') eingruppiert. Mehr Infos unter ▶▶ http://www.insektenbox.de/sonsti/gemgot.htm

Schmetterling des Jahres 2017: Goldene Acht
Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen haben die "Goldene Acht" (Colias hyale) zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt, um auf den Rückgang des Falters aufmerksam zu machen. Seine Raupen ernähren sich von Luzerne und Klee und brauchen naturnahe blütenreiche Wiesen oder Weiden. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft schwindet der Lebensraum der Goldenen Acht zusehends.
▶▶ http://www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de/

Reptil des Jahres 2017: Die Blindschleiche
Die beinlosen Echsen, die trotz Namen und Aussehen weder blind noch Schlangen sind, zählen zu den häufigsten Kriechtieren unserer Heimat und sind in weiten Teilen Mitteleuropas fast flächendeckend verbreitet. Die verbliebenen Lebensräume unserer Kulturlandschaft besiedelt die Blindschleiche in relativ gesunden Beständen – so scheint es zumindest, denn unter allen einheimischen Reptilien ist sie tatsächlich die Art, deren Biologie am wenigsten erforscht ist.
▶▶ http://www.feldherpetologie.de/lurch-reptil-des-jahres/

Alte Wälder nehmen bei Klimaschwankungen stabiler Kohlendioxid auf
Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO₂) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO₂ umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO₂ aufzunehmen. Die Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news667054

Pflanzen riechen anders, wenn sie von exotischen Tieren gefressen werden
Wenn sie von Insekten befallen sind, verströmen viele Pflanzen Gerüche um die Feinde der Pflanzenfresser anzulocken. Eine neue Studie, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift New Phytologist veröffentlicht wurde, enthüllt, dass sich die Zusammensetzung dieser Gerüche je nach Art des Pflanzenfressers ändert. Zur Überraschung der beteiligten Forscher können einheimische Pflanzen sogar erkennen, wenn nicht-einheimische Insekten sich an ihnen gütlich tun. In diesem Fall sondern sie eine ganz spezifische Duftnote ab. ▶▶ http://idw-online.de/de/news667226

02.02.2017

Bayerns Ortolane sollen nicht auf Tellern landen!
Der LBV begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, Frankreich wegen der unzureichenden Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien zu verklagen. Seit vielen Jahren tolerieren die Behörden dort den illegalen Fang des Ortolans.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=952

Jahresvogel: Waldkauz heult schon im Januar
Noch ist es still im Winterwald. Ab und zu perlt ein Rotkehlchen oder ein Zaunkönig singt. Nur nachts wird es richtig laut: Die Balz der Waldkäuze ist jetzt im vollen Gange!
▶▶ http://naturwerke.net/?PartnerID=2&beitrag=60

Flächenverbrauch: Eindämmen statt anheizen
NABU und BUND in Baden-Württemberg appellieren an die Landesregierung, den Flächenverbrauch bis 2020 auf maximal drei Hektar pro Tag einzudämmen. Ziel müsse sein, bis 2025 die Netto-Null zu erreichen. Aktuellen Bestrebungen, im Baurecht naturschutzrechtliche Auflagen zu schwächen, um Freiflächen schneller bebauen zu können, erteilten sie im Rahmen einer Pressekonferenz bei den "Naturschutztagen am Bodensee" in Radolfzell eine klare Absage. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/21788.html

Im Blickpunkt: Schutz des Landschaftsbildes (aus dem aktuellen LNV-Infobrief)
Luxus oder Notwendigkeit? In Planungsverfahren müssen vielerlei Belange berücksichtigt, dutzende Interessensträger angehört werden. Es gibt „harte“ Ausschluss- und „weiche“ Abwägungs-Kriterien, die Machbarkeit und Ort eines Projektes bestimmen können. Naturschutzbelange waren lange Zeit überwiegend weiche Kriterien. Das hat sich erst durch die EU-Naturschutzrichtlinien geändert: nach EU-Recht geschützte Arten und Lebensräume werden heute sehr ernst genommen. Auf der Stecke bleibt häufig der Belang des "Landschaftsbildes". Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://lnv-bw.de/lnv-infobrief-dezember-2016/

Grüne Dächer binden Feinstaub, produzieren Frischluft und sind schön anzusehen
Eignet sich das eigene Haus für eine Dachbegrünung? Was bringt es für das städtische Klima? Das erste intelligente Gründachkataster Deutschlands betrachtet nicht nur die allgemeine Eignung eines Dachs für die Bepflanzung, sondern macht auch Angaben zur Feinstaubabsorption, CO2-Bindung und Frischluftproduktion. Es gibt zudem Pflanzempfehlungen für den jeweiligen Standort in Abhängigkeit von Dachneigung, Besonnung und Substrathöhe. Auch Vorlieben zu den Pflanzen wie die Farbe können berücksichtigt werden. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666646

Kann das "Greening" grüner werden?
"Greening" nennt sich ein Instrument, mit dem die EU den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftler des UFZ, der Universität Göttingen und weiterer Forschungsinstitute haben nun untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Sie kommen dabei zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt, für die Landwirte sind sie zum Teil schlecht umsetzbar und die Steuerzahler kosten sie trotzdem viel Geld. Es gibt aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern. ▶▶ http://idw-online.de/de/news666133

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
Rote Listen von Tier- und Pflanzenarten haben sich im Naturschutz sehr bewährt. Wie es um die Gefährdung ganzer Lebensräume durch den Menschen bestellt ist, stand bislang jedoch viel weniger im Fokus der Wissenschaft. Ein internationales ForscherInnenteam unter Beteiligung von Franz Essl und David Paternoster vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien veröffentlicht nun erstmals eine Europäische Rote Liste, in der die Gefährdungs­situation von 490 Lebensräumen in 35 Ländern Europas bewertet wurde. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Mehr als ein Drittel aller Lebensräume in Europa sind gefährdet.
▶▶ http://idw-online.de/de/news666365

Beleuchten – aber richtig: Forscher veröffentlichen Empfehlungen für die Außenbeleuchtung
Lichterketten, Straßenlaternen und Werbedisplays: Gerade im Dezember erhellen wir die dunkle Jahreszeit mit Außenbeleuchtung. Dass diese uns nicht nur in eine weihnachtliche Stimmung versetzt, sondern auch negative Folgen für Mensch und Natur haben kann, ist bereits länger bekannt. Ein internationales Forscherteam, das vier Jahre lang im Rahmen des europäischen "Verlust der Nacht"-Netzwerks zusammengearbeitet hat, hat nun praktische Leitlinien für die Außenbeleuchtung veröffentlicht. Sie sollen dazu beitragen, Licht in unseren Städten künftig nachhaltiger einzusetzen – zum Wohle von Mensch und Umwelt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665320

26.01.2017

Landratsamt schützt letztes Vorkommen der Augenwurz auf dem Lochen
Dieser Tage wurde wieder über die aus Naturschutzgründen verordnete Teil-Sperrung des Aussichtspunkts am Lochenfelsen berichtet. Für nähere Informationen weisen wir auf die Veröffentlichungen in der örtlichen Presse hin:
▶▶ Hohenzollerische Zeitung
▶▶ Schwarzwälder Bote

Aus dem NABU-Vogelschutzzentrum: Schlechte Zeiten für Greifvögel
Greifvögel haben es schwer – nicht zuletzt, weil wir Menschen es den imposanten Flugkünstlern schwer machen. Das bestätigen jetzt aktuelle Zahlen aus dem NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen.
Auch 2016 waren wieder Mäusebussarde, Sperber und Rotmilane unter den gefiederten Patienten, die Daniel Schmidt-Rothmund und sein Team aufgenommen haben. Insgesamt wurden 2016 rund 170 Greifvögel und Falken eingeliefert.
Darunter waren 28, die verletzt an Straßenrändern gefunden wurden, also sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Autos kollidiert waren. Zwei sind vermutlich von Zügen erfasst worden, einer sogar von einem Segelflugzeug. Fünf Greifvogelpatienten sind sicher oder höchstwahrscheinlich gegen Glasflächen geflogen, weitere sind gegen Stromleitungen geprallt oder haben sich in Maschendrahtzäunen verfangen. Ein Mäusebussard wurde durch einen gezielten Schuss tödlich verletzt. Weitere Infos unter ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21713.html

Billionen Insekten migrieren jährlich über unseren Köpfen
Eine gewaltige Zahl diverser Insekten verlagert offenbar saisonbedingt ihren Lebensmittelpunkt von Nord nach Süd und umgekehrt. Das zeigen Radarmessungen über ein Jahrzehnt. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.spektrum.de/

Acht europäische Länder im Kampf gegen den Asiatischen Laubholzbockkäfer
In acht europäischen Ländern wurde der für viele Laubbäume gefährliche Asiatische Laubholzbockkäfer bisher nachgewiesen. Erstmals in Europa gelang es nun in der Stadt Winterthur (Schweiz), einen so großen Käferbefall bereits nach vier Jahren zu tilgen, andernorts dauerte dies bisher mehr als zehn Jahre. Das Erfolgsrezept: konsequente Käferbekämpfung, gut koordinierte Kontrollmaßnahmen und aktive Information an die Bevölkerung, wie eine ALB-Spezialistin der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in der Fachzeitschrift 'Wald und Holz' schreibt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665923

Speed Dating: Graubruststrandläufer balzen auf tausenden von Kilometern
Nach einer Reise um den halben Globus aus den Überwinterungsgebieten fliegen männliche Graubruststrandläufer oft noch viele tausend Kilometer weiter durch das Brutgebiet in der Arktis. Bart Kempenaers und Mihai Valcu vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen zufolge besuchen sie innerhalb von vier Wochen bis zu 24 Nistplatzorte, um dort vermutlich Weibchen zu umwerben und ihre Chancen zu erhöhen, sich fortzupflanzen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665944

Schreiadlerhorst gerettet: NABU-Stiftung kauft Wald bei Templin
In den weiten und dünn besiedelten Landschaften Nordostdeutschlands gibt es sie noch - die kleinen scheuen und vom Aussterben bedrohten Schreiadler. Denn hier finden sie geeignete Nahrungsgebiete und Brutplätze, wo sie vom Menschen ungestört ihre Jungen aufzuziehen können. Im November konnte die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe einen der letzten 22 Schreiadlerhorste Brandenburgs sichern, indem sie ein 1,86 Hektar großes Waldstück bei Templin erwarb. Lesen Sie hier weiter: ▶▶ https://naturerbe.nabu.de/news/2016/3/21684.html

Bildschirmhintergründe - kostenlos zum Download
Aus dem Newsletter des NABU-Bundesverbandes: "Verschönern Sie sich die Arbeit am Computer mit faszinierenden Vogelbildern und richten Sie sich Ihr Hintergrundbild neu ein. Es gibt sieben Wintervogelmotive in verschiedensten Auflösungen zur Auswahl. Viel Freude mit den schönen Motiven!" ▶▶ mehr

"Für 3.500 Dollar pro Hektar inklusive Rodung hätten wir Wald kaufen können"
Bisher wurde in der globalen Klimadiskussion hauptsächlich auf die Abholzung von tropischen Feuchtwäldern geschaut. Dass die Vernichtung von tropischen Trockenwäldern ebenso klimawirksam ist, ist bisher nur wenig bekannt. Am Beispiel des südamerikanischen Gran Chaco zeigt Matthias Baumann, Post Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wie die Abholzung des Waldes und der Ersatz durch Weide- und Sojaflächen die CO2-Emmissionen beeinflussen. Seine Studie "Carbon Emissions from Agricultural Expansion and Intensification in the Chaco" (2016) wurde im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. Im Interview mit der HU-Pressestelle erläutert Matthias Baumann die Ergebnisse.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665957

22.12.2016

Stellungnahme zu Bebauungsplan Längefeld-Nord II, Straßberg
"Nach dem gesunden Menschenverstand zu urteilen, trifft der Eingriff einen bereits vorbelasteten und beunruhigten Bereich durch landwirtschaftliche, gewerbliche und Erholungsnutzung hauptsächlich durch Hundebesitzer. Die wenigen vorhandenen Heckenstrukturen werden kaum berührt und verlieren ihre ohnehin spärliche naturschutzfachliche Funktion."
Die Naturschutzverbände waren aufgerufen, zur Planung Längefeld-Nord II des Zweckverband IIG Interkommunales Gewerbegebiet Vogelherd/ Längefeld Stellung zu beziehen. Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Ablehnung von Windenergieanlagen auf dem Hohfleck
Barbara Lupp vom BUND-Regionalverband berichtet: "Ein schwerer Schlag auf regionaler Ebene für die Energiewende war die Ablehnung der Windenergieanlagen (WEA)auf dem Hohfleck. Das Landratsamt Reutlingen hat sie aus Denkmalschutzgründen abgelehnt, da das Schloss Lichtenstein in seiner historischen Konzeption von den circa 3 km entfernten WEA beeinträchtigt werden würde – ob hier der Druck der Bürgerinitiative auch die Entscheidung beeinflusst hat, bleibt Vermutung. Möglicherweise hätte mehr Bürgerbeteiligung vom Betreiber Sowitec zu mehr Akzeptanz der Anlagen geführt. Die Firma will die Entscheidung anfechten und lässt sich dabei auf die Argumentation der Denkmalbehörde ein: Der denkmalschützerische Wert liege in der eindrucksvollen Sichtbeziehung vom Tal auf die Burg. Dieser würde durch WEA nicht beeinträchtigt." Weitere Infos zu diesem Thema gibt es auf
▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/windkraftanlagen-auf-dem-hohfleck/

Schlacke-Skandal bei der Deponie "Saurer Spitz II" in Reutlingen
Und noch eine weitere Information von Barbara Lupp: "Nachdem auf dem neuen städtischen Deponiegelände illegal 25.000 Tonnen Elektroofenschlacke ausgebracht wurde, ging es in den letzten Wochen darum, ob und wie das Malheur möglichst kostengünstig behoben werden könnte. Zwar war der Betriebsausschuss des Technischen Betriebsrates Reutlingen - auch Dank kritischer Anfrage des BUND an die im Ausschuss tätigen Gemeinderatsmitglieder - fraktionsübergreifend für den Abtransport der Schlacke. Dennoch prüft die Stadt weiterhin die Option, ob die Schlacke nicht auch als vor Wasser geschützte Trag- und Ausgleichsschicht vor Ort "entsorgt" werden kann."
Weitere Infos unter ▶▶ http://www.bund-neckar-alb.de/positionen/saurer-spitz-erddeponie/

Balinger Stadtkirche als "Leuchtturm"?
Im Luther-Jubiläumsjahr 2017 sollte es etwas Besonderes sein: Seit dem 3. Advent kann man an der Balinger Stadtkirche ein Lichtspiel der besonderen Art bewundern: Farbige LEDs beleuchten die Turmstube und Lauflichter in unterschiedlichen Farben umrunden den Turm alle 15 Minuten bis zu vier Mal. ▶▶ Artikel in der Online-Ausgabe des SchwaBo
Schon aufgrund der Vorab-Mitteilungen in der Presse wurde aus der Bevölkerung die Sorge an uns herangetragen, dass hierdurch wohl ein immenser Einfluss auf die dort brütenden Vögel (u.a. die größte Kolonie der im Bestand gefährdeten Dohlen im Zollernalbkreis) ausgeübt werde und im kommenden Jahr vielleicht auch deren Bruterfolg gefährdet sein könne.
Der Einfluss von Beleuchtungsanlagen auf vielerlei Lebewesen ist hinreichend bekannt - schon mehrfach haben wir über diese Problematik berichtet. Auch die allenthalben beklagte "Lichtverschmutzung" soll in diesem Zusammenhang genannt werden. Aus diesem Grund sind wir gespannt zu erfahren, wie sich diese "Jubiläumsgabe" im Detail darstellt und ob z.B. deren Auswirkungen vor der Entscheidung sorgfältig untersucht wurden. Wir werden weiter berichten.

Ski- und Bikepark Burladingen
Die Natur- und Umweltschutzverbände hatten die Planunterlagen im Zusammenhang mit dem Ski- und Bikepark Burladingen erhalten und am 13.12. wurde hierzu ausführlich Stellung bezogen. Zusammenfassend konnte festgehalten werden:
"Aus Sicht der Natur- und Umweltschutzverbände ist das Vorhaben im Gesamt¬zusammenhang nicht ausreichend begründet und die zu erwartenden Eingriffe durch das Vorhaben stehen damit u.E. nicht im Einklang mit der Regionalplanung. Solange nach wie vor der Eindruck nicht entkräftet werden kann, es solle gewissermaßen vor allem aus Rücksicht auf die wirtschaftlichen Interessen des privaten Skilift- und "Lifthäusle"-Betreibers eine ganz erhebliche Intensivierung und Vergrößerung des bisherigen Betriebs entgegen den (auf der Grundlage regionalplanerischer Untersuchungen erfolgten) Festsetzungen eines "besonderen Freiraumschutzes" für dieses Gebiet ein Einzelvorhaben durchgesetzt werden, wird eine Zustimmung der Verbände nicht zu erreichen sein. Erst nach Durchführung der aus unserer Sicht erforderlichen Verfahren beim Regionalverband und der Vorlage einer Gesamtschau der Eingriffe und Auswirkungen mit den zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen können diese Bedenken ggf. zerstreut werden."
Die ganze Stellungnahme finden Sie ▶▶ hier.

Übrigens: Wenn Sie die seitherige Geschichte um den Ski- und Bikepark lesen wollen, werden Sie hier fündig: Ein "Lehrstück" in Sachen Salamitaktik

Schule wird nachhaltig - Faltblatt zu außerschulischem Lernen
Im Rahmen des LNV-Projektes "Schule wird nachhaltig" wurde ein Faltblatt mit dem Titel "Außerschulisches Lernen in der Praxis – wie funktioniert das?" erarbeitet. Es soll Schulen Tipps geben wie außerschulische Lernorte in den Unterricht integriert werden können. Das Faltblatt sollte über die Schulverwaltung an die Schulen weitergegeben werden. Den LNV würde interessieren, ob es überall angekommen ist und würde sich über eine Rückmeldung per Mail freuen: Betreff "Außerschulisches Lernen" an info@lnv-bw.de. Das Merkblatt gibt's auch zum ▶▶ Download.

NABU Baden-Württemberg: "Natur nah dran" bei der Umsetzung
In den "Natur nah dran"-Kommunen 2016 wurden die Umgestaltungsmaßnahmen inzwischen zum größten Teil umgesetzt. Für die Projektkommunen fanden im Oktober Workshops in Hemsbach und Ludwigsburg statt. Dabei konnten die städtischen Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Aktive praktische Erfahrung mit Wildpflanzen und der Anlage naturnaher Flächen sammeln und dies anschließend in ihrer Stadt oder Gemeinde umsetzen. Video-Impressionen auf der Website des NABU-BW verschaffen einen Eindruck davon. ▶▶ Video

NABU kritisiert vorgezogene Rodungen - Landkreis missachtet Naturschutzrecht
Der NABU Baden-Württemberg kritisiert den Landkreis Calw scharf für sein Vorgehen bei der Hermann-Hesse-Bahn. "Der Landkreis hat mit der Motorsäge unverfroren Fakten geschaffen und bereits jetzt der Natur beträchtlichen Schaden zugefügt. Es ist absolut inakzeptabel, dass der Landkreis vorprescht, obwohl der Planfeststellungsbeschluss nicht rechtskräftig ist und obwohl das Verwaltungsgericht Karlsruhe mitgeteilt hat, dass die Rodungen zu unterlassen sind. Damit zeigt der Vorhabenträger einmal mehr, dass er mit dem Kopf durch die Wand will, anstatt gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen", sagt Johannes Enssle, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/umwelt-und-leben/verkehr/21150.html

Zugvögel und Windenergie: Weltweit erste kombinierte Studie zu Schlagopfern und Vogelzugintensität
Kollisionen von Vögeln mit Windenergieanlagen (WEA) gehören zu den größten Kritikpunkten bezüglich der Nutzung von Windenergie. Um die Auswirkungen von WEA auf Zugvögel zu beurteilen, müssen sowohl die Anzahl der insgesamt an einer WEA vorbeiziehenden Vögel als auch die Anzahl der dabei verunglückenden Vögel (Schlagopfer) bekannt sein. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat im Auftrag des Bundesamts für Energie die international erste Studie erstellt, die diese Fragestellung beantwortet. Dazu wurde in einem Untersuchungsgebiet in der Nordwest-Schweiz parallel zur systematischen Suche nach Schlagopfern auch die Intensität des Vogelzugs mittels eines kalibrierten Radargeräts gemessen. ▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_12_20_zugvoumlgel_und_wi

EU-Naturschutzrichtlinien werden beibehalten
Riesige Erleichterung beim NABU Baden-Württemberg: Die EU-Kommission hat heute entschieden, die beiden EU-Naturschutzrichtlinien beizubehalten. "Die EU-Naturschutzrichtlinien sind das Rückgrat des europäischen Naturschutzschutzes und der wichtigste Stützpfeiler des Naturschutzes in Baden-Württemberg. Es ist absolut richtig, dass die Kommission diesen Pfeiler nun verstärkt, anstatt ihn einzureißen", sagt Johannes Enssle, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21638.html

Windenergie-Forschung auf der Schwäbischen Alb
Der Ausbau der Windenergie als erneuerbare, klimafreundliche Energiequelle schreitet rund um den Globus voran. Zunehmend werden auch bergige Gebiete erschlossen, in denen es aufgrund der Geländestruktur zu unregelmäßigen Windströmungen und Luftverwirbelungen kommt. Wie man auch an solchen Standorten Windkraftanlagen optimal betreiben kann, untersuchen nun sechs Partner des süddeutschen Windenergie-Forschungsclusters WindForS. Dazu wollen die Partner ein Forschungs-Testfeld mit zwei Anlagen und vier meteorologischen Messmasten auf der Schwäbischen Alb errichten. ▶▶ http://idw-online.de/de/news665457

Die Bäume weinen! Holzfäller sofort stoppen!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: „Rot gefärbt - als würden sie bluten - liegen die Stämme gefällter Palisanderbäume am Straßenrand. "Die Holzfäller arbeiten in atemberaubendem Tempo", sagt die Ökologin Hazel Chapman: "Wenn wir nicht schnell handeln, sind die Wälder verloren."
In Nigerias Bundesstaat Taraba schlagen Holzfäller Palisander, um die Stämme nach China zu verkaufen. Es herrscht eine Stimmung wie während eines Goldrauschs.
Nigerianische Umweltschützer sehen in einem sofortigen Export-Verbot für Palisander die einzige Chance für den Wald. Bitte unterstützen Sie ihre Forderung an Umweltministerin Amina J. Mohammed mit Ihrer Unterschrift. ▶▶ Zur Petition

Artenschutz durch Habitatmanagement – Der Mythos von der unberührten Natur
Die engagierte Brandrede von Professor Werner Kunz auf dem Westdeutschen Entomologentag im November 2016 ist vielen Mitgliedern noch in bester Erinnerung: Die Erhaltung einer störungsfreien, unberührten Natur ist in Mitteleuropa in vielen Fällen nicht dazu geeignet, gefährdete oder aussterbende Arten zu retten. Offenländer sind die Biotope, an denen es heute mangelt. Wälder haben wir genug!
▶▶ Mehr

Europäische Kommission will Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien kippen
Die EU-Kommission will den Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien für Deutschland und alle EU-Vorreiterländer aufheben, sobald diese mehr als 15% der jährlich erzeugten elektrischen Energie aus Erneuerbaren Quellen gewinnen. Das bedeutet, dass in Deutschland (mit 20% Solar- und Windstrom) in Zukunft Solar- und Windstrom nicht nur aus technischen, sondern auch aus finanziellen Gründen abgeregelt werden darf, um Strom aus klimabelastender Braunkohle- oder Kernkraftwerken zu Dumpingpreisen im Netz zu verteilen. Bei ▶▶ https://ec.europa.eu/ können Europas Bürger den Originaltext lesen. Mit einem Wortschwall wird hier überdeckt, dass es sich faktisch um ein Zurückdrängen der Erneuerbaren Energien handelt. Die Kommission erwartet, dass das EU-Parlament zustimmt.
Der Solarenergie-Förderverein erklärt zu diesem Vorhaben: "Der Strommarkt ist ein preisgesteuertes Verteilsystem. Wenn dieses Verteilsystem ökologische Funktionen übernehmen soll, müssen auch die ökologischen Kosten, d.h. die volkswirtschaftlichen "externen Kosten" berücksichtigt werden. Dazu ist es notwendig, die externen Kosten durch eine Internalisierungssteuer (CO2- und Brennelemente-Steuer) einzupreisen. Das ist bisher nicht geschehen. Solange die externen Kosten nicht eingepreist worden sind, stellt der Kommissionsvorschlag eine Verletzung des Pariser Klimaabkommens dar, weil seine Befolgung dem Klimawandel Vorschub leistet."

22.12.2016

BUNDJugend: "Der Umwelt eine Stimme geben!"
Kürzlich hat sich die Jugend des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND)-Kreisverbandes Zollernalb in Balingen getroffen. In einer offenen Diskussion haben sich die Mitglieder mit der Frage, inwiefern Umwelt- und Naturschutz heute noch relevant ist, beschäftigt. Lesen Sie mehr auf der
▶▶ Facebook-Seite der BUNDJugend.

Plettenberg und kein Ende? Landratsamt setzt das Verfahren aus
Es geht um den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg: Die Änderung der Grenzen des Landschafts­schutzgebiets Großer Heuberg liegt vorläufig auf Eis. Das Landratsamt wird das vom Regional­verband Neckar-Alb eingeleitete Verfahren zur Änderung des Landschaftsschutzgebiets "Großer Heuberg" bis zu einer Entscheidung über die Grenze des künftigen Gesteinsabbaus durch die Gemeinde Dotternhausen vorläufig aussetzen. Diese Entscheidung gab die Kreisbehörde bekannt. ▶▶ Artikel im http://www.zak.de/

Hierzu der Kommentar:
Die Naturschutzverbände im Zollernalbkreis haben schon lange deutlich Stellung bezogen und sind der Auffassung, der Abbau gehöre beendet und der Plettenberg in seiner Gänze unter Naturschutz gestellt. Ob das eine realistische Forderung ist, bleibt dahingestellt. Ebenfalls unbeantwortet bleibt seither die Frage, ob Holcim tatsächlich, wie verschiedentlich behauptet, schon längst weit über die bestehenden Genehmigungen hinaus Gestein abgebaut hat. Klar erscheint jedoch, dass Holcim ohne Ausweitung des Steinbruchs den Standort etwa 2030 dicht machen würde - mit Abbau­erweiterung erst im Jahr 2055. Ist es wirklich sehr ketzerisch zu fragen, ob wegen dieser wenigen Jahre Unterschied tatsächlich der Rest der Plettenberg-Hochfläche unwiederbringlich geopfert werden muss?

Ortolan-Fang: EU-Kommission verklagt Frankreich vor dem EuGH
Die Europäische Kommission verklagt Frankreich vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil es die anhaltenden Verstöße gegen die EU-Rechtsvorschriften über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten nicht unterbindet. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Bestimmungen der Vogelschutzrichtlinie eingehalten werden, auch in Bezug auf das absichtliche Töten oder Fangen. Die Vogelschutzrichtlinie untersagt Tätigkeiten, durch die Vögel unmittelbar bedroht sind, beispielsweise das absichtliche Töten oder Fangen, die Zerstörung von Nestern und das Entnehmen von Eiern sowie damit zusammenhängende Tätigkeiten, z.B. den Handel mit lebenden oder toten Vögeln, wobei das besondere Augenmerk dem Schutz der Lebensräume von gefährdeten Arten und Zugvogelarten gilt.
▶▶ http://www.dda-web.de/#2016_12_13_ortolan-fang:_eu-kom

Rückgang großer fruchtfressender Vögel bedroht Tropenwälder
Eine neue Studie belegt die Bedeutung großer fruchtfressender Vögel für die Verjüngung tropischer Wälder. Pflanzenarten mit großen Samen entwickeln zwar häufiger Keimlinge als Pflanzenarten mit kleinen Samen. Sie sind aber in ihrem Bestand gefährdet, da die Verbreitung großer Samen von großen Vögeln abhängt. Der Rückgang großer fruchtfressender Vögel aufgrund von Bejagung und anderen menschlichen Eingriffen ist daher eine ernste Bedrohung für Tropenwälder, konstatieren Senckenberg-Wissenschaftler in der kürzlich im Fachjournal "Oikos" erschienenen Studie.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664737

Intensivierte Landwirtschaft führt überall zu gleichen Arten
Als hätten wir's nicht schon lange gewusst: Wo Menschen Grünlandflächen intensiver bewirtschaften, nimmt nicht nur die Artenvielfalt ab. Auch die Landschaft wird eintöniger und schließlich bleiben überall die gleichen Arten übrig. Die Folge: Die Natur kann die Bodenbildung für die Nahrungsproduktion oder die Schädlingsbekämpfung nicht mehr erbringen. In einem Verbund von über 300 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen wurde nun erstmals untersucht, welche Konsequenzen intensivere Landnutzung über viele Artengruppen hinweg auf Landschaftsebene hat.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665016

"Dufte" Gene: Fledermausweibchen erschnuppern passenden Partner
Bei der Großen Sackflügelfledermaus herrscht "Damenwahl". Die Weibchen der neotropischen Fledermausart Saccopteryx bilineata suchen sich genau das Männchen als Paarungspartner aus, dessen Eigengeruch auf den größten genetischen Unterschied schließen lässt. Besonders treffsicher sind Weibchen, die über mehr Duftrezeptorvarianten der sogenannten TAAR-Gruppe verfügen. Diese Erkenntnis veröffentlichten die Wissenschaftler aus Ulm, Berlin und Jena kürzlich in der Online-Fachzeitschrift "Scientific Reports" der Nature Publishing Group.
▶▶ http://idw-online.de/de/news665004

250.000 Stunden im Einsatz für die Natur - NABU-Landeschef dankt Aktiven
Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts (5.12.) hebt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle die tragende Rolle der ehrenamtlich Aktiven für den Natur- und Umweltschutz in Baden-Württemberg hervor. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21606.html

SFV: Solarbrief 4/16 im Internet
Der neue Solarbrief des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) werden Diskussions­beiträge zur Umsetzung der Energiewende von Wolf von Fabeck zusammengestellt. Die Sabotage der Energiewende wird analysiert und nötige Gegenmaßnahmen erläutert. So werden z.B. Grundgesetzänderungen vorgeschlagen, die Einführung der CO2-Steuer und der Brennelemente­steuer gefordert sowie die Speicherförderung und das Divestment erörtert. Auch die Rolle der Biomasse ist Thema des Solarbriefs 4/16. Online kann er bereits unter ▶▶ http://www.sfv.de/solarbr/4_16.htm betrachtet und gelesen werden. Viele der Beiträge sind dort auch als HTML-Fassung verlinkt.

Stoppt das Abschlachten der Flughunde!
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Auf Mauritius lässt die Regierung bis Weihnachten 10.000 Flughunde umbringen. Angeblich fressen die Tiere den Obstbauern die Ernte weg. Bereits im vergangenen Jahr hat es eine Massentötung gegeben. Dabei wurden nicht wie angekündigt 20.000 Tiere erlegt, sondern 31.000.
Der Abschuss könnte zum Aussterben der Spezies auf Mauritius führen. Derzeit gelten die Flughunde laut Roter Liste als "gefährdet", bald könnten sie akut "vom Aussterben bedroht" sein. Bitte fordern Sie, die Tötung der Fledertiere sofort zu stoppen." ▶▶ zur Petition

15.12.2016

Mauersegler am Haigerlocher Rathaus
Im Mai berichteten wir vom Pech der Mauersegler am Haigerlocher Rathaus, weil deren Brutstätten im Zug von Sanierungsmaßnahmen verschlossen wurden - zunächst ohne rechtzeitig Ersatz zur Verfügung zu stellen. Jetzt wurden speziell dafür angefertigte Nisthilfen am Rathaus befestigt und wir konnten ein Update veröffentlichen:
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/berichte/vogelschutz/haigerloch2016.htm
Auch der ▶▶ Schwarzwälder Bote berichtete.

Rätsel-Adventskalender Schmetterlinge 2016
Nachdem auf den Schmetterlingsseiten des Naturschutzbüros schon 2012 ein "Rätsel"-Adventskalender erschienen und 2015 neu aufgelegt worden war, der Bestimmungsübungen zu ein paar einheimischen Nachtfalterarten enthielt, ist nun ein neuer Kalender erschienen, der auf den Seiten der AG Schmetterlinge im Zollernalbkreis veröffentlicht wurde.
In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Bläulingen, Schecken- und Perlmuttfaltern - allesamt Arten, bei denen wenig Geübte immer wieder Bestimmungsschwierigkeiten haben. Wenn der "Falter des Tages" nicht auf Anhieb richtig erkannt wird, gelangt man zu einer Hilfeseite mit weiteren Bestimmungshinweisen und Tipps - und der Möglichkeit, das Rätsel auflösen zu lassen. Aber wie beim echten Adventskalender kann man erst am 1. Dezember beginnen. Dafür gibt's eine "Zugabe" für den 25. Dezember.
▶▶ http://www.naturschutzbuero-zollernalb.de/schmetterlinge/advent2016.htm

Die "Klimatische Schuld" der Tagfalter
Die Zusammensetzung dieser Artengemeinschaft ist ein guter Indikator, das Fortschreiten des Klimawandels zu bestimmen. Mehr unter ▶▶ http://www.eskp.de/klimatische-schuld-tagfalter/

Auf der Roten Liste: Regenwürmer und Co
Senckenberg-Wissenschaftler haben maßgeblich an der Erweiterung der "Roten Liste" Deutschlands mitgearbeitet. Erstmals wurden in der bundesweiten Liste Bodenlebewesen, wie Regenwürmer, Hundert- und Doppelfüßer aufgenommen. Um die Grundlage für die Erweiterung zu schaffen, führten die Wissenschaftler eine umfassende Bestandsaufnahme der Bodentiere durch. Die "Rote Liste" dient zur Gefährdungsabschätzung und letztlich zum Erhalt von Tiergruppen – derzeit gelten beispielsweise zwei Regenwurmarten in Deutschland als bestandsgefährdet. Etwa 20 Prozent der Doppelfüßer und drei Arten der Hundertfüßer werden als extrem selten angesehen.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664352

Neue Arten in der Nordsee-Kita
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben die Veränderung der Faunenzusammensetzung im Jadebusen von 1972 bis 2014 untersucht. In ihrer kürzlich im Fachjournal "Estuarine, Coastal and Shelf Science" erschienenen Studie zeigen sie, dass der Klimawandel die Lebensgemeinschaft dort nachhaltig verändert hat. Im Jadebusen, der als Teil des Wattenmeeres als Kinderstube für kommerziell genutzte Fischarten gilt, wandern kälteliebende Arten ab und neue Arten nehmen ihre Plätze ein. Insgesamt hat sich die Artenanzahl in der Meeresbucht erhöht.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664530

Bedrohte Artenvielfalt kennt keine politischen Grenzen
Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in einem Kooperationsprojekt gemeinsam fast 80% der mitteleuropäischen Heuschrecken (Orthoptera) genetisch registriert und stellen deren Gencodes in einer frei zugänglichen Online-Bibliothek zur Verfügung. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher Anfang dieser Woche.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664644

Auswirkungen der Landnutzung auf das Klima
Ob ein natürlicher Wald existiert oder ein Reisfeld angelegt wurde, ist für das Klima sehr entscheidend. Mehr unter ▶▶ http://www.eskp.de/klimawandel-aenderung-landnutzung/

"Before the Flood" - ein Film zum Klimawandel von und mit Leonardo di Caprio
(aus dem sfv-Newsletter) Ein großartiger Film mit Symbolik und Emotionen und mit furchtbaren Fakten. Der Film wendet sich an Politiker und Bewohner der USA und fordert sie zum nationalen Engagement gegen weitere Klimagasemissionen auf. Man kann ihn aber - völlig berechtigt - auch auf Deutschlands unrühmliche Rolle beim Ausbremsen der Energiewende anwenden.
▶▶ https://www.youtube.com/watch?v=dvlMdEtotEk

08.12.2016

Landschaftspflegetag von NABU und Landschaftserhaltungsverband
Der NABU-Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald und der Landschaftserhaltungsverband im Kreis Freudenstadt haben zum wiederholten Mal einen Landschaftspflegetag organisiert. Dieses Mal wurden Gehölze an einem Hang reduziert, um artenreichen Halbtrockenrasen im FFH-Gebiet Horber Neckarhänge auszudehnen. Auch der OB von Horb hat mitgeholfen. ▶▶ Mehr

Apfelbäume fürs Hessental
Zwei achte Klassen der Schillerschule Onstmettingen und die NABU–Gruppe Albstadt pflanzten gemeinsam neun Obstbäume auf der Streuobstwiese im Hessental und begründeten eine Kooperation, von der beide Seiten hoffen, dass sie lange anhalten möge.
Der ▶▶ Zollern-Alb-Kurier berichtete.

TV-Tipp: "Lebensraum Kirchturm" im SWR - SWR-Team dreht in Süßen
Schon über 70 NABU-Gruppen im Land unterstützen die Aktion "Lebensraum Kirchturm" und haben insgesamt über 200 Kirchen dafür ausgezeichnet, dass sie Lebensraum für viele seltene Tiere wie Fledermäuse oder Schleiereulen bieten. Im November hat ein Team des SWR-Fernsehens eine der besonders engagierten Gruppen besucht. Der Beitrag über den "NABU Süßen und Umgebung" läuft am 27. Dezember in der Sendung "natürlich". ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2016/21583.html

Lebensader Oberrhein: Positive Zwischenbilanz für NABU-Projekt
Vielfältige Naturschutzmaßnahmen für den Erhalt der Biodiversität: 30 neue Amphibiengewässer, 13 Sandbiotope, Infos für viele Tausend Interessierte und zukunftsfähige Konzepte für 640 Deich-Kilometer. Für das auf sechs Jahre angelegte länderübergreifende Naturschutzprojekt "Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken" zieht der NABU jetzt eine positive Zwischenbilanz. ▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21522.html

Seidenschwänze bald in Baden-Württemberg zu sehen
Schwärme von Seidenschwänzen ziehen derzeit vom Norden Deutschlands Richtung Süden. Daniel Schmidt-Rothmund, Leiter des NABU-Vogelschutzzentrums, geht davon aus, dass die Wintergäste bald auch Baden-Württemberg erreichen.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21543.html

NABU fordert Ursachenforschung zur Verbreitung des Vogelgrippevirus
Die derzeitige Ausbreitung des hochpathogenen H5N8-Virus ist nach Einschätzung des NABU nur mit dem Vogelzug und der Ausbreitung durch Wildvögel nicht schlüssig zu erklären.
▶▶ https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2016/21530.html

Meisen am Futterhäuschen – Wie bewegen sich die Vögel innerhalb der Städte?
In der Online-Fachzeitschrift Scientific Reports wurden nun die Ergebnisse einer umfangreichen Studie an Blau- und Kohlmeisen im urbanen Bereich veröffentlicht. Mehr als 450 Vögel wurden dafür in den Jahren 2013 und 2014 mit Transpondern individuell markiert. An insgesamt 51 Futterstellen in einer Reihenhaussiedlung, einem Vorort sowie einem Neubaugebiet rund 60 Kilometer nördlich von London wurden deren Besuche dann durch automatische Erfassungsstationen aufgezeichnet. ▶▶ mehr

Über 1000 Pflanzenwespen-Arten genetisch erfasst
Die Zoologische Staatssammlung München (SNSB-ZSM) und das Senckenberg Deutsche Entomologische Institut (SDEI) haben einen großen gemeinsamen wissenschaftlichen Erfolg zu verzeichnen. Die Wissenschaftler entschlüsselten nun den genetischen Code von über 1000 Pflanzenwespen-Arten (Symphyten) und stellen diesen in einer Online-DNA-Bibliothek frei zur Verfügung. Ihre Ergebnisse stellen sie diese Woche in einer Publikation vor.
▶▶ http://idw-online.de/de/news663831

Wie Vogel-Eltern ihre Pflichten aufteilen
Eltern müssen sich für die Betreuung ihres Nachwuchses abstimmen. Bei Watvögeln führt dies zu einer extremen und unerwarteten Vielfalt darin, wie sich Elternpaare um ihr Nest kümmern. Ein internationales Team unter der Leitung von Max-Planck Wissenschaftlern fand heraus, dass sich einige Paare fast stündlich beim Brüten abwechselten, während bei anderen ein Elternteil bis zu 50 Stunden auf dem Nest sitzen blieb. Die Vielfalt dieser Brutrhythmen entsteht laut der Studie weniger durch das Risiko, zu verhungern, sondern vielmehr durch das Risiko, gefressen zu werden. Überraschenderweise folgt der Rhythmus der Nestfürsorge oft nicht dem 24-Stunden-Tag.
▶▶ http://idw-online.de/de/news663741

Ungewöhnlich niedrige Bestandsdichte des Luchs im Wallis
Eine Erhebung der Universität Bern ergab, dass die Bestandsdichte des Luchses im Kanton Wallis in den vergangenen fünf Wintern außergewöhnlich niedrig war – dies sowohl im Vergleich mit anderen Teilen der Schweizer Alpen als auch mit früheren Erhebungen aus den 1980er Jahren im Kanton Wallis. Weitere Untersuchungen sollen nun die Gründe für diesen Befund aufzeigen. Als wahrscheinlichste Ursache vermuten die Forschenden Wilderei.
▶▶ http://idw-online.de/de/news664134

Johannes Enssle ist neuer NABU-Landesvorsitzender
Johannes Enssle ist neuer Vorsitzender des NABU-Landesverbandes Baden-Württemberg. Der 34-Jährige wurde am heutigen Samstag (19.11.) im Rahmen der NABU-Landesvertreterversammlung in Stuttgart von den Delegierten der NABU-Gruppen gewählt.
▶▶ http://nabu-bw.de/wir-ueber-uns/neues-vom-nabu/21526.html

Natursport und Naturschutz – ein Konfliktfeld
Natur und Landschaft bieten vielfältige Möglichkeiten für die Ausübung von Sport- und Freizeit­aktivitäten abhängig von den naturräumlichen Gegebenheiten und der vorhandenen Infrastruktur. Häufig sind dabei die aus Naturschutzsicht wertvollen Ökosysteme besonders attraktiv. Die damit einhergehenden Belastungen für Tiere und Pflanzen und deren Lebensräumen können zu Konflikten zwischen Naturschutz- und Sportinteressen führen. Das neue LNV-Info Nr. 9 / 2016 stellt eine Handreichung zur Standortfindung innerhalb des LNV dar.
▶▶ http://lnv-bw.de/natursport-und-naturschutz-ein-konfliktfeld/

Wir brauchen die neue Förderpolitik - NABU-Szenario für Reform der EU-Agrarförderung
Der NABU hat ein neues Modell zur EU-Agrarförderung vorgelegt. Diese liefert eine Alternative zur bisherigen "Gießkannenförderung". "Gerade in Baden-Württemberg würden viele landwirtschaftliche Betriebe von einer Umstellung der Agrarförderung profitieren: weg vom Gießkannenprinzip, hin zur Förderung von Leistungen für Natur und Gesellschaft", sagt Jochen Goedecke, Landwirtschafts­referent des NABU Baden-Württemberg, im Hinblick auf das heute vom NABU-Bundesverband in Berlin vorgelegte neue Modell für die EU-Agrarförderung. Bisher würden diese Leistungen nicht adäquat anerkannt. Weiter geht's beim ▶▶ http://nabu-bw.de/

Schwarzbuch zeigt schädliche Folgen des Biomasse-Anbaus
Der Anbau von Energiepflanzen hat eine negative Öko-Bilanz. Er führt unter anderem zum Verlust wertvoller Lebensräume und schadet dem Klima. Besonders dramatisch in Deutschland ist der regionale Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2016/11/21546.html

Stromnetzausbau unter der Lupe
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) erstellt für die bundesweite Stromnetz-Planung einen Bericht über die voraussichtlichen Umweltauswirkungen. Der NABU hat sich zusammen mit anderen vom Stromnetzausbau betroffenen Institutionen und Bürgern zum Entwurf des Untersuchungsrahmens zur Strategischen Umweltprüfung (SUP) zu Wort gemeldet.
▶▶ https://www.nabu.de/news/2016/11/21567.html

01.12.2016

Erschreckend: Krabbentaucher stark durch Mikroplastik belastet
Die Verschmutzung durch Plastikmüll stellt in allen Ozeanen ein großes Problem dar. Durch nur sehr geringe Besiedlung liegt die Arktis weit von den Hauptquellen des Plastiks entfernt. Dennoch konnten auch in arktischen Meeressäugern bereits Plastikteilchen nachgewiesen werden. Im Rahmen einer Studie untersuchten Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern gemeinsam die Häufigkeit und Zusammensetzung von Mikroplastik in den Zooplankton-Gemeinschaften vor Ost-Grönland. Im selben Untersuchungsgebiet wurde gleichzeitig die Plastik-Belastung von dort brütenden Krabbentauchern ausgewertet, die in Tiefen von 0-50 Metern ihre tierische Nahrung suchen. ▶▶ mehr

Kakadus können Werkzeuge aus verschiedenen Materialen basteln
Die Fähigkeit, sich eigene Werkzeuge herzustellen, kommt bei sehr entfernt verwandten Tierarten vor, ist aber insgesamt sehr selten. Häufig ist unklar, ob Werkzeugherstellung aus Erfindungsgeist entsteht oder angeborener Anpassung an eine Umgebung, die dies erfordert. Forschende der Vetmeduni Vienna und der Universität von Oxford zeigten nun, dass auch Kakadus, die in der Natur keine Werkzeuge nutzen, längliche Hilfsmittel zur Futterbeschaffung herstellen können. Sogar aus Material wie Karton können sie eine längliche Form erzielen. Diese Papageienart scheint im Vorhinein abzuwägen, wie sie das Werkzeug einsetzen will, ohne diese Fertigkeit geerbt oder angelernt zu haben. ▶▶ http://idw-online.de/de/news663215

Schmetterling: Überlebenskampf im Hochgebirge
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Schmetterlingsart Erebia nivalis und deren Überlebensstrategie im Hochgebirge untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass sich die kleinen Mohrenfalter einerseits spezialisiert haben und andererseits auch opportunistisch verhalten, um mit den großen Höhen und Wetterextremen zurecht zu kommen. Hierfür haben die Schmetterlinge besondere Taktiken bei ihrer Fortpflanzung und Ernährung entwickelt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news663641

Fliegenlarven putzen das Nest des Bienenfressers
Ein Vogelnest beherbergt neben einem Vogelpärchen und seinem Nachwuchs auch andere Bewohner wie Insektenlarven. Diese nutzen die guten klimatischen Bedingungen und das reichliche Nahrungsangebot im Nest. Ein Forschungsteam der Vetmeduni Vienna konnte nun zeigen, dass Fliegenlarven im Nistplatz des Europäischen Bienenfressers als Putztrupp fungieren und Fäkalien und Futterreste verwerten. Diese "Abfallbeseitigung" begünstigt die Entwicklung der Jungvögel und unterstützt das Nest-Ökosystem. ▶▶ http://idw-online.de/de/news663739

Makatea: Rettet die ökologische Arche Noah im Pazifik
Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald e.V. schreibt: "Das Makatea-Atoll im Südpazifik ist ein einzigartiges Naturparadies. Die Insel beherbergt noch weitgehend unberührte Ökosysteme mit einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Bedrohte Arten wie die Tahiti-Taube finden dort ihren letzten Lebensraum.
Nun will ein australisches Unternehmen auf der winzigen Insel mitten im Pazifik Phosphat abbauen – zur Produktion von Dünger. Bitte unterstützen Sie die Einwohner von Makatea, die Katastrophe abzuwehren." ▶▶ Zur Petition

Stellungnahme des SFV zum Impulspapier des BMWi (Strom 2030)
Sigmar Gabriel, Chef und Spitzenkandidat der SPD ist als Wirtschaftsminister verantwortlich für die Energiewende. Wie er diese Aufgabe wahrgenommen hat, stellt er in einem ▶▶ Impulspapier des BMWi zur öffentlichen Diskussion. Dort heißt es einleitend: "Das Impulspapier identifiziert zwölf robuste, langfristige Trends einer sicheren, kostengünstigen und klimafreundlichen Stromversorgung bis 2050."
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) gibt nun in einer Stellungnahme Hinweise dazu, wo die Selbstdarstellung des BMWi allzu weit von den tatsächlichen Verhältnissen abweicht oder wo die vom BMWi angepriesenen Ziele die Energiewende sogar ausbremsen.
▶▶ Stellungnahme des SFV

24.11.2016

Geflügelpest bei Wildvögeln am Bodensee - H5N8 wieder in Deutschland
Nach zweijähriger Pause tritt seit November 2016 wieder die Vogelgrippe H5N8 in Deutschland auf. Der NABU fordert dringend nach den Quellen der Viren in der Geflügelwirtschaft zu suchen und diese auszuschalten, da sie eine Gefahr für Wildvögel sind.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://nabu-bw.de/news/2016/21485.html

Nicht übertrieben? NABU begründet Klage gegen Hermann-Hesse-Bahn
Der NABU Baden-Württemberg hat die Begründung seiner Klage gegen den ersten Planfest­stellungsbeschluss zur Hermann-Hesse-Bahn vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim fristgerecht eingereicht. Gestützt wird die Klage durch ein neues Gutachten. Dieses stuft den Hirsauer Tunnel bei Calw als "bundesweit bis international bedeutsames Winterquartier" für bedrohte Fledermäuse ein und den Forsttunnel bei Althengstett als "überregional bedeutsam". Beide Tunnel gehören zu den wichtigsten Quartieren des Landes, beide sind durch den Bahnbetrieb gefährdet. ▶▶ Mehr

Kündigt sich ein Einflug von Seidenschwänzen an?
In den meisten Jahren wandern die in der nördlichen Taiga brütenden Seidenschwänze nur kürzere Strecken nach Süden und verbleiben in Nordeuropa und im Ostseeraum. Hin und wieder kommt es zu Einflugjahren, in denen die Vögel auch in großer Zahl bis nach Mitteleuropa gelangen. Sie sind dann häufig auch in der direkten Nähe des Menschen, in Gärten, Parks und Alleen anzutreffen. Die Nahrung der Seidenschwänze besteht hauptsächlich aus Beeren. Auch an Bäumen verbliebenes Obst und Mistelbeeren stehen auf ihrer Speisekarte. In der Nähe ihrer Nahrungsstellen rasten sie gerne auf höheren Bäumen.
In den letzten drei Wintern war das Auftreten durchschnittlich. Derzeit deutet jedoch einiges darauf hin, dass sie in diesem Winter wieder in größerer Anzahl bei uns aufkreuzen: Bei ornitho.de wurden seit Anfang Oktober mehr als zehnmal so viele Seidenschwänze gemeldet wie im Vorjahreszeitraum (Karte). Ähnliche Entwicklungen werden auch in Großbritannien und den Niederlanden beobachtet, und mit täglich mehr als 500 Durchzüglern verzeichnet der bekannte Zugvogel-Hotspot Falsterbo im Süden Schwedens derzeit mehr als doppelt so viele Seidenschwänze wie in durchschnittlichen Jahren. ▶▶ Mehr

Der Saathafer ist Arzneipflanze des Jahres 2017
Der Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg hat den Saathafer zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gekürt. Der Hafer liefert mehrere Heilmittel und bietet viele Einsatzmöglichkeiten in Dermatologie und Ernährung.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662144

Enzian oder Spitzwegerich – wer gewinnt in den Alpen, wenn es wärmer wird?
Typische Alpenblumen drohen mit dem Klimawandel von Konkurrenten aus dem Flachland verdrängt zu werden. Um das Schicksal von Enzian, Edelweiß und Co. abschätzen zu können, haben Forschende der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL nun per Helikopter zehn Tonnen Alpenrasen von 2100 auf 1400 Meter Höhe in ein wärmeres Klima verpflanzt.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662568

Hubert Weiger zum Vorsitzenden des BUND wiedergewählt
Vom 4. bis 6. November trafen sich mehr als 250 Delegierte, Vorstandsmitglieder, Gäste und Mitarbeit*innen der Bundesgeschäftsstelle zur diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung in Bonn.
Im Mittelpunkt standen Wahlen zum Bundesvorstand. Hubert Weiger wurde mit großer Mehrheit erneut zum Bundesvorsitzenden für drei Jahre gewählt. Mit der Resolution "Raus aus den fossilen Energien – Klimaschutz verstärken" begrüßten die Delegierten das Inkrafttreten des Pariser Klimaschutzabkommen forderten aber gleichzeitig die Bundesregierung dazu auf, den Kohleausstieg umgehend einleiten und deutlich vor 2030 abschließen.

Power-to-Liquid: Erste Kompaktanlage im Pilotbetrieb
Die bedarfsgerechte Erzeugung flüssiger Kraftstoffe aus regenerativen Energien ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Aus Sonnenenergie und dem Kohlenstoffdioxid der Luft synthetische Kraftstoffe herzustellen, ist das Ziel des nun gestarteten Projektes SOLETAIR, in dem die Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) INERATEC mit finnischen Partnern zusammenarbeitet. Zusammen wird die weltweit erste chemische Pilotanlage in Betrieb genommen, die so kompakt ist, dass sie in einen Schiffscontainer passt. Die mobile Anlage produziert aus regenerativem Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid Benzin, Diesel und Kerosin.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662852

Energiewende: Forscher geben Kommunen Empfehlungen zur Bürgeraktivierung
▶ Forschungsteam veröffentlicht Wegweiser "Der Weg zum Klimabürger" ▶ Acht Strategien für eine kreative Bürgeraktivierung zu Energiewende und Klimaschutz ▶ Nachahmung erwünscht: Erfolgreiche Praxisbeispiele aus zahlreichen Kommunen. ▶▶ http://idw-online.de/de/news662255

17.11.2016

NABU Albstadt bekommt Projekt-Förderung von den Albstadtwerken
Für drei Naturschutzprojekte bekommt unsere NABU-Gruppe Albstadt finanzielle Unterstützung durch die Albstadtwerke. Gefördert wird Obstbaumschnitt mit 500 Euro, ein Wildbienen-Projekt mit ebenfalls 500 Euro sowie die Verbesserung eines Biotops für den Feuersalamander mit 6.000 Euro. ▶▶ Zeitungsbericht

Neues zur Atlantischen Bergschrecke in RLP
Die Veröffentlichung des Fundes von mindestens zwei Atlantischen Bergschrecken in Limburgerhof, Rheinland-Pfalz, Mitte Oktober auf naturgucker.de hat für einigen Wirbel gesorgt - und für weitere Überraschungen! Auf naturwerke gibt es einen ausführlichen Text hierzu. ▶▶ mehr

10 Monate in der Luft – Das unglaubliche Leben der Mauersegler
Mauersegler fallen zur Brutzeit über unseren Städten mit ihren schrillen Rufen und wendigen Flugmanövern auf. Sie sind mit ihren sichelförmigen Flügeln perfekt an ein Leben in der Luft angepasst. Ihre kurzen Beine und kleinen Füße ermöglichen es den Vögeln hingegen kaum vom flachen Boden aus zu starten, so dass bereits im 18. Jahrhundert italienische Wissenschaftler vermuteten, dass die Vögel auch im Flug schlafen und einen Großteil ihres Lebens in der Luft verbringen.
Genauere Details aus dem Leben der Mauersegler konnten nun durch die Nutzung moderner Geolokatoren erforscht werden. ▶▶ mehr

Gute Sänger tragen große Krawatten
Nicht alle Kohlmeisen singen gleich schön. In einer neuen Studie, die in "Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS" veröffentlicht wurde, zeigt Prof. Heinz Richner vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern, dass bei Kohlmeisen-Männchen, die Tonintervalle besonders exakt singen, das schwarze Federband über der Brust breiter ist als bei ihren weniger begabten Artgenossen. Diese "Krawattengröße" korreliert mit dem sozialen Status, dem Erfolg bei Weibchen, der Nachkommenzahl und der Resistenz gegen Parasiten.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662026

Rostocker Forscher entdeckt neue Krabbe an der Ostseeküste
Wissenschaftler weist erstmals Asiatische Strandkrabbe in MV nach Spektakuläre Funde an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern. Der Meeresbiologe Dr. Wolfgang Wranik von der Universität Rostock, entdeckte bei einem Schnorchelgang im Flachwasser der Wismarbucht eher zufällig neue Einwanderer, also so genannte Aliens. Konkret handelt es sich um die Asiatische Strandkrabbe (Hemigrapsus takanoi) und Vertreter der Kopfschildschnecken.
▶▶ http://idw-online.de/de/news662187

Der neue ToxFox ist da!
Aus dem BUND-Newsletter: "Würden Sie Kinder mit Gift spielen lassen? Wir auch nicht. Leider weisen Tests immer wieder schädliche Chemikalien in Alltagsprodukten nach - auch in solchen für Kinder. Aber in welchem Planschbecken steckt ein Gift-Cocktail, in welchem nicht? Welche Bastelsachen sind mehr "Auwei" als DIY?
Mit dem ToxFox hat der BUND bereits vor drei Jahren eine App entwickelt, die VerbraucherInnen hilft, Schadstoffe in Kosmetik aufzuspüren und aus dem Einkaufskorb zu verbannen. Nun haben wir die App erweitert - und sie hilft auch in Punkto Spielsachen und Co.
Lesen Sie hier weiter: ▶▶ http://www.bund.net/toxfox

Kleines Plus im Naturschutzhaushalt - Grün-Schwarz bleibt weit hinter Zusagen zurück
Der NABU Baden-Württemberg sieht die aktuellen Planungen von Grün-Schwarz zum Naturschutzhaushalt kritisch. Bis 2021 sollte laut Koalitionsvertrag der Naturschutzhaushalt um jährlich sechs Millionen Euro anwachsen. Das wäre auch dringend für die Sicherung der biologischen Vielfalt nötig. Tatsächlich beträgt die Erhöhung für 2017 nach den derzeitigen Planungen nur zwei Millionen Euro - also ein Drittel. ▶▶ Mehr

Geier vor dem Aussterben bewahren
Aus dem NABU-Newsletter: "Weil sie die sterblichen Überreste anderer Tiere in kürzester Zeit beseitigen, hindern sie Krankheitskeime daran, sich zu verbreiten. Sechs der elf in Afrika vorkommenden Geierarten segeln jedoch einer ungewissen Zukunft entgegen. Schuld daran ist der Mensch: Durch Umweltverschmutzung und Wilderei ist eine ganze Vogelfamilie vom Aussterben bedroht. Unterstützen Sie unser Projekt, um die Schutzengel der Savanne zu retten." ▶▶ Mehr

Landraub am Straßenrand - Bedeutung von begrünten Streifen für die Natur
Landwirte erweitern immer mehr die eigene Ackerfläche bis unmittelbar an die Straßen- oder Wegebankette. Dabei wird sich sehr häufig fremdes Eigentum von Kommunen oder dem Land einverleibt. Bunte Wegraine mit Wildstauden findet man auch deshalb immer seltener. ▶▶ mehr

Bahnbrechende Entscheidung: Weltgrößtes Meeresschutzgebiet ausgerufen
Der WWF schreibt: "Es ist eine wirklich bahnbrechende Entscheidung, die vor wenigen Tagen getroffen wurde: 24 Staaten und die EU einigten sich darauf, vor der Antarktis die riesige Fläche von 1,5 Millionen Quadratkilometern Meer unter Schutz zu stellen. Das ist in etwa so groß wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen und damit das größte Meeresschutzgebiet der Erde.
Wir freuen uns, dass sich die jahrelangen Verhandlungen über das Meeresschutzgebiet gelohnt haben." Lesen Sie ▶▶ hier weiter.

Wer den Acker vor lauter Bäumen nicht sieht
In der Agroforstwirtschaft werden landwirtschaftliche Nutzpflanzen wie Mais zusammen mit Holzpflanzen, etwa Bäume und Sträucher, auf einer Bewirtschaftungsfläche angebaut und genutzt. Diese Form der Landnutzung soll in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigeren Landnutzung in Deutschland leisten. Wie das umgesetzt werden kann, untersucht das Fraunhofer IAO im Verbundprojekt AUFWERTEN. ▶▶ http://idw-online.de/de/news662012

Eil-Appell! Keine Millionen für Atomkonzerne!
Campact schreibt: "Wir sind ja einiges gewohnt von den Atomkonzernen, aber das ist wirklich dreist: In diesem Jahr wollen sie nur einen Bruchteil ihrer Steuern zahlen. Der Trick: Weil die Steuer auf Brennelemente im Dezember ausläuft, verschieben sie den Austausch ihrer Brennstäbe ins nächste Jahr – und drücken sich um über 700 Millionen Euro. Nur so können einige ihrer Risiko-Reaktoren weiterlaufen, die sich schon jetzt kaum noch rechnen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren ▶▶ Eil-Appell!"

Beschleunigung der Energiewende im Wahljahr 2017
Aus dem sfv-Rundschreiben vom 25.10.: "Vier ganze Jahre lang hat die schwarz-rote Bundesregierung die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien hintertrieben und damit im Widerspruch zu ihren eigenen Dekarbonisierungs-Forderungen (von Schloss Elmau und bei der Klimakonferenz in Paris) den Klimawandel grob fahrlässig weiter beschleunigt. Klimaexperten hegen inzwischen Zweifel, ob der endgültige Klimakollaps, das Ende allen menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens überhaupt noch aufzuhalten ist.
Die tonangebenden Politiker beruhigen sich gegenseitig mit weltmännisch psychologisierenden Sprüchen über die "German Angst". Sie haben offenbar noch keinmal den furchtbaren Gedanken zu Ende gedacht, dass die Natur inzwischen an verschiedenen Punkten unserer Erde unter der ständigen Erwärmung zusätzliche Klimagase ausschwitzt, die die Erwärmung weiter beschleunigen. Z.B. steigt inzwischen aus den auftauenden Permafrostsümpfen Sibiriens das seit Tausenden von Jahren fest eingefrorene klimaschädliche Methangas auf. Die Klimagase lassen die Temperaturen ansteigen. Die ansteigenden Temperaturen verursachen zusätzliche Klimagase, die die Temperaturen noch weiter ansteigen lassen. Eine Endlosschleife ("positive Rückkopplung) - Alarmstufe Rot!" Die wichtigsten Beiträge aus dem neuen Solarbrief 4/2016 haben wir deshalb bereits vorab ins Internet gestellt. ▶▶ Hier geht's weiter.

 

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