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Wie schon gesagt, Frau Franzbach hat einen wirklich netten Bericht abgegeben. Im Folgenden zititeren wir ein wenig aus ihren Briefen:
Während unseres Urlaubs auf der Insel Neuwerk hatten mein Freund Volker Herrmann und ich ausgiebig Gelegenheit den Gänsegeier über die 5 Tage die er auf der Insel war zu beobachten und zu fotografieren. Wir haben ihn fast rund um die Uhr begleitet. Wir hatten die Erstsichtung des Gänsegeiers am 03.06.08 gegen 13:30, da haben wir ihn leider weil wir ihn nicht gesehen hatten (damit rechnet man ja nun auch nicht unbedingt auf Neuwerk) im Nordvorland aufgescheucht als er dort auf der Wiese stand. Wir haben ihn dann anschliessend so ziemlich rund um die Uhr wärend seines
fünftägigen Aufenthalts begleitet. Nur einen Tag sass er morgens nicht an der gleichen Stelle, wo wir ihn abends bei Einbruch der Dunkelheit
verlassen hatten.
Er hat zweimal erfolglos versucht die Insel zu verlassen und erst beim dritten Mal am Samstag den 07.06.2008 hat es dann endlich
geklappt. Die anderen Male hat er immer das Problem gehabt, dass ihn der Wind in Richtung offenes Meer versetzt hat und er dann anschliessend
wieder im Ruderflug zurück nach Neuwerk kam. Am Samstag ist er dann langsam in großen Kreisen mit der Thermik aufgestiegen, die letzten Fotos
konnten wir um 12:20 machen, anschliessend haben wir ihn noch im Sucher für ca. eine halbe Stunde verfolgen können und dann haben wir ihn aufgrund
der Entfernung aus dem Blick verloren und auch anschließend nicht wieder zurückommen gesehen.
Er hat eigentlich alle Bereiche auf Neuwerk ausprobiert, wurde aber immer von den unterschiedlichsten anderen Tieren attackiert/gescheucht. In den Seevogelkolonien wurde er von Seeschwalben, Möwen und Säbelschnäblern attackiert, im südlichen Teil haben in die Krähen attackiert und auf den Weideflächen östlich des Mittelwegs haben ihn selbst die Kühe, die in einen kleinen Sprint verfielen, vertrieben. Am ruhigsten hatte er es, glaube ich, im Bereich des Schiffanlegers, jedoch gab es da immer wieder dämliche Touristen, die sich unbedingt mit Hund oder Fahrrad soweit wie möglich nähern wollten und sich davon auch nicht abhalten ließen.
Vielen Dank an Frau Franzbach für die farbige Schilderung.
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