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Das war schon eine außergewöhnliche Begegnung: Bis zu drei Schwarzstörche hatte Angela Roth auf ihren morgendlichen Urlaubs-Spaziergängen mit Mann und Hund beobachtet.
Zuerst hatte Jagdpächter Erwin Zelzer am Samstag, 08. August einen Storch beim alten Sportplatz entdeckt. Einen Tag später saß das Tier im Unterlauf des Hausertalbachs beim Bruthaus des Fischzuchtbetriebs Belser. Als dann am Dienstag, 12. August plötzlich 3 Störche auf einem abgeernteten Feld saßen und nach Nahrung suchten, rief sie Herbert Fuchs vom NABU Haigerloch an. Dessen Nachsuche blieb allerdings erfolglos. Die weitere Geschichte wollen wir in Form von kurzen E-Mails darstellen:
Freitag, 14. August: Kommen gerade vom Spaziergang mit unserem Hund zurück. Haben heute um 9:16 Uhr einen Schwarzstorch im Gewann Mahden/ Häselbühl im Acker beobachtet, sowie einen weiteren Schwarzstorch etwas weiter unten hinterm Bach.
... Ich war noch mal draußen und hatte Erfolg. Bin von der dicken Eiche, Richtung Bach gefahren, dann gleich links abgebogen, am Bach entlang. Dann wieder links, nach der Brücke, war ein Storch im rechten Feld, der andere im linken. Gegen 10:45 habe ich die Störche beobachtet, wie sie in die Tanne flogen.
Samstag, 15. August: Zwischen 9:45 und 10:20 erneut im Häselbühl: Es sind 2 Störche. Solange der eine auf dem Jägerstand war, ist der andere im Baum gesessen. Zuvor war der eine Storch im Acker bei der Eiche (ca. 40m neben der Strasse), der andere auf dem Acker hinter dem Bach. Mein Mann und ich haben beide beobachtet und konnten ihnen auch folgen. Es ist hoch interessant. Morgen früh gehen wir mal früher los, mal sehen ob und wo wir sie sehen.
Wie wir in den letzten Tagen beobachten konnten, halten sie sich immer im Bereich der Eiche bis zum Bruthaus auf. Sammeln und treffen tun sie sich in der Tanne. Wir konnten heute früh einen der Störche beobachten, wie er im Acker vermutlich eine Maus gefangen hat und damit auf die andere Seite des Bachs flog. Auch ist uns aufgefallen, wenn sie im Acker sitzen, halten sie sich am Rand auf. Zwischenzeitlich stellten wir auch fest, dass sie immer die gleichen Stellen aufsuchen. Heute früh hatten wir jedes Mal Glück. Der eine Storch ist etwas kleiner gewesen. Beeindruckend ist auch, wie sie um den Baum fliegen, bis sie endlich einen geeigneten Landeplatz gefunden haben. Der eine Storch saß mindestes 45 Min. im Acker bei der Eiche, erst als ein Traktor den Acker umpflügte, flog er auf den Jägersitz. Leider ist unser Urlaub zu Ende und wir können nächste Woche nicht mehr so ausgiebig nach den Störchen sehen. Vielleicht haben wir morgen früh nochmal das Glück.
Sonntag, 16. August: Die Schwarzstörche sind noch da. Heute früh (8:05 Uhr) haben wir im Acker gegenüber des Bruthauses einen erwachsenen Schwarzstorch beobachten können. Die anderen waren jedoch nicht auffindbar.
Dienstag, 18. August: War gestern Morgen, bevor ich zur Arbeit ging, nochmals draußen. Leider sah ich keinen unserer Störche. Mein Mann fuhr heute Morgen zur üblichen Zeit an die bekannten Orte, kein Storch war zu sehen. Vielleicht sind sie weiter gezogen.
Möglicherweise sind die Störche nun tatsächlich weiter gezogen. Vielen Dank an Frau Roth für die interessanten Informationen. Herbert Fuchs hatte übrigens nur einmal Glück, als er zwei der Tiere zufällig in der großen Fichte über dem Hausertalbach entdeckte. Bei dieser Gelegenheit sind auch die Fotos entstanden.

Bilder: Zwei Schwarzstörche am 14. August 2009 bei Haigerloch-Gruol. (Fotos: H.Fuchs - zum Vergößern bitte anklicken)
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