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Nachtfalter im Zollernalbkreis: Spanner (Geometroidea) - Teil 2

Der Familienname "Spanner" leitet sich von der für die Raupen typischen Fortbewegungsweise ab: Den meisten Arten fehlen die Bauchbeine, so dass die Nachschieber direkt hinter den Brustbeinen ansetzen und den Körper hochwölben, bis die Brustbeine wieder für die Streckung sorgen. Zur Tarnung sitzen die Raupen mitunter so da, dass sie an einen abstehenden Zweig erinnern.

Zu der Überfamilie der Geometroidea gehört in Deutschland nur eine Familie in 5 Unterfamilien mit insgesamt ca. 430 Arten. Die meisten Falter sind klein bis mittelgroß und haben im Vergleich zur Flügelfläche schlanke Körper. In Ruhestellung liegen die Flügel meist flach auf dem Untergrund, so dass die Hinterflügel sichtbar sind. Bei vielen Arten haben die Männchen im Gegensatz zu den Weibchen gefiederte Antennen, wodurch die Geschlechter leicht zu unterscheiden sind.

Hinweis zur Darstellung: Weil die Spanner eine sehr artenreiche Familie darstellen, haben wir die Unterfamilien auf mehrere (Unter-)Seiten verteilt. Sterrhinae, Archiearinae und Geometrinae gemeinsam auf der ersten, die beiden anderen Unterfamilien auf je einer eigenen. Der ganze Vorspann wird jedoch immer wiederholt.

 
 

Familie:
Unterfamilie:

Geometridae
Sterrhinae


Larentiinae


Archiearinae


Ennominae


Geometrinae



(Larentiinae 4)

Mit 196 Arten sind die Larentiinae die größte Spanner-Unterfamilie in Baden-Württemberg. 70 werden in der aktuellen Roten Liste geführt, von denen sind 6 bereits ausgestorben (RL 0) und 16 (RL 1) stehen wohl kurz davor.

Die meisten Arten sind anhand der Färbung bzw. des Flügelmusters gut zu unterscheiden. Zu den Larentiinae gehören aber auch die 66 Blütenspanner-Arten, die zu den kleinsten der Unterfamilie gehören und einander oftmals sehr ähnlich sehen, so dass auch hier eine sichere Bestimmung nur mithilfe der Genitaluntersuchung (siehe Wikipedia) möglich ist.



Rotgebänderter Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata)



Haigerloch-Stetten, 24.10.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Trillfingen, 23.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 07.08.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 10.04.2017 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 12.08.2018 (Foto: F. Treuz)


Die Blütenspanner der Gattungen Gymnoscelis, Pasiphila, Chloroclystis und Eupithecia ist eine artenreiche Gruppe kleiner bis sehr kleiner Spanner-Arten, die mit 64 Arten in Baden-Württemberg vertreten ist. Viele sind sich sehr ähnlich und sind nur schwer zu unterscheiden, was ihre Meldung erschwert.

Der Rotgebänderte Blütenspanner ist eine wärmeliebende Art, die in zwei Genera­tionen von März bis Mai und von Juni bis


August in ganz unterschiedlichen Lebensräumen fliegt: Brachflächen, Halbtrocken­rasen, Hecken- und Waldränder mit Hoch­staudensäumen gehören ebenso dazu wie feuchtere Wiesen, Gärten und andere Lebensräume im Siedlungsbereich.

Die Raupen leben an einer Vielzahl von Pflanzenblüten, u.a. an Waldrebe (Clematis vitalba) und Wasserdost (Eupatorium cannabinum).



Schlehen-Blütenspanner (Pasiphila chloerata) - RL V



Haigerloch-Stetten, 11.06.2008 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 06.06.2015 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 27.05.2018 (Foto: H. Fuchs)


Der Schlehen-Blütenspanner ist nicht häufig. Er fliegt in einer Generation von Mai bis Juli im Bereich sonniger, warmer Schlehenhecken an Waldrändern oder freien Heckenzügen.

Die Raupen leben im März/ April an Schlehenblüten (Prunus spinosa).



Grüner Blütenspanner (Chloroclystis v-ata)



Balingen, 30.05.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 26.04.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 06.07.2014 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 07.05.2016 (Foto: F. Treuz)


Der Artname v-ata bezieht sich auf die charakteristische V-fömige Ausbuchtung der schwarzen Binde im Vorderflügel.

Die Falter fliegen in zwei sich über­lappenden Generationen von April bis August in allen möglichen Lebensräumen, wie z.B. feuchte Wiesen, Bachufer, Halbtrockenrasen, Brachflächen, Wälder und auch Gärten im Siedlungsbereich.

Die Raupen sind zwischen Mai und September an Blüten und Samen vieler Pflanzen zu finden, u.a. an Waldrebe (Clematis vitalba) und Mädesüß (Filipendula ulmaria).



Graugrüner Apfel-Blütenspanner (Pasiphila rectangulata)



Bitz, 16.07.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 21.07.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch, 06.06.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.06.2016 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 21.06.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 04.07.2015 (Foto: F. Treuz)


Der Graugrüne Apfel-Blütenspanner trägt seinen Namen zurecht: Er ist ein Kulturfolger in den vom Menschen geprägten Land­schaften wie Streuobstbeständen, Feldgehölzen, Gärten und Obstbaumalleen.

Die Raupen leben von Juni bis August in den Blüten von Apfelbäumen (Malus domestica), auch am Holzapfel (Malus sylvestris) und der Traubenkirsche (Prunus padus).



Waldreben-Blütenspanner (Eupithecia haworthiata)



Haigerloch-Stetten, 26.05.2011 (Foto: H. Fuchs)



Hechingen, 05.07.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 24.06.2015 (Foto: H. Fuchs)


Die Falter des Waldreben-Blütenspanners folgen mit ihrer Flugzeit von Mai bis Juli dem Blühverlauf der Waldrebe, bevorzugt an Waldrändern, an lichten Waldwegen und Gebüschen.

Die Raupen leben ausschließlich in den Blütenknospen der Waldrebe (Clematis vitalba), eventuell auch von gärtnerisch genutzten Arten im Siedlungsbereich.



Weiden-Blütenspanner (Eupithecia tenuiata)



Grosselfingen, 18.07.2014 (Foto: H. Fuchs)



Geislingen, 24.07.2015 (Foto: B. Schlude)



Dotternhausen, 16.08.2017 (Foto: H. Fuchs)


Der Weiden-Blütenspanner ist mit seinen 15 mm Spannweite einer der kleinsten Spanner überhaupt. Die Falter fliegen in einer Generation von Juni bis August an Waldrändern und im Uferbereich von Bächen und Flüssen mit reichen Sal- und Grauweiden-Beständen.

Die Raupen leben im März/ April an den Kätzchen von Sal- und Grauweide (Salix caprea bzw. cinerea), wohl auch an anderen Weiden-Arten. Zur Verpuppung seilen sie


sich an einem Spinnfaden ab oder lassen sich zu Boden fallen.



Feldahorn-Blütenspanner (Eupithecia inturbata) - RL V



Haigerloch-Stetten, 16.07.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 16.07.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 24.07.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 15.07.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 01.08.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 09.08.2016 (Foto: F. Treuz)


Während Eupithecia inturbata in alten Faunenbearbeitung von Baden-Württemberg noch gar nicht auftaucht, ist sie mittlerweile aus allen Naturräumen des Landes nach­gewiesen, wenngleich relativ spärlich und weit zerstreut.

Die Falter fliegen in einer Generation von Ende Juni bis August im Bereich von Feldahorn-Vorkommen in Feldgehölzen sowie in den Buchen-Mischwäldern über Muschelkalk und Weißem Jura.


Die Raupen leben von Ende April bis Mitte Mai am Feldahorn (Acer campestre).



Fichtenzapfen-Blütenspanner (Eupithecia abietaria)



Bitz, 04.07.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Owingen, 14.07.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 03.06.2015 (Foto: F. Treuz)


Die Falter mit der Spezialisierung auf Fichten-Tannenwälder, Laubmischwälder mit Nadelholzbeständen besonders im Hügel- und Bergland fliegen zwischen Mai und August vorwiegend im Gipfelbereich der Bäume; nur vom Licht angelockt kann man sie auch am Boden sehen.

Die Raupen leben von Juli bis September im Innern grüner Zapfen der Fichte (Picea abies), auch Tanne (Abias alba) und Kiefern (Pinus spec.) werden angenommen.



Leinkraut-Blütenspanner (Eupithecia linariata)



Weildorf, 28.08.2017 (Foto: H. Fuchs)



Weildorf, 28.08.2017 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 06.08.2018 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 06.08.2018 (Foto: H. Fuchs)


Eupithecia linariata gehört zu einer Gruppe von vier sehr ähnlichen Arten, die oft anhand von Fotos nicht auseinander zu halten sind. Eventuell ist eine Annäherung über die Raupen-Nahrungspflanzen möglich, doch manche bei uns theoretisch fehlende Arten könnten natürlich auch in Hausgärten vorkommen.

Obwohl die Art wohl in ganz Baden-Württemberg verbreitet ist, gab es bei uns seither noch keinen neueren Nachweis. Das mag an der geringen Zahl der Beobachter liegen, aber auch an den Bestimmungsproblemen in dieser Artengruppe. In jedem Fall haben wir uns die korrekte Bestimmung im Lepiforum bestätigen lassen.

Wie der Name richtig sagt, leben die Raupen des Leinkraut-Blütenspanners am Echten Leinkraut (Linaria vulgaris), das in der Regel in offenem Gelände und an warmen,


sonnigen Stellen wie z.B. auf Schutt- und Brachgelände, an Weg- und Feldrändern, Bahndämmen und ähnlichen Strukturen zu finden ist.

Die Falter fliegen in zwei mehr oder weniger ineinander übergehenden Generation schwerpunktmäßig von Juni bis August. Die Raupen sind meist zwischen August und Oktober zu finden, die Puppe überwintert.



Gelbfingerhut-Blütenspanner (Eupithecia pyreneata) - RL 3



Bitz, 26.06.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 14.07.2018 (Foto: F. Treuz)


Eupithecia pyreneata hat in Baden-Württemberg ihr Hauptverbreitungsgebiet im südlichen Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb. Die Falter fliegen in einer Generation im Juni/ Juli im Bereich von lichten, warm-trockenen Standorten wie Wegränder, Böschungen, Kahlschläge und Geröllflächen, auf denen die Raupen-Nahrungspflanzen vorkommen.

Die Raupen sind im Juli/ August an den Blüten und Früchten des Großblütigen und


des Gelben Fingerhuts (Digitalis grandiflora bzw. lutea) zu finden - im letzten Häutungsstadium auch durchaus offen am Stängel.

Weil die vier Arten der E.linariata-Gruppe nach Foto nur schwer zu unterscheiden sind, haben wir uns die korrekte Bestimmung im Lepiforum bestätigen lassen.



Augentrost-Blütenspanner (Eupithecia laquaearia) - RL 0



Haigerloch-Stetten, 28.08.2018 (Foto: H. Fuchs)


Nachdem laut EBERT 2003 keine aktuellen Vorkommen mehr in Baden-Württemberg bekannt waren, weist die noch aktuelle Rote Liste den Augentrost-Blütenspanner folgerichtig als "ausgestorben" aus. Seit 2007 wurden jedoch einzelne Nachweise vorwiegend im Schwarzwald und 2018 auch im Kraichgau erbracht. Der Fund in Haigerloch-Stetten ist trotzdem eine große Besonderheit, denn auch in historischer Zeit gab es im weiteren Umkreis noch keinerlei Beobachtungen. Warum die Art überhaupt auch in Gebieten mit umfangreichen Augentrost-Beständen zurückgegangen ist, ist völlig unklar.

Die Falter fliegen wohl in einer Generation im Juli und August auf Sandrasen mit Vorkommen von Gelbem Zahntrost (Odontites luteus), aber sicherlich auch im Bereich von Vorkommen des Augentrosts (Euphrasia spec.).



Wachtelweizen-Blütenspanner (Eupithecia plumbeolata)



Albstadt-Ebingen, 22.07.2015 (Foto: H. Fuchs)


Der Wachtelweizen-Blütenspanner kommt ohne Schwerpunktbildung über das ganze Land zerstreut vor, er ist aber nirgends häufig. Aus dem Zollernalbkreis gab es seither nur einen einzigen Nachweis von 1985.

Die Falter fliegen in einer ausgedehnten Generation von Mai bis August im Bereich lichter Wälder und Waldsäumen mit größeren Beständen des Wiesenwachtelweizens (Melampyrum pratense). In dessen Blüten sind auch zwischen Juni und August die Raupen zu finden, die Puppe überwintert.



Geschmückter Taubenkropf-Blütenspanner (Eupithecia venosata)



Haigerloch-Stetten, 23.06.2007 (Foto: H. Fuchs)



Dotternhausen, 23.06.2017 (Foto: H. Fuchs)



Hechingen-Beuren, 29.06.2016 (Foto: H. Fuchs)


Die auffällig gemustertern Falter fliegen von Mai bis August im Bereich offener sonniger Stellen an Wegrändern, trockenen Wiesen, Magerrasen, Steinbrüchen, Böschungen usw. mit ausgeprägten Beständen des Taubenkropfs (Silene vulgaris).

Die Blüten dieser Pflanze sind auch Lebensraum der Raupen im Juni/ Juli.



Eichen-Blütenspanner (Eupithecia abbreviata)



Haigerloch-Trillfingen, 23.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Hechingen-Beuren, 25.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 26.03.2016 (Foto: H. Fuchs)


Der Eichen-Blütenspanner fliegt von März bis Mai an besonnten Waldsäumen warmer, lichter Eichen- und Eichen-Mischwälder.

Die Raupen leben im Mai/ Juni vorwiegend an Stiel-Eiche (Quercus robur).



Eichenhain-Blütenspanner (Eupithecia dodoneata) - RL 3



Bitz, 23.05.2017 (Foto: F. Treuz)


Der Eichenhain-Blütenspanner fliegt praktisch nur im Mai im Bereich warmer, trockener Eichen- und Eichen-Mischwälder, auf der Schwäbischen Alb vorwiegend in südexponierten Eichenbeständen auf Kalkuntergrund. Der hier gezeigte Falter ist der Erstnachweis für unsere Gegend.

Raupenfunde aus Baden-Württemberg gibt es laut EBERT seither keine, doch sie leben wohl im Mai/ Juni vorwiegend an Blüten und Jungtrieben von Eichen (Quercus spec.).

Weil die Art hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt und zur Ausbildung stabiler Populationen auf intakte Mischwaldstrukturen mit älteren Eichen angewiesen ist, können forstliche Maßnahmen, die diese Strukturen stören, tatsächlich zum Erlöschen der regional kleinen bis sehr kleinen Beständen führen.



Kleiner Wacholder-Blütenspanner (Eupithecia pusillata)



Haigerloch-Stetten, 15.08.2017 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 14.08.2015 (Foto: H. Fuchs)



Albstadt-Burgfelden, 07.07.2018 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 07.09.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 23.08.2015 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 26.09.2013 (Foto: H. Fuchs)


Der Kleine Wacholder-Blütenspanner fliegt von Juni bis September auf Wacholder­heiden und Magerrasen sowie an sonnigen Gebüschen und Waldsäumen.

Die Raupen sind von April bis Juni am Wacholder (Juniperus communis) zu finden.



Dreipunkt-Blütenspanner (Eupithecia tripunctaria)



Haigerloch-Stetten, 05.08.2009 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 21.07.2009 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 24.07.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 02.08.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 29.07.2016 (Foto: F. Treuz)


Der Dreipunkt-Blütenspanner bildet zwei Generationen von April bis Juni und von Juli bis September aus. Er bevorzugt lichte bis schattige Doldenblütler-Hochstaudenfluren in lichten Wäldern, wie sie an Wald- und Wegrändern und in Schneisen zu finden sind. Daneben ist er auch an feuchten Grabenrändern mit Gebüschen und Hochstauden sowie an Feldgehölzen zu finden.


Die Raupen leben im Mai vorwiegend an Holunder (Sambucus nigra) und im August/ September an Doldenblütlern wie Engelwurz (Angelica sylvestris) und Bärenklau (Heracleum sphondylium).



Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia virgaureata)



- nicht sicher bestimmt -
Haigerloch-Owingen, 10.05.2013 (Foto: H. Fuchs)



Rosenfeld, 11.08.2015 (Foto: H. Fuchs)
 



Haigerloch-Stetten, 02.08.2016 (Foto: H. Fuchs)
 


Beim Goldruten-Blütenspanner unter­scheiden sich die beiden Generationen deutlich in ihrer Lebensweise. Die erste Generation fliegt von April bis Juni im Bereich von Hecken und Gebüschen. Die Raupen leben im Mai/ Juni an Weißdorn (Crataegus spec.) und Kreuzdorn (Rhamnus catharticus).

Die Falter der zweiten Generation fliegen im Juli/ August in Hochstaudenfluren an Waldsäumen, Wegrändern und u.a. Brachflächen. Die Raupen sind dann von August bis Oktober/ November an einer Vielzahl von Arten zu finden, hauptsächlich an den Blüten und Blättern von Korbblütlern - auch an der Goldrute (Solidago spec.) und an Greiskraut (Senecio spec.).



Nadelgehölz-Blütenspanner (Eupithecia tantillaria)



Haigerloch-Owingen, 21.05.2013 (Foto: H. Fuchs)



Geislingen, 27.05.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 24.04.2017 (Foto: F. Treuz)



Balingen, 05.06.2013 (Foto: H. Fuchs)



Balingen, 05.06.2013 (Foto: H. Fuchs)


Die meist an den großen Mittelpunkten erkennbaren Falter fliegen von April bis Juni im Bereich von Nadel- und Mischwäldern, die von Fichte und Lärche geprägt sind, auch in reinen Fichtenschonungen, sowie deren Randelementen.

Die Raupen sind im Juni/ Juli an den Nadeln von Fichte (Picea abies) und Lärche (Larix decidua) zu finden.



Fichten-Blütenspanner (Eupithecia lanceata)



Hechingen-Beuren, 15.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 25.04.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 22.04.2016 (Foto: H. Fuchs)


Der Fichten-Blütenspanner fliegt von März bis Mai in Wäldern und Forsten mit hohem Fichten-Anteil, bevorzugt in Randstrukturen mit vielen Nektarpflanzen.

Die Falter saugen an Sal- und Grau­weide (Salix caprea bzw. cinerea), auch an Ahorn (Acer) oder Huflattich (Tussilago farfara) und Pestwurz (Petasites officinalis).

Die Raupen sind im Mai/ Juni an den noch weichen Fichtennadeln der neuen End­triebe zu finden.



Bibernellen-Blütenspanner (Eupithecia pimpinellata)



Haigerloch-Owingen, 01.08.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 01.08.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 06.08.2015 (Foto: H. Fuchs)


Auch dieser Falter ist nach der Raupen-Nahrungspflanze benannt. Die Falter fliegen im Juli/ August im Offenland auf Kalkmagerrasen und Wacholderheiden sowie an trockenen Wald- und Gebüsch-Säumen.

Die Raupen ernähren sich von August bis Oktober von Blüten und Samen der Kleinen Bibernelle (Piminella saxifraga).



Melden-Blütenspanner (Eupithecia simpliciata) - RL D



Haigerloch-Stetten, 01.08.2006 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 01.08.2006 (Foto: H. Fuchs)


Der Melden-Blütenspanner wurde in Baden-Württemberg seither erst an wenigen Stellen nachgewiesen, deshalb ist er in der aktuellen Roten Liste in die Kategorie D (= Datenlage defizitär) eingestuft worden.

Die Falter fliegen wohl im Juli/ August auf Brachflächen und an Ruderalstellen, an Straßenböschungen, auf Bracheäckern und in aufgelassenen Steinbrüchen mit Melden- und Gänsefußbeständen.


Die Raupen leben im September/ Oktober an den Blüten und Samenständen von Melden (Atriplex spec.) und Gänsefuß (Chenopodium spec.).



Kiefern-Blütenspanner (Eupithecia indigata)



Haigerloch-Stetten, 30.04.2011 (Foto: H. Fuchs)


Der sehr unscheinbar gefärbte Kiefern-Blütenspanner hat seinen Verbreitungs­schwerpunkt wohl am nördlichen Oberrhein und in Obschwaben. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es keine älteren Nachweise aus dem Zollernalbkreis gibt.

Die Falter fliegen schon früh im Jahr, zwischen Ende April und Anfang Juni im Bereich von Kiefern- bzw. Kiefern-Mischwäldern. Am seither einzigen sicheren Fundort gibt es Kiefern-Sukzession innerhalb einer Wacholderheide.

Die Raupen leben im Juni/ Juli wohl ausschließlich an Wald-Kiefer (Pinus sylvestris), wo sie sich von den jungen Trieben der männlichen Blüten ernähren.



Bergfichten-Zwerg-Blütenspanner (Eupithecia conterminata) - RL 1



Haigerloch-Hart, 13.05.2013 (Foto: H. Fuchs)


Auch vom Bergfichten-Zwerg-Blütenspanner gibt es erst ganz wenige Nachweise in Baden-Württemberg und er galt in der vorigen Roten Liste schon als ausgestorben. Zwischenzeitlich gibt es einzelne neue Nachweise, einer davon bei uns im Zollernalbkreis.

Die Falter fliegen im Mai/ Juni wohl in eher kühlen Nadelwäldern mit hohem Fichten-Anteil. In welchem Umfang man die Informationen aus dem Haupt-Verbreitungsgebiet in Skandinavien übertragen darf, ist unklar.

Die Raupen leben im September/ Oktober wohl ausschließlich an Fichte (Picea abies).



Thymian-Blütenspanner (Eupithecia distinctaria) - RL 2



Bitz, 23.06.2016 (Foto: F. Treuz)


Mit der Schwäbischen Alb und dem Alb-Wutachgebiet bestehen für den Thymian-Blütenspanner zwei Verbreitungsschwerpunkte in Baden-Württemberg. Trotzdem ist es eine seltene Art und war im Zollernalbkreis seither noch nicht nachgewiesen. Ob das an der Verwechslungsmöglichkeit mit der folgenden Art liegt, können wir nicht abschätzen.

Die Falter fliegen in einer Generation zwischen Ende Mai und Ende Juli im Bereich von offenen, warmen bis heißen, südexponierten Hängen, Magerrasen und felsigen Strukturen mit einer ganz engen Bindung an das Vorhandensein von Thymian, besonders dem Feld-Thymian (Thymus pulegioides), der nahezu einzigen Nahrungspflanze der Raupen. Diese lebt vorwiegend im August an Blüten und Früchten dieser Pflanze, wo sie nachts und noch am Vormittag frisst.



Doldengewächs-Blütenspanner (Eupithecia extraversaria) - RL V



Bitz, 05.07.2016 (Foto: F. Treuz)
 



Ex larva-Zucht
Bitz, 11.07.2016 (Foto: F. Treuz)



Ex larva-Zucht
Bitz, 13.07.2016 (Foto: F. Treuz)



Weilstetten, 20.07.2018 (Foto: D. Mezger)
det. Vasiliy Sergienko, Lepiforum



Bitz, 05.08.2015 (Foto: F. Treuz)
 



Bitz, 05.08.2015 (Foto: F. Treuz)
 



Ex larva-Zucht
Bitz, 21.09.2015 (Foto: F. Treuz)



Ex larva-Zucht
Bitz, 26.02.2016 (Foto: F. Treuz)


Schwerpunkte der Verbreitung von Eupithecia extraversaria bilden die Schwäbische Alb und das Main-Tauber-Gebiet.

Die Falter fliegen von Juni bis August im Bereich besonnter Hänge, Wiesen, Trockenrasen und Wegrändern. Dabei werden sonnige, warme und wind­geschützte Stellen mit einer ausgeprägten Struktur an Blütenpflanzen bevorzugt.


Die Raupen leben von Juli bis September an verschiedenen Doldengewächsen, wie z.B. dem Sichelblättrigen Hasenohr (Bupleurum falcatum), der Kleinen Bibernelle (Pimpinella saxifraga) oder Pastinak (Pastinaca sativa). Die Puppe überwintert.



Mondfleckiger Blütenspanner (Eupithecia centaureata)



Haigerloch-Owingen, 01.08.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 19.09.2014 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 05.08.2015 (Foto: H. Fuchs)


Der Mondfleckige Blütenspanner wird seiner auffälligen Färbung wegen leicht erkannt und damit auch gemeldet, so dass recht viel über ihn bekannt ist.

Die Falter fliegen in zwei Generationen im Mai/ Juni und von Juli bis September in einer Vielzahl von Lebensräumen, darunter blühende Hochstaudenfluren verschiedener Pflanzengesellschaften, sonnige Halb­trockenrasen, Wacholderheiden, Trocken­hänge der Jura- und Muschelkalk­gebiete, auch Bahndämme und Ruderalstellen im Kulturland.

Die Raupen sind zwischen Juli und Oktober an einer Vielzahl von Pflanzenarten zu finden, rund 30 Arten sind bekannt, mit einem Schwerpunkt bei den Dolden- und Korbblütlern.



Obsthain-Blütenspanner (Eupithecia insigniata) - RL 3



Haigerloch-Owingen, 26.04.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 26.04.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 27.05.2017 (Foto: F. Treuz)


Dieser charakteristisch gefärbte Blüten­spanner ist in Baden-Württemberg nur lokal verbreitet und war bis 2014 im weiten Umkreis noch nicht nachgewiesen.

Die Falter fliegen in einer Generation im April/ Mai im Bereich von sonnigen, warmen Hecken und Gebüschen, in naturnahen Obsthainen und an Waldrändern.

Die Raupen leben im Mai/ Juni an Apfel­bäumen (Malus domesticus) und an Weißdorn (Crataegus spec.).



Großer Wacholder-Blütenspanner (Eupithecia intricata)



Balingen, 05.06.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 17.05.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 24.05.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 28.05.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 27.05.2015 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 24.05.2016 (Foto: H. Fuchs)


Der Große Wacholder-Blütenspanner fliegt im Mai/ Juni aber auch vereinzelt bis in den August auf Wacholderheiden, Magerwiesen und in deren Randbereichen, aber auch in Gärten und Parks mit gärtnerisch gepflanztem Wacholder.

Die Raupen leben von Juni bis Oktober, sehr langsam wachsend, an den harten Nadeln des Wacholders (Juniperus communis), auch an den Garten-Arten.



Satyr-Blütenspanner (Eupithecia satyrata)



Balingen-Ostdorf, 03.06.2015 (Foto: H. Fuchs)
 



- nicht sicher bestimmt -
Haigerloch-Stetten, 05.05.2007 (Foto: H. Fuchs)


Dar Satyr-Blütenspanner fliegt von Mai bis August auf blütenreichen Kraut- und Hochstaudenfluren, auf Wiesen, an Weg- und Bachrändern, in Steinbrüchen, auf Waldlichtungen usw.

Die Raupen leben von Juni bis September polyphag an einer Vielzahl von Blüten (über 40 Arten bekannt), bevorzugt an Korbblütlern und Kardengewächsen.



Fuchs'-Greiskraut-Blütenspanner (Eupithecia expallidata) - RL V



Bitz, 19.07.2016 (Foto: F. Treuz)


Die "blasse" (= lateinischer Artname) Eupithecia expallidata wird wohl immer wieder mit der häufigen und weit verbreiteten Eupithecia absinthiata verwechselt. Die Falter fliegen in einer Generation hauptsächlich im Juli/ August in mehr oder weniger feuchten Hochstaudenfluren innerhalb oder an Säumen von Wäldern des Berg- und Hügellandes.

Für die Entwicklung des Falters scheint die Feuchtigkeit eine gewisse Rolle zu spielen, denn stärkere Trockenheit führt laut EBERT zu hohen Ausfällen - besonders bei den Raupen. Diese sind von Mitte August bis in den Oktober hinein vorwiegend an den Blüten und Früchten des Fuchs'-, aber auch des Jakobs-Greiskrauts (Senecio fuchsii bzw. jacobaeae), sowie an der Goldrute (Solidago virgaurea) zu finden. Insofern ist der deutsche Name dieses Blütenspanners ungenau.



Baldrian-Blütenspanner (Eupithecia valerianata)



Hossingen, 28.07.2017 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 30.06.2008 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 03.08.2017 (Foto: F. Treuz)


Auch dieser Blütenspanner wurde nach der Nahrungspflanze der Raupen benannt. Er unterscheidet sich von anderen Arten durch die weiße Wellenlinie mit einer punktartigen Verdickung im Innenwinkel des Vorderflügels.

Die Falter fliegen zwischen Mai und Juli/ August im Bereich feuchter und teilweise beschatteter Hochstaudenflluren, an Waldrändern und Gräben mit Baldrian-Vorkommen.

Die Raupen leben ausschließlich an den verschiedenen Formen des Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis).



Hopfen-Blütenspanner (Eupithecia assimilata)



Bitz, 11.05.2017 (Foto: F. Treuz)


Dieser Blütenspanner wurde ebenfalls nach der Nahrungspflanze der Raupen benannt. Er unterscheidet sich von ähnlichen Arten durch die gescheckten Flügelfransen.

Die Falter fliegen in zwei Generationen von Ende April bis Mitte Juni und im Juli/ August im Bereich des Hopfengeranks zwischen Bäumen und Hecken an Waldwegen, Waldrändern und Ufergehölzen an eher schattigen, oft feuchten Stellen.

Die Raupe lebt im Frühjahr an den Blättern und um Sommer/ Herbst an Blättern und Früchten des Hopfens (Humulus lupulus).



Gemeiner Blütenspanner (Eupithecia vulgata)



Bitz, 07.05.2015 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 12.06.2011 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch, 06.06.2014 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 10.06.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 10.05.2015 (Foto: F. Treuz)



Bitz, 24.05.2015 (Foto: F. Treuz)


Den Gemeinen Blütenspanner erkennt man an dem spitzen Flügelschnitt und der doppelt angelegten äußeren Querlinie, die im vorderen Bereich doppelt geknickt ist.

Die Falter fliegen von April bis Juli/ August in einem sehr weiten Lebensraum-Spektrum von Waldrändern bis in den Siedlungs­bereich.

Die Raupen leben von Mai bis August poly­phag (= an einer Vielzahl von Pflanzenarten) an verschiedenen Pflanzenteilen, auch an Falllaub und verrottendem Pflanzenmaterial, auch auf Komposthäufen.



Hecken-Blütenspanner (Eupithecia exiguata)



Geislingen, 27.05.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 26.04.2014 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 19.05.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 02.06.2015 (Foto: F. Treuz)
 



Raupe
Bitz, 29.09.2014 (Foto: F. Treuz)



Puppe
Bitz, 23.04.2015 (Foto: F. Treuz)


Die Falter fliegen in einer Generation von April bis Juli im Bereich von Hecken, Gebüschen und Waldrändern oft feuchter Standorte, auch in Gartenanlagen und Parks.

Die Raupen leben von Juli bis September an den Blättern von Laubgehölzen, wohl bevorzugt an der Himbeere (Rubus ideaeus), auch an der Schlehe (Prunus spinosa) und der Eberesche (Sorbus aucuparia).



Schafgarben-Blütenspanner (Eupithecia icterata)



Geislingen, 30.07.2013 (Foto: H. Fuchs)



Geislingen, 30.07.2013 (Foto: H. Fuchs)



Geislingen, 30.07.2013 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 27.07.2017 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Owingen, 01.08.2013 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Owingen, 01.08.2013 (Foto: H. Fuchs)


Der Schafgarben-Blütenspanner ist eine variabel gefärbte Art mit einem mehr oder weniger hohen Orangerot-Anteil im Vorderflügel. Obwohl die Raupen nur an einer einzigen Art leben, gehört er zu den häufigeren Blütenspanner-Arten.

Die Falter fliegen von Juni bis September in nicht zu feuchten Strukturen unterschiedlicher Lebensräume, darunter Wegränder, Bahndämme, Wiesen, Magerrasen.

Die Raupen leben ausschließlich an den Blättern der Schafgarbe (Achillea millefolium).



Kräuter-Blütenspanner (Eupithecia subumbrata)



Bitz, 21.06.2015 (Foto: F. Treuz)



Haigerloch-Stetten, 21.06.2016 (Foto: H. Fuchs)



Haigerloch-Stetten, 22.06.2016 (Foto: H. Fuchs)


Der Kräuter-Blütenspanner kommt in Baden-Württemberg zerstreut vor mit einem Schwerpunkt im Bereich der Schwäbischen Alb. Die Falter fliegen in einer Generation von Mitte Mai bis Anfang August im Bereich von Magerrasen oder auf extensiv genutzten blütenreichen Wiesen, auf Waldsäumen und Lichtungen.

Die Raupen sind im Sommer von Mitte Juli bis in den September hinein an den Blüten und Samen einer Vielzahl von Kräutern zu finden, die meisten Nachweise stammen vom Dost (Origanum vulgare) und der Kleinen Bibernelle (Pimpinella saxifraga).



Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia subfuscata)



Balingen-Ostdorf, 04.06.2015 (Foto: B. Schlude)



Balingen-Ostdorf, 04.06.2015 (Foto: B. Schlude)



Balingen-Ostdorf, 04.06.2015 (Foto: H. Fuchs)



Bitz, 15.05.2017 (Foto: F. Treuz)



Balingen-Ostdorf, 04.06.2015 (Foto: H. Fuchs)



Balingen-Ostdorf, 04.06.2015 (Foto: H. Fuchs)


Eupithecia subfuscata ist laut EBERT die häufigste Art ihrer Gattung und die Art mit der größten ökologischen Valenz. So ist es verwunderlich, dass sie in neuerer Zeit erst­mals 2011 im Kreis nachgewiesen werden konnte.

Die Falter fliegen von Mai bis Juli in einer Vielzahl von Lebensräumen - vom Sied­lungsgebiet über Waldlichtungen bis hin zu Ruderal­standorten sind sie ebenso zu finden wie in Halbtrockenrasen bis hin zu Felsstrukturen.

Die Raupen leben von Juli bis September polyphag in den Blüten einer Vielzahl krautiger Pflanzen und Stauden sowie an niederen Bäumen und Sträuchern - über 40 Nahrungspflanzenarten sind in Ba-Wü schon nachgewiesen.


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