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Und in Spanien?
Bekanntlich müssen laut Hygiene-Verordnung der Europäischen Union Kadaver beispielsweise von Schafen, Ziegen und Rindern sofort beseitigt werden. Damit wird den Aasfressern zunehmend die Nahrungsgrundlage entzogen. Die Bestände Südeuropas nahmen in den vergangenen Jahrzehnten rapide ab.
Dieser Nahrungsentzug wird auch teilweise dafür verantwortlich gemacht, dass immer wieder Geier in Deutschland auftauchen. Ob das so richtig ist, oder ob es sich bei den Tieren nicht auch häufig um solche Tiere handelt, die aus den südfranzösischen Auswilderungsprojekten stammen, wollen wir nicht bewerten. Es gibt aber eine spanische Website, auf der sehr detailliert ein Projekt des FAPAS zur Erhaltung von aasfressenden Vögeln in Asturien beschrieben wird. Auch wenn die landschaftlichen Gegebenheiten (und die Bevölkerungsdichte) völlig anders sind als bei uns: Einiges davon ließe sich unseres Erachtens 1:1 auf deutsche Gegebenheiten übertragen, wenn man sich auf nahezu menschenleere (und damit weitgehend störungsfreie) Gebiete z.B. im Bereich von Truppenübungsplätzen beschränkte. Wobei unseres Erachtens nichts grundsätzlich dagegen spräche, Geier-Fütterungsplätze auch für die Menschen "erlebbar" zu machen...
Die spanische Website des FAPAS finden Sie unter http://www.fapas.es/de/aves-de.html - und zwar auf Deutsch!
Wir stellen Ihnen den Bericht auch im PDF-Format zum Download (329 kB) zur Verfügung.
Fortsetzung:
Am 18.11.2008 erreicht uns auf dem Umweg über die Greifvogel-Yahoogroup der folgende Hilferuf von Cristina Prieto:
"The problems of Spanish Vultures and other scavengers are not resolved. Muladares in several Autonomous Regions are still closed. As these Regions
are for a 100% responsible of nature conservation in Spain, the real situation is as if European and Spanish laws do not exist.
In the Aragón Pyrenees in 2008 the population of Griffon Vultures in has fallen by 21% and the number of fledged young by 48%, and 62 out of each 100
nests failed. In the Sierras North of Madrid the downfall is 31%."
Am Ende der E-Mail weist sie auf die kürzlich eröffnete Website des Diskussionsforums "Save the Spanish Vultures" mit allen relevanten Informationen auf Englisch hin http://save-vultures.blogspot.com.
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