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Sprengplatz auf dem Truppenübungsplatz "Heuberg"


Die Natur- und Umweltschutzverbände sind entgegen den "üblichen Gepflogenheiten" im Zusammenhang mit der Planung des Sprengplatzes im Spitalwäldle oberhalb von Albstadt-Ebingen nicht angehört worden. Aufgrund eines Presseartikels im Schwarzwälder Bote vom 16. Juli 2009 wandten wir uns ans Landratsamt Zollernalb und fragten nach unserer Beteiligung im Verfahren.

  • Artikel im Schwarzwälder Bote vom 16. Juli 2009
  • Schreiben ans Landratsamt vom 16. Juli 2009
  • In der Bevölkerung löste die Planung der Bundeswehr zum Teil große Empörung aus, unter anderem wegen der von vielen als "Geheimhaltungspolitik" empfundenen Vorgehensweise, wodurch Informationen nur "scheibchenweise" an die Öffentlichkeit gelangten.
    Im weiteren Verlauf bildete sich ein Bündnis mit dem Ziel, den Sprengplatz zu verhindern. Wer sich dort informieren will, klickt bitte auf den folgenden Link: "Aktionsbündnis Freier Heuberg"

    Nach Prüfung der zur Verfügung gestellten Materialien, etlichen Gesprächen und auch einer Ortsbesichtigung haben die Natur- und Umweltschutzverbände im Kreis Bedenken, ob das Verfahren rechtlich einwandfrei abgelaufen ist. So hat unseres Wissens weder eine FFH-Verträglichkeitsprüfung stattgefunden, noch wurden die seither naturschutzrechtlich üblichen Verfahren durchlaufen.
    Ob tatsächlich weder der Naturschutzbeauftragte noch die Natur- und Umweltschutzverbände gehört werden müssen und das Vorhaben einfach "durchgewunken" werden kann, wie es den Eindruck hat, wird derzeit vom Landesnaturschutzverband geprüft. Alles in allem ist es eine recht komplizierte Gemengelage verschiedener Interessen, die uns dazu veranlasst hat um hauptamtliche Hilfe zu bitten und uns im Übrigen einstweilen darauf zu beschränken, die wesentlichen Vorgänge auf unserer Homepage zu dokumentieren und ggf. Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

  • Kleine Anfrage der Abg. Dr. Gisela Splett (GRÜNE) - Landtag von Baden-Württemberg, Drucksache 14/4838 vom 15. 07. 2009
    In ihrer Antwort nennt die Landesregierung "Oktober 2008" als Beginn der Baumaßnahme, u.a. seien 3,7ha Wald bereits abgeholzt worden. Ebenso ist ausgeführt, dass die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung stattgefunden habe. Den Verbänden stellt sich das jedoch völlig anders dar.

    Der LNV hat am 14. bzw. 15.01.2010 schriftlich Informationen beim Regierungspräsidium Tübingen angefragt, sowohl bei der Baurechts- oder Immissionsschutzabteilung, als auch bei den für Naturschutz bzw. Forst zuständigen Referaten. Mit Anworten rechnen wir aber nicht vor Ablauf von 6 Wochen.

    Aktueller Stand vom 20. Februar 2010:
    Zwischenzeitlich liegen uns Antworten von verschiedenen Behörden vor, in denen eine Stelle der anderen die Verantwortung zuschiebt. Weil das alles wirklich realsatirischen Charakter hat und wir alle ja den Humor nicht verlieren sollten, werden wir den Vorgang doch noch im Detail aufarbeiten. Wir bitten aber um ein wenig Geduld: Ehrenamt braucht Zeit ...