Welchen Nistkasten soll ich aufhängen?
Alles über Fluglochweiten und Nisthilfentypen
Das Aufhängen von Vogelnisthöhlen stellt für den Vogelfreund
die einfachste Möglichkeit dar, etwas für den Schutz der heimischen
Vogelwelt zu tun. Es fördert zudem eine natürliche, umweltgerechte
Schädlingsbekämpfung ohne Gift, da alle höhlenbrütenden
Singvögel ihre Jungen mit tierischer Nahrung versorgen. Damit nun
Gartenbesitzer nicht immer die gleichen Nistkästen aufhängen
und einseitig immer dieselben und die häufigsten Vogelarten fördern,
werden hier einmal die Nisthöhlen vorgestellt, die man am Haus und
im Garten anbringen kann (siehe Foto).
Aus
der Sicht des Naturschutzes erscheinen künstliche Nisthöhlen
ohnehin zunehmend fragwürdig, denn stark gefährdet und rückläufig
sind nicht in erster Linie Höhlenbrüter, sondern Freibrüter,
hier vor allem Zugvögel. Je mehr diese Arten aus unserer ausgeräumten
Landschaft und unseren gepflegten Gärten ohne dichte Hecken und andere
Vogelschutzgehölze verdrängt werden, desto eher besteht die
Gefahr, dass sie von den anpassungsfähigen Meisen - vor allem der
Kohlmeise - in ihren ökologische Nischen zusätzlich bedrängt
werden.
Der beste Vogelschutz ist also eine reich strukturierte Landschaft und
ein ebenso naturnaher Garten. Wer dort zusätzliche Nisthöhlen
aufhängen will, sollte dann auch alle Höhlenbrüter berücksichtigen.
Leider findet aber der Laie in vielen Zoofachgeschäften nur zwei
oder drei gängige Nistkastentypen vor und wird über die große
Vielfalt geeigneter Nisthöhlen auch nicht informiert, so dass der
Vogelschutz hier hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Das
gilt erst recht für solche Tiere, die noch mehr als Vögel auf
Nist- und Überwinterungshilfen angewiesen sind: Fledermäuse
und Insekten.
Weitere Infos
und Bezugsquellen erhalten Sie hier
(von dort haben wir auch den abgedruckten Text).
Wer sich über
die verschiedenen Nisthilfen-Typen informieren will, der findet jede Menge
Infos unter dem folgenden Link: http://www.ehlert-partner.de/Nistkast.html
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