Sperber fliegt an Fensterscheibe

 
© Foto: M.Sautter

Am Freitag, 30. November 2007, gab es bei Monika Sautter in Hechingen-Beuren so gegen 11 Uhr einen Schlag am Fenster: Dieser Vogel war dagegen geflogen (Foto: M.Sautter). Er saß bestimmt 20 Minuten fast reglos da und hatte den rechten Fuß an den Körper gezogen. Danach hatte er sich erholt und flog weg.

Bei dem Vogel handelt es sich um einen Sperber, und zwar vermutlich um ein noch nicht ganz erwachsenes Weibchen - erkennbar am (noch) braunen Rückengefieder, später wird das grau. In den Jahreszeiten, in denen die Sonne tief steht, kommt es bei Sperbern besonders häufig zu Anflügen an Fensterscheiben, besonders wenn sie auf der Jagd nach Sperlingen oder so sind - was ihr ganz "normaler Job" ist. Oft fliegen dann die Kleinvögel gegen die Scheibe und der Verfolger gleich ebenfalls.
Erstaunlicherweise haben viele Vögel durchaus große "Nehmerqualitäten": In vielen Fällen ist es nämlich so, dass die Tiere nur eine gewissen Zeit brauchen, um sich zu erholen. Dann fliegen sie wieder weg. Es kommen aber auch schwerere Schädel-Hirn-Traumata vor, die zu irreversiblen Schäden führen, mit etwas Glück auch "nur" zu längerer Rekonvaleszenz. In der Phase direkt nach dem Anflug werden Kleinvögel oft das Opfer von Katzen. Der Sperber würde vermutlich eine bessere Chance haben.

Zur grundsätzlichen Problematik des Vogelschlags gibt es hier eine Zusammenstellung.
Das Thema "Was tun mit verletzten Vögeln?" finden Sie hier.

zurück zur Übersicht