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Ist der Durchbruch erzielt?

 

 


   Zollern-Alb-Kurier vom 10.01.2007


   Schwarzwälder Bote vom 10.01.2007

 
 

Hierzu der Kommentar

Beide Zeitungen geben die Vorgänge unseres Erachtens weitgehend richtig wieder. Ein Sachverhalt muss allerdings korrigiert werden:

In dem Gutachten des Büros Dr. Grossmann wurden nur die Flächen nördlich und östlich von Ostdorf untersucht. Dort waren schon seit Jahren keine regelmäßigen Braunkehlchen-Brutplätze festgestellt worden. Dieser Sachverhalt ist auch in den jährlichen Untersuchungs-
berichten des NABU Balingen so dokumentiert und man kann das z.B. hier auf einer Bestandskarte von 2003 nochmals anschauen. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass alle Untersuchungen zum gleichen Ergebnis kamen. Dass "auf Ostdorfer Gemarkung bei weitem nicht so viele Braunkehlchen brüten wie ursprünglich angenommen", eine solche Aussage ist aus keiner der Untersuchungen abzuleiten.

Von den Naturschutzverbänden unterstützt wird die Sichtweise, man könne mit dem erzielten Kompromiss gut leben - auch die Braunkehlchen. Innerhalb der Flächen, die nun aus dem europäischen Vogelschutzgebiet herausgenommen werden sollen, leben eine ganze Reihe ebenfalls gefährdeter Vogelarten. Die Naturschutzverbände waren jedoch bei ihrer Zustimmung zum Kompromiss der Auffassung, dass zum Schutz dieser Arten nicht das europäische Recht bemüht werden müsse.

Die Naturschutzverbände begrüßen es auch, dass es dem Ostdorfer Ortsvorsteher gelungen ist, zu einer sachlichen Ebene zurück zu finden. Wir waren schon von Anfang an der Ansicht, dass der Verhandlungsweg der richtige ist und die unsägliche Polarisierung mit allen Anfeindungen besser unterblieben wäre.

Herbert Fuchs

 
 

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