Eisvogel gerettet

 
© Foto: H.Fuchs

Thomas Marschall staunte nicht schlecht, als er vom Fischen im Haigerlocher Karlstal kam: In einem Maschendrahtzaun hatte sich ein Eisvogel so unglücklich mit dem Flügel verfangen, dass er sich nicht mehr selbst befreien konnte. Weil er diese Vögel faszinierend findet und sie sogar schon seine Angelrute als Sitzwarte benutzt hatten, befreite er ihn kurzerhand und brachte ihn zu Herbert Fuchs vom NABU Haigerloch, weil er am Flügel verletzt schien.
Auch Sonntags ist der Bereitschaftsdienst im NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen anwesend, deshalb wollte Fuchs ihn bald dort hinbringen und stellte die Transportkiste mit dem Tier solange in die Wohnung. Schon kurze Zeit später schien sich der Vogel aber so gut erholt zu haben, dass er Schwirrflugbewegungen machte. Eine kurze Untersuchung des Flügels zeigte auch mit Ausnahme von ein paar verbogenen Federn keine Verletzungen.
Deshalb packte Fuchs den Eisvogel in seiner Kiste kurzerhand ins Auto und fuhr zum Karlstal dorthin zurück, wo Thomas Marschall ihn gefunden hatte. Dort stellte er die Kiste vorsichtig am Ufer der Eyach ab und öffnete den Deckel. Der Eisvogel schaute sich kurz um, startete wie ein Hubschrauber senkrecht nach oben, schaltete "auf Vortrieb", schoss im schnellen Flug so um die 50 Meter die Eyach entlang und setzte sich in ein Weidengebüsch. Kurze Zeit später flog er dann noch weiter flussabwärts.
Das Foto ist ein richtiges Suchbild: Im Weidengebüsch versteckt sitzt der Eisvogel gut getarnt und beobachtet die Umgebung.
Foto: H.Fuchs

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